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Die antideutschen Komponenten der tschechischen nationalen Legende und deutschböhmische Gegenbilder in der Historiographie des 19. Jahrhunderts

Hausarbeit (Hauptseminar) 2002 39 Seiten

Geschichte Europa - and. Länder - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Mythos des Kampfes des Slawentums gegen das Deutschtum

3. Deutschböhmische Geschichtsschreibung

4. Die verschiedenen Phasen der Wiedererweckung und ihre Protagonisten

5. Die antideutschen Komponenten der nationalen Legende und ihre Rezeption in Historiographie und Literatur
5.1. Die slawische Legende
5.2. Der Hussitismus
5.3. Die „Ostbewegung“ deutscher Siedler im Mittelalter
5.4. Die Frage der Abhängigkeit oder Selbständigkeit Böhmens vom mittelalterlichen deutschen Reich
5.5. Die Niederlage in der Schlacht am Weißen Berg von 1620 -

6. Zusammenfassung

7. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Wenn – wie vor einigen Monaten geschehen – Staatsbesuche zwischen deutschen und tschechischen Politikern abgesagt werden, weil es Unstimmigkeiten bezüglich der Beneš-Dekrete gibt, so handelt es sich dabei nur vordergründig um die Frage, wie diese staatsrechtlich zu behandeln sind.

Vielmehr kommt darin die Kompliziertheit des deutsch-tschechischen Verhältnisses zum Ausdruck, die ihre Wurzeln in dem jahrhundertelangen Zusammenleben von Deutschen und Tschechen in den böhmischen Ländern hat.

Die Geschichte Böhmens ist von den Wiedererweckern der tschechischen Nation im 19. Jahrhundert zu einer Geschichte der feidnlichen tschechisch-deutschen Auseinandersetzungen gemacht worden.

Die Auswirkungen dieser Geschichtsinterptretation sind – wie an obigem Beispiel zu besichtigen - bis heute virulent und machen die Frage nach den Komponenten der nationalen Legende bei der tschechischen Nationalbewegung zu einer hochaktuellen.

Die vorliegende Arbeit will zeigen, daß alle wichtigen nationalen Mythen und Legenden, die von den Wiedererweckern dazu benutzt wurden, eine tschechische Nation zu schaffen, den Gegensatz zwischen den angeblich friedlichen, humanistischen Slawen und den militaristischen und feudalistischen Deutschen zur Grundlage haben.

Dabei soll zunächst der Mythos dieses behaupteten Antagonismus an sich und seine geistigen Wurzeln untersucht werden.

In einem zweiten Schritt werden die Protagonisten der tschechischen Wiedererweckung und ihr Wirken in den verschiedenen Phasen der Nationalbewegung vorgestellt.

Anschließend sollen die wichtigsten Komponenenten der nationalen Legende der Tschechen im Hinblick auf die Rolle, die die angebliche Frontstellung Deutsche-Tschechen dabei spielt, untersucht werden.

Die deutschböhmische Geschichtsschreibung reagierte relativ spät auf die einseitige Darstellung der böhmischen Geschichte. Die ab den 1860er Jahren einsetzende deutschböhmische Historiographie soll den einzelnen Komponenten der tschechischen Geschichtsschreibung gegenübergestellt werden.

Hierdurch soll nicht nur eine pointiertere Offenlegung der tschechischen Darstellung gelingen. Es soll auch geprüft werden, ob die Geschichtsschreibung der Deutschen in Böhmen nur reagierte oder auch eigene Akzente für die böhmische Geschichtsschreibung insgesamt setzte, ob auch auf deutschböhmischer Seite von einem tschechisch-deutschen Antagonismus ausgegangen wird. So soll auch geklärt werden, ob man Ende des 19. Jahrnuderts bereits von einer `sudetendeutschen` Geschichtsauffassung sprechen kann.

Die vorliegende Arbeit beschränkt sich aufgrund des vorgegebenen Rahmens auf die Untersuchung der Geschichtsschreibung in Böhmen im 19. Jahrhundert, schwerpunktmäßig der zweiten Hälfte derselben. Angesichts der hervorragenden Rolle, die (instrumentalisierte) Geschichte im Böhmen des 19. Jahrhunderts – des „Jahrhunderts des geschichtlichen Denkens“ (F. Schnabel) - spielte, erscheint dies opportun. Eine Arbeit über Symbole – auch und gerade in Musik und Kunst – als Komponenten nationaler Legende wäre zweifellos gerade am tschechischen Beispiel ein ebenso aufschlussreiches Unterfangen.

Das auch in der Forschung gebrauchte Vokabular von den `Wiedererweckern` und der `Wiedergeburt` der tschechischen Nation wird in dieser Arbeit beibehalten, auch wenn es sachlich nicht zutreffend ist. Denn die Gleichsetzung einer etwaigen mittelalterlichen „Nation“ mit einer modernen Nation – was der Begriff `Wiedergeburt` ja suggeriert – ist eigentlich nicht zulässig.

2. Der Mythos des Kampfes des Slawentums gegen das Deutschtum bei den Tschechen

Der von den Erweckern im 19. Jahrhundert in den Mittelpunkt gestellte Kampf zwischen dem friedlichen, humanistischen Slawentum und dem feudalistischen und militaristischen Deutschtum war als Integrationsmittel vor allem deshalb so erfolgreich, weil er nicht zu diesem Zweck konstruiert wurde, sondern in der böhmischen Geschichte dahingehend angelegt war, dass in den böhmischen Ländern seit Jahrhunderten Tschechen und Deutsche mteinander lebten.

Die angeblich Jahrhunderte alte Auseinandersetzung zwischen Tschechen und Deutschen hatte reale[1] und ideologische Hintergründe, die von den Protagonisten der tschechischen Nationalbwewegung instrumentalisiert wurden. Vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Auseinandersetzungen vor allem in den 1860er und 1870er Jahren fielen sie in der tschechischen Bevölkerung auf fruchtbaren Boden.

Wenn auch davon ausgegangen werden muß, daß schon vor Johann Gottfried Herder slawische Denker und Gelehrte eine gewisse Friedfertigkeit als charakteristische Eigenschaften ihrer Völker hervorgehoben haben[2], so ist der überwältigende Einfluß Herderscher Gedanken auf die tschechische Nationalbewegung und direkt auf die Komponenten der nationalen Legende offensichtlich[3].

Schon Masaryk erkannte, daß Herder (1744-1803) „der bedeutendste Lehrer der Slawen zur Zeit der Wiedererweckung“[4] war.

Während bei vielen anderen slawischen Völkern Herders Verständnis der Geschichte als eines organisierten Geschehens, in der die Völker einander ablösen und jeweils das Ihrige zur Erreichung des geschichtlichen Endziels – der Humanität – beitragen[5], aufgegriffen wird, spielen bei der tschechischen Wiedergeburt auch andere Gesichtspunkte eine wichtige Rolle. Vor allem die Hervorhebung des friedliebenden und unkriegerischen Charakters der Slawen und die Prophezeiung einer großartigen Zukunft werden rezipiert. Josef Jungmann bezeichnt Herder als „ehrlichen Deutschen“[6]. Čelakovský will seine Sammlung tschechischer Volkslieder nach dem Titel der Sammlung Herders „Stimmen der Völker in Liedern“ nennen[7].

Auch Josef Dobrovský, der der romantischen Verherrlichung des slawischen Altertums durch u.a. Jungmann kein Verständnis entgegen bringt, beruft sich in den deutsch geschriebenen Sammelwerken „Slawin“ (1806) und „Slovanka“ (1814) zuallererst auf Herder[8]. Sowohl Dobrowský (1806 im „Slawin“) als auch Jungmann (1813) veröffentlichen tschechische Übersetzungen von Herders Slawenkapitel.

Am weitreichendsten wirkte der Einfluß Herders jedoch durch dessen These, daß die Slawen in der Vergangenheit insbesondere von den Deutschen verfolgt worden seien. Palackýs Geschichtsdeutung von dem ewigen Kampf zwischen den friedlichen slawischen Urbewohnern Böhmens und den gewaltsam eindringenden feudalistischen Deutschen ist eng angelegt an Herders Slawenkapitel[9], sozusagen eine Überinterpretation derselben.

„Der Hauptinhalt und Grundzug der ganzen böhmisch-mährischen Geschichte ist die ständige Begegnung und das Ringen des Slawentums mit dem Römertum und dem Deutschtum in dem nun erklärten Sinne; und da das Römertum nicht für sich allein, sondern nahezu ausschließlich durch die Vermittlung des Deutschtums die Tschechen erreicht hat, können wir auch sagen, daß die tschechische Geschichte überhaupt auf dem Kampf mit dem Deutschtum beruht, oder in der Aufnahme und Ablehnung deutscher Gewohnheiten und Ordnungen durch die Tschechen“[10].

Dieser Auszug aus der Einleitung der tschechischen Ausgabe der Geschichte von Böhmen – die in der deutschen Ausgabe von 1836 fehlt – ist Leitspruch der Wiedererwecker und zieht sich durch Historiographie, Literatur, selbst Musik und bildender Kunst des 19. Jahrhunderts.

Dem „pangermanischen Imperialismus“, gekennzeichnt durch „Imperialismus und Weltherrschaft aufgrund des Faustrechts“, wozu der deutsche „Drang nach Osten“ gehöre[11], wurde die „slawische Legende“ entgegengestellt, direkt oder indirekt hergeleitet von Herders Slawenkapitel.

Danach werden die alten Slawen als humanistisches Ideal und Verkörperung der Menschlichkeit gepriesen und als ein Volk mit großer Zukunft[12]. Fast wörtlich übernimmt beispielsweise Palacký, dessen „Geschichte von Böhmen“ das Geschichtsbild und Nationalbewußtsein der Tschechen nachhaltig prägte, den Herderschen Antagonismus zwischen „Slawen“ und „Deutschen“, wenn er behauptet: „Dann waren sie [die Slawen] von jeher, nicht wie Deutsche und Sarmaten ein eroberndes, kriegerisch-nomadisches Volk, sondern friedliebend, an feste Wohnsitze gewöhnt, dem Ackerbau, der Viehzucht, den Gewerben und dem Handel ergeben“[13].

Die Urlegende vom deutsch-tschechischen Gegensatz, die im Folgenden in ihren Facetten untersucht werden soll, speist sich aber längst nicht nur aus Herderschen Ideen. Bereits in der sogenannnten Dalimil-Chronik[14] vom Beginn des 14. Jahrhunderts wird eine angebliche Auseinandersetzung zwischen Tschechen und Deutschen thematisiert. Seitdem, von der deutschen Ostsiedlung über den Kampf des böhmischen Adels gegen den Wiener Zentralismus bis hin zum Sprachenstreit im 19. Jahrhundert, sei – so die tschechischen Wiedererwecker - die böhmische Geschichte geprägt von der ständigen Auseinandersetzung des friedlichen Slawentums gegen die deutsche feudale Überherrschung, die die tschechischen Führungsschichten vom eigenen Volk entfremdet hätten.

3. Deutschböhmische Geschichtsschreibung

Die Geschichtsschreibung der Deutschböhmen ist noch mehr als die der Tschechen in verschiedene Phasen zu unterteilen[15]. Charakteristisch ist ihre reagierende, defensive Ausrichtung. Während die tschechischen Wiedererwecker aus der Position der aufstrebenden, sich in zahlreichen Vereinen, Organisationen und Institutionen formierenden Nation auch von einer gewissen Eigendynamik profitieren, konzentriert sich die deutschböhmische Reaktion oft auf eine „defensive und apologetische Widerlegung der propagandistischen Darstellungen der Gegenseite“[16].

Dominiert, ja beherrscht wird die deutschböhmische Geschichtsschreibung und damit der Entwurf von gegensätzlichen, dem Deutschtum gegenüber positiv eingestellten Geschichtsbildern, von der deutschliberalen Richtung[17]. In ihrer politischen Hochzeit, in der die deutschliberale Partei das (deutschböhmische) politische Leben als Verfassungspartei prägt, erscheint die erste „Geschichte von Böhmen“ aus deutschböhmischer Sicht.

Zuvor wird die „Richtungsänderung in der deutschböhmischen Geschichtsschreibung“[18] durch die Gründung des Vereins für die Geschichte der Deutschen in Böhmen 1862 eingeläutet. In seiner – allerdings nicht unumstritttenen – Eröffnungsrede auf der Gründungsversammlung betont der Prager Professor Constantin von Höfler das „Zukunftsgewicht der Vergangenheit“, „weil alle Völker an ihre Vergangenheit als Rüstzeug für ihre Zukunft“ appelierten[19]. In diesem Sinne wird, ähnlich wie bei den Tschechen, die Wissenschaft für die Deutschböhmen zum politischen „Rüstzeug“, zur Waffe in der alltäglichen politischen Auseinandersetzung instrumentalisiert. Ananlog zu der Auffassung tschechischer Wiedererwecker forderten die Gründungsmitglieder des VGDB eine „deutsche böhmische Geschichte“ und dass „Geschichtswissenschaft politisch, ja tagespolitsich wirksam“ zu sein habe[20].

Ludwig Schlesingers im Auftrag des Vereins 1869 veröffentlichte „Geschichte Böhmens“[21], in wenigen Monaten vergriffen, trug nicht nur wesentlich zur allmählichen Verbreitung eines „Stammesbewußtseins“ unter der deutschsprachigen Bevölkerung Böhmens bei[22]. Sie trug ebenso eindeutig „deutschböhmischen bürgerlich-liberalen Bekenntnischarakter“[23]. Schlesinger nahm Palackýs These der feindlichen Auseinandersetzungen zwischen Deutschen und Tschechen an und woltte das „nationale Bewußtsein [der Deutschen in Böhmen] heben“. Er sieht seine Arbeit als Antwort auf die „vollständige Unterdrückung der Geschichte des deutschböhmischen Stammes“[24]. Die Hälfte der Darstellungen Schlesingers befasst sich mit den „inneren Kulturverhältnissen“ und der Geschichte – und hier vor allem mit den Leistungen – der Deutschböhmen.

Schon in Schlesingers Vorwort kommt somit der defensive Charakter deutsch-böhmischer Geschichtschreibung zum Vorschein. Der zweite Protagonist, Julius Lippert, konstatierte 1862 in einer Vorrede zu einer von ihm verfassten Stadtgeschichte: „Mit einem gewissen Recht konnte man bisher sagen, der Deutsche in Böhmen besitze keine Geschichte“[25].

Tatsächlich waren aufgeklärte Vorläufer deutscher Geschichtsschreibung in Böhmen idealistisch-universalistisch geprägt und national nicht eindeutig zuordbar. Zu erwähnen seien hier Pater Zacharias Ressels „Handbuch der Universalgeschichte für gebildete Leser“[26] oder Anton Heinrich Springers Geschichtsschreibung des universalen Kampfes gegen die alte (feudale) und für die neue Weltanschauung[27], die beide von Revolutionsoptimismus geprägt sind und mit der französichen Revolution ein Revolutionszeitalter heraufziehen sehen.

Deutschböhmische Geschichte wird bei Schlesinger und später auch bei Bachmann[28] vornehmlich als Kulturgeschichte aufgefasst und dabei böhmische Landesgeschichte in nationale Leistungsanteile aufgeteilt. Das Hauptgewicht wird dabei auf die durchweg positiv aufgefasste deutsche Kolonisation gelegt und davon ausgehend die weitere Rolle des deutschen Bürgertums in der böhmischen Geschichte untersucht. Die Deutschen treten als Kulturträger auf, als Verteidiger des bürgerlichen `Banners der Freiheit`.

Ihr Bügerrecht erwarben sie sich vor allem aufgrund ihrer Leistungen (Städtebau, Aufblühen von Handel und Gewerbe, bürgerliche Freiheiten). Die „Urgermanentheorie“, wonach die Deutschen Böhmens direkt von den Markomannen abstammten und somit das eigentliche „erste Volk“ Böhmens darstellten, tritt bei Schlesinger und Bachmann eher in den Hintergrund[29].

Betont wird nichtsdestotrotz der deutsche Charakter Böhmens, das „ein volles Jahrtausend im Besitz deutscher Völker gewesen und nie gänzlich verlassen“ worden sei[30].

Zusammenfassend fällt auf, dass deutschböhmische Geschitsdarstellung gewissermaßen eine Gegendarstellung der tschechischen Historiographie zu sein scheint. Aufgrund des `Vorsprungs` der tschechisch-nationalen Geschichtsdarstellung entspringt die deutschböhmische einer Abwehr- und mitunter Rechtfertigungshaltung und „trägt den Akzent auf der Erarbeitung neuer Interpretationsmöglichkeiten [und damit Argumentationsmöglichkeiten] für ein bereits bekanntes Tatsachenmaterial“[31].

[...]


[1] Zur Geschichte Böhmens vgl. Hoensch, Jörg K. : Geschichte Böhmens. Von der slawischen Landnahme bis ins 20. Jahrhundert, München 1987

[2] Vgl. Seifert, Joseph L.: Die slawische „Friedfertigkeit“, in: Forschungen zur Völkerpsychologie und –soziologie, Band 3, 1927, S. 192-224

[3] Vgl. Renner, Hans: Studien zum tschechischen Frühnationalismus. Motivationen, Anfänge und Initiatoren der tschechischen Wiedererweckung, Inaugural-Dissertation der FAU Erlangen, 1974, S. 236-243 und Sundhaußen, Holm: Der Einfluß der Herderschen Ideen auf die Nationsbildung bei den Völkern der Habsburger Monarchie, München 1973

[4] Zitiert nach Sundhaußen, S. 134

[5] So z. B. Das messianische Sendungsbewußtsein der polnischen Nation, das im eigenen Volk den Christus unter den Völkern sieht

[6] Zitiert nach Sundhaußen, S.137

[7] Ebenda, S. 139

[8] Ebenda, S. 135

[9] Im vierten Abschnitt des 16. Buches der „Ideen“

[10] Palacký, Franz: Dĕjiny národu českého v Čechách a na Moravĕ, 5 Bände, Prag 1848/67, zitiert nach Sundhaußen, S. 143

[11] Bosl, Karl: Böhmen und seine Nachbarn. Gesellschaft, Politik und Kultur in Mitteleuropa, München-Wien 1976, S. 225-227

[12] Ebenda, S. 212-250

[13] Palacký, Franz (Hrsg.): Gedenkblätter. Auswahl von Denkschriften, Aufsätzen und Briefen, Prag 1974 in der Denkschrift für die Museumszeitschriften, S. 91

[14] Zur Herkunft und Rezeption der tschechischen Reimchronik des sogenannten Dalimil vgl. Graus, František: Die Nationsbildung der Westslawen im Mittelalter, Sigmaringen 1980, S. 92-95 und v.a. S. 219 f.

[15] Vgl. Neumüller, Michael: Zur deutschliberalen Geschichtsschreibung des 19. Jahrhunderts in Böhmen, in: Zeitschrift für Ostforschung, 20, 1971, S. 441-464

[16] Lemberg, Eugen: Selbstbeurteilung und Geschichtsbewußtsein der Sudetendeutschen, in: Sudetendeutsches Geschichtsbild in Vergangenheit und Gegenwart, Schriftenreihe der Ackermann-Gemeinde 7, München 1954, S. 14-37, hier S. 35

[17] Vgl. Neumüller: Deutschliberale Geschichtsschreibung

[18] Seibt, Ferdinand: Der Nationalitätenkampf im Spiegel der sudetendeutschen Geschichtsschreibung 1848-1938, in: Stifter-Jahrbuch 6, Gräfeling 1959, S. 18-38, hier S. 21

[19] Ebenda

[20] Neumüller, Michael: Der Verein für Geschichte der Deutschen in Böhmen: ein deutschliberaler Verein (von der Gründung bis zur Jahrhundertwende), in: Seibt, Ferdinand: Vereinswesen und Geschichtspflege in den böhmischen Ländern, München 1986, S. 179-208, hier S. 183

[21] Schlesinger, Ludwig: Geschichte Böhmens, Prag/Leipzig 1869

[22] Bis 1868 waren bei dem VGDB bereits 14000 Nummern unter der „Chronik der Geschenke“ verzeichnet Die Mitglieder waren aufgerufen, Beiträge zur deutschen Geschichte in Böhmen zu liefern und beteiligten sich rege

[23] Neumüller: Verein, S. 184

[24] Schlesinger: Vorwort

[25] Lippert, Julius: Beiträge zur Geschichte Böhmens Abt. 3, Geschichte von Trautenau, 2 Bände, Prag 1863-1866, zitiert nach: Oberdorffer, Kurt: Der Verein für Geschichte in Böhmen 1862-1938, in: Bohemia, 3, 1961, S.9-29, hier S. 14

[26] Wenzel Zacharias Ressel: Handbuch der Universalgeschichte für gebildete Leser, 8 Bände, Wien 1846-1853

[27] Anton Heintich Springer: Geschichte des Revolutionszeitalters (1789-1848). In öffentlcihen Vorlesungen an der Prager Universität übersichtlich dargestellt, Prag 1849

[28] Bachmann, Adolf: Böhmische Geschichte bis 1526, 2 Bände, Gotha 1899 und 1905

[29] Sie wird nochmals aufgegriffen von Bretholz, Bertold: Geschichte Böhmens und Mährens bis zum Aussterben der Přemysliden 1306 aus dem Jahre 1912, München/Leipzig 1912

[30] Kořalka, Jiři: Tschechen im Habsburgerreich und in Europa 1815-1914, Wien/München 1991, S. 55

[31] Seibt, S. 24

Details

Seiten
39
Jahr
2002
ISBN (eBook)
9783638241328
ISBN (Buch)
9783638646598
Dateigröße
573 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v20173
Institution / Hochschule
Westfälische Wilhelms-Universität Münster – Historisches Seminar
Note
1,3
Schlagworte
Komponenten Legende Gegenbilder Historiographie Jahrhunderts Hauptseminar Habsburgerreich Integrationsprobleme Vielvölkerstaates

Autor

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