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Der verantwortungsbewusste Umgang mit dem Internet an Schulen

Seminararbeit 2011 16 Seiten

Leseprobe

Inhalt

1. Bedeutung des Internets im Alltagsleben von Schülerinnen und Schülern

2. Internet als integraler Bestandteil der Schulkultur

3. Ansatzpunkte zur Schaffung von Internet-Verantwortung

4. Schritte bei der Entwicklung von Verhaltenskodizes

5. Technische Kontrollen als Mittel zur Schaffung von Internet- Verantwortung an Schulen

6. Durchsetzung und Sanktionierung

7. Quellenverzeichnis

1. Bedeutung des Internets im Alltagsleben von Schülerinnen und Schülern

Das Leben in einer modernen Informationsgesellschaft, beispielsweise jener Deutschlands, ist geprägt von fortschrittlichen Kommunikationstechnologien. Innovationen auf diesem Gebiet werden nicht selten von jungen Menschen bereitwillig angenommen. Unter jungen Menschen sei in dieser Arbeit der Personenkreis der 12- bis 19-jährigen, welcher allgemein unter dem Begriff Jugendliche subsummiert wird, verstanden. Der Medienpädagogische Forschungsverband Südwest hat speziell für diese Gruppe der Gesellschaft Daten erhoben und analysiert und die daraus resultierende JIM-Studie 2010 (JIM = Jugend, Information, Multimedien) in einem Forschungsbericht veröffentlicht. Diese Studie unterstreicht eindrucksvoll die eingangs aufgestellte Aussage, dass junge Menschen moderne Technologien häufig nutzen. Die Ausstattung Jugendlicher bzw. von Haushalten in denen Jugendliche leben mit als zeitgemäß aufgefassten Medien stellt sich wie folgt dar:

Wird der Fokus allein auf die Jugendlichen gelegt, sind also jene Personen der Haushalte vernachlässigt, die nicht zum Kreis der Jugendlichen gehören, so zeigt sich, dass annähernd jeder Mensch im Alter von 12 bis 19 Jahren ein Handy besitzt (97%) und circa acht von zehn Menschen im Besitz eines Computers bzw. Laptops sind.1

Von Bedeutung für diese Arbeit ist dies vor Allem, weil diese Technologien die Basis für die Nutzung von Internet im alltäglichen Leben sind. Wie dem obigen Diagramm zu entnehmen ist, verfügen 98% der Haushalte mit Jugendlichen über einen Internetanschluss. Vertiefende Untersuchungen haben gezeigt, dass in etwa jeder zweite Jugendliche einen persönlichen Internetzugang sein Eigen nennt. Unbeschadet dieser Kenntnis ist natürlich davon auszugehen, dass auch die anderen 50% das Internet im alltäglichen Leben nutzen können, indem diese den Internetanschluss des Haushaltes nutzen.

Die Verfügbarkeit eines Mediums lässt allerding noch keine Aussage über die Intensität des Gebrauchs zu. Jedoch wurde auch dieser Aspekt explizit beleuchtet. JIM 2010 ist zu entnehmen, dass neun von zehn Jugendliche in Deutschland nach eigenen Angaben das Internet zumindest mehrmals pro Woche zu nutzen.

Hervorzuheben ist auch, dass 87% der Jugendlichen das Internet als ein Medium ansehen, welches sie als sehr wichtig bis wichtig einstufen.

Summa summarum gilt, Jugendliche des Jahres 2010 kommen oft mit dem Internet in Berührung. Ausdrucksstärker formuliert kann gesagt werden, diese Personengruppe nimmt rege am Geschehen im World Wide Web teil und formt dieses mit.

2. Internet als integraler Bestandteil der Schulkultur

Schülerinnen und Schüler als Laien im Umgang mit modernen Kommunikationstechnologien, worunter auch das Internet gefasst wird, zu titulieren verbietet sich, wie Abschnitt eins dieser Arbeit zeigt. Sie sind oft erfahrener im Umgang mit neuen Medien als Lehrkräfte an Schulen, sind diese doch in der Regel nicht von Kindertagen an mit jenen Medien sozialisiert worden. Dennoch kann und darf sich der Lernort Schule nicht den Neuen Medien verschließen. Wäre dies der Fall, so würden enorme Potentiale in der Brache belassen. Viel mehr muss sich die Schule bzw. unmittelbar der Lehrende der Aufgabe stellen geeignete Formen zu finden, um einen didaktischen Mehrwert aus der Verfügbarkeit eines so mächtigen Werkzeuges wie dem Internet zu ziehen. So sind Lernende beispielsweise in die Lage zu versetzen „aufgabenbezogene Informationen zu suchen, zu beurteilen, auszuwählen und anzuwenden.“2 Hierin lässt sich eine Abkehr vom klassischen Bildungsziel des Erwerbs von Faktenwissen hin zum Erwerb von Grund- und Orientierungswissen erkennen. Diese Verschiebung lässt sich auch durch das Internet erklären, da durch die allgegenwärtige Verfügbarkeit von Fakten reines Faktenwissen keinen Wettbewerbsvorteil beispielsweise auf dem Arbeitsmarkt verspricht. Die Einordnung dieser Fakten und das Nutzbarmachen dieser, dies sind Kompetenzen, die ein Arbeitnehmer von morgen mitbringen muss. Die Generierung von Medienkompetenz ist demnach eine Schlüsselaufgabe der Schule von heute.

Abschließend bleibt festzustellen: Die Schule von heute hat sich bedingt durch den medialen Wandel neuen Aufgaben zu stellen. Die Nutzung des Internets als neuem Medium im schulischen Alltag hält sowohl Potenziale als auch Risiken bzw. Gefahren bereit. Diese beiden Aspekte sind nicht losgekoppelt voneinander zu betrachten, sie sind viel mehr Seiten ein und derselben Medaille.

[...]


1 Vgl.: JIM-Studie 2010, S. 7

2 Machill, M./ Camier, C.: S. 5

Details

Seiten
16
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656333562
ISBN (Buch)
9783656334491
DOI
10.3239/9783656333562
Dateigröße
6.3 MB
Sprache
Deutsch
Institution / Hochschule
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg – Institut für Betriebs- und Berufspädagogik
Erscheinungsdatum
2012 (Dezember)
Note
1,0
Schlagworte
umgang internet schulen

Autor

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