Lade Inhalt...

WalkNavi – Ein System zur Navigationsunterstützung für Menschen mit leichter Demenz

©2012 Diplomarbeit 115 Seiten

Zusammenfassung

Die Grundidee dieser Arbeit ist es, Probleme der Menschen mit leichter Demenz bezüglich
Desorientierung zu untersuchen, um Möglichkeiten zur Unterstützung bei der Navigation zu
analysieren. Anhand dieser Informationen soll ein Navigationssystem, das entfernt vom Betreuer
gesteuert wird, für Menschen mit Demenz in früheren Stadien entwickelt werden, das den Demenzerkrankten
helfen soll, zeitliche und räumliche Orientierungsprobleme zu bewältigen. Das
System soll die Anforderungen der Demenzerkrankten möglichst erfüllen, einfach zu bedienen
sein. Dabei ist die Aufgabe dieser Arbeit, die besonderen Anforderungen der Demenzerkrankten
zu identifizieren, die sich von anderen Zielgruppen grundsätzlich unterscheiden. Dies können die
Fragen der Privatsphäre, aber auch gesellschaftliche, persönliche und erkrankungsspezifische
Aspekte sein. Auf diese Fragen wird in den nächsten Kapiteln näher eingegangen.
Wenn man über Demenz spricht, ist auch die Rolle der Betreuung von Erkrankten sehr wichtig.
Deshalb soll das System auch Möglichkeiten für die Betreuer anbieten, im Notfall den betroffenen
Person zu helfen. Neben Koordinationsdaten der Betroffenen werden auch Sprach- und
Videodaten an die betreuende Person übermittelt, was das Orten und das Helfen für die Betreuer
erleichtern sollen. Dabei ist auch wichtig die Meinung der Demenzerkrankten über diese
Überwachung zu untersuchen, damit die Privatsphäre von Erkrankten nicht verletzt wird.
Die Hauptzielgruppe in dieser Arbeit sind die Menschen mit Demenz in früheren Stadien, die
noch in der Lage sind, einige Aufgaben selbst zu erledigen. Jedoch soll neben Demenzerkrankten
das System auch von anderen Menschen mit schwachem Kurzzeitgedächtnis (KZG)
benutzt werden können, deren Gedächtnis z.B. durch einen Unfall geschädigt wurde.
Demzufolge werden der Aufbau, die Motivation der Arbeit erläutert, die wichtigsten Gründe
für die Themenwahl benannt und die Forschungsfragen identifiziert und analysiert. Das Kapitel
wird mit der Diskussion der eingesetzten Methodik abgeschlossen.

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einführung
1.1. Aufbau der Arbeit
1.2. Motivation
1.3. Methodik

2. Stand der Forschung
2.1. Demenz
2.2. Konzepte

3. Vorstudie
3.1. Methodik
3.2. Ergebnisse

4. Konzeption
4.1. Anforderungen
4.1.1. Anforderungen an das Navigationstool
4.1.2. Anforderungen an das Verwaltungs-/Überwachungstool .
4.2. Technologieauswahl
4.2.1. Augmented Reality
4.2.2. Navigation
4.2.3. Voice over IP
4.2.4. Google Maps
4.2.5. Apple iPhone

5. Realisierung

6. Evaluation
6.1. Methodik und Ablauf
6.2. Ergebnisse

7. Zusammenfassung

Danksagung

Literaturverzeichnis

A. Interviewleitfaden

B. Interviewtranskript A

C. Interviewtranskript B

D. Interviewtranskript C

E. Interviewtranskript D

F. Inhaltsanalyse nach Mayring

Abbildungsverzeichnis

1.1. Aufbau der Arbeit

2.1. GPS-Armbanduhr

2.2. Benutzung von Mobiltelefon und Computer bei Dementen und Betreuern

2.3. Landmark-basierte Navigation

4.1. Head Mounted Display

4.2. Der virtuelle Fisch

4.3. Das hybride Tracking-System

4.4. Drei Segmente von GPS

4.5. Das SIP-Protokoll

4.6. Der Kommunikationsverbindungsaufbau mit SIP

5.1. Verwaltungstool

5.2. Überwachungstool

5.3. Das Erinnnerungs-/Navigationstool

5.4. Tool-Einstellungen

Tabellenverzeichnis

2.1. Symptome, Bedürfnisse und mögliche mobile Unterstützung bei Alzheimer

2.2. Die Stadien der Demenz

3.1. Auswertung der Interviews

3.2. Interviewpartner

4.1. Die Anforderungen an das Navigationstool

4.2. Die Anforderungen an das Verwaltungs-/Überwachungstool

5.1. Funktionen des Verwaltungstools

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

„ I fear I am not in my perfect mind.

Methinks I should know you, and know this man; Yet I am doubtful for I am mainly ignorant What place this is; and all the skill I have Remembers not these garments; nor I know not Where I did lodge last night. Do not laugh at me. “

The Tragedy of King Lear (VII), William Shakespeare

1. Einführung

Die Grundidee dieser Arbeit ist es, Probleme der Menschen mit leichter Demenz bezüglich Desorientierung zu untersuchen, um Möglichkeiten zur Unterstützung bei der Navigation zu analysieren. Anhand dieser Informationen soll ein Navigationssystem, das entfernt vom Betreuer gesteuert wird, für Menschen mit Demenz in früheren Stadien entwickelt werden, das den De- menzerkrankten helfen soll, zeitliche und räumliche Orientierungsprobleme zu bewältigen. Das System soll die Anforderungen der Demenzerkrankten möglichst erfüllen, einfach zu bedienen sein. Dabei ist die Aufgabe dieser Arbeit, die besonderen Anforderungen der Demenzerkrankten zu identifizieren, die sich von anderen Zielgruppen grundsätzlich unterscheiden. Dies können die Fragen der Privatsphäre, aber auch gesellschaftliche, persönliche und erkrankungsspezifische Aspekte sein. Auf diese Fragen wird in den nächsten Kapiteln näher eingegangen.

Wenn man über Demenz spricht, ist auch die Rolle der Betreuung von Erkrankten sehr wichtig. Deshalb soll das System auch Möglichkeiten für die Betreuer anbieten, im Notfall den betrof- fenen Person zu helfen. Neben Koordinationsdaten der Betroffenen werden auch Sprach- und Videodaten an die betreuende Person übermittelt, was das Orten und das Helfen für die Be- treuer erleichtern sollen. Dabei ist auch wichtig die Meinung der Demenzerkrankten über diese Überwachung zu untersuchen, damit die Privatsphäre von Erkrankten nicht verletzt wird.

Die Hauptzielgruppe in dieser Arbeit sind die Menschen mit Demenz in früheren Stadien, die noch in der Lage sind, einige Aufgaben selbst zu erledigen. Jedoch soll neben Demenzer- krankten das System auch von anderen Menschen mit schwachem Kurzzeitgedächtnis (KZG) benutzt werden können, deren Gedächtnis z.B. durch einen Unfall geschädigt wurde.

Demzufolge werden der Aufbau, die Motivation der Arbeit erläutert, die wichtigsten Gründe für die Themenwahl benannt und die Forschungsfragen identifiziert und analysiert. Das Kapitel wird mit der Diskussion der eingesetzten Methodik abgeschlossen.

1.1 Aufbau der Arbeit

Diese Arbeit besteht aus sieben Hauptkapiteln. Abbildung 1.1 stellt die Vorgehensweise in die- ser Arbeit dar, die vor der Bearbeitung erteilt wurde. Für die Umsetzung der Idee wird mit der Analyse des aktuellen Stands der Forschung an das Thema herangegangen. Mit der Vorstudie wird das Wissen in diesem Feld bereichert. Die aus dem Forschungsfeld und der Vorstudie gewonnenen Informationen werden gemäß den Anforderungen identifiziert und die für die Rea- lisierung dieser Anforderungen benötigten Technologien und technischen Möglichkeiten werden dargelegt. Nach der Implementierung werden detailliert die Funktionalitäten und etwaige tech- nische Mängel des Systems erläutert. Mit der Evaluation werden noch einmal die Mängel des Systems identifiziert. Die Evaluation wird mit den Demenzerkrankten durchgeführt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1.1.: Aufbau der Arbeit

Im Unterkapitel Motivation werden die Idee der Arbeit beschrieben und die Forschungsschwer- punkte dargelegt. Dieses Kapitel beinhaltet grundlegende Informationen bezüglich der The- menauswahl. Dabei wird das Problem erklärt, die Tendenzen in der Welt bezüglich des Al- terungsprozesses und die dadurch resultierenden Erkrankungen, die neuen technischen Möglichkeiten zur Lösung der Probleme, die in der Zukunft zu erwarten sind, werden erläutert. Dieses Kapitel wird mit der Diskussion der eingesetzten Methodik zur Informationsgewinnung abgeschlossen.

Theoretische Aspekte zur Demenzerkrankung werden in Kapitel zwei thematisiert. Dabei werden die Stadien der Erkrankung erläutert und für jedes Stadium werden die Symptome und die Folgen der Erkrankung erklärt. Ein Überblick zum aktuellen Stand der Forschung wird im nächsten Unterkapitel gegeben. Die Einsatzbeispiele der Technik in der Pflege der Demenzerkrankten und allgemein die technische Unterstützung der demenziell erkrankten Personen wird das Thema des Unterkapitels sein.

Im nächsten Kapitel werden Ergebnisse der Vorstudie dargestellt. Diese hatte das Ziel, Probleme der Demenzerkrankung besser zu verstehen, um die Anforderungen adäquat zu identifizieren, die für die zu implementierende Anwendung von Bedeutung sind. Außerdem werden die Schwierigkeiten der Demenzerkrankten beschrieben, die orts- und gesellschaftsbezogen, aber auch persönlicher Natur sind.

In Kapitel vier wird, nachdem die Anforderungen für die Anwendung bestimmt wurden, der Stand der Technik erklärt und es werden die Technologien begründet, die für die Erfüllung der aus dem Forschungsfeld und der Vorstudie bestimmten Anforderungen ausgewählt wurden. Hierbei werden die Technologien und Dienste, wie Augmented Reality (AR), Voice over IP (VoIP) und Google Maps näher in den Blick genommen, die Technologieauswahl genauer beschrieben und die Kriterien für den Auswahl formuliert. Für jede einzelne Technologie werden Vor- und Nachteile der Technologien benannt.

Die Funktionalität und die Funktionsweise des implementierten Systems werden in Kapitel fünf beschrieben. Die Analyse der Anforderungen, die realisiert und nicht realisiert wurden, wird auch in diesem Kapitel erklärt. Kurz werden Verbesserungs- und Lösungsvorschläge vor der Evaluation vorgelegt.

Die Durchführungsmethodik und die Ergebnisse der Evaluation werden im Kapitel der Evaluation beschrieben. Die detaillierte Auflistung der Mängel und der Funktionalitäten, die von den betroffenen Personen als nützlich angesehen werden, ist auch ein Thema in diesem Kapitel. Abschließend werden Lösungsvorschläge unterbreitet.

Im letzten Kapitel werden die Ergebnisse dieser Arbeit, der Beitrag zur Forschung zusammengefasst. Dabei wird herausgestellt, in welchen Punkten die Forschungsfragen beantwortet werden konnten.

1.2 Motivation

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es zu erforschen, wie moderne Technik Menschen mit Demenz und deren Verwandten oder Betreuer im alltäglichen Leben unterstützen kann. Dabei werden Menschen mit Orientierungsproblemen als Zielgruppe betrachtet. Diese Menschen können sowohl die dementen Menschen im früheren Stadium aber auch andere Menschen mit Gedächtnisund Orientierungsproblemen sein.

Die schnelle Entwicklung des IT-Bereichs bietet neue Möglichkeiten in allen Bereichen des Lebens an. Die neuen Technologien erleichtern das Leben der Menschen und übernehmen oft deren Aufgaben. Seit dem Ende des letzten Jahrhunderts wurden beispielsweise die Mobil- telefone ein quasi selbstverständlicher Teil im Leben eines jeden Menschen fast überall auf der Welt. Während früher die Mobiltelefone nur als Mittel mobiler verbaler Kommunikation genutzt wurden, besitzen sie heutzutage - durch die Entwicklung des mobilen Internets, neuar- tiger Geräte und einer entsprechenden Software - fast alle Funktionalitäten, über die ein ganz normaler Computer verfügt. Neben den Schwächen, wie die Rechenleistung, das Akku-Problem oder die geringe Größe des Displays, haben Mobiltelefone den großen Vorteil der Mobilität. Die Mobilität öffnet viele Türen für den Einsatz in verschiedene Bereiche des Lebens. Die Herstel- ler von Mobiltelefonen versuchen die Mobilität des Geräts besser zu nutzen. Diese Eigenschaft war ein Anreiz für Hersteller von Mobiltelefonen, die Funktionen bereitzustellen, die für norma- len Computer nicht sinnvoll wären. Als Beispiel können integrierte GPS-Empfänger oder auch eine Kompassfunktion dienen. Das Vorhandensein des GPS-Empfängers macht es möglich, das Mobiltelefon als Navigationsgerät zu nutzen. Neben den klassischen Fahr- und Flugzeug- navigationssystemen finden zunehmend die Fußgängernavigationssysteme Verbreitung. Diese Systeme sind zum größten Teil für Touristen gedacht. Aber auch für Menschen mit Orientie- rungsproblemen kann ein solches System hilfreich sein.

Die Menschen auf der Welt erreichen immer öfter ein hohes Alter und in vielen Fällen be- deutet das Demenz. Je älter Menschen werden, desto mehr Demenzerkrankte wird es geben.1 Demenz bedeutet ein stetig sich verschlechterndes Gedächtnis. Wenn Demenz fortschreitet, leiden Menschen immer mehr unter Desorientierung. Zuerst treten an fremden und später auch an bekannten Orten Orientierungsschwierigkeiten auf.2 Mit mobilen Fußgängernavigationssys- temen können die Demenzerkrankten dabei unterstützt werden. Die laufenden Betreuung- und Pflegeausgaben steigen permanent an.3

Da Dementen normalerweise ein hohes Alter und schwache KZG haben, soll das Fußgängerna- vigationssystem möglichst einfach und intuitiv sein. Die Augmented Reality(AR)-Technologie ist die visuelle Technologie, die diese Aufgabe erleichtern kann. Das AR kommt in vielen Be- reichen der Industrie, Produktion oder dem Entertainment zum Einsatz. Das AR kombiniert die reale mit der virtuellen Welt in Echtzeit und stellt das Ergebnis in 3D dar. Die Aktualität des AR-Navigationssystems nimmt mit der Entwicklung der Rechenleistung und der Ausstat- tung der Mobiltelefone zu. Es gibt heute verschiedene Applikationen für Mobiltelefone, die die Orientierung an unbekannten Orten mit der Nutzung der AR-Technologie unterstützen. In dieser Arbeit werde ich versuchen, auch die Frage zu beantworten, ob die AR-Technologie auch Demenzerkrankten Möglichkeiten bietet.

Demenzpatienten bedürfen betreuender Hilfe. Demenzerkrankte können in problematische Situationen geraten, aus der sie selbst nicht herauskommen können. Um derartige Schwierigkeiten zu vermeiden, wäre eine Unterstützung durch Betreuer bei entfernter Überwachung sinnvoll. Die Schwierigkeit der entfernten Unterstützung ist es, dass die Betreuenden sich nicht in die Lage des Anderen versetzen können. Mit Kombination der Daten aus modernen Mobiltelefonen und einigen Diensten ist es möglich, auch für entfernte Betreuer die Lage des anderen in Echtzeit zu präsentieren. Zusätzlich können auch andere Informationen für Betreuer bereitgestellt werden, um ihre Arbeit zu erleichtern. In den nächsten Kapiteln wird geklärt, welche Daten und welche Technologien dafür benötigt werden. Diese Überwachungs- und Betreuungsform kann auch in anderen Systemen zum Einsatz kommen.

1.3 Methodik

Im folgenden Abschnitt werden die Methoden und Theorien beschrieben, die in der Empirie, bei der Implementierung der Anwendung und ihrer Evaluation zum Einsatz kommen.

Nachdem die Forschungsfragen im Kapitel zum Stand der Forschung formuliert sind, werden Interviews mit den betroffenen Personen und deren Betreuern oder Verwandten durchgeführt. Da die Demenzerkrankung in den meisten Fällen im höheren Alter vorkommt, haben Befragten nur sehr wenig Vorstellung von Technik. In vielen Fällen können ältere Menschen mit dem Computer oder auch mit einem modernen Mobiltelefon nicht umgehen. Aus diesem Grund können die Fragen in einem strukturierten Interview wahrscheinlich nicht beantwortet werden. Deshalb wurde das halbstrukturierte4 Interview gewählt. Das Erlernen ist für ältere demenziell erkrankte Menschen wegen des schwachen KZG noch komplizierter. Neben den Problemen des Alters gibt es noch die aus der Erkrankung resultierenden gesellschaftlichen Aspekte, wie mangelnde Akzeptanz der Krankheit.

Die Auswertung der Daten in der Empirie erfolgt nach dem Verfahren der Grounded Theory. Die Grounded Theory wurde von Anselm Strauss gemeinsam mit Barney Glaser entwickelt und dient der systematischen Auswertung vor allem qualitativer Daten mit dem Ziel der Theoriegenerie- rung. Die Theoriegenerierung aus empirischen Daten bedeutet, dass die meisten Hypothesen und Konzepte nicht nur aus Daten selbst, sondern im Zuge der Forschung entstehen.5

Für die Entwicklung ist ein experimentelles Prototyping gewählt. Dabei wird ein experimentel- ler Prototyp entwickelt, der allen aus der Vorstudie bestimmten realisierbaren Anforderungen nachkommt. Dieses Verfahren wird mit dem Ziel gewählt, die weiteren Anforderungen an das System und die Verbesserungsmöglichkeiten festzustellen. Die aus der Vorstudie gesammelten Erfahrungen werden bei der Entwicklung der Anwendungen berücksichtigt. Da der Entwick- lungsaufwand eines so großen Systems den Umfang der Diplomarbeit überstiege, müssen in den nächsten Arbeiten eventuell aufkommende Mängel behoben oder das System verbessert werden.

Die Evaluation des Prototyps wird mit der Zielgruppe durchgeführt. Mit Blick auf die de- menziell erkrankten, älteren Menschen ist es auch wichtig zu untersuchen, ob dieses System von Demenzerkrankten akzeptiert wird und benutzt werden kann. Sollte es nicht anwendbar sein, sind die Gründe dafür zu erörtern. Dabei wird auch erfragt, ob das System wegen des Alters oder der Erkrankung des Betroffenen nicht benutzt wird. Obwohl heute die meisten älteren Demenzerkrankten nur sehr geringe Kenntnisse von Technik haben, kann bei den Demenzerkrankten in früheren Stadien in der Zukunft Basiskenntnisse im Umgang mit Technik vorausgesetzt werden. Da Demenzerkrankte ein schwaches KZG haben, ist es fast nicht möglich, dass sie sich später an die Probleme erinnern, die bei der Nutzung aufgetreten waren. Deshalb werden Demenzerkrankte bei der Nutzung überwacht und sofort nach ihrer Meinung und nach Verbesserungsvorschlägen gefragt.

2. Stand der Forschung

Dieses Kapitel soll sich der gegenwärtigen Diskussion in den Forschungsbereichen Demenz und Hilfesysteme für Demenzerkrankten widmen. Dabei werden die Eigenschaften und die Probleme erläutert, die für Demenzerkrankung spezifisch sind. Hierbei werden die Stadien der Demenz erklärt und für einzelne Stadien die Schwierigkeiten erläutert, mit denen die Er- krankten konfrontiert sind. Danach folgt die Analyse des Einsatzes verschiedener Tools für demenziell erkrankte Personen im Bereich Pflege, Monitoring, Unterstützung im alltäglichen Leben und Kommunikation, die bisher erforscht wurden. Insbesondere soll auf die bestehenden Erinnerungs- und Navigationssysteme für Demenzerkrankte eingegangen werden.

2.1. Demenz

Die Fortschritte in der Medizin und die steigende Lebensqualität tragen dazu bei, dass die Lebenserwartung auf der ganzen Welt steigt. Die Lebenserwartung in Europa betrug laut EuroSTAT im Jahr 2009 80,9 Jahre1 bei steigender Tendenz. Die Forscher vermuten, dass jedes zweite der im Jahr 2007 in Deutschland zur Welt gekommenen Kinder 102 Jahre alt werden kann.2

Die höhere Lebenserwartung bedeutet auch eine steigende Anzahl der Demenzerkrankten. Das wiederum hat eine Absenkung der Lebenserwartung aufgrund der Demenz zur Folge. Obwohl Demenz keine direkte Todesursache ist, liegen in ihr häufig Begleitkomplikationen begründet, die zum Tod führen können.3

Die Lebenserwartung beträgt nach Diagnosestellung sieben bis zehn Jahre.4 Von der steigen- den Zahl der Demenzerkrankten sind momentan stärker die Industrienationen betroffen, bei denen die Lebenserwartung relativ hoch ist. Je älter ein Mensch ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass er an Demenz erkrankt. Im Alter von 65 Jahren sind 3 % betroffen, bei 90-Jährigen beträgt der Wert allerdings 35 %.5 Demzufolge hört man das Wort „Demenz“ in diesen Ländern heutzutage immer häufiger. Unter Demenz leiden in Deutschland über 1,2 Millionen Menschen. Experten rechnen damit, dass zum Jahr 2030 die Anzahl der Demenzerkrankten in Deutschland auf 1,7 Millionen steigen wird.6

Das Wort „dementia“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „weg vom Geist“, „oh- ne Geist“, „ohne Verstand“. Gerald Gatterer definiert den Begriff „Demenz“ wie folgt: „Un- ter einer Demenz versteht man nach internationalen Diagnosekriterien demnach Störung der Gedächtnisleistung und anderer kognitiver Funktionen, wie Sprache, Orientierung, abstraktes Denkvermögen, motorische Handlungsfähigkeit, Lesen, Rechenfähigkeit, sowie des Verhaltens, die so schwerwiegend sind, dass der betroffene Mensch bei den meisten Aktivitäten im täglichen Leben merkbar behindert wird“.7 Demenz ist keine Krankheit, sondern die Kombination ver- schiedener Symptome, die von verschiedenen Gehirnerkrankungen verursacht werden können. Eines der Symptome, die für diese Arbeit von zentraler Bedeutung sind, ist Gedächtnisstö- rung.

Man unterscheidet zwischen verschiedenen Demenzformen. Zur primären Demenzform gehören degenerative (Alzheimer) und vaskuläre Demenzformen, die durch Hirnschädigungen entstan- den sind. Bei den sekundären Demenzformen werden irreversible (HIV, Tumor) und reversible (Vitamin-B12-Mangel) unterschieden, die durch extrazerebrale Schäden entstanden sind. Die am weitesten verbreitete Demenzform ist der Alzheimer-Typ. Er wurde erstmals von Alois Alzheimer im Jahr 1907 beschrieben. Bei Alzheimer gehen die Funktionen des Gehirns ohne äußerliche Veränderungen unter. Zuerst sterben die Nervenzellen des Gehirns und ihre Verbin- dungen sterben ab, die für Gedächtnis und Informationsverarbeitung verantwortlich sind, die Stellen, die alte Informationen mit den neu gekommenen Informationen verbinden, wodurch die richtige, sinnvolle Informationsverarbeitung stark beeinträchtigt wird. Der Verlauf der Krank- heit ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Die Symptome setzen meist schleichend und zunächst unbemerkt ein und entwickeln sich schrittweise. Wenn ein Mensch mit Alzheimer erstmals unter massiver Vergesslichkeit leidet, hat das Gehirn schon mehrere Jahre starke Ver- änderungen hinter sich. Bei jungen Menschen schreitet die Krankheit zudem rascher fort als bei alten Menschen.8

In Tabelle 2.1 werden die Bedürfnisse der Menschen mit Alzheimer-Typ und mögliche mobile Unterstützung aufgelistet:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2.1.: Symptome, Bedürfnisse und mögliche mobile Unterstützung bei Alzheimer9

Heutzutage gibt es kein Heilmittel gegen Demenz, aber der Verlauf ist durch Übungen und Medikamente zu verlangsamen. Wissenschaftler arbeiten daran, ein Mittel zu finden, das die Entwicklung der Erkrankung möglichst frühzeitig stoppt. Erste Erfolge sind zu verzeichnen: US-amerikanische Wissenschaftler des Georgetown University Medical Center in Washington, D.C. haben mittels Gentherapie Alzheimer bei Mäusen gestoppt.10

Die genauen Ursachen für die Entstehung der Demenz sind auch nicht bekannt. Vor allem werden als mögliche Ursachen genetische Faktoren und Umwelteinflüsse genannt. Es werden ungefähr fünfzig Krankheiten aufgelistet, die die Wahrscheinlichkeit der Entstehung von De- menz erhöhen.

Zu Beginn der Erkrankung hat der Betroffene einen Schock und verleugnet erste Symptome, wodurch keine rechtzeitige Diagnose gestellt werden kann. Aus Tabelle 2.2 geht hervor, dass die Krankheit mit kleinen Beschwerden anfängt und sich mit der Zeit entwickelt, bis z.B. das Sprachvermögen ganz verloren und das Gehirn nahezu abgestorben ist. In den ersten zwei Stadien ist die Krankheit noch nicht sicher feststellbar. In den Stadien drei und vier verschlechtert sich die Lage zusehends. Dabei steht die Vergesslichkeit im Vordergrund, dem Betroffenen entfallen Informationen, die erst kurze Zeit zurückliegen, er hat große Schwierigkeiten sich an fremden Orten zu orientieren, aber auch die zeitliche Orientierung ist gestört. Ab Stadium fünf bestehen schon deutliche Gedächtnislücken. Die Demenzerkrankten sind auf fremde Hilfe angewiesen. In früheren Stadien ist das Kurzzeitgedächtnis betroffen, in den nächsten Stadien immer mehr auch das Langzeitgedächtnis.11

Folgende Symptome der Demenz sind für diese Arbeit relevant:

- Vergessen von Terminen und aktuellen Ereignissen, die erst kürzlich geschehen sind
- Schlechtes Erinnern von Namen und Gesichtern
- Geringe Entscheidungsbereitschaft
- Eingeschränkte Urteilsfähigkeit
- Schwierigkeiten beim Zurechtfinden in unbekannter Umgebung
- Schwierigkeiten beim Ausüben gewohnter Aktivitäten (Beruf, Haushalt etc.)
- Zeitliche und räumliche Desorientierung
- Verlust der Eigeninitiative
- (bei fortgeschrittener Demenz): Verwechslung von Vergangenem und Gegenwärtigem

Es dauert insgesamt bis zu zehn Jahren, bis im Übergang von Stadium drei zu vier ein Zustand erreicht ist, dass für die betroffene Person ein selbstständiges Überleben nicht mehr gewährleistet ist.

Die Aspekte der Beziehungen zwischen Betreuern und Betreuten sind von zentraler Bedeu- tung. In früheren Stadien der Demenz übernehmen normalerweise Verwandte (Ehemann oder -frau, Sohn oder Tochter, Schwiegersohn oder -tochter), Freunde, Bekannte die Betreuung der Demenzerkrankten. Wie bei jeder Beziehung hängt alles von den Betroffenen selbst ab, welche Beziehungen ein Individuum mit einer anderen Person haben will, welchen Charakter sie oder er hat, welche Ängste, Scham-, Wutgefühle usw. Ärzte, Pflegende, Patienten oder Angehörige werden mit ethischen Fragestellungen konfrontiert.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2.2.: Die Stadien der Demenz12

Die ethischen Aspekte für Demenzerkrankte sind oft nicht klar, was moralisch richtig oder falsch ist. Folgende ethischen Fragen ergeben sich, die meist von Betreuern gestellt werden:

- Inwieweit sind die Willensbekundungen zu akzeptieren?
- Soll man die Fähigkeiten zulassen, die vor der Demenz gemacht wurden?
- Wie kann der Wille der demenziell Erkrankten erfüllt werden?
- Welche Bedürfnisse haben Demenzerkrankte, welche Freiräume soll es geben?

Diese Fragen sind sehr schwer zu beantworten, weil man jeden demenziell Erkrankten gut kennen muss und alle Fragen für jeden Demenzerkrankten nur individuell zu beantworten sind. Oftmals nehmen sich Demenzerkrankte etwas vor, was sie aber nicht ausführen können. Eine Situation, in der der Betroffene nicht weiß, wie es weiter gehen soll, kann ein Gefahr für ihn bedeuten. Diese Frage erschwert es zusätzlich den Betreuern eine Entscheidung zu treffen. Aber es ist auch sehr wichtig, dass Demenzerkrankte nicht das Gefühl haben, ständig kontrolliert zu werden, was sie als Verletzung der Privatsphäre empfinden. Die Angehörigen können nicht als ideale Stellvertreter betrachtet werden, sie wissen nicht, wie man in bestimmten Situationen reagieren muss. Die Verwandten können ihre schmerzhaften Gefühle, die mit der Erkrankung verbunden sind, nicht leugnen. In den meisten Fällen haben die Menschen mit Demenz das Gefühl, kein Teil der Gesellschaft, Außenseiter und bemitleidete Demenzerkrankte zu sein. Das belastet diese Menschen mehr als die Erkrankung selbst, was zu Depressionen nach der Diagnose führen kann.

2.2 Konzepte

Die Welt zeigt großes Interesse an Systemen (Navigations-, Erinnerungs-, Kommunikations- systemen etc.) in verschiedenen Bereichen des Lebens, die es den Menschen erleichtern, ihre Aufgaben zu erledigen, ihre Unabhängigkeit zu stärken. Täglich steigen die Anzahl und die For- men der unterschiedlichen Systeme, die unser Leben erleichtern, das Selbstbewusstsein erhöhen und den Weg in die Selbstständigkeit eröffnen. Im Gesundheitsbereich steigt neben den Sys- temen, die z.B. in Krankenhäusern zur Diagnoseerstellung oder zur Behandlung zum Einsatz kommen, auch die Anzahl der Systeme, die für die Pflege und das Monitoring der Erkrankten eingesetzt werden oder die Erkrankten oder Ältere bei alltäglichen Aktivitäten unterstützen. Die neuen Technologien können auch für Demenzerkrankte hilfreich sein.

Die Bedeutung von Demenz wird klar, wenn man einen Blick auf die Anzahl der Demenzer- krankten und auf die Kosten wirft, die die Demenz mit sich bringt. In der Zukunft wird die Anzahl der Pflegebedürftigen mit Demenz noch steigen. Das bedeutet aber auch einen An- stieg der Kosten, die mit der Pflege (Pflegepersonal, Ärzte, Wohnheime usw.) der Erkrankten verbunden sind. Allein in Deutschland verursacht Demenz in diesem Bereich jährlich über 9 Mrd. Euro.13 Laut einer Studie, kostete die Behandlung von Demenz im Jahr 2010 weltweit über 604 Mrd.14 Aus sozialer und wirtschaftlicher Perspektive ist es sehr wichtig, dass de- mente Menschen auf lange Zeit ohne fremde Hilfe eigene Aufgaben selbst erledigen können. Dadurch können das formelle und informelle Pflegepersonal entlastet und die Lebensumstände der Erkrankten verbessert werden.

Es gibt eine Vielzahl von Verbänden und Unternehmen in der EU (European Alzheimer - Gesellschaften 2009), welche Unterstützung für Menschen mit Demenz und deren Betreuer anbieten. Meistens handelt es sich um informative Webseiten, die hilfreiche Informationen für Betreuer bereitstellen. Aber meistens sind die Informationen dieser Webseiten nicht auf Demenzerkrankte abgestimmt. Neue Technologien können jedoch die Defizite im Gedächtnis, in der Orientierung und Kommunikation ausgleichen. Verschiedene Studien haben gezeigt15, dass Menschen mit leichter bis mittlerer Demenz von diesen Technologien profitieren. Allerdings richten sich diese Tools meistens vor allem an Nutzer, die mit moderner Technologie bereits gut vertraut sind. Die meisten älteren Menschen, insbesondere Demente, sind von der Nutzung neuer Technologien aber weitgehend ausgeschlossen.

Doch trotz aller diesen neuen Initiativen wird weitere Unterstützung von Pflegepersonen benö- tigt. Damit wird das Ziel verfolgt, die Lebensqualität der dementen Menschen zu erhöhen und das Pflegepersonal zu entlasten. Aus diesem Grund muss auf Meinungsunterschiede zwischen Dementen und Betreuern geachtet werden. Die Einschätzungen der Pfleger und der Familie bezüglich der Bedürfnisse der dementen Menschen unterscheiden sich von der Meinung der Demenzerkrankten. Einige Studien haben gezeigt, dass die Meinung der Betreuer vom eigenen psychischen Zustand der Betreuer abhängt.16 Im Bericht von Dröes werden sieben Schlüs- selbereiche genannt,17 womit die Lebensqualität von Demenzerkrankten eingeschätzt werden kann:

- physische und psychische Gesundheit
- soziale Kontakte mit Familie und Freunden
- Nutzen für andere Menschen
- Ausführung der alltäglichen Aktivitäten
- Selbstwertgefühl
- Selbstbestimmung
- Freiheit

Es gibt schon eine Vielzahl von verschiedenen Technologien für demente Menschen. Diese Technologien haben die Aufgabe, den Demenzerkrankten an die alltäglichen Aktivitäten zu erinnern, dabei zu unterstützen, zu helfen, die sozialen Kontakte zu erhalten und gefährlichen Situationen vorzubeugen. Die Studien haben gezeigt, dass demente Menschen selbst auf die Informationen (bezüglich Behandlung, Pflege und Unterstützung und Vereinbarungen), Kommunikation, die sinnvollen Aktivitäten des Tages und die psychischen Störungen hinweisen.18 Die verschiedenen technischen Lösungen können, als Ergebnis des Forschungsprojekts COGKNOW19 in vier Bereiche unterteilt werden:20

- Gedächtnisunterstützung
- Technologien zur Unterstützung alltäglicher Aktivitäten
- Unterstützung bei sozialen Kontakten (Kommunikation und Interaktion)
- Sicherheitsunterstützung und Überwachung

Es ist wichtig zu verstehen, dass es keine alleinige Lösung für demente Menschen gibt, die alle Bereiche laut COGKNOW abdeckt.

Im Bereich der Gedächtnisunterstützung wurden im EU-Projekt Technology, Ethics and Dementia (TED) unter dem EU-Programm Biomedicine and Health einige Geräte zur kognitiven Verstärkung und zur Erinnerungsleistung entwickelt. Als Beispiel kann das Forget-Me-Not- Gerät gelten, ein elektronischer Kalender, der die Menschen unterstützt, die unter Erinnerungsproblemen leiden. Forscher haben herausgefunden, dass dieses Gerät von Menschen benutzt werden kann, die wegen zeitlicher Orientierungsprobleme eingeschränkt sind.

Als Beispiel für die Technologien zur Unterstützung von alltäglichen Aktivitäten kann ENABLE (Enabling Technologies for People with Dementia) dienen, die die Wirkungsweise des Hilfsgeräts zur Unterstützung der Erinnerung, Freude und des Komforts, die Erleichterung der Kommunikation für demente Menschen in Bezug auf Lebensqualität und die Belastung des Pflegepersonals untersuchen.

Wenn die Bedürfnisse analysiert werden, die in einigen Studien untersucht wurden, wird die Wichtigkeit verschiedener Bereiche des Lebens klar. Dies beinhaltet nicht nur das Gefühl der Selbstständigkeit, die Unterstützung bei zeitlicher und örtlicher Desorientierung und bei Ge- dächtnisproblemen, sondern auch die Kommunikation. In diesem Bereich wurde ein Mobil- telefon mit einem Anrufknopf für ältere Menschen mit kognitiven Behinderungen entwickelt, so dass schnell Kontakt mit Familie oder Pfleger aufgenommen werden kann (MOBILE Tele- Coach, MORE-phone21 ). Einige Studien belegen positive soziale Erfahrungen und eine positive Auswirkung auf das Selbstbewusstsein mancher Demenzerkrankten in Bezug auf das Mobil- telefon mit Anrufknopf. Einige Benutzer waren nicht zufrieden mit dem Design des speziellen Mobiltelefons.22 Durch Kommunikationserleichterungen kann nicht nur die Stärkung der Iden- tität und des Gedächtnisses der Demenzerkrankten erreicht werden, sondern die Betroffenen können auch dazu motiviert werden, eigene Meinungen, Gedanken, Wünsche und Ängste aus- zudrücken, womit das das Gefühl verstärkt wird, ein Teil der Gesellschaft zu sein.

Der vierte Bereich ist die Sicherheitsunterstützung und Überwachung. Dieser Bereich beschäf- tigt sich mit den Geräten, die es verhindern sollen, dass die Demenzerkrankten in gefährliche Situationen geraten. Die Anzahl von wissenschaftlichen Studien zur Untersuchung der Ergeb- nisse dieser Geräte für Demenzerkrankte ist jedoch gering. Miskelly hat den Einsatz eines elektronischen Kennzeichnungssystems für Demenzerkrankte in Wohnheimen untersucht. Das Ergebnis dieser Untersuchung bestand darin, dass so ein System sicher ist und erfolgreich zum Einsatz kommen kann, wenn ein Entfernen der Patienten festgestellt werden soll. Das System kann auch von Wohnheimen verwendet werden, in der nicht nur Demenzerkrankte leben.23

Einer der Schwerpunkte für die Entwicklung von Systemen zur Unterstützung bei alltäglichen Aktivitäten liegt auf den Systemen, die das Leben der älteren demenziellen Menschen innerhalb ihres Hauses erleichtern. Als ein Beispiel dafür kann das System für die Überwachung der medikamentösen Behandlung der Demenzpatienten dienen, das in der Arbeit von Fook und Tee24 beschrieben wurde. Es ist entscheidend für Ärzte zu wissen, ob die Demenzpatienten ihre Medikamente täglich nehmen, um die richtige Dosierung verschreiben zu können und die richtige Beratung zur Pflege geben zu können. Diese Informationen werden normalerweise von Pflegern oder sogar von den Erkrankten selbst gesammelt. Als Folge einer falschen Information kann eine falsche Behandlung verschrieben werden. Das kann katastrophale Folgen haben. Das neu entwickelte System basiert auf den drahtlosen, multimodalen Sensor, den Aktor und das Mobiltelefon und erinnert die Patienten an die Medikamenteneinnahme und hält Informationen für Ärzte und Pflegepersonal vom Mobiltelefon jederzeit aufrufbar bereit. Neben einer guten Erkennungsrate und der Minimierung von Fehlalarmen soll das System das Leben der Patienten nicht verändern und nicht aufdringlich sein. Die Probleme der Überwachung bei der Design, Implementierung und Bereitstellung des Systems werden auch thematisiert. Außerdem wird auf das Verhalten des Patienten und die Bereitstellung der Sprach-, Bild- und Textaufforderungen und -erinnerungen eingegangen, um den Patienten bei der medikamentösen Behandlung zu unterstützen. Andere ähnliche Systeme, die Demenzerkrankte bei der Behandlung zu Hause unterstützen, sind von Wherton und Monk25 und Biswas und Mokhtari26 beschrieben worden. Diese Indoor-Systeme sind auf die Überwachung der Aktivitäten der Demenzerkrankten oder auch der nicht demenziell erkrankten älteren Menschen ausgerichtet und informieren im Notfall den Betreuer.

Die neuen Technologien wie GPS ermöglichen das Tracking und die Unterstützung in verschie- denen Situationen. Die Verwendung eines solchen Tracking-Geräts können zur Verbesserung der Sicherheit von älteren oder dementen Menschen beitragen, da diese wegen ihrer man gelnden Orientierung schnell verlorengehen können, was ein hohes Risiko für die Betroffenen bedeutet. Pflegende Angehörige sind sehr besorgt und wollen, dass alles getan wird, um die Betroffenen zu schützen. Auch Chip-Implantate werden dazu verwendet. Dabei ist die Ent- scheidung über den Einsatz dieser Systeme eine komplexe ethische Frage,27 bei der Sicherheit gegen Autonomie und Privatsphäre abgewogen werden muss. Aus diesem Grund werden neben Indoor-Systemen auch Outdoor-Systeme für Demenzerkrankte und ältere Menschen entwickelt.

Die Weglauftendenz, die sehr oft bei demenziell erkrankten Personen vorkommt, ist ein wichtiger Grund für den Einsatz eines solchen Systems für die Über- wachung und Ortung der Demenzerkrankten in fort- geschrittenen Stadien. Das Alzheimer-Monitoring ist ein Forschungsprojekt, das von der Universität Sie- gen und dem Unternehmen ITSS solutions+ systems GmbH durchgeführt wurde. Das Ziel dieser Studie ist es zu erforschen, ob ein Ortungssystem für Demen- zerkrankte zum Einsatz kommen kann. Die Demen- zerkrankten tragen dann ein GPS-Gerät bei sich, das per Mobilfunk die Position der Erkrankten an einen Server sendet. Diese Daten sind jederzeit via Internet von Pflegern abrufbar. Solche Systeme kommen schon Abbildung 2.1.: GPS-Armbanduhr28 heute in den Altenheimen und Krankenhäusern, wo die demenziell erkrankten Personen betreut werden, zum Einsatz. Ein Problem in der Benutzung dieses Systems besteht darin, dass die Demenzerkrankten sich oftmals weigern, die GPS-Geräte bei sich zu tragen (oder vergessen es mitzunehmen). Als sinnvolle Lösung werden GPS-Geräte in Form von Armbanduhren oder Schuhen vorgeschlagen. So ein Einsatz ist wiederum eine ethische Frage, da er die Privatsphäre der Betroffenen verletzen kann. Die Studie von Dale zeigt, dass diese Lösung erfolgreich zur Ortung der Demenzerkrankten zum Einsatz kommen kann, wenn sie nicht auffindbar sind.29

Eine weitere Studie wurde an der Universität Potsdam von Fudickar und Schnor für die Ortung der Demenzpatienten durchgeführt.30 Das entwickelte System ermöglicht neben der Über- wachung die Kommunikation zwischen Patienten und Betreuern, die Terminerinnerung und verwaltung. Für die Bedienung des Tools wird eine sprachbasierte Benutzerschnittstelle vor- geschlagen. Die Studie hat gezeigt, dass die Demenzerkrankten kaum Mobiltelefone benutzen (s. Abbildung 2.2). Sieben Demente und zehn Betreuer wurden befragt.31 Meistens kommen GPS-Tracking-Systeme im fortgeschrittenen Stadium der Demenz zum Einsatz, können aber auch bei beginnender Demenz benutzt werden. In früheren Stadien der Demenz können die Betroffenen selbst noch einige Aufgaben erledigen. Dafür brauchen diese Menschen die Syste- me, die sie dabei unterstützen. In früheren Stadien der Demenz können die Navigations- und Erinnerungssysteme eingesetzt werden, die bei der fortgeschrittenen Demenz sinnlos wären. Nachfolgend wird das Forschungsfeld für die Demenzerkrankten in früheren Stadien unter- sucht.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2.2.: Benutzung von Mobiltelefon und Computer bei Dementen und Betreuern32

Wie schon oben erwähnt wurde, beginnt die Demenz mit Gedächtnisproblemen und schrei- tet fort, bis der Demenzerkrankte die Sprache und Motorik verliert. Die Erinnerungssysteme (Reminder-Tools) können eine sinnvolle Lösung für demente Menschen in früheren Stadien sein. Durch die kognitive Unterstützung kann das Gefühl des Nutzers, unabhängig zu sein, gestärkt und die Lebensqualität kann verbessert werden. Die Erinnerungssysteme sind normalerweise zeit-, ereignisbasiert, standortbezogen oder hybrid- und kontextbezogen33, als Mischung der ersten drei Formen. Bei kontextbezogenen Reminder-Tools wird anhand von Regeln entschieden, ob das Ereignis ausgelöst werden soll. Die Regeln können von Pflegern mit Hilfe von speziellen Tools hinzugefügt oder modifiziert werden.

Bis vor kurzem basierten alle Strategien und Maßnahmen auf Einschätzung der Pfleger oder der Familie der Demenzerkrankten, nicht aber auf Vorstellung der Dementen und deren eigene Bedürfnisse. Es gibt nur sehr wenige Studien, in denen die Meinung über eigene Bedürfnisse der demenziell erkrankten Menschen beschrieben wird. Das ist auch damit verbunden, dass die Demenzerkrankten nur sehr ungern über Demenz und über Schwierigkeiten, die die Krankheit mit sich bringt, reden wollen; für viele Menschen ist Demenz ein Tabuthema. Es hängt aber auch damit zusammen, dass Demente oft nicht ernst genommen werden und auf ihre Meinung nur sehr wenig geachtet wird.

Einige Studien haben gezeigt, dass Navigationssysteme, die bei Älteren zum Einsatz kommen, nützlich sein können, wenn diese mit Bedacht entwickelt wurden.34

Für Menschen, die Schwierigkei ten bei der Wegfindung im Innen- oder Außenbereich haben, wer- den sowohl einfache Systeme (das Tool36 besteht aus zwei Teilen, die die Person eine links und andere rechts trägt, und durch Vibrieren jeweils auf einer Sei- te (links oder rechts) weiß die Person, wohin man muss), als auch komplexe Navigationssyste- me entwickelt. Die Studien für re- lativ komplexe, landmark-basierte

Navigationssysteme wurden von Abbildung 2.3.: Landmark-basierte Navigation35 Liu und Hile, von Kaminoyama und Matsuo, von Goodman und Brewster, von Hagethorn und Kröse und von Hile und Vedan- tham37 durchgeführt. Die Person trägt ein Mobiltelefon mit GPS und Internetzugang bei sich.

2.2 Konzepte

Abhängig davon, wo die Person sich befindet (GPS-Koordinaten), werden Bilder der naheliegenden Orientierungspunkte übers Internet auf Mobiltelefon geladen. Das heruntergeladene Bild wird mit Richtungspfeil und Text erweitert (zusätzlich werden für jeden Orientierungspunkt Audio-Mitteilungen heruntergeladen), die die Orientierung der Person erleichtern. Die Ergebnisse dieser Studien zeigen, dass landmark-basierte Navigationssysteme erfolgreich zum Einsatz kommen können. Ihre Erfolgsquote liegt höher als bei karten-basierten Navigationssystemen. Aber die Anweisungen bei landmark-basierten Navigationssystemen sollen sorgfältig formuliert werden.38 Goodman berichtet über einen größeren Erfolg der landmark-basierten Systeme bei älteren Menschen als bei jungen Menschen. Allerdings können die Bilder gleichartiger Orientierungspunkte die Menschen verwirren.

Die Wegfindung mit Unterstützung der Navigationssysteme kann Gefahr auch für Demenzerkrankte in früheren Stadien bedeuten. Mit dieser Frage haben sich Hagethorn und Kröse39 beschäftigt. Sie konnten während der Fußgängernavigation ein gefährliches Gehverhalten der Demenzerkrankten bei der Straßenüberquerung beobachten (die Betroffenen überquerten die Straße, ohne auf den Autoverkehr zu schauen). Hetting und De Boer40 hingegen habe keine Hinweis auf gefährliches Gehverhalten bei der Nutzung mobiler Navigation gefunden. Diese Studie wurde allerdings mit einer kleinen Gruppe von Demenzerkrankten durchgeführt, weswegen gefährliches Gehverhalten nicht auszuschließen ist.

In der Arbeit von Hagethorn wurden Patienten und Betreuer über ihre Meinung hinsichtlich der Funktionen befragt, die die Fußgängernavigation für Demenzerkrankte unbedingt haben sollten:

- Aufgrund abnehmender Wahrnehmungsfähigkeit der Demenzerkrankten soll das Naviga- tionstool nur ein paar Knöpfe haben
- Wegen sich verschlechternder Motorik sollen die Knöpfe groß sein.
- Das Navigationstool soll möglichst einfach zu bedienen sein, sodass der Patient selbst navigieren kann.
- Es wäre wünschenswert, wenn das Navigationstool ein „freies Spazieren“ unterstützt. Unter „freiem Spazieren“ ist die Möglichkeit gemeint, von der Route abzuweichen, aber danach wieder zum Startpunkt navigiert werden zu können, falls er/sie sich zu weit entfernt hat.
- Das Tool soll einen Anruf-Knopf beinhalten, der die Kommunikation mit dem Betreuer ermöglicht, falls Hilfe benötigt wird.
- Das Tool soll eine Tracking-Funktion haben, damit die Betreuer die Patienten orten können.

Die Bedeutung des Tooldesigns für Demente wurde von Marquardt untersucht.41 Die Ergebnisse dieser Arbeit waren die aus betrachteten Studien herausgefunden Hypothesen für Design, die räumliche Orientierung und Wegfindung von Menschen mit Demenz zu unterstützen. Für die Entwicklung des demenz-freundlichen, unterstützenden Tools sollte man sich laut Marquardt an den folgenden zentralen Aspekten orientieren:

- Das Tool soll benutzbar sein, ohne dass der Nutzer neue, komplizierte Erkenntnisse erwerben muss. Die Lernfähigkeiten dementer Menschen sind begrenzt. Also sollte es die Bedienung des Tools nicht erforderlich machen, etwas zu lesen und zu interpretieren.
- Das Tool soll einen visuellen Zugriff ermöglichen und einen Überblick beinhalten. Die Dementen können nicht die räumliche Situation repräsentieren.
- Die Entscheidungsfindung soll auf ein Minimum reduziert werden. Die richtige Entschei- dung zu treffen, fällt Demenzerkrankten schwer und bedeutet zusätzlichen Stress.
- Die architektonische Lesbarkeit soll erhöht werden. Die Größen und Formen sollen reali- tätsnah sein. Dadurch können die demenziell erkrankten Menschen sich besser an Infor- mationen erinnern.

Obwohl alle vier Bereiche verschiedene Bedürfnisse für ein unabhängiges Leben der Demenzerkrankten abdecken, sind sie fast immer mit der Erinnerungsfunktion verbunden. Daher sind unterstützende Tools meist mit Erinnerungsfunktionen ausgestattet. Als Beispiel für reine Erinnerungssysteme können die Systeme dienen, die von Du und Zhang42 und von Carmichael und Rice43 beschrieben wurden.

Fast alle Tools für Demenzerkrankte, seien es Erinnerungs- oder Navigationssysteme, bein- halten Meldungssysteme. Die Meldungen in Tools sind normalerweise akustisch. Winkler und Cowan44 haben daher ein Studie zur Spracherkennung von Menschen angestellt. Die Ergeb- nisse dieser Studie deuten darauf hin, dass akustische Informationen besser von Menschen aufgenommen, schneller verarbeitet und für eine relativ lange Zeit im Gedächtnis gespeichert werden können. Wenn eine akustische Meldung nochmals wahrgenommen wird, neigen Menschen automatisch dazu, auf die Meldung zu reagieren.

Wie man sehen kann, ist das Spektrum der unterstützenden Tools sehr breit. Für Demenzer- krankte werden verschiedene Tools bereitgestellt, die sie beim täglichen Leben unterstützen, inklusive Navigations- und Gedächtnishilfen. Mehrere Studien informieren über den Erfolg bei landmark-basierten Navigationssystemen, über die Wichtigkeit der Gedächtnisunterstützung und der Unterstützung durch die Kommunikation mit dem Betreuer. In meiner Arbeit werde ich versuchen, alle diese Funktionen in einem Navigationstool für Fußgänger zu verbinden und mit der Evaluation nach der Implementierung die Zweckmäßigkeit dieses Tools zu untersuchen. Außerdem werden dabei die Vor- und Nachteile des Einsatzes von AR für Fußgängernavigations- systeme bei Demenzerkrankten erforscht. Der Vorstudie und deren Ergebnissen ist das nächste Kapitel gewidmet. Dabei werden die aus Interviews mit Demenzerkrankten und Betreuern und die aus den Veranstaltungen zum Thema Demenz gewonnenen Erkenntnisse vorgestellt

3. Vorstudie

In der Vorstudie wird notwendiges Wissen für die eigentliche Untersuchung bereitgestellt. Die- ses Wissen wird aus Interviews, Beobachtungsprotokollen mit bzw. von Dementen und deren Verwandten oder Betreuern gewonnen. Für eine valide Vorstudie sind gute Kenntnisse des Untersuchungsfelds erforderlich. Von der Vorstudie hängt die Qualität der Ergebnisse ab. Das Vorwissen in Hypothesen wird in der Vorstudie bestätigt oder widerlegt, indem das Vorwissen mit den Hypothesen aus der Vorstudie verglichen wird. Neue Hypothesen aus Interviews und Beobachtungen werden aufgestellt, da das zu untersuchende Gebiet noch relativ unerforscht und wenig Literatur darüber zu finden ist. Sie sollen dazu beitragen, die Bedürfnisse der poten- ziellen Nutzer möglichst gut abzudecken. Hypothesen sollen sowohl für benutzungstechnische Fragen als auch für krankheits- und altersspezifische Faktoren formuliert werden. Im nächs- ten Unterkapitel werden die Methoden der Informationsgewinnung und die Inhaltsanalyse der Interviews beschrieben. Abschließend werden die Ergebnisse der Vorstudie zusammengefasst.

3.1. Methodik

Die Zielgruppe der zu interviewenden Personen besteht aus Menschen mit schwachem KZG (hauptsächlich Demenzerkrankte, die zumindest psychisch in der Lage sind, die Fragen zu beantworten) und deren Verwandten und/oder Betreuern. In einigen Arbeiten weisen Wis- senschaftler darauf hin, dass in vielen Studien über Demente und nicht mit den Dementen selbst gesprochen wird. Ohne aber die Eindrücke der Betroffenen selbst zu berücksichtigen, sind Probleme, die mit der Krankheit verbunden sind, nicht vollständig zu verstehen. Um diese Lücke zu schließen und die Nutzer des zu entwickelnden Systems in den Entwicklungsprozess einzubeziehen, werden vor der Entwicklung Interviews mit dementen Menschen durchgeführt. Wegen des physischen und psychischen Zustands der Dementen darf allerdings die Meinung der Betreuer nicht außer Acht gelassen werden. Deshalb werden auch die Betreuer der interview- ten Demenzerkrankten befragt.

[...]


1 Vgl. Weissenberger, M. (2009) S. 10.

2 Vgl. Gatterer, G. (2005) S. 18.

3 Vgl. [Web/AZK].

4 Im halbstrukturierten Interview ist die erfragten Information vor Interview festgestellt. Der Ablauf, die Reihenfolge und die Formulierung der Fragen sind hingegen offen.

5 Vgl. Glaser, B. (1977), S. 12.

1 Vgl. [Web/WKO].

2 Vgl. [Web/DW].

3 Vgl. [Web/AFI].

4 Vgl. Höwler, E. (2004) S. 2.

5 Vgl. Weissenberger, M. (2009) S. 10.

6 Vgl. Gatterer, G. (2005) S. 11.

7 Vgl. Gatterer, G. (2005) S. 10.

8 Vgl. Gatterer, G. (2005) S. 17.

9 Vgl. Armstrong, N. (2009).

10 Vgl. [Web/Focus.de B].

11 Vgl. Gatterer, G. (2005) S. 10.

12 Vgl. Gatterer, G. (2005) S. 18.

13 Vgl. [Web/DEStatis.de].

14 Vgl. [Web/AZK].

15 Vgl. Vgl. Liu, R. (2009); Kaminoyama, H. (2007); Goodman, J. (2004) (C), (2005) (D); Hagethorn, F. N. (2008); Hile, H. (2008); Veldkamp, D. (2008); etc.

16 Vgl. Hancock, G. A. (2003).

17 Vgl. Dröes, R. M. (2006).

18 Vgl. Mailand, F. J. M. (2007).

19 COGKNOW ist ein europäisches Forschungsprojekt, das seit 2006 die Möglichkeiten untersucht, die Demen- zerkrankten in früheren Stadien in ihrem sozialen Leben zu unterstützen.

20 Vgl. Mailand, F. J. M. (2007).

21 Mobiltelefone, die speziell für die Kommunikation von Dementen entwickelt wurden.

22 Vgl. Mulvenna, M. (2010).

23 Vgl. Miskelly, F. (2004).

24 Vgl. Fook, V. F. S. (2007).

25 Vgl. Wherton, J. P. (2008).

26 Vgl. Biswas, J. (2010).

27 Mehr darüber, wer die Entscheidung über den Einsatz treffen muss, ist in der Arbeit von Landaua, R. (2010) zu finden.

28 Vgl. Lou, R. C. (2010).

29 Vgl. Dale, Ø. (2008).

30 Vgl. Fudickar, S. (2009).

31 Vgl. Fudickar, S. (2011).

32 Eigene Abbildung (anhand von Daten aus: vgl. Fudickar, S. (2011)).

33 Vgl. Du, K. (2008).

34 Vgl. Goodman, J. (2004) (A).

35 Vgl. Hile, H. (2008).

36 Vgl. Grierson, L. E. M. (2011).

37 Vgl. Liu, R. (2009); Kaminoyama, H. (2007); Goodman, J. (2004) (C), (2005) (D); Hagethorn, F. N. (2008); Hile, H. (2008).

38 Vgl. Veldkamp, D. (2008); Hagethorn, F. N. (2008).

39 Vgl. Hagethorn, F. N. (2008).

40 Vgl. Hetting, M. (2009).

41 Vgl. Marquardt, G. (2011).

42 Vgl. Du, K. (2008).

43 Vgl. Carmichael, A. (2008).

44 Vgl. Winkler, I. (2005).

Details

Seiten
115
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656192480
ISBN (Paperback)
9783656193494
DOI
10.3239/9783656192480
Dateigröße
1.7 MB
Sprache
Deutsch
Institution / Hochschule
Universität Siegen
Erscheinungsdatum
2012 (Mai)
Note
1.3
Schlagworte
walknavi augmented-reality-navigations- erinnerungssystem menschen demenz
Zurück

Titel: WalkNavi – Ein System zur Navigationsunterstützung für Menschen mit leichter Demenz