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Bundesregierung: Masterplan Güterverkehr und Logistik

Hausarbeit 2010 17 Seiten

Verkehrswissenschaft

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1. Zur Problemstellung
1.2. Zum Aufbau der Hausarbeit

2. Hauptteil
2.1. Bedeutung Güterverkehr und Logistik
2.2. Entstehung des Masterplans Güterverkehr und Logistik
2.3. Nachhaltigkeit als Maßstab der Verkehrspolitik
2.4. Ziele und Maßnahmen des Masterplans Güterverkehr und Logistik
2.4. A Mobilität durch Effizienzsteigerung
2.4. B Mobilität mittels Verkehrsvermeidung
2.4. C Verkehrsverlagerung auf Bahn und Binnenschiff
2.4. D Ausbau der Verkehrsinfrastruktur
2.4. E Klima- und Umweltschutz
2.4. F Ausbildung und Arbeitsbedingungen im Transportbereich
2.4. G Sonstige Maßnahmen
2.5. Beauftragter der Bundesregierung für Güterverkehr und Logistik
2.6. Neuausrichtung des Masterplans

3. Schlussteil
3.1. Vorbemerkung
3.2. Fazit

4. Literaturverzeichnis

5. Internetquellen

1. Einleitung

1.1. Zur Problemstellung

„Mobilität von Menschen und Gütern ist nicht Folge,

sondern Grundlage unseres Wohlstands.”[1]

Dieses Zitat von Eberhard von Kuenheim stellt einen wichtigen, zentralen Grundsatz unserer modernen Gesellschaft dar. Das Zitat zeigt, dass Mobilität und Verkehr die hauptsächlichen Bestandteile unserer Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung sind. Mobilität ist Voraussetzung und gleichzeitig die Folge von Freiheit und Wohlstand.

In der nun folgenden Hausarbeit werde ich das Thema „Bundesregierung: Masterplan Güterverkehr und Logistik“ darstellen und wissenschaftlich beurteilen.

Speziell die Ziele und die Maßnahmen dieses Masterplans werde ich inhaltlich zusammenfassen. Als Grundlage meiner Erkenntnisse dient schwerpunktmäßig der Masterplan Güterverkehr und Logistik, der am 16. Juli 2008 von der alten Bundesregierung verabschiedet worden ist.

Dieser Masterplan ist eine bedeutende Weichenstellung für die Verkehrspolitik und dafür, ob die künftige Verkehrsentwicklung für mehr Lebensqualität sorgen oder zur Belastung für Mensch und Umwelt werden wird.[2]

Die Thematik wirft viele Fragen auf, die ich im Laufe meiner Hausarbeit zu beantworten suche. Eine der Fragen, die ich mir schon im Vorfeld stelle, möchte ich hier schon beantworten.

Was ist überhaupt ein sogenannter Masterplan?

In einem Wirtschaftslexikon habe ich folgende Erklärung gefunden: „Der Masterplan ist ein übergeordneter, weitreichender Plan und versteht sich als gedankliche Vorwegnahme des zukünftigen Handels basierend auf einer Prognose. Bei einem Masterplan wird auf Erfahrungen und das gespeicherte Wissen zurückgegriffen.“[3]

Weitere Fragen die ich in dieser Arbeit bearbeiten und beantworten möchte sind:

Was ist das übergeordnete Ziel des Masterplans?

Welche Maßnahmen müssen ergriffen werden um dieses Ziel zu erreichen?

Wer ist der Ansprechpartner in diesem Bereich und verantwortlich für die Koordination?

Anmerken möchte in an dieser Stelle, dass ich mich im Rahmen dieser Arbeit wesentlich auf die Inhalte des Masterplans beschränke, damit ich den Rahmen dieser Arbeit nicht sprenge.

1.2. Zum Aufbau der Hausarbeit

Die Hausarbeit besteht aus zwei aufeinander aufbauenden Teilen.

Der Hauptteil bearbeitet schwerpunktmäßig den Masterplan „Güterverkehr und Logistik“. Des Weiteren werde ich in Kapitel 2.3. den wichtigsten Maßstab der verkehrspolitischen Maßnahmen erklären, die sogenannte Nachhaltigkeit. 2.4. beschäftigt sich ausschließlich mit den Zielen und Maßnahmen, der Bezug auf ökönomische, ökölogische und soziale Aspekte wird dargestellt und in einen inhaltlichen Zusammenhang gebracht. Das Kapitel 2.5. befasst sich mit dem CSU Politiker Dr. Andreas Scheuer, der in seiner Funktion als Beauftragter für das Ressort Güterverkehr und Logistik im Verkehrsministerium tätig ist. Ich werde hier einen kurzen Überblick über sein Aufgabengebiet, sowie seine Bedeutung als Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft geben.

Im letzten Kapitel 2.6. des Hauptteils werde ich über die aktuelle politische Diskussion zur Neuausrichtung des Masterplans berichten.

Der Schlussteil widmet sich der wissenschaftlichen Beurteilung des Masterplans.

Es handelt sich hierbeit um mein persönliches Fazit, indem ich zu den in der Einleitung gestellten Fragen Stellung beziehe.

2. Hauptteil

Beginnend mit der Bedeutung und der Entstehung des Masterplans, werde ich die Ziele und Maßnahmen des Masterplans Güterverkehr und Logistik nach Ihrer Staffelung im Masterplan selbst, veranschaulichen:[4]

A. Verkehrswege optimal nutzen – Verkehr effizient gestalten
B. Verkehr vermeiden – Mobilität sichern
C. Mehr Verkehr auf Schiene und Binnenwasserstraße
D. Verstärkter Ausbau von Verkehrssachsen und –knoten
E. Umwelt- und klimafreundlicher Verkehr
F. Gute Arbeit und gute Ausbildung im Transportgewerbe
G. Weitere Maßnahmen zur Stärkung des Logistikstandortes Deutschland

2.1. Bedeutung Güterverkehr und Logistik

Güterverkehr und Logistik ist ein wichtiger Bestandteil unserer Mobilität und somit auch unserer individuellen Selbstentfaltung und Freiheit. Bei der Mobilität im ganzen spielt der Mensch immer die zentrale Rolle, somit dreht sich Gütertransport und Logistik um das Wohlergehen der Menschen, sei es als Absender, Empfänger, Unternehmer, Beschäftigter in der Warenwirtschaftskette, Konsument oder als Endverbraucher.[5]

Ohne Mobilität und somit auch ohne Güterverkehr und Logistik ist weder die Grundversorgung, noch die individuelle Selbstenfaltung gesichert. Mit der Mobilität können die Menschen am gesellschaftlichen Leben, an Bildung, Kultur- und Luxusbedürfnisse teilhaben.

Dadurch wird dem Güterverkehr und der Logistik einem immensen Stellenwert beigemessen. Güter und Dienstleistungen werden dorthin transportiert, wo Sie von den Menschen gebraucht werden, eine soziale Dimension entsteht, die fest an die Menschen gebunden sind.

Der Mensch im Vordergrund, bildet der Güterverkehr und die Logistik eine der zentralen Säulen der arbeitsteiligen ökonomischen Geschehnisse. Jedes Unternehmen ist auf zuverlässige Transporte und eine effiziente Logistik angewiesen, die auf Basis modernster Infrastruktur stattfindet. Sobald ein Transport schlecht organisiert wird, ensteht beispielsweise ein Fließbandstillstand, der in der Regel mit hohen Konventionalstrafen verbunden ist.

Die gewaltige Macht die der Verkehr ausübt ist nicht zuletzt auf die Exportabhängigkeit unseres Landes und des Standortvorteils als Transitland begründet. Eine moderne Infrastruktur lockt ausländische Unternehmen und Investoren an, die hingegen die Wirtschaft durch Arbeit und Kapital positiv beeinflussen.

Der Logistiksektor stellt mit 218 Mrd. Euro Umsatz und einem Anteil von über 23,4 % in 2008 den mit Abstand bedeutendsten europäischen Logistikmarkt dar.[6]

Um diesen Vorteil einer modernen Infrastruktur zu sichern, müssen Unternehmungen verwirklicht werden, die in dem sogenannten „Masterplan Güterverkehr und Logistik

zusammengefasst sind.

2.2. Entstehung des Masterplans Güterverkehr und Logistik

Die erste und wichtigste zentrale Herausforderung, auf die die Bundesregierung mit diesem Masterplan reagiert ist der durch Globalisierung und Arbeitsteilung prognostizierte drastische Anstieg des Güterverkehrs in mittelbarer Zukunft. Durch die Globalisierung und Arbeitsteilung wird es zu einem weiteren Anstieg des internationalen Handels kommen. Der Güterstruktureffekt trägt hierbei eine wichtige Rolle, denn auch in Zukunft werden Waren immer kleiner, leichter, schnelllebiger und müssen innerhalb kürzester Zeit befördert und zum Kunden gelangen.

Falls die Bundesregierung nicht entsprechend reagiert, wird in Deutschland mit einer Zunahme der Güterverkehrsleistung zwischen 2004 und 2025 um 71% gerechnet werden.[7]

Im Straßengüterverkehr fallen diese Zahlen sogar noch höher aus und dies würde bedeuten, wo heute auf Autobahnen eine Fahrspur von LKW genutzt wird, wären in knapp zwanzig Jahren 2 Spuren nötig, um das gestiegene Güteraufkommen bewältigen zu können.[8]

Um diesen prognostizierten Verkehrskollaps zu vermeiden und weiterhin die Sicherstellung zur Entstehung der Rahmenbedingungen des Wirtschaftswachstums bzw. des Beschäftigungsstand zu gewährleisten d.h. den Schutz des Wohlstandes zu erreichen, muß ein planvoller Rahmenplan geschaffen sein, der ständig mit den neuesten Erkenntnissen erneuert wird.

Beispielsweise haben eine unzureichende Verkehrsinfrastruktur nicht nur negative Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft, sondern auf die Mobilität jedes einzelnen insgesamt.

[...]


[1] Eberhard von Kuenheim (*1928), dt. Topmanager, 1970-93 Vorstandsvors., 1993-99 AR-Vors. BMW AG

[2] Vgl. die Bundesregierung: Masterplan Güterverkehr und Logistik S. 4

[3] Der Brockhaus Multimedial Premium 2010 German

[4] Vgl. die Bundesregierung: Masterplan Güterverkehr und Logistik S. 2-3

[5] Vgl. die Bundesregierung: Masterplan Güterverkehr und Logistik S. 4

[6] Vgl. Fraunhofer Institut „Top 100 in European Transport and Logistics Services (2009 / 2010)

[7] Vgl. Intraplan Consult GmbH und BVU Beratergruppe Verkehr + Umwelt GmbH (2007)

[8] Vgl. die Bundesregierung: Masterplan Güterverkehr und Logistik S. 7

Details

Seiten
17
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783656186861
ISBN (Buch)
9783656187349
Dateigröße
520 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v192861
Institution / Hochschule
Deutsche Außenhandels- und Verkehrsakademie DAV Bremen
Note
Schlagworte
bundesregierung masterplan güterverkehr logistik

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