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Erarbeitung und Sicherung der Wegbeschreibung auf Französisch mit sämtlichen Materialien

Unterrichtsentwurf 2010 18 Seiten

Didaktik - Französisch - Landeskunde

Leseprobe

Thema der Unterrichtseinheit:

S’orienter en ville

Expliquer le chemin : « Comment est-ce que je vais à … ? ». Die SuS sollen einen Weg beschreiben können, indem sie das Vokabular zur Wegbeschreibung kennen lernen, verstehen, einüben und anwenden.

2. Darstellung der Unterrichtssequenz

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3. Standard und Standardkonkretisierung

Nachfolgende Tabelle illustriert den in dieser Stunde zu erreichenden Standard und die angestrebte Kompetenzentwicklung.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

4. Einordnung der Stunde

Die im Zentrum der Stunde stehende Vermittlung, Einübung und Anwendung (Festigung)

des Vokabulars zur Wegbeschreibung stellt im Rahmen der Lektion 5 des Lehrwerks Cours Intensif I einen kommunikativen Schwerpunkt dieser Lektion dar. Das Lehrwerk selbst schlägt die Semantisierung dieses Vokabulars eher beiläufig, im Kontext des Lektionstextes, vor. Einen Weg erklären können stellt allerdings ein wesentliches und notweniges Redemittel für authentisches sprachliches Handeln im Land der Zielsprache dar, so dass eine Herauslösung dieses Basisvokabulars (für eine authentische Sprechsituation) aus dem Lehrwerk sinnvoll und für die Lerngruppe (in ihrem Lerntempo) überaus angemessen erscheint. Die Trätierung dieses thematischen Punktes wird überdies erst jetzt aufgegriffen, da eine künftige Parisfahrt ansteht und die SuS zu einer angemessenen Orientierung in Paris befähigt werden sollen.

5. Exemplarische Reflexion der Lerngruppenheterogenität

Der Intensivkurs des 2. Semesters befindet sich im zweiten Lernjahr und zeichnet sich durch eine außerordentlich geprägte Lerngruppenheterogenität aus. Weiterhin ist festzuhalten, dass ein Schüler des Kurses die 12. Jahrgangsstufe wiederholt, deswegen die Lerninhalte schon einmal trätiert hat und sich infolgedessen auf einem höheren sprachlichen und fachlichen Niveau befindet. Ein weiterer Schüler befand sich für die Dauer der 11. Jahrgangsstufe in Australien und weist lediglich elementare Grundkenntnisse der französischen Sprache auf. Dem Eindruck zufolge, den ich seit Anbeginn des ersten Semesters erhalten habe, divergiert das Leistungsniveau der SuS erheblich voneinander. Es lassen sich sowohl fachliche, als auch sprachlich/ phonetische und methodische Unterschiede ausmachen. In der beschriebenen Unterrichtsstunde soll dies insofern berücksichtigt werden, als dass die jeweiligen SuS ihrem Leistungsstand entsprechend komplexe und syntagmatisch richtige Sätze bilden sollen und die dargebotenen Differenzierungsmaßnahmen unterschiedlich ausgeprägt annehmen.

6. Methodisch-didaktische Begründungen

Die Erarbeitung des Vokabulars zur Wegbeschreibung wird durch die Methode der Autosemantisierung vorgenommen. Wie der Terminus impliziert, handelt es sich dabei um eine eigenständige Wortschatzerschließung. Nieweler führt bei dieser Vorgehensweise aus, dass als wichtigste Erschließungsquelle eine textbegleitende Abbildung dienlich ist.[1] Wie aus dem Arbeitsblatt ersichtlich, können die SuS den beschriebenen Weg auf der Karte nachvollziehen und werden so in die Lage versetzt, sich Redewendungen wie „tourner à droite / gauche“ zu ergründen. Die erworbenen Kenntnisse, d.h. die neu zu erlernenden Vokabeln übertragen sie in einer anschließenden Arbeitsphase in ihre Muttersprache, indem sie den Bildern den entsprechenden Sinn zuordnen. Durch das eigenständige Ergründen ist eine hohe Schüleraktivität gegeben und erfährt somit weitere Berechtigung in der Wahl dieser methodischen Variante der Wortschatzaufnahme. In der anschließenden Partnerarbeit (Festigung, Umwälzung des Vokabulars) verwenden die SuS die Begrifflichkeiten in Form eines Tandembogens und befinden sich somit im sog. geschütztem Sprachraum. Hierbei wenden sie die erlernten Begriffe lediglich an, bzw. übersetzen sie, um somit die Lernnachhaltigkeit zu gewährleisten. Durch die sofort stattfindende Partnerkorrektur werden die SuS auf Fehler hingewiesen. Die Verwendung ist im Gegensatz zu der Nachfolgeübung noch sehr gesteuert und der Fokus liegt in dieser Phase auf das gelenkte Anwenden der sprachlichen Redemittel und der Aussprache. Wie eben angedeutet, sollen die SuS in der sich anschließenden Übung die erlernten Redemittel freier anwenden, indem sie selber die zu erklärende Route festlegen und versprachlichen. Eine Form der Differenzierung erfolgt hier in dem Maße, dass die jeweiligen SuS entscheiden können, in welcher Komplexität sie die Route beschreiben, bzw. ob sie eher nah oder weiter entfernt gelegene Wegpunkte erwählen und ob sie die dargebotenen sprachlichen Hilfsmittel in ihren Erklärungen nutzen oder nicht. Die SuS befinden sich hierbei abermals in einem geschützten Raum mit jedoch wechselnden Gesprächspartnern.

7. Literatur

http://www.berlin.de/imperia/md/content/senbildung/schulorganisation/lehrplaene/sek1_franzoesisch.pdf?start&ts=1245159489&file=sek1_franzoesisch.pdf.

Nieweler, Andreas: Fachdidaktik Französisch, Stuttgart 2006.

[...]


[1] Nieweler 2006, S. 178.

Details

Seiten
18
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783656343219
ISBN (Buch)
9783656343745
Dateigröße
3.3 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v198687
Institution / Hochschule
Schulpraktische Seminare Berlin
Note
1,3
Schlagworte
erarbeitung sicherung wegbeschreibung französisch materialien

Autor

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