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Wie formieren sich Gruppen und wie kann Teambildung gefördert werden?

Projektarbeit 2012 15 Seiten

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen
2.1. Gruppe
2.1.1. „natürliche“ Gruppe
2.1.2. Ad-hoc Gruppe
2.2. Teams

3. Wie formieren sich Gruppen
3.1. Phasen der Gruppenbildung
3.1.1. Gründungsphase: Forming
3.1.2. Streitphase: Storming
3.1.3. Vertragsphase: Norming
3.1.4. Arbeitsphase: Performing
3.1.5. Orientierungsphase: Re-Forming

4. Förderung der Teambildung
4.1. Offizielle und persönliche Ziele
4.2. Intrinsiche und extrinsische Motivation
4.3. Motivierende Arbeitsgestaltung
4.3.1. Arbeitsanreicherung – Teilautonome Arbeitsgruppen
4.4. Kreative Konkurrenz und gemeinsame Ziele
4.5. Informelle Gruppenbeziehungen – Bedürfnisbefriedigung
4.6. Gruppengröße und Homogenität

5. Zusammenfassung

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

In der vorliegenden Arbeit hat sich der Autor mit dem Thema „Gruppe“, im speziellen mit der Fragestellung „Wie formieren sich Gruppen und wie kann Teambildung gefördert werden?“ beschäftigt und dazu passende Literatur und Theorien recherchiert.

Die Aktualität und Präsenz des in dieser Seminararbeit behandelten Themas, ist in Zeiten wie der aktuellen Wirtschaftslage, wo es gilt MitarbeiterInnen zu motivieren und Teamgeist und somit Zusammengehörigkeit zu demonstrieren, von wesentlicher Bedeutung. Frei nach dem Titel einer der Quellen dieser Arbeit – „Ich bin gut, wir sind besser“ (Stahl, 2007) – ist ein Wir-Gefühl besonders wichtig, um ein Ziel gemeinsam zu verfolgen und das Arbeiten in der Gruppe effizienter zu erledigen.

Der erste große Punkt beschäftigt sich mit der Definition der Gruppe und ihren Unterkategorien. Im zweiten Punkt wird auf die Phasen der Gruppenbildung (Forming, Storming, Norming, Performing, Re-Forming) näher eingegangen um das Entstehen einer Gruppe zu verdeutlichen. Abschleißend befasst sich diese Arbeit mit einem dritten großen Aspekt, der Förderung von Teambildung. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Notwendigkeit des Zusammengehörigkeitsgefühls um effizientes Arbeiten zu erreichen. Weiters befasst sich dieser Teil mit einem Exkurs in die Motivation jedes einzelnen und die daraus resultierenden positiven Effekte auf die Gruppe als Gesamtbild.

Der Autor stützt sich in seinen Ausführungen auf Primärquellen, die durch Bezüge auf einschlägige Sekundärliteratur ergänzt werden. Fachzeitschriften und Journale unterstützen die Untersuchung dieses Themengebietes auf einer praxisnahen Ebene, die durch empirische Forschung nicht nur Anregungen, sondern auch Erfahrungsberichte liefern.

2. Definitionen

In diesem ersten Punkt sollen die im weiteren Verlauf der Arbeit verwendeten Begriffe definiert werden um Unklarheiten vorzubeugen und dem Leser ein einheitliches Bild vermitteln zu können.

2.1 Gruppe

Der Begriff „Gruppe“ wurde bereits von vielen Autoren sehr unterschiedlich definiert, wobei es bei allen Varianten darauf hinausläuft, dass eine Gruppe aus „zwei oder mehr Individuuen“ besteht (Birkenbihl, 1995, S. 48). Nach Michael Birkenbihl lässt sich die Definition für „Gruppe“ aber nicht so einfach finden, da es unterschiedliche Formen von Gruppen gibt.

2.1.1 „natürliche“ Gruppe

Eine „natürliche“ Gruppe ist eine, der ein Mensch „…zwangsläufig angehören muss, um sich unbeschadet durchs Leben zu bringen“ (Birkenbil, 1995, S. 49). Die offensichtlichste „natürliche“ Gruppe ist gleichzeitig auch die erste im Leben eines Menschen, nämlich die Familie. Im Zusammenleben mit Eltern, Großeltern, älteren und jüngeren Geschwistern lernt der Mensch von klein auf gruppendynamische Prozesse kennen. Die Familie als erste Gruppe prägt nicht nur die ethisch-moralischen und sozialen Normen eines Menschen, sondern bestimmt auch sein zukünftiges Verhalten in anderen Gruppen (Birkenbihl, 1995, S. 49-50).

2.1.2 Ad-hoc Gruppe

Im Vergleich zur „natürlichen“ Gruppe gibt es eine Reihe anderer Gruppen die meist durch gewisse Regeln und Vorgaben entstehen, ein gemeinsames Ziel verfolgen oder informale Zusammenschlüsse Individuen mit gleichen Interessen darstellen. Diese Gruppen werden als Ad-hoc Gruppen bezeichnet und sind beispielsweise:

-Ausschuß à Gruppe für die Lösung einer bestimmten Aufgabe
- Therapie-Gruppe à Individuen mit gleichen Problemen/Schicksalen
- Laborgruppe à kurzfristig für ein Experiment zusammengerufene Gruppe
- Seminargruppe à Ziel ist das gemeinsame Lernen und sich Fortbilden

(Birkenbihl, 1995, S. 51ff).

2.2 Team

In der Literatur findet man viele Unterscheidungen zwischen Gruppen und Teams auf die im vorliegenden Text aber nicht weiter eingegangen wird. Da es im Allgemeinen üblich ist, werden auch in dieser Arbeit die Begriffe „Gruppe“ und „Team“ synonym verwendet und es bedarf daher keiner gesonderten Definition.

3. Wie formieren sich Gruppen?

3.1. Phasen der Gruppenbildung

Die Formierung der einzelnen Phasen wird hier anhand des Tuckman Modells beschrieben. Tuckman teilte die einzelnen Abschnitte wie folgt ein: Forming – Storming - Norming - Performing. Da die Gruppen in der Praxis oft länger bestehen und differenzierte Aufgabenstellung bearbeiten müssen, wird dieses Modell um eine fünfte Phase, der Re-Forming-Phase erweitert. Stahl beschreibt dies als zirkuläres Modell, dass er einem linearen Phasenverlauf vorzieht (Stahl, 2002, S. 46ff).

3.1.1. Gründungsphase: Forming

Das Ziel dieser ersten Phase ist, das sich Abgrenzen nach außen und sich nach innen zu finden. Diese wichtigen Eigenschaften werden im Gruppenvertrag gebildet und im Verlauf des Gruppenprozesses weiterentwickelt. Wesentliche Aufgabe ist, das Sicherheitsbedürfnis der Gruppenmitglieder zu befriedigen (Stahl, 2002, S. 64ff).

Ausgangssituation ist ein offizielles Ziel in dem inhaltliche Zielvorgaben formuliert werden. (siehe auch weiter unten – wie kann Gruppenbildung gefördert werden). Um einen schnellen Verlauf der Formingphase zu ermöglichen sind klare Ziele aber auch für alle geltenden zwischenmenschlichen Konventionen von nöten. Gibt es einen eindeutigen Verhaltenskodex so hat es die Gruppe sehr viel leichter schnell Sicherheit und ein Zugehörigkeitsgefühl zu vermitteln (Stahl, 2002, S. 65ff).

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Details

Seiten
15
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656317142
ISBN (Buch)
9783656318859
Dateigröße
747 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v205222
Institution / Hochschule
Institut für Management GmbH
Note
2-
Schlagworte
gruppen teambildung

Autor

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Titel: Wie formieren sich Gruppen und wie kann Teambildung gefördert werden?