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Kriegsdarstellung in Grimmelshausens "Simplicissimus"

Rezipiert – Zitiert – Fehlinterpretiert? Ein Forschungsüberblick

Hausarbeit 2012 18 Seiten

Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Der Autor und sein Werk - eine kurze Einführung

3. Der Simplicissimus aus der Sicht der Literaturwissenschaft
3.1 Rezeption und Interpretation
3.2 Intertextualität im Simplicissimus
3.3 Kritik an der geschichtswissenschaftlichen Interpretationsweise des Simplicissimus

4. Der Simplicissimus aus der Sicht der Historiker
4.1 Simplicissimus als Quelle
4.2 Erkenntnisse und Negierung der Vorwürfe

5. Fazit

Quellen und Literaturverzeichnis

1. Einleitung

„ (…) der Historiker darf ruhig für seine Zwecke die Literatur benutzen, nur darf er nicht versuchen, seine geschichtswissenschaftlichen Wahrheiten auch als literaturwissenschaftliche gelten zu lassen, und vice versa.“1

Zu diesem Fazit kam der Literaturwissenschaftler Battafarano. Es zeugt von einer Spaltung der „Wahrheit“ in der Deutung des Werkes. Aber wie steht es wirklich um die Grimmelshausenforschung?

Der Simplicissimus Teutsch ist der wohl meist besprochene, analysierte deutsche Barockro- man. Beschäftigt man sich näher mit der Thematik der Kriegsdarstellung, so stößt man auf einen scheinbar unüberwundenen Dissens in der Forschungsdebatte zwischen Literaturwis- senschaftlern und Historikern. Im Zuge dieser Arbeit soll die Sicht beider Disziplinen auf den Simplicissimus erläutert und die Kritik der Literaturwissenschaft auf ihre Stichhaltigkeit un- tersucht werden.

Inwiefern sind die Vorwürfe gegenüber der Geschichtswissenschaft gerechtfertigt? Letztlich stellt sich die Frage, ob es noch eine neue Perspektive für das Werk als Quelle gibt. Hierin liegt die Motivation dieser Arbeit.

Die Fragestellung soll anhand von Beiträgen führender Literaturwissenschaftler auf dem Gebiet der Grimmelshausenforschung untersucht werden. Hierbei werden die Aufsätze von Battafarano, Merzhäuser und anderen im Mittelpunkt stehen. Die Vorwürfe werden an exemplarisch ausgewählten, geschichtswissenschaftlichen Texten untersucht, zu nennen sind hierbei Burschel und Kaudelka, sowie Wette oder Kroener. Im Mittelpunkt steht die Untersuchung der Sekundärliteratur, auf die Primärquelle den Simplicissimus Teutsch selbst wird somit nur indirekt in der Interpretationsdarstellung zurückgegriffen.

Zunächst wird die Autobiographie des Autors Grimmelshausen und sein Werk kurz vorge- stellt. In einem zweiten Schritt wird die allgemeine Forschungsmeinung und Interpretation des Werkes der Literaturwissenschaft wiedergegeben. Im weiteren Verlauf der Arbeit werden die Merkmale der Intertextualität und der Gewalt in den Kriegsdarstellungen herausgearbeitet.

Dies mündet in Kritik an der Geschichtswissenschaft. In einem letzten Schritt wird diese un- tersucht und diskutiert, um abschließend auf die Fragestellung antworten zu können.

2. Der Autor und sein Werk - eine kurze Einführung

Der Lebenslauf von Jakob Christoffel von Grimmelshausen wirft bis heute Fragen auf und ist vor allem, was die ersten zwanzig Lebensjahre betrifft, gänzlich unbekannt.2 Sein Geburtsda- tum ist um das Jahr 1621 datiert worden.3 Geboren wurde der Autor in Gelnhausen.4 Grim- melshausen erfährt in jungen Jahren die Schrecken des Dreißigjährigen Krieges und flüchtet in die Festung Hanau.5 An dieser Stelle beginnen die Spekulationen über seinen weiteren Le- bensweg. Aufschluss geben nur einige wenige Urkunden.6 In Westfalen tritt Grimmelshausen in den Dienst von Feldmarschall Graf Götz.7 Grimmelshausen wird Schreiber der Regiments- kanzlei.8 1648 ist Grimmelshausen Regimentsekretär von Johann Burkhard Freiherr von El- ter.9 Nach dem Krieg ist Grimmelshausen unter anderem als Verwalter, Wirt und Schriftstel- ler tätig. 1667 wird er Schultheiß10 von Renchen. Dort stirbt er 1676.11

Sein bekanntestes Werk und „der“12 Barockroman des 17. Jahrhunderts ist Gegenstand dieser Arbeit „Der abenteuerliche Simplicissimus Teutsch“.13

Der Protagonist erlebt mit zehn Jahren den Überfall auf den Hof seiner Kindheit. Die Grau- samkeit kann er nicht verstehen, er flüchtet in den Wald und wird dort von einem Eremiten christlich erzogen. Dieser gibt ihm den Namen, Simplicius - Der Einfältige. Nach dem Tod des Eremiten geht Simplicius nach Hanau.

Im weiteren Verlauf wird Simplicius von Kroaten gefangen genommen, kann aber nach Mag- deburg fliehen. Dort freundet er sich mit dem Sohn des Hofmeisters an - Ulrich Herzbruder. Zusammen fliehen sie nach der Zerstörung Magdeburgs durch kaiserliche Truppen. Simplici- us erlernt das Kriegshandwerk und wird zum berüchtigten „Jäger von Soest“. Später reist er nach Paris und wird Schauspieler. Sein Freund Herzbruder stirbt im weiteren Geschehen an einer Krankheit. Simplicius erfährt, dass sein Name Melchior Sternfels von Fuchshaim sei, ein Adliger. Zunächst forscht Simplicius über den Mumelsee, wird dann aber nach einer Mos- kaureise in die ganze Welt verschlagen und gelangt am Ende in den Schwarzwald, wo er sich als Einsiedler niederlässt. Im letzten, später erschienen Buch Continuatio will Simplicius nach Ägypten reisen, das Schiff geht jedoch unter und er wird Eremit auf einer einsamen Insel.14

Die Schilderungen im Simplicissimus und die Autobiographie Grimmelshausens überscheiden sich in kleinen Teilen. Dies gab viel Raum für Interpretation und Spekulation.

3. Der Simplicissimus aus der Sicht der Literaturwissenschaft

3.1 Rezeption und Interpretation

Der Simplicissimus wird in der Literaturwissenschaft vor allem der Kategorie des Schelmen- romans zugeordnet.15 Nach herkömmlichem Muster des barocken Schelmenromans wird der Schelm mit der Lasterhaftigkeit und Bösartigkeit der Gesellschaft konfrontiert. Im Verlauf des Romans steigt er durch brutale Vergehen zum Vertreter des Lasters auf. Der Unterschied zu anderen Werken dieser Gattung ist, dass Grimmelshausen die Naivität des Protagonisten und die Brutalität gesteigert hat.16 Auch die Gewaltdarstellung im Simplicissimus ist für sich genommen nichts Besonderes. Erst die Schilderung des Geschehens aus der Sicht des naiven Simplicius verleiht dem Roman eine neue Komponente. Der Schrecken wird durch die Augen des Simplicius für den Leser greifbarer. Das Nichtverstehen oder gar Schweigen des Protago- nisten eröffnet dem Leser Raum für imaginierte Schreckensbilder.17 Somit ist die quantitative und qualitative Darstellung von Gewalt stärker als bei anderen Werken.18

Die Konzentration der Folterdarstellungen vor allem im ersten Buch des Simplicissimus wird als poetische Stilisierung mit Signalwert interpretiert.19 Die epische Darstellungsform macht es Grimmelshausen möglich, das Monströse detailreich und schonungslos darzustellen.20

Der Reiterüberfall auf den Hof der Eltern des Simplicius ist ein gutes Beispiel für Entfesselung der Gewalt. Grimmelshausen setzt das rhetorische Mittel der Klimax gekonnt ein. Die Zerstörungswut der Soldaten steigert sich bis hin zum Sadismus.21 In der Folterung des Soldaten und der Bauern wird eine „Urszene“ dargestellt, die den Zusammenhang von Gewalt und Lust entfaltet. Die Opfer werden nicht nur körperlich gemartert sondern auch erniedrigt.22 Betrachtet man die Entwicklung der dargestellten Szene, so erkennt man auch hier eine Gewaltklimax. Die Soldaten und Bauern werden als „unvernünftige Tiere“ betitelt.23 Grimmelshausen macht somit die Vernunft zum Hauptmerkmal des Menschen. Die Folternden sind somit losgelöst von der Vernunft aber auch ihrer Natur.

Eine andere, wichtige Komponente ist die Satire. Schon in seinem Werk „Satyrischer Pil- gram“ gibt Grimmelshausen einen Ausblick auf den Simplicissimus24 als satirische Darstel- lung des Krieges. Es handelt sich hierbei um eine besondere Form der Kriegskritik und nicht um einen argumentierenden Stil oder logischen Diskurs wie im Satyrischem Pilgram.25 Die „lustige Manier“ ergibt sich vor allem aus der Naivität des Protagonisten. Ein weiteres Merk- mal des Romans ist, dass er in schlichter Prosa gehalten ist und sich der nicht privilegierten Bevölkerung widmet und somit eine breite Leserschaft anspricht.26 Somit sind die Erfahrun- gen des Simplicius auch nicht als individuelle Erfahrungen zu sehen, sondern als exemplari- sche.27 Die Satire und die Schilderung des Grausamen aus der Sicht des Protagonisten unter- scheidet Grimmelshausens Literatur von einer Chronik.28 Anders als bei den Chroniken handelt es sich bei Grimmelshausen um keine reine Reproduktion von historischen Ereignissen. Sie werden dazu verwendet, um den historischen Rahmen zu schaffen in dem sich die Figuren bewegen.29 Grimmelshausen deckt den gesellschaftlichen Verderbensweg auf, der dem angesprochenen Zivilisationsbruch des Krieges zu Grunde liegt.30

Der Krieg wird bei Grimmelshausen als anthropologischer und kulturhistorischer Rückschritt gesehen. Durch ihn werden alle Mechanismen der christlichen Ethik außer Kraft gesetzt.31 Die Geschichte wurde von Grimmelshausen und seinen Zeitgenossen als gleichförmig, sich wiederholend interpretiert und unterliegt somit anderen Vorstellungen als den heutigen. Histo- rische Ereignisse werden als Exempel empfunden.32 Der Krieg wird von Grimmelshausen jedoch als Auflösung jeglicher Ordnung dargestellt, es handelt sich nicht um eine menschliche oder göttliche, sondern um den Zusammenbruch jeglicher Zivilisation. Hierdurch werden Zweifel an den tradierten Ordnungsmustern geübt. Grimmelshausen schildert in seinem Werk mehr Utopien als neue Gesellschaftsentwürfe, die jedoch auch literarisches Mittel sind, um die bestehende Ordnung zu karikieren.33 Durch die Darstellung einer verunstalteten Welt ge- lingt Grimmelshausen die literarische Darstellung des Monströsen.34 Der Krieg wird zum Medium der Erkenntnis. Daten, Schlachtordnungen sind nicht relevant. Ebenso sind Elemente der Kriegsverherrlichung oder Heldenaura vergebens zu finden. Der Krieg, so die Literatur- wissenschaft, hört bei Grimmelshausen auf „Heldenschauplatz“ zu sein.35

Die Literaturwissenschaft sieht den Simplicissimus somit nicht als einen herkömmlichen Kriegsroman, sondern als ein literarisches Mittel zur moral-dialektische Belehrung.36 Man spricht aber auch von einer Synthese aus Kriegsbericht und Kritik.37

[...]


1 Vgl. Italo Michele Battafarano: Was Krieg vor ein erschreckliches und grausames Monstrum seye. Der Dreißigjährige Krieg in den Simplicianischen Schriften Grimmelhausens, in: Simpliciana 10 (1988), S. 46.

2 Vgl. Volker Meid: Grimmelshausen. Epoche, Werk, Wirkung, München 1984, S.76-77.

3 Vgl. Wilhelm Kühlmann: Grimmelshausen Simplicius Simplicissimus und der Dreißigjährige Krieg. Historische Signatur und Problemgehalt eines Epochenromans, in: Brendle, Franz/ Schindling, Anton (Hrsg.): Religionskriege im Alten Reich und in Alteuropa, Münster 2006, S.164.

4 Eine hessische Reichsstadt, die im Zuge des Dreißigjährigen Krieges geplündert und 1634 zerstört wurde. Vgl. hierzu Günther Weydt: Grimmelshausen, Hans Jakob Christoph von, in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 89-92. URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd118542273.html, Zugriff am: 19.02.2012.

5 Vgl. Kühlmann: Grimmelshausen Simplicius Simplicissimus, S.164.

6 Vgl. Weydt: Grimmelshausen.

7 Vgl. Weydt: Grimmelshausen, Steffen Kaudelka: Grimmelshausens Kriegsdarstellung in seinen Romanen „Der abenteuerliche Simplizissimus Teutsch“ und „Der seltzame Springinsfeld“. Eine Quelle für Historiker?, in SoWi 19 (1990), H. 2, S. 78.; Meid: Grimmelshausen, S. 77f. - Dieser hatte zu diesem Zeitpunkt den Befehl über die bayrische Armee inne.

8 Vgl. Kaudelka: Grimmelshausens Kriegsdarstellung, S. 78- Nachdem das Regiment im März 1638 nach Breisach an den Oberrhein versetzt wurde.

9 Regiment von Freiher Reinhard von Schauenburg.

10 Eine Art Bürgermeister.

11 Vgl. Weydt: Grimmelshausen; Meid: Grimmelshausen, S.79; Kühlmann: Grimmelshausen Simplicius Simplicissimus, S.164.

12 Vgl. Andreas Merzhäuser: Über die Schwelle geführt. Wahrnehmung und Darstellung von Gewalt im 17. Jahrhundert, in: Meumann, Markus (Hrsg.): Ein Schauplatz herber Angst. Wahrnehmung und Darstellung von Gewalt im 17. Jahrhundert, Göttingen 1997, S. 65.

13 Im Verlauf der Arbeit kurz: Simplicissimus.

14 Vgl. u.a Weydt: Grimmelshausen; Weitere Ausführungen zum Kurzinhalt z.B. unter URL:http://www.xlibris.de/Autoren/Grimmelshausen/Kurzinhalt/Simplicissimus, Zugriff am 20.01.2012

15 Vgl. Merzhäuser: Gestaute Bewegung. Der Krieg als Medium der Erkenntnis in Grimmelshausens Simplicissimus, in Peterse, Hans (Hrsg.): Süß scheint der Krieg der Unerfahrenen. Das Bild vom Krieg und die Utopie des Friedens in der Frühen Neuzeit, Göttingen 2006, S.37-38.

16 Vgl. Ebd.; S. 38.

17 Vgl. Merzhäuser: Über die Schwelle geführt, S. 77-79.

18 Vgl. Merzhäuser: Gestaute Bewegung, S.37.

19 Vgl. Rüdiger Zymner: Folter in Grimmelshausens Simplicissimus Teutsch, in: Simpliciana 10 (1988), S.89

20 Vgl. Ebd., S. 85.

21 Vgl. Merzhäuser: Über die Schwelle geführt, S.77.

22 Vgl. Merzhäuser: Der Leser als Voyeur und Komplice. Zur problematischen Verschränkung von Lust und Gewalt in Grimmelhausens simplicianischem Zyklus, in: Simpliciana 31 (2009), S. 133.

23 Grimmelshausen: Der Abenteuerliche Simplicissimus Teutsch, Buch 1, 15. Kapitel. URL: http://www.zeno.org/Literatur/M/Grimmelshausen,+Hans+Jakob+Christoffel+von/Romane/Der+abenteuerliche+ Simplicissimus+Teutsch/Erster+Teil/Erstes+Buch/Das+15.+Kapitel, Zugriff am 17.02.2012.

24 „Ich gestehe gern / daß ich den hundersten Theil nicht erzehlet / was Krieg vor ein Schreckliches und grausa mes Monstrum seye (…) Mein Simplicissimus wird dem günstigen Leser mit einer anderen und zwar lustigeren Manier viel Particularitäten von ihm erzählen“ vgl. Grimmelshausen Satyrischer Pilgram, ed. Wolfgang Bender (Hrsg.),Tübingen 1970, S.160.

25 Vgl. Merzhäuser: Über die Schwelle geführt, S.75; Battafarano: Simpliciana Bellica. Grimmelshausens Kriegsdarstellung und ihre Rezeption 1667- 2006, Bern 2011, S.25.

26 Vgl. Battafarano: Simpliciana Bellica, S. 36-37.

27 Vgl. Kühlmann: Grimmelshausen Simplicius Simplicissimus, S.169; Dieter Breuer: Krieg und Frieden in Grimmelshausens Simplicissimus Teutsch. In: Der Deutschunterricht 37 (1985), S.80; Kossert: Daß der rothe Safft hernach gienge, S.76.

28 Vgl. Gesa Dane: Zeter und Mordio. Vergewaltigung in Recht und Literatur, Göttingen 2005,S. 168.

29 „Makrokontext“ vgl. hierzu Battafarano: Simpliciana Bellica, S. 18.

30 Vgl. „Pathogenese“ bei Merzhäuser: Gestaute Bewegung, S. 41.

31 Vgl. Battafarano: Was Krieg vor ein erschreckliches und grausames Monstrum seye, S. 48-49.

32 Vgl. Merzhäuser: Über die Schwelle geführt, S.66.

33 Vgl. u.a den Ständebaum bei Grimmelshausen: Der Abenteuerliche Simplicissimus Teutsch, Buch1,Kapitel15.

34 Vgl. Merzhäuser: Über die Schwelle geführt, S.75.

35 Vgl. Battafarano: Simpliciana Bellica, 37.

36 Vgl. Merzhäuser: Über die Schwelle geführt, S.66-67.

37 Vgl. Battafarano: Simpliciana Bellica, S.18.

Details

Seiten
18
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656301103
ISBN (Buch)
9783656301707
Dateigröße
730 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v204052
Institution / Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Note
1,0
Schlagworte
Grimmelshausen Dreißigjähriger Krieg Simplicissimus Kriegsdarstellung

Autor

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Titel: Kriegsdarstellung in Grimmelshausens "Simplicissimus"