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Wertketten-Analyse nach Porter am Beispiel der Bank für Kirche und Diakonie eG - KD-Bank

Hausarbeit 2011 25 Seiten

BWL - Controlling

Leseprobe

Gliederung

1. Einleitung

2. Die Bank für Kirche und Diakonie eG –KD-Bank
2.1 Geschichte
2.2 Christliche Werte in der Bank für Kirche und Diakonie

3. Strategieinstrument die Wertketten-Analyse
3.1 Wertketten-Analyse nach Porter
3.2 Wertketten-Analyse am Beispiel der Bank für Kirche und Diakonie eG –KD-Bank
3.2.1Allgemeines
3.2.2 Primäre Aktivitäten
3.2.2.1 Produktentwicklung
3.2.2.2 Marketing
3.2.2.3 Vertrieb
3.2.2.4 Kundenmanagement
3.2.3 sekundäre Aktivitäten
3.2.3.1 Personalmanagement
3.2.3.2 Controlling
3.2.3.3 Unternehmensinfrastruktur

4. Fazit

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1 Organigramm der Bank für Kirche und Diakonie Stand Juli 2011

Abb. 2 Modell einer Wertkette nach Porter (modifiziert)

Abb. 3 Vereinfachtes Modell einer Wertkette am Beispiel der Bank für Kirche und Diakonie eG.

1. Einleitung

Wir Deutschen leben in einer der stärksten Volkswirtschaft weltweit mit einem Sozialsystem, Arbeitsschutzgesetzen und einer geringen Arbeitslosenquote. Eigentlich sollte es Arbeitnehmern doch gut gehen? Aber leider gibt es genug Unternehmen, speziell im Banken- und Versicherungssektor, die den wichtigen Faktor Arbeit überschätzen und „krankhafte Strukturen“[1] in ihrem Betrieb beibehalten. Verdi Vorstands- und gleichzeitig Commerzbank Aufsichtsratsmitglied Uwe Foullong berichtet [2] von „einem Vertriebsdruck auf die Beschäftigten“, „unrealistischen Umsätzen bei Kundenberatern“ und von Lohneinbußen bei nicht Erreichung der Ziele. Die Folgen sind chronische Erschöpfung durch zu hohen Leistungsdruck und Missachtung der Kundenbedürfnisse zu Gunsten des eigenen Ertrages. Um diesen Kreislauf zu stoppen, müssten die Banken umdenken. Ein Ansatz wäre die Einbeziehung christlicher Werte[3] wie: Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit, persönliche Freiheit usw., in die Unternehmensstrategie. Dann würde nicht mehr der Maximalgewinn im Vordergrund stehen, sondern vielmehr der Mensch und seine Bedürfnisse. Für einen unter Provisionsdruck arbeitenden Angestellten ist es eine Verknüpfung zweier Gegensätze. Für mich stellt sich jedoch die Frage: Passen christliche Werte zum Ertragsanspruch einer Bank? Im Folgenden werde ich die Fragestellung am Bespiel der Bank für Kirche und Diakonie beantworten. Im ersten Schritt stelle ich dazu die kirchliche Bank und die christlichen Werte näher vor. Anschließend werde ich die Wertschöpfungskette nach Porter erklären und sein Modell auf die Bank für Kirche und Diakonie anwenden, mit besonderem Fokus auf die christlichen Werte innerhalb der Unternehmensstrategie. Abschließend folgt die Beantwortung der Fragestellung im Fazit.

2. Die Bank für Kirche und Diakonie eG –KD-Bank

2.1 Geschichte

Die Bank für Kirche und Diakonie, mit Hauptsitz in Dortmund, ist das Resultat aus der Verschmelzung dreier erfolgreicher kirchlicher Genossenschaftsbanken:

- der Landeskirchlichen Kredit-Genossenschaft Sachsen eG mit Sitz in Dresden,
- der Bank für Kirche und Diakonie eG mit Sitz Duisburg
- und der Ev. Darlehns-Genossenschaft eG mit Sitz in Münster.

Das Ergebnis der Fusion ist eine starke Position auf dem Kirchenbankmarkt bedingt durch etwa die entstanden Synergieeffekte und der auf ganz Deutschland verbreiteten Standorte.[4]

Bis heute versteht sich die Bank als Kirchenbank, da Satzungsgemäß die „wirtschaftliche Förderung und Betreuung der Mitglieder, insbesondere aus Kirche und Diakonie und ihrer Einrichtungen“[5] im Vordergrund steht. Aber auch Nichtmitglieder, welche das christliche Selbstverständnis der Bank teilen, sind in dem Geschäftsbetrieb verankert.[6] Weiterhin ist in der Satzung die Führungsebene der Genossenschaft festgelegt. Diese besteht aus folgenden Organen:

- dem Vorstand: mit Leitungs- und Vertretungsfunktion,
- dem Aufsichtsrat: mit Überwachungsfunktion und
- dem Beirat: mit Vertretungsfunktion der Mitgliedsrechte.[7]

An dem Vorstand sind alle Abteilungen der Bank angedockt, wie in der Abbildung 1 erkennbar ist. Somit umfasst die Zuständigkeit der vier Vorstandsmitglieder die jeweiligen Teilbereiche. Diese stehen für eine enge Zusammenarbeit mit den Abteilungsleitern bzw. Regionaldirektoren, welche mit einem hohen Maß an Eigenständigkeit für die Betreuung der Kunden in den regionalen Teilmärkten verantwortlich sind.

Heute stehen 193 Mitarbeiter der Bank für Kirche und Diakonie für die Betreuung 7.000 kirchlicher und diakonischer Einrichtungen sowie 31.000 Privatkunden zur Verfügung.[8]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 : Organigramm der Bank für Kirche und Diakonie Stand Juli 2011[9]

2.2 Christliche Werte in der Bank für Kirche und Diakonie

Die Bank für Kirche und Diakonie bezeichnet sich in ihrem Selbstverständnis als „ eine Genossenschaftsbank mit christlichen […] Werten[10].

Dabei definiert Horn[11] „Werte“ als „bewusste oder unbewusste Orientierungsstandards und Leitvorstellungen von denen sich Individuen und Gruppen bei Ihrer Handlungswahl leiten lassen“. Der Wertebegriff eines jeden Individuums ist geprägt durch subjektive, situative, soziale und kulturelle Erfahrungen.[12] Die christlichen Werte bezeichnen hierbei „den genaueren Sinn der allgemeinen Werte“[13] durch die Geschichten in der Bibel und etwa den 10 Geboten. Sie vertiefen also das Verständnis für Gerechtigkeit durch diverse beispielhafte Geschichten aus der Bibel oder Psalm Texten wie „Der Herr kennt den Weg des Gerechten, der Weg des Frevlers führt in den Abgrund“[14].“[15]

Die Wertevorstellung der Bank für Kirche ist geprägt von den Wertevorstellungen des christlichen Glaubens. Dabei steht das verantwortliche, nachhaltige und solidarische Handeln unter Berücksichtigung der menschlichen Bedürfnisse sowie Ehrlichkeit im Mittelpunkt. Es gilt die Anliegen des Kunden genauso zu erfüllen wie die der kommenden Generationen und Machtlosen innerhalb des Systems. Christliche Werte stehen aber auch für Gerechtigkeit im Sinne eines fairen Umgangs gegenüber dem Arbeitnehmer sowie Kunden aber auch für das wirtschaftliche Prinzip der Opportunitätskosten, dass Leistungen angemessen vergütet werden.[16]

[...]


[1] Http://www.focus.de.

[2] Http://www.tagesspiegel.de.

[3] Kraut (2011).

[4] Vgl. http://www.kd-bank.de/Geschichte.

[5] Vgl. Bank für Kirche und Diakonie (2011a) S. 5.

[6] Vgl. Bank für Kirche und Diakonie (2011a) S. 6.

[7] Vgl. Bank für Kirche und Diakonie (2011a) S. 11.

[8] Vgl. Unbekannt (2011) epd evangelischer Pressedienst.

[9] Vgl. Bank für Diakonie und Kirche eG. (2010b) S.4.

[10] Http://www.kd-bank.de/wir_fuer_sie/ueber_kd_bank.html.

[11] Horn (2002) S. 290f.

[12] Heller (2007) S. 85.

[13] Heller (2007) S. 60.

[14] Http://www.bibleforyou.net/Psalms/Book/Chapter_1_5_de.html.

[15] Geschichte aus Bibel in der Gerechtigkeit drin vor kommt

[16] Kraut (2011)

Details

Seiten
25
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656197478
ISBN (Buch)
9783656198055
Dateigröße
747 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v193953
Institution / Hochschule
BSP Business School Berlin (ehem. Potsdam)
Note
1,3
Schlagworte
Wertkettenanalyse Porter Bank

Autor

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