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Klangreisen und Klangmeditationen

Traumklänge für Körper, Geist und Seele

Fachbuch 2012 267 Seiten

Ratgeber - Gesundheit

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einklang

Danksagung

Die Handhabung dieses Buches

Was sind Klangreisen?
Effizienz durch die geschickte Kombination verschiedener Methoden
Einsatzmöglichkeiten der Klangreisen
Klangreisen, Klangmeditationen, Klangkonzert ? Viele Begriffe... Für ein und dasselbe?
Argumente, die für den Einsatz von Klangreisen sprechen

Der Aufbau und die Absichten von Klangreisen
Die Einleitung
Der Körper, der Atem, die Klänge
Die verschiedenen Entspannungsphasen
Die Einleitungen hier im Buch
Der Hauptteil
Die Bedeutung der Bilder
Innere Kraftquellen
Klanglieder
Klangimprovisationen
Stille
Die Rückführung
Achtung!

Körper, Geist, Seele und die Sinne
Körperreisen
Atemmeditationen
Fantasiereisen
Klangimprovisationen und Klangkonzerte
Duftreisen

Die Welt der Klänge

Die Klangschalen
Kleine Klangschalenkunde, der Klöppel, das Anspiel
Die Eigenschaften der Klangschalen und ihre Wirkung auf Körper, Seele und Geist
Das Geheimnis der Obertöne

Klangschalen für die Klangreisen
Auditive Wahrnehmung vor Körperempfinden
Unser harmonisches Empfinden
Meine Auswahlmethode
Das Hören
Zeit für deine erste Schale
Klangschalen zum Musizieren

Die Verwendung der Klangschalen in der Klangreise
Die Anspielrichtung
Die Positionierung
Übungen zur Sensibilisierung und Eigenwahrnehmung
Partnerübungen
Das Klangbad
Die Aufgaben der Klangschalen im Einzelnen
Eine Klangschale
Mehrere Klangschalen
Der Klangteppich
Klangschalenimprovisation
Klang-Musik- Heilige Momente
Stille

Klang und Stimme
Klangschalen- Tön- Erfahrung - das „Eins sein“
Das Tönen mit Klangschalen
Klanglieder
Der eigene Grundton
Die Vokale
Jeder Vokal schwingt anders
Vokalerfahrungen mit der Gruppe
Das Begleiten von Klangliedern mit Klangschalen
Beispiellied: Shima
Das Begleiten von Klangliedern mit Hilfe einer CD

Die ganzheitliche Wirkung von Tönen, Intervallen und Harmonien
Das Experiment
Die Bedeutung der einzelnen Töne C- H
Die Bedeutung der Halbtöne
Die Intervalle
Moll-Dur
Dreiklänge

Klangfarben
Das Malen von Klängen
Das Klangpuzzle

Weitere Klanginstrumente

Die Sansula
Ein bisschen was zum Rhythmus
Partnerübungen

Die Zymbel

Die Wellentrommel

Der Sonnengong

Der TamTam Gong
Anspieltechniken
Gongmeditation ohne Worte

Die Kristall-Klangschalen

Die Präsentation

Verschiedene Räume0
Akustische Unterschiede
Klänge im Raum
Auswahl des Raumes
Vorbereitung des Raumes

Du selbst
Deine Identifikation
Lampenfieber
Üben und Vorbereitung
Die innere und äussere Haltung
Umgang mit Kritik

Die Stimme in deiner Klangreise
Deine innere Haltung und die mentale Ausrichtung
Stimmpräsenz
Stimme und Gefühl
Vokale-Konsonanten
Das Lesen von Texten
Mentaler Kontakt zum Empfänger
Die Stimme im Raum

Kontakt mit der Gruppe aufnehmen
Körperkontakt
Augenkontakt
Geistig- Spirituelle Wahrnehmung

Präsentation und Ablauf einer Klangreise
Die richtige Auswahl
Achtung! -Kontraindikationen
Der Ablauf und die Ansprache
Während der Klangreise
Die Betreuung danach – Zeit zum Verarbeiten

Selber Klangreisen schreiben
Verschiedene Übungen für das Erstellen von Klangreisen
Authenzität
Wahl und Bedeutung der Worte
Das Beschreiben von Bildern
Eine gemeinsame Reise gestalten
Einsatz der Klänge in die Klangreise
Die verschiedenen Möglichkeiten Körper, Geist und Seele in den Klangreisen anzusprechen

Die Klangreisen ab

Einleitungs- Meditationen

Thema der Klangreise

Loslassen

Streichelklänge

Der Zauberklangteppich

Die Sonnenklangstrahlen

Das Tor zur Innenwelt

Bei Aussengeräuschen

Für Körperreisen, persönliche Zuwendung

Fantasie und Farben

Wärme und Licht

Einleitung mit Gong

Das Wunder Erde - die vier Elemente

Die Instrumentierung von Wasser, Erde, Feuer, Luft

Die Wassermeditationen ab S.131

Urvertrauen

Der kleine Wassertropfen

Im Fluss der Fülle

Das Pendel

Die alte Schildkröte

Der stille See

Die Heilquelle

Die Seelenmeditation

Geschehen lassen und treiben

Körperreise

Trost, Kraft, Zuversicht

Die eigene Mitte finden

Vertrauen in die eigene Führung

Ruhe und Kraft

Innere Reinigung

Seelenlicht für Dich und andere

Die Feuermeditationen ab S.162

Das Liebeslicht S.165

Im Einklang mit meinem inneren Licht S.169

Das innere Feuer S.172

Das kleine Lächeln S.176

Partnerschaft

Potentiale erkennen

Begeisterung, Potentiale leben

Lichtvolle Körperreise

Die Rosenzeremonie S.182

Die tibetische Klangzeremonie S.184

Die Hildegard von Bingen Zeremonie S.186

Klingende Gebete S.188

Klang-Gebete der heiligen Hildegard

Die Luftmeditationen ab S.191

Sinnlichkeit

Reise nach Fernost

Klarheit

Atemzeremonie für Salzräume S.193

Klang Atmen S.196

Die Atemtypen nach Wilke

Fallbeispiele S.198

Das Licht des Klanges S.202

Klang-Atemübung für den Einatmer S.205

Klang-Atemübung für den Ausatmer S.207

Klang-Wort-Atmen S.210

Eine lichtvolle Begegnung S.216

Nach den Sternen greifen S.221

Duftreise: Jasmin/Lemongras S.225

Atem und Entspannung

Vorstellung der Atemtypen

Arbeiten mit den Atemtypen

Farbe, Klang atmen, Atemtyp erkennen

Atemübung Kugel

Atemübung Der Lichtkanal

Wortschwingung atmen

Kommunikation

Visionen

Verbundenheit

Der heilige Berg S.231

Der Weg zum inneren Tempel S.234

Die Höhle S.236

Der große Atem der Erde S.240

Die Kristallhöhle S.245

Der Stein des Weisen S.251

Die Schatztruhe S.254

Die Vier-Elemente Meditation S.258

Kraft und Weite, Erfolg

Der eigene heilige Raum

Schutz, Vertrauen

Eins sein mit der Natur

Reinheit, Klarheit, Schönheit

Altes begraben

Deine inneren Schätze

Vollmondmeditation

Ausklang

Quellennachweise

Autorenprofil

Literaturempfehlungen

Einklang

Ein Klang erklingt - lange schwebt er durch den Raum, bis er im Nichts ver-schwindet - Stille...

Es ist Faszination und Berührung zugleich. Immer mehr Menschen entdecken die besondere Wirkung von obertonreichen Klängen- vor allem von denen der Klangschalen- und werden im Innersten angesprochen.

Mit diesem Buch möchte ich allen Klangfreunden ein weiteres praktisches Werk dieser schwingungsvollen Klangwelten an die Hand geben. Es soll anregen auszuprobieren, schon Erlerntes weiter zu vertiefen und helfen, die eigene Phantasie und Kreativität zum Ausdruck zu bringen. Es bietet neben vielen Selbsterfahrungsübungen, ein grundlegendes Wissen zur Anwendung und Praxis von Klangreisen.

Es ist ein Resultat aus 7 Jahren Erfahrung in vielen Gesundheits - und Wellnessanlagen, sowie unzähligen Seminaren und Berichten von Teilnehmern und Gästen.

Als Anrede habe ich das „Respektvolle Du“ gewählt. Die Arbeit mit Klängen ist eine sehr persönliche Erfahrung und möchte einen Weg zur eigenen Innenwelt aufzeigen. In dieser Welt begrenzt das „förmliche Sie“, zudem wir mit uns selbst auch im „Du“ kommunizieren.

Ich wünsche Dir nun viel Freude, viele begeisterte Zuhörer und Teilnehmer und natürlich Erfolg in dieser ganzheitlichen Klangarbeit.

Uta Karen Mempel

Danksagung

Mein Dank geht vor allem an meine Familie. Meinen Kindern, die mir jeden Tag ihre Liebe zeigen und die Motivation, dass es ihnen gut gehen soll, mir immer wieder die Kraft gibt, dran zu bleiben.

Und natürlich an meine Schwester Kerstin, die auf ihren vielen Reisen durch die Welt die wunderschönen Fotos erstellt hat.

Mein Dank geht weiterhin an all die Teilnehmer meiner Seminare, sowie die vielen Gäste, die teils seit vielen Jahren die Events besuchen. In diesem Rahmen auch an die Veranstalter, die Betriebsleiter und Geschäftsführer, den deutschen Saunabund und allen, die mit ihren Publikationen und Veröffentlichungen dazu beitragen, dass die Wellen der Klänge weiterfließen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Handhabung dieses Buches

So manch einer hat mich beim Schreiben dieses Buches mit großen Augen angeschaut. „Kann man denn dazu so viel sagen?“ Man kann! Und gleichzeitig geht es um viel mehr, als nur etwas zu sagen. Es geht um Spüren und Erleben, um Erkennen und auch Verändern. Es geht um einen Wegbegleiter zu dir selbst und zu anderen.

Im theoretischen Teil findest Du alle grundlegenden Informationen zu den Klangreisen. Aufbau, Wirkung und Einsatzmöglichkeiten werden Dir hier aufgezeigt.

Dann geht es in die Welt der Klänge.

Die Klangschalen stehen dabei im Mittelpunkt. Ihre Verwendung in den Klangreisen wird ausführlich dargelegt, wie auch die Kombination mit der Stimme.

Im weiteren Verlauf stelle ich die Forschungsergebnisse über die ganzheitliche Wirkungsweise der einzelnen Töne, wie auch das Wesen der Intervalle und Dreiklänge aus unserem klassischen tonalen System - basierend auf der wohltemperierten Stimmung- vor. In dem Zusammenhang sei jedoch ausdrücklich betont, dass die Ergebnisse keine wissenschaftliche Auswertung darstellen, sondern das subjektive Resultat aus gesammelten Erfahrungen vieler Menschen sind und jeder angehalten sein sollte, sie selbst für sich weiter zu erforschen.

Es folgt die Vorstellung weiterer Instrumente, bevor es an die Präsentation der Klangreisen und die Arbeit mit Teilnehmern und Gästen geht.

Eine Anleitung selbst Klangreisen zu erstellen schließt den theoretischen Teil ab.

Im praktischen Teil erwarten Dich die Klangreisen.

Es beginnt mit verschiedenen Einleitungen. Jede davon hat eine bestimmte Ausrichtung und kann entsprechend mit den dann folgenden Klangreisen kombiniert werden. Sie haben als inhaltlichen Schwerpunkt:

„Das Wunder der Erde mit seinen vier Elementen Feuer, Wasser, Luft und Erde“ .

Bei vielen Klangreisen findest Du neben der Anweisung für die begleitenden Instrumente einen Vorschlag für eine entsprechende Tonart, als auch ein Klanglied oder eine Klangimprovisation. Dieser Vorschlag ist für musisch kreative Köpfe gedacht, die eine größere Auswahl an Schalen haben, mit den Schalen singen oder ein entsprechendes Harmonieinstrument, wie z.B. Gitarre oder Harfe mit den Klangreisen kombinieren möchten.

Literaturhinweise für spirituelle Lieder findest du dann am Ende des Buches.

Aber natürlich kannst Du auch ohne diesen musikalischen Hintergrund damit arbeiten. Nimm dazu die Schalen, die Du liebst und suche Deine persönliche Möglichkeit, sie mit dem Text zu verbinden.

Lasse Dich bei der Auswahl von deiner Intuition leiten. Beim Schreiben habe ich oft Symbiosen zu meinem alltäglichen Leben feststellen können. So kann eine Körperreise Dich sehr ansprechen, wenn du Dich gerade mit Ernährung oder Sport beschäftigst oder Dich auch darauf hinweisen, dass Dein Körper Zuwendung braucht. Wenn Du mal Beziehungsproblemen steckst, kann Dir eine Reise ins Auge fallen, in der du Deinen Selbstwert wieder stärkst. Vielleicht stehst Du aber auch beruflich gerade an einem Neubeginn und Dir fehlt der Mut?

Schlag doch einfach mal eine Seite auf und schau, ob sie Dir etwas mit auf deinen persönlichen Weg mitgibt. Ich habe schon oft erlebt, dass es dann einen wertvollen Hinweis gibt, der zur jeweiligen Lebenssituation passt. Genauso kannst Du vorab eine Frage formulieren und daraufhin die passende Klangreise suchen. Natürlich kann auch das Inhaltsverzeichnis helfen, da Du dort alle Inhalte in Kurzform hinter jeder Klangreise findest.

Näheres zur Auswahl der richtigen Reise findest Du auch im Kapitel der Präsentation.

Bei der Aufzeichnung der Klangreisen habe ich für die Instrumente kleine Icons verwendet. Sie zeigen den Einsatz der Instrumente innerhalb der Klangreise auf. Daneben findest du die entsprechende Spielanleitung dazu.

Eines möchte ich aber betonen:

Die Klangreisen können sehr heilsam sein, sie ersetzen aber keinen Arzt, Heilpraktiker oder Therapeuten.

Sie stellen einen Wegbegleiter dar. Wenn du spürst, dass in dir Ängste, Tränen oder andere Emotionen hochkommen, so scheue dich nicht, dir fachliche Unterstützung zu suchen. Sei achtsam mit dir selbst und in der Praxis. Mache keine Reise, mit der du dich nicht identifizieren kannst.

Und natürlich gilt gerade hier:

Weniger ist mehr! Alles braucht seine Zeit ...

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Was sind Klangreisen?

Effizienz durch die geschickte Kombination verschiedener Methoden

Klangreisen sind kleine Kompositionen, in denen Wort und Klang so miteinander verwoben werden, dass sie dem Zuhörer helfen in eine wohltuende Entspannung zu gelangen. Sie sind ein wunderbares Mittel, um zur eigenen Mitte und inneren Harmonie zu finden. Schon längst sind die Klangreisen aus den esoterischen Kreisen in die Öffentlichkeit getreten, da ihre heilsame Wirksamkeit immer mehr Menschen überzeugt.

Einsatzbereiche für Klangreisen

Und so findet man sie in Wellness- und Gesundheitszentren, in der Sauna und in Ruheräumen. Man findet sie in Heilpraxen mit ganzheitlicher Ausrichtung, als auch in Fitness- und Yogastudios. Sie gelangen in Heilstollen und Salzgrotten, wie auch in Reha- und Kurkliniken und Seniorenheime. Aber nicht nur die Erwachsenen, die einmal vom Alltag abschalten oder ihre Therapien unterstützen wollen, profitieren davon, auch die Kinder in den Schulen und Horts lieben die kleinen Ausflüge in die Welt der Klänge und Phantasie.

Potenzierung der ganzheitlichen Wirkung durch die Kombination verschie-dener Methoden

In der Klangreise kombinieren wir die bekannten Entspannungsmethoden, wie Atemübungen und Phantasie- und Körperreisen mit obertonreichen Instrumenten. Hierzu gehören vor allem die tibetischen Klangschalen, Gongs, aber auch das körpereigene Instrument: die Gesangsstimme. Das hat zur Folge, dass weitaus mehr Wahrnehmungsebenen als bei einer normalen Fantasiereise angesprochen werden und dadurch vielen Menschen, die sonst Schwierigkeiten haben, loszulassen und zu entspannen, ein wertvolles Medium zur Verfügung gestellt wird.

Klangreisen, Klangmeditationen, Klangkonzert ?
Viele Begriffe ... für ein und dasselbe?

Manchmal ist es hilfreich, Begriffe zu definieren, damit eine bessere Verständlichkeit über die Inhalte erreicht wird. Da wir in diesem Gebiet der Klangforschung und Klanganwendung noch immer auf Pionierfüßen unterwegs sind, hier meine Definition der Begriffe „Klangreise“ und „Klangmeditation“, wie ich sie bei meinen Auftritten verwende:

Die Klangreisen sind geführte Entspannungsübungen, wie Phantasiereisen, Atem- und Körperübungen, in denen also die Sprache mit den Klängen verbunden wird.

Die Klangmeditationen hingegen stellen das musisch-klangliche Element dar. Zu ihnen gehören die Klanglieder, die Klangimprovisationen, Kompositionen und Arrangements, in denen verschiedene Klanginstrumente zusammen gespielt werden. Wenn ich mit anderen Klang- Musikern zusammenspiele werden daraus die Klangkonzerte.

Natürlich kann alles miteinander verbunden werden, wie es aber auch für sich stehen kann.

Je nach Schwerpunkt im Inhalt der Performance entscheide ich mich dann für den einen oder anderen Begriff.

Argumente, die für den Einsatz von Klangreisen sprechen

Ganzheitliche Ausrichtung

Durch die Kombination von Klang, Schwingung und Wort sprechen sie den ganzen Menschen an. Körper, Seele, Geist, als auch die Sinne werden gleichermaßen berührt.

Vielseitigkeit

Klangreisen lassen sich in fast allen Bereichen, in denen mit Gruppen oder einzelnen Personen gearbeitet wird, einsetzen. Sei es am Ende eines Sportkurses oder einer Yogastunde, während einer Schulung oder eines Seminars, in der Therapie, in Konzerten, in der Mittagspause, vorm Einschlafen...

Stressprävention

Durch die Kombination verschiedener Methoden sind Klangreisen ein wertvoller Baustein in der Stressprävention. Sie helfen sehr effizient beim Abschalten und Loslassen und erreichen so auch Menschen, die sich sonst mit Entspannung schwer tun.

Tiefenentspannung

Klangreisen führen in eine Tiefenentspannung, welche die Gehirnwellen in den Alphazustand schwingen lässt, was eine tiefgehende und nachhaltige Wirkung zur Folge hat. Dabei helfen sie zu einer inneren Gelassenheit und Ruhe zu finden.

Selbsterfahrung

Klangreisen unterstützen die Selbstwahrnehmung, wie auch die Kommunikationskompetenz, indem sie ein fließendes Gewahrsein der eigenen Gedanken und Vorstellungen, als auch der körperlichen und seelischen Empfindungen ermöglichen.

Kreativität

Sie fördern die eigene Kreativität und intuitive Intelligenz, was auf Dauer unwillkürlich zur Überwindung dualistischer Denk- und Verhaltensmuster führt und auf diese Weise das Selbst- und Urvertrauen stärkt.

Gesundheitsbewusstsein

Langfristig gesehen können Klangreisen ebenfalls gesundheitsschädliche Bedürfnisse nach schlechten Gewohnheiten und Suchtverhalten mindern, als auch das Risiko von körperlichen Stressreaktionen, wie Herzinfarkte und Schlaganfälle senken. Das bewusste Entspannen hilft dem Körper, sein Immunsystem zu stärken und die Anfälligkeit für Krankheiten vermindern und somit auch das allgemeine Wohlbefinden und die persönliche Leistungs-fähigkeit zu steigern.

Lebensfreude

Klangreisen stellen ein unmittelbares Erleben dar. Sie vertiefen die Wahrnehmungsebenen und ermöglichen ein intensiveres Erleben des Augenblicks und steigern so die Lebensqualität und Lebensfreude.

Der Aufbau und die Absichten von Klangreisen

Die Klangreise besteht im Wesentlichen aus drei Teilen:

Die Einleitung

Der Hauptteil

Die Rückführung

Die Einleitung

Die Einleitung hat die Aufgabe, den Zuhörer vom Außen zu sich selbst in die Entspannung - den sogenannten Alphazustand - zu führen. Es geht dabei vor allem um das Loslassen und Abschalten der alltäglichen Aktivitäten. Hierfür verwenden wir Mittel, die dem Zuhörer vertraut sind:

Den Körper

Den Atem

Die Klänge

Der Körper

Die Aufmerksamkeit auf den eigenen Körper ist gerade für Neulinge sehr gut. Bewährt hat sich zum Beispiel das Anspannen und Entspannen der einzelnen Körperteile, da so der Unterschied zwischen Spannung und Entspannung deutlich wird. Eine entsprechende Übung dazu findest du in meinem ersten Buch: Klangschalen für Wellness und Sauna, erschienen im Traumzeitverlag in Kooperation mit David Lindner.

Wenn der Körper entspannt, beginnen die Körperreaktionen sich auf einen Sparmodus zu reduzieren. Der Puls wird langsamer, der Blutdruck sinkt, wie auch die Körpertemperatur niedriger wird. Daher ist es auch wichtig, eine höhere Raumtemperatur oder aber eine Decke zum Warmhalten haben. Manchmal entsteht kurz zuvor ein Zucken, wie es der eine oder andere vom Einschlafen kennt. Dies sind Spannungen im muskulären, als auch im Nervensystem, die sich dann lösen. Oft treten sie nach großen körperlichen Anstrengungen auf (Sport, körperliche Arbeiten). Manchmal tritt auch ein Schwereempfinden ein, so als wäre der Körper mit der Erde verwachsen.

Der Atem

Der Atem ist ein weiteres vertrautes Element, mit dem die Teilnehmer in die Entspannung geführt werden können.

Er ist eine Brücke zwischen Außen und Innen, der Welt des Unsichtbaren (die Luft) und dem Sicht- und Fühlbaren (der Körper mit seinen Sinnen).

In der Einleitung nutzen wir den Atemstrom, um vom Außen abzuschalten und zur Eigenwahrnehmung und somit nach innen zu kommen. Die Konzentration auf den Atem unterstützt das Loslassen des alltäglichen Gedankenkarussells. Mit etwas Übung kann so eine angenehme und wohltuende geistige Stille erfahren werden.

In der Entspannung beginnt der Atem ruhiger und gleichmäßiger zu fließen. Bei dem einen oder anderen kann dadurch ein Hustenreiz ausgelöst werden, da sich auch die Lungen und Bronchien zunächst auf den ruhigen Fluss einstellen müssen und sich auch Anspannungen in diesem Bereich lösen.

Die Klänge

Klangerleben ist immer etwas Unmittelbares. Klänge gelangen sofort zu unserer emotionalen Gehirnhälfte, welche in der Regel die rechte Gehirnhälfte darstellt. Sie helfen somit, das planende und strukturierende Gedanken-karussell der linken Gehirnhälfte des Alltags zu reduzieren und die Schwingungen der Gehirnhälften anzugleichen. Sie unterstützen somit auch die intuitive Wahrnehmung, sowie die spürbare Ausrichtung auf Ruhe und Gelassenheit. Je nach Klangkombination können verschiedene Gefühlsebenen angesprochen werden. Sie wirken immer auf den nonverbalen Ebenen, die wir mit Worten nicht erreichen können.

Die Kombination von Körper, Atem und Klang ist einzigartig

Die geschickte Kombination der verschiedenen Komponenten ermöglicht so dem Zuhörer schnell in einen wohltuenden und entspannten Zustand zu gelangen. Selbst ungeübten Teilnehmern fällt dieses sehr leicht, da allen Wahrnehmungsebenen gleichzeitig die Information zur Entspannung und zum Loslassen gegeben wird. So findet eine Potenzierung statt, die in ihrer Wirkungsweise einmalig und sehr effizient ist.

Die verschiedenen Entspannungsphasen

In dieser Einleitungsphase ist das Bewusstsein noch wach, aber die alltäglichen Wertungen, sowie das nach außen gerichtete Struktur-und Planungsdenken lässt nach und die Eigenwahrnehmung gerät in den Vordergrund.

Es ist der Augenblick, in dem die Sinne sich schärfen und Dinge wahrnehmen, wie z.B. das Ticken der Uhr an der Wand, die sonst nicht auffallen.

Auch Düfte, Wind, Wärme oder Kälte werden plötzlich viel intensiver gespürt. Manchmal ziehen auch innere Bilder vorbei, ähnlich dem Augenblick kurz vorm Einschlafen.

Im weiteren Teil der Meditation reduziert sich die Außen Wahrnehmung weiter und die Entspannung vertieft sich. So kann es durchaus passieren, dass der eine oder andere einschläft. Nichtsdestotrotz wirken die Klänge und Worte auch dann noch, da das Unterbewusstsein sie wahrnimmt, wie auch der Körper die Schwingungen empfängt.

Die Einleitungen hier im Buch

Im Kapitel der Einleitungen findest du verschiedene Ausführungen. Je nach Gruppe und Location, sowie auch dem Hauptteil entsprechend, kannst du dir die passende Einleitung aussuchen. Bei den anschließenden Hauptteilen erhältst du zudem dann auch Vorschläge, welche Einleitung zum Hauptteil passend ist.

Der Hauptteil

Im Hauptteil geht es dann auf die innere Reise. Sie wird durch das Visualisieren von Bilderfolgen geführt und hat in der Regel immer ein festes Ziel vor Augen. So kann sie z.B. ans Meer gehen, in die Berge oder auch in den inneren Tempel.

Die Bedeutung der Bilder

Die Wahl der Bilder hat eine wichtige Bedeutung. Bilder begleiten unser tagtägliches Leben. Im Laufe der Zeit haben sich dabei verschiedene Assoziationen zu einzelnen erlebten Bildern in unserem Unterbewusstsein verankert. Diese sind vor allem mit Gefühlen verbunden, die wir über die Sinne erfahren haben.

Innere Kraftquellen

In unseren Reisen wollen wir die inneren Kraftquellen entdecken. Denn diese inneren Kraftquellen sind es, die helfen, die Stärke zu erreichen, mit der auch der Alltag gemeistert werden kann.

Im hiesigen Buch sind vor allem die Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft das zentrale Thema. Als Mensch hier auf der Erde sind wir automatisch Teil dieser vier Elemente. Sie bilden seit jeher die Grundlage für unser menschliches Dasein. Hinzu kommt der Aspekt: Stille - manchmal auch Äther genannt.

Klanglieder und Klangimprovisationen

Je nach Absicht der Klangreise können die Bilder oder auch die Klänge im Mittelpunkt stehen. Ein Teil des Hauptteils ist jedoch immer für eine Klangimprovisation vorgesehen. In der Regel findet sie dann statt, wenn das Ziel der Bilderreise erreicht wurde.

Stille

Im Anschluss an die Klangimprovisation erfolgt eine Zeit der Stille. In ihr findet etwas sehr Wertvolles statt, was sich mit Worten nicht beschreiben lässt, sondern jeder Teilnehmer als eigene Erfahrung mit in die Gegenwart zurück nimmt.

Die Rückführung

Irgendwann ist auch die schönste Reise zu Ende. Und so dient die Rückführung dazu, die Teilnehmer ganz allmählich und sehr behutsam wieder in die Gegenwart und den Alltag zurück zu begleiten. Sie hilft, sich zu orientieren und sich des Körpers wieder bewusst zu werden. Sie ist ein sehr wichtiger Bestandteil der Klangreise und darf auf keinen Fall fehlen.

Bei meinen Reisen achte ich sehr darauf, dass jeder seine Augen geöffnet hat und mir dann auch ein Zeichen gibt, dass er wieder da ist. Das kann ein Winken mir den Füßen oder Händen sein. Die Klänge und Schwingungen wirken immer noch nach - etwas trinken und es dann langsam angehen lassen, ist immer gut.

Die Rückführungen sind den Einleitungen entsprechend angepasst. Am Ende kannst du auch eine Zymbel verwenden. Diese hat einen sehr hellen Klang, ähnlich einem „Ping“ und sorgt im Gehirn dafür, dass es wieder für den Alltag aktiv wird.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Körper, Geist, Seele und die Sinne

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

In den Klangreisen werden alle Ebenen unseres Daseins angesprochen. Dazu gehören:

Der Körper

Der Geist

Die Seele

Die Sinne

und das was Immer ist und sein wird

Ja nachdem, welche Ebene wir unterstützen möchten, so können wir zwischen verschiedenen Entspannungstechniken wählen.

Der Körper

Der Körper ist das, was jeder kennt. Er ist ein vertrautes Element, mit dem sich jeder mehr oder weniger identifiziert. Er begleitet uns das ganze Leben und man sagt, es ist das Haus der Seele. Achte und pflege ihn, damit seine Seele sich darin wohlfühlt. Erkenne seinen Wert, mit dem er dir täglich dient. Ohne deinen Körper wärst du nicht in der Lage, deine Ideen in eine Form zu bringen, sie umzusetzen. Der Körper ist greifbar, er symbolisiert die Materie und das ihm entsprechende Element ist die Erde.

Körperreisen

Die Körperreisen unterstützen dabei die Eigenwahrnehmung des Körpers. Dieser sendet Signale aus, wenn in ihm ein Ungleichgewicht vorhanden ist, denn der Körper kann nicht lügen. Die Klänge wirken dann oftmals wie ein Verstärker, der die jeweiligen Bedürfnisse zum Vorschein und somit ins Bewusstsein bringt. Das bedeutet: Die Kraft und Energie, die im Körper überwiegt, wird verstärkt.

Beispiel 1:

Bei einer Überforderung durch zu viel Arbeit wird die Erschöpfung durch die Körperreisen bewusst. Das Resultat ist, dass der Körper sich seine Auszeit nimmt. Dies kann dann entweder als Krankheit oder als ein erhöhtes Schlafbedürfnis deutlich werden.

Beispiel 2:

Im Falle einer inneren Neuausrichtung kann sich auch das Gegenteil zeigen. Weniger und unruhiger, von Träumen durchzogener Schlaf, dafür viele Gedanken zu einer Veränderung. Die Meditation hat das innere Feuer aktiviert und treibt an, mit neuer Kraft Dinge zu bewegen.

So findest du hier in diesem Buch wunderschöne Körperreisen, wie z.B. „Das Kleine Lächeln“, „Der kleine Wassertropfen“ oder „Die Heilquelle“.

Der Geist

Achte auf deine Gedanken, denn sie werden wahr! Ein mittlerweile überall bekannter Spruch, der uns aufzeigen will, welche Kraft in den Gedanken stecken. Der Geist zeigt uns die Bilder und Visionen, er lenkt die Kommunikation und ist nicht physisch greifbar. Während der Körper an die Zeit und den irdischen Raum gebunden ist, ist der Geist frei und kann jederzeit seine Richtung und damit auch geistige Ausrichtung ändern. Er wird dem Element der Luft zugeordnet.

Die Atemmeditationen

Er begleitet uns immer und viele Metaphern drehen sich um ihn:

„Endlich kann ich wieder durchatmen“ (z.B. die anstrengende Aufgabe ist gelöst), „ Es nimmt mir die Luft zum Atmen“ (z.B. Gefangen sein in überhohen Ansprüchen), „ Es schnürt mir den Hals zu“ (z.B. Angst vor einer Rede...)

Innere Stille

Durch das bewusste Konzentrieren auf den Atem kann eine innere Stille entstehen, die gerade für den Stressabbau von wesentlicher Bedeutung ist. Da Überforderung oft auch im emotionalen Bereich angesiedelt ist, können gerade die belastenden emotionalen Schichten an Anhaftung verlieren und das eigentliche innere Grundbedürfnis nach Freiheit wieder gefühlt werden. Somit ermöglicht die Ausrichtung auf den Atem einen wesentlich schnelleren Regenerationsprozess.

Atem = Energie

Im östlichen Denken ist das CHI oder auch PRANA in allem enthalten. Es symbolisiert die Urkraft, die alles durchdringt. So ist das Prana auch im Atemstrom enthalten. Über den Atem wird diese Kraft in den Körper und auch seine Energiefelder geführt. Dabei hebt sich die Vorstellung von Einatmen- neue Kraft und Ausatmen- abgeben auf, da Prana/ Chi/ Urkraft immer vorhanden ist.

Spezielle Klang-Atemübungen findest du im Kapitel „Luft“ im hinteren Teil des Buches.

Die Fantasiereisen

In den Fantasiereisen werden vor allem Bilder verwendet, die angenehme und öffnende Gefühle wecken sollen. Gefühle, wie Freude, Lebenslust, Verbunden-heit können damit erfahren werden. Durch sie wird die Vorstellungskraft geschult, als auch eine Kontrolle über die eigenen Gedanken.

Das Visualisieren von Bildern

Das Visualisieren verschiedener Bilder ist eine aktive Form, den Geist vom alltäglichen Gedankenkarussell zu befreien. Hierbei wird dem oft emotional behafteten alten Bild ein neues Bild entgegengesetzt. Wenn das neue Bild mit angenehmen Gefühlen verbunden ist, kann es innere Kraftkammern öffnen. Ja nach Intensität des Erlebens kann das alte Bild immer mehr verblassen und somit auch die damit verbundene Emotion sich lösen. Im besten Fall entsteht so ein innerer Abstand zum Alltagsgeschehen und ermöglich dann später eine neue Betrachtungsweise, die nicht mehr durch negative Emotionen besetzt ist. Durch das Hineinversetzen in eine bestimmte Situation wird die Empathie geschult, die für den alltäglichen Umgang von wesentlicher Bedeutung ist und so zu einem besseren Verständnis im Miteinander führen kann. Dies ermöglicht eine konstruktive Lösungsmöglichkeit im Falle von Dissonanzen.

Die Seele

Lasse das Licht der Seele leuchten - spüre und fühle. Es ist die Ebene, die wir mit Worten nicht mehr greifen können. Die Worte können uns den Weg dorthin ebnen, aber die Seele selbst ist nur über das Fühlen und Spüren wahrzunehmen. Der Versuch, Liebe zu beschreiben- macht es nur zu gut deutlich. Daran sind wir sicherlich alle schon mal gescheitert. Das Licht der Seele ist immer unmittelbar. Es kennt keine Zeit, keine Entfernung, keinen Raum. Sie ist der Teil, der immer war und immer sein wird. Sie ist das, was uns zeigt, wenn eine Berührung auf den inneren Ebenen stattfindet. Auf dem Weg zu ihr, finden wir die Blockaden, die Hindernisse, die wir aus dem Weg räumen dürfen, damit ihr Licht leuchten kann.

Letztlich bestimmen nur zwei seelische Komponenten die Handlungen und den Geist. Neale Donald Welsch hat dazu einmal einen sehr schönen Satz gesagt, den ich hier zitieren möchte: „Es gibt nur zwei Dinge, aufgrund derer wir handeln: Entweder ist es die Liebe oder die Angst.“

Die Seele wird den Elementen Wasser und Feuer zugeordnet.

Die Klangmeditationen und Klangkonzerte

Im Gegensatz zu dem Visualisieren lassen die Klänge Raum für eigenes Erleben. Das Spüren und die Empfindungen kommen in den Mittelpunkt. Es gibt keine Vorgabe, wohin die innere Reise gehen soll. Es wird dadurch eine Ebene angesprochen, die nicht mehr mit dem Verstand wirklich greifbar ist. Je nach Klangkombinationen werden dabei verschiedene Gefühlsebenen angesprochen. Dabei ist es immer ein subjektives Empfinden, das oftmals anschließend durch eine entsprechende Reflexion ins Bewusstsein gebracht wird und dann einen Erkenntnisprozess in Bewegung setzen kann. Oft wirken die Klänge noch sehr lange nach, da sie tiefe Schichten im Unterbewusstsein ansprechen, die eine Zeit brauchen, bis sie im Tagesbewusstsein sind und dann entsprechend verarbeitet und integriert werden können.

Hier gilt es für den Therapeuten dem Klienten Zeit zu lassen und ihn nicht zu drängen. So wird es oft der Fall sein, dass der Klient erst beim nächsten Treffen erzählt, wie es ihm damit ergangen ist.

Die Sinne

Mit den Sinnen wird ein spürbares Erleben möglich. Sie sind so gesehen die Brücke zwischen Körper und Seele. Durch die Sinne ist eine nonverbale Kommunikation auf der körperlichen Ebene möglich. Grade bei Kindern wird den Sinnen eine besondere Bedeutung zugemessen, da sie in den ersten Jahren ihre Kinderwelt darüber erleben, bis sich dann im Laufe der Zeit der Geist so weit entwickelt hat, dass sie sich auch mit abstrakten Wissensinhalten auseinandersetzen können. Sinneserfahrungen sind grade für den Klangreisenanfänger ein sehr gutes Mittel um in die Ebene des Spürens geführt zu werden. Sie unterstützen somit die eigene Körperwahrnehmung und bereiten zugleich den Weg zu den inneren Ebenen des Erlebens.

Zu den Sinnen gehören: das Riechen, die Haut(Fühlen), das Hören, das Schmecken und das Sehen.

Duftreisen

Die Aromatherapie gibt es schon seit Urzeiten. Wie auch die Klänge können die Düfte Körper, Geist und Seele ansprechen. Duft ist ein sehr sinnliches Medium, das unmittelbar wirkt. Es spricht ohne Worte und wir können uns ihm nicht entziehen. Düfte können dabei die Fantasiereise sowie auch die Klangmeditation begleiten. Je nach Reise kann dieser entsprechend gewählt werden und in Form einer Aromalampe oder auch als Öl zum Einreiben beigefügt werden.

Im Kapitel Erde findest du eine sinnliche Duftreise, in denen das Wesen eines Duftes im Mittelpunkt steht, als auch eine Duft-Klangzeremonie für die Sauna im Kapitel Feuer.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Welt der Klänge

Klanginstrumente aus verschiedenen Kulturen

Klang ist etwas ganz Ursprüngliches. Jede Kultur hat im Laufe ihrer Evolution ihre ureigenen Klanginstrumente entwickelt. Sie spiegeln dabei immer das Besondere ihrer Kultur und ihrer natürlichen Elemente vor Ort wieder. Oftmals sind heilige Riten mit den Klängen verbunden. Das Didgeridoo der Australier z.B. ist ein hohler Baum, durch den einst der Wind gesungen hat. Es verbindet – wie der Baum den Himmel mit der Erde. Das Regenrohr der Chilenen ist ein ausgetrockneter Kaktus, dessen Stacheln man nach innen schlägt und mit Steinen füllt. Durch das Drehen des Rohres brechen die Steine gegen die Stacheln und es entsteht das Geräusch von Wasser. Bei der Dürre des Landes wurde er für Regenrituale eingesetzt.

Und so finden wir überall Instrumente, die dieses Ursprüngliche wieder lebendig werden lassen und auf dem Weg zurück zu uns und unseren Wurzeln begleiten. In den Klangreisen verbinden wir sie miteinander. Wie auch die Musik eine Sprache ist, die in der ganzen Welt verstanden wird, so schaffen wir auch auf diese Art und Weise eine globale Verbindung mit der Grenzen aufgehoben werden und eine Einheit über die Klänge geschaffen wird.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Im Folgenden stelle ich nun einige Instrumente vor, die jeder schnell ohne große musikalische Vorkenntnisse erlernen kann und die mit in die Klangreisen integriert werden können:

So erwarten dich Klangschalen, Gongs, Kristallklangschalen, die Sansula und die Wellentrommel.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Klangschalen

Kleine Klangschalenkunde

Auf der ganzen Welt findet man über 40 verschiedene Klangschalenarten.

Angefangen bei zerbrechlichen Glas-Klangschalen (sogenannten Kristall-klangschalen) aus Amerika, die uns mit ihrem sehr intensiven durchdringenden Klang an eine Glasharfe mit besonderer Intensität erinnert, finden wir sie vor allem aber im asiatischen Raum.

In China bekommt man maschinell hergestellte, gedrehte und gegossene Klangschalen in allen Größen. Sie haben einen sehr klaren Klang und werden vor allem zu Ritualzwecken eingesetzt.

In Indien hingegen finden wir, neben gedrehten Klangschalen - sogenannten Gebetsschalen- die berühmten handgetriebenen tibetischen Klangschalen. Uralte Herstellungsverfahren, die über Generationen in den Familien weitergegeben werden liegen der schweißtreibenden Arbeit zugrunde. 9-14 verschiedene Metalle werden dabei verwendet. Sie werden eingeschmolzen und in aufwändiger Handarbeit zu der Klangschale verarbeitet. 6-8 Personen brauchen ca. 1 Tag, um eine Klangschale von ca. 1 kg herzustellen. Die schönsten erhalten dann anschliessend noch eine Gravur.

Hier ein paar Originalbilder von der Herstellung. Der Dank geht dabei an Harri Czesla, einem Klangschalenhändler auf der Schwäbischen Alb.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Der Name der Klangschalen richtet sich nach dem Gebiet, in dem sie hergestellt werden. Und hierbei ist es vor allem die Form, die besonders auffällt.

So kommen zum Beispiel die Assam-Klangschalen mit dem sehr ausladenden Rand aus Assam. Eine weitere Form, die man finden kann sind die Orissa- Klangschalen. Diese haben einen sehr breiten Boden und einen graden, fast senkrechten Rand. Wo hingegen die Bengalen-Klangschalen eine schöne Rundung Rand aufweisen, schon fast an eine Halbkugel erinnern.

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Bengalen-Klangschale Japanische Klangschalen

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Chinesische Tempelglocke Kristallklangschale Assamklangschale

Der Klöppel

Für das Anspiel der Klangschalen verwendet man sogenannte Klöppel oder Schlägel. Für die sanfte Entspannung ist dieser Klöppel mit Filz überzogen, was einen weichen, angenehmen Klang erzeugt. Die Auswahl des Klöppels ist, wie auch die Auswahl der Klangschalen elementar. Je nach Größe, Gewicht, Filzbreite und Filzdicke verändert sich der Ton. Für die Klangreisen haben sich Filzklöppel mit einem breiten Rand bewährt. Der Filz sollte dabei eher fest, als zu weich sein.

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Das Anspiel

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Stelle die Klangschale auf deine flache Hand. Manche stellen sie auf die Fingerspitzen, was ich jedoch ablehne, da zu schwere Schalen die Fingergelenke belasten. Eine Klangschale wird immer am (nicht auf!) oberen Rand angespielt. Halte dazu die Klöppelfläche parallel zur Schale und spiele mit lockeren, hängenden Schultern aus dem Handgelenk. Je nach Position der Schale verändere die Haltung des Klöppels und nicht die entspannte Haltung deines Körpers. Versuche nun der Klangschale verschiedene Töne zu entlocken.

Weiterführende Literaturempfehlung für Klangschalen-Neueinsteiger:

Klangschalen für Wellness und Sauna

Herausgegeben von Traumzeitverlag

Autoren: Uta Karen Mempel, David Lindner

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Eigenschaften der Klangschale

Die Klangschale hat drei Komponenten, warum sie sich zur Entspannung so gut eignet:

Berührung der Seele

Da ist zum einen dieser sehr langanhaltende, nur langsam ausklingende Klang, der so manche Seele schon hat berühren können. Hinzu kommt, dass in der Klangschale immer mehrere Töne sind, die sich beim Anspielen miteinander verweben und einen einzigartigen Klang erzeugen. Allein das Lauschen führt schon zu einer inneren Stille, die sehr wohltuend sein kann.

Berührung des Körpers

Die andere Eigenschaft ist die Schwingung, die vor allem auf der Körperebene mit uns kommuniziert. So kann ein Empfinden von Wellen, Kribbeln oder auch Wärme und Schweregefühl festgestellt werden. Die Schwingungen werden vor allem bei der Klangmassage, in der die Klangschalen auf und um den Körper platziert werden, verwendet, um eine Berührung in den tieferen Ebenen, eine sogenannte Zellmassage zu erreichen.

Aber auch wenn die Schale nicht direkt am Körper platziert ist, sind die Schwingungen spürbar und es wird immer etwas im Körper in Bewegung gesetzt. Das Wasser als Schwingungsträger nimmt diese auf und es findet oft auch ein innerer Reinigungsprozess statt. Der Körper reagiert je nach Frequenz individuell auf die Klangschwingung, was ganz besonders in der Sauna deutlich wird.

Berührung des Geistes

Die dritte Komponente findet sich in den Obertönen:

Die Obertöne in der Klangschale entsprechen dem geistigen Aspekt im Klang und sind eine weitere Besonderheit.

Das Geheimnis der Obertöne

Praktizierende Saunameister, die mit den Klangschalen in der Sauna arbeiten, haben eine faszinierende Erfahrung machen können: Die Klangschalen machen eigene Stimmungen fühlbar und transportieren sie weiter. Sie durften lernen, ihre persönlichen „Ver“Stimmungen zu kontrollieren. Hier wurde vielen bewusst, wie wichtig die eigene innere Haltung im Umgang mit dem sensiblen Instrumentarium ist, aber auch, welche Verantwortung sie während eines Aufgusses tragen.

Erklärbar wird dieses durch die Eigenschaft der Obertöne. Obertöne sind Klangschwingungen, die normalerweise nicht bewusst wahrgenommen werden. Jeder natürliche Klang hat diese. Die Stimme, das Klavier, die Geige... Sie beseelen einen Klang und lassen sich auch mathematisch berechnen. Wenn man so z.B. die Saite einer Geige halbiert und nur leicht andrückt und dann anspielt entsteht ein sogenannter Flaggolet- Ton. Dieser ist der erste Oberton, der beim Spielen der Saite immer mitschwingt. Wenn man diese Halbierung der Saite fortsetzt, so kann man die weiteren Obertöne entdecken.

Nun haben Klangforscher festgestellt, dass diese Obertöne den geistigen Aspekt des Klanges ausmachen. Ihre feinen Schwingungen nehmen die Absichten des Spielers auf und tragen sie weiter, wie sie auch die eigene innere Haltung verdeutlichen. Sie tragen dazu bei, dass die Klänge der Klangschalen wie ein Verstärker wirken. Alle Intentionen werden multipliziert und somit ins Bewusstsein gebracht, was gerade in den Klangreisen eine weitere sehr wichtige Komponente darstellt, da so auch die Inhalte tiefer wirken. Der Zuhörer selbst nimmt die Obertöne auf sehr subtilen Ebenen wahr. So setzen viele Kulturen den sogenannten Obertongesang auch zu heilsamen Ritualen ein.

Fazit

Die Obertöne komplettieren das Bild der ganzheitlichen Wirkungsweise von Klangschalen und Gongs.

Während die Schwingungen mit dem Körper in Kommunikation gehen, finden die Klänge ihren Weg zur Seele, wo sich mit ihren Harmonien und Tönen bestimmte Bereiche berühren. Die geistige Absicht und die innere Haltung werden dann durch die Obertöne fühlbar, auch sind sie ein wertvoller Wegbereiter in die inneren Kraftzentren.

Die Klangschale ist also ein Instrument, das die einzigartige Fähigkeit hat, Seele, Körper und Geist gleichermaßen anzusprechen. Von daher lässt sie sich wunderbar für die Klangreisen und Klangmeditationen verwenden.

Klangschalen für Klangreisen

In unseren Klangreisen bevorzuge ich die bengalischen, dickwandigen Klangschalen. Durch ihr eher klares Klangspektrum sind die einzelnen Töne gut erkennbar und verschwimmen nicht ineinander, wie bei dünnwandigen Schalen. Daher eignen sie sich sehr gut für harmonisch abgestimmte Sets.

Für unsere Klangreisen brauchst du zwischen 3 und 5 Klangschalen. Diese sollten tiefe und hellere Töne enthalten. Wenn du zunächst nur mit einer Klangschale arbeiten willst, so empfehle ich dir unser erstes Buch.

Im Laufe der Zeit kann es aber durchaus passieren, dass dein Setting weiter wächst. Die Arbeit mit den Klangreisen wird auch deine Kreativität fördern und oft entsteht der Wunsch, auch weitere Möglichkeiten in den Klangfarben und -kombinationen zu entwickeln.

Auditive Wahrnehmung vor Körperempfinden

Während in der Klangmassage die Schwingung der Schalen im Vordergrund steht, wird bei der Klangreise zuerst der Ton wahrgenommen. Dieser kleine, aber feine Unterschied ist für die Auswahl der Klangschalen sehr wichtig.

Unser harmonisches Empfinden

Nun sind wir im westeuropäischen Raum seit vielen Jahrhunderten mit der klassischen Musik vertraut. Zu den Zeiten von Johann Sebastian Bach- dem Urvater der Klassik- wurde ein Tonsystem festgelegt, das bis heute unserer westlichen Musik zugrunde liegt: Das wohltemperierte Tonsystem. Egal ob Schlager, Pop oder Klassik- alle Musikformen basieren darauf. Die Harmonien sind uns vertraut und werden uns schon mit den ersten Kinderliedern nahegebracht. Alles was sich außerhalb dieses Systems befindet, wird als befremdlich und schief oder unsauber wahrgenommen. Wer ein klassisches Instrument erlernt, in dem er selbst die Tongebung gestaltet, wie z.B. eine Geige, weiß um das Thema der Intonation.

In der Arbeit mit den Klangschalen als Musik-und Klanginstrument bedeutet das eine besondere Herausforderung.

Die Inder haben dieses wohltemperierte Verständnis nicht. Sie haben andere Tonskalen, die für unsere westlichen Ohren sehr unsauber klingen.

Da alle Klangschalen von Hand produziert werden, kannst du dir sicherlich vorstellen, dass es für den Inder unmöglich ist, eine auf unser tonales System abgestimmte Schale herzustellen. Daher ist es nun unsere Aufgabe, aus ihrem Angebot die passenden Töne herauszufinden.

Meine persönliche Methode

Um einen Ton in der Schale zu bestimmen, brauche ich ein gut gestimmtes Klavier oder auch Keyboard. Dann verbinde ich mich mit dem Klang der Schale und singe ihren Grundton. Diesen suche ich dann auf dem Klavier und vergleiche zusätzlich nochmal die Schale mit dem Klavierton. Wir haben auch schon versucht, mit Messgeräten die Töne zu bestimmen. Hier wird aber in der Regel der dominanteste Ton in der Schale erfasst und nicht der eigentliche Grundton. Daher habe ich diese Form der Tonmessung dann wieder verabschiedet und verlasse mich auf mein Gehör.

Das Hören

Wer schon einmal in einem Klangschalenregel gestöbert hat, weiß wie viele Töne dort versteckt sind und schon nach dem Ausprobieren von 8-10 Klangschalen verliert sich das kontrollierte Hören. Das kannst du dir ähnlich vorstellen, wie in einer Parfümerie. Nach vier bis fünf Parfümproben kann deine Nase die einzelnen Düfte nicht mehr unterscheiden. Bei den Klangschalen sind es vor allem die vielen Obertöne, die unser Gehirn verwirren und eine klare Zuordnung erschweren. Ebenso erschwert Stress und Erschöpfung ein genaues Hören, da die Schalen dich schnell aus deiner benötigten Wachsamkeit hinauskatapultieren.

Wenn du nun also ein Set für die Klangreisen suchst, so gibt es zwei Möglichkeiten: Suche einen Händler - am besten mit einer musischen Ausbildung- und vertraue seinem Gespür. Er kann dir verschiedene Töne ausmessen und als Set zusammenstellen. Oder du gehst selbst auf die Suche.

Nimm dir Zeit für „deine erste Schale“

Wenn du nun also selbst auf die Suche gehst, so empfehle ich dir, dass du dir viel Zeit mitnimmst und dich innerlich ausgeglichen und wohl fühlst. Finde zunächst „deine Schale“. Sei dir dabei in deiner inneren Absicht bewusst, dass es die Schale sein soll, die als Basis für dein Setting stehen soll. Bewährt haben sich als Basisschale Schalen zwischen 1,2kg und 1,8kg. Diese innere Ausrichtung ist ein wertvoller Wegweiser durch das Meer der Klänge in einem Händlerregal.

Eine Schale wird dich „anlachen“. besonders hell glänzen oder dich in ihren Bann ziehen. Mache dich zunächst mit der Schale vertraut. Oft ist es der erste Griff, der richtig ist. Lausche ihr, spüre sie und versuche dich mit ihrem Klang zu verbinden.

Anschließend kannst du dann den nächsten Schritt wagen und versuchen weitere Schalen zu finden, die sich im Zusammenspiel mit deiner Schale harmonisch anhören.

Vertraue dabei deinem musikalischen Empfinden!

Wenn du Hilfe brauchst, so traue dich ruhig, den Händler zu fragen. Oft haben sie ein Gespür für die Wünsche ihrer Kunden entwickelt. Wenn du irgendwann merkst, dass deine Klarheit verschwindet, mach eine Pause, trinke etwas oder gehe an die Luft. Manchmal ist es auch gut, eine Nacht darüber zu schlafen und am nächsten Tag weiter zu suchen.

Das Musizieren

Wenn du mit anderen Instrumenten oder auch mit einem Playback einer CD zusammen spielen willst, ist jedoch eine gut abgestimmte Klangschale wichtig. Es ist wie in einem Orchester, in dem sich alle Musiker auf ein gemeinsames A einigen, so dass das Zusammenspiel auch harmonisch klingt. Hierfür hat sich in der sakralen Musik als wichtigster Ton das D, sowie das A herauskristallisiert. Wenn du also den musischen Aspekt ausbauen willst, nimm das D als einen Mittelton, um den herum sich das Set aufbaut. Das A ist die Quinte über dem D und auch einer der ersten Töne in der Obertonskala des Ds. Mit diesen beiden Tönen kannst du schon viele einfache Klanglieder begleiten. Mehr dazu im Kapitel der Harmonielehre und Klanglieder.

Ich selbst arbeite dabei auch sehr gerne mit den Oktavtönen. So habe ich z.B. ein sehr tiefes D, ein mittleres D und ein hohes D. Grade bei den Klangliedern und Klangkonzerten hat sich eine solche Tondoppelung bewährt und als sehr reizvoll erwiesen.

Die Verwendung der Klangschalen in der Klangreise

Die Klangschalen übernehmen in der Klangreise verschiedene Funktionen. Im Folgenden erfährst du ihre Aufgaben im Detail.

Zunächst noch etwas Grundsätzliches:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Positioniere deine Klangschalen immer in der gleichen Reihenfolge vor dir. Lege dabei fest, wo sich die tiefen Töne und wo sich die hohen Töne befinden. Die Schalen lassen sich am besten spielen, wenn sie im Halbkreis vor dir angeordnet sind und du darin auf einem kleinen Kissen oder Bänkchen darin Platz nehmen kannst.

Die Anspielrichtung

Die Führung deines Klöppels erzeugt eine Energie, die in eine bestimmte Richtung gelenkt wird und ist von großer Bedeutung in der Klangarbeit.

Bei den Klangreisen vor einer Gruppe gilt grundsätzlich, wie in jedem Konzert:

Spiele die Klänge zu deinen Zuhörern.

Übungen zur Sensibilisierung und Eigenwahrnehmung

Übung 1: Partnerübung

Stelle eine Klangschale vor dich und einem Partner. Spiele sie zunächst einmal zu dir selbst, als wolltest du dir etwas Gutes damit tun. Dann wechsele mit der Aufmerksamkeit zu deinem Gegenüber und spiele den Klang in seine Richtung. Du wirst merken, dass allein schon deine Absicht, ihm einen Klang zu schenken, ein anderes Klangempfinden und so auch ein anderes Anspiel bewirkt. Tausche dich mit deinem Partner über eure Wahrnehmung aus.

Übung 2: Das Klangbad

Das Klangbad ist eine nonverbale Klangreise und eine oft sehr intensive Erfahrung für den Empfangenden. Er bekommt eine besondere Zuwendung und es können tiefere Schichten in ihm berührt werden. Diese Übung lässt sich gut mit einer kleinen Gruppe durchführen Die Gruppe sollte dazu in sich harmonisch sein und sich gut miteinander verstehen.

Ein Teilnehmer legt sich in die Mitte. Um ihn herum werden einige Schalen seiner Wahl platziert. Die Schalen werden nun zunächst mit der Anspielrichtung zum Liegenden hin in einer zuvor festgelegten Reihenfolge gespielt. Auf Zeichen wird dann die Anspielrichtung gewechselt und die Klänge vom Liegenden weg gespielt.

Varianten für das Klangbad:

1. Spielt gegen oder mit dem Uhrzeigersinn, so als wolltet ihr mit den Klöppeln einen Kreis malen
2. Energien kreuzen über dem Körper - spielt die Schalen abwechselnd rechts - links
3. Oben - unten: Platziert hierfür Schalen über dem Kopf und unter den Füssen. Spielt sie im Wechsel
4. Variiert mit den Tonarten. Ein Klangbad in A-moll ist anders als eines in D- Dur
5. Um die persönliche Tonerfahrung zu stärken kann Empfangende selbst seinen eigenen Ton im Klangfeld finden und mittönen. Sobald er ihn hat, unterstützt ihn die Gruppe, indem sie seinen Ton mittönt.

Dauer: 8-15 Minuten

Vertraut eurem Gespür, wann sich der Kreis „rund“ anfühlt. Der Empfangende braucht oft dann ein wenig Zeit, um das Erlebte zu verarbeiten. Ein Austausch in einer vertrauten Gruppe ist empfehlenswert, wenn der Empfangende es wünscht. Ebenso sollte Wasser zum Trinken gereicht werden.

Die Aufgaben der Klangschalen im Einzelnen

Je nach Absicht in der Klangreise erhält die Klangschale eine bestimmte Funktion. Vordergründig ist dabei ihre Aufgabe als Klanginstrument, also die akustische Unterstützung. Die ihr innewohnenden Schwingungen wirken sowieso und gehen auch ohne den Körper zu berühren mit selbigem in Kommunikation.

Eine Klangschale

Die Ankündigung

Hierfür stehe am besten vor der Gruppe und halte die Klangschale in den Raum. Spiele sie kräftig zur Gruppe und zeige damit auf, dass etwas beginnt.

Das Wiederkehrende

Ein ruhiges, gleichmäßiges Spielen von einer vor allem tieferen Klangschale hat einen sehr monotonen Charakter mit einer hypnotischen Wirkung. Der Zuhörer gelangt sehr schnell in den sogenannten Alphazustand, in dem die Körperfunktionen von aktiv auf Passiv umschalten. Das bedeutet der Puls wird ruhiger, die Atmung flacher und die aktive Gehirntätigkeit, welche plant und strukturiert wird von der emotionalen Gehirnhälfte abgelöst. Empfindungen sind immer Dinge, die im Augenblick geschehen, während gezielte Gedankenstrukturen sich entweder in der Vergangenheit oder in der Zukunft bewegen.

Verlängern

Der langanhaltende Klang (bei größeren Schalen bis zu 60sec.) eignet sich sehr gut als Verlängerung einer Aufforderung. Beispiel: Atme einmal tief ein und wieder aus - Klang

Der Klang gibt die Zeit, die Aufforderung zu verstehen, umzusetzen und ihr nachzuspüren

Der Ton im Mittelpunkt

Jede Klangschale hat ihr eigenes Tonspektrum. Bei Schalen mit einem dickeren Rand ist in der Regel ein Ton sehr dominant. Meistens der Grundton. Dieser hat eine bestimmte Schwingung und Charakter, was wiederum eine bestimmte Wirkung hat. Dieser spielt vor allem in den Klang-Atem Meditationen eine zentrale Rolle.

Klanglicher Stellvertreter für einen Aspekt

In diesem Fall wird ein festgelegter Klang immer wieder mit dem gleichen Bild gespielt.

Beispiel: Du praktizierst eine Klangreise in der die Mutter sich mit ihrem ungeborenen Kind verbindet. Hier bekommt die Mutter einen Ton zugewiesen und das Kind einen anderen. Wann immer die Aufmerksamkeit bei der Mutter liegt, wird der erste Ton gespielt und wenn das Kind im Mittelpunkt steht der andere.

Die Verbindung von Ton und bildhafter Vorstellung führt zu weiteren Verknüpfungen im Gehirn. Bei häufigerem Hören, wird dabei die entstehende Empfindung der Klangreise gespeichert und ist sofort wieder da, wenn der Ton vernommen wird. Diese Methode ist u.a. sehr effektiv, wenn Menschen krankheitsbedingte Schwächen im Gedächtnis aufweisen.

Mehrere Klangschalen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthaltenAbbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten Das Pärchen

Zwei Klangschalen im Wechsel gespielt haben einen ausgleichenden Charakter. Bei Worten, wie „Hin- Her“, „Ein- Aus“ oder „Auf-Ab“ wirken sie wie ein Pendel. Um es besser zu verstehen, kannst mal deinen Oberkörper in sitzender Halten leicht hin und her bewegen. Es erinnert ein bisschen an das Wiegen eines Kindes. Es beruhigt und führt ziemlich schnell in einem entspannten Zustand. In der Klangreise setzen wir sie gerne bei Wellenbewegungen oder Schaukelelementen, wie z.B. einer Hängematte ein. Ein Pärchen kann aber genauso duale Aspekte darstellen, wie Himmel und Erde, Hell und Dunkel, Groß und Klein...

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthaltenAbbildung in dieser Leseprobe nicht enthaltenAbbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten Drei Klangschalen

Die Zahl drei steht in der Musik für Leichtigkeit und hat einen eher geistigen und ausdehnenden Charakter.

Während helle Klangschalen eher das luftige und Weite beschreibt, sind tiefe Dreierkombinationen geeignet, um Orts- oder Landschaftsbeschreibungen zu untermalen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthaltenAbbildung in dieser Leseprobe nicht enthaltenAbbildung in dieser Leseprobe nicht enthaltenAbbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten Vier Klangschalen

Die Vier ist wieder ein erdiges Element. Die Vier symbolisiert Beständigkeit, Geborgenheit, Sicherheit. Sie gibt Halt und kann in der Klangreise gut bei Spaziergängen durch die Natur oder Treppenstufen verwendet werden. Sie können aber auch symbolisch für die vier Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft stehen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthaltenAbbildung in dieser Leseprobe nicht enthaltenAbbildung in dieser Leseprobe nicht enthaltenAbbildung in dieser Leseprobe nicht enthaltenAbbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten Fünf Klangschalen:

Hier eröffnen sich verschiedene Möglichkeiten:

1.) der Halbkreis

Stelle die Schalen (1-5) von tief nach hoch sortiert vor dich in einem Halbkreis auf. Diese Aufstellung ist strukturierter. Du kannst so z.B. Wege beschreiben, die von Tief nach Hoch führen. Wenn du in der Klangreise auf einen Berg steigen willst so bietet sich folgende Variante an:

1=tiefste Schale; 5=höchste Schale

Links mit der tiefsten Schale beginnend im Wechsel mit der darauf folgenden Schale spielen

1-2;1-2;...

2-3;2-3;...

3-4;3-4;...

4-5;4-5;...

Für den Rückweg - das Gleiche in umgekehrter Reihenfolge

Klangreisenbilder in denen sich dieses System anbietet:

- Körperreise: Von den Füssen bis zum Kopf und zurück

- Der Baum: Von den Wurzeln bis in die Krone und zurück

- Der Berg: Vom Fuss des Berges bis zum Gipfel und zurück

- Abheben z.B. mit einem Ballon: Von der Erde in den Himmel und zurück

2.) Der Kreis

Stelle die Klangschalen als Kreis vor dir auf. So lassen sich alle Schalen klanglich miteinander verbinden. Es fällt leicht, sie gleichmäßig im Fluss zu spielen. So entsteht eine Klangfläche, die du gut als Teppich nutzen kannst. Dabei kannst du auch - wenn die Töne gut abgestimmt sind- die Klänge in beliebiger Reihenfolge, als auch im Kreis spielen. Du kannst dir dabei vorstellen, die Klangschalen bilden eine große Schale, deren Klang aus der Mitte heraus sich in den Raum erhebt.

Der Klangteppich

Der Klangteppich ist spielt eine sehr große Rolle in den Meditationen. Hierfür werden während des Textes verschiedene Klangschalen im ruhigen und gleichmäßigen Puls gespielt.

Die Klangschalen haben hierbei eine tragende, aber sehr zurückhaltende und unaufdringliche Rolle. Sie stellen eine leise und ruhige Begleitung für die Stimme dar. Sie bilden ein tragendes Fundament, vergleichbar mit dem Fundament eines Hauses, von dem wir wissen, dass es dem Haus Sicherheit gibt, ohne dass wir es sehen.

Die Stimme sollte also immer über dem Klang liegen, bzw. die Klänge unter der Stimme, so dass der Inhalt der Reise deutlich zu verstehen ist.

Auch hier spielt die Auswahl der Schalen eine wichtige Rolle. Tiefe Töne führen zu einem schnellen Verlust der geistigen Aufmerksamkeit, da sie mehr auf der körperlichen Ebene wirken und schnell in eine Tiefenentspannung führen. Sie bieten sich vor allem bei Körperreisen an. Hohe Töne hingegen halten den Geist in einem entspannten Wachbewusstsein und helfen, die Bilder besser zu verfolgen und unterstützen den Erkenntnisprozess. Durch eine Veränderung der Klanghöhe kannst Du also bei dem Zuhörer verschiedene Entspannungsebenen ansprechen.

Klangschalenimprovisationen

In der Klangimprovisation oder auch in längeren Textpausen bekommen die Klänge dann eine andere Bedeutung. Hier stehen sie im Mittelpunkt und dürfen dabei an Intensität zunehmen, wobei dies in der Regel nicht bedeutet, schneller zu spielen, sondern das Anspiel in der Lautintensität zu verändern.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten Verschiedene Varianten mit drei oder mehr Klangschalen von tief nach hoch sortiert

Spiele im Gleichmaß:

1. Variation: von tief nach hoch - dabei ist es hilfreich zu Beginn die Schalen im Kreis aufzustellen, so entsteht keine Pause zwischen dem letzten und ersten Ton.

2. Variation: von hoch nach tief

3. Variation: Wechselspiel nach oben

1-3. 2-4, 3-5,

1-3. 2-4, 3-5,

1-3..

4. Variation: Wechselspiel nach unten

5-3, 4-2, 3-1,

5-3, 4-2, 3-1,

5-3..

5. Variation: Kreisspiel von drei Tönen

1,2,3,2,

1,2,3,2,

1,2,3,2,, wobei der erste Ton etwas lauter als die anderen drei gespielt wird. So entsteht ein fühlbarer 4er Takt, der Beständigkeit vermittelt.

6. Variation: Das Hervorheben einer bestimmten Schale x:

x mit 1, x mit 2, x mit 3, x mit 4, x mit 3, x mit 2

Schale x immer im Wechsel mit den anderen Schalen spielen, dadurch entsteht ein durchlaufender Ton dieser Schale. Diese Variante lässt sich gut einsetzen, wenn die Schale einen bestimmten durchlaufenden inhaltlichen Aspekt symbolisiert, wie z.B. ein Vogel in der Luft oder ein Blatt auf dem Wasser. Der Vogel, bzw. das Blatt ist dann der durchlaufende Ton, während die anderen Töne seine Bewegung darstellen.

Genauso wird in dieser Variante aber auch der Charakter eines bestimmten Tones - z.B. das A als ausgleichender harmonisierender Ton (siehe hierfür die Bedeutung der einzelnen Töne) – in den Mittelpunkt gestellt.

7. Variation: der 3er Rhythmus

Der Schwerpunkt liegt auf dem ersten Ton. Spiele drei Schalen im Gleichmaß und betone dabei die erste Schale. Dann lasse die zweite Schale weg, stelle dir aber vor, du spielst sie innerlich weiter. So entsteht ein beschwingter Rhythmus. Du kannst es dir auch so vorstellen, dass du die erste Schale doppelt so lange klingen lässt, wie die dritte. Auch ein Wort wie Sonnen-Haus kann hier helfen.

Wenn du den Rhythmus mal verinnerlicht hast, kannst du auch andere Schale miteinander variieren, wie z.B. 1____3, 2____4,3____5...

Wähle hierbei für den ersten Ton eine tiefere Schale. Besonders schön klingt es mit hellen Tönen, da ihnen mehr Leichtigkeit innewohnt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Klangmusik – Die heiligen Momente in der Klangreise

Ein besonderer Augenblick ist in jeder Klangreise der Moment, wo die Klänge das Wort ablösen. Jede Klangreise hat ein Ziel, wohin die Worte den Zuhörer führen. Die Klänge und die Musik vertiefen die Bilder und Worte und geben Raum, nachzuspüren und die inneren Ebenen zu fühlen, die mit Worten nicht mehr zu beschrieben sind:

Die Klangimprovisation

Die einfachste Form - Das freie Spielen mehrere Klangschalen im ruhigen Puls

Das Duett oder das Konzert

Kombiniere die Klangschalen mit anderen Instrumenten, z.B. die Sansula, der Gong, die Kristallklangschalen. Hier bietet sich auch ein Zusammenspiel mit anderen Musikern an. Optimal sind hierbei ein paar Grundkenntnisse der Musiktheorie und der Harmonielehre.

Das Klanglied

Intoniere zu den Klangschalen ein Lied. Es sollte einen ruhigen, meditativen Charakter haben.

Die Einsatzmöglichkeiten von CDs in der Klangreise

Als Anregung für eigene musikalische Ideen, aber auch als Unterstützung in der Klangreise kannst du die von uns eingespielte Musik der CDs verwenden.

So kannst du hier Chants, Mantren aber auch sakrale klassische Musik im Verbund mit den Schalen finden.

Die Lieder sind von Klängen begleitet, die klare Grundtöne in sich haben und ein tonales und harmonisches Fundament bilden.

So kannst du die CDs , wenn du selbst mit deinem Publikum tönen möchtest, als Unterstützung - als Playback sozusagen- nehmen und sie mit dem Spielen von deinen Klangschalen kombinieren.

Der Vorteil: Der Livecharakter ist immer ein anderer, als das bloße Hören von CDs. Auch wenn du nicht musikalisch ausgebildet bist, kannst du so ein einfaches Konzert zelebrieren. Des Weiteren haben die Zuhörer so noch neben der CD Musik die Möglichkeit auch die feinen Schwingungen intensiv zu spüren, da diese unmittelbar und live gespielt zusätzlich berühren.

Verschiedene Möglichkeiten die CDs eizusetzen

Klangmusik von CD mit Klangstreicheln

Klangmusik von CD mit Klangmassage

Klangmusik von CD begleitet mit anderen Instrumenten, wie z.B. Gong, Regenmacher oder Sansula

Klangmusik von CD in der Klangreise zusammen mit einer eigenen Klangimprovisation

Perfekt ist es natürlich dann, wenn die Töne der Instrumente, die du verwendest mit den Tonarten der Lieder abgestimmt sind. Wenn also z.B. ein Lied in d-moll gesungen wird, so nimm eine Schale mit dem Grundton D.

Die entsprechenden Hinweise sind bei den folgenden Klangreisen, wie auch bei der Beschreibung der CD Klangmeditationen3 zu finden.

Stille

... und auf einmal ist da nur noch Stille.

Oft haben wir es erlebt, dass die Teilnehmer in diesem Moment ihre intensivsten Erlebnisse hatten. Während zuvor immer wieder Bewegung und Schwingungen im Raum waren, wird es dann ganz ruhig. In einem chilenischen Lied heißt es: „Diese innere Stille ist der Weg zur Liebe und die Liebe ist der Schlüssel zur Ewigkeit und Beschaulichkeit.“

Es gibt nur wenig Momente in unserem Leben, wo wir diese Stille so bewusst wahrnehmen. Ein schönes Bild dazu ist, der konzentrische Kreis in einem stillen Gewässer, der durch das werfen eines kleinen Steines verursacht wird. Während die Schwingungen das Wasser in Bewegung setzen- auch in uns- so fällt der Stein in die Tiefe. Wenn wir ihm folgen, wird es immer stiller. Der Stein entspricht dem Klang, der uns in die innere Ebene führt, in der diese heilige Stille erfahrbar wird.

In dieser Stille kann eine tiefe Berührung stattfinden. Sie ist in der Lage, uns mit unserem Ursprung zu verbinden. Sie wird auch als die Ebene der Vollkommenheit und des ICH BIN bezeichnet.

In jeder unserer Klangreisen haben wir ihr einen bestimmten Raum gegeben. In der Regel ist er im Anschluss an das Klanglied, bzw. an die Klangschalen-improvisation zu finden. Versuche als Vortragender dich in diese Stille mit einzuschwingen du so auch mitzutragen. Irgendwann gelangt dann in der Regel eine gewisse Unruhe in die Gruppe. Das kann je nach Gruppe unterschiedlich sein. Manchmal vergehen 4-5 Minuten manchmal aber auch nur eine. Dann weißt du, dass es an der Zeit ist, die Gruppe wieder zurückzuführen.

Klang und Stimme

Um die Klangreisen mit einfachen Liedern und Gesängen zu bereichern braucht es gar nicht viel. Ein paar Grundregeln reichen aus und jeder, der Freude am Singen und Tönen hat, kann sogleich die ersten Testversuche starten.

Grundsätzlich gilt:

Freude an der eigenen Stimme haben

Lust zu singen

Mut, etwas Neues auszuprobieren

Klangschalen - Tön - Erfahrung - das „Eins Sein“

Neben den Schwingungen der Schalen sind es die Töne, die uns berühren. Diese haben die Gabe, uns auf einer Ebene zu erreichen, die wir mit Worten nicht mehr greifen können.

Die Ebenen des tiefen Fühlens sind also nonverbal. Lediglich die Klänge und ihre Schwingungen, können dort berühren und kommunizieren. Durch das Eins Werden auf diesen tiefen Ebenen entsteht eine innere Verbundenheit, die über das rationale Verständnis hinausgeht. Klang selbst ist etwas ursprüngliches, wie auch unsere menschliche Stimme, die auch gern als körpereigenes Instrument bezeichnet wird. Im „Einklang“ mit dem Klang einer Klangschale scheinen sich diese ursprünglichen Kräfte zu potenzieren und wir erfahren uns selbst als Einheit mit uns selbst.

Und so ist im Laufe der letzten Jahre eine neue Form von meditativer Musik entstanden, in der Gesang und Klänge von Klangschalen sich ineinander verweben:

Das Tönen mit den Klangschalen

Das Tönen mit einer Klangschale ist ein ganz besonderer Reiz und verzaubert dich und deine Zuhörer. Durch die verschiedenen Schwebungen ist es, als würde deine Stimme in eine Klangwolke gehüllt werden, die sie trägt und die den Zuhörer wie ein feiner, geheimnisvoller Zauber in eine andere Welt führt.

Um selbst erste Erfahrungen zu machen und dies zu erleben kannst du die folgende Übung probieren:

Nimm dir eine mittlere Klangschale (ca.1-1.5kg) und spiele sie an. Dann halte einmal dein Gesicht in die klingende Schale und versuche, den Klang der Schale in dir zu fühlen, ihn zu erfassen. Atme tief ein - so als wolltest du diesen Ton einsaugen - und mit dem Ausatmen lass ihn einfach entstehen. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, wie schön er ist. Erlaube ihm, dass er von ganz allein in die Schale fließt.

Tu dieses einige Male. Sei einfach bei der Schale und antworte ihr, gehe mit ihr in Verbindung.

Du kannst dabei auch mit verschiedenen Lauten ( A, Au, Om, U, Ju, Oh, Eh, Oih,) experimentieren. Du wirst schnell feststellen, welcher Laut dir am angenehmsten ist und mit dem Ton der Schale zusammen passt.

Vielleicht kannst du auch ein weiteres Phänomen wahrnehmen: Es scheint, als würde der Raum in der Schale nicht nur ihren Klang, sondern auch die Klangschwingung deiner Stimme mit aufnehmen und darauf reagieren.

Spannend ist hierbei nämlich, dass auch jede Unstimmigkeit in dir sofort die Schale verstimmt klingen lässt und ein Reibungsfeld entsteht.

Dies ist eine wunderbare Erfahrung. Mit etwas Übung wirst du feststellen, dass sie dich sehr schnell in deine eigene Mitte führt.

Je häufiger du das nun zelebrierst, desto intensiver wirst du das Gefühl von „Eins Sein“ erfahren.

Die Übung lässt sich auch mit Gruppen machen. Auf unseren Konzerten ist das Tönen mit dem Publikum ein fester Bestandteil geworden. Aber auch in der Sauna hat das Tönen einen besonderen Reiz. Es hebt die Grenze zwischen dem inneren und äußeren Raum und oft entstehen dabei ganz besondere Augenblicke der Verbundenheit.

Die Klanglieder

Um die Klangreisen mit einfachen Liedern und Gesängen zu bereichern braucht es gar nicht viel. Ein paar Grundregeln reichen aus und jeder, der Freude am Singen und Tönen hat, kann sogleich die ersten Testversuche starten.

Es gibt viele einfache, spirituelle Lieder, die sich in einem angenehmen und singbaren Tonraum befinden.

Wichtig ist dabei, dass du dich in deinem Tonraum aufhältst, wo du dich wohl fühlst. Die Erfahrung hat gezeigt, dass sich dieser Tonraum in der Regel zwischen dem tiefen A und dem d` befindet.

Dein eigener Grundton

Jeder hat einen Ton, bei dem er sich besonders wohl fühlt. Summe dazu in einer ruhigen Minute, z.B. beim Spazieren oder auch beim Abwaschen leise für dich. Spüre dabei in dich hinein und versuche, den Ton zu finden, der ganz leicht und wie von selber klingt. Fühle, wo er in dir schwingt, welchen Körperbereich er anspricht. Bleibe bei diesem einen Ton und beginne langsam deinen Mund zu öffnen, so dass ein Laut entsteht. Experimentiere mit verschiedenen Vokalen. Vielleicht kannst du auch erleben, dass sich bei unterschiedlichen Vokalen der Ton beginnt zu verändern, also höher oder tiefer wird.

Die Vokale

Jeder Vokal schwingt anders

Jeder Vokal hat eine eigene Schwingung, die mit bestimmten Resonanzräumen in uns spricht.

Es gibt eine bestimmte Richtlinie, an der du dich zunächst orientieren kannst. So gibt es sehr offene Vokale und die Vokale, die in sich geschlossenen sind.

Der folgende Satz verdeutlicht dies: „A,E,I,O,U der Mund geht immer weiter zu.“

Und so verhält es sich auch mit der Energie der einzelnen Vokale:

A: Der Herzensvokal

A ist der offenste Vokal. In einer mittleren Tonlage getönt, hat er seinen Resonanzraum in unserer Brust. Du kannst ihn dir als Sonne vorstellen, die wie eine Leuchtkugel nach außen strahlt. Er wird auch als Herzensvokal bezeichnet und sehr gerne getönt.

E: Der Ausdehnende

E geht von der Energie in die Breite, so als würdest du deine Arme zur Seite rausstrecken. Nicht jeder mag ihn, da er im Hals, Thymus und Nacken räsoniert. Das E kann schnell als eng empfunden werden, da er die Blockaden und Verspannungen in diesem Bereich wiederspiegelt. Für ein stabiles E ist eine gute Grundspannung im Zwergfell wichtig. Das bedeutet, du legst deine Hände auf deinen Oberbauch, atmest tief in den Brustraum ein, ohne dass der Bauch dabei dick und rund wird, sondern eine leichte Anspannung hat. Dieses ist deine Stütze, der Boden sozusagen, der dem E den notwendigen Halt gibt.

I: Der Kopfvokal

I treibt nach oben. Er ist ein Kopfvokal, der mit hohen Tönen seine ganze Kraft entfaltet. Versuche einmal das I ganz tief zu singen und du wirst feststellen, dass er sich in der Tiefe eher unwohl fühlt. Es liegt nahe beim Ü. Sollte das I dir nicht liegen, kannst du probieren, es mit dem Ü zu tauschen.

O: Der Körper

O hingegen bringt uns zurück in den Körper. Er erinnert an das OM und meditierende Mönche. Du kannst beim Tönen des O deine Hände auf deinen Bauch oder unteren Rippenbogen legen. Oft fühlt sich das O bei tiefen Tönen wohlig und warm an.

U: Der Innige

U ist ebenfalls kein lauter Vokal. Aber er hat eine große tonliche Ausdehnung nach oben und unten und ist sehr stark nach innen ausgerichtet. Das U hat einen sehr meditativen Charakter. Seine Energie ist vertikal und kann wie ein Strahl durch den ganzen Körper strömen. Das Tönen auf U mit den Gruppen lässt einen sehr innigen Raum entstehen, der schnell in eine berührende Stille führt.

Vokalerfahrungen in der Gruppe

Die folgende Übung stärkt das Gruppengefüge, durch die gemeinsame Ausrichtung auf eine Aufgabe potenziert sich die Erfahrung. Sie macht viel Spaß und verbindet die Teilnehmer miteinander

Übung: Wir- Der Vokal

Ca. 6-9 Teilnehmer

Wenn genügend Platz vorhanden ist, legen sich alle Teilnehmer auf den Boden und formieren sich dabei als Gruppe zu dem jeweiligen Vokal. Beim I z.B. bilden alle eine Reihe und einer ist der I Punkt. Spiele die Schale an und führe diese über die Gruppe und male dabei mit dem Ton den Buchstaben nach. Der I-Punkt bekommt dabei einen eigenen Klang.

Beim O können sich die Teilnehmer auch in einen Kreis setzen und sich dabei an den Händen berühren. Alternativ ist auch ein Stern im Liegen möglich.

Die Gruppe hat die Aufgabe, der Schale geistig zu folgen, sich dabei den Buchstaben vorzustellen und innerlich mitzusingen. Dann beginne den Vokal zu tönen. Jeder in der Gruppe stimmt auf seine Weise mit ein.

Die Übung lässt sich auch sehr schön mit Kindergruppen machen.

Das Begleiten von Liedern mit den Klangschalen

Solltest du in deinen Tönen noch nicht sattelfest sein, so ist es gut, du übst zunächst ein paar einfache Lieder mit Hilfe von klassischen Instrumenten, wie Klavier oder Gitarre. Auch eine CD zum Mitsingen eignet sich prima.

Um die Lieder jetzt mit Klangschalen zu begleiten hier ein bisschen Harmonielehre.

Jedes Lied hat einen Grundton. Diesen finden wir in der Regel am Ende des Liedes.

Die meisten spirituellen Klanglieder haben hier ein D, ein E, ein C und manchmal auch ein A als Grundton.

Suche dir nun deinen Ton, bei dem du dich am wohlsten fühlst.

Töne dich auf deine Klangschale ein und versuche dann dein Lied zu singen. Spiele dabei immer wieder deine Schale. Du wirst schnell merken, wo sie sich gut anhört. Gut ist es, sie als rhythmisches Fundament zu verwenden, also auf Schwerpunkten, wie der erste Schlag im Takt oder zu Beginn einer musikalischen Phrase. Beachte dabei, dass die Schale sehr lange nachklingt. Zu schnelles Spielen entspricht nicht ihrem klanglichen Charakter und wird schnell als aufdringlich empfunden.

Für das Melodiespiel sind die Klangschalen daher auch nicht geeignet. Die Töne verschwimmen ineinander und ein Klangsalat, anstatt einer Klangwohltat, entsteht. Als Begleitung für Lieder mit einfachen Harmonien lassen sie sich dagegen sehr gut einsetzen. Und hier kann durch Oktavtöne eine größere Vielfalt im Ausdruck erreicht werden.

Vielleicht spürst du beim Üben, dass es einen weiteren Ton braucht.

In der Regel ist es die Quinte über deinem Grundton:

Also bei einem C als Grundton das G,

bei einem D das A,

bei einem A das E

und bei einem E das H.

Mit diesen beiden Tönen( Grundton und Quinte) kannst du schon fast alle einfachen Lieder begleiten.

Versuch es einfach mal. Ich habe im Folgenden ein Lied notiert und die Klangschalentöne hinzugefügt.

Am Ende des Buches findest du die Literaturhinweise, wo die hier im Buch verwendeten Lieder zu finden sind.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Ein Lied der Hopi-Indianer. Shima = Liebe

Ich habe zu der ursprünglichen Melodie( erste Zeile) noch eine zweite Zeile hinzugefügt. Diese lässt sich auch als zweite Stimme zu der ersten Zeile singen. Das Lied ist auf der CD Klangmeditationen 3 eingespielt.

Die Begleitung der Klanglieder auf der CD Klangmeditationen 3

Auch „Nicht-Sänger“ können musikalisch dabei sein. Auf der CD Klangmedi-tationen 3 findest du Lieder, die ausschließlich von Klangschalen begleitet sind. Wie schon im vorherigen Kapitel erwähnt, kannst du diese mit eigenen Schalen begleiten und somit einen Livecharakter erzeugen, in dem auch die Schwingungen der Klänge- die sich über eine Aufnahme nicht so transportieren lassen- den Teilnehmern ermöglichen. Dabei ist es nicht zwingend notwendig, dass du alle Töne hast. Schon mit einem Ton kannst du den Teilnehmern Streichelklänge schenken. Im Folgenden nun die passenden Töne und auch die Bedeutung der einzelnen Lieder der CD:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Opening:

C-Moll; Töne: C, Es, G

Om Tare: Ein Traditionell aus dem Sanskrit, welches die Göttin Tara mit ihren 21 weiblichen Aspekten ehrt;

C-Moll; Töne: C, Es, G

Gayatri Mantra: Ein Traditionell aus dem Sanskrit, ein uraltes Gebet, welches der Erhebung des Bewusstseins dient

D-Moll; Töne:D, F,A

Innner Temple: Ein Chant über D-Moll

Töne: D,F,A

Nigun1: Ein Lied aus dem Chassidismus, einer mystischen Judenbewegung vor ca.200 Jahren. Es ehrt Gott ohne Wort und Namen zu nennen, man sagt, es ist die Sprache der Seele

D-Moll; Töne:D,F,A

Shima: siehe obenl

Kyrie Eleison: Ein Lied der Hildegard von Bingen

G-Dur, D-Dur, passende Töne zum Begleiten: D,G,A

Nigun2:

H-Moll, Töne:H und E

Evening Rise: Ein Traditionell der Hopiindianer, das den großen Geist des Abends begrüßt

A-Molll: Töne:A,C,E

Inner Light: Chant

D-Dur; Töne: D,Fis,A

Halleluja: Feiert das Licht und den Duft der Liebe

D-Dur; Töne:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die ganzheitliche Wirkung von Tönen, Intervallen und Harmonien

Schon die Komponisten aus alten Zeiten haben festgestellt, dass die Tonarten eine bestimmte Wirkung auf den Zuhörer haben. Neben den bekannten Modi von Dur und Moll haben die einzelnen Tonleitern einen eigenen Charakter und wurden bewusst für die Kompositionen eingesetzt. Das berühmteste Beispiel ist dafür das wohltemperierte Klavier, in dem Johann Sebastian Bach - der Urvater der klassischen Komposition – seine berühmten Präludien und Fugen durch alle Tonarten geführt hat. Alle bedeutenden Komponisten, wie Mozart, Brahms oder auch Hindemith haben durch dieses Werk gelernt.

In der ganzheitlichen Klangarbeit bekommt dieses Wissen eine weitere Komponente. Durch die spürbare Schwingung der einzelnen Töne bei der Verwendung der Klangschalen wird ein tieferes Erspüren und Empfinden von Musik gefördert, was wiederum die in jedem Menschen angelegte Musikalität zum Tragen bringt.

Mir war es nun in den vergangenen Jahren daran gelegen, die Eigenschaften der einzelnen Töne, als auch ihrer Intervalle etwas genauer zu untersuchen. Dazu habe ich auf den Seminaren viele Experimente mit den Teilnehmern gemacht und die Erfahrungsberichte der vielen Klangmassagen, Klangkonzerte und Klangreisen mit berücksichtigt. Eine durchgängige Übung auf den Seminaren war dabei, die Töne auf den verschiedenen Ebenen Körper, Gefühl und Geist wahrzunehmen und die einzelnen Töne anschließend zu malen.

Eine ausführliche Anleitung dazu findest du auf den folgenden Seiten. in der die Klangfarben thematisiert werden. Die Lehre der Chakren habe ich bewusst aus diesem Buch heraus gelassen. Ich habe jedoch für diejenigen, die Kenntnisse darüber haben, bei den folgenden Beschreibungen die Zuordnung der Töne zu den einzelnen Chakren mit eingefügt.

Das Experiment

Für die Form der Tonforschung habe ich mehrere Klangschalen genommen, die den gleichen Grundton haben und die Teilnehmer gebeten, sich lediglich auf ihren Atem und den Klang zu konzentrieren und sich dabei zu beobachten.

Ich spiele einige Minuten die Schalen - meist 4-5 Stück - in einem ruhigen Puls und habe danach eine Pause zum Nachspüren eingelegt. Bei der Auswahl der Schalen habe ich ebenfalls die Oktaven der einzelnen Töne integriert, damit die Töne als Gesamtes und nicht nur in einer Tonlage erfahrbar wurden. Im Anschluss daran hat jeder den Ton gemalt und wir haben im gemeinsamen Gespräch die persönlichen Empfindungen besprochen. Mehr zum Thema Klangfarben und die genaue Anleitung für das Malen der Klänge kannst du ein paar Seiten weiter hier im Buch entnehmen.

Im Laufe der Jahre haben wir dann auf diese Art und Weise einen roten Faden entdecken können. Diese Ergebnisse habe ich nun hier notiert. Es ist keine wissenschaftliche Auswertung, da es immer um ein subjektives Empfinden bei diesen Erfahrungen geht. Aber es waren doch sehr viele Auffälligkeiten im gemeinsamen Erleben, so dass wir die Töne mittlerweile auch bewusst für die ganzheitliche Arbeit mit den Klängen verwenden.

Die Bedeutung der einzelnen Töne C-H

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten C - der Ganzkörperton

Allgemein:

Wurzelchakra, Element Erde, Ganz-Körperton, wärmend und energetisierend, körperliche Kraft unterstützend, aber auch Geborgenheit im Sinne von „Mutter Erde nährt mich“, Beständigkeit und Gleichmaß, Kreislauf, Yang-Ton

Klangmassage:

Auf dem ganzen Körper einsetzbar, vor allem in Bereichen, wo viele Muskeln sind, Beine und Rücken

Klangreisen:

Als Begrüßungston, bei Körperreisen, Reisen in denen es um Kraft und Beständigkeit geht

Sauna:

Das C kann zu Herzklopfen führen, da er den Kreislauf anspricht. Das Herzklopfen lässt aber beim zweiten Mal nach, da der Körper die Information des Klanges schnell abspeichert und gelassener reagiert. Gut für Teilnehmer, die eher sonst ein kalter Typ sind und länger brauchen, bis sie ins Schwitzen kommen.

Klangmusik:

C-Dur ist die typische Marsch-Tonart. Der 4er Rhythmus entspricht ihm und symbolisiert das Gleichmaß und Wiederkehrende. Tönen auf C wärmt den Körper und kann mit Bewegungen, die eine vertikale Ausrichtung haben verbunden werden.

Affirmation:

Ich bin ein Baum, kraftvoll und stark. Meine Wurzeln sind tief in der Erde und ich trotze allen Stürmen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten D - Der Sakrale

Allgemein:

Sakralchakra, Ton der Stille

Heilig, sakral, erhaben, feierlich, tiefgehend, nach innen öffnend

Klangmassage:

Unterbauch, aber auch drittes Auge, im Kreuzbereich

Sauna:

Feierabendton, als Ausklang, an besonderen Tagen, wie Weihnachten o.ä.

Klangreisen:

Alle Reisen, die nach innen führen und das Thema von Kirche, Besinnung, Tempel u.ä. haben.

Klangmusik:

D ist der Grundton der dorischen Tonleiter. Sie ist in der Kirchenmusik die erste Tonleiter im System und bietet den Boden für sakrale Musik. Viele Lieder und auch Mantren sind in dorisch oder in d-moll gehalten. Er wird gern mit Kirchenglocken assoziiert. Er ist der Grundton für sakrale Musik, die zum Innehalten führt. Daher das D einer der wichtigsten Töne in der meditativen Klangmusik.

Affirmation:

Ich gehe in mich in meinen heiligen Raum. Dort finde ich die Lösung, um die ich im Gebet gebeten habe.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten E - Der Wegbereiter

Allgemein:

Solarplexus , Kinderton, Herz-Bauch-Ton

Wegöffner für Neues, emotionaler Ton, Gefühle, Zartheit, Neugier als vorantreibende Kraft, Freiheitsdrang, aufhellende Wirkung, stimmt freudig, beängstigend für diejenigen, die keine Veränderung wollen

Klangmassage:

Herz, Bauch und Aura. Auf der Vorderseite des Körpers, da sie die offene Seite des Körpers darstellt und auch die Gegenwart repräsentiert.

Klangreisen:

Alle Reisen, in denen es um Freude und Sinnlichkeit, Schönheit der Erde, wie Blumen, Blüten oder auch Dinge, die sich öffnen (Wasser Fontaine) geht.

Sauna:

Klang und Duft, Streichelklang

Klangmusik:

E-moll symbolisiert das schöpferische der Erde, das göttliche in der Schöpfung. Er kann aber auch zu einer Melancholie führen, da die innere Sehnsucht nach dem Paradies verdeutlicht wird. E-Dur lässt die Freude an der Schönheit deutlich werden.

Affirmation:

Ich öffne mich mit allen Sinnen für das Leben. Rieche, schmecke, fühle, höre was die Schöpfung mir schenkt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten F - Der Herzton

Allgemein:

Herzchakra, Thymusdrüse, Brückenton, der mittlere Ton auf unserer C-Dur Tonleiter, Herz (klopfen), anregend, aufregend, öffnet ein Tor zu anderer Ebene, der Mittler /die Brücke zwischen den Welten (körperlich und geistig), Kommunikation mit sich selbst, dringt vor bis zur Seelenebene. Yin-Ton

Klangmassage:

Kann zu Herzklopfen führen, Brustraum

Klangreisen:

Alles, was sich zwischen Himmel und Erde befindet. Der Baum, der Mensch, das Haus.

Sauna:

Kann, wie auch das C, Herzklopfen verursachen, wenn er als Streichelklang verwendet wird. Nicht jeder mag ihn.

Klangmusik:

F-Dur bereitet den Weg in die höheren Ebenen, gibt aber auch noch Halt durch das C. Er wird als angenehm und ausgleichend empfunden. F-Dur hat einen sinnlichen Charakter und fördert auch inneren Gleichmut. F-moll führt eher in eine Melancholie, in der alte Erinnerungen hochkommen können.

Affirmation:

In meinem Herzen wohnt ein Schatz. Die Liebe ist der Schlüssel für die Schatztruhe in meinem Herzen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten G - Der Antreibende

Allgemein:

Kehlchakra , Yang-Ton

Veränderung, Loslegen, Antrieb (spirit-Ebene), Wille, Bewegung, Auslöser, Anstupser, materiell, Erdton (Füsse) Lymphen, Kreuz-Nacken-Nerven.

Klangmassage:

Auf dem Bauch oder im Nacken. Wird oft direkt auf den Körper als angenehmer empfunden, als in der Aura.

Sauna:

Bei der Verwendung als Streichelton sehr achtsam sein und die Reaktionen der Gäste betrachten. Kein Ton, wenn es viele unruhige zu Nörgeleien neigende Gäste in der Sauna gibt. Er wird- wie in der Klangmassage- in der Aura nicht immer als wohltuend befunden. Im Set in Kombination mit anderen Tönen ist er sehr schön.

Klangreisen:

Er ist ein Ton für Bewegung, die ein festes Ziel vor Augen hat. Wenn es darum geht, einen Berg zu besteigen oder einem Weg zu folgen, kann er unterstützen.

Klangmusik:

G-Dur kann antreiben, seine Ziele umzusetzen. Bei längerem Spielen kann es aber auch zu Aggressionen und innerer Unruhe führen. Es wäre nicht ratsam, ein ganzes Konzert mit dieser Tonart zu gestalten. In der Kombination mit C-Dur oder auch e-moll wird diese Wirkung deutlich abgeschwächt.

Affirmation:

Ich bin voller Freude. Die Leidenschaft des Lebens treibt mich an.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten A - Der Ausgleichende

A llgemein:

Drittes Auge, Yin - Ton

Herzton, Leichtigkeit, weiblich, geistiger Ton, Gelassenheit, harmonisierend, fließend, nach oben öffnend, sich Treibenlassen, Auraton, Kopf, Gelenke (Körperebene) Kniekehle

Klangmassage:

Ein wunderbarer Ton für die Auraarbeit. Alle Formen der Acht bieten sich mit ihm an.

Er lässt sich im Kopf- und Brustbereich, aber auch bei den Gelenken und der Kniekehle einsetzen.

Klangreisen:

Das A verbindet. Er verbindet alle dualen Aspekte, wie Innen und Außen, Himmel und Erde, Tag und Nacht. Er ist ein schöner Ton für das einleitende Klangatmen, als auch dienend, um freundschaftliche und liebevolle Begegnungen in Klangreisen zu untermalen

Sauna:

Ein schöner Ton für Streichelklänge und als Ein- und Ausklangston. Gerade bei unruhigen Gästen wirkt er wohltuend.

Klangmusik:

A-moll ist eine sehr harmonische Ton-Art. Sie eignet sich hervorragend für Einsteiger und Neulinge. Das A-C-E ist sozusagen das Vitamincocktail in der ganzheitlichen Klangarbeit, da diese Töne alle Bereiche von Körper, Geist und Seele gleichermaßen ansprechen. Ein gemeinsames Tönen auf A führt sehr schnell zu einer harmonisches Stimmung. A-Dur wird ebenfalls als wohltuend empfunden.

Sie unterstützt das sinnliche Empfinden und lässt sich in den Klangreisen dort einsetzen, wo die Sinne angesprochen werden. Sie öffnet das Herz und steht für Lebensfreude.

Affirmation:

Ich bin in der Gelassenheit, dass ich getragen werde von der Harmonie der Elemente. Ich kann loslassen und geschehen lassen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten H - Der Geistige

Allgemein:

Kronenzentrum , Himmlischer Ton, Nerventon ,Yang-Ton,

öffnet nach oben, zeigt innere Spannungen an, was muss geklärt werden? Er kann Klarheit ins Bewusstsein bringen. Gegen Schulterverspannungen, Hals.

Klangmassage:

Er lässt sich vor allem auf dem Rücken gut einsetzen. Der Rücken gilt als Energieträger der Vergangenheit. Im Schulterbereich, als auch auf den Waden und im Kreuz sind die meisten Altlasten. Er kann hier helfen, sie zu lösen. Er kann zu Zuckungen im Körper führen, ähnlich derer vor dem Einschlafen. Aber auch die Nervenbahnen werden von ihm berührt, wie auch der Lymphfluss darauf sehr anspricht. In der Auraarbeit bei Menschen mit Therapieerfahrung verwendbar, da auch blockierende Gedankenmuster verstärkt werden können. Er ist nicht als unbedingt als Abschlusston für eine Klangmassage geeignet.

Sauna:

In der Sauna ist es ein Ton, der mal als ein Streichelton verwendet werden kann, aber nicht als durchgängiger Ton empfehlenswert ist.

Klangreisen:

Das H kann bei allem, was in der Luft geschieht, verwendet werden. Reisen durch den Himmel, fliegen und schweben. Aber auch in Klangreisen, in denen eine Begegnung mit einem inneren Lehrer oder eine Begegnung mit einem Menschen geschieht, wo Dinge geklärt oder erkannt werden dürfen.

Klangmusik:

H-Dur hat schon einen sehr spirituellen Ausdruck, bedingt durch die vielen Halbtöne. Das göttliche Paradies in der Ewigkeit wird damit symbolisiert. Es leuchtet und hat eine überirdische Fröhlichkeit. H-moll hingegen wird als „Todestonart“ bezeichnet. Sie symbolisiert den Abschied und somit das Ende des Irdischen. Im E-Dur oder e-moll, in der das H die Quinte darstellt, ist der irdische, sinnliche, aber auch göttliche Bezug gegeben. Hildegard von Bingen bezeichnet e-h als göttliche Harmonie.

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Details

Seiten
267
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656299233
ISBN (Buch)
9783656300908
Dateigröße
13.4 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v203415
Note
Schlagworte
Klangreisen Klang Klangmeditationen Klangschalen Musiktherapie Klangtherapie Traumklänge

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Titel: Klangreisen und Klangmeditationen