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Führung virtueller Teams in Unternehmen

Seminararbeit 2008 12 Seiten

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Unternehmen und Arbeitsteilung

3 Virtualisierung
3.1 Arbeitsorganisation
3.2 Virtuelle Kooperation

4 Virtuelle Kooperationsformen
4.1 Telearbeit
4.2 Virtuelle Teams
4.2.1 Arbeitsgruppe und Team
4.2.2 Virtuelle Teams

5 Führung
5.1 Funktionen der Führung
5.2 Führung virtueller Teams

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Mit der wachsenden Bedeutung von Computer und Internet als Arbeits- und Kommunikationsmedium seit Mitte der 80er – Jahre lässt sich eine zunehmende Tendenz der Dezentralisierung, Mobilisierung und Technisierung unserer Arbeit beobachten. Dies führte zu einer Ausbreitung neuer inner- und zwischenbetrieblicher Organisationsformen wie Telearbeit, Arbeit in virtuellen Teams und Zusammenarbeit von Firmen in Netzwerken nach dem Motto „Anytime – Anyplace“.[1]

Auf Grund der weiteren erwarteten Entwicklung, aber auch der Potenziale werden telekooperative Arbeitsformen und virtuelle Organisationsformen einen festen Bestandteil innovativer strategischer Unternehmensplanung bilden. Aus Sicht der betroffenen Führungskräfte im unteren und mittleren Management stellen sich jedoch zahlreiche Fragen bezüglich der Umsetzbarkeit solcher Konzepte:[2]

- Kann bzw. soll überhaupt jeder Arbeitsschritt geplant, organisiert und kontrolliert werden?
- Ist die Leistungsbewertung einzelner Mitglieder überhaupt noch möglich?
- Können Mitglieder in virtuellen Teams sich selbst überlassen bleiben?
- Ist jeder Mitarbeiter für telekooperative Arbeitsformen geeignet?
- Können face-to-face meetings entfallen oder wie oft sollen sie stattfinden?
- Welche Führungstechniken und Führungsstile erweisen sich als besonders effektiv bei welchen virtuellen Kooperationsformen?
- Wie lassen sich Mitglieder in virtuellen Teams für ihre Aufgaben optimal vorbereiten?

In diesen räumlich getrennten Organisationsformen stellt sich die Frage noch stärker, wie Führung zu verwirklichen ist und welche Arten der Führung überhaupt geeignet sind, als dies in herkömmlichen Teams der Fall ist.

Im folgenden Kapitel 2 werden wir den Begriff des Unternehmens herausarbeiten. Teams und auch virtuelle Teams können grundsätzlich auch im nicht – Unternehmerischen Bereich gebildet werden um Aufgaben zu lösen.

Daran Anschließend wird in Kapitel 3 der Begriff „virtuell“ herausgearbeitet nicht zu letzt deshalb da heutzutage das Wort „virtuell“ in unterschiedlichen Wissenschafts­disziplinen verwendet wird und jeweils unterschiedliche Bedeutung erlangen kann. Ausgangspunkt ist dabei die Arbeit und ihre Organisation (Arbeitsorganisation) wobei aus der Möglichkeit der Kooperation bei der Arbeitsverrichtung in Form der virtuellen Kooperation die zentrale Bedeutung des Begriffs „virtuell“ für die vorliegende Arbeit abgeleitet wird.

In Kapitel 4 wird skizziert welche Formen der virtuellen Kooperation innerhalb eines Unternehmens auftreten können.

Abschließend beschäftigt sich Kapitel 5 mit dem Begriff der Führung virtueller Teams. Ausgehend vom funktionalen Führungsbegriff die Funktionen der Führung insbesondere bei virtuellen Teams beschrieben. Die Vorgehensweise bei der Führung virtueller Teams schließt diese Arbeit ab.

2 Unternehmen und Arbeitsteilung

Ein Unternehmen ist ein spezieller Betriebstyp in marktwirtschaftlichen Systemen. Konstitutive Merkmale des Unternehmens sind nach Erich Gutenberg:[3]

- das erwerbswirtschaftliche Prinzip (Streben nach Gewinnmaximierung),
- das Prinzip des Privateigentums und
- das Autonomieprinzip (Selbstbestimmung des Wirtschaftsplans).

Öffentliche Betriebe und Verwaltungen sind innerhalb einer Marktwirtschaft das Pendant zu Unternehmen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1[4]: Betriebswirtschaftlich relevante Wirtschaftseinheiten

In der Folge werden wir mögliche Kooperationsformen, insbesondere virtuelle Teams, bei der Erfüllung von Unternehmerischer Ziele betrachten. Wie bereits erwähnt zeichnet sich ein Unternehmen durch das Prinzip der Gewinnmaximierung aus.

Die Existenzbedingungen des Unternehmens sind Liquidität (Existenzbedingung „sine qua non“), Rentabilität und Wachstum. Liquidität muss jederzeit – auch kurzfristig – gesichert sein, um fälligen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Rentabilität ist die Fähigkeit, Aufwendungen durch entsprechende Erträge mindestens abdecken zu können. Sie muss mittel- bis langfristig gesichert sein, da sonst die Liquiditätsbedingung nicht erfüllt werden kann. Wachstum wird an Größen wie Gewinn, Erlös oder Beschäftigtenzahl gemessen. Um Liquidität und Rentabilität zu sichern, muss ein Unternehmen langfristig mindestens mit dem Markt mitwachsen. Um die Existenzbedingungen erfüllen zu können werden sie in Form von Formalzielen vorab definiert. In der Erreichung dieser Ziele kommt der Erfolg des unternehmerischen Handelns zum Ausdruck.

Um die Formalziele zu erreichen werden wiederum Sachziele definiert. Ein Sachziel ist ein Ziel, das sich auf das konkrete Handeln eines Unternehmens bei der Leistungserstellung bezieht, d.h. auf die Art, Menge, Qualität, Ort und Zeit eines zu produzierenden Gutes oder einer zu erbringenden Dienstleistung.[5]

Unter der Leistungserstellung ist in betriebswirtschaftlicher Hinsicht ein Vorgang zu verstehen, der einen kaufmännisch handelbaren Wert schafft. Die Begriffe der Produktion im Gegensatz zur Dienstleistung lassen sich verallgemeinernd als Vorgänge der Leistungserstellung zusammenfassen, wobei dazu in der Regel menschliche Arbeit verrichtet wird.[6] Arbeit ist zielgerichtete, planmäßige und bewusste menschliche Tätigkeit, die unter Einsatz physischer, psychischer und mentaler (geistiger) Fähigkeiten und Fertigkeiten erfolgt.[7] Die Organisation der zu verrichtenden Arbeit in Unternehmen als Grundlage für Kooperationsformen wird in Kapitel 3.1. behandelt.

3 Virtualisierung

Fragt man einen Informatiker, was mit dem Wort „virtuell“ gemeint ist, so wird er in der Regel auf die nach Alan Turing benannte „Turing Maschine“ als Beispiel einer „virtuellen Maschine“ verweisen und Formulierrungen wie „uneigentlich existierend“ und „der Wirkung nach vorhanden“ heranziehen.

In der Informatik ist die eindeutige Definition des Begriffs „Virtualisierung“ schwierig zu verfassen. Es gibt viele Konzepte und Technologien im Bereich der Hardware und Software, die diesen Begriff verwenden. Häufig werden damit Methoden bezeichnet, die es erlauben, Ressourcen eines Computers zusammenzufassen oder aufzuteilen.[8]

Andererseits wurde der Begriff „Virtualisierung“ offenbar aus Marketinggründen reichlich verwendet – aus wenigen zusammengebauten Hardwareteilen und / oder Softwareteilen spricht man bereits von einem „virtuelles System“.

In der Folge wird aber der Begriff „Virtualisierung“ für diese Arbeit aus der zu verrichtenden Arbeit und der Arbeitsorganisation abgeleitet und

3.1 Arbeitsorganisation

Folgt man dem instrumentellen Organisationsbegriff, so hat jedes Unternehmen eine Organisation. Organisation ist dabei das zielorientiert geschaffene, auf Dauer angelegte Regelsystem (Organisationsstruktur), das ein Unternehmen hat und das als Führungsinstrument eingesetzt wird.[9]

Der Begriff der Arbeitsorganisation findet ihre Deckung im instrumentellen Organisationsbegriff. Arbeitsorganisation beschreibt die Art, den Umfang und die Bedingungen, in denen Menschen in mittelbarer oder unmittelbarer Zusammenarbeit mit anderen mit Arbeitsgegenständen, Informations- und Betriebsmitteln an Arbeitsobjekten zielgerichtete Verrichtungen vornehmen. Dazu gehört die Art

- der Arbeitsaufgaben,
- der Aufgabenteilung zwischen den Menschen und Betriebsmitteln,
- der Zusammenarbeit zwischen den Menschen,
- von Information und Kommunikation,
- der Arbeitszeit,
- des Entgeltsystems und
- der Führung[10]

Arbeitsaufgaben sind Arbeits- oder Handlungsoptionen, stellen zum Teil auf Zielsetzungen ab. Arbeit in Form von Tätigkeiten sind demgegenüber untergeordnete Handlungen, die zur Erfüllung der Aufgaben dienen. Die Tätigkeiten (Arbeit) lassen sich teilweise delegieren, die Aufgabe jedoch keinesfalls.[11]

[...]


[1] Vgl. Manchen Spörri Sylvia; Grote Gudela (2001) S. 1

[2] Vgl. Konradt Udo; Hertel Guido (2002) S. 8

[3] http://de.wikipedia.org/wiki/Unternehmen; Abruf 23.05.2008

[4] In Anlehnung an Schierenbeck, Henner (2003) S. 23.

[5] http://de.wikipedia.org/wiki/Unternehmensziele; Abruf 23.05.2008

[6] Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Leistungserstellung ; Abfrage am 26.05.2008

[7] Vgl Schäfers Bernhard (Hrsg.) (1986). S. 24-28

[8] Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Virtualisierung_%28Informatik%29; Abfrage am 26.05.08

[9] Vgl. Bea Franz Xaver; Gröbel Elisabeth (2002) S. 4 ff

[10] Vgl. Grap Rolf (1992) S. 38.

[11] Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%A4tigkeit; Abruf 26.05.2008

Details

Seiten
12
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783656266921
ISBN (Buch)
9783656267584
Dateigröße
535 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v200626
Institution / Hochschule
Fachhochschule Wiener Neustadt
Note
1,0
Schlagworte
virtuelle Teams virtuell Team Kooperation Arbeitsgruppe Führung

Autor

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