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Expressionistische Lyrik: Eine Betrachtung der Motive "Natur" und "Großstadt"

Bachelorarbeit 2010 34 Seiten

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Expressionismus als „Epoche“ und „Bewegung“
2.1 Expressionismus als Gegenbewegung
2.2 Die „innere Grundhaltung“ des Expressionismus
2.3 Historisch-geistesgeschichtliche Rahmenbedingungen

3. Großstadt und Natur als Metaphern seelischer Zustände im Expressionismus
3.1 Großstadtlyrik – Die Stadt als Ort der Einsamkeit und Fremde
3.2 Natur- und Landschaftslyrik – Die Natur als Ort des Grauens

4. Autoren und ihre Gedichte: Einzelne Analysen 18
4.1 Georg Heym
4.2 Georg Trakl
4.3 Alfred Wolfenstein
4.4 Alfred Lichtenstein
4.5 Zusammenfassung und Ausblick

5. Schlussbetrachtung

Literaturverzeichnis

Echtheitserklärung

1. Einleitung

Weil der Mensch so ganz und gar Ausgangspunkt, Mittelpunkt, Zielpunkt dieser Dichtung ist, deshalb hat die Landschaft wenig Platz in ihr. Die Landschaft wird niemals hingemalt, geschildert, besungen; sondern sie ist ganz vermenscht: sie ist Grauen, Melancholie, Verwirrung des Chaos, ist das schimmernde Labyrinth, dem Ahasver sehnsuchtsvoll sich entwinden will; und Wald und Baum sich entweder Orte der Toten, oder Hände, die zu Gott, zur Unendlichkeit hinsuchen.[1]

Diese These von Kurth Pinthus aus seiner Gedichtanthologie `Menschheitsdämmerung` zur Landschaftsdichtung im Expressionismus deutet an, wie die damalige Lyrik von ihrer expressionistischen Epochenstruktur geprägt wurde.[2] Hier drängen sich weitere Fragen auf: Wie ist der Expressionismus überhaupt entstanden? Welche Grundtendenzen weist der Expressionismus auf? Wodurch grenzt sich der Expressionismus von anderen Bewegungen und Epochen ab? Dies wird im ersten Kapitel dargestellt.

Darauf aufbauend besteht das Erkenntnisinteresse dieser Bachelorarbeit vor allem in den Motiven der Landschaft/Natur sowie dem Thema Großstadt in der expressionistischen Lyrik. Dies ist interessant, da für viele Deutsche die Großstadt im 20. Jahrhundert immer mehr zum Lebensraum geworden ist. Die Menschen waren somit gezwungen, sich mit den veränderten Lebensbedingungen und der fortschreitenden Industrialisierung auseinander zu setzen. Der Erfahrungsbereich der Großstadt spielt in der Literatur und vor allem in der Lyrik insofern eine wichtige Rolle, da der Expressionismus ohne die unmittelbare Großstadterfahrung der Schriftsteller nicht möglich gewesen wäre. Das Phänomen der Großstadt bietet den Künstlern eine schier unerschöpfliche Vielfalt an Themen und Bildern, auf die sie in ihren Werken zurückgreifen können.[3] Doch warum wird hier das Motiv der Landschaft/Natur nicht ausreichend literarisch gewürdigt? Wie wird die Darstellung dieser beiden Motive des Expressionismus in den Gedichten der damaligen Lyriker und Autoren verarbeitet?

Kann man hier konform mit der These von Pinthus gehen oder bieten sich noch andere Darstellungsweisen an? Damit beschäftigt sich das Kapitel über die Großstadt- und Landschaftslyrik als seelische Zustände. Die Überschriften sind dabei durchaus als Thesen zu verstehen, welche hier zu beweisen bzw. zu widerlegen sind.

Zum Abschluss der Arbeit soll eine genaue Untersuchung der verschiedenen Gedichte von vier ausgewählten Lyrikern (Heym, Trakl, Lichtenstein und Wolfenstein) der damaligen Zeit vorgenommen werden und speziell auf die Darstellungsweisen der Landschaft/Natur und der Großstadt Bezug genommen werden.

2. Expressionismus als „Epoche“ und „Bewegung“

Der Expressionismus wurde als Epoche und Bewegung in der Literaturgeschichte sehr vieldeutig und widersprüchlich bestimmt. Unkritischer ist wohl noch keine andere literarische Bewegung analysiert worden.[4] Dabei ist man sich in der Forschung uneins, in welchem Zeitraum der Expressionismus sich als Epoche etablierte. Die gängigste Meinung in der Forschung ist, dass sich der Expressionismus als „expressionistisches Jahrzehnt“ zwischen 1910-1920 entfalten konnte und sich in Abgrenzung vom Impressionismus und auch dem Naturalismus als eine „Ausdruckskunst“ verstehen wollte.[5] Dabei sollte darauf geachtet werden, dass der Expressionismus sich nicht als eine rein literarische Erscheinung definieren lässt, sondern vielmehr, anlässlich einer Pariser Kunstausstellung im Jahre 1901, erstmals als Begriff in der bildenden Kunst verwendet wurde.[6] In Deutschland tritt die Epochenbezeichnung „Expressionismus“ erstmals in einer Ausstellung der Berliner Sezession von 1911 auf und ist somit zunächst als Angelegenheit der Malerei zu betrachten.[7]

Ebenso ist, im Gegensatz zur Meinung von Fritz Martini[8], der Expressionismus keine rein deutsche Bewegung, sondern basiert auf einer internationalen Erneuerungsbewegung der Künste, welche von verschiedenen Künstlergruppen getragen worden ist.[9]

2.1 Expressionismus als Gegenbewegung

Ein anderer Aspekt ist, dass der Expressionismus als Gegenbewegung zu anderen Strömungen in dieser Zeit verstanden wird. Der Expressionismus deutet sich dabei nicht nur als Reaktion auf eine vorausgehende Kunstepoche, den Impressionismus, an. Die literaturgeschichtliche Situation würde man unzulässig vereinfachen, wenn man den Expressionismus lediglich als Umkehrung des Impressionismus begreift.[10] Hier sollte man sich vor Augen führen, dass eine genaue literaturgeschichtliche Einordnung des Begriffs „Expressionismus“ Anfang des 20. Jahrhunderts nicht eindeutig vollzogen werden kann, da sich eine Vielzahl unterschiedlicher, aber auch einander berührender literarischer Strömungen gebildet hat, wie z.B. den Naturalismus, Impressionismus, Symbolismus, Jugendstil, die Neuromantik, Fin de siécle, Neuklassizismus und Ästhetizismus. Sie alle lassen sich nur schwer voneinander abgrenzen.[11]

Um dieses schwierige Unterfangen der Abgrenzung anzugehen, lohnt es sich, einen Blick in Kasimir Edschmid´s Essay „Expressionismus in der Dichtung“ zu werfen. Edschmid entwirft hier bereits 1917 eine erste Bilanz dieser literarischen Erscheinung, bei der er wichtige literarische Epochen, die dem Expressionismus vorausgehen, berücksichtigt und aus ihnen den Expressionismus herleitet.[12]

Zum Naturalismus sagt Edschmid:

Gegen ausgepumptes Epigonentum schlug die naturalistische Welle. Aus Schminke, Fassade und Feigenblatt brach schamlos die Tatsache. Nichts vom Wesen eines Dings. Nichts Eigentliches, was der Gegenstand unserer visuellen Welt nur zudeckt. Nur Notiertes, nur endlich Ausgesprochenes. Aber mit grandioser Wucht lauter Dinge, belanglos für das Kunstwerk in seiner letzten Form, aber Anstöße, Kampf: Der Naturalismus war eine Schlacht, die wenig Sinn für sich hat, aber er gab Gesinnung. Da standen plötzlich wieder Ding: Häuser, Krankheit, Menschen, Armut, Fabriken. Sie hatten keine Verbindung noch zu Ewigem, waren nicht geschwängert von Idee. Aber sie wurden genannt, gezeigt. Nackte Zähne der Zeit klafften und zeigten Hunger. Er warf auch menschliche Fragen auf und brachte das Eigentliche damit näher. Er mischte sich mit Sozialem eng: schrie….Hunger, Huren, Seuche, Arbeiten.[13]

Edschmid wollte damit zum Ausdruck bringen, dass die Natur wieder genau beschrieben werden müsse, um in der Literatur ausgesparte Themenfelder mit der Darstellung moralischen und wirtschaftlichen Elends hinzuzugewinnen. Dabei setzt er vor allem auf soziales Mitgefühl sowie die Lenkung der Aufmerksamkeit auf Armut, Laster, Krankheit, Verbrechen. Dieser Beschreibung zufolge, hatte der Naturalismus seinen Gegenpol im Ästhetizismus. „Gegen wüste Orientierung “ – so fährt Edschmid fort – „gab es einen Gegenpol voll Aristokratie. Gegen den Lärm Adel, das Asoziale, das Kunst-á tout prix.“[14] Stefan George gilt für ihn als Repräsentant dieser Stilrichtung. Der Übergang von Zweckhaftigkeit und Wirkungsabsicht hin zum Verzicht auf Wirklichkeitswiedergabe oder konkreter Inhalte der Dichtung in Bezug auf politische, moralische und soziale Weltanschauung, ließ den Ästhetizismus bzw. Symbolismus jedoch bald in den Hintergrund treten wie es noch im Naturalismus der Fall gewesen ist:

Man verwechselte Dichten und Würde. Man glaubte, das Wesentliche sei das Erlauchte, und Würde sei besser als der Mut unbedenklichen Zugriffs. Ästhetentum verbreitete sich und traf in eine Zeit, die, reich geworden von den Gründerjahren und dem Zustrom des Geldes übersättigt, noch völlig ohne die Struktur eines kulturellen Zeitbodens, glaubte die schöne Dekadenz spielen zu können. Immerhin aber hob sich das ganze Niveau. Man konnte nach George nicht mehr vergessen, dass eine große Form unumgängig sei für das Kunstwerk. Man konnte nicht mehr nur durch Krassheit, Photographieren der Wirklichkeit, nicht mehr mit flauen Sentiments nach dichterischen Zielen greifen.[15],

Im Impressionismus vollzieht sich, nach Edschmid, eine Synthese des Naturalismus mit dem Ästhetizismus: „So kam zum Blick für die Tatsachen der Blick für die Form . Der Impressionismus begann, die Synthese ward versucht.“[16]

Der Impressionismus konzentriert sich auf den sinnlich-subjektiven Eindruck. So wird ein flüchtiger Reiz, ein einmalig unverwechselbarer Augenblick, in all seinen Nuancen und Differenzierungen wahrgenommen und mit höchster Präzision und Intensität versucht wiederzugeben. Das Isolieren dieser subjektiven Empfindsamkeit führt zur Auflösung der dinglichen Einheit. Dabei wird die entmaterialisierte Welt nur noch von bestimmten Reizwirkungen bzw. Stimmungen wahrgenommen.[17] So versucht Edschmid den Impressionismus folgendermaßen zu fassen:

Mit nervöser Zärtlichkeit behandelte man die Objekte. Sprunghaft setzte man Stück für Stück. Mit gehobener Technik vermochte man die Dinge anzugreifen, doch wurde es oft Deskription. Das eigentliche, der letzte Sinn der Objekte, erschöpfte sich noch nicht ganz. In unzählige kleine Teile zerlegte er die Welt, um ihr den tieferen Atem einzuhauchen. Er zersetzte, löste auf und parzellierte, formte das Zerschlagene in kleine Gefühle, nicht zu massiv verschmolzenen Zusammenhängen. Über ihn hinaus gab es nur Anarchie.[18]

Edschmid sah jede der beschriebenen Epochen als defizitär an. So dringt der Naturalismus nicht zum Objekt selbst vor, dem Ästhetizismus gelingt es nicht „Tempo, Geist und Form der Zeit zu großen umfassenden Schöpfungen zu verdichten“[19]. Der Impressionismus war zu fixiert, die kleinen Dinge dieser Welt zu fassen und konnte so das Ganze nur als Mosaik betrachten. Diese Mängel gleicht nun, nach Edschmid´s Meinung, der Expressionismus wieder aus:

Die Künstler der neuen Bewegung gaben nicht mehr die leichte Erregung. Sie gaben nicht mehr die nackte Tatsache. Ihnen war der Moment, die Sekunde der impressionististischen Schöpfungen nur ein taubes Korn in der mahlenden Zeit. Sie waren nicht mehr unterworfen den Ideen, Nöten und persönlichen Tragödien bürgerlichen und kapitalistischen Denkens. Ihnen entfaltete das Gefühl sich maßlos. Sie sahen nicht. Sie schauten. Sie photographierten nicht. Sie hatten Geschichte.[20]

Somit setzte der Expressionismus dem sinnlich-subjektivem Erleben eine Dichtung entgegen, die in ihren Augen die Funktion einer alles umreißenden Kraft, einer formenden und schöpferischen Energie besaß.

2.2 Die „innere Grundhaltung“ des Expressionismus

Der Maler malt, was er schaut in seinen innersten Sinnen, die Expression seines Wesens,... jeder Ausdruck von außen, wird Ausdruck von innen.[21]

Diese Aussage Herwarth Waldens charakterisiert treffend den Unterschied des Expressionismus zu seinen vorangegangenen naturalistischen Strömungen. Walden postulierte, dass das innere Ich nach außen gekehrt wird und so wegkommt von der bloßen Nachahmung der Natur. Diese Schwerpunktverschiebung, von der abbildenden Nachahmung der Dinge hin zu einer Dominanz der inneren Vorgänge und Erlebnisse, hatte zur Folge, dass dieses innerliche Sehen und Erfahren zum höchsten dichterischen Prinzip erklärt worden ist. So lässt sich der Expressionismus als eine Antwort auf ein sich um 1910 veränderndes Wirklichkeitsbewusstsein sowie einen sich radikal ändernden Wirklichkeitsbegriff verstehen. Die reale Wirklichkeit, gekennzeichnet durch Oberflächlichkeit, dämonische Technik und die durch das Bürgertum vertretenen leeren Werte und Traditionen, verlor gegenüber der subjektiv erlebten Welt immer mehr an Einfluss.[22] Den Schaffensprozess der Dichter beeinflusste diese neue Einstellung zur Wirklichkeit sehr:

Das Pathos aber allein genügt nicht, ein Ding aus dem Chaos zu fixieren. Man muss ein Ding noch verwandeln, als ob es niemals mit den anderen Dingen des Chaos in Beziehung gewesen wäre, damit es von ihnen nicht mehr erkannt wird und nicht mehr auf sie reagieren kann. Man muss abstrakt sein, typisieren, damit das Erreichte nicht wieder ins Chaos zurückgleitet.[23]

Sehr anschaulich beschreibt dieses Zitat die schöpferischen Methoden des Expressionismus. Zum einen wird versucht, die Objektivität auf das Wesentliche der Dinge zu wahren, um es nicht an die Relativität zu verlieren. Das „Ding“ wird aus allen Zusammenhängen isoliert, um dies als Methode zur Erfassung des Wesens zu etablieren. Zum Anderen wird die Wirklichkeit als etwas Chaotisches, Unerkennbares aufgefasst, welches sich in der Zertrümmerung der alten Gestaltungs- und Formungsweisen widergespiegelt hat, um tauglich für das Erfassen und Gestalten „des Neuen“ zu werden.[24]

Der hier umrissene Schaffensprozess verdeutlicht das Vorhaben der Expressionisten, die äußere Wirklichkeit durch die innere Wirklichkeit des eigenen Geistes zu ordnen. „Die Kunst wurde damit zur `Vor-Verwirklichung` der Idee in der Sprachwerdung des Geistes.“[25] Somit wird der Verwirklichungsprozess nicht von außen nach innen, sondern in entgegengesetzter Richtung von innen nach außen vollzogen. Statt den Menschen zu verändern und die Gesellschaft, in der er lebt, haben die Expressionisten versucht, die Menschheit von innen heraus zu erneuern. Hierbei muss allerdings berücksichtigt werden, dass der Expressionismus, wie schon angedeutet, keine einheitliche, klar abzusteckende Bewegung gewesen ist. Denn der hier vorherrschende Subjektivismus[26], der sich bevorzugt als innere Realität ausgedrückt und auf die Erfassung des Wesenhaften eines Dinges beschränkt hat, ist auch in anderen Tendenzen und Strömungen aufgetaucht. Dies trifft auch auf viele Dichter dieser Zeit zu, wie später noch zu sehen sein wird. Durch die unsichere Lage vor dem drohenden Krieg proklamierten die Expressionisten einerseits den Weltuntergang, andererseits sahen sie das Kommen einer neuen Welt. So spiegeln sich zwei Grundtendenzen, die hier ihren Ursprung haben, zum einen in der Verlagerung des Interesses im politisch-revolutionären Bereich, und zum anderen in der Betonung eines ethisch-religiös motivierten Hintergrundes wieder.[27] Repräsentant für den erstgenannten Bereich ist vor allem Kurt Hiller. Er sah in der Literatur ein Instrument politischer und gesellschaftlicher Veränderung.[28] Der von Johannes R. Becher stammende Dreizeiler:

Der Dichter meidet strahlende Akkorde

Er stößt durch Tuben, peitscht die Trommel schrill

Er reißt das Volk auf mit gehackten Sätzen.29

macht ebenfalls deutlich, dass die aktivistische Richtung des Expressionismus ein politisches

Bewusstsein30 entwickelt und die Dichtung als Mittel benutzt hat, um die Öffentlichkeit aus ihrer Passivität herauszureißen. Die Aktivisten waren aber nicht nur gewollt, das politische Treiben voranzubringen, sondern auch, ihre Position als Volksführer mit Vorbildfunktion zu nutzen. Es kann den Dichtern ein hoher Anteil zugesprochen werden, sie kümmerten sich durch ihre Lyrik um die praktische Umgestaltung der Realität. Hiller beschreibt die Welt folgendermaßen:

Sie gleicht eher einer großen Stadt als dem Garten Eden; alle könnten so leben, wie sie wollten. Sie erleben in diesem Menschheitsparadies das Glück einer unbewußten Kreatürlichkeit, aber ohne die Langeweile der Unbewußtheit, denn hier herrsche keine Armut, sondern nur Verschiedenheit der Bedürfnisse, keine Krankheit, nur Apathie. Es gebe auch `Feindschaft, aber keine Bosheit, Haß um der Liebe willen, aber eine Lüge…Aktivität, aber keine Arbeit, Unternehmen, aber keine Dienstleistung 31

[...]


[1]Pinthus, Kurt (2001): S. 29 Anmerkung: erstmalig erschienen ist diese Anthologie 1920 in Berlin unter dem Titel: „Menschheitsdämmerung, Symphonie jüngster Dichtung.“.

[2] Vgl. Vietta (1999): S. 196.

[3] Vgl. Läufer (1992): S. 24.

[4] Aufgetaucht ist der Begriff erstmals in der französischen Malerei. Warum der Begriff erst Jahre danach Einlass in Deutschland gefunden hat, wird in der Sekundärliteratur sehr strittig gesehen. (Vgl. Lohner, Edgar: „Die Lyrik des Expressionismus“. In: Rothe, W. (Hrsg.): Expressionismus als Literatur. Gesammelte Studien. Bern/München. 1969. S. 107f..

[5] Vgl. Vietta (1999), S. 2. Anmerkung: Die Sekundärliteratur datiert das Ende des Expressionismus unterschiedlich. Einige Autoren meinen ca. 1925, da viele der großen Anthologien und auch Gesamtausgaben expressionistischer Dichter erst zu Beginn der 30er Jahre veröffentlicht worden sind. (Vgl. Giese (1999), S. 12.

[6] Vgl. Große (2006), S. 5.

[7] Vgl. Paulsen (1983), S. 9.

[8] Martini setzte die Einschränkung hinzu, dass der Expressionismus „Symptom und Ausdruck einer Weltkrise auf allen Gebieten “ sei, aber sich hauptsächlich in Deutschland als Bewegung und Epoche etablierte. (Martini, F.: Was war Expressionismus, Urach 1948, S. 9).

[9] Vgl. Große (2006), S. 5.

[10] Vgl. Große (2006), S. 5.

[11] Vietta hat versucht, diese kulturkritische Auseinandersetzung des Expressionismus mit der Moderne unter dem Begriff „Ichdissoziation“ zu subsumieren (Vgl. Vietta/Kemper (1985), S. 22) und hält die Abgrenzung ebenfalls für schwierig (Ebd., S. 26).

[12] Vgl. Große (2006), S. 6.

[13] Edschmid, Kasimir: „Expressionismus in der Dichtung 1918“, In: Anz, T. und Stark, M.(Hrsg.): Manifeste und Dokumente zur deutschen Literatur 1910-1920. Stuttgart 1982, S. 43f.. Im Weiteren werden weitere Zitate abgekürzt mit: Anz/Stark (1982).

[14] Ebenda, S. 44.

[15] Ebenda, S. 44.

[16] Ebenda, S. 44.

[17] Walter Falk beschreibt diesen Teil als „die schöpferische Kraft des Menschen“ (Vgl. Falk, W.: Impressionismus und Expressionismus, In: Rothe, Wolfgang: Expressionismus als Literatur, S. 74f.).

[18] Anz/Stark (1982), S. 44f.

[19] Ebenda, S. 45.

[20] Ebenda, S. 45f.

[21] Richard (1978), S. 9.

[22] Der Begriff der Wirklichkeit, der hier aufgezeigt wird, bezeichnen Benn und Pinthus als zentrale Aussagen in ihren Ausführungen zur Grundhaltung im Expressionismus (Vgl. Benn (1968), In: Wellershoff (Hg.): Band 7, S. 1838f. sowie Pinthus (2001), S. 26).

[23] Rötzer (1976), S. 52.

[24] Vgl. Große (2006), S. 14.

[25] Rötzer (1976), S. 176.

[26] Der geschilderte Subjektivismus hat seinen Ursprung in Kants Aufklärungsgedanken. Dabei sieht Kant die Welt als Produkt des Geistes und das Subjekt als Mittelpunkt der Wirklichkeit. Auf der Grundlage dieser These wird die bewusste Selbstdarstellung in der expressionistischen Dichtung verständlich. (Vgl. dazu Vietta/Kemper (1985), S 144.).

[27] Vgl. dazu auch Vietta: „ Einige Bemerkungen zu These und Methode der Problemgeschichtlichen Darstellung des literarischen Expressionismus“. In: Vietta/Kemper (1983), S. 21ff.

[28] Nachzulesen in Kurt Hiller: „Die Jüngst-Berliner“. In: Anz, Thomas u. Stark, Michael (Hrsg.): Expressionismus. Manifeste und Dokumente zur deutschen Literatur1910-1920. Stuttgart 1982, S. 33ff.

[29] Rötzer (1976), S. 406.

Details

Seiten
34
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783656225980
ISBN (Buch)
9783656226338
Dateigröße
753 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v193098
Institution / Hochschule
Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig
Note
2,0
Schlagworte
stadt/land-landschaften lyrik

Autor

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