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Sozialmanagement - Verschlechterung oder Veredlung sozialer Arbeit

Hausarbeit 2010 12 Seiten

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Begriff Sozialmanagement und seine Inhalte

3. Sozialmanagement im Wandel gesellschaftlicher Entwicklung

4. Ansätze des Sozialmanagements im Vergleich
4.1 Das Total Quality Management als Beispiel

5. Schlussbetrachtung

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Das Thema dieser Hausarbeit lautet: „Sozialmanagement – Verschlechterung oder Veredlung Sozialer Arbeit?“ Aus persönlicher Sicht ist diese Fragestellung für mich ganz entscheidend, da mein Studium der Sozialpädagogik in den 1980er Jahren angesiedelt war und hier Studieninhalte wie z.B. Managementkompetenzen, Organisationsentwicklung oder ökonomische Grundlagen Sozialer Arbeit, schlicht und einfach nicht vorkamen. Diese wurden bei der Erarbeitung sozialpädagogischer Konzepte vielfach als störend und hinderlich gesehen. „Zunehmend schwieriger wird (…) eine sinnvolle Auseinandersetzung über sozialpädagogische Konzepte, wenn diese mit Effektivitätskriterien ökonomischer Herkunft gemessen werden“ (Geißler/Hege 1981:20). Im Zentrum sozialpädagogischer/sozialarbeiterischer Handlungen stand der Mensch und die Verbesserung seiner Lebenssituation. Ausgeblendet hiervon waren überwiegend interne (einrichtungsbezogene) und externe (gesellschaftliche) Rahmenbedingungen.

Im Nachfolgenden wird zunächst auf die Begrifflichkeit und die Inhalte von Sozialmanagement eingegangen. Anschließend erfolgt im Hauptteil ein Rückblick über die Entstehung des Sozialmanagements innerhalb der Sozialen Arbeit. Hierbei soll deutlich gemacht werden, dass es sich nicht um eine Mode- Erscheinung handelt, sondern um eine Entwicklung innerhalb der Sozialen Arbeit, die mit den sich ändernden Rahmenbedingungen in unserer Gesellschaft eng verknüpft ist und eine weitergehende Professionalisierung erforderlich macht. Ergänzt wird die Ausführung durch einen Vergleich von Ansätzen des Sozialmanagements und ihre Übertragung auf die Praxis, sowie die Skizzierung eines Managementkonzeptes. Im Schlussteil erfolgt eine Einschätzung über die Möglichkeiten, die Sozialmanagement in der Sozialen Arbeit bietet.

2. Der Begriff Sozialmanagement und seine Inhalte

In der Fachliteratur wird der Begriff Sozialmanagement mit den unterschiedlichsten Formulierungsversuchen umschrieben bzw. ausgedrückt. Eigentlich müsste der Begriff schon aussagekräftig genug sein, verbindet er doch den Bereich des Sozialen mit dem Bereich der Wirtschaft bzw. Management und zielt auf das Management in Einrichtungen Sozialer Arbeit ab. Nach Merchel (2001:21) handelt es sich hier eher um einen Arbeitsbegriff, der versucht unterschiedliche Maßnahmen, die zur Verbesserung von betrieblichen Abläufen und Handlungsergebnissen in Einrichtungen der Sozialen Arbeit führen zu kennzeichnen. Das Hauptinteresse liegt in der Übertragbarkeit von Managementwissen aus dem gewerblichen Bereich auf die betrieblichen Strukturierungsaufgaben im Bereich der Sozialen Arbeit. Inwieweit hierbei das Element „Management“ oder das Element „Sozial“ überwiegt, ist von der jeweiligen Perspektive und der Ausrichtung/Gewichtung des favorisierenden Konzeptes abhängig. Zusammenfassend stellt Merchel (2001:27) fest:„Bei Sozialmanagement geht es also um die Anwendung des ökonomischen Kalküls unter den spezifischen (fachlichen, normativen, politischen, rechtlichen) Bedingungen von Einrichtungen der Sozialen Arbeit.“

Die Inhalte des Sozialmanagements lassen sich mit den Tätigkeiten des Gestaltens (Schaffung von Rahmenbedingungen), Lenkens (Planung, Durchführung, Kontrolle von zielgerichteten Aktivitäten) und Entwickelns (Weiterverarbeitung der Ergebnisse aus den Gestaltungs- und Lenkungsprozessen) umschreiben. Diese Funktionen werden auf den Handlungsebenen des normativen, strategischen und des operativen Managements ausgeübt. Das normative Management basiert auf den individuellen Wertvorstellungen der Unternehmensträger. Hier werden die grundlegenden Ziele des jeweiligen Unternehmens definiert. Die Handlungsebene des strategischen Managements zielt darauf ab „den Bestand und die Rentabilität der Unternehmung dauerhaft sicherzustellen, d.h., es wird geprüft, ob in den jetzigen Geschäftsfeldern mit dem jetzt gewählten Wettbewerbskonzept auch in Zukunft konkurriert werden kann, ob neue Geschäftsfelder gesucht und/oder neue Kompetenzen entwickelt werden müssen“ (Steinmann/Schreyögg 2005:169). Beim strategischen Management werden die Voraussetzungen für die Umsetzung der grundlegenden Ziele der normativen Handlungsebene angelegt. Das operative Management wiederum geschieht innerhalb des Handlungsrahmens der durch das strategische Management definiert wird. Die Aufgabe besteht auf dieser Handlungsebene darin, über konkrete Handlungen am Markt oder in Unternehmen zu entscheiden und Produkte zur Zielerreichung zu entwickeln. Dieser komplexe Aufgabenbereich findet in Unternehmen bzw. Einrichtungen Sozialer Arbeit statt die von unternehmensinternen und unternehmensexternen Einflussfaktoren umgeben sind. Dazu zählen personenbezogene, aufgabenspezifische und soziokulturelle Einflussfaktoren. Die Aufgaben des Managements beziehen sich nun auf die Analyse all dieser Funktionen und Einflussfaktoren, mit dem Ziel „ Kategorien zur Verfügung zu stellen und Handlungsoptionen zu diskutieren, mit deren Hilfe situative Bedingungen für ein Unternehmen analysiert werden und darauf ausgerichtete Handlungsmöglichkeiten entwickelt werden können“ (Merchel 2001:20).

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Details

Seiten
12
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783656243182
ISBN (Buch)
9783656246299
Dateigröße
420 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v198076
Institution / Hochschule
Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach – Sozialwesen
Note
1,3
Schlagworte
sozialmanagement verschlechterung veredlung arbeit
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Titel: Sozialmanagement - Verschlechterung oder Veredlung sozialer Arbeit