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Entscheidungsfindung in klinischen Extremsituationen am Beispiel der Palliativmedizin

Referat (Ausarbeitung) 2012 13 Seiten

Medizin - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Hintergrunde der Themenwahl
1.2. Methodenwahl

2. Hauptteil: Entscheidungsfindung in klinischen Extremsituationen amBeispiel der Palliativmedizin unter Anwendung des Multigrade Clinical Reasoning
2.1 Begriffserklarungen
2.1.1 Entscheidung
2.1.2 klinische Extremsituation
2.1.3 Palliativmedizin
2.1.4 Clinical Reasoning
2.1.5 Multigrade
2.2 Historisches und Allgemeines
2.2.1 Geschichte der Palliativmedizin
2.2.2 Beschreibung verschiedener Versorgungsarten in der Palliativmedizin
2.2.2.1 Palliativstation
2.2.2.2 ambulante palliativmedizinische Versorgung
2.2.2.3 Hospiz
2.2.2.4 ambulante Hospizeinrichtungen
2.3 Das multiprofessionelle Team
2.4 Die wichtigsten Aspekte bei einer Entscheidung in der Palliativmedizin
2.4.1 medizmische Aspekte
2.4.2 soziale und ethische Aspekte
2.4.3 autonome und juristische Aspekte
2.4.4 okonomische Aspekte
2.4.5 personliche Aspekte
2.5 Fallbeispiel

3. Schlufi

Anlagenverzeichnis

1. Albrecht, Andreas: Skript Patientenautonomie und Patientenverfugung, Palliamo Pal­liative Care Kurs, Seite 3-19, (2010)

2. Deutsche Gesellschaft fur Palliativmedizin e.V.: http://www.dgpalliativmedizin.de/images/stories/pdl/Bausewein%2040n4%20Diagnosen.pdf, entnommen am 15.5.2012

3. Deutsche Gesellschaft fur Palliativmedizin e.V.: http://www.dgpalliativmedizin.de/images/stories/pdl/Bausewein%2040n4%20Pflegediagnosen.pdf, entnommen am 15.5.2012

4. Deutsche Gesellschaft fur Palliativmedizin e.V.: http://www.dgpalliativmedizin.de/images/stories/pdf/Bausewein%2040n4%20OPS-301%20.pdf, entnommen am 15.5.2012

Die Anlagen sind in dieser Arbeit nicht enthalten.

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Deutsche Gesellschaft fur Palliativmedizin e.V.: http://www.dgpalliativmedizin.de/images/stories/Entwicklung%20Hospiz%20Palliativ%20bis%202011%20DGP.JPG, entnommen am 14.05.2012

Literaturverzeichnis

Albrecht, Andreas: Skript Patientenautonomie und Patientenverfugung, Palliamo Pal­liative Care Kurs, Seite 3-19, (2010)

Aulbert, Eberhard; Zech, Detlev: Lehrbuch der Palliativmedizin, Kapitel 1, Seite 2-4, Schattauer Verlag, (1997)

Burtchen, Irene: Diploma Studienheft Clinical Reasoning II Nr. 048, Kapitel 2, Seite 10, 2. Auflage (2010)

Cicely, Saunders: http://www.zitate-online.de/autor/saunders-cicely/, entnommen am 30.05.2012

Deutsche Gesellschaft fur Palliativmedizin e.V.: http://www.dgpalliativmedizin.de/diverses/wir-ueber-uns.html, entnommen am 11.05.2012

George, Wolfgang; George Ute; Bilgin, Yasar: Angehorigenintegration in der Pflege, Reinhardt-Verlag Munchen (2003)

Student, Johann-Christoph; Napiwotzky, Annedore: Palliative Care, wahrnehmen- verstehen-schutzen, Reihe Pfegepraxis, Thieme Verlag, Seite 16, Kapitel 2.2.1; Seite 29, Kapitel 3.6; Seite 217-222, (2007)

Mathe, Thomas: Skript Clinical Reasoning I.I, (2011)

Morita 2002 in Weixler, Dietmar: http://www.dietmarweixler.at/universum.innere.medizin.pdf, entnommen am 16.5.12

Renneberg, Babette; Lippke, Sonia: Springer Lehrbuch Gesundheitspsychologie, Ka­pitel 4.1, Seite 29, Renneberg Hamelstein, (2006)

Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Entscheidung, entnommen am 10.05.12

1. Einleitung

1.1 Hintergrunde der Themenwahl

Da ich als Krankenschwester auf einer Palliativstation arbeite, dachte ich dass mir durch den taglichen Praxisbezug die Bearbeitung und Darstellung dieses Themas besser gelingen wurde als bei den anderen von Herrn Dr. Mathes zur Auswahl stehenden Themen.

Zudem musste ich durch die Vorlesungen und Skripte zu Clinical Reasoning I erkennen, dass im Alltag in klinischen Extremsituationen sehr haufig wichtige Entscheidungen unreflektiert und durch Intuition getroffen werden.

Somit war meine Hoffnung, durch die Bearbeitung dieses Themas mir und anderen, unter anderem auch den Teammitgliedern auf meiner Station, Entscheidungsprozesse bewusster machen zu konnen und es dadurch auch zu erleichtern die richtigen Entscheidungen zu treffen bzw. zu erklaren.

1.2. Methodenwahl

Zuerst werde ich einige Begriffserklarungen vornehmen, und dann kurz die Geschichte der Palliativmedizin erlautern.

Danach werde ich auf die Besonderheiten der Palliativmedizin eingehen und uber die unter- schiedlichen Moglichkeiten in der Versorgung berichten.

Die eigentliche Entscheidungssituation ist zu Beginn auf kein konkretes Ereignis bezogen, sondern in verschiedene, bei jeder Entscheidung wichtige, Aspekte aufgeteilt. Diese Be- schreibung wird durch Fachliteratur gestutzt. Gegen Ende soll eine kurze Kasuistik die ein- zelnen Aspekte noch einmal aufgreifen und veranschaulichen.

2. Hauptteil

Entscheidungsfindung in klinischen Extremsituationen am Beispiel der Pal- liativmedizin unter Anwendung des Multigrade Clinical Reasoning

2.1 Begriffserklarungen:

2.1.1 Lt. Wikipedia ist eine Entscheidung eine Auswahl zwischen mehreren Alternativen. Eine Entscheidung kann spontan, emotional, zufallig oder rational erfolgen.1

2.1.2 Der Begriff klinische Extremsituation ist eher subjektiv und wird von jedem anders interpretiert. Generell kann man aber sagen dass es dabei um Situationen geht in denen das Leben des Patienten in Gefahr ist.

2.1.3 Definition PaHiativmedizin:

„Die Palliativmedizin widmet sich der Behandlung und Begleitung von Patienten mit einer nicht heilbaren, progredienten und weit fortgeschrittenen Erkrankung mit begrenzter Lebens- eiwartung. Die Palliativmedizin bejaht das Leben und sieht das Sterben als einen naturlichen Prozess. Sie lehnt aktive Sterbehilfe ab.“2

2.1.4 Laut Dr. T. Mathe beschreibt Clinical Reasoning den gedanklichen Prozess der bei Arzten, Pfegekraften und Therapeuten eintritt, wenn es darum geht Entscheidungen zu treffen und Beurteilungen uber die Behandlung ihres Klienten vorzunehmen.3

2.1.5 Multigrade bedeutet im Zusammenhang von Clinical Reasoning, wie im Diploma Stu- dienheft von Burtchen beschrieben, eine auf mehrere Wissenschaftsbereiche bezogene klini- sche Urteilsbildung.4

2.2 Historisches und Allgemeines

2.2.1 Die Geschichte der Palliativmedizin

Wie im Lehrbuch der Palliativmedizin beschrieben ist die Palliativmedizin keine Erfndung der Neuzeit. Bis zur zweiten Halfte des 19. Jahrhunderts, danach setzte die rasante Entwick- lung der Medizin ein, konnten nur wenige Erkrankungen geheilt werden. Meist blieb nur die Linderung der Beschwerden. Mit dem Fortschritt der Medizin trat dann immer mehr die The- rapie und Beseitigung von Erkrankungen in den Vordergrund, die Beschaftigung mit der Symptomlinderung kam in Vergessenheit. Gleichzeitig, durch den ersten Weltkrieg, anderte sich in der westlichen Gesellschaft die Einstellung zum Sterben. Der Tod und wurde in der Gesellschaft zum Tabuthema, und von den Arzten haufig als medizinische Niederlage gese- hen. Folglich wurden Sterbende und chronisch Kranke nicht gerne betreut und nicht ausrei- chend behandelt.

Zuerst wurde in England wieder damit begonnen modernes medizinisches Wissen mit altbe- wahrtem wie Zuwendung und Trost zu vereinen.

1852 entstand das erste Hospiz ausschlieBlich zur Betreuung Sterbender in Frankreich.

Einen Meilenstein in der Entwicklung der modernen Hospizarbeit und Palliativmedizin setzte Cicely Saunders (Krankenschwester, Arztin, Sozialarbeiterin) als sie 1967 das beruhmte St.

Christopher's Hospice grundete. Mittlerweile ist der Hospizgedanke zu einer weltweiten Bewegung geworden.

1983 wurde die erste Palliativstation in Deutschland mit 5 Betten an der Universitatsklinik in Koln eroffnet.5

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1

2.2.2 Beschreibung verschiedener Versorgungsarten in der PaHiativmedizin

2.2.2.1 Palliativstation

Eine Palliativstation ist immer an ein Krankenhaus angeschlossen und kann auf dessen Res- sourcen zuruckgreifen. Eine Einweisung erfolgt stets durch den behandelnden Arzt. Die Ziele der symptomorientierten Therapie sind die korperlichen Beschwerden zu lindern und die Ent- lassung nach Hause oder in andere stationare Einrichtungen zu ermoglichen. Die durch- schnittliche Behandlungsdauer betragt ca. 10 bis 15 Tage. Es ist keine Langzeitbehandlung moglich. Es fallen keine Kosten fur die Beteiligten an.

2.2.2.2 Ambulante palliativmedizinische Versorgung

Anders als bei der sogenannten „normalen“ ambulanten Krankenpflege liegt der Schwerpunkt nicht bei Korperpflege oder Ernahrung, sondern bei medizinischer Symptomkontrolle. Das Hauptziel der ambulanten palliativmedizinischen Betreuung ist die Beschwerdelinderung. Es fallen ebenfalls keine Kosten fur die Beteiligten an.

2.2.2.3 Hospiz

Ein Hospiz ist eine eigenstandige Einrichtung und nicht an ein Krankenhaus angeschlossen. Die arztliche Versorgung erfolgt meist durch die jeweiligen Hausarzte der Patienten. Angeho- rige konnen dort gemeinsam mit dem Patienten bis zu einem halben Jahr aufgenommen wer- den. Eine stationare Aufnahme geschieht auf Wunsch des Patienten. Ziel eines Hospizes ist neben der Beschwerdelinderung auch die Entlastung der Familie. Die Kosten werden nicht komplett ubernommen. Ein geringer Eigenbeitrag muss geleistet werden. Lt. Student und Napiwotzky liegt die durchschnittliche Verweildauer in Deutschland bei 15-25 Tagen.6

2.2.2.3 Ambulante Hospizeinrichtungen

In ambulanten Hospizeinrichtungen sind vorwiegend Ehrenamtliche beschafigt. Hauptziel ist hier die psychische Begleitung des Patienten und dessen Familie. Es fallen keine Kosten fur die Beteiligten an.

2.3 Das multiprofessionelle Team

Die Palliativmedizin richtet sich nach den aktuellen Bedurfnissen der Patienten und deren Angehorigen. Da Probleme, Wunsche und Bedurfnisse der Patienten of mehrere Berufsbilder beruhren, nimmt die interdisziplinare Zusammenarbeit in der Palliativmedizin einen sehr ho- hen Stellenwert ein.

Student und Napiwotzky haben den interdisziplinaren Ansatz sehr einfach und gut mit einer Grafk dargestellt.7

Daraus inspiriert ist folgende Darstellung von mir entstanden:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]


1 Vgl. Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Entscheidung, entnommen am 10.05.12

2 Deutsche Gesellschaft fur Palliativmedizin e.V.: http://www.dgpalliativmedizin.de/diverses/wir-ueber-uns.html, entnommen am 11.05.2012

3 Vgl. Mathe, Thomas: Skript Clinical Reasoning I.I, (2011)

4 Vgl. Burtchen, Irene: Diploma Studienheft Clinical Reasoning II Nr. 048, Kap. 2, S. 10, 2. Auflage (2010)

5 Vgl. Aulbert, Eberhard; Zech, Detlev: Lehrbuch der Palliativmedizin, Kap. 1, S.2-4, Schattauer Verlag, (1997)

6 Vgl. Student, Johann-Christoph; Napiwotzky, Annedore: Palliative Care, wahrnehmen-verstehen-schutzen, S. 16, Absatz 2.2.1, Thieme Verlag

7 Vgl. Student, Johann-Christoph; Napiwotzky, Annedore: Palliative Care, wahrnehmen-verstehen-schutzen, S. 29, Absatz 3.6, Thieme Verlag

Details

Seiten
13
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783668716971
ISBN (Buch)
9783668716988
Dateigröße
675 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v206146
Institution / Hochschule
DIPLOMA Fachhochschule Nordhessen; Abt. Regenstauf
Note
1,0
Schlagworte
Palliativmedizin Clinical Reasoning Entscheidungsfindung Multigrade Clinical Reasoning

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