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Jurek Becker - Schriftsteller und Drehbuchautor, SED - Parteimitglied und Reformer, Pole und Deutscher, Atheist und Jude

von Tim Olster (Autor)

Hausarbeit (Hauptseminar) 2003 31 Seiten

Biographien

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Jüdische Remigranten in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und DDR

3. Der junge Jurek Becker in der DDR

4. Jurek Beckers Schreibstil

5. Jurek Beckers Beziehung zum Judentum

6. Die Zeit nach „Jakob der Lügner“

7. Fazit

8. Literaturverzeichnis

9. Aufgezeichnete Gespräche

„Wehklagend kennt man ihn nicht, wehklagen alle ande-

ren, Jakob war so etwas Ähnliches wie ein Seelentröster.

Man ist, ob bewusst oder unbewusst, nicht selten zu ihm

gegangen, um sich die eigenen Schwachheiten auszutreiben

zu lassen. Schon vor der Radiozeit, eigentlich sogar

schon vor der Ghettozeit. (...) Man ist hingegangen, weil

die Welt nach solchem Besuch ein kleines bisschen rosi-

ger ausgesehen hat, weil er eine Kleinigkeit überzeugen-

der als andere ‘Kopf hoch‘ sagen konnte oder ‘es wird

schon wieder werden‘ oder etwas in der Art. Vielleicht

auch deswegen, weil er der einzige im dünn gesäten Be-

kanntenkreis war, der sich überhaupt die Mühe gegeben

hat, einem so etwas zu sagen.“

(Jurek Becker „ Jakob der Lügner“)

1. Einleitung

Das Thema meiner Hausarbeit weist schon in der Überschrift auf den Zwiespalt hin, der sich mit der Person von Jurek Becker verbindet. Er ist kein Mann, den man einfach in eine Schublade stecken kann, auf der das Etikett „jüdischer Autor“ steht. Stattdessen sehe ich mich einer Person gegenüber, die auf der Suche nach einer Identität war. Das es dabei nicht um Staatsangehörigkeit oder Religionsgemeinschaft geht, sollte nicht unerwähnt bleiben. Das Ziel seiner Suche schien eher ein Zustand zu sein, der sich mit dem Begriff „Heimat“ verbindet. Ein Platz an dem Freiheit, Gleichheit und Menschlichkeit eine Selbstverständlichkeit sind.

Im Vordergrund meiner Betrachtungen steht die jüdische Identität von Jurek Becker, die für mich definitiv vorhanden ist. An diese Überlegungen knüpft sich unweigerlich der Roman und das Drehbuch zu „Jakob der Lügner“ an, das den inneren Konflikt Beckers am besten illustriert. Auf der einen Seite steht die eigene jüdische Vergangenheit, die durch den Aufenthalt im Ghetto von Lodz und den KZ- Lagern „gekennzeichnet“ und in der Form seines Vaters ständig präsent war und zum anderen die Ideale des Sozialismus, für die Religion und Vergangenheit keine Rolle spielten, sondern nur der gesellschaftliche Fortschritt im Zentrum stand. Die Zeitspanne dieser Betrachtung beginnt mit Jurek Beckers Umzug nach Ostberlin als Achtjähriger und endet mit dem Verlassen der DDR im Jahr 1977. In diesem Zusammenhang untersuche ich zuerst den Aufbau des jüdischen Lebens nach 1945, wobei das Hauptaugenmerk auf der jüdischen Gemeinde zu Berlin (insbesondere Ostberlin) liegt, denn in deren Umfeld wuchs der junge Jurek Becker im Nachkriegsberlin auf. Aus diesem Grund spielt auch die Haltung der DDR zu den heimkehrenden Juden in diesem Abschnitt eine zentrale Rolle. Es soll weiterhin die Frage nach der Bedeutung der Juden in der DDR gestellt werden und wie weit sie in das politische System integriert waren. Daraus lassen sich möglicherweise bestimmte Motive des Schreibens bei Becker ableiten. Anschließend schildere ich die Entwicklung des jungen Jurek Becker in der DDR. Sein Leben als Jungkommunist jüdischer Abstammung birgt viele interessante Punkte in sich, die es zu erörtern gilt, zumal er in dieser Zeit noch eine nahezu kritiklose Haltung gegenüber der DDR- Führung hatte. Erst mit der Unterdrückung des Prager Frühlings scheint sich eine Art Bruch abzuzeichnen, der jedoch nie soweit ging, dass er den Staat absolut ablehnte. Der Roman „Jakob der Lügner“ war der große Wendepunkt in Jurek Beckers Leben. Neben der großen nationalen Anerkennung wurde er mit dem Buch auch international bekannt und etablierte sich endgültig als Schriftsteller. Auffallend bei der Lektüre zu „Jakob der Lügner“ war die hohe Anzahl von amerikanischen Aufsätzen, die vermutlich auf seine Lehrtätigkeit in den USA zurückzuführen sind und damit das relativ große Interesse bestimmter Teile (Intellektuelle) der amerikanischen Öffentlichkeit an dem Thema verdeutlichen. Der Erfolg des Romans machte Becker mutiger - besonders im Umgang mit der DDR- Führung. Insofern kann man das Buch als eine Zäsur in seinem schriftstellerischen Schaffen werten. An dieser Stelle unterbreche ich die Darstellung des Werdeganges, um mich intensiver mit dem Schreibstil zu beschäftigen, der nach der Meinung der Literaturkritiker sich sehr stark an die alte jüdische Erzähltradition anlehnt. Der unterschwellige Humor, mit dem „Jakob der Lügner“ geschrieben worden ist, hat mir persönlich erst den Zugang zur Shoah ermöglicht. Davor war diese nur ein Abbild des Schreckens vergangener NS- Zeiten für mich, dessen Last man als 3. Generation nach Auschwitz noch immer mit sich trägt.

Aufgrund meiner Sozialisierung in der DDR, in der die Ablehnung des Faschismus und die Ehrung seiner Opfer zum Alltag gehörte sowie dem Geschichtsstudium, das sich ebenfalls auf eine andere Art intensiv mit der Materie beschäftigt, hat sich eine gewisse Ermüdung bei der Rezeption dieser Thematik bei mir eingestellt. Filme, wie „Schindlers Liste“ und „Der Pianist“, haben in meinen Augen ihre Berechtigung, obwohl ich mich nicht als Zielgruppe empfinde. Vielmehr sehe ich die Filme als Aufklärungsmaterial für die heutigen Teenagergeneration an, denn das Wissen um die Shoah ist in diesen Kreisen erschreckend gering.

Das Buch „Jakob der Lügner“ verfügt im Gegensatz zur neuen Shoah- Aufarbeitung über die Qualität, sich mit leisen Tönen der „erschlagend“ anmutenden Thematik zu nähern. Ein Versuch, der nach meiner Auffassung Becker gelungen ist. An diese Feststellung ist die Frage nach seiner Einstellung zum Judentum geknüpft. Eine Beantwortung erweist sich als schwierig.

Im letzten Teil der Arbeit setze ich seinen Werdegang bis zu seinem Verlassen der DDR fort. Die Aufteilung des Textes in die einzelnen Kapitel dient vorrangig dazu, dem Leser eine Pause zu ermöglichen und das Inhaltsverzeichnis zu rechtfertigen, denn die Kapitel beziehen sich alle aufeinander und überlappen sich inhaltlich. Es handelt sich also um keinen chronologischen Abriss.

2. Jüdische Remigranten in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und DDR

Die jüdische Bevölkerung in der sowjetischen Besatzungszone war klein und wird unmittelbar nach Kriegsende auf 3.500 Personen geschätzt. Das Ergebnis der Volkszählung vom 29. Oktober 1946 erhöhte die numerische Anzahl der jüdischen Bevölkerung um 1.000 auf 4.500 Personen.[1] Dazu muss erwähnt werden, dass sich die tatsächliche Zahl der Juden in der SBZ nicht ermitteln lässt, da viele Überlebende des Holocaust aus den unterschiedlichsten Gründen nicht bereit waren, ihre jüdische Herkunft anzugeben. Auffallend ist jedoch die im Vergleich zu den anderen ostdeutschen Ländern relativ hohe Anzahl von Juden im Ostsektor von Berlin. Die jüdische Gemeinde zu Berlin zählte 1946 2.442 Mitglieder, im Gegensatz dazu lebten im Land Brandenburg nur 424 und in Mecklenburg sogar nur 153 Juden. Eine Ursache für den stetigen Zuwachs der jüdischen Glaubensgemeinschaft in Ostberlin bestand in dem spürbaren Anstieg von jüdischen Flüchtlingen aus Polen, die vor den dortigen brutalen Pogromen flüchteten. Das dieses Problem nicht an den Sektorengrenzen halt machte, sondern ganz Berlin betraf, verdeutlicht der Bericht von Nadich[2]. Darin heißt es: „Ein unmittelbares Problem sind 250- 300 jüdische Displached Persons (DPs)[3] polnischer Herkunft, die nicht nach Polen repatriiert werden wollen. Die überwiegend jungen Leute sind unter schlechtesten Bedingungen untergebracht (...).“[4]

Eine Erklärung für die Weigerung der polnischen Juden zur Rückkehr in ihre Heimat gibt der Vater von Jurek Becker, als ihm sein Sohn die Frage stellte, warum sie Polen verlassen hatten: „Haben die polnischen Antisemiten den Krieg verloren oder die deutschen?“[5]

Zwischen den jüdischen Flüchtlingen in den Camps und der jüdischen Gemeinde existierten unübersehbare Spannungen, die hauptsächlich auf die bessere Versorgungslage der im Lager Lebenden zurückzuführen waren.[6] Im Gegensatz zu jenen, die in der Stadt lebten, planten sie zumeist die Aus- oder Weiterreise. Es lag also eine grundsätzlich unterschiedliche Interessenlage der beiden „Gruppen“ vor.[7]

Als der Strom der jüdischen Neuankömmlinge gegen 1949 nachließ, waren bereits Ansätze eines wiederkehrenden jüdischen Lebens vorhanden. Es gab eine Theatergruppe mit dem Namen „Badrech“, eine jüdische Schule war ebenfalls gegründet worden und es erschien regelmäßig eine Lagerzeitung[8] mit dem Titel „Undser Leben, Irgun fun di befreite Jidin in Berlin“.[9]

In die verwirrenden Ereignisse nach dem Ende des Krieges und den Neubeginn des jüdischen Lebens in Berlin geben die Zeitzeugenberichte von Heinz Galinski[10] und Estrongo Nachama[11] in dem Buch „Nach dem Holocaust“ von Michael Brenner einen kurzen Einblick. Die Quintessenz beider Berichte lässt sich am besten mit den folgenden Worten von Heinz Galinski zusammenfassen: „Ich habe immer den Standpunkt vertreten, dass die Wannsee- Konferenz nicht das letzte Wort sein kann im Leben der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland. Ich habe mich daher mit einigen anderen mitbeteiligt am Wiederaufbau der jüdischen Gemeinde zu Berlin.“[12]

Einen sehr detaillierten Bericht über ihre Erlebnisse als jüdische Heimkehrer aus dem englischen Exil geben Alice und Gerhard Zadek in ihrem autobiographischen Roman „Ihr seid wohl meschugge“. Darin bekennen sie sich trotz aller Ängste vor dem Alten und Neuem zu ihrer Heimat Berlin (Lichtenberg). Auf die Ihnen damals ständig gestellte Frage: „Sie wollen als jüdische Bürger hier bleiben?“[13], antworteten sie zumeist kurz: „Ich glaube wir Deutschen haben aus dem, was war, gelernt.“[14] Mit diesem Satz unterstreichen die Zadeks, dass sie sich trotz der Verbrechen, die in der jüngsten Vergangenheit an ihrem Volk verübt wurden, nach wie vor noch als Deutsche sehen und fühlen. Mit dieser Einstellung waren sie zusammen mit den anderen Heimkehrern relativ isoliert, denn für die meisten deutschen Juden, die ins amerikanische oder englische Exil gegangen waren, stand einen Rückkehr ins „Land der Mörder“ nicht zur Debatte.

Am 1. März 1946 erscheint die erste Ausgabe der Berliner Zeitschrift für Fragen des Judentums „Der Weg“.[15] Über die erste größere Gruppe jüdischer Berliner, die aus Shanghai wieder in ihre alte Heimat zurückkehrten, berichtete „Der Weg“[16] am 29. August 1947.[17] Zu den prominenten Remigranten, die in die SBZ zurückkamen, gehörten die Schriftsteller Arnold Zweig, Anna Seghers und Stefan Heim sowie die Literaturhistoriker Hans Mayer und Alfred Kantorowicz, der Komponist Hans Eisler und der Philosoph Ernst Bloch.[18] Die meisten der prominenten Rückwanderer hatten kaum Interesse an der Neubildung eines organisierten jüdischen Lebens und nahmen keinen oder wenig Anteil am Wiederaufbau der jüdischen Gemeinde. Sie sahen in der SBZ bzw. der DDR eher die Erfüllung ihrer sozialistischen Ideale, die sich endlich in die Realität umsetzen ließen.[19] Das diese Ideale oft auch relativ bodenständig waren, beweisen die Zeilen von Jurek Becker, in denen er das Verhältnis seines Vaters zur SBZ bzw. DDR beschreibt : „An der sowjetischen Besatzungszone und später an der DDR interessiert ihn nur eines: dass die Antifaschisten dort das Kommando hatten. Und wenn jemand es wagte, das Verhalten seiner Russen oder die Zustände in ihrem Stück von Deutschland zu kritisieren, dann hielt er ihn entweder für einen Nörgler oder für einen Feind.“[20]

Später verließen enttäuscht vom „realen Sozialismus“ Bloch, Kantorowicz, Mayer u. a. die DDR; viele blieben jedoch, hofften auf Veränderungen, suchten diese mitzubewirken oder passten sich an. So nahmen einige jüdische Heimkehrer während der ersten Nachkriegsjahre auch leitende Funktionen im SED- Parteiapparat und anderen öffentlichen Ämtern ein.[21]

[...]


[1] Vgl. A. Timm, Ein ambivalentes Verhältnis - Juden in der DDR und der Staat Israel, in: M. Zuckermann, Zwischen Politik und Kultur – Juden in der DDR, Göttingen 2002, S. 18 f.

[2] Rabbi Judah Nadich war amerikanischer Armeegeistlicher und wurde von General Dwight D. Eisenhower zu seinem Sonderberater ernannt. Seine Aufgabe bestand darin über die Lage der Juden im besetzten Deutschland zu berichten.

[3] Displaced Persons war die Bezeichnung der Amerikaner und Briten für die millionenfach aus ihrer Heimat vertriebenen und durch Kriegshandlungen versprengten nichtdeutschen Opfer des Zweiten Weltkrieges; siehe dazu: A. Königseder/ J. Wetzel, Lebensmut im Wartesaal. Die jüdischen DPs im Nachkriegsdeutschland, Frankfurt/Main 1994, S. 10 ff. und W. Jacobmeyer, Jüdische Überlebende als „DPs“, in: Geschichte und Gesellschaft 9 (1983), S. 429- 444

[4] Bericht von Nadich an Eisenhower in: A. Nachama, Ost und West – Die jüdische Gemeinde in Berlin 1945 bis 1988 in: O. R. Romberg/ S. Urban-Fahr (Hrsg.), Juden in Deutschland nach 1945 – Bürger oder „Mit“ Bürger?, Frankfurt/Main 1999, S. 99 f.

[5] J. Becker, Ende des Größenwahns – Aufsätze, Vorträge, Frankfurt/Main 1996, S. 179; Jureck Becker bemerkte dazu: „Nach dem Krieg blieb mein Vater mit mir in Berlin, aus Gründen, hinter die ich wieder nur mit Vermutungen kommen kann.“ Siehe in: H. J. Schulz (Hrsg.), Jurek Becker- Mein Judentum, Berlin (West) 1978, S. 10 ff.

[6] Vgl. Ebenda, S. 101

[7] Vgl. E. Burgauer, Zwischen Erinnerung und Verdrängung – Juden in Deutschland nach 1945, Hamburg 1993, S. 31 ff.

[8] Die jüdischen Flüchtlinge wurden bei ihrer Ankunft in Berlin in sogenannte Auffanglager bzw. Durchgangs- und Sammellager untergebracht, in denen sie durch „unpolitische Organisationen“, wie z. B. die amerikanisch- jüdische Hilfsorganisation „Joint“, aber auch durch das Rote Kreuz und der UNRRA (United Relief and Rehabilitation Administration, ausschließlich im Westsektor tätig) versorgt und unterstützt wurden. Sie bildeten die wichtigsten Stützpunkte für die Rückgewinnung des jüdischen Lebens im Nachkriegsdeutschland.

[9] Vgl. A. Nachama, Ost und West – Die jüdische Gemeinde in Berlin 1945 bis 1988 in: O. R. Romberg/ S. Urban-Fahr (Hrsg.), Juden in Deutschland nach 1945 – Bürger oder „Mit“ Bürger?, Frankfurt/Main 1999,

S. 99 f.

[10] Biographische Daten über Heinz Galinski: geb. 1912 im westpreußischen Marienburg; er überlebte Auschwitz, verlor seine Mutter und seine erste Frau im KZ; er war Gründungsmitglied des Direktoriums des Zentralrates der Juden in Deutschland sowie dessen Vorsitzender ab 1987 und von 1949 bis zu seinem Tod 1992 Vorsitzender der jüdischen Gemeinde zu Berlin.

[11] Biographische Daten über Estrongo Nachama (Der Sänger von Auschwitz): geb. 1918 in Saloniki; er überlebte Auschwitz, verlor jedoch seine ganze Familie im KZ; er galt weltweit als einer der besten jüdischen Kantoren und war Mitglied in der jüdischen Gemeinde zu Berlin; er starb am 13. Januar 2000.

[12] H. Galinzki, Neubeginn jüdischen Lebens in Berlin, in: M. Brenner, Nach dem Holocaust – Juden in Deutschland 1945- 1950, München 1995, S. 148

[13] A. und G. Zadek, Ihr seid wohl meschugge, Berlin 1998, S. 23

[14] Ebenda, S. 23

[15] A. Nachama, Ost und West – Die jüdische Gemeinde in Berlin 1945 bis 1988 in: O. R. Romberg/ S. Urban-Fahr (Hrsg.), Juden in Deutschland nach 1945 – Bürger oder „Mit“ Bürger?, Frankfurt/Main 1999, S. 100

[16] 1951 wurde die Berliner Sektion der Allgemeinen Zeitung mit der Zeitung „Der Weg“ vereinigt, und die Auflage erhöhte sich auf 34.000 Exemplare; siehe dazu: E. G. Lowenthal, Zur Geschichte der Allgemeinen Jüdischen Wochenzeitung, „Vom „Gemeindeblatt“ zur „Allgemeinen““, in: Allgemeine Jüdische Wochenzeitung, vom 16. Mai 1986, S. 3f.

[17] Vgl. Der Weg, vom 29. August 1947

[18] Vgl. M. Zuckermann, Vorwort, in: M. Zuckermann, Zwischen Politik und Kultur – Juden in der DDR, Göttingen 2002, S. 9

[19] Vgl. M. Brenner, Nach dem Holocaust – Juden in Deutschland 1945- 1950, München 1995, S. 87 ff.

[20] J. Becker, Ende des Größenwahns – Aufsätze, Vorträge, Frankfurt/Main 1996, S. 179

[21] Beispiele für eine solche Karriere sind: Leo Zuckermann, bis 1950 Sekretär des Präsidialbüros von Wilhelm Pieck; Bruno Goldhammer, Chefredakteur der Rundfunkstation „Deutschlandsender“; Lex Ende, Chefredakteur des SED- Organs „Neues Deutschland“; Gerhart Eisler, Leiter des Informationsamtes der Regierung, Mitglied des Parteivorstandes der SED und Volkskammer- Abgeordneter, siehe dazu: Vgl. A. Timm, Ein ambivalentes Verhältnis - Juden in der DDR und der Staat Israel, in: M. Zuckermann, Zwischen Politik und Kultur – Juden in der DDR, Göttingen 2002, S. 19 f., sowie K. Hartwig, Ebenda

Details

Seiten
31
Jahr
2003
ISBN (eBook)
9783638236546
ISBN (Buch)
9783656203780
Dateigröße
595 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v19564
Institution / Hochschule
Universität Potsdam – Geschichte
Note
1,7
Schlagworte
Jurek Becker Schriftsteller Drehbuchautor Parteimitglied Reformer Pole Deutscher Atheist Jude Bild Hölle Intellektuellen Auschwitz

Autor

  • Tim Olster (Autor)

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Titel: Jurek Becker - Schriftsteller und Drehbuchautor, SED - Parteimitglied und Reformer, Pole und Deutscher, Atheist und Jude