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Business Intelligence als integrierter Ansatz zur Entscheidungsunterstützung

Hausarbeit 2012 19 Seiten

BWL - Informationswissenschaften, Informationsmanagement

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Business Intelligence
2.1 Begriffsabgrenzung
2.2 Der Business Intelligence Ordnungsrahmen
2.3 Einflüsse auf die Ausgestaltung von Business Intelligence als integriertes Konzept zur Entscheidungsunterstützung

3. Analyse bestehender BI-Konzepte im Hinblick auf einen integrierten Ansatz zur Entscheidungsunterstützung
3.1 Erfolgskritische Faktoren für den Einsatz von Business Intelligence im Unternehmen
3.2 Bewertung bestehender BI-Konzepte anhand o.g. Kriterien

4. Fazit

Literaturverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Der Business Intelligence Ordnungsrahmen

Abbildung 2: Das Comprehensive Decision Model am Beispiel einer ganzheitlichen Informationslogistik für das Projektportfolio-Management

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

“An economically rational decision maker will attempt to maximize his or her profits by systematically searching for theoptimumsolution to a prob- lem. For this to occur, the decision maker must have complete and perfect information and be able to process all this information in an accurate and unbiased fashion.”1In einer Welt vollkommener Information wäre es also möglich jedem Problem mit einer optimalen Entscheidung zu begegnen. In der Realität jedoch liegen Entscheidungen häufig lediglich der Wille zu rati- onaler Handlung zugrunde, nicht aber vollständige relevante Informationen oder die Möglichkeit ausreichender menschlicher Informationsverarbei- tung.2Die Qualität der Entscheidung hängt folglich von der Qualität der Informationen und ihrer Verwertbarkeit für den Entscheider ab.

Entscheidungen zu treffen ist ein Prozess, der aus dem unternehmerischen Kontext nicht wegzudenken ist, will man im Wettbewerb bestehen. Daher ist es für Unternehmen wichtig, Entscheider mit Informationen zu unterstüt- zen, die zu schnellen, pünktlichen und akkuraten Entscheidungen führen.3 Im Rahmen der Globalisierung wächst dieser Druck für die Unternehmen. Die weltweite Marktöffnung bringt Unternehmen nicht nur Chancen, son- dern auch Risiken.4Vor diesem Hintergrund ist verwunderlich, dass bei einer Umfrage im Jahre 2008 40 Prozent der befragten 250 leitenden An- gestellten zugaben, dass ihre Entscheidungen hauptsächlich nach Ermes- sen gefällt würden statt sich auf Analysen zu stützten.5 Die Studie ziegte, dass 36 Prozent der befragten Unternehmen sich einem Engpass an analy- tischem Talent gegenüber sehen, obwohl es in der heutigen Zeit Mittel für Unternehmen gibt, unternehmensübergreifende Informationen zu sammeln und auszuwerten.6Möglichkeiten solche Informationen, bzw. Daten effizien- ter zu nutzen bietet das Konzept des „Business Intelligence“ (BI), welches fast jedes erfolgreiche Unternehmen heute nutzt.7Häufig wird BI im Unter- nehmen jedoch unter rein technischen Aspekten beurteilt, was zu Fehlent- scheidungen bei der Wahl und Einführung von BI-Konzepten führt. Daher ist eine Betrachtungsweise notwendig, die zusätzlich zu Lösungen im Rahmen der IT sowohl das Individuum als Entscheidungsträger als auch fachliche Anforderungen berücksichtigt.

Die vorliegende Ausarbeitung befasst sich mit den optimalen Ausgestaltung von BI und soll bestehende BI-Konzepte im Hinblick auf einen integrierten Ansatz zur Entscheidungsunterstützung analysieren und bewerten. Das zweite Kapitel widmet sich der Begriffsabgrenzung von BI und verdeutlicht den Aufbau einschlägiger IT-Lösungen und den BI-Rahmen. Im dritten Ka- pitel werden erfolgskritische Faktoren für die Einführung von BI abgeleitet. Es schließt sich eine Bewertung bestehender BI-Konzepte an. Die Ausar- beitung endet mit dem Fazit im letzten Kapitel.

2. Business Intelligence

2.1 Begriffsabgrenzung

Der Begriff „Intelligence“ wird mit „Information“8, „Einsicht“ oder „Verständ- nis“ interpretiert, nicht aber wörtlich mit „Intelligenz“ übersetzt. Auf diese Weise gelangt „das Ziel des Einsatzes von Business Intelligence klarer zum Ausdruck“.9Die Literatur ist sich einig, dass bei dem Begriff BI alle Definiti- onen von der Betrachtungsweise der jeweiligen Autoren abhängen.10Somit liefert der BI Begriff „ein ausgezeichnetes Beispiel für die Schwierigkeit, exakte und allgemein akzeptierte Definitionen in der Informatik anzuge- ben.“11In den vergangenen Jahren hat sich der BI-Begriff „zunächst in der Praxis und später auch in der wissenschaftlichen Diskussion als Synonym für innovative IT-Lösungen zur Unternehmenssteuerung fest“ etabliert.12Im engeren Sinne werden unter BI „Kernapplikationen“ verstanden, die eine Entscheidung direkt unterstützen (OLAP, MIS, EIS).13Im analyseorientier- ten Verständnis von BI zählt man zu o.g. Anwendungen noch Systeme wie Text Mining, Data Reporting, Ad-hoc-Reporting, Balanced Scorecards, das CRM und Anwendungen zur Unterstützung von Planung und Konsoli- dierung.14In Wissenschaft und Praxis etabliert ist ein anderes Verständ- nis15, so dass im weiteren Sinne unter BI alle Anwendungen fallen, die direkt und indirekt zur Entscheidungsunterstützung eingesetzt werden.

Hierzu gehören neben Applikationen zur Datenauswertung und ihrer Prä- sentation auch solche zur Aufbereitung und Speicherung.16

Fest steht, dass sämtliche „Techniken und Anwendungen des Business Intelligence entscheidungsunterstützenden Charakter aufweisen sowie zur besseren Einsicht in das eigene Geschäft und damit zum besseren Ver- ständnis in die Mechanismen relevanter Wirkungsketten führen sollen.“17 BI ist also als Sammelbegriff zu verstehen, der Systeme und Softwareap- plikationen kennzeichnet18, die auf der Basis interner und externer Daten „in der Lage sind, das Management in seiner planenden, steuernden und ko- ordinierenden Tätigkeit zu unterstützten.“19

2.2 Der Business Intelligence Ordnungsrahmen

Ein integrierter, IT-basierter Gesamtansatz zur Entscheidungsunterstützung kann lediglich unternehmensspezifisch, auf der Grundlage eines allgemei- nen Rahmenkonzeptes, konkretisiert werden.20Dieser Ordnungsrahmen unterteilt sich in die Ebenen der Datenbereitstellung, Informationsgenerie- rung/-distribution und Zugriff. Ihm vorgelagert sind operative Systeme und externe Datenlieferanten (siehe Abb. 1.). Sie liefern die der Entscheidungs- unterstützung zugrundeliegenden strukturierten und unstrukturierten Daten. Ohne die Daten aus den Vorsystemen ist eine spätere Informationsgenerie- rung gar nicht erst möglich.21

Abbildung 1: Der Business Intelligence Ordnungsrahmen22 Operative Systeme:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

„The data over which BI tasks are performed often comes from different sources - typically from multiple operational databases across departments within the organization, as well as external vendors.”23Innerhalb des Unter- nehmens werden operative Daten bspw. von Dispositions-, Administrati- ons- und Abrechnungssystemen generiert.24In diesem Zusammenhang ergeben sich Probleme bei der Speicherung dieser Daten. Daten interner Datenlieferanten können von verschiedener Qualität sein. Sie werden oft in unterschiedlichen Formaten und Codierungen in zueinander nicht kompa- tiblen Systemen gespeichert, was für ihre Verwendung durch BI Anwen- dung eine Herausforderung darstellt.25Weitere Informationen können von außerhalb des Unternehmens kommen. Unternehmensexterne Informatio- nen sind besonders wichtig für Anwender mit steigender Vertriebs- und Marktorientierung, so kann es sich hierbei z.B. um Auskünfte wirtschaftspo- litischer-, juristischer und sozialer Natur oder marktsegmentspezifische In- formationen handeln.26Bei der Gestaltung einer ganzheitlichen BI Lösung gilt es auch diese Informationsquellen mit einzubeziehen.

Data Warehouse:

Als zentrale Komponente einer BI Architektur ist das sog. Data Warehouse

(DW) zu nennen, welches typischerweise aus einem oder mehreren, von den operativen Vorsystemen getrennten, DW Servern besteht.27Hier wer- den die entscheidungsrelevanten Inhalte zur Unterstützung dispositiver Aufgaben gespeichert.28Diese Inhalte sind direkt am Informationsbedarf des Managements ausgerichtet. Der Entscheider wird somit befähigt, direkt entscheidungsrelevante Informationen zu interessanten Kerngebieten zu recherchieren, sowie entsprechende Kennzahlen und deren Ausprägun- gen.29Die zu diesem Zwecke aus den operativen Systemen selektierten Daten können allerdings i.d.R. nicht direkt in das DW geladen werden und erfordern eine gewisse Aufbereitung.30Ein Transformationsprozess ist not- wendig um Datenredundanzen, Inkonsistenzen und semantische Wider- sprüche zu eliminieren.

[...]


1Greenberg (2005), S. 332.

2Vgl. Picot / Dietl / Franck (2002), S. 70.

3Vgl. Akram (2011), S. 196.

4Vgl. Kemper / Baars / Mehanna (2010), S. 5.

5Vgl. Williams (2011), S. 27.

6Ebenda.

7 Vgl. Chaudhuri / Dayal / Narasayya (2011), S. 88.

8Kemper / Baars / Mehanna (2010), S. 8.

9Vgl. Gluchowski / Gabriel / Dittmar (2008), S. 89.

10Vgl. Akram (2011), S. 197.

11Knobloch (2005), S. 15.

12Gluchowski / Gabriel / Dittmar (2008), S. 89.

13Vgl. Kemper / Baars / Mehanna (2010), S. 3.

14Vgl. Kemper / Baars / Mehanna (2010), S. 4.

15 Vgl. Gluchowski / Gabriel / Dittmar (2008), S. 91.

16Vgl. Kemper / Baars / Mehanna (2010), S. 4.

17Gluchowski / Gabriel / Dittmar (2008), S. 90.

18Vgl. Şerbănescu (2011) S. 188.

19Vgl. Kemper / Baars / Mehanna (2010), S. 3.

20Vgl. Kemper / Baars / Mehanna (2010), S. 10.

21Vgl. Kemper / Baars / Mehanna (2010), S. 11.

22Kemper / Baars / Mehanna (2010), S. 11.

23Chaudhuri / Dayal / Narasayya (2011), S. 88.

24Vgl. Kemper / Baars / Mehanna (2010), S. 15.

25Chaudhuri / Dayal / Narasayya (2011), S. 88.

26Vgl. Gluchowski / Gabriel / Dittmar (2008), S. 110.

27Vgl. Chaudhuri / Dayal / Narasayya (2011), S. 90.

28Vgl. Gluchowski / Gabriel / Dittmar (2008), S. 118.

29Vgl. Kemper / Baars / Mehanna (2010), S. 19 f.

30 Vgl. Gluchowski / Gabriel / Dittmar (2008), S. 118.

Details

Seiten
19
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656289883
ISBN (Buch)
9783656290735
Dateigröße
524 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v202716
Institution / Hochschule
Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Hellweg-Sauerland GmbH
Note
1,7
Schlagworte
business intelligence ansatz entscheidungsunterstützung

Autor

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Titel: Business Intelligence als integrierter Ansatz zur Entscheidungsunterstützung