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Das Staatsverständnis von Nordkorea - Zwischen Selbstdarstellung und Realität

Vordiplomarbeit 2003 35 Seiten

Politik - Internationale Politik - Region: Ferner Osten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung

2. Die Geschichte der Teilung der bis zum Ende des Koreakrieges

3. Die Dschutsche–Ideologie als Grundlage

4. Die Isolation als Folge

5. Das zentrale Problem des Informationsmangels

6. Die beiden gegensätzlichen Bilder von Nordkorea
6.1. Beschreibungen über Menschenrechtsverletzungen
6.2. Beschreibung eines gerechten Staates

7. Recherchemöglichkeiten im Land

8. Berichte von Flüchtlingen
8.1. Die Glaubwürdigkeit der Flüchtlinge

9. Die Äußerungen des Systems als Informationsquelle

10. Die Realität und der Anspruch

11. Die Wirkung der Propaganda
11.1. Die Formung der Kinder

12. Die Bestätigung einer Schreckensvision
12.1. Die unbeschränkte Herrschaft
12.2. Das Hungerproblem
12.3. Die Unterdrückung der Religionen

13. Fazit

14. Literaturliste

1. Einleitung

Nordkorea ist einer der isoliertesten Staaten der Welt, wenn nicht gar der isolierteste.

Zugleich werden über das Land, deren offizielle Bezeichnung Koreanische Demokratische Volksrepublik (KDVR) lautet, die konträrsten Berichte und Ansichten veröffentlicht.

Einige sehen Nordkorea als die Realisierung eines Gesellschaftsmodells, was sich gleichsam auf traditionelle und nachhaltige Werte besinnt und daraus eine für alle Mitglieder lebenswerte und gerechte Gemeinschaft konstruiert.

Andere vergleichen Nordkoreas Gesellschaftssystem mit der von Orwell in seinem Roman „1984“ entworfenen Schreckensvision und bezeichnen es als die Perfektion des Totalitarismus[1], dessen Führung eine verzerrte Wirklichkeit entwirft.

Das Land selbst vermittelt von sich ein Bild im Sinne der ersten Sichtweise.

Daraus resultiert die Frage, inwieweit das Staatsverstäntniss Nordkoreas mit der Wirklichkeit im Innern des Landes übereinstimmt.

Kann angesichts der Möglichkeit, die Führung des Landes betreibe eine gezielte Falschinformationspolitik, eine Untersuchung zu dem Thema überhaupt zu einem hinreichend fundierten Ergebnis führen?

Zu diesem Zweck werde ich kurz den heutigen Zustand Nordkoreas skizzieren, der aus einer gesicherten Quellenlagen hervorgeht und nicht bestritten wird.

Die Einwohnerzahl lag im Jahr 2000 bei etwa 21,7Millionen.

Das Land wird seit über 50 Jahren von der Partei der Arbeit Koreas (PdAK) regiert, deren Vorsitz bis zu seinem Tod 1994 Kim Il Sung inne hatte und danach von seinem Sohn Kim Dschong Il übernommen wurde.

Die KDVR kann in den Denkkategorien des Kalten Krieges als ein Gegenmodell zu den Demokratien westlichen Typs begriffen werden. Vielerorts wird sie als stalinistisch bezeichnet.[2]

Nordkorea ist auch ethnisch ein sehr einheitliches und isoliertes Land. Abgesehen von einem geringen Anteil Chinesen gibt es keine ethnischen oder sprachlichen Minderheiten.

Zwischen Nord- und Südkorea kommt es seit über 50 Jahren neben regelmäßigen Beschuldigungen und Diffamierungen auch immer wieder zu bewaffneten Kampfhandlungen.[3]

Die Führung Nordkoreas steht auch unter Verdacht, an einem Atomwaffenprogramm zu arbeiten. Das Land gab am 12. März 1993 bekannt, aus dem 1992 unterzeichneten Atomwaffenkontrollvertrag auszusteigen.

Zwischen den beiden Länder gibt es keine zivilen oder staatlichen Kontakte, wie etwa zwischen den beiden deutschen Teilstaaten DDR und BRD. Das verstärkt das Krisenpotential, denn es existieren keine friedenssichernden Maßnahmen, die Krisen entschärfen könnten.

Die Frage nach der inneren Beschaffenheit Nordkoreas ist auch deshalb wichtig, da der Konflikt zwischen den beiden Koreas eine Gefahr für die gesamte Region darstellt.

Die kommunistischen Regierungen Osteuropas wurden mit dem Zusammenbruch des Ostblocks entmachtet und andere ehemals kommunistische Staaten wie China und Kuba übernehmen, beziehungsweise öffnen sich mehr oder weniger schrittweise dem System des Kapitalismus. Der letztlich Untergang dieser Gesellschaftsmodelle hing im wesentlichen mit nicht umgesetzten Demokratiebestrebungen der Menschen im Land und der mangelhaften wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit zusammen.

Seit 1978 ist das Land zunehmend von chinesischen Getreide- und Energielieferungen abhängig.

China verlangte seit 1991 für seine Produkte höhere, international übliche Preise, drosselte ab 1994 die Versorgung mit Getreide wegen Eigenbedarf und lösten damit eine Hungerkrise aus.

Seit Mitte der 90er Jahre sind nun große Teile der Bevölkerung von Nahrungsmittelrationen internationaler Hilfsorganisationen abhängig, nachdem mit dem Zusammenbruch des Ostblocks wirtschaftlichen Unterstützungen aus China und der SU entfielen und der Außenhandel mit den beiden Ländern stark zurück ging.

Am 8. Juli 1994 starb Kim Il Sung. Nach einer zwischenzeitlichen Phase der nicht geklärten Machtverhältnisse wurde 1997 sein Sohn Kim Dschong Il Generalsekretär der PdAK. Das Präsidentenamt blieb formal unbesetzt.

Auch um sich der Antwort auf die drängende Frage zu nähern, wie das System Nordkoreas bis heute seine Existenz sichern konnte, ist es wichtig zu klären, inwieweit die Realität in Nordkorea dem Selbstbild des Landes entspricht.

Bei dieser Fragestellung ist vor allem von der Staatsideologie der KDVR auszugehen, denn „Die KDVR läßt sich in ihrer Tätigkeit von der Dschutsche-Ideologie,..., leiten.“, wie es die Verfassung des Landes, die auch ein Ausgangspunkt sein soll, formuliert.[4]

Ich werde versuchen zu klären, welche Gründe es dafür gibt, dass Nordkorea einerseits als ein Musterland auf dem Weg zum idealen Modell menschlichen Zusammenlebens, auf der anderen Seite als ein Schreckensregime das seine Bürger systematisch unterdrückt, bezeichnet wird. Beide völlig gegensätzlichen Deutungen der Volksrepublik werden von verschiedensten ausländischen Autoren vertreten.

Koreanische Begriffe und Namen wie „Dschutsche“ und „Pjöngjang“ werden ich in der deutschen Übersetzung verwenden, wie sie auch von dem nordkoreanischem Verlag für Fremdsprachige Literatur gebraucht wird.

Meine Untersuchung betrachtet die Zeit seit der Gründung der KDVR im Jahre 1948 bis zum Anfang der 90er Jahre.

Ich habe diesen großen Zeitraum gewählt, da zum einen die gesellschaftspolitischen Bedingungen in dem Land, bezogen auf die zentralsten Punkten meiner Fragestellung, keinen wesentlichen Veränderungen unterworfen waren. Das zeigt sich nach Sichtung der gesamten mir zur Verfügung stehenden Literatur. Auch die Regierung in dem Land wurde in diesem Zeitraum von einem Mann geleitet: Kim Il Sung. Zum anderen dringen auch selten fundierte Fakten aus dem Land, sodas dieser Zeitrahmen notwendig ist, um auf eine notwendige quantitative breite Literaturgrundlage zurückgreifen zu können.

Auffällig sind aber die beiden verschiedenen Interpretationen der Situation in Nordkorea.

Desweiteren ist der zugängliche Bestand an Literatur über die Situation in Nordkorea in den 90er Jahren noch sehr schmal. Die eine mir zu Verfügung stehende Erscheinung, die auch das Jahr 1999 unter den Gesichtspunkten meiner Betrachtung, auf die ich noch ganau eingehen werde, berücksichtigt, bestätigt aber die Schilderungen der Autoren älterer Werke.[5]

Ich werde in meiner Arbeit allerdings nicht versuchen die Ideologie philosophisch zu analysieren oder sie mit dem oft in Verbindung gebrachten Kommunismus von Marx und Engels zu vergleichen. Hierzu fehlt mir der Raum. Das soll auch nicht der Inhalt meiner Untersuchung sein. Vielmehr möchte ich schauen, ob es Probleme gibt, die sich im Verhältnis zur Wirklichkeit bereits an der Oberfläche dieser Ideologie zeigen.

Zu diesem Zweck schaue ich mir die Kernpunkte der Dschutsche Ideologie an.

Um die Entwicklung der KDVR seit ihrer Gründung zu verstehen ist es notwendig, ihre Entstehungsgeschichte bis zur Errichtung des heute noch regierenden Regimes zu kennen.

2. Die Geschichte der Teilung bis zum Ende des Koreakrieges

Korea wurde nach dem Japanisch-Russischen Krieg 1905 zu einem Protektorat Japans und schließlich 1910 formal annektiert. Das Ende des Krieges in der Pazifikregion und die Kapitulation der Japaner beendeten die Besetzung. 1945 rückten die Truppen der Vereinigten Staaten von Amerika (USA) und der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR) in Korea ein und vereinbarten, Korea am 38.Breitengrad zu teilen. Die USA besetzte den Süden und die Sowjetunion den Norden. Beide Staaten unterstützten die ihnen genehmen politische Bestrebungen. Die aufkommende Atmosphäre des Kalten Krieges ließ alle Vereinigungsbestrebungen an gegenseitigem Mißtrauen scheiterten. Ab 1947 bauten beide Mächte eigene Regierungen auf. Im Norden setzten politische und ökonomische Umwälzungen nach sowjetischen Muster ein und füllten das vorhandene Machtvakuum aus. Der 33-jährige Koreaner Kim Il Sung wurde von der Armee am 19. September ins Amt gesetzt.

Die mit Kim ins Land gekommenen und teilweise in der UdSSR geborenen 400 Koreaner wurden zu den Kadern in der Partei und Administration.

Bürgerlich nationale Kräfte bekamen keine Chance sich zu organisieren und bereits schwach vorhandene Kommunisten mußten sich den Regeln Kims beugen.

Kim Il Sung und seine Gefolgsleute gewannen einen immer größeren Aktionsraum, da sie das Vertrauen der Besatzungsmacht gewannen, indem sie das stalinistische Sozialismusmodell direkt übernahmen. Im Dezember 1948 zog die Sowjetunion ihre Truppen ab und Kim arbeitete auf die Alleinherrschaft hin.[6]

Im Süden wurde unter dem autoritären Regime von Syngman Rhee im August 1948 die Republik Korea gegründet, die von den USA mit massiven Wirtschaftshilfen zu einem starken Gegenpol gegen den Kommunismus ausgebaut wurde.

Die Koreanische Demokratische Volksrepublik wurde am 9. September 1948 als Gegenstück zu Republik Korea im Süden gegründet.

Nach den Abzug der sowjetischen und dem teilweisen Abrücken der amerikanischen Truppen 1949 wuchs die Opposition gegen den südkoreanischen Präsidenten Syngman Rhee ständig. Kim IlSung sah sich in seiner Überzeugung bestätigte, dass er den Südkoreanern als Befreier willkommen wäre, wenn er die Rhee-Regierung absetzen und die zwei koreanischen Staaten wieder vereinigen würde. Am 25.Juni 1950 überschritten nordkoreanische Truppen den 38.Breitengrad und griffen den Süden an. Damit begann der Koreakrieg. In der Volksrepublik wurde er als Vaterländischer Befreiungskrieg bezeichnet. Er richtete sich gegen bürgerliche Ordnung in Südkoreas, die Schutzmacht USA und sollte den Süden für eine revolutionäre Wiedervereinigung erobern.

Die USA reagierten sofort militärisch und bekamen dafür nachträglich die Rückendeckung des UN-Sicherheitsrates. Trotzdem eroberten die Nordkoreaner fast den gesamten Süden. Dann drangen die Truppen Südkoreas, der USA und anderer UN-Mitgliedsländer bis zur nordkoreanisch-chinesischen Grenze vor. Anschließend kämpften sich nordkoreanische Truppen mit chinesischer Unterstützung wieder bis nach Seoul vor, woraufhin diese bis zum 38. Breitengrad zurückgeschlagen wurden. Nach einem langen Stellungskrieg an dieser Front, kam es im Juli 1951 auf Vorschlag der Sowjetunion zu Waffenstillstandsverhandlungen, welche im Juli 1953 zu einem Waffenstillstandsabkommen führten. Dieses besteht bis heute. Es gibt keinen Friedensvertrag zwischen den beiden Ländern. Der Koreakrieg stand ganz im Zeichen des Kalten Krieges. Die USA wollten mit allen Mitteln die Ausbreitung des Kommunismus verhindern. Politisch führte der Krieg zur Konsolidierung der beiden koreanischen Staaten. Die Fronten verhärteten sich, so dass das Ziel beider Staaten, die Wiedervereinigung, bis heute nicht realisiert werden konnte. 1955 befreite sich Kim Il Sung von der sowjetischen und chinesischen Einflüssen und wurde unabhängiger Alleinherrscher.[7] Kim entwickelte die Dschutsche-Ideologie, die fortan die Entwicklung des Staates bestimmen sollte. Im Laufe des chinesisch-sowjetischen Konflikts seit Mitte der 60er Jahre verkündete Nordkorea die Unabhängigkeit von der gemeinsamen Außenpolitik des sozialistischen Lagers.

3. Die Dschutsche–Ideologie als Grundlage

Der Begriff läßt sich nicht direkt in die deutsche Sprachen übersetzen.

Pan übersetzt ihn mit „wirkliches Wesen des Herrn“ oder „Herr sein“.[8]

Schon Anfang des 20. Jahrhunderts haben koreanische Nationalisten das in der koreanische Übersetzung lautende Wort „Juche“ verwendet, um auf die nationale Identität und politische Unabhängigkeit Koreas hinzuweisen.[9]

Die Ideologie bestimmt formal alle wichtigen politischen Prozesse des Landes.

Dschutsche in seiner Bedeutung als Unabhängigkeit spielt als Konsequenz aus der Geschichte Koreas, in der es von verschiedenen Mächten als direkte Einflußsphäre betrachtet, besetzt oder kolonialisiert worden war, eine zentrale Rolle in der Außenpolitik des Landes. Diese Einstellung ist auch als Folge des drängenden Einflusses der SU und Chinas in Nordkorea zu sehen.[10]

Der Begriff beinhaltet die beiden Grundgedanken, dass jeder Mensch für sein eigenes Schicksal verantwortlich ist und dass er unabhängig von äußeren Abhängigkeiten sein soll. Die freie Entfaltung des Menschen ist eine der Hauptausagen.[11]

Dschutsche beinhaltet Merkmale wie Selbstsicherheit und Selbstvertrauen.

Dadurch widersetzt er sich, so Pan, sozialer Unterdrückung und den Fesseln der Natur.

Diese Konstrukt rücke den Menschen in den Mittelpunkt der Betrachtung, was eine Aufwertung bedeute, und verpflichte ihn konstruktiv am gesellschaftlichen Fortschritt mitwirken.[12]

4. Die Isolation als Folge

Das Konzept der Unabhängigkeit wird von dem Land insoweit verwirklicht, als dass es seit seiner Gründung versucht sich selbst mit allen benötigten Gütern zu versorgen. Gleichzeitig schottet es sich aber auch in einer kaum nachzuvollziehenden Weise von seiner Außenwelt ab.

Die Koreanische Demokratische Volksrepublik ist als stark isolierter Staat, von internationalen Informationsprozessen abkapselt.

Politische Entscheidungsprozesse sind auch für Experten kaum nachvollziehbar und finden in kleinen verschlossenen Zirkeln statt.

Seit den 60er Jahren veröffentlicht Nordkorea keine regelmäßigen Wirtschaftsstatistiken mehr und deshalb gibt es über die wirtschaftliche Entwicklung nur Schätzungen.

Ausländern wird die Einreise nur selten gestattet, Besucher werden rund um die Uhr bewacht und erhalten genaue Vorschriften, was sie sich ansehen dürfen.[13]

Über das Land dringen also so gut wie keine Informationen unabhängiger Beobachter ins Ausland.

Es wird zu prüfen sein, warum sich die Regierung des Landes so verhält.

5. Das zentrale Problem des Informationsmangels

Aus dieser Isolation heraus erwächst ein ernsthaftes Informationsdefizit.

Viele Autoren schreiben über die Schwierigkeit verläßliche Informationen über Nordkorea zu erlangen. Es gebe über Nordkorea so wenig Wissen wie über keinen anderen Staat der Erde. Nur wenige Politikwissenschaftler beschäftigen sich mit den Land. Dementsprechend rar sind auch politikwissenschaftliche Literatur, Dokumente oder Quellen. Die DVRK veröffentlicht ferner keine wirtschaftlichen oder politischen Kennzahlen.

Ausnahme sind die Redetexte Kim Il Sungs und Kim Dschong Ils, wobei diese, nach Meinung vieler Beobachter abstrakt und von der politischen Realität des Landes weit entfernt seien.

Eigene Recherchen oder Interviews mit nordkoreanischen Entscheidungsträgern seien in der Regel unmöglich. Maass setze seine Untersuchung, wie er sagt, auch aus „verstreuten Teilinformationen“ zusammen.[14]

Aus diesen Gründen ist es schwierig die Glaubwürdigkeit der Informationen über das Land zu überprüfen. Deshalb unterliegen viele der bereits beschriebenen Zustände in der KDVR dem Verdacht, unter Umständen ungerechtfertigte Verallgemeinerungen oder subjektiv verzerrte Eindrücke darzustellen.

Es ist aus diesem Grund unbedingt notwendig, zuerst eine grundlegende Einschätzung zu erarbeiten, wie diese Informationen zu bewerten sind.

Ich werde die Darstellungen der Autoren über die Möglichkeiten eigener Beobachtungen kritisch überprüfen und versuchen, darin Hinweise auf die tatsächlichen Lebensbedingungen in Nordkoreas zu finden.

6. Die beiden gegensätzlichen Bilder von Nordkorea

Über Nordkorea gibt es, seit der Staat existiert, Berichte über massive Menschenrechtsverletzungen.[15]

Dieses Bild steht dem, welches die Dschutsche-Ideologie und der Staat von sich selbst vermittelt, völlig entgegen.

Ich werde mir diese Berichte unter der Fragestellung, wie glaubwürdig diese sind, ansehen. Stellen sie vielleicht politische Propaganda dar, mit dem Ziel ein Konkurrenzsystem zu degradieren ?

[...]


[1] Totalitarismus: autoritäre Regierungsform, in der alle gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen, intellektuellen, kulturellen und geistigen Aktivitäten den Zwecken der Herrschenden und der herrschenden Ideologie eines Staates untergeordnet sind;

Orwell, George: „1984“: Roman von 1949; 29. Aufl.; Berlin; Ullstein 1997;

darin beschreibt der Autor eine totalitäre Gesellschaft, die komplett von der Staatsmacht unterdrückt wird und der Bevölkerung

für ihre eigenen Zwecke gezielt falsche Informationen vermittelt

[2] Maretzki, 1991, S. 7f;

Stalinismus: Allgemeine Merkmale des Stalinismus sind eine Ein-Parteien-Willkürherrschaft, ein Repressaliensystem, Totalitarismus, ein fast zur Staatsreligion erhobener Personenkult um der Herrscher und die Rechtfertigung des Systems mit Leitsätzen des Kommunismus

[3] zuletzt am 29.06.2002 bei einem Seegefecht mit ca. 30 toten Soldaten; in: Berliner Zeitung; 01.06.2002

[4] Sozialistische Verfassung der Koreanischen Demokratischen Volksrepublik, in der Fassung vom 09.04.1992, Verlag für Fremdsprachige Literatur, Pjöngjang 1993, Abschnitt 1, Artikel 3

[5] Schloms, 2000

[6] Maretzki, 1991, S. 13-17

[7] Maretzki, 1991, S. 7

[8] Pan, 1992, S. 62

[9] Maass, 2002, S. 71

[10] Maass, 2002, S. 71

[11] Pan, 1992, S. 62; Maass, 2002, S. 69

[12] Pan, 1992, S. 62-64

[13] Maass, 2002, S. 5

[14] Maass, 2002, S. 7, 10

[15] Menschenrechte oder Grundrechte sind Rechte, die aus naturrechtlicher Sicht überstaatlich und aus diesem Grund auch von allen Staaten anzuerkennen sind und für jeden Menschen gültig sein sollten. Diese unveräußerliche Rechte des Einzelnen gegenüber dem Staat, die in der Regel in den Verfassungen der Staaten als Elementarrechte festgehalten sind. Grundrechte sind z.B. die Gleichheit und die Freiheit, das Grundrecht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit und die Religionsfreiheit. Dieses beinhaltet die Freiheit und das Recht jedes Menschen, ungehindert von staatlichen oder sonstigen Beschränkungen seine religiösen, weltanschaulichen und sittlich-moralischen Überzeugungen zu bilden und nach ihnen zu leben. Ein weiteres Grundrecht ist die Menschenwürde. Danach darf der Mensch keiner Behandlung ausgesetzt werden, die ihn zum bloßen Objekt staatlichen Handelns degradiert. Typische Fälle der Verletzung der Menschenwürde sind z.B. Sklaverei, Folter, Menschenversuche oder die Vernichtung so genannten lebensunwerten Lebens.

Details

Seiten
35
Jahr
2003
ISBN (eBook)
9783638244084
Dateigröße
558 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v20561
Institution / Hochschule
Freie Universität Berlin – Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaften
Note
2,0
Schlagworte
Staatsverstäntnis Nordkorea Zwischen Selbstdarstellung Realität Aktuelle Entwicklung Ost- Südostasien

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