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Pflegeplanung Inkontinenz (mit Falldarstellung)

Hausarbeit 2003 11 Seiten

Leseprobe

Inhalt

Einleitung

1.Grundlagen der Pflegeplanung
1.1 Inkontinenz im Alter

2. Fallbeispiel

3. Pflegeplanung

4. Auswertung

5. Schlussbemerkungen

Einen Weg gehen, bedeutet, einzelne Schritte auszuführen.

Ein Ziel erreichen kann man, indem man einen Weg geht.

Einen Weg gehen, kann die Planung einzelner Schritte bedeuten.

Einen Schritt auszuführen, kann der Anfang eines Weges sein. (1)

Einleitung

In der folgenden Hausarbeit, die ich im Rahmen meiner Schulausbildung zum Altenpfleger schreibe, soll es darum gehen, wie man eine Pflegeplanung anhand eines Fallbeispiels entwerfen könnte. Als Pflegeproblem und Schwerpunkt wähle ich Harninkontinenz bei alten Menschen, da diese einen sehr bedeutenden Stellenwert hat und fast jeder Senior damit belastet ist.

Im folgenden soll es kurz um die Pflegeplanung und ihren Zweck gehen.

Dann erläutere ich die wichtigsten Harninkontinenzformen, bevor dann das Fallbeispiel zu lesen sein wird.

1.Grundlagen der Pflegeplanung

Die „Pflege“ des alten Menschen sollte nicht mehr einfach nur als Pflege betrachtet werden!

Zeiten, wo Pflege als starr, gleichförmig und unpersönlich ablief, sind vorbei.

Seit den 70iger Jahren wurde begonnen, Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser umzustrukturieren. Es wird dabei angestrebt, die Pflege auf den zu Pflegenden individuell zugeschnitten und effizienter zu gestalten. Geplante Pflege und Handeln als Gegenpol zur bislang überwiegend intuitiven und an starren Standards ausgerichteten Pflege, die sich zudem einseitig auf den Körper des Patienten konzentriert. Um diesen Anspruch gerecht werden zu können, müssen weitere Voraussetzungen geschaffen werden. Das Zauberwort dafür heißt Pflegeplanung. Die Forderung nach Pflegeplanung ist somit eine Aufforderung an den Pflegenden, sich bewusst mit der Situation und der Problematik des einzelnen alten Menschen auseinander zusetzen.

Die Pflegeplanung soll ein Arbeitsinstrument professioneller Pflege sein. Anhand eines Pflegemodells wird die Gesamtbedürftigkeit ermittelt. Hier werden die individuellen Pflegeprobleme des zu Pflegenden festgestellt. Die Pflegeplanung funktioniert als Teil im Pflegeprozess, der sich in sechs Schritte gliedert:

1. Informationssammlung
2. Erfassen der Probleme und Ressourcen
3. Festlegung der Pflegeziele
4. Festlegung der Pflegemaßnahmen
5. Durchführung der Pflegemaßnahmen
6. Ergebnis auswerten/ Evaluation

Die Ziele der Pflegeplanung sollen realistisch und erreichbar gestellt werden, außerdem sollen sie überprüfbar sein. Die Maßnahmen sind für alle Pflegenden verbindlich; es soll auch danach gehandelt werden. Die Pflegeplanung muss in vorgegebenen Abständen, ausgewertet und aktualisiert werden.

Eine wichtige Grundlage der Pflegeplanung ist zudem die Dokumentation. Sie macht die Pflege transparent und nachvollziehbar.

Die Pflegeplanung erhöht die Qualität und Quantität der Pflege. Mit ihrer Hilfe werden gegebene Mittel, wie Pflegematerialien und Personal effizient ausgenutzt.

1.1 Inkontinenz im Alter

Bei dem folgenden Fallbeispiel, anhand dessen ich eine Pflegeplanung formulieren möchte, soll es um Inkontinenz bei alten Menschen gehen. Zum besseren Verständnis möchte ich noch einmal die wichtigsten Formen von Harninkontinenz nennen:

1. Motorische Dranginkontinenz

Das Gehirn bekommt einen Impuls von den Blasenrezeptoren, dass die Blase gefüllt ist, kann ihn aber nicht korrekt verarbeiten, und sendet keinen hemmenden Impuls zur Blase zurück. Der Betroffene hat Harndrang, kann den Urin aber nicht halten.

Z.B. M. Alzheimer, nach Apoplex usw.

2. Stressinkontinenz

Kleine, Tröpfchenweise Urinmengen gehen ungewollt beim Husten, Lachen, Niesen und bei schwerer körperlicher Anstrengung ab.

3. Überlaufinkontinenz

Überlaufinkontinenz tritt häufig nach Operationen auf oder wenn eine Engstelle in der Harnröhre vorliegt. Z.B. durch Prostatavergrößerung, Tumor usw.

4. Reflexinkontinenz

Die sensorische Verbindung zwischen Blase und Gehirn ist unterbrochen, das Gehirn sendet keine Impulse an die Blase. Der Betroffene hat keinen Harndrang, die Blase entleert sich reflektorisch. Z.B bei Querschnittsgelähmten.

Inkontinenz ist eines der Hauptprobleme bei der Pflege von Senioren. Vor allem aber ist es ein Problem für die Betroffenen. Gerade bei älteren Menschen handelt es sich jedoch nicht nur um eine Form von Inkontinenz. Das Zusammenwirken verschiedener Ursachen z.B. Organische Schäden und psychische Beeinträchtigungen wie Ängste usw. führen zu Harninkontinenzmischformen die sich sehr schwer diagnostizieren lassen.

Die Folgen von Inkontinenz können im schlechtesten Fall gravierend sein. Nicht nur, dass physische Schäden auftreten können, auch starke psychische und seelische Belastungen, die oft durch falsche Pflege zu irreversiblen Problemen führen. Menschen, bei denen eine Inkontinenz besteht, sind eine Herausforderung an die Pflegenden. Wenn man zu wenig vorbereitet ist, kann der Umgang mit diesen Patienten schnell sehr belastend sein, denn das zur Toilette gehen gehört nun einmal zu den intimsten Dingen, die ein Mensch macht. So entstehen sehr schnell Situationen, die sehr entwürdigend und peinlich sind. Deshalb ist die Planung der Pflege bei Inkontinenz besonders wichtig.

[...]

Zusammenfassung

In der folgenden Arbeit, die ich im Rahmen meiner Schulausbildung zum Altenpfleger schreibe, soll es darum gehen, wie man eine Pflegeplanung anhand eines Fallbeispiels entwerfen könnte. Als Pflegeproblem und Schwerpunkt wähle ich Harninkontinenz bei alten Menschen, da diese einen sehr bedeutenden Stellenwert hat und fast jeder Senior damit belastet ist.
Im folgenden soll es kurz um die Pflegeplanung und ihren Zweck gehen.
Dann erläutere ich die wichtigsten Harninkontinenzformen, bevor dann das Fallbeispiel zu lesen sein wird.

Details

Seiten
11
Jahr
2003
ISBN (eBook)
9783638233149
ISBN (Buch)
9783638939393
DOI