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Erörterung zum Thema "Mit dem Alter kommt die Weisheit"

Ausarbeitung 2008 5 Seiten

Didaktik - Deutsch - Erörterungen und Aufsätze

Leseprobe

„Mit dem Alter kommt die Weisheit.“ Jeder von uns hat diesen Satz schon oft gehört und meistens nur darüber geschmunzelt. Aber steckt vielleicht doch etwas Wahres dahinter? Viele unserer älteren Mitbürger meinen, sie wüssten alles besser, weil sie angeblich mehr Lebenserfahrung gesammelt haben, doch ist dem wirklich so, kann man sich diese Lebenserfahrung nicht einfach aneignen, ohne sie selbst gesammelt zu haben? Liegt das Wissensmonopol wirklich bei den Alten und „Weisen“? Auf diese und einige weitere Fragen werde ich in der anschließenden Erörterung versuchen eine Antwort zu finden und mich zu bestehenden Meinungen und Ansichten gegebenenfalls konträr äußern.

Es gibt mehrere Ansatzpunkte, die den Wahrheitsgehalt dieses meist beiläufig hervorgebrachten Ausspruches in Frage stellen. Zuerst ist zu definieren, was Weisheit überhaupt ist. Hierbei gibt es viele Konzepte, mit denen die Weisheit beschrieben wird, meist jedoch wird Weisheit mit selbsterworbenes Wissen über eine längere Periode hinweg gleichgesetzt. Somit stellt Weisheit eine Kombination aus Wissen und Erfahrung dar. Die meisten „Alten“ sind der Meinung, dass einen die reine Belesenheit nicht durch das Leben führen kann, da es an Erfahrung mangelt. Diese Erfahrungen kann man nur selbst sammeln, viele teilen ihre Erfahrungen mit den Jüngeren, jedoch ist dies kein Ersatz für die eigene Erfahrungssammlung. Der Knackpunkt in dieser Sache ist, dass man bei dieser Ansicht die Begriffe „Wissen“ und „Erfahrung“ voneinander trennt. Wenn man die Sache nun näher betrachtet, besteht unser heutiges Bücherwissen aus Erfahrungen, die man in Form von Beobachtungen und Versuchen gewonnen hat. Man hat erfahren, dass runde Steine besser rollen als eckige, somit geht diese Erfahrung in den Wissensbestand der Gesellschaft ein und niemand muss erst erneut entdecken, dass runde Steine besser rollen. Wenn man dies auf die oben angesprochene Situation überträgt verlangen „die Alten“ von uns jedes Mal das Rad neu zu erfinden, demzufolge sind auch die Begriffe „Wissen“ und „Erfahrung“ im Zusammenhang zu sehen und nicht voneinander zu trennen. Wenn man dem folgt, wäre es doch möglich sich von anderen diese Lebensweisheit anzueignen und selbst weiter zu geben, genau wie Bücher es tun.

Um diese Situation nun zu klären, könnte man hierbei anbringen, dass eine selbst gewonnene Erfahrung viel besser in Erinnerung bleibt, als Dinge, die man vom Hören sagen weiß, da man bekanntlich den „weisen Rat“ meist nicht so ernst nimmt und abnickt. Doch in der Theorie wäre es dennoch möglich ebendiesen „weisen Rat“ zu verinnerlichen und die Erfahrungen anderer in das eigene Leben einzubauen und einen Nutzen daraus zu ziehen.

Wenn man diesen Spruch nun zu wörtlich nimmt, könnte man annehmen, dass mit steigendem Alter das Wissenspotenzial steigt. Doch wo liegen hierbei dir Grenzen? Der Ausspruch „Mit dem Alter kommt die Weisheit“ ist insofern sachlich ungenau, wenn man hierbei an Alzheimer, Alterssenilität und Demenz denkt. Jedoch geht es in dieser Erörterung nicht zwingend um die Auslegung einzelner Wörter, sondern um den sinngerechten Wahrheitsgehalt der These.

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Details

Seiten
5
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783656188230
Dateigröße
384 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v191080
Institution / Hochschule
Friedrich-Schiller-Gymnasium, Calbe (Saale)
Note
1,0
Schlagworte
erörterung thema alter weisheit

Autor

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Titel: Erörterung zum Thema "Mit dem Alter kommt die Weisheit"