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Analyse und Vergleich der drei Schichten der Altersvorsorge anhand von ausgewählten Fallbeispielen

Projektarbeit 2011 41 Seiten

BWL - Bank, Börse, Versicherung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Gang der Untersuchung

2. Theoretische Grundlagen
2.1 Drei Schichten der Altersvorsorge
2.2 Gesetzliche Rentenversicherung
2.3 Basisrente
2.3.1 Einzahlungsphase
2.3.2 Durchführungswege der Basisrente
2.3.3 Auszahlungsphase
2.3.4 Stärken- und Schwächenanalyse
2.4 Riester-Rente
2.4.1 Förderungsfähiger Personenkreis
2.4.2 Zulagen
2.4.3 Durchführungswegeder Riester-Rente
2.4.3.1 Riester Rentenversicherungen
2.4.3.2 Riester Banksparpläne
2.4.3.3RiesterFondssparplan
2.4.3.4 Wohnriester
2.4.4 Auszahlungsphase
2.4.5 Stärken- und Schwächenanalyse
2.5 Betriebliche Altersversorgung
2.5.1 Einzahlungsphase
2.5.2 Durchführungswege der Betriebsrenten
2.5.2.1 Direkt- oder Pensionszusage
2.5.2.2 Unterstützungskassen
2.5.2.3 Direktversicherung
2.5.2.4 Pensionskasse
2.5.2.5 Pensionsfonds
2.5.3 Auszahlungsphase
2.5.4 Stärken- und Schwächenanalyse
2.6 Private Altersvorsorge
2.6.1 Einzahlungsphase
2.6.2 Durchführungswege der private Altersvorsorge
2.6.2.1 Kapitallebensversicherung
2.6.2.2 Rentenversicherung
2.6.2.3 Fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherung
2.6.3 Auszahlungsphase
2.6.4 Stärken- und Schwächenanalyse

3. Ist Analyse anhand von Fallbeispielen
3.1 Auswahl von Kriterien
3.2 Darstellung der Vorgehensweise
3.3 Fallanalyse
3.3.1 Fallbeispiel
3.3.1.1 Rürup-Rente
3.3.1.2 Riester-Rente
3.3.1.3 Betriebliche Altersversorgung
3.3.1.4 Fondsgebundene Rentenversicherung
3.3.1.5 Fazit
3.3.2 Fallbeispiel
3.3.2.1 Rürup-Rente
3.3.2.2 Riester-Rente
3.3.2.3 Betriebliche Altersvorsorge
3.3.2.4 Fondsgebundene Rentenversicherung
3.3.3 Fallbeispiel
3.3.3.1 Rürup-Rente
3.3.3.2 Riester-Rente
3.3.3.3 Betriebliche Altersvorsorge
3.3.3.4 Fondsgebundene Rentenversicherung
3.3.3.5 Fazit
3.3.4 Fallbeispiel
3.3.4.1 Rürup-Rente
3.3.4.2 Betriebliche Altersvorsorge
3.3.4.3 Riester-Rente
3.3.4.4 Fondsgebundene Rentenversicherung
3.3.4.5 Fazit

4. Zusammenfassung

Beitragszahler der gesetzlichen Rentenversicherung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Anzahl der abgeschlossenen Riester-Verträge

Zu versteuernder Rentenanteil im Alter bei der Ertragsanteilbesteuerung

Die drei Schichten der Altersvorsorge

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Demografischer Wandel von 1910- 2060

Chartanalyse

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

Jeder träumt von einem Ruhestand ohne finanzielle Sorgen. Allerdings wird dieser Traum ohne private Vorsorge nicht in Erfüllung gehen. Die sinkenden Geburtenra­ten, die weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrisen und die älter werdende Bevölke­rung sind Grund für die härtesten Einschnitte seit Bestehen der Bundesrepublik. 1950 wurde die Rente eines Ruheständlers durch vier Beitragszahler finanziert. Heute finanzieren zwei Beitragszahler einen Rentner, 2050 könnten statistisch ge­sehen 1,25 Rentner auf einen Beitragszahler kommen. Steigende Beiträge der Ren­tenversicherung stehen sinkenden Renten gegenüber. Zudem wird das Rentenein­trittsalter ab 2012 von 65 auf 67 erhöht. Sofern man nicht bereit ist, drastische Kür­zungen im Rentenalter hinzunehmen, besteht dringend Handlungsbedarf. Welche Möglichkeiten es für die Absicherung dieser Rentenlücke gibt, wird in der vorliegen­den Arbeit veranschaulicht. [1]

1.2 Zielsetzung der Arbeit

Ziel der Arbeit ist es, die Komplexität der Altersvorsorge transparent und verständ­lich darzustellen. Das Augenmerk liegt hierbei sowohl auf der Einzahlungs- als auch auf der Rentenphase unter Berücksichtigung gesetzlicher Vorschriften. Außerdem gilt es, Vor- und Nachteile der einzelnen Altersvorsorgeebenen zu beleuchten, um somit eine Grundlage für die individuelle private Altersvorsorge darzustellen. Die repräsentativen Fallbeispiele sollen dabei unterstützend aufzeigen, wie signifikant wichtig die wohlüberlegte Auswahl des Altersvorsorgekonstruktes für die jeweilige Lebenssituation ist.

1.3 Gang der Untersuchung

Auf Grundlage des Alterseinkünftegesetzes findet eine Einteilung der Altersvorsorge in drei Schichten statt. Dabei wird sowohl die Einzahlungs- als auch die Auszah­lungsphase berücksichtigt. Besonderes Augenmerk gilt den gesetzlichen Vorschrif-
ten, den Anlageformen, den steuerlichen Aspekten sowohl der staatlichen Förde­rung und der Flexibilität. Anschließend findet die Definition der Beispielkunden statt, mit dessen Hilfe eine ökonomische Betrachtung der Vorsorgemöglichkeiten im Fallbeispiel vollzogen wird. Nach Bewertung und Interpretation der Ergebnisse wer­den entsprechende Handlungsvorschläge dargestellt. Die Arbeit schließt mit einem Fazit, welches zusammenfassend Vor- und Nachteile betrachtet.

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Drei Schichten der Altersvorsorge

Dem Sparer eröffnen sich vielfältige Möglichkeiten Kapital anzusparen, welches in der Rentenzeit zur Verfügung stehen soll. Die einzelnen Varianten werden nach dem Alterseinkünftegesetz in die drei Ebenen oder auch drei Schichten der Alters­vorsorge eingeteilt. Bestandteil der ersten Schicht ist die Basis-Rente, die auch als Rürup-Rente bezeichnet wird sowie die gesetzliche Rente. Zu der zweiten Schicht zählen die Betriebsrente und die Riester-Rente. Der dritten Schicht gehört die priva­te ungeförderte Rente an.[2]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Die drei Schichten derAltersvorsorge[3]

2.2 Gesetzliche Rentenversicherung

Die gesetzliche Rente, wie wir sie heute kennen, wurde 1957 von Konrad Adenauer eingeführt. Sie funktioniert nach dem Prinzip der Umlagefinanzierung. Hierbei wer- den die laufenden Rentenzahlungen aus den laufenden Beitragszahlungen getätigt. Somit werden die gezahlten Rentenversicherungsbeiträge unmittelbar als Renten an die derzeitigen Rentner ausgezahlt. Hierbei kommt es nicht zu einer Anlage und Verzinsung des eingezahlten Kapitals. Man spricht bei dieser Finanzierungsform vom Generationenvertrag, dabei verpflichtet sich die heutige Generation, die Rent­ner der vorhergehenden Generation abzusichern. Die heutigen Beitragszahler bzw. Versicherten sichern sich durch die Beitragszahlungen einen Anspruch auf den Be­zug einer Altersrente. [4]

Zu den versicherten Beitragszahlern gehören:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Beitragszahler der gesetzlichen Rentenversicherung [5]

Die Beitragshöhe bemisst sich am Einkommen des Versicherten und beläuft sich im Jahre 2011 auf 19,9 % des Bruttogehaltes. Allerdings wird dieser Beitrag bei Ange­stellten hälftig vom Arbeitgeber und vom Arbeitnehmer getragen und fällt bis zu einer Beitragsbemessungsgrenze von 57.600 Euro (neue Bundesländer) oder 66.000 Euro (alte Bundesländer) an.[6]

Trotz Steigerung des Beitragssatzes von 17,7 % (neue Bundesländer) bzw. 18,7 % (alte Bundesländer) auf einheitlich 19,9 % und jährlich steigender Bundeszuschüsse aus Steuergeldern, ist das derzeitige Rentenzahlungsniveau auf Dauer nicht halt­bar.[7] Der Generationenvertrag gerät ins Wanken. Durch Rückgang der Geburtenzah­len bei gleichzeitig steigendem Durchschnittsalter der Bevölkerung kommt es zu einem demografischen Wandel.[8]

Folge daraus ist die schrittweise Erhöhung des abschlagfreien Renteneintrittsalters von 65 auf 67Jahren ab dem Jahr 2012. Zwar ist ein früherer Renteneintritt mit 63 Jahren möglich, allerdings muss dann eine Rentenkürzung von 14,4 % in Kauf ge­nommen werden. Zudem erfolgt seit 2005 kein Inflationsausgleich mehr, die Renten werden also nicht mehr wie bisher der Lohnentwicklung angepasst.[9]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Demografischer Wandel von 1910- 206010

2.3 Basisrente

Die Rürup-Rente, oder auch Basisrente, existiert seit 2005 und ist eine private Leib­rentenversicherung. Sie darf weder beliehen, verschenkt, vererbt oder verpfändet werden und die Auszahlung ist lediglich als lebenslange Rente zulässig. Sie ähnelt in vielen Punkten der gesetzlichen Rentenversicherung und ist mit ihr in der ersten[10]

Schicht der Altersvorsorge. Allerdings kann der Sparer den Vertrag mit einer ergän­zenden Absicherung versehen, so ist auch ein Hinterbliebenenschutz möglich.[11]

2.3.1 Einzahlungsphase

Das Finanzamt erkennt im Jahr 2011 14.400 Euro für Singles und für Ehepaare 28.800 Euro als Sonderausgaben an. D. h., die Beiträge können steuerfrei eingezahlt werden. Zudem erhöht sich die Anrechenbarkeit der Beiträge schrittweise auf 100 % und einem Sonderausgabenabzug von 20.000 Euro für Alleinstehende bzw. 40.000 Euro für Verheiratete. Der Sonderausgabenabzug verringert das zu versteu­ernde Einkommen, wodurch dem Sparer Steuervorteile entstehen.[12]

2.3.2 Durchführungswege der Basisrente

Grundsätzlich kann sich der Sparer bei der Basisrente zwischen einer Rentenversi­cherung mit garantierter Grundverzinsung und einer fondsgebundenen Rentenver­sicherung entscheiden. Entsprechend der Anlageentscheidung variieren die Ertrags­aussicht und auch das Risiko. Überschüsse können die Beträge zudem erhöhen. [13]

Bei der klassischen Rürup-Rente werden die eingezahlten Beiträge nach Abzug der Kosten mit 2,25 % verzinst. Dieser Wert ist garantiert. [14]

Bei der fondsgebundenen Variante sind hingegen keine Werte garantiert. Je nach Fondsentwicklung kann es zum Totalverlust des eingezahlten Kapitals kommen. Daher eignen sich derartige Verträge, wenn überhaupt, nur für junge Sparer.[15]

2.3.3 Auszahlungsphase

Aktuell sind die ausgezahlten Rürup-Renten zu 62 % zu versteuern. Bis 2040 erfolgt eine schrittweise Steigerung zu einer 100-prozentigen Versteuerung.[16]

2.3.4 Stärken- und Schwächenanalyse

Stärken: Es ist eine Möglichkeit für Selbstständige, sich eine Altersvorsorge mit Steuervorteilen aufzubauen. Darüber hinaus sind die eingezahlten Beiträge sowohl Arbeitslosengeld II als auch insolvenzsicher. Zudem ist es möglich Hybridverträge mit eingeschlossener Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen, dessen Beiträ­ge sind ebenfalls steuerbegünstigt.[17]

Schwächen: Die Kapitalauszahlung ist nicht möglich, da lediglich eine Rentenzahlung vorgesehen ist. Auch können während der Einzahlungsphase keine Rückkaufswerte beansprucht werden. Eine Hinterbliebenenabsicherung ist nur mit Zusatzabsiche­rung möglich die allerdings zusätzliche Kosten verursacht. Zudem wird die Basisren­te durch die volle nachgelagerte Besteuerung, für den Sparer sehr unattraktiv.[18]

2.4 Riester-Rente

Im Jahre 2002 wurde unter dem amtierenden Bundessozialminister Walter Riester die nach ihm benannte Riester-Rente eingeführt. Es handelt sich hierbei um eine staatlich geförderte lebenslange Rentenversorgung, die eine monatliche Zahlung vorsieht. Die Riester-Rente gilt als Ergänzung zur gesetzlichen Rente und wurde entwickelt, da 2000/2001 das Nettorentenniveau in der gesetzlichen Rentenversi­cherung gesenkt wurde.[19]

2.4.1 Förderungsfähiger Personenkreis

Unmittelbar zulagenberechtigt sind: „Rentenversicherungspflichtige Arbeitnehmer; rentenversicherungspflichtige Selbstständige; Pflichtversicherte nach dem Gesetz über die Alterssicherung der Landwirte; Bezieher von Arbeitslosengeld; Bezieher von Krankengeld; Arbeitslosengeld II Empfänger; nicht erwerbsmäßig tätige Pflege­personen; Wehr- und Zivildienstleistende; geringfügig beschäftigte bei Verzicht auf die Versicherungsfreiheit, wenn der Beitrag des Arbeitgebers auf den vollen Ren­tenversicherungsbeitrag aufgestockt wird; Bezieher Vorruhestandsgeld, sofern die- se zuvor pflichtversichert waren; Beamte, Richter und Soldaten sowie diesen gleich­gestellte Personen, die in der gesetzlichen Rentenversicherung versicherungsfrei oder von der Versicherungspflicht befreit sind, weil ihnen eine beamtenrechtliche oder beamtenähnliche Versorgung gewährleistet wird; Amtsträger; vollständig er­werbsgeminderte oder dienstunfähige Personen; Kindererziehende (bis zur Vollen­dung des 3. Lebensjahres Kindes, dies gilt für das gesamte Jahr)"[20]

Mittelbar zulagenberechtigt sind: „Ehepartner aller Zulagen berechtigten, sofern sie nicht selbst zu den genannten Personen gehören"[21] Nicht zulagenberechtigt sind: „Nicht rentenversicherungspflichtigte Selbstständige; Pflichtversicherte in Einrichtungen der berufsständischen Versorgung Apotheker, Ärzte, Tierärzte und Architekten); Versicherungsfreie geringfügig Beschäftigte, die den Arbeitgeberbeitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung nicht durch eigene Beiträge aufstocken; Altersrentner; Bezieher einer Rente wegen teilweiser vermin­derter Erwerbsfähigkeit ohne rentenversicherungspflichtigte Beschäftigung; Stu­denten, die nicht versicherungspflichtig sind."[22]

2.4.2 Zulagen

Alleinstehende bekommen seit 2008 eine jährliche Grundzulage von maximal 154 Euro. Für jedes angerechnete kindergeldberechtigte Kind bekommt der Sparer zu­dem 185 Euro. Für ab 2008 geborene Kinder sind es 300 Euro. Außerdem erhalten Personen, die ihren Vertrag vor dem 25. Geburtstag abschließen, einen einmaligen „Berufseinsteigerbonus" in Höhe von 200 Euro. Voraussetzung für den Erhalt der vollen Zulagen ist, dass der Sparer 4 % seines Vorjahresbruttoverdienstes abzüglich der Zulagen, mindestens jedoch 60 Euro p. a. in den Riester-Vertrag einzahlt. An­dernfalls verringern sich die Zulagen anteilig.[23] In der Vergangenheit gab es starke Erhöhungen der Zulagen. Die Grundzulage wurde innerhalb von 6 Jahren von 38 Euro auf 154 Euro erhöht, die Zulage für Kinder im gleichen Zeitraum von 46 Euro auf 185 Euro bzw. 300 Euro.[24]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2: Anzahl der abgeschlossenen Riester-Verträge [25]

2.4.3 Durchführungswege der Riester-Rente

2.4.3.1 Riester Rentenversicherungen

Hier investiert der Versicherer die eingezahlten Beiträge und Zulagen in Anleihen, Immobilien und Aktien, wobei der Aktienanteil aus Sicherheitsaspekten auf 35 % begrenzt ist. Das so gebildete Deckungskapital wird zu 2,25 % verzinst. Erwirtschaf­tet der Versicherer Überschüsse, also höhere Erträge, wird dieses Kapital je nach Ausgestaltung des Vertrages ebenfalls in den Anlagemix investiert oder fließt in In­vestmentfonds.[26]

2.4.3.2 Riester Banksparpläne

Für gewöhnlich legt die Bank die eingezahlten Beiträge auf einem Sparkonto mit variabler Verzinsung an. Anbieterabhängig werden zusätzlich Boni und Zinsauf­schläge gewährt. Hierbei handelt es sich um die sicherste aller Riester varianten da die Erhaltung des Kapitals und der Zinsen durch die deutsche Einlagensicherung garantiert ist. Allerdings ist eine Verzinsung von nur 3 % bis 4 % plus Boni üblich.[27]

2.4.3.3 Riester Fondssparplan

Die höchsten Renditechancen unter den Riester-Angeboten bietet Riester­Fondssparpläne. In diesem Konstrukt werden Beiträge und Zulagen in einen Fonds­sparplan investiert. Die Fondsmischung wird von dem Anbieter getroffen, der Spa­rer kann nur zwischen den angebotenen Anlagekonzepten wählen. Je nach Anlage­horizont variiert die Fondsmischung. Die Gesellschaften agieren nach dem Lebens­zyklusmodell, welches besagt, dass der Aktienanteil mit näherkommendem Renten­beginn abnimmt und stattdessen in wertstabilere Geld-, Renten- oder Immobilien­marktfonds investiert wird. Die Kehrseite der Medaille ist das verhältnismäßig hohe Anlagerisiko. Zwar müssen auch bei dieser Variante die vollen Beiträge und Zulagen zu Rentenbeginn zur Verfügung stehen, allerdings wird nur die unverzinste Mindest­rente garantiert. Somit liegt der garantierte Mindestanspruch unter der Garantie­rente von klassischen Rentenversicherungen oder Banksparplänen.[28]

2.4.3.4 Wohnriester

Wohnriester-Verträge werden von Bausparkassen angeboten bzw. von Banken als Riester-Darlehen. Dabei kann der Sparer das Kapital samt Zulagen aus dem Vertrag entnehmen und es zur Finanzierung einer Immobilie nutzen.[29]

2.4.4 Auszahlungsphase

Die Auszahlung erfolgt in Form einer lebenslangen Rente, zudem hat der Sparer die Möglichkeit, bis zu 30 % des zu Beginn zur Verfügung stehenden Kapitals als Einmal­zahlung auszahlen zu lassen.[30]

[...]


[1] Vgl. o. V.: Altersvorsorge richtig planen, Düsseldorf 2010, S. 8 ff.

[2] Vgl.: Ilg, Rainer: Die private und betriebliche Altersversorgung, Karlsruhe 2010, S. 3

[3] Aus o. V.: Drei -Schichten-Modell, www.altersvorsorge-info.de, aufgerufen am 01.09.2011

[4] Vgl. Pehl, Kristin: System der Altersversorgung in Deutschland, Hamburg 2007, S. 7 ff.

[5] Vgl.: Kuckertz/Perschke/Rottenbacher/Zischke: Versicherungsfachmann/frau IHK, Münster 2009, S. 17

[6] Vgl. o. V.: Informationen aus dem Versicherungs-, Finanz- und Vermögensbereich, o. 0. 2011, S. 20

[7] o. V.: Informationen aus dem Versicherungs-, Finanz- und Vermögensbereich, o. 0. 2011, S. 20

[8] o. V.: Informationen aus dem Versicherungs-, Finanz- und Vermögensbereich, o. 0. 2011, S. 6

[9] o. V.: Informationen aus dem Versicherungs-, Finanz- und Vermögensbereich, o. 0. 2011, S. 29

[10] aus o. V.: Pressebroschüre - Bevölkerung Deutschlands bis 2060 - 12. Koordinierte Bevölkerungsvorausbe­rechnung, hrsg. von: Statistisches Bundesamt, Wiesbaden 2009, S.16

[11] Vgl. o. V.: Altersvorsorge richtig planen, Düsseldorf 2010, S. 177

[12] Vgl. o. V.: Altersvorsorge richtig planen, Düsseldorf 2010, S. 23

[13] Vgl. Benz, Tobias/Raffelhüschen, Bernd/Vatter, Johannes: Finanzmarktkrise und Altersvorsorge, Köln 2009, S. 24

[14] Vgl. o. V.: Altersvorsorge richtig planen, Düsseldorf 2010, S. 178

[15] Vgl. o. V.: Altersvorsorge richtig planen, Düsseldorf 2010, S. 179

[16] Vgl. Balodis, Holger/Hühne, Dagmar: Privatrenten und Lebensversicherungen, Düsseldorf 2010, S. 121

[17] Vgl. Balodis, Holger/Hühne, Dagmar: Privatrenten und Lebensversicherungen, Düsseldorf 2010, S. 63

[18] Vgl. Balodis, Holger/Hühne, Dagmar: Privatrenten und Lebensversicherungen, Düsseldorf 2010, S. 63

[19] Vgl. o. V.: Altersvorsorge richtig planen, Düsseldorf 2010, S. 15

[20] o. V.: Informationen aus dem Versicherungs-, Finanz- und Vermögensbereich, o. O. 2011, S. 63

[21] o. V.: Informationen aus dem Versicherungs-, Finanz- und Vermögensbereich, o. O. 2011, S. 63

[22] o. V.: Informationen aus dem Versicherungs-, Finanz- und Vermögensbereich, o. O. 2011, S. 63

[23] Vgl. o. V.: Informationen aus dem Versicherungs-, Finanz- und Vermögensbereich, o.O. 2011, S. 62

[24] Vgl. o. V.: Informationen aus dem Versicherungs-, Finanz- und Vermögensbereich, o. 0. 2011, S. 62

[25] Aus o. V.: Entwicklung der Anzahl aller Riester-Verträge, www.bvi.de, aufgerufen am 31.08.2011

[26] Vgl. o. V.: Altersvorsorge richtig planen, Düsseldorf 2010, S. 155

[27] Vgl. o. V.: Altersvorsorge richtig planen, Düsseldorf 2010, S. 151 ff.

[28] Vgl. o. V.: Altersvorsorge richtig planen, Düsseldorf 2010, S. 160 ff.

[29] Vgl. o. V.: Alle Riester-Sparformen im Vergleich, www.test.de, aufgerufen am 30. August 2011

[30] Vgl. o. V.: Informationen aus dem Versicherungs-, Finanz- und Vermögensbereich, o.O. 2011, S. 64

Details

Seiten
41
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656210658
ISBN (Buch)
9783656210801
Dateigröße
760 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v195093
Institution / Hochschule
AKAD-Fachhochschule Pinneberg (ehem. Rendsburg)
Note
Schlagworte
Altersvorsorge Riester Rürup fondsgebundene Rentenversicherung Rente Banksparplan Aktienfonds drei Schichten der Altersvorsorge Basisrente Wohnriester betriebliche Altersvorsorge bAV Pensionszusage Direktversicherung Pensionskasse Pensionsfonds private Altersvorsorge Kapitallebensversicherung KLV gesetzliche Rente

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