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Progressive Muskelrelaxation. Ein Kurskonzept

Anfängerkurs - 8 Einheiten

Skript 2012 32 Seiten

Sport - Sportmedizin, Therapie, Prävention, Ernährung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Inhalt und Aufbau des Kurskonzeptes
1.1 Rahmenbedingungen
1.2 Zeitliche Aufteilung einer Kurseinheit
1.3 Exkurs: Vorgespräch mit den Kunden
1.4 Inhalte und Lernziele der einzelnen Kurseinheiten
1.4.1 Allgemeine Zielsetzung des Kurskonzeptes
1.4.2 1. Kurseinheit
1.4.3 2. – 8. Kurseinheit
1.5 Didaktische-methodische Prinzipien
1.5.1 Übergreifende didaktische Prinzipien
1.5.2 Wichtige didaktische-methodische Prinzipien der PR in diesem Kurskonzept
1.5.3 Methodische Gesichtspunkte der Phantasiereise
1.6 Informations-/Übungsblätter für Teilnehmer
1.7 Organisation/Ressourcen

2 Detaillierte Darstellung einer Kurseinheit (Nr. 2)
2.1 Inhalt und Lernziel - Kurseinheit
2.1.1 Vor der Stunde
2.1.2 Einstimmung/Befindlichkeitsabfrage
2.1.3 Erklären und demonstrieren der ersten Übung
2.1.4 Entspannung
2.1.5 Phantasiereise/Rücknahme
2.1.6 Erfassung Übungsfortschritt, Abschlussgespräch, Informationszettel

3 Fazit
3.1 Vorteil des Kurskonzeptes
3.2 Zu erwartende Umsetzungsprobleme in der Praxis
3.3 Abschließende Schlussfolgerung

4 Literaturverzeichnis

5 Abbildungs-, Tabellen- und Abkürzungsverzeichnis
5.1 Abbildungsverzeichnis
5.2 Tabellenverzeichnis
5.3 Abkürzungsverzeichnis

Anhang
Anhang 1: Informationszettel Progressive Relaxation
Anhang 2: Ablauf der Progressiven Relaxation
Anhang 3: Text Progressive Relaxation
Anhang 4: Text Phantasiereise/Rücknahme
Anhang 5: Anamnesebogen Erstgespräch

1 Inhalt und Aufbau des Kurskonzeptes

1.1 Rahmenbedingungen

Tab. 1: Rahmenbedingung Kurskonzept

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.2 Zeitliche Aufteilung einer Kurseinheit

„Die Grundstruktur jeder Übungseinheit besteht aus Vorbereitungsteil, Hauptteil – die Entspannung im engeren Sinne – und Nachbereitungsteil.“ (MATHESIUS, 2011, S. 138)

In Anlehnung an die Grundstruktur für den Stundenaufbau, ist in der nachfolgenden Tabelle die Dauer festgehalten. Hierbei handeltet es sich um Richtwerte die kein Dogma darstellen.

Tab. 2: Zeitliche Aufteilung einer Kurseinheit, Gesamtdauer ca. 60 min.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.3 Exkurs: Vorgespräch mit den Kunden

In einem Vorgespräch sollte mit jedem einzelnen Teilnehmer eine Befindlichkeitsabfrage (Anamnese) durchgeführt werden. Dies gibt dem Kursleiter die Möglichkeit bei entsprechenden Übungen individuelle Lösungsansätze zu bieten. Insbesondere mögliche Probleme (z.B. unangenemes Gefühl/Schmerzen bei Übungen) können frühzeitig erkannt werden.

Des weiteren besteht hier die Möglichkeit eine erste „emotionale“ Bindung, zwischen dem Teilnehmer und dem Kursleiter aufzubauen. Der Anamnesebogen ist im Anhang 5 beigefügt.

1.4 Inhalte und Lernziele der einzelnen Kurseinheiten

1.4.1 Allgemeine Zielsetzung des Kurskonzeptes

Mithilfe des vorliegenden Kurskonzepts soll innerhalb der 8 Übungseinheiten den Teilnehmern die PR vermittelt werden. Als Zielgruppe wurden Männer und Frauen im mittleren Alter gewählt die aktive Fitnesssportler sind.

In der heutigen Zeit wird diese Zielgruppe oft mit körperlichen und seelischen Belastungen konfrontiert. Sei es das schnelle Arbeitstempo, der Leistungsdruck oder die Verantwortung. Stress ist in aller „Munde“. Eine Erhebung des BUNDESAMT FÜR STATISTIK aus dem Jahr 2007 zeigt auf, dass im Alter von 45 bis 54 Jahren rund 14% mit Stress am Arbeitsplatz zu „kämpfen“ haben. (vgl. DESTATIS, 2012)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Erwerbstätige mit Stress am Arbeitsplatz in % (vgl. DESTATIS, 2012)

Die PR soll diese „Nische“ bedienen und den Teilnehmern die Möglichkeit geben, sich in geigneten Situationen zu Entspannen und zur Ruhe zu kommen. Einfache Techniken sollen erlernt werden und mit „nach Hause“ gegeben werden. Die Zielsetzung verfolgt somit die Übungen zu vermitteln, zu erlernen und das Umsetzen im häuslichen oder beruflichen Umfeld zu erwirken.

Ein weiterer Aspekt ist die Prävention von Erkrankungen die in Bezug zu Stress stehen. Diese können unter anderem sein:

- Verspannungen
- Kopfschmerzen
- Herz- Kreislauferkrankungen
- Burnout

1.4.2 Kurseinheit

1.4.2.1 Inhalt

In der Einführungsstunde sollen die Teilnehmer sich zunächst vorstellen. Dabei sollen Bezug auf ihre...

- ... Erwartungshaltung (Zielsetzung) an den Kurs,
- ... Vorerfahrung mit der PR und
- ... Erfahrungen mit anderen Entspannungsmethoden genommen werden.

Im Vorgespräch wurden diese Punkte bereits erfragt, dass ergibt zusätzlich im Rahmen der Gruppe die Möglichkeit sich auszutauschen und ein erstes entwickeln von Zusammengehörigkeit (Gruppendynamik). Viele Gründe für den Besuch des Kurses werden bei den Teilnehmern gleich sein. „Leidensgenossen“ finden zusammen.

Der Kursleiter erläutert die Inhalte der PR an einem anschaulichen Beispiel und sagt „(...) etwas zum Autor des Verfahrens.“ (MATHESIUS, 2011, S. 136)

Weiterhin sollen organisatorische Fragen geklärt werden, wie z.B.:

- Kleidung während des Kurses
- Beginn und Ende des Kurses findet gemeinsam statt
- Häusliches Üben verbessert den Lernerfolg
- Anwendungsmöglichkeiten im Alltag
- Wichtigkeit der Rücknahme
- Umgang mit Störung während des Kurses (Husten, Einschlafen, Lachen, Darmgeräusche und Muskelzuckungen)

Im Anschluss werden die Vorbereitung auf die Entspannung und der Übungsablauf besprochen. Dazu gehört, dass die Lagerung oder Sitzhaltung erläutert wird und damit entstehende Probleme (z.B. beim flachen Liegen Rückenschmerzen – Anstellen der Beine) direkt gelöst werden. (vgl. MATHESIUS, 2011, S. 136f) Eine erste vorbereitende Übung („Thermometer“) und Entspannung (Phantasiereise) soll die Stunde abrunden.

Im Abschlussgespräch sollen die Teilnehmer sich über das Erlebte austauschen. Der Kursleiter erhält unmittelbar Feedback.

1.4.2.2 Lernziele

In der ersten Kurseinheit sollen neben dem Entwickeln einer Gruppendynamik auch der individuelle Anspannungsgrad, durch praktisches Üben, festgelegt werden. (vgl. MATHESIUS, 2011, S. 137)

Durch das Mitgeben von Informationszetteln, soll die Arbeits- und Wirkungsweise der PR bei den Teilnehmern nachhaltig vertieft werden (siehe Kapitel 1.6).

Als erste Hausaufgabe sollen sich die Teilnehmer damit beschäftigen an welchen Tagen und Zeitfenstern sie die Möglichkeit haben, die PR zu üben und durchzuführen.

1.4.3 2. Kurseinheit

1.4.3.1 Inhalt und Lernziele

Tab. 3: Inhalt und Lernziele der 2. – 8. Kurseinheit

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.4.3.2 Erläuterung zur Erfassung vom Übungsfortschritt

In der 2., 5. und 8. Übungseinheit soll durch den Teilnehmer der Übungsfortschritt festgehalten werden. Die subjektive Einschätzung soll anhand der vorgegebenen Kriterien schriftlich erfragt werden. Die Kriterien sind:

- Belastung vor der Entspannungseinheit
- Konzentration
- Entspannung

Dafür wird ein vorgefertigter Bogen (in Anlehnung an MATHESIUS, 2011) vom Teilnehmer ausgefüllt. Dieser sieht wie folgt aus.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Einschätzungsbogen für die PR

Die Befragung wird in 3 Kurseinheiten eingebracht, um den Lernerfolg des Teilnehmers innerhalb einer Stunde aufzuzeigen, aber auch den Verlauf von der 2. bis zur 8. Einheit. Zusätzlich können sich die Teilnehmer durch die Entwicklung ihrer Entspannungs- und Konzentrationsfähigkeit motivieren.

Die Beurteilungsbögen werden vom Kursleiter eingesammelt, um sie später auszuwerten. „Liegt die Einschätzung relativ stabil (auch an Tagen höherer Eingangsbelastung) um 4 und werden Konzentration und Entspannung in etwa gleich beurteilt, so kann man von einem guten Leistungsstand sprechen.“ (MATHESIUS, 2011, S. 130)

Eine Befragung in jeder Kurseinheit ist nicht sinnvoll. Empfohlen werden 3 Einschätzungen bei 10 Einheiten. (vgl. MATHESIUS, 2011, S. 130) Dies wurde für das vorliegende Kurskonzept übernommen.

1.5 Didaktische-methodische Prinzipien

1.5.1 Übergreifende didaktische Prinzipien

Der Erfolg des Kurses hängt zunächst von der Überzeugung vom Kursformat des Kursleiters ab. Kann dieser Ruhe und Gelassenheit ausstrahlen, wird sich dieses auf die Teilnehmer übertragen. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Stimmmodulation (z.B. ruhiges Sprechen) und das Einhalten von ausreichenden Pausen (z.B. zum Erspüren). (vgl. MATHESIUS, 2011, S. 109)

Jede Einheit sollte im Vorffeld gut durchdacht und geplant sein, um den Teilnehmern die Zielsetzung verdeutlichen zu können. Des weiteren gibt das dem Kursleiter die nötige Sicherheit in seinem Handeln und er kann sich somit mehr den Teilnehmern widmen (z.B. beim Auftreten von Problemen) und sie begleiten. (vgl. MATHESIUS, 2011, S. 109)

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Details

Seiten
32
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656295075
ISBN (Buch)
9783656295297
Dateigröße
2 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v203522
Institution / Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Note
0,6
Schlagworte
Entspannung progressiv Muskelrelaxation Muskelentspannung Relaxation PR Kurskonzept DHfPG BSA Entspannungstrainer Jacobsen

Autor

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Titel: Progressive Muskelrelaxation. Ein Kurskonzept