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Vorbereitung einer Gehaltsverhandlung: Die Verhandlungsführung

Essay 2011 5 Seiten

Führung und Personal - Sonstiges

Leseprobe

VORBEREITUNG EINER GEHALTSVERHANDLUNG

Die eigene Gehaltsverhandlung verbinden die meisten mit einer unangenehmen bittstellerischen Situation, die zwar jeder Mitarbeiter wünscht, allerdings mit großem Respekt begegnet.

Vielen Arbeitsnehmern fällt dieses Gespräch aus Angst vor Zurückweisung und Misserfolg schwer.

Dies hat zur Folge, dass viele Mitarbeiter das Gespräch gänzlich scheuen oder nur zögerlich und schlecht vorbereitet in die Gehaltsverhandlung gehen.

Dabei verfolgt die Gehaltsverhandlung ausschließlich das Ziel, die Höhe des Einkommens zwischen Arbeitsgeber und Arbeitsnehmer festzulegen.

Diese Situation ist vor allem typisch im Einstellungsgespräch, jährlichen Mitarbeitergesprächen oder aufgrund von gravierenden Veränderungen am Arbeitsplatz (Beförderung, neuen Aufgaben).

In dieser Form des Verhandlungsgespräches geht es nicht immer nur um das monatliche Gehalt, sondern auch um Bonuszahlungen, Weiterbildungsmaßnahmen, besonders Extras wie betriebliche Rente, Firmenwagen etc. können Bestandteil von Endgeldverhandlungen sein.

„Eine Gehaltsverhandlung sollte vielmehr als Spiel betrachtet werden, das man nur gewinnen kann - lediglich die Höhe des Ergebnisses steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest ,..)"[1]

Wichtig ist, sich als gleichberechtigter Verhandlungspartner zu sehen, gut vorbereitet und selbstbewusst in das Gespräch zu gehen.

Denn nicht zuletzt möchte der Chef einen motivierten Mitarbeiter im Unternehmen halten, dessen Weggang mit erheblichen Kosten, Risiken und Nachteilen für das Unternehmen verbunden wäre.

Man sollte sich bewusst machen, dass der Vorgesetzte sich bereits bei der Einstellung für den Mitarbeiter entschieden hat und bis dato mit den Leistungen und dem gestifteten Nutzen zufrieden ist.

Eine raffinierte Möglichkeit, ein Gehaltsgespräch zu beginnen, wäre den Chef um ein Feedback zu den bisher gezeigten Leistungen zu bitten.

Ausgehend von guten Leistungen sorgt dies nicht nur für eine positive Grundstimmung, sondern nimmt die eigene Argumentation für eine Gehaltserhöhung vorweg.

Zudem entwaffnet man den Chef, denn eine ausgiebige

Überzeugungsarbeit ist nicht mehr nötig.

Von erheblicher Bedeutung ist zudem die Erarbeitung konkreter Argumente bzw. beispielhafter positiver Arbeitsergebnisse.

Allgemeine Aussagen wie „Ich leiste sehr gute Arbeit" sind nicht gewinnbringend und zielführend. Gute Leistungen müssen für den Chef nachvollziehbar und belegbar sein.

Die Argumente sollten sachlich, idealerweise anhand von Zahlen und Fakten aufbereitet werden.

Hilfreich ist zudem sich in die Lage des Chefs zu versetzen.

Ein Experiment von Adam Gylinsky von der Kellogg School of Management hat gezeigt, dass wer zuvor die Perspektive des Verhandlungspartners eingenommen hatte, häufiger eine Einigung und ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielte.[2]

Jeder Chef ist anders und in der Regel kennt man die Eigenheiten bzw. Vorgehensweisen seiner Vorgesetze.

Dies erleichtert es auf dessen Antworten angemessen zu reagieren oder die Strategie kurzfristig zu ändern. So beschäftigt Vorgesetze primär die Frage „Was habe ich davon?"

Man sollte die eigene Person, Kompetenzen und Leistungen selbstbewusst als Investition verkaufen, denn guten Investitionen stehen die meisten Vorgesetzten aufgeschlossen gegenüber.

[...]


[1] Heiko Lüdemann, Fünf Tipps für die erfolgreiche Gehaltsverhandlung, Coach Academy, www.coachacademy.de, 28.04.2011

[2] Wirtschaft Woche, Sechs Tipps für die Gehaltsverhandlung; 28.04.2011

Details

Seiten
5
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656353461
Dateigröße
384 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v207980
Institution / Hochschule
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin – IMB
Note
1,5
Schlagworte
Gehaltsverhandlung Mitarbeitergespräche Vorgesetzte Gehalt

Autor

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