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Die Ausführung des Marchtaler Plans an der Eugen-Bolz-Schule im Vergleich mit dem Ansatz Offenen Unterrichts von Falko Peschel

Titel des Seminars: Offener Unterricht: Theoretische Konzeptionen und praktische Herausforderungen

Hausarbeit 2010 32 Seiten

Didaktik - Allgemeine Didaktik, Erziehungsziele, Methoden

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Vorwort
1.2 Einbettung des Themas in das Seminar „Offener Unterricht: Theoretische Konzeptionen und praktische Herausforderungen“

2. Hauptteil
2.1 Allgemeine Informationen zur Eugen-Bolz-Schule
2.2 Der Marchtaler Plan mit seinen Grundlagen, Zielen und Strukturelementen
2.3 Die Strukturelemente in der Ausführung an der Eugen-Bolz-Grundschule
2.4 Der Ansatz Offenen Unterrichts nach Falko Peschel im Vergleich mit den Grundelementen der Eugen-Bolz-Grundschule

3.Schluss
3.1 Zusammenfassung
3.2 Meine persönliche Meinung

4.Verknüpfung zu anderen Seminaren

5.Literaturverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Vorwort

Als ich mich am Anfang des Sommersemesters 2010 für drei Vorlesungen beziehungsweise Seminare im Modul 3 des Faches Erziehungswissenschaften entscheiden sollte, stieß ich auf das Seminar von Frau Traub „Offener Unterricht: Theoretische Konzeptionen und praktische Herausforderungen“. Mein persönliches Interesse wurde beim Namen der Veranstaltung sofort geweckt. Das liegt zum Einen daran, dass ich selbst als Schülerin teilweise nach dem Prinzip des „Offenen Unterrichts“ unterrichtet wurde, sowohl in der Grundschule Eugen-Bolz als auch auf der Realschule des Bildungszentrums St. Konrad. Erstens wollte ich aus diesem Grund selbst mehr darüber erfahren und zweitens Grundidee und Leitgedanke dieser Form des Unterrichtens verstehen und herausfinden, ob es sich beim „Marchtaler Plan“ tatsächlich um eine Form des „Offenen Unterrichts“ handelt. Des Weiteren auch aus Interesse in Bezug auf meinen bevorstehenden Beruf als Lehrerin. Ich wollte mich hierbei weiterbilden, im Sinne der Gestaltung eines besseren, für die Kinder freieren und umgänglicheren Unterrichts in meiner zukünftigen Schulklasse. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Schüler/innen mehr Spaß an offenen Unterrichtsformen haben, als am sonst oft üblichen Frontalunterricht. Was ich mir aber eingestehen musste, war, dass ich trotzdem nicht wusste, wie ich offenen Unterricht definieren könnte. Wo fängt „Offener Unterricht“ an? Was ist dazu notwendig? Wie verhalte ich mich als Lehrperson richtig bei einer Form des offenen Unterrichtens? Welche Formen gibt es? Und: gibt es überhaupt eine allgemeingültige Definition offenen Unterrichts? Um herauszufinden, was „Offener Unterricht“ tatsächlich bedeutet und weil ich mich für meine eigene berufliche Zukunft weiterbilden wollte, beschloss ich mich deshalb dazu, die Veranstaltung von Frau Traub zu besuchen, mit dem Hintergedanken, mich näher mit der Thematik zu befassen und eventuell eine Hausarbeit darüber zu schreiben.

1.2 Einbettung des Themas in das Seminar „Offener Unterricht: Theoretische Konzeptionen und praktische Herausforderungen“

Am Anfang des Semesters beschäftigten wir uns freitagmorgens im zweiten Block mit den theoretischen Grundlagen des „Offenen Unterrichts“. Dabei kamen wir auch auf allgemein wichtige Punkte zu sprechen, wie beispielsweise, welche Aufgaben die Schule und der Unterricht überhaupt haben? Dabei haben wir uns wieder gefragt, was ist „Offener Unterricht“? Wie bewährt sich dieser in der Praxis? Erfüllt diese Form des Unterrichtens die Aufgabe der Schule? Ich war hier also in der richtigen Veranstaltung gelandet und hatte die Aussicht auf eine Antwort der Fragen, die ich mir auch selbst gestellt hatte. Als wir uns verschiedene Definitionen von offenem Unterricht angeschaut und darüber gesprochen hatten, unter anderem auch eine von PESCHEL:

„ Offener Unterricht zielt im sozialen Bereich auf eine möglichst hohe Mitbestimmung bzw. Mitverantwortung des Schülers/der Schülerin bezüglich der Infrastruktur der Klasse, der Regelfindung innerhalb der Klassengemeinschaft sowie der gemeinsamen Gestaltung der Schulzeit ab.“[1], kamen wir auch zu der Begründung dieser Unterrichtsform. Hierzu hatte uns Frau Traub den Text „Unterrichtsformen im Wandel“ von Herbert GUDJONS auf der Lernplattform der Pädagogischen Hochschule Weingarten „moopaed“ zur Verfügung gestellt, in dem es – wie der Name bereits schildert – um die Entwicklung der methodischen Kultur des Unterrichtens geht. GUDJONS stellt in seinem Text die Behauptung auf, dass sich in der methodischen Gestaltung des Unterrichts in den letzten Jahrzehnten ein stiller, kontinuierlicher, teils spektakulärer, teils schleichender Wandel abzeichne.[2] Er zitiert hierbei SEIBERT:

„Weg vom frontal organisierten, lehrerzentrierten, und lehrgangssystematischen hin zu subjektorientierten, offen strukturierten Unterrichtsformen“.[3]

Auf diesem Wege kamen wir schnell zu den Merkmalen des „Offenen Unterrichts“. Als Grundliteratur nahmen wir uns hier wieder die Ansätze von Falko PESCHEL vor und sind somit auf die Strukturmerkmale Offenen Unterrichts nach PESCHEL eingegangen, mit denen ich mich im Hauptteil meiner Hausarbeit nochmals genauer beschäftigen werde.

Des Weiteren haben wir uns die Reichweite „Offenen Unterrichts“ im Gegensatz zu der frontalen Unterrichts angeschaut. Die verschiedenen Formen offenen Unterrichts, die bereits einen Namen tragen, wie die Stationsarbeit, der Wochenplan, die Freiarbeit und auch die Lernwerkstatt, haben wir im Seminar genauer betrachtet. Auf diese Formen werde ich im Verlauf meiner Hausarbeit präziser eingehen. Im Seminar bei Frau Traub sind wir außerdem der Frage nachgegangen, wie der Leistungsnachweis im Offenen Unterricht funktionieren soll oder muss.

Hierzu bildeten sich bereits verschiedene Reformpädagogen ihre unterschiedlichen Meinungen und daraus resultierend ihre Modelle zur Leistungsbewertung von Schüler/innen in offenem Unterricht. FREINET zum Beispiel eröffnet ein sehr breites und ausdifferenziertes Spektrum an unterschiedlichen Bewertungssystemen. Eines davon ist die Fertigkeitsbescheinigung: In einer Art Meisterprüfung beweisen die Schüler/innen ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten. Bei der Leistungsbewertung in der Jena-Plan Schule Peter PETERSENS wiederum ist die Frage der Versetzung stark zurückgedrängt, sodass eine Bewertung nach anderen Gesichtspunkten möglich sei.[4]

Meine Hausarbeit handelt jedoch zum Einen von den Grundelementen des Marchtaler Plans, nämlich wie sie an der Grundschule Eugen-Bolz ausgeführt werden, und zum andern wie Falko PESCHEL selbst Offenen Unterricht interpretiert. Folglich werde ich Merkmale und Struktur der Durchführung des Marchtaler Plans an der bereits genannten Schule mit dem „Offenen Unterricht“ nach PESCHEL vergleichen und Unterschiede und Gemeinsamkeiten herausfinden.

2. Hauptteil

2.1 Allgemeine Informationen zur Eugen-Bolz-Schule

Die Schule ist nach Eugen Bolz, der von 1881-1945 lebte, benannt. Bolz wurde in Rottenburg am Neckar geboren. Erst wurde er 1919 in Württemberg zum Justizminister ernannt, 1923 dann zum Innenminister. Bei der Machtergreifung der Nationalsozialisten war er als Nachfolger von Wilhelm Bazille seit 1928 Staatspräsident, aber weiterhin auch Innenminister. Das sogar als erster Katholik im überwiegend protestantischen Württemberg. Eugen Bolz lehnte als Anhänger der katholischen Soziallehre die NSDAP offen ab und galt somit als einer der Hauptgegner der neuen Machthaber. 1933 wurde er aus seinem Amt gedrängt und kam sogar für ein paar Wochen in ein Konzentrationslager, worauf er sich nach Freilassung zurückzog. Nach dem missglückten Attentat auf Adolf Hitler im Jahre 1944 wurde er verhaftet, vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und am 23. Januar 1945 im Zuchthaus Berlin-Plötzensee enthauptet.[5]

Die Eugen-Bolz-Schule selbst wurde am 9. April 1968 mit 47 Schulkindern und zwei Klassen eröffnet. Das Konzept des Marchtaler Plans tritt an der Privat-Schule jedoch erstmals am 1. August 1984 in Kraft. Die Trägerschaft für die Eugen Bolz Schule und den Eugen Bolz Kindergarten ist am 17. Oktober 2004 in die oben genannte örtliche Eugen-Bolz-Stiftung-Bad-Waldsee übergegangen.[6]

Zurzeit entwickelt sich die Schule nach und nach zur offenen Ganztagesschule. Ein neuer - Schulanbau soll bald die räumlichen Voraussetzungen dafür schaffen. Bereits im letzten Schuljahr haben über siebzig Schüler/innen wöchentlich ihr Mittagessen in der Schule eingenommen. Viele Schüler/innen sind aber nicht gleich nach dem Mittagessen nach Hause gegangen, da bis 14 Uhr eine qualifizierte Betreuung in Stützpunkten angeboten wird. Donnerstags schließt sich für Grundschüler/innen sogar eine Hausaufgabenbetreuung an. Zusätzlich gibt es über den Unterricht hinaus verschiedene Sport- Angebote, die den Schüler/innen unterbreitet werden: Die Kinder können sich hier zwischen Volleyball, Badminton, Klettern,

Zirkus und Handball entscheiden. Aber auch die musikalischen Talente werden gefördert: Flöten, Keyboard oder Schlagzeug spielen und trommeln werden angeboten. Das alles auch im Rahmen der Schulband oder – für leidenschaftliche Sänger/innen – im Chor. Das Hauptziel der Schule ist derzeit eine Ganztageskonzeption für eine offene Ganztagsschule auszuarbeiten.[7]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Nun zur Grundschule der Eugen-Bolz-Schule, der ich in meiner Hausarbeit großes Gewicht zuweise.

Die Grundschüler/innen der Eugen-Bolz-Schule sammeln in den Klassen eins bis vier ihre ersten Erfahrungen mit dem System Schule. Hier werden die Grundsteine für die kommenden weiterführenden Bildungseinrichtungen gelegt. Für die Kinder bedeutet dies Freude in ganz neuen Bereichen, sie lernen hier allerlei Dinge kennen. Es herrscht beziehungsweise entsteht bei den jungen Schüler/innen eine Neugierde und Wissensbegierde nach dem Leben der Menschen, nach Gott, nach der Gesellschaft und der Umwelt. Es werden aber auch erste Erfahrungen bezüglich eigener Grenzen kollektiviert und/oder möglicherweise das Nicht-Erreichen selbst gesetzter Ziele oder die der Eltern.[8]

Als mit dem Marchtaler Plan arbeitende Grundschule stellt die Grundschule Eugen-Bolz sich diesen Anforderungen. Dabei zählt bei der Eugen-Bolz-Schule - neben der Wissensvermittlung - durchaus auch die Erziehung, um dadurch eine ganzheitliche Bildung ihrer Schulkinder zu erzielen. Sehr ernst genommen werde die Verantwortung für jedes einzelne Kind in seiner Einmaligkeit und Gottesebenbildlichkeit. Nach dem Leitfaden des Marchtaler Plans „Das Kind in der Mitte“ sei der Schule vorrangig wichtig, wie wohl sich ein Schulkind in ihrem Haus fühlt. Den Prinzipien des Marchtaler Plans entspricht der Tagesablauf der Eugen-Bolz-Schule. Dieser gestaltet sich mit dem Morgenkreis, viel freier Stillarbeit, mit Vernetztem Unterricht und mit dem Fachunterricht. Außerdem wird der Unterricht, wo immer es geht, von der Klassenlehrkraft gehalten. So sollen die Schüler/innen eine besonders gute Beziehung zu der Lehrperson aufbauen können und es soll somit eine sehr große Vertrautheit zwischen Lehrer/in und Schüler/in geschaffen werden. Zusätzlich wird der Unterricht in dieser Grundschule zeitlich frei gestaltet. Das funktioniert durch den Wegfall der sonst so typischen 45-Miuten-Schulstunden. Weiterhin bietet die Eugen-Bolz-Schule ihren Schüler/innen eine musikalische Therapie und Flötenunterricht an. Wem das nicht gefällt, hat immer noch die Wahl zwischen den zwei sehr attraktiven Alternativen Zirkusprojekt oder der beliebten Kletterwand.[9]

Vertrautes Schüler-Lehrer-Verhältnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Eine weitere Besonderheit der Grundschule ist die, dass die Eltern sich zwischen zwei pädagogischen Wegen für ihre Kinder entscheiden können. Zum Einen wird die Jahrgangsklasse mit klassischer Prägung angeboten, in der sich die Schüler/innen eines Einschulungsjahrgangs zusammenfinden. Geführt werden die Kinder von einer Klassenlehrkraft, entweder zwei oder sogar vier Jahr lang. Die zweite Möglichkeit, die die Grundschule bietet, sind sogenannte Familienklassen. Hier werden Kinder zweier Jahrgänge unterrichtet: Zusammen in einer Klasse sind jeweils Erst- und Drittklässler beziehungsweise Zweit- und Viertklässler. Die Klassenlehrkraft bleibt auch hier in den Familienklassen vier Jahre lang dieselbe. In dieser Klasse wissen und können ältere Schüler/innen meist mehr als jüngere und so wollen die jüngeren das Gleiche können wie ihre älteren Mitschüler/innen. Somit wird eine Lernbereitschaft für bestimmte Themen geweckt, aber vor allem auch Neugierde und Nachahmungstrieb gepflegt. Dies sind natürlich gegebene Lernanreize – ähnlich, wie sie in der Familie ebenso stattfinden. Bei dieser Methode ist Abgucken gewünscht, natürlich in einer anderen Qualität, als das sonst in der Schule üblich ist. Das

Abgucken ist hier eine Imitation und nicht von Konkurrenz geprägt. Jedoch lernen hier nicht immer nur die Jüngeren von den Älteren. Selbstverständlich ist es für die Großen auch von Nutzen. Wenn sie den Kleineren etwas zeigen, müssen sie lernen, ihr Wissen gedanklich zu strukturieren, um es dann erklären zu können. Auf diese Weise wird das Gelernte erstens für sie selber klarer, zweitens entdecken sie so eventuelle Wissenslücken und drittens werden sie auf diesem Wege gleich mit motiviert, diese Lücken zu schließen.[10]

Der Lernstoff, der für die Kleineren etwas ganz Neues ist, hemmt jedoch nicht das Interesse der Großen. Im Gegenteil: weil hier Vorwissen besteht, wird das Interesse nochmals für das Thema geweckt und die Motivation mehr zu lernen, wird somit gesteigert. Wie wir bei der Veranstaltung „Einführung in die pädagogische Psychologie“ von Diethelm Wahl gelernt haben, ist Vorwissen das wichtigste Kriterium bei einem Lernenden/einer Lernenden, um noch mehr über ein Gebiet erfahren zu wollen und um dadurch dazuzulernen.

Außerdem werden in der altersgemischten Klasse die sozialen Fähigkeiten der Kinder speziell gefördert: von den jüngeren als auch den älteren Kindern wird eine größere Rücksichtsnahme gefordert. Ein Beispiel dafür wäre das Schnürsenkel-Binden. An dieser Stelle werden die Großen als Helfer gebraucht, aber auch als Hilfslehrer sind sie von Gebrauch. Die Rollenverteilung ist jedoch nicht immer dieselbe, sondern sie ändert sich. Das geschieht automatisch, wenn die Großen auf eine weiterführende Schule gehen und aus den ehemaligen Kleinen die älteren Schüler/innen in der neuen Klasse werden. So werden aus „Empfängern“ „Geber“ und die Kinder erproben tatsächlich beide Seiten, wodurch ihre soziale Kompetenz noch einmal gestärkt wird. Ein weiterer Pluspunkt in der altersgemischten Gruppe sei, dass die Schüler/innen unterschiedliche Beziehungen aufbauen könnten: vom Spielen mit Gleichaltrigen über Lesen mit Jüngeren bis hin zum Rechnen mit Älteren – alles werde in der Familienklasse möglich. In beiden Klassen jedoch- ob die übliche Jahrgangsklasse oder die neuere Familienklasse – wecke die Lehrperson durch besonders motivierende Darbietung das Interesse der Schüler/innen. Oder eben – in der freien Stillarbeit (FSA) – werde dieses Interesse durch ein sehr ansprechendes Material angeregt.[11]

Aber – für welche Klasse sich die Eltern auch für ihre Sprösslinge entscheiden – beide bereiten die Kinder auf den Übergang in die weiterführenden Schulen, ob Haupt- oder Realschule oder auch das Gymnasium, vor. Und das geschieht an der Eugen-Bolz-Schule nach dem Marchtaler Plan, auf den ich in meinem nächsten Inhaltspunkt präziser eingehen werde. Verschiedene Strukturelemente habe ich im Leitfaden der Eugen-Bolz-Grundschule bereits genannt, beispielsweise der Morgenkreis oder ebenso die Freie Stillarbeit.

Der Schulchor der Grundschule Eugen-Bolz in Aktion

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.2 Der Marchtaler Plan

Von größter Bedeutung sei für die „Stiftung Katholische Freie Schule Diözese Rottenberg- Stuttgart“ die Erziehung und die Bildung junger Menschen auf der Grundlage des katholischen Glaubens zu ermöglichen. Daher gilt an den Katholischen Freien Schulen in der Diözese, dass jeder Mensch als ein Geschöpf Gottes mit eigener Würde und individuellen Anlagen gesehen werde. Aufgrund dessen wird hier nach dem Marchtaler Plan unterrichtet: ein alternatives Schulkonzept mit dem Motto „Zur Freiheit berufen“ (Gal 5,13).[12]

Der Marchtaler Plan setzt einen verbindlichen Rahmen für die Katholischen Freien Schulen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Er dient zur Umsetzung der bischöflich gesetzten Ziele. Als Erziehungs- und Bildungsplan wurde dieser 1984 für diese Grund- und Hauptschulen eingeführt. Mittlerweile gibt es sowohl für alle allgemein bildenden Schularten als auch für die sozialpädagogischen und Sonderschulen einen Marchtaler Plan, der eine in sich geschlossene und durchgängige Konzeption von Erziehung und Bildung darstellt. Der Name selbst wurde vom Ort „Obermarchtal“ abgeleitet, in dem überwiegend das Gesamtkonzept entwickelt wurde. Die Lehrpläne für die jeweilige Schulart des Landes Baden-Württemberg bilden das inhaltliche Fundamentum des Marchtaler Plans, das den Kindern auf besondere Art und Weise vermittelt wird.[13]

[...]


[1] Peschel, 2006, S. 78

[2] Vgl. Gudjons, 2004, S. 7

[3] Seibert, 2000, Vorwort S. 11-21

[4] Vgl. Peschel, 2003, S. 18-19

[5] Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Eugen_Bolz

[6] Vgl. http://www.ebs-walds.rv.bw.schule.de/index.php?id=53

[7] Vgl. http://www.ebs-walds.rv.bw.schule.de/index.php?id=16

[8] Vgl. http://www.ebs-walds.rv.bw.schule.de/index.php?id=13

[9] Vgl. Ebd.

[10] Vgl. http://www.ebs-walds.rv.bw.schule.de/index.php?id=24

[11] Vgl. Ebd.

[12] Vgl. Weber, 1992, S. 7-8

[13] Vgl. http://www.schulstiftung.de/

Details

Seiten
32
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783656163473
Dateigröße
712 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v191566
Institution / Hochschule
Pädagogische Hochschule Weingarten
Note
2,0
Schlagworte
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