Lade Inhalt...

Gibt es eine europäische Identität?

Hausarbeit (Hauptseminar) 2012 23 Seiten

Geschichte Europa - Deutschland - Neuere Geschichte

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Gedächtnis

Wofür soll erinnert werden?

Was ist Europa bzw. an was wird erinnert? Gemeinsame Erinnerungsorte – Vorschläge und Probleme. Im Besonderen:

Der Holocaust und der „Ost-West-Konflikt der Erinnerungen“

Lösungsvorschläge

Schlusswort

Literaturverzeichnis

Einleitung

Die Gründungsverträge der europäischen Gemeinschaft wurden am 25. März 1957 in Rom von Frankreich, der Bundesrepublik Deutschland, Italien, Belgien, den Niederlande und Luxemburg unterschrieben. Das Ende des Zweiten Weltkrieges und der Kalte Krieg waren der Auslöser für die Einigung des Westens.[1] Seit dem Beginn der EU diente sie zur Verhinderung neuer Kriege und als Markt- und Wirtschaftsraum.[2] Heute gibt es bereits 27 Mitgliedsstaaten, Tendenz steigend.

Mit den Jahren wuchs Europa immer mehr zusammen. Europa bekam u.a. eine gemeinsame Flagge, Hymne und Währung. Sie beruht auf dem Grundsatz der Rechtsstaatlichkeit, das heißt, dass alle Verträge freiwillig und demokratisch von allen Mitgliedsstaaten vereinbart werden. Die Grundwerte Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und die Achtung der Menschenrechte wurden seit 2009 durch die Unterzeichnung des Vertrags von Lissabon in die Charta der Grundrechte verankert.[3]

Doch ist Europa mehr als der Binnenmarkt, der den Wirtschaftsmotor der EU bildet und für ihren Wohlstand sorgt? Gibt es unter den 495 Millionen Europäern auf einer Fläche von über 4.000.000 km² eine europäische Identität?[4] Welche kollektiven Erinnerungen bilden diese Identität? Und bestehen Probleme dabei? Wofür soll überhaupt erinnert werden?

Gedächtnis

Zunächst soll kurz erfasst werden, welche verschiedenen Arten von Gedächtnis es gibt und wie damit umgegangen werden kann.

Es gibt drei verschiedene Gedächtnisse: das individuelle, das kollektive und das kulturelle.

Individuell: Das individuelle Gedächtnis ist generationengestützt und entsteht in einem Milieu räumlicher Nähe. Es benötigt regelmäßige Interaktion, gemeinsame Lebensformen und geteilte gemeinsame Erfahrungen.[5]

Kollektiv: Das kollektive Gedächtnis ist, im Gegensatz zum persönlichen individuellen Gedächtnis, ein politisches. Es ist von außen gesteuert und stark vereinheitlicht. Es dient zur Legitimation, bzw. Delegitimation bestimmter Machtverhältnisse.[6] Das kollektive Gedächtnis gehört, wie der Name sagt, in eine Gruppe.

Kulturell: Dieses Gedächtnis stützt sich auf Institutionen, Medien und Deutungen. Durch seine Vielzahl der medialen Präsentationen und künstlicher Gestaltungen gehört es zur Bildung.[7] Es besitzt einen höheren Grad an Geformtheit und zeremonieller Kommunikation und dient als „Traditionsträger“.[8]

Es gibt 3 Phasen[9] des Gedächtnisses, hier am Beispiel Deutschlands erläutert:

1. Phase: Vergangenheitspolitik 1945-57. Man verschwieg und wehrte die Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg ab. Es war die Zeit der Wiedergutmachung und Amnestie für die Eliten des Nationalsozialismus. (®Vergessen)
2. Phase: Kritik 1958-84. Es folgten die juristische Aufarbeitung der NS-Verbrechen und ein kultureller Aufbruch. (®Vergangenheitsbewältigung)
3. Phase: Erinnerung seit 1985. Dabei gibt es zwei Richtungen des Erinnerns:
1. Vergangenheitsbewältigung, indem Versöhnungsrituale zwischen Sieger und Besiegten auch auf Opfer und Täter bezogen werden. Als Beispiel dient hier die Versöhnung von Kohl und Bitburg.
2. Vergangenheitsbewahrung. Dabei wird die Vergangenheit bewahrt und daran erinnert. Dazu gehören Willy Brandts Kniefall in Warschau und die Weizsäcker-Rede am 8.5.1985.

In diesem Aufsatz geht es um die europäische Identität durch das kollektive Gedächtnis, weswegen auf dieses besonders eingegangen wird.

Das kollektive Gedächtnis birgt einige Probleme. Es ist lückenhaft und kann ebenso wie das individuelle Gedächtnis subjektiv sein. Das kollektive Gedächtnis ist wenig detailliert, um einen einheitlichen Fixpunkt herstellen zu können. Ereignisse werden aus dem Kontext gerissen, um sie in einem anderen Licht darstellen zu können.[10] Es ist gebunden an Lebensräume und Schicksalsgemeinschaften, sowie an die Zeit, während jede Zeit ihre eigene Erinnerungs- und Selektionsmuster mit sich bringt.[11] Es kann sich also je nach der gegenwärtigen Situation verändern.[12] Manche Dinge geraten mehr in die Diskussion, andere Ereignisse werden in den Schatten gestellt. „Die Erinnerung an ein historisches Ereignis stand und steht niemals alleine, sondern fordert immer einen aktuellen Bezug, ohne den es keinen Grund gibt, sich auf breiter Basis mit einem Punkt oder einem Prozess in der Vergangenheit auseinanderzusetzten.“[13]

Wie man an den verschiedenen Phasen erkennt, verändern sich Erinnerungen mit der Zeit nicht nur an sich, sondern auch der Umgang mit dem Gedächtnis. „Vom Vergessen zur Obsession“[14] nennt Herr Traverso den Prozess der letzten Jahre. Laut Herrn Knigge gibt es drei Ursachen für diesen Erinnerungsboom[15]:

1. Lernen und abstoßen des Alten und Schlechten.
2. Der „hochgradig beschleunigte Wandlungsprozess moderner Gesellschaften und die damit verbundene Erfahrung des Verschleißes überkommender Lebenswelten, lebensweltlicher Gewissheiten und Kompetenzen“[16].
3. Das Legitimationsdefizit politischen Gegenwartshandeln, sowie die kulturellen und sozialen Konflikte, die durch Parallelbeispiele der Vergangenheit überwunden werden sollen. (Ein Beispiel ist die Gleichsetzung Husseins mit Hitler, um so den Irakkrieg zu legitimieren.)

Wofür soll erinnert werden?

Das transnationale kollektive Gedächtnis soll den Frieden bewahren. Im Gegensatz zum nationalen Gedächtnis findet hier keine nachträgliche Heroisierung und Sinnstiftung statt. Stattdessen wird das Leiden von Opfern universal anerkannt und somit versucht eine “therapeutische Überwindung lähmender Nachwirkungen”[17] zu bewirken. Es soll kein Vergeben und Vergessen, bzw. Erinnern und Rächen mehr geben, sondern ein gemeinsames Erinnern von Tätern und Opfern für einen friedlichen Kontext.[18]

Ebenso zeigt die Erinnerung an die Vergangenheit, dass eine intakte Zivilisation eine tickende Zeitbombe sein kann. Denn ´[...] der Holocaust wurde inmitten der modernen, rationalen Gesellschaft konzipiert und durchgeführt, in einer hochentwickelten Zivilisation und im Umfeld außergewöhnlicher kultureller Leistungen; er muss daher als Problem dieser Gesellschaft, Zivilisation und Kultur betrachtet werden.´[19] Durch gemeinsames Erinnern kann man eher ein Auge auf das Treiben anderer Nationen richten und kann so einer erneute Eskalation vorbeugen.[20]

Dieses gemeinsame Erinnern schafft neben der Kontrolle aber auch Vertrauen zwischen den Unionsmitgliedern, was ohne die Anerkennung und Kompensation von Erlebten schwer oder gar nicht zu erreichen wäre.[21] Außerdem zeigt man den Opfern, dass sie nicht alleine gelassen werden und schafft eine Verbindung zu ihnen.[22] Selbst Täter dürfen ihre Leiden erinnern und verarbeiten, auch wenn das manchmal in der Kritik der Opfer steht. Aber wer selbst Leid verarbeiten darf, hat auch mehr Empathie für anderes Leid.[23] Das kann dabei helfen alte Feindbilder, sowie alte Traditionen aufgeben zu können.[24]

Das kollektive Gedächtnis wird benötigt, um eine europäische Identität stiften zu können. Es schafft ein Zugehörigkeitsgefühl, Loyalität und Zustimmungsbereitschaft.[25] Es sorgt dafür, dass Werte von der Allgemeinheit geteilt werden und fördert eine allgemeine Zielgerichtetheit.

Eine Union bedarf gemeinsamer Werte. Denn die kollektive Identität von Großgruppen zeigt sich in einer gemeinsamen Kultur, Werten, Überzeugungen und Interessen. Die Entstehung und Entwicklung dieser Werte wird durch die Erinnerung geformt.[26] Stabilisiert wird die Identität durch Institutionen und Symbole. In Interaktions- und Kommunikationsprozessen findet ihre Reproduktion statt.[27] Eine europäische Integration ist ohne einen Dialog der Gedächtnisse unvorstellbar.[28]

Außenpolitisch spielt das kollektive Gedächtnis auch eine Rolle. Denn die Verantwortungsübernahme und ihre Lehren daraus zu ziehen ist wichtig, um in der internationalen Staatengemeinschaft anerkannt zu werden.[29] Selbst im Vertrag von Maastricht, Titel 1 Art. B, steht, dass die europäische Identität zur Selbstbehauptung gegenüber der restlichen Welt dient. Diese Behauptung findet besonders durch eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik statt.[30]

Das kollektive Gedächtnis und die gemeinsame Identität helfen dabei, gemeinsame Ausschlusskriterien und Grundsätze im Hinblick auf die Aufnahme von neuen Mitgliedsstaaten zu finden.[31]

Die Erinnerung kann aber auch negative Züge annehmen. Statt zur Bewahrung und Entwicklung von Zivilisation und Humanität kann sie auch als Legitimation kollektiver Aggressivität dienen.[32]

Zusammenfassend hilft die Erinnerung zur Legitimation, Konfrontation, Mahnung und Integration.

Was ist Europa bzw. an was wird erinnert? Gemeinsame Erinnerungsorte – Vorschläge und Probleme

Erinnerungsorte sind „Orte, die auf den ersten Blick typisch für die Spezifik eines Landes und dessen Gedächtnisstruktur“[33] sind, aber auf den zweiten Blick auch europäische Erinnerungsorte sind. „In ihnen verdichtet sich die Fülle von europäischen Bezügen“[34], ihre Wirkung und Ausstrahlung erstreckt sich auf ganz Europa.[35]

Bereits Voltaire versuchte durch Gemeinsamkeiten, Abgrenzung und an Hand der Ausdehnung Europas (von Petersburg bis Madrid, von der Donau bis zur Ostsee) zu erfassen, was Europa ist. Europa war für Voltaire keine geografische Größe, sondern verband sich eher durch die gemeinsame Geschichte und Herrscherpersönlichkeiten, sowie durch gemeinsame Emotionen und Reaktionen. Als Gemeinsamkeiten führt er gemeinsamen Persönlichkeiten, wie Karl der Große an. Die Abgrenzung erfolgt gegenüber dem Orient, Asien und Indien, indem er das Verständnis von Freiheit vergleicht. In östlichen Kulturen schien es für ihn völlig fremd, den Indios aber völlig vertraut zu sein. Europa befindet sich für Voltaire zwischen diesen beiden Extremen.[36]

[...]


[1] Muschg, Adolf: Europa – Identität und Andenken. In: König, Helmut u.a. (Hg.): Europäisches Gedächtnis zwischen nationalen Erinnerungen und gemeinsamer Identität. Bielefeld 2008. S. 106.

[2] König, Helmut u.a. (Hg.): Europäisches Gedächtnis zwischen nationalen Erinnerungen und gemeinsamer Identität. Bielefeld 2008. S. 7.

[3] www.europa.eu. Stand: 19.8.2012.

[4] Angaben entnommen aus ebd.

[5] Flierl, Thomas u. Müller, Elfriede: Kritische Erinnerungskultur. In: Flierl, Thomas u. Müller, Elfriede: Vom kritischen Gebrauch der Erinnerung. Berlin 2009. S. 17.

[6] Ebd.

[7] Ebd.

[8] Oexle, Otto Gerhard: Memoria und Erinnerungskultur im alten Europa- und heute. In: Escudier, Alexandre u.a. (Hg.): Gedenken im Zwiespalt. Konfliktlinien europäischen Erinnerns. Göttingen 2001. S. 10f.

[9] Flierl: Kritische Erinnerungskultur. S. 17. Diese drei Phasen entnahmen die Autoren dem mehrdimensionalen gedächtnistheoretischen Ansatz von Aleida Assmann.

[10] König, Helmut: Statt einer Einleitung: Europas Gedächtnis. Sondierungen in einem unübersichtlichen Gelände. In: König, Helmut u.a. (Hg.): Europäisches Gedächtnis zwischen nationalen Erinnerungen und gemeinsamer Identität. Bielefeld 2008. S. 25.

[11] Gauck, Joachim: Welche Erinnerungen braucht Europa? Stuttgart 2006. S. 12.

[12] Assmann, Aleida: Individuelles und kollektives Gedächtnis- Formen, Funktionen und Medien. In: Wettenl, Kurt (Hg.): Das Gedächtnis der Kunst. Geschichte und Erinnerung in der Kunst der Gegenwart. Frankfurt 2000. S. 23.

[13] Klemm, Claudia: Erinnert – umstritten – gefeiert. Die Revolution von 1948/49 in der deutschen Gedenkkultur. Göttingen 2007. S. 14f.

[14] Traverso, Enzo: Vom kritischen Gebrauch der Erinnerungen. In: Flierl, Thomas u. Müller, Elfriede: Vom kritischen Gebrauch der Erinnerung. Berlin 2009. S. 31.

[15] Knigge, Volkhard: Europäische Erinnerungskultur. Identitätspolitik oder kritisch-kommunikative historische Selbstvergewisserung. In: Flierl, Thomas u. Müller, Elfriede: Vom kritischen Gebrauch der Erinnerung. Berlin 2009. S. 69f.

[16] Ebd.

[17] Assmann, Aleida: Individuelles und kollektives Gedächtnis. S. 23.

[18] Ebd.

[19] Zygmunt Baumann zitiert nach Gauck, Joachim: Welche Erinnerungen braucht Europa? Stuttgart 2006. S. 15.

[20] Knigge: Europäische Erinnerungskultur. S. 76ff.

[21] Leggewie, Claus: Der Kampf um die europäische Erinnerung. Ein Schlachtfeld wird besichtigt. München 2011. S. 9.

[22] Assmann, Aleida: Von kollektiver Gewalt zu gemeinsamer Zukunft. Vier Modelle für den Umgang mit traumatischer Vergangenheit. In: Assmann, Wolfgang: Erinnerung und Gesellschaft. Formen der Aufarbeitung von Diktaturen in Europa. Berlin 2011. S. 39.

[23] Gauck,: Welche Erinnerungen braucht Europa? S. 22.

[24] Sedmak, Clemens: Erinnerungskulturen: Das europäische Projekt und die Ethik des Gedächtnisses. In: Kühberger, Christoph (Hg.): Europäische Geschichtskultur – Europäische Geschichtspolitik. Vom Erfinden, Entdecken, Erarbeiten der Bedeutung von Erinnerung und Geschichte für das Verständnis und Selbstverständnis Europas. Innsbruck, Wien, Bozen 2009.S. 19.

[25] König: Statt einer Einleitung. S. 14.

[26] Winkler, Heinrich August: Erinnerungswelten im Widerstreit. Europas langer Weg zu einem gemeinsamen Bild vom Jahrhundert der Extreme. In: Kaufmann, Bernd u. Kersti, Basil (Hg.): Antisemitismus und Erinnerungskulturen im postkommunistischen Europa. Osnabrück 2006. S. 105.

[27] Soldwisch, Ines: Der Kampf um Selbstbehauptung: Eigene und europäische Identitätskonstruktion in den Antrittsreden der Präsidenten des Europäischen Parlaments 1979-2007. In: Kühberger, Christoph (Hg.): Europäische Geschichtskultur – Europäische Geschichtspolitik. Vom Erfinden, Entdecken, Erarbeiten der Bedeutung von Erinnerung und Geschichte für das Verständnis und Selbstverständnis Europas. Innsbruck, Wien, Bozen 2009. S. 108.

[28] Assmann, Aleida: Von kollektiver Gewalt zu gemeinsamer Zukunft. S. 39.

[29] Everts, Carmen: Gemeinsame Verfassungsgeschichte, unterschiedliche Diktaturerfahrungen. Plädoyer für einen antitotalitären Konsens bei der Aufarbeitung in Europa. In: Assmann, Wolfgang: Erinnerung und Gesellschaft. Formen der Aufarbeitung von Diktaturen in Europa. Berlin 2011. S. 59.

[30] Soldwisch: Der Kampf um Selbstbehauptung. S. 107

[31] König: Statt einer Einleitung. S. 58ff.

[32] Knigge: Europäische Erinnerungskultur. S. 76.

[33] Francois, Etienne: Ist eine gesamteuropäische Erinnerungskultur vorstellbar? In: Flierl, Thomas u. Müller, Elfriede: Vom kritischen Gebrauch der Erinnerung. Berlin 2009. S. 90.

[34] Ebd.

[35] Ebd.

[36] Coester, Christiane: Universalgeschichte oder Geschichte Europas? Voltaires „Essai sur les moeurs“. In: Küberger, Christoph und Sedmak, Clemens (Hg.):Europäische Geschichtskultur- Europäische Geschichtspolitik. Vom Erfinden, Entdecken, Erarbeiten der Bedeutung von Erinnerung und Geschichte für das Verständnis und Selbstverständnis Europas. Innsbruck, Wien, Bozen 2009.. S. 274.

Details

Seiten
23
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656311805
ISBN (Buch)
9783656313489
Dateigröße
1.2 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v204960
Institution / Hochschule
Universität Stuttgart – Historisches Institut
Note
2,0
Schlagworte
Europa EWG Europäische Identität Identität EU Europäische Union

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Gibt es eine europäische Identität?