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Die Pfingstbotschaft für den Menschen des globalen Zeitalters

Wissenschaftlicher Aufsatz 2012 11 Seiten

Pädagogik - Wissenschaft, Theorie, Anthropologie

Leseprobe

,Interkulturelles- u. Transkulturelles Management (German)

Intercultural &Transcultural Management (English)

Gestion Interculturelle et Gestion Transculturelle (French)

Gerencia Intercultural y Gerencia Transcultural (Spanish)

Gerência Intercultural e Gerência Transcultural (Portuguese)

跨文化的智慧精髓 - kua wen hua de zhi hui jing sui (Chinese)

транскультурная компетенция - transkulturnaja

kompetencija (Russian)

toransukaruchā  ・ manējimento (Japanese)

トランスカルチャー ・ マネジメント

Vishua Chaytana (Sanskrit)

ZAKAA AL-TA'ALOF AL-THAQAFEE (Arabic)

Die Pfingstbotschaft

für den Menschen des globalen Zeitalters

Vom Morgen der Schöpfung über alle Zeiten und Breiten schwebt der Geist Gottes, den wir an Pfingsten in besonderer Weise zelebrieren. Es ist der Geist des Schöpfergottes, der in der Gestalt des Wortes alles, die ganze Schöpfung, einschließlich des Menschen, ins Dasein gerufen hat.

Der eine Geist Gottes, kryptisch und enigmatisch und doch erkenntlich für den Menschen an seinem Wirken, nimmt verschiedene Gestalten in der Schöpfungsgeschichte an: Vater und Schöpfer zu Anbeginn, Sohn Gottes und Erlöser in der Zeit und Geist Gottes bis in alle Ewigkeit: Der Geist Gottes, der sich von Ewigkeit durch die Zeit hindurch bis in alle Ewigkeit manifestiert, ist der eine Geist Gottes, das Alpha und Omega, durch den, mit dem und in dem alles war, ist und ewig sein wird.

Ein jedes Individuum trägt den Atem dieses einen Geistes, der ihm das Leben nach seinem Ratschluss eingehaucht hat, in sich und bewegt sich in ihm; jedes Individuum, jede Gruppe, jedes Volk und jede Nation, das ganze Menschengeschlecht. Pfingsten zelebriert diesen einen Geist, der alles durchweht und durchwirkt. Dass der Mensch dieses ihn für immer verbindende lebenspendende geistige Band bisweilen vergisst und sich mit niedrigeren, relativen Spiegelungen dieses einen absoluten Geistes in der Gestalt seiner vielfältigen Subjektivismen und Relativismen identifiziert, die sich aufgrund ihrer Loslösung vom einen absoluten, allintegrativen Geist Gottes in der Gestalt des Heiligen Geistes, vielfältig relativiert, dualistisch und dialektisch äußern und sich als antagonistisch erweisen und somit das menschliche Dilemma der Nichtlösbarkeit von Antagonismen in allen Sphären der menschlichen Existenz bis in die Tiefen des Intrapersönlichen hinein und somit das Leid des Menschen heraufbeschwört, wird durch die Trennung vom einen Geist Gottes, i.e. von Gott selbst, verursacht. Diese Trennung ist die Sünde par excellence, die alle anderen nach sich zieht.

Die Rückverbindung und Reintegration in den einen Geist Gottes besteht in der Reinigung und Läuterung von dieser Sünde. Durch diese Rückkehr in den Geist und die Arme des Vaters und Schöpfers vermittels der Erlösung durch denselben Gott in seiner Sohnesgestalt und seiner Ausgießung über die Menschheit in seiner Heiligen Geistesgestalt kann der Mensch seine Reintegration in die Schöpfung nach dem Willen Gottes bewirken. Er erneuert sich und wird so frisch und frei wie der Morgen der Schöpfung: rein und klar, frei vom Ballast, den der Strom der Zeit mit sich gebracht hat und nun dieses Geschöpf, individuell und kollektiv, als schwere Last auf seinen Schultern und in seiner Seele zu zerbrechen droht.

Weihnachten, Ostern und Pfingsten sind Begegnungspunkte mit dem einen Gott, Vater und Schöpfer in verschiedenen Gestalten und Phasen, die alle auf das Geheimnis der Einheit der Menschheit in dem einen Gott und Vater aller hinweisen. Somit ist insbesondere Pfingsten, aber ebenso alle anderen Feste des kirchlichen Jahreskreises die Zelebration des Mysterium Tremendum des Geheimnisses des dreifaltigen Gottes in seiner Einheit einerseits, der Einheit der Menschheit andererseits und darüberhinaus der Einheit von Gott und Mensch im Geist Gottes. Insofern ist Pfingsten, das Fest, an dem wir des allintegrativen Geistes Gottes in besonderem Maße gedenken, die große Botschaft Gottes an die Menschen des globalen, myriadenfach diversen, pluralistischen und relativierten Zeitalters, weil diese Botschaft die einzige unter dem Himmel ist, die Myriaden sich scheinbar widersprechender Diversitätsmanifestationen des globalen, pluralistischen Zeitalters auf Grund ihrer intrinsischen Integrationsfunkton, in dem Sinne, dass alle Diversität aus ihm, dem einen Geist Gottes, hervorgegangen ist, in ihm fortbesteht und gleich dem Strom, der der Quelle entspringt, nach seinem vielfältigen Lauf wieder über das Meer, geläutert, zur Quelle zurückkehrt. In anderen Worten, der Pfingstgeist ist das Vermächtnis der Schöpfers an seine Geschöpfe, das es der Menschheit gestattet, trotz aller Diversifikation der einen Quelle des Geistes immer im Geist der Einheit der einen Quelle zu verweilen und somit alle seine relationalen Probleme, die das größte und ursächlichste Problem des Menschen sind, zu lösen.

Alle zwischenmenschlichen Probleme des Menschen haben sowohl ihre Ursache in der Nichtrealisierung des in ihnen verborgenen Geistes des Einheit und finden ihre Lösung und Erlösung in der Wiederbelebung des ihnen, trotz allen gegenteiligen Anscheins, innewohnenden Geistes der Einheit, denn die Dialektik der Dualität mit ihren menschlichen Antagonismen ist nur als interdependent mit der latenten Einheit ihres Wesen zu verstehen. Von dem latenten Geist der Einheit her sind sie bereits gelöst. Deshalb muss sich das globale Zeitalter mit seinen vielfältigen diversitätsbedingten kulturellen und persönlichen Herausforderungen in besonderem Maße diese Geistes der Einheit bewusst werden, außerhalb dessen es keine Einheit gibt, denn es gibt nur die eine Einheit alles Seienden in diesem einen Alleinen.

Pfingsten ist die Zelebration der Alleinheit, die unsere globale, vielfältig zerrissene Ära in besonderem Maße braucht. Es ist die Integration aller unüberbrückbar und unüberwindbar scheinenden Diversitäten im alleinzigen, allumfassenden Geist, für den es keine Alternative gibt, weil er der eine allumfassende ohne zweiten ist. Die menschlichen Integrationsstrategien wissenschaftlicher und sogar religiöser, spiritueller Art, können unabhängig von diesem Geist der Einheit nichts bewirken, weder im, noch zwischen den Menschen, weder in, noch zwischen den Gruppen, weder intrapersönlich, lokal, national, regional, kontinental, interkontinental noch planetar, noch in der Tat interplanetar. Jeglicher Diskurs über Einheit, Integration, Aussöhnung, Versöhnung, interkulturellen oder interreligiösen Dialog, Kooperation und Zusammenarbeit, stößt außerhalb der expliziten Bezugnahme auf den einen Geist Gottes der Einheit bald auf seine Grenzen, weil es außer dem einen befreienden Einheitsprinzip kein zweites gibt.

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Details

Seiten
11
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656186731
ISBN (Buch)
9783656566274
Dateigröße
540 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v193446
Note
Schlagworte
Einheit der Menschheit

Autor

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