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Unsicherheit in der Unternehmensplanung

Allgemeine Problematik aus Sicht eines marktorientierten Unternehmens

Studienarbeit 2009 17 Seiten

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

1. Rolle der Planung im Unternehmen

2. Die Unternehmensplanung

3. Historische Entwicklungsstufen

4. Fiktives Unternehmen „OLSA AG“

5. Unsicherheit

6. Planungsprozess unter Unsicherheit

7. Fazit

„Plane - und du wirst irren.

Je genauer man plant, desto härter trifft der Zufall.

Je weniger man plant, desto leichter hat es der Zufall.

Je mehr der Zufall trifft, desto nötiger ist der Plan.

Plane nicht - und du wirst nicht wissen, ob du geirrt hast.“1

1. Rolle der Planung im Unternehmen

Gehen wir doch erst mal auf die Unternehmensplanung selbst ein. Wieso ist sie für die erfolgreiche Leitung eines Unternehmens unabdingbar? Die Planung ist wichtiger Bestandteil jeder Management-Tätigkeit. Sie trägt maßgebend zum Erkennen und Strukturieren von Problemen bei und zwingt zu wirtschaftlichem Denken und sachlichem Vorgehen. Der Manager wird veranlasst Erwartungen und Einstellungen zu bilden und zu überprüfen. Bei Mitarbeitern wird das Phänomen beobachtet, dass das Unternehmen zunehmend als Ganzes gesehen wird, was aus Sicht der Unternehmensleitung von großer Bedeutung ist. Dies führt nämlich zu einer Identifizierung der Mitarbeiter mit dem Unternehmen, was sich in der Arbeitseffizienz und dem Unternehmensimage niederschlägt. Die Kommunikation wird vereinfacht, die Mitarbeiter-Motivation verstärkt. Zusätzlich veranlasst Planung zum Denken in Zeitabschnitten und zu längerfristigem Denken und fördert Kreativität. Problemlösende Vorgehensweisen werden gefördert, Ziele entwickelt und variiert. Somit trägt diese Management-Aufgabe, wichtige Entscheidungen vorzubereiten und zwingt zu schnellem Reagieren auf sich ändernde Situationen.

Aus diesen Ausführung lassen sich die Grundsätze einer Planung ableiten:

Langfristigkeit, Vollständigkeit, Anpassungsfähigkeit, Stabilität, Verbindlichkeit, Kontrollierbarkeit und Realisierbarkeit.

2. Die Unternehmensplanung

Im Bereich des Management ist eine eindeutige Abgrenzung zwischen den Begriffen sehr problematisch. Die Grenzen sind unscharf und es bestehen komplexe Verflechtungen. Die Unternehmensplanung ist allgemein gesehen eine „Managementfunktion zur Ausrichtung zukünftiger Unternehmensprozesse auf die Unternehmensziele“2. Die Unternehmensprozesse werden durch Menschen ausgeführt und gesteuert - deshalb sollte die Hauptaufgabe der Planung darin bestehen, die Aktionen der Handlungsträger an den Unternehmenszielen auszurichten.3

Bei der Unternehmensplanung hat der Manager mit unterschiedlichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Zu den Problemen bei der Planungsaufgabe gehören v.a.:

- Komplexität: Die angesteuerten Ziele können zu vielfältig sein. Die Beziehungen sind nur schwer zu durchschauen und Handlungsalternativen nur schwer erkennbar.
- Unsicherheit: Es besteht ein Mangel an Information oder unvollkommene Information. Man spricht von Risiko, wenn die Wahrscheinlichkeitsverteilung der Zustände bekannt ist - bei fehlenden Wahrscheinlichkeiten spricht man von Ungewissheit.4
- Unschärfe: Die Ziele sind zu wenig operationalisiert. Die Kriterien wurden nicht exakt genug festgelegt.5

Allgemein lassen sich vier Phasen der Planung6 unterscheiden:

1 - Zielplanung: Hier werden die angestrebten Soll-Zustände des Unternehmens beschrieben; dabei sollten negative Zielsetzungen vermieden und Zwischenziele gesetzt werden.
2 - Alternativengenerierung: Die hier stattfindende Suche nach möglichen Wege zur Zielereichung kann z.B. durch Brainstorming erfolgen.
3 - Alternativenbewertung: Nach der Generierung müssen nun die Alternativen bewertet werden sodass eine Rangordnung erarbeitet werden kann.
4 - Prognosentechnik: Man unterscheidet hier zwischen qualitativen und quantitativen Verfahren, auf die späteren Verlauf dieser Ausarbeitung noch näher eingegangen wird. Die drei qualitativen Verfahren sind die Delphi-Methode, die Szenario-Technik und die historische Analogie.

3. Historische Entwicklungsstufen der Planungstätigkeit im Unternehmen

Der Begriff der Unternehmensplanung war nicht immer fest im unternehmerischen Denken verankert. Bevor ich auf das Thema der „Unsicherheit“ eingehen werde, sehe ich es als ratsam, die historischen Entwicklungsstufen der Planungstätigkeit im Unternehmen darzustellen. Dadurch wird die Problematik der „Unsicherheit“ klarer in ihren Kontext eingegliedert und kann somit auch effizienter erörtert werden.

Die Planung war zu Beginn ihrer Entwicklung nur „im Kopf des Chefs“ vorhanden. Eine klare Strukturierung fehlte völlig. Mit der Zeit „wanderten die Pläne aus dem Kopf hinaus“ und wurden selbständig. Es entwickelten sich diverse Erscheinungsformen und Funktionserweiterungen. Es fand eine zunehmende Normung statt. Als Konsequenz konnte man eine beginnende Arbeitsteilung in der Planung feststellen. Pionierfelder der Ausführungsplanung kamen auf und wurden weiter ausgebreitet. Der Bedarf nach einer klaren Unterscheidung zwischen strategischer und operativer Planung nahm zu.

4. Fiktives Unternehmen „OLSA AG“

Die vorliegende Ausarbeitung orientiert sich an einem fiktiven Beispiel, das die Darstellung der Problematik anschaulich vereinfachen und dem Leser somit eine praktische Auslegung der theoretischen Grundlagen vorstellen soll.

[...]


1 http://www.tia.com/produkte/tia-a3.html

2 Corsten, H./Reiß, M.: „Betriebswirtschaftslehre, Band2“, 2008, S.12

3 vgl. www.bw.fh-deggendorf.de/kurse/uf/skripten/skript2.doc

4 vgl. Specht, G./Balderjahn, I.: „Einführung in die Betriebswirtschaftslehre“, 2005, S.38

5 vgl. Corsten, H./Reiß, M.: „Betriebswirtschaftslehre, Band2“, 2008, S.12

6 vgl. www.bw.fh-deggendorf.de/kurse/uf/skripten/skript2.doc

Details

Seiten
17
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783656169468
ISBN (Buch)
9783656170068
Dateigröße
767 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v192102
Institution / Hochschule
Hochschule der Medien Stuttgart
Note
Schlagworte
unsicherheit unternehmensplanung allgemeine problematik sicht unternehmens

Autor

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Titel: Unsicherheit in der Unternehmensplanung