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Suchtkrankheiten – Symptomatik verschiedener Suchtkrankheiten

Von der Alkoholsucht bis zur Medikamentensucht

Skript 2012 9 Seiten

Biologie - Krankheiten, Gesundheit, Ernährung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Alkoholsucht
1.1. Alkoholsucht in Deutschland?
1.2. Wie entsteht die Alkoholsucht?
1.3. Wie wirkt Alkohol?
1.4. An welchen Merkmalen erkennt man Alkoholsüchtige?

2. Nikotinsucht
2.1. Nikotinsucht in Deutschland?
2.2. Wie entsteht die Nikotinsucht?
2.3. Wie wirkt Nikotin?
2.4. An welchen Merkmalen erkennt man Nikotinsüchtige?

3. Internetsucht
3.1. Internetsucht in Deutschland?
3.2. Wie entsteht die Internetsucht?
3.3. Wie wirkt das Internet auf Betroffene?
3.4. An welchen Merkmalen erkennt man Internetsüchtige?

4. Medikamentensucht
4.1. Einleitung
4.2. Suchtanzeichen
4.3. Suchtauslößende Medikamentengruppen

5. Rauschgiftsucht
5.1. Rauschgiftsucht in Deutschland?
5.2. Wie entsteht die Rauschgiftsucht?
5.3. Wie wirkt das Rauschgift auf Betroffene?
5.4. An welchen Merkmalen erkennt man Rauschgiftsüchtige?

6. Quellen
6.1. Quellen zum Thema Alkoholsucht
6.2. Quellen zum Thema Nikotinsucht
6.3. Quellen zum Thema Internetsucht
6.4. Quellen zum Thema Rauschgiftsucht

1. Alkoholsucht

1.1. Alkoholsucht in Deutschland

Die Alkoholsucht ist die nach der Nikotinsucht die am meisten verbreitete Suchtkrankheit in Deutschland. Fast jeder 30. deutsche ist Alkoholabhängig und jeder 5. Deutsche hat schon einmal Alkohol probiert. Meistens sind Jugendliche davon betroffen. Durchschnittlich in der 7. Klasse nehmen deutsche Schüler das erste Mal Alkohol zu sich.

1.2. Wie entsteht die Alkoholsucht?

Die meisten Jugendlichten probieren Alkohol nur damit sie sich den Anderen anpassen. Sie fühlen sich in der Gruppe stark und sicher. Die meisten nehmen gar nicht mehr wahr, dass sie sich selbst dabei längerfristigen Schaden zufügen. Bei jedem Vollrausch sterben circa 1.000.000 Gehirnzellen ab. Jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf den Alkohol. Bei manchen Menschen kann bereits das erste Mal zu einer starken Abhängigkeit führen.

Wenn man in einem Elternhaus aufwächst in dem viel Alkohol getrunken wird, ist man stärker anfällig für den Alkoholkonsum als andere. Wenn man keine Entwicklungsschäden davontragen will sollte man bis zum 24. Lebensjahr keinen Alkohol zu sich nehmen.

1.3.Wie wirkt Alkohol?

Der größte Teil des getrunkenen Alkohols wird über die Schleimhäute des Magen-Darm-Traktes in den Körper beziehungsweise den Blutkreislauf aufgenommen. Wie schnell das geschieht, hängt unter anderem davon ab, was gegessen wurde. Bei nüchternem Magen erfolgt die Aufnahme sehr rasch, wohingegen fettreiche Nahrung den Prozess verzögert. Der höchste Alkoholspiegel im Blut ergibt sich im Durchschnitt zirka 45 bis 90 Minuten nach dem Konsum eines alkoholischen Getränkes. Bei gleicher Alkoholmenge ist die Blutalkoholkonzentration bei Frauen höher als bei Männern. Der Grund: Männer sind schwerer und größer und verfügen daher meist über eine größere Menge an Körperflüssigkeit, in der sich der zugeführte Alkohol verteilen kann. Abgebaut wird Alkohol zum größten Teil in der Leber. Wie Alkohol sich auswirkt, ist abhängig von der konsumierten Menge sowie von der individuellen körperlichen und seelischen Verfassung. Bei regelmäßigem Konsum kommt es außerdem zu einem gewissen Gewöhnungseffekt, der auch Toleranz genannt wird. Durch die Gewöhnung reagiert der Körper weniger empfindlich auf Alkohol. Allein der Promille-Wert sagt also nicht unbedingt etwas darüber aus, wie weit der Einzelne durch den Rausch bereits in seinen körperlichen und geistigen Fähigkeiten beeinträchtigt ist.

An welchen Merkmalen erkennt man Süchtige?

- Der Betreffende verspürt den starken Wunsch oder eine Art Zwang, Alkohol zu trinken.
- Er hat keine vollständige Kontrolle darüber, wann er beginnt zu trinken, wann er wieder aufhört und wie viel er trinkt.
- Er zeigt körperliche Entzugssymptome wie Händezittern, Schweißausbrüche, Herzjagen, innere Unruhe.
- Er trinkt Alkohol, um Entzugssymptome zu mildern (z.B. um morgens die zitternden Hände zu beruhigen)
- Er entwickelt eine Toleranz, d.h. verträgt viel mehr Alkohol als früher bzw. muss viel mehr trinken, um den gleichen Rauschzustand zu erreichen.
- Er trinkt Alkohol auch in sonst unüblichen Situationen (Ein Glas Sekt zum Geburtstag des

Kollegen ist eine "übliche Situation". Ein Schluck aus dem Flachmann vor einer Besprechung ist unüblich).

2. Nikotinsucht

Die Nikotinsucht ist in Deutschland genauso häufig wie die Alkoholsucht verbreitet. Der Einstieg in die Nikotinsucht sind anfängliche Motive wie Neugier oder der Wunsch nach Gruppenzugehörigkeit bei Jugendlichen. Das wandelt n sich aber mit der Zeit. Das durchschnittliche Einstiegsalter in Deutschland liegt derzeit bei 11-13 Jahren.

2.1. Wie entsteht Nikotinsucht?

Die meisten Menschen fangen mit dem Rauchen an, um sich bei Freunden oder Verwandten beliebt zu machen. Aber es gibt auch Menschen die in die Abhängigkeit fallen, da es ihnen in ihrem Umfeld nicht gerade gut geht. Es kann durchaus möglich sein, dass sich derjenige, der sich in die Sucht begibt es noch nicht einmal bewusst wahrnimmt. Er sieht die Nikotinsucht als einzigen Ausweg aus seiner Situation. Jedes Jahr sterben 4,5 millionen Menschen auf der Welt infolge des Tabakkonsums.

2.3. Wie wirkt Nikotin?

Nikotin ist ein Nervengift mit vielen Nebenwirkungen. Wie auch auf den Verpackungen zu lesen kann es Lungenkrebs, Schlaganfälle, Herzinfarkte verursachen und begünstigt Gefäßverengungen. Sobald man eine Zigarette raucht gelangt das Nikotin sofort in dein Gehirn, wo es für einen kurzen Moment sag ich mal wie ein Koffeinschock wirkt. Das heißt dein Gehirn arbeitet für ein paar Minuten auf Hochtouren.

Nach ein paar Minuten jedoch geht der Nikotinspiegel wieder runter und süchtige Raucher werden nervös weil eine Entzugserscheinung eingetreten ist. Somit sieht es so aus als würde bei einem süchtigen Raucher genau der gegenteilige Effekt eintreten, d.h. Nikotin scheint einen beruhigenden Effekt zu haben. Das ist allerdings ein Trugschluss. Ein Süchtiger Raucher gibt vor sich besser konzentrieren zu können wenn er bei einer Denksportaufgabe rauchen kann. Das Nikotin und der Teer und alle anderen Schadstoffe in Zigaretten führen zu Gefäßverengungen welche in einem Herzinfarkt oder Schlaganfall enden können. Außerdem gibt es das sogenannte Raucherbein, was vergleichbar ist mit einer üblen Krampfader. Das Blut kann nicht mehr in der Arterie zirkulieren und der Patient/ Raucher hat kaum auszuhaltende Schmerzen. Wie bei Krampfadern wird diese Raucherarterie geöffnet bzw. "gezogen" und verödet. Bei Schwangeren hat Nikotin erheblichen Einfluss auf die Entwicklung und das Wachstum des Säuglings. Raucherkinder sind meist kleiner und schwächer als Nichtraucherkinder. Darüber hinaus kann es passieren, dass Säuglinge nach der Geburt regelrechte Entzugserscheinungen aufweisen, da ihnen ja nun das Nikotin was sie vorher über die Mutter konsumiert haben fehlt. Passivrauchen ist noch verheerender als Aktivrauchen.

2.4. An welchen Merkmalen erkennt man Süchtige?

Später wird der Griff zur Zigarette fester Bestandteil in vielen Situationen des täglichen Lebens. Hat ein Raucher zum Beispiel gelernt, dass er sich in einer schwierigen Situation mit einer Zigarette beruhigen kann, prägt sich dies ein und er greift beim erneuten Auftreten einer solchen oder ähnlichen Situation wieder zur Zigarette.

3. Internetsucht

3.1. Wie entsteht Internetsucht?

Manche Menschen können im wirklichen Leben keine oder nur sehr schwer Freundschaften finden, daher reichten sie sich einen Account bei Sozialen Netzwerken (z.B. Facebook, Twitter, Schüler VZ, Lokalisten usw.). Mit Internet-Freundschaften kann man sich heutzutage überall in Kontakt setzen, sogar übers Handy. Mit ihnen kann man rund um die Uhr chatten, Bilder austauschen und Videos hochladen. Knapp ein Drittel der Internetsüchtigen in Deutschland sind Spielsüchtige. Da es eine große Auswahl an Online-Games gibt muss man noch nicht einmal aus dem Haus gehen. Kinder oder Erwachsene werden erst mit der Zeit Internetsüchtig. Meistens liegt es bei den Kindern an mangelnder Zuneigung auf Seiten der Eltern.

3.2. Wie wirkt Internetsucht?

Internetsucht wirkt sich auf den Betroffenen so aus, dass derjenige immer erreichbar sein will. Sein Privatleben wird vom Internet beherrscht. Jeder Süchtige sitzt täglich bis zu 10 Stunden am Internet um sich mit Freunden virtuell zu treffen oder um Spiele zu spielen. Man vernachlässigt seine Interessen außerhalb des Internets. Die Hobbies werden sehr stark vernachlässigt. Man entwickelt sich mit der Zeit zum Eremit.

Es sind knapp 40.000 Menschen in Deutschland Internetsüchtig und davon sind es überwiegend Mädchen.

3.3. wie wirkt Internetsucht?

Die Internetsucht verursacht, dass sich der Betroffenene sich immer mehr aus dem sozialen Leben zurückzieht. Er wird nach und nach zum Einzelgänger. Er gibt sich mit dem was ihm im Internet geboten wird zufrieden.

Sein Leben fixiert sich auf das Internet. Seine Stimmung und sein Lebensrhythmus wird immer mehr beeinflusst. Der Süchtige nimmt gar nicht mehr wahr, wie er sich in die Abhängigkeit begibt.

3.4. An welchen Merkmalen erkennt man Süchtige?

Der Betroffene zieht sich aus dem sozialen Leben zurück - er isoliert sich.

Details

Seiten
9
Jahr
2012
ISBN (Buch)
9783656346517
Dateigröße
452 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v205645
Note
2
Schlagworte
suchtkrankheiten symptomatik alkoholsucht medikamentensucht

Autor

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Titel: Suchtkrankheiten – Symptomatik verschiedener Suchtkrankheiten