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Nutzung von Mitarbeiterpotenzialen durch integriertes Ideenmanagement am Beispiel XXX

Hausarbeit 2010 32 Seiten

Führung und Personal - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einführung

2 Unternehmensstrategie: Ideenmanagement
2.1 Die Bedeutung der Idee
2.2 Begriff und Abgrenzung des Ideenmanagements
2.3 Ziele des Ideenmanagements und Maßstäbe zur Messung des Erfolgs
2.4 Grundlegende Problemfelder des Ideenmanagements

3 Die Realisierung eines modernen Ideenmanagementkonzepts bei XXX
3.1 XXX - ein mitarbeiterorientiertes Unternehmen
3.2 Implementierung des „Ideenpools“ bei XXX in Hannover
3.3 Wahrgenommene und potenzielle Problemfelder der Vorgehensweise bei XXX

4 Bewertung des Ist-Zustandes und Verbesserungsoptionen
4.1 Nutzen der Vorgehensweise bei XXX
4.2 Verbesserungspotenzial und Realisierungschancen

5 Fazit und Ausblick

Literaturverzeichnis

Anhang A

Anhang B

Anhang C

Ehrenwörtliche Erklärung

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Key Motivations

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Ideenpool Kennzahlen 2006 – 2010 12

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einführung

„Man muss nicht nur mehr Ideen haben als andere, sondern auch die Fähigkeit besitzen, zu entscheiden, welche dieser Ideen gut sind“ Linus Pauling [1]

Vorsprung vor Wettbewerbern zu haben ist zweifellos von Vorteil. Im Wettbewerb gewinnt schließlich immer derjenige, der besser, innovativer ist. Damit dies gelingt, genügt es allerdings nicht nur Marktkenntnisse und Produkt-Know-how zu besitzen. Kreativität bietet die Chance sich langfristig erfolgreich auf dem Markt zu behaupten. Doch wie Pauling bereits im frühen 20. Jahrhundert erkannte, genügt es nicht nur Kreativität zu besitzen und folglich Ideen zu gewinnen, stattdessen steht vor allem die Ideenbewertung und letztlich die effektive Nutzung dieser im Vordergrund.

In der Literatur und in der Praxis werden daher laufend unterschiedliche Quellen und Methoden der Ideengewinnung und -nutzung entwickelt, die enorme Erfolge versprechen. Die Unternehmensstrategie des Ideenmanagements stellt einen solchen Ansatz dar. Das Konzept vereint die Instrumentarien des traditionellen Betrieblichen Vorschlagswesens mit den Philosophien des Kontinuierlichen Verbesserungsprozesses. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich eben mit dieser Strategie und veranschaulicht die praktische Umsetzung am Beispiel des Automobilzulieferers XXX.

Im ersten, theoriebezogenen Teil der Arbeit soll der Leser ein generelles Verständnis zum Ideenmanagement erhalten. Dazu wird zunächst die Idee definiert, um anschließend die Grundprinzipien des Konzeptes und das Zielsystem zu verdeutlichen. Auch wird an dieser Stelle auf die Schwierigkeiten Bezug genommen, die mit dem Ideenmanagement zusammenhängen.

Im zweiten Teil soll ein praktischer Bezug zum Thema hergestellt werden. Dazu wird zunächst die Stellung der Mitarbeiterorientierung bei XXX deutlich gemacht, um anschließend das Ideenmanagement bei XXX anhand des „Ideenpools“ zu konkretisieren. An nächster Stelle wird auf die Schwierigkeiten, die XXX in Verbindung mit dem Ideenmanagement erkannt hat, Bezug genommen. Zuletzt soll die Arbeit die Erfolge und Nutzenpotenziale, die durch die Implementierung des Ideenmanagements bei XXX realisiert wurden, zusammenfassen aber auch sollen Optimierungsmöglichkeiten der Strategie herausgearbeitet werden.

2 Unternehmensstrategie: Ideenmanagement

2.1 Die Bedeutung der Idee

Die Idee bezeichnet eine geistige oder gedankliche Vorstellung als Ergebnis intuitiven und kreativen Denkens auf Grundlage eines für die jeweilige Problematik nötigen Wissensrepertoires. In der Unternehmung ist vor allem das mit der Idee verbundene Verbesserungspotenzial entscheidend. Daher steht hier die Idee als Verbesserungsvorschlag (VV) im Fokus.[2]

Für den VV fehlt bislang eine allgemeingültige Definition, denn die Bedeutung des VV wird in der betrieblichen Praxis durch die verschiedenartigen Gegebenheiten und Zielsetzungen der einzelnen Unternehmen determiniert. Daher ist die individuelle Definition des VV zentraler Bestandteil der jeweiligen Betriebsvereinbarungen.[3]

Bei Betrachtung der individuellen Definitionen unterschiedlicher Unternehmen kristallisieren sich allerdings eine Reihe identischer Merkmalen heraus, die eine idealtypische Charakterisierung des VV ermöglichen. Ein VV ist die eingereichte Idee eines Mitarbeiters, die den Anstoß zu einer Verbesserung des bisherigen Zustandes gibt. Dabei ist es unerheblich, ob die Verbesserung quantitativ oder qualitativ erfasst werden kann.[4] Bestandteil einer Verbesserung können z.B. Bearbeitungszeiten, Verwaltungsaufwand, Ausschuss oder auch Gesundheitsschutz sein.[5] Wichtig ist außerdem, dass der VV neu ist, d.h. die vorgeschlagene Maßnahme muss für den vorgesehenen Verwendungsbereich neuartig sein.[6] Damit ein Vorschlag gleichzeitig ein VV ist, muss zudem eine über die reine Dienstpflicht hinausgehende, freiwillige Sonderleistung vorliegen, welche nicht mit dem regulären Entgelt abgegolten ist.[7] Auch ist für das Vorliegen eines VV von Bedeutung, dass es ohne den eingereichten Vorschlag nicht zur Realisierung der entsprechenden Verbesserung gekommen wäre. Bei einem VV muss es sich darüber hinaus nicht zwangsläufig um eine Einzelleistung handeln. Auch eine Gruppenidee als Ergebnis einer Gemeinschaftsarbeit kann als VV angesehen werden.[8]

2.2 Begriff und Abgrenzung des Ideenmanagements

Ideenmanagement stellt ein integriertes Handlungs- und Denkkonzept dar, welches die Generierung sowie systematische Förderung aber auch Anerkennung und Verwirklichung von Mitarbeiterideen und -initiativen zum Wohle des Unternehmens und der Belegschaft umfasst.[9]

Der Kernbereich des Ideenmanagements setzt sich aus Betrieblichem Vorschlagswesen (BVW) und Kontinuierlichem Verbesserungsprozess (KVP) zusammen. BVW bezeichnet eine betriebliche Einrichtung, welche die Einbringung und Behandlung der VV koordiniert. Die Einreichung von VV wird hier in Form von Prämienzahlungen belohnt.[10] Die Philosophie des KVP steht im Rahmen des Ideenmanagements für selbstverantwortliches Handeln und die Möglichkeit der Beteiligung aller Mitarbeiter durch ihr individuelles, kreatives Problemlösungspotenzial. Umgesetzt wird KVP durch die Verwendung von Gruppenarbeit mit dem Ziel fortwährende Verbesserungen in kleinen Schritten zu erzielen.[11]

Hervorzuheben ist die Tatsache, dass das Ideenmanagement das BVW nicht ersetzt. Es ist stattdessen als eine Weiterentwicklung des BVW-Konzepts anzusehen. Das Ideenmanagement ist von einem hohen Maß an Spontaneität, Transparenz und Unbürokratie gekennzeichnet.[12] Zudem wird der Rahmen der VV auf den eigenen Arbeitsbereich ausgeweitet. Die im vorigen Abschnitt genannte Voraussetzung, ein VV müsse einer Sonderleistung entsprechen und daher über eben diesen eigenen Arbeitsbereich hinausgehen, wird demnach entkräftet.[13] Im Gegensatz zum BVW ist Ideenmanagement folglich als Managementaufgabe zu verstehen, bei der den Führungskräften die zentrale Aufgabe zukommt VV zu aktivieren und so Verbesserungen zu realisieren.[14]

Die Unternehmensstrategie Ideenmanagement kann somit als „gemeinsames Dach“[15] verstanden werden, unter dem sich die Strategien und Ansätze von BVW und KVP vereinigen, um sich gegenseitig zu ergänzen und so letztlich zum Unternehmenserfolg beizutragen.[16]

2.3 Ziele des Ideenmanagements und Maßstäbe zur Messung des Erfolgs

Ein erfolgreiches Ideenmanagement verfolgt kein Selbstzweck sondern dient dem Unternehmen dazu die Realisierung seiner Zielsetzung zu unterstützen. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht lassen sich folgenden Ziele den Standardzielen einer jeden Unternehmung zuordnen:

- Gewinn
- Hoher Marktanteil
- Hoher Qualitätsstandard
- Zufriedene Mitarbeiter
- Zufriedene Kunden
- Umweltgerechtes Handeln

Die konkreten Zielvorgaben des Ideenmanagements lassen sich folglich aus dieser Zielvorstellung ableiten.[17]

Man kann somit wirtschaftlich-technische Ziele und personalbezogene Ziele beim Ideenmanagement voneinander unterscheiden. Während sich die wirtschaftlich-technischen Ziele auf Verfahren, Produkte, Organisation etc. beziehen und demnach weitgehend berechenbar sind, haben personalbezogene Zielen mehr einen kommunikativen sowie motivierenden Charakter und sind demzufolge nicht unmittelbar quantifizierbar.[18]

Typische wirtschaftlich-technische Ziele sind z.B.
- Einsparung von Fertigungszeit, Material-, Transport- und Energiekosten[19]
- Verhinderung von Ausschuss und Nacharbeit
- Verbesserung der Produktivität

Zu den personalbezogenen Zielen zählen hingegen beispielsweise
- Förderung der Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter
- Förderung des unternehmerischen Denkens der Mitarbeiter
- Förderung der Gruppenarbeit[20]

[...]


[1] Pauling, L. (1901), S. 53,

[2] Vgl. Hentze, J., Kammel, A., Schwager, M. (2000), S. 47.

[3] Vgl. Kaschny, M. Podgorsky, T. (2005), S. 204.

[4] Vgl. Brinkmann, E. P., Heidack, C. (1987), S. 22f.

[5] Vgl. Krug, R. (2002), S. 10f.

[6] Vgl. Schat, H.-D. (2005), S. 11.

[7] Vgl. Brinkmann, E. P., Heidack, C. (1987), S. 23.

[8] Vgl. Höckel, G. (1964), S. 46.

[9] Vgl. Winzer, O. (2003), S. 23.

[10] Vgl. Neckel, H. (2004), S. 13.

[11] Vgl. Hentze, J., Kammel, A., Schwager, M. (2000), S. 48.

[12] Vgl. Schlösser, M. (2010), S. 44.

[13] Vgl. Thom, N. (2003), S. 152.

[14] Vgl. Läge, K. (2002), S. 30.

[15] Neckel, H. (2004), S. 14.

[16] Neckel, H. (2004), S. 14.

[17] Vgl. Winzer, O. (2003), S. 24.

[18] Vgl. Merz. E. (1988), S. 22.

[19] Vgl. o.V, (2010), S. 20.

[20] Vgl. Krug, R. (2002), S. 30f.

Details

Seiten
32
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783656304937
ISBN (Buch)
9783656306825
Dateigröße
527 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v204397
Institution / Hochschule
Leibniz Akademie Hannover - Berufsakademie Hannover
Note
1,0
Schlagworte
Mitarbeiter Ideen Ideenmanagement Betriebliches Vorschlagswesen BVW Kontinuierlicher Verbesserungsprozess

Autor

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