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Strategien zur Förderung der gezielten Aufmerksamkeit von Kindern mit Autismus-Spektrum-Störung

Hausarbeit 2012 17 Seiten

Psychologie - Entwicklungspsychologie

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Aktueller Forschungsstand

3. Begriffsdefinition und Beeinträchtigungsstriade

4. Epidemiologie

5. Ätiologie

6. Therapie
6.1 Pharmakotherapie
6.2 Verhaltenstherapie
6.3 Fallbeispiel - Förderung der gezielten Aufmerksamkeit von autistischen Kindern
6.3.1 Methode und Ergebnisse
6.3.2 Fazit der Studie

7. Einordnung der Ergebnisse in den aktuellen Forschungsstand

8. Fazit

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

„[…] Der fünfjährige Michael verbrachte die meiste Zeit mit dem Schlenkern von Gegenständen und dem Öffnen und Schließen von Türen. Wenn man ihn unterbrach, schrie er ausdauernd und war untröstlich […]“ (Bernard-Opitz 2005: 17). Schon in der Mitte des 20. Jahrhunderts widmeten sich der Kinderarzt Hans Asperger und der Kinderpsychologe Leo Kanner den Verhaltensweisen ihrer autistischen Patienten, die sich raus aus der Realität, rein in eine Phantasiewelt zurückziehen und begleitend dazu, wie der fünfjährige Michael, stereotype Verhaltensweisen zeigen. Heute weiß man, dass sie dies nicht aktiv tun. Vielmehr zeigen Autisten von Geburt an ein Defizit darin, Aufmerksamkeit gegenüber ihrer Umwelt zu zeigen sowie soziale Kontakte zu knüpfen (vgl. Remschmidt 2008: 600f.). Nachdem Kanner 1943 in einem Aufsatz die Auffälligkeiten autistischer Kinder beschrieb, gab es nachfolgend eine Reihe von Forschern, die unterschiedliche Theorien zu den Ursachen und Therapiemöglichkeiten von Autismus entwickelten, welche heute teilweise überholt sind (vgl. Dodd 2011: 1). Gestützt auf eine Studie von Nancy Bagatell aus dem Jahr 2010, widmet sich die vorliegende Arbeit den Strategien zur Förderung der gezielten Aufmerksamkeit von Kindern mit ASS[1]. Zunächst werden eine Begriffsdefinition und die Darstellung der Beeinträchtigungstriade klären, worum es sich diesbezüglich handelt. Daran schließt sich eine kurze Erklärung hinsichtlich der Häufigkeit sowie möglicher Ursachen der Erkrankungen an. Darauf aufbauend, werden die Ergebnisse der Studie bezogen auf die Förderung der gezielten Aufmerksamkeit vorgestellt, um schließlich in den aktuellen Forschungsstand integriert zu werden. Bezüglich dessen wird gezielte Aufmerksamkeit als direkte Reaktion auf die Umwelt zusammengefasst (vgl. Schilling & Schwartz 2004: 427).

2. Aktueller Forschungsstand

Da die Forschung zu den Autismus-Spektrum-Störungen bis in die Mitte des letzten Jahrhunderts zurückreicht, gibt es eine Vielzahl von Autoren, die sich in ihren Werken mit möglichen Ursachen, Symptomen und Therapiemöglichkeiten befassen. Da die Datenlage bezüglich der Epidemiologie und der Ätiologie je nach Form des Autismus` jedoch unterschiedlich groß ist (vgl. Remschmidt 2008: 602ff), kann von einem Abschluss der Forschung keine Rede sein. So ergaben medizinische Untersuchungen beispielsweise Erkenntnisse darüber, dass bei Autisten die Funktion der Spiegelneuronen beeinträchtigt ist, wodurch sie Bewegungen anderer Personen nicht nachahmen können. Geklärt wurde allerdings bisher nicht, ob die Funktionsbeeinträchtigung bereits pränatal vorliegt (vgl. Schirmer 2006: 89). Dennoch dienen eine Vielzahl von Werken der Beantwortung der Frage, welche Strategien es ermöglichen, die gezielte Aufmerksamkeit von autistischen Kindern zu fördern.

Als Grundlage für diese Arbeit dienen zum einen wissenschaftliche Publikationen, wie „Autismus. Spektrum, Ursachen, Diagnostik, Intervention, Perspektiven“ von Sven Bölte sowie „Autismus. Was Betreuer und Eltern wissen müssen“ von Susan Dodd und der Artikel „Autismus“ von Helmut Remschmidt. Zum anderen sind es auch Autisten selbst, die sich dem Thema widmen. So beschreibt Dietmar Zöller in „Autismus und Lernen“ über Erfahrungen mit unterschiedlichen Förder- und Lernstrategien. Um jene Strategien zielgerichtet einzusetzen, muss allerdings zunächst geklärt werden, welche Symptomatik den autistischen Störungen zugrunde liegt.

3. Begriffsbedeutung und Beeinträchtigungstriade

Eine von vielen Autoren, die sich mit der Thematik Autismus beschäftigt, ist die Britin Susan Dodd. Um zunächst einen Einblick bezüglich der Charakteristik dieser tiefgreifenden Entwicklungsstörung zu geben, bedient sie sich in ihrem Werk „Understanding Autism“ der von der DSM-IV[2] 1994 vorgenommen Begriffserklärung autistischer Störungen. In der deutschen Übersetzung heißt es - „[…] Autismus lässt sich definieren als tiefgreifende Entwicklungsstörung, die durch die Beeinträchtigung von Kommunikation und sozialer Interaktion gekennzeichnet ist sowie durch eingeschränkte, repetitive und stereotype Verhaltensmuster, Interessen und Aktivitäten […]“ (Dodd 2011: 1). Die definierten Entwicklungsstörungen zeigen sich von Geburt an, sind nicht aufzuholen und gelten daher als tiefgreifend (vgl. Remschmidt 2008: 601).

Zu den tiefgreifenden Entwicklungsstörungen gehören die desintegrative Störung im Kindesalter, der frühkindliche Autismus, der atypische Autismus, das Asperger- sowie das Rett-Syndrom (vgl. ebd.: 601). Im Folgenden wird allgemein von ASS die Rede sein. Diese stellen ein Konzept des Übergangs zwischen den verschiedenen Formen des Autismus’ dar. Demnach prägt sich die Symptomatik bei den Patienten unterschiedlich aus und unterliegt zudem intraindividuellen Veränderungen (vgl. Bernard-Opitz 2005: 13).

Vornehmlich sind es drei Bereiche, in welchen die Fähigkeiten einer autistischen Person berührt sind. Die Störungen in der Möglichkeit zur Kommunikation als einer der Bereiche zeigen sich sowohl verbal als auch nonverbal. Weiterhin fällt es autistischen Personen generell schwer, soziale Beziehungen aufzubauen. Somit stellen die Beeinträchtigungen in der Interaktion mit Mitmenschen, Ereignissen und Objekten die zweite Komponente dar. Sodann schließen ein eingeschränktes Interesse an der Außenwelt und sich wiederholendes, repetitives Handlungsmuster den Kreis der sogenannten Beeinträchtigungstriade. Aus diesen Abweichungen ergibt sich, dass die Menschen mit autistischen Störungen sowohl ein starkes Bedürfnis nach Konstanz zeigen als auch ein Mangel an Phantasie und Abstraktionsvermögen zugesprochen werden kann (vgl. Dodd 2011: 2). Darüber hinaus sind bei Autisten affektive und Exekutive Funktionen beeinträchtigt. Im Gegensatz zu gesunden Menschen können sie die Empfindungen anderer Personen nicht deuten, was auf eine Störung in der Informationsverarbeitung schließen lässt (vgl. Remschmidt 2008: 610). Störungen der Exekutive Funktionen, welche vom Frontalhirn aus gesteuert werden (vgl. ebd.: 610f), „[…] führen zu Schwierigkeiten im Umschalten der Aufmerksamkeiten […], in der Hemmung unangebrachten Verhaltens, im rechtzeitigen Vorausplanen und auch in der Initiierung neuer Verhaltensweisen […]“ (ebd.: 610f).

Autisten fehlt es zudem an der Möglichkeit, die Welt aus der Perspektive ihrer Mitmenschen zu sehen, was als „Theory of Mind“ bezeichnet wird und zusammen mit den weiteren Symptomen hinsichtlich therapeutischer Maßnahmen Beachtung geschenkt werden muss.

4. Epidemiologie

Die Angaben über die Häufigkeit der Erkrankungen schwanken je nach der herangezogenen Definition für Autismus beziehungsweise von der Stichprobenziehung. Laut Remschmidt kann die Datenlage für den frühkindlichen Autismus als weitaus günstiger angesehen werden als die für das Asperger-Syndrom (vgl. Remschmidt 2008: 602). Dodd bedient sich für die Darstellung der Verbreitung des Autismus` der Zahlen von Gillberg und Wing aus dem Jahr 1999. Demzufolge wird bei 60 von 10 000 Menschen das Asperger-Syndrom diagnostiziert (vgl. Dodd 2011: 10). Laut der Zahlen von Gillberg und Ehlers 1993 liegt die Häufigkeit wiederum bei 35,7: 10 000 (vgl. Remschmidt 2008: 603). Beide Annahmen sind im Vergleich zu den Zahlen über die Häufigkeit des frühkindlichen Autismus` deutlich höher. Nach einer 1998 veröffentlichten Studie von Fombonne, leiden fünf von 10 000 Menschen am frühkindlichen Autismus (vgl. Remschmidt 2008: 602). Einigkeit herrscht darüber, dass mindestens 70 Prozent der Patienten mit frühkindlichem Autismus eine geistige Behinderung haben (vgl. Dodd 2011: 11; Remschmidt 1998: 602).

Seit den letzten Jahren ist eine Steigerung des öffentlichen Bewusstseins gegenüber den Autismus-Spektrum-Störungen zu verzeichnen. Demnach ist es weniger so, dass die Anzahl der Erkrankungen zunimmt, als dass die Aufmerksamkeit diesbezüglich steigt (vgl. Remschmidt 1998: 602f).

5. Ätiologie

Auch hinsichtlich der Krankheitsentstehung herrscht in der Forschung Uneinigkeit, sodass die Ursachen für den Autismus in den meisten Fällen unbekannt sind (vgl. Dodd 2011: 11; Remschmidt 2008: 607). Gemutmaßt wird, dass eine biologisch-neurologische Störung zu Grunde liegt, wodurch bestimmte Bereiche des Gehirns pränatal, während der Geburt oder postnatal beeinträchtigt werden (vgl. Dodd 2011: 11). Neben diesen Hirnschädigungen lassen die bisherigen Erkenntnisse auf das Zusammenspiel verschiedener Ursachen schließen. So wurde durch Familienstudien offensichtlich, dass das Risiko einer Erkrankung von Kindern mit autistischen Geschwistern 60 bis 100 Mal höher liegt als bei gesunden Geschwistern (vgl. Remschmidt 2008: 607; Noterdaeme 2011: 11). Neben diesen Hirnschädigungen und genetischen Faktoren gibt es Hinweise darauf, dass kognitive Störungen, biochemische Anomalien, körperliche Erkrankungen sowie Empathie- und Sprachentwicklungsstörungen die Krankheitsentstehung beeinflussen können (vgl. Remschmidt 2008: 607). Unabhängig von den Unklarheiten hinsichtlich der Häufigkeit und den Ursachen dieser tiefgreifenden Entwicklungsstörungen existiert ein breites Spektrum an therapeutischen Maßnahmen.

6. Therapie

Therapeutische Methoden bei ASS reichen bis in die sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts zurück. Während diese jedoch zunächst vorwiegend im klinischen Raum durchgeführt wurden (vgl. ebd.: 14; Wilker 1989: 36), wird heute eine Förderung im schulischen und heimischen Bereich intendiert (vgl. Bolte& Matthews & Poustka & Schmötzer 2008: 14; Dodd 2011: 21).

Mittlerweise finden sich in der Forschung ganz unterschiedliche Ansätze hinsichtlich möglicher therapeutischer Maßnahmen bei Autisten, wobei diese nicht kurativ wirken, sondern lediglich eine symptomatischen Einfluss haben (vgl. Amorosa 2010 b: 239). Laut Bernard-Opitz herrscht in der Literatur zudem Einigkeit dahingehend, als dass einer Therapie die Einsicht vorrausgehen muss, dass Verhaltensauffälligkeiten eine Funktion erfüllen. Erst dieses Verständnis ermöglicht den Abbau des Verhaltens (vgl. Bernard-Opitz: 47). Interventionen bei Autismus stellen immer aufwändige Prozesse dar. Mithilfe geeigneter Maßnahmen können aber durchaus erhebliche quantitative Verbesserungen in der Lebensqualität des psychosozialen Funktionsniveaus erreicht werden. (vgl. Bölte 2009: 225). Demnach ist es von großer Bedeutung, nicht nur die betroffenen Kinder selbst, sonder auch ihr gesamtes Umfeld, inklusive der Eltern, in die Maßnahmen einzubeziehen (vgl. Amorosa 2010 b: 241; Remschmidt 2008: 618). „[…] Erste Priorität hat in den meisten Fällen ein strukturierter Alltag für die Familie mit ausreichendem Schlaf für die Eltern […]“ (Amorosa 2010 b: 241). Da es eine Fülle dieser Interventionen gibt, soll im Folgenden nur auf einige der üblichen Vorgehensweisen eingegangen werden.

6.1 Pharmakotherapie

Neben sozialintegrativen Maßnahmen versprechen medikamentöse Behandlungen von serotoninergen, beziehungsweise dopaminergen Neurotransmissionen eine positive Wirkung auf das Zielverhalten der Person. Allerdings bringt die Pharmakotherapie erhebliche Nebenwirkungen mit sich, sodass der Fokus der Forschung auf der Förderung psychotherapeutischer und sozialintegrativer Maßnahmen liegt (vgl. Remschmidt 2008: 616ff). Wenn alternative Behandlungsmethoden allerdings nicht anschlagen, versprechen Medikamente vor allem die Einschränkung des selbst- und fremdaggressiven Verhaltens des Kindes (vgl. Dose 2010: 282). Ein Wirkstoff, der kommunikative und soziale Schwierigkeiten bedeutend vermindert, wurde bislang jedoch nicht identifiziert (vgl. Bölte 2009: 225).

6.2 Verhaltenstherapie

Wurde bei einem Kind ASS diagnostiziert, sollte so schnell wie möglich mit der Behandlung begonnen (vgl. Amorosa 2010 b: 242; Remschmidt 2008: 618) sowie mehrere Behandlungsmethoden verbunden werden (vgl. Remschmidt 2008: 618). Ein Beispiel für eine Verhaltenstherapie ist das sogenannte TEACCH.[3] Die Idee ist es, unter der Berücksichtigung des Entwicklungsstandes des Kindes und durch individuelles Lernen, Verhaltenstherapie mit gezielten und strukturierten pädagogischen Maßnahmen zu vereinen (vgl. ebd.: 620; Dodd 2011: 35). Die Umwelt der autistischen Kinder, welche die Welt aus einem anderen Blickwinkel wahrnehmen als gesunde Menschen, wird so strukturiert, dass sie konkrete Grenzen erkennen können. Zu vermittelnde Informationen werden somit auf den Entwicklungsstand des Kindes abgestimmt und geordnet auf visuelle Weise vermittelt. Das Ziel ist es, zum einen das Verständnis für die individuelle Ausprägung des Autismus‘ zu fördern. Zum anderen werden vielseitige Interventionsstrategien intendiert, wobei anstelle eines theoretischen Konstrukts stets die Person im Vordergrund steht. Der strukturierte Unterricht ist anderen Theorien dahingehend überlegen, als dass die klaren Zeitpläne und Arbeitssysteme sowie die visuellen Materialien Fertigkeiten unabhängig von Hilfestellungen und Hinweisreizen fördern (vgl. Dodd 2011: 35f).

Durch das operante Konditionieren mithilfe von Belohnungen oder infolge der Gewährleistung von Hilfestellungen, als sogenanntes Prompting bezeichnet, kann ungewolltes Verhalten ab- und gewolltes Verhalten aufgebaut werden (vgl. Remschmidt 2008: 619).

Da die Einschränkung der kommunikativen Kompetenzen den Alltag autistischer Patienten in einem hohen Maße beeinflusst, können soziale Fertigkeiten auch durch Übungen in Gruppen mit Gleichaltrigen oder durch sogenanntes Beobachtungslernen gefördert werden (vgl. Bolte et al. 2008: 40f.).

Wie sich die therapeutischen Maßnahmen im Rahmen der Studie „Engaged Moments: Mediated Action and Children With Autism in the Classroom Setting“ von Nancy Bagatell in den aktuellen Forschungsstand einbeziehen lassen, soll im Folgenden geklärt werden.

6.3 Fallbeispiel - Förderung der gezielten Aufmerksamkeit von autistischen Kindern

Auch Nancy Bagatell beschäftigt sich in ihrer Studie von 2010 mit der Beobachtung und der Beeinflussung des Verhaltens autistischer Kinder. „Engagement“ meint hier das Orientieren an den entsprechenden Aktivitäten im Klassenraum oder an den Lehrer, wobei entweder mit Materialien gearbeitet, auf den Redner reagiert oder dieser „gesucht“ wird (vgl. Schilling & Schwartz 2004: 427). Im Folgenden wird hinsichtlich dessen insgesamt von gezielter Aufmerksamkeit die Rede sein. Zum Ziel dieser Studie hat sich Bagatell die Erforschung jener Aufmerksamkeit bei autistischen Kindern im schulischen Kontext gemacht (vgl. Bagatell 2010.: 259). Ursprünglich stammen die gesammelten Daten aus einer zweiten Studie, in der die Wirksamkeit von therapeutischen Ballstühlen untersucht wurde. Bagatell wurde auf das Verhalten eines sechsjährigen, nicht sprechenden Autisten aufmerksam, der daraufhin ihr Untersuchungsobjekt wurde und das Pseudonym Ricardo erhält. Mehrere Filmsequenzen aus dem Filmmaterial der ursprünglichen Studie dienten als Grundlage für ihre Untersuchung (vgl. ebd.: 260).

6.3.1 Methode und Ergebnisse

Verfolgt wird ein mikroethnografischer Ansatz, was einer detailreichen Untersuchung eines Teilaspektes entspricht. Der Aufbereitung der primären Studie dienten Videoaufnahmen eines Stuhlkreises. Aus diesen suchte Bagatell Szenen aus, in denen das zu untersuchende Kind als gezielt aufmerksam beurteilt wurde. Nach der Sichtung der Segmente transkribierte Bagatell diese, wobei sowohl die wörtliche Aufnahme von Dialogen als auch die Beschreibungen der Umwelt, der Geschehnisse und dessen Interpretationen übertragen wurden. Die Datenanalyse begann mit dem Lesen der Transkription. Um ein tiefes Verständnis für das Phänomen der gezielten Aufmerksamkeit zu entwickeln, benutzte Bagatell verschiedene interpretative Strategien, einschließlich der narrativen Analyse der Wechselwirkungen (vgl. ebd.: 260). Nach dem Codieren der Transkriptionen wurden diese von zwei erfahrenen Therapeuten eingesehen, woran sich eine Diskussion über die Wirksamkeit des interpretativen Rahmens anknüpfte (vgl. ebd.: 260).

Bagatell beleuchtet die gesammelten Ergebnisse zum einen hinsichtlich der vermittelten Handlung und gezielten Aufmerksamkeit. Bezüglich dessen stellt sie zwei gewöhnliche, wenn auch kurze Szenen aus dem Stuhlkreis dar. Zum anderen werden Ergebnisse aus der Beobachtung der gezielten Aufmerksamkeit als beobachtbare Handlung erläutert. Sie verwendet für die beteiligten Personen stets Pseudonyme (vgl. ebd.: 260).

[...]


[1] Autismus-Spektrum-Störung

[2] Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders

[3] treatment and education of autistic and related communication-handicapped children

Details

Seiten
17
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656196884
ISBN (Buch)
9783656197553
Dateigröße
517 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v194487
Note
1,0
Schlagworte
strategien förderung aufmerksamkeit kindern autismus-spektrum-störung

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Titel: Strategien zur Förderung der gezielten Aufmerksamkeit von Kindern mit Autismus-Spektrum-Störung