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Kann das Interview als valide Forschungsmethode in der Kommunikationswissenschaft gelten?

Hausarbeit (Hauptseminar) 2012 24 Seiten

Medien / Kommunikation - Methoden und Forschungslogik

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

Tabellenverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen
2.1 Qualitatives vs. Quantitatives Interview
2.2 Interviewsituation
2.3 Probleme und Einschränkungen des Interviews als Forschungsmethode
2.4 Die Triangulation- die Suche nach ergänzenden Methoden

3. Praxisbezug

4. Fazit

Literaturhinweise

Tabellenanhang

Eidesstattliche Erklärung

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Qualitatives vs. Quantitatives Interview (eigene Darstellung)

Tabelle 2: Arten des qualitativen Interviews (nach Lamnek 1993: 91)

1. Einleitung

„Allerdings muss man sehen, dass das Interview, obgleich es sich großer Beliebtheit erfreut, nicht unumstritten ist“ (Aufenanger 2011: 98).

Das Interview fungiert als eines der meistbenutzten Erhebungsverfahren, vor allem in der qualitativen Sozialforschung. Es gilt somit als Königsmethode (Vgl. Lamnek 1993: 35), trotz seiner hohen Reaktivität. Das Interview figuriert als Begriff einer mündlichen Befragung einer Person, indem verbale Reaktionen auf verbale Stimuli gesammelt werden. Das Instrument des Interviews ist der Fragebogen beziehungsweise Leitfragen, nach denen das Gespräch mit der Versuchsperson verläuft (vgl. Kromrey 2009: 336f.).

Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Erklärung von der Funktionsweise der Forschungsmethode Interview. Zudem ist es relevant die Möglichkeiten und Grenzen dieser Methode in der Medienforschung aufzuzeigen. In diesem Sinne haben die folgenden Überlegungen das Ziel die Fragestellung zu behandeln, ob diese Untersuchungsanlage in der Medienforschung einen Mehrwert leistet und welche Probleme dabei auftreten können. Des Weiteren, ob sich das Interview als valide Forschungsmethode in der Kommunikationswissenschaft durchsetzen kann. Es erscheint somit wissenschaftlich relevant die Eigenschaften, Vor- und Nachteile des Interviews als Forschungsmethode herauszuarbeiten.

Um entsprechend in das Thema einzuleiten, wird zum Beginn auf den Begriff des Interviews als Forschungsmethode eingegangen. Dieser Schritt wird vollzogen, damit das Thema der vorliegenden Arbeit allgemein greifbar wird. Daher soll in Kapitel 2 dieser Begriff für das vorliegende Forschungsvorhaben definiert werden. Neben den Beschreibungen der Begriffsgeschichte, den typischen Merkmalen, seinen Mechanismen und der Gegenüberstellung des qualitativen mit dem quantitativen Interviews, werden Probleme und Grenzen dieser Methode beleuchtet. Um diese theoretisch legitimierte Verknüpfung auch in der Praxis nachweisen zu können, werden kommunikationswissenschaftliche Studien exemplarisch vorgestellt und auf ihre Forschungsanlage analysiert (Kapitel 3).

2 Theoretische Grundlagen

Das Interview ist eines der meistgenutzten Forschungsanlagen in der Sozialforschung (vgl. Mey/Mruck 2010: 421). Auch in der qualitativen Forschung werden die meisten Daten in Form von Interviews gewonnen (Vgl. Aufenanger 2011: 97, Kromrey 2009: 336). Mittlerweile existiert im deutschsprachigen Raum eine erhebliche Zahl an Interviewvarianten, die sich unter Einbezug einer internationalen Perspektive noch erweitern lassen.[1] In der traditionellen Sozialforschung wird das Interview sowohl als mündliche als auch schriftliche Erhebungsmethode kategorisiert (vgl. Kromrey 2009: 336). In der qualitativen Sozialforschung werden mündliche Befragungsformen jedoch bevorzugt (Vgl. Lamnek 1993: 35). „Häufig werden Interviewdaten auch als <<verbale Daten>> bezeichnet, um die Textkategorie, die für den Analyseprozess Verwendung finden soll, deutlich zu machen“ (Aufenanger 2011: 97).

Historisch betrachtet hat das Interview in der Medienforschung eine besondere Stellung. Bereits im 19. Jahrhundert wurde es in familiensoziologischen Studien eingesetzt und im 20. Jahrhundert mit dem Aufkommen von elektronischen Medien, vor allem zur Erfassung von Rezeptionsstudien, angewendet. Zu Beginn der Fernsehforschung in Deutschland setzte sich das standardisierte Interview und die Fragebogenmethode durch. Später, in der Rezeptionsforschung, fand das qualitative Interview seinen Anklang (Vgl. Aufenanger 2011: 99, Lamnek 1993: 35f.).

Interview wird als Forschungsinstrument verstanden, spezieller als “[...] ein planmäßiges Vorgehen mit wissenschaftlicher Zielsetzung, bei dem die Versuchsperson durch eine Reihe gezielter Stimuli zu verbalen Informationen veranlasst werden soll“ (Scheuch 1967: 70 zit. nach Lamnek 1993: 36). Diese Definition soll als Einstieg genügen, da eine genauere Beleuchtung des Interviews als Forschungsmethode in weiteren Teilen der vorliegenden Arbeit folgt. Anzumerken ist, dass das Interview als Erhebungsmethode keine negativen Folgen für die Befragten Versuchspersonen haben darf (Vgl. Kromrey 2009: 340). Der Prozess der Befragung soll auf Erkenntnisgewinnung und die Analysen auf repräsentative oder typisierende Verallgemeinerungen abzielen (Vgl. Aufenanger 2011: 97ff.).

Bezogen auf den Einsatz von Interviews finden sich für den gesamten Ablauf, von der Entscheidung für eine Interviewform bis zur Aufbereitung der Gespräche inklusive der drin zutreffenden Entscheidungen und Vorgehensweisen, breitflächige Herausforderungen (Vgl. Mey/Mruck 2010: 428f.). Interviews werden normalerweise als Dyade geführt: Eine Person ist der Interviewer und die andere der /die Interviewte. Teilweise werden auch zwei Interviewer eingesetzt. Dieses Vorgehen sollte jedoch vermieden werden, da es zu einer Asymmetrie in der Anzahl der Anwesenden kommt und der Befragte sich wie in einem Verhör fühlen könnte (vgl. Mey/Mruck 2010: 429). Aufgrund dessen kann es zu verzerrten Antworten kommen. Zudem ist auch das Setting, also Ort der Befragung, entscheidend. Es kann interessante Hinweise für die Untersuchung liefern. Zudem haben zeit-asynchrone Kommunikationsformen, wie Telefoninterviews, vor allem praktische Vorzüge, sie sparen Zeit und Kosten. Auf der anderen Seite entfallen bei den Telefoninterviews visuelle Materialien, Informationen über den situationellen Kontext und die persönlichen Hintergründe. Interviews werden in der Regel aufgezeichnet (vgl. Lamnek 1993: 97, 99). Für die meisten Studien reichen Audioaufzeichnungen aus. Es werden jedoch auch komplexere Formen angewendet, wie beispielsweise Videoaufzeichnungen, die die Mimik und Gestik in den Fokus stellen. Mittlerweile gehört es auch zum Standard ein Postskript anzufertigen. So werden Eindrücke, Auffälligkeiten und Befindlichkeiten festgehalten (Vgl. Mey/Mruck 2010: 430).[2]

Vorweg ist anzumerken, dass die Auswertung und Analyse von Interviewdaten in der vorliegenden Arbeit nicht berücksichtigt wird. Näheres zu diesem Thema ist ausführlich bei Lamnek (1993: 107-125) aufzufinden. Der folgende Punkt der Arbeit fokussiert sich auf der Unterscheidung zwischen dem qualitativen und dem quantitativen Interview.

2.1 Qualitatives vs. Quantitatives Interview

Die Durchführung qualitativer und quantitativer Sozialforschung unterscheidet sich in der Verwendung der Methoden des Datengewinns, unterschiedlichen Auswertungen der Daten und der Strategie der Forschungsdurchführung (Vgl. Witt 2001: [1]). Nicht zu jedem Erkenntnisinteresse und nicht zu jeder Forschungsfrage passt das qualitative Interview, so auch nicht alle Auswertungsmethoden lassen sich problemlos mit allen Formen dieser Methode verbinden (Vgl. Mey/Mruck 2010: 432). “Diese Überlegungen mögen verdeutlichen, dass trotz der Attraktivität des qualitativen Interviews im Forschungsprozess dessen Wahl gut begründet und im Kontext sowohl der Ziel- bzw. Fragestellung als auch der gewählten Auswertungsmethode stehen sollte“ (Aufenanger 2011: 98). Demzufolge werden in diesem Abschnitt der Arbeit zwei Arten des Interviews beschrieben, das qualitative und das quantitative Interview.[3] Die jeweiligen Charakteristika (nach Lamnek 1993: 37; eigene Auswahl) werden anhand von der Tabelle 1 verdeutlicht und strukturiert.

Tabelle 1: Qualitatives vs. Quantitatives Interview (eigene Darstellung)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quantitative Daten sind nach Witt (2001) nur zahlenmäßig darstellbare, abstrakte Daten, wie beispielsweise Skalenwerte in Fragebögen oder Zeitwerte für bestimmte Ereignisse. Im Unterschied dazu tragen qualitative Daten eine konkrete Bedeutung. Diese unmittelbare Bedeutung ist jedoch nicht eindeutig, sie muss um Kontextbedingungen ergänzt werden (Vgl. Witt 2001: [2,3]).

Der Grad der Standardisierung gilt als konstitutiv in der Unterscheidung zwischen dem qualitativen und dem quantitativen Interview (Vgl. Lamnek 1993: 39f.).

Das qualitative Interview zeichnet sich durch offene Fragen und einen geringeren Grad der Standardisierung aus. Die befragte Stichprobe ist meist klein und diese Art des Interviews dient eher dem Prozess der Hypothesengenerierung. In diesen Fall liegt der Fokus nicht in der Repräsentativität der Daten, sondern auf ihrer Reichhaltigkeit, Offenheit, Breite und Detaillierung (vgl. Witt 2001: [9]).

Das quantitative Interview kann, im Gegensatz zum qualitativen Interview, durch geschlossene Fragen charakterisiert werden. Der Grad der Standardisierung ist höher als der in der qualitativen Befragung (vgl. Witt 2001: [7,8]). Die Stichprobengröße ist groß und das quantitative Interview dient der Hypothesenprüfung (Vgl. Lamnek 1993: 36f.).

„Interviews sind eine Verfahrensgruppe, die entlang der Dimension Interviewsteuerung (Standardisierung/Strukturierung) und evozierte Textsorte (Erzählung, Bericht, Argumentation, Sachdarstellung, Kenndaten, Meinungen etc.) geordnet werden kann. Je nach Forschungsinteresse und Anwendungsbereich ist die Auswahl bestimmter Interviewvarianten nahe liegender als andere“ (Mey/Mruck 2010: 428).

Die Auswahl der Interviewform ist immer zu begründen. Im Folgenden wird das Qualitative und das quantitative Interview mit all seinen Eigenschaften, Vor- und Nachteilen beschrieben.

Qualitatives Interview

Qualitative Interviews spielen eine wichtige Rolle in ethnographischen, auf teilnehmender Beobachtung basierenden Forschungsprojekten (Vgl. Hopf 2008: 350). In der qualitativen Sozialforschung lassen sich sehr unterschiedliche Formen von Interviews ausmachen. Aufenanger (2011) differenziert somit folgende Arten des Interviews:

1. Leitfaden Interview,
2. Experten Interview,
3. Fokussiertes Interview,
4. Problemzentriertes Interview,
5. Dilemma-Interview,
6. Struktur-Lege-Technik,
7. Konstrukt-Interview,
8. Erzählgeneriertes/Narratives Interview.

Diese Aufzählung sollte um die Gruppendiskussion ergänzt werden (Vgl. Kromrey 2009: 365).[4] Jedoch nicht alle Formen finden in der qualitativen Medienforschung Verwendung (Vgl. Auenanger 2011: 98f.). Das Leitfadeninterview ist laut Auenanger (2011: 100) die gängigste Form die in der Sozialforschung angewendet wird. Dies ist womöglich auf die klare Strukturierung (halb-standardisiert) (vgl. Kromrey 2009: 388) und damit verbundenen eindeutigen Auswertung zurückzuführen. Es werden nur offene Fragen gestellt (vgl. Lamnek 1993: 60). Somit ist die Erhebung einfach durchzuführen. Es ist jedoch anzumerken, dass der Interviewer sich an den Leitfragen orientieren muss, was wenig Spielraum für andere Themen auf Seite der Befragten zulässt (Vgl. Mey/Mruck 2010: 430f.). Auf diese Weise verliert der Interviewer nicht nur den Blickkontakt mit der Versuchsperson, sondern schafft sowohl eine künstliche als auch eine unangenehme Befragungssituation. Somit ist die Kompetenz der Interviewer gefragt (vgl. Lamnek 1993: 68), die anhand des Leitfadens möglichst spezifische und tiefgründige Antworten der Befragten erfassen soll. „Eine formal durch Standardisierung abgesicherte Gleichförmigkeit der Befragung ist nach dem Verständnis qualitativen Interviewens nicht nur verzichtbar, sie ist nach dieser Auffassung auch grundsätzlich nicht leistbar, weil allein die identische Reproduktion der Interviewfragen die weiterhin bestehenden Unterschiede zwischen den konkreten Interviewsituationen (Sprachverständnis, [...] Vertrautheit etc.) nicht bestehen kann“ (Kromrey 2009: 388). Das qualitative Interview wird als Einzelfallbefragung angesehen, da es sich durch einen gewissen Grad an Intimität auszeichnet und persönliche Themen behandelt (vgl. Lamnek 1993: 60). Opdenakker (2006) zählt zur der Face-to-face-Befragung auch Telefon- und MSN-Messenger-Interviews hinzu.

Quantitatives Interview

Das quantitative Interview zielt auf eine objektive Erfassung sozialer Sachverhalte ab. Es ist eine (voll) standardisierte und strukturierte mündliche Befragung die auf einem Fragebogen mit definierten Antwortmöglichkeiten und vorher festgelegter Reihenfolge basiert. Anzumerken ist dass jede Abweichung von den festgelegten Einheiten unzulässig ist, da so die Informationssammlung und Generalisierung von Dateninterpretationen auf Probleme stoßen würde. Der Interviewverlauf kann als Frage-Antwort-Spiel beschrieben werden, der durch Asymmetrie und Ungleichgewicht charakterisiert werden kann (Vgl. Lamnek 1993: 38ff.).

Vor- und Nachteile des qualitativen und des quantitativen Interviews

Das qualitative Interview bedient sich folgenden Vorteilen:

Es untersucht Sachverhalte. Durch die offene Gestaltung steigt die Motivation der Teilnehmer an. Es existiert eine breite an Explorationsmöglichkeiten (Vgl. Lamnek 1993: 35). Der Fokus des Gesprächs wird vom Teilnehmer bestimmt. Zudem wird meist eine relativ vollständige Information über die Ansichten der Versuchspersonen erzielt, da der Interviewer die Möglichkeit hat Hintergründe zu erfragen und so auch Unklarheiten aufzuklären (Vgl. Lamnek 1993: 56, Witt 2001: [9]).

Es sind jedoch auch Nachteile bei dem qualitativen Interview zu nennen. Es ist relativ zeit- und kostenaufwendig. Es werden hohe Anforderungen an die Qualifikation des Interviewers gestellt. Diese Methode impliziert zugleich eine aufwendige Auswertung. Die Vergleichbarkeit der Ergebnisse fällt auch teils schwierig aus (vgl. Witt 2001: [24]).

Lamnek konstatiert, dass gerade durch den Vergleich von Text und seiner Interpretation sich Kontrollmöglichkeiten ergeben, die dem qualitativen Interview einen methodisch und methodologisch hohen Wert verleihen (Vgl. Lamnek 1993: 35).

Das quantitative Interview erfasst relevante Merkmale. Es ist durch eine geringe Ausfallquote gekennzeichnet. Es ermöglicht Fehler durch Fragen zu reduzieren, indem gleiche Fragen gestellt werden. Des Weiteren wird die gewünschte Beantwortungsreihenfolge eingehalten und im Vergleich zum qualitativen Interview, liefert es bessere Vergleichbarkeit der Ergebnisse. Es ist schnell und preiswert durchzuführen.

Das quantitative Interview ist jedoch stark an Interviewereffekte gekoppelt. Bei mündlicher Befragung ist ein höherer Zeit- und Kostenaufwand als bei einem schriftlichen Interview aufzufinden.

[...]


[1] Eine umfassende Dokumentation ist im „Handbook of Interview Research“ von Gubrium und Holstein (2001) nachzuschlagen. Es bietet jedoch weniger eine Darstellung spezieller Verfahren, die typisch für den deutschsprachigen Rauem sind. Die Diskussion setzt den Fokus eher auf das Interviewen als Tätigkeit.

[2] Die Fragebogenkonstruktion, Kategorisierung und Verwendung der Fragenformen wird an dieser Stelle nicht erläutert, da sonst der Rahmen dieser Arbeit überschritten wäre. Ausführliches zum Thema: Kromrey (2009: 347-366).

[3] Ausführliches zur der Unterscheidung und expliziten Erläuterung des Datengewinns im Rahmen verschiedener Forschungsstrategien der Sozialforschung Witt (2001: [11-36]).

[4] Eine genaue Erklärung der Arten des qualitativen Interviews nach Lamnek (1993) befinden sich im Tabellenverzeichnis der vorliegenden Arbeit auf Seite 24. Zusätzlich, eine ausführliche Übersicht über die Befragungsformen bietet Mey/Mruck (2010: 424-427), Hopf (2008: 351-357) und Kromrey (2009: 364). Des Weiteren ist eine Unterscheidung in qualitative und quantitative Interview (Unter)Arten bei Lamnek (1993: 38f.) nachzuschlagen.

Details

Seiten
24
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656269885
ISBN (Buch)
9783656271550
Dateigröße
427 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v200979
Institution / Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena – Institut für Kommunikationswissenschaften
Note
1,7
Schlagworte
Interview Forschunngsmethoden validität valide Triangulation Qualitativ quantitativ

Autor

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