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Die Textsorte "Mitschrift" im Fremdsprachenunterricht

Forschungsarbeit 2012 12 Seiten

Didaktik - Germanistik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abstract

Zur Mitschrift

Analyse von Mitschriften
Analyse der ersten Gruppe
Analyse der zweiten Gruppe
Analyse der dritten Gruppe

Der Fragebogen
Charakterisierung der Stichprobe
Konzipierung und Durchführung der Umfrage
Rücklauf und Repräsentativität
Auswertung der Ergebnisse

Literatur

Abstract

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Textsorte Mitschrift im Fremdsprachenunterricht. Das Schreiben von Mitschriften spielt eine zentrale Rolle im Fremdsprachenunterricht. Vor diesem Hintergrund erhebt sich die Notwendigkeit, diese Textsorte zu untersuchen. Anliegen dieser Arbeit ist es ebenfalls, die Schreibkompetenz der Studenten beim Verfassen von Mitschriften zu erfassen. Für diesen Zweck wurden Mitschriften einer näheren Analyse unterzogen. Dazu wurde auch eine schriftliche Befragung durchgeführt, um die Einstellung der Studierenden über diese Textsorten zu erfassen.

Zur Mitschrift

Die Mitschrift gehört zu den reproduktiven Textarten, wo sie sich auf mündliche Äußerungen bezieht. In diesem Zusammenhang ist auf die Ausführungen von Steets (2003, 221), die die Mitschrift als reproduktive Schreibform beschreibt, zu verweisen.[1] Der Ausgangspunkt bei der Anfertigung von Mitschriften sind die mündlichen Äußerungen wie in einer Vorlesung oder in einem Seminar. Die Mitschrift ist dafür gedacht, die mündlichen Äußerungen schriftlich zu fixieren, sodass sie nicht verloren gehen, weil die gesprochene Sprache in einem ziemlich schnellen Tempo im Vergleich zu der geschriebenen Sprache verläuft. Darüber hinaus sollte man bei der Ausarbeitung einer Mitschrift nicht die ganzen Sätze mitschreiben, sondern die Inhalte der mündlichen Äußerungen reduzieren und komprimieren. Dem Schreiber einer Mitschrift werden hohe Schreibanforderungen gestellt so Steets (2003, 221) und zwar aufgrund der Schnelligkeit dieses Prozesses, denn er soll zuhören und gleichzeitig mitschreiben. Beim Schreiben von einer Mitschrift geht es in erster Linie darum, das Gehörte wie z.B. Diskussion oder Vortrag mitzuhören und dabei wichtige Informationen zu nehmen bzw. aufzuschreiben. Allerdings ist dieser Vorgang kompliziert, denn es geht darüber hinaus um das Verstehen, was der Schreiber hört. Ferner könnten laut Frank, A., u.a. (2007, 151) die Lernenden bei der Mitschrift folgenden Fragen nachgehen: was findet der Lerner dabei spannend oder nicht? Wo liegt der rote Faden? Welche interessanten Formulierungen wurden mitgehört? Was versteht er und was nicht? Welche Formulierungen scheinen zweifelhaft zu sein? Was möchte der Schreiber als Ziel dabei klären? Die Mitschrift hilft demnach beim Zuhören und Verstehen. In der Regel schreibt man Mitschriften, um Informationen, die für spätere Verwendung gedacht sind, schriftlich festzuhalten. Im Weiteren bietet das Schreiben von Mitschriften viele Vorteile für den Schreiber. Bei den Zuhören und Schreiben gleichzeitig wird die Konzentration beim Lerner gefördert. Überdies befähigt sie die Lernenden dazu, sich das Wesentliche von Unwesentlichen zu unterscheiden. Hierbei werden sie trainiert, Informationen für kommende Prüfungen zu nutzen. Außerdem liefert die Mitschrift die Lerner mit den nötigen Informationen, mit denen sie in einer Diskussion verwenden können. Die Mitschrift ist für die Lerner selbst gedacht und somit wird ihre Gestaltung je nach persönlichen Notwendigkeiten erstellt. Einen wichtigen Punkt besteht darin, dass der Inhalt der Mitschrift je nach Funktionen variieren könnte. In diesem Gedankengang schließe ich mich den Überlegungen von Kroeger[2], H. (2000, 52) an. Er differenziert drei Funktionen von Mitschriften, die wiederum ihre eigenen Inhalte haben. Die erste Funktion besteht darin, einen Vortrag mitzuhören und dann an einer Diskussion teilzunehmen. Bezogen auf diese Funktion sollte folgendes aufgeschrieben werden, indem die Lernenden sich an diesen folgenden Fragen orientieren: was fällt dem Schreiber auf? Was hat der Schreiber nicht verstanden? Und möglicherweise wonach will er sich erkundigen? Welche Ideen sind dem Lernenden dabei eingefallen? Es könnte auch wortwörtlich zitiert werden und zwar für die spätere Anwendung an einer Diskussion. Die zweite Funktion besteht darin, Informationen zu lagern. Diese werden für bevorstehende Hausarbeiten oder Klausuren bearbeitet. Bezogen auf diese Funktion sollte folgendes notiert werden: alle Begriffe und Definitionen, die für die kommende Arbeit von Nutzen sein könnten. Des Weiteren könnten ebenfalls methodische Hinweise, Anregungen sowie bibliographische Angaben aufgenommen werden. Die dritte Funktion besteht darin, das Festhalten von Informationen für spätere unbekannte Anwendungen. Hier werden Informationen bezüglich der Person, die den Vortrag gehalten hat, sowie die Zeit, in der der Vortrag stattgefunden wurde. Im Weiteren werden sowohl die wesentlichen Informationen als auch die Gliederung des Vortrages vermerkt.

[...]


[1] Steets, Angelika In: Konrad Ehlich, Schulische Textarten, universitäre Textarten und das Problem ihrer Passung, Mitteilungen des Deutschen Germanistikverbandes, 50 Jahrgang, Heft 2-3 /2003.

[2] Kroeger, H. Mitschreiben und Mitschrift. In : Horst, Uwe und Ohly Karl P. (Hrg). Lernbox. Lernmethoden-Arbeittechniken. Seelze, Velber. Friedrich Verlag. 2000

Details

Seiten
12
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656243045
ISBN (Buch)
9783656249986
Dateigröße
530 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v198118
Institution / Hochschule
University of Oran – Fremdsprachen
Schlagworte
textsorte mitschrift fremdsprachenunterricht

Autor

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Titel: Die Textsorte "Mitschrift" im Fremdsprachenunterricht