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Die Belagerung der Hansestadt Stralsund 1628 und deren Bedeutung für den Ostseeraum, insbesondere für Schweden

©2009 Bachelorarbeit 55 Seiten

Zusammenfassung

Im Laufe des Dreißigjährigen Krieges wurde die Hansestadt Stralsund 1628 von kaiserlichen Truppen unter der Führung Albrechts von Wallenstein belagert. Durch die Unterstützung von Seiten Dänemark und Schweden bedingt, gelang es Stralsund sich sowohl den kaiserlichen Forderungen als auch der Einnahme durch die Truppen Wallensteins zu wiedersetzen. Dies hatte zur Folge, dass die Hansestadt einen auf zwanzig Jahre befristeten Allianzvertrag mit Schweden eingehen musste, der es fortan unter die schwedische Oberhoheit stellte.
Die Untersuchung legt den Fokus auf die Belagerung Stralsund 1628. Hierbei liegen die zentralen Fragestellungen auf den Motiven der Angreifer und denen der Verteidiger. Ferner wird der detaillierte Ablauf der Belagerung skizziert und im Anschluss daran die unmittelbaren sowie längerfristigen Folgen der missglückten Belagerung Stralsunds für den Ostseeraum und für die, an der Belagerung beteiligten Parteien, eingehender dargestellt.

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Einführung in die Thematik
1.2 Hinweise zum Forschungsstand
1.3 Quellen und Literatur

2 Die Belagerung der Hansestadt Stralsund 1628
2.1 Politische Vorgeschichte des Dreißigjährigen Krieges
2.1.1 Der Dreißigjährige Krieg (1618-1628)
2.2 Die Belagerung Stralsunds 1628
2.2.1 Involvierte Parteien der Belagerung von 1628
2.2.1.1 Katholiken/Ferdinand II. und Wallenstein
2.2.1.2 Protestanten
2.2.1.2.1 Bogislaw XIV
2.2.1.2.2 Christian IV
2.2.1.2.3 Gustav II. Adolf
2.2.2 Die Hanse
2.2.3 Stadtansichten
2.2.4 Verlauf der Belagerung
2.3 Folgen und Nachwirkung der Belagerung
2.3.1 Bezogen auf das Dominium maris Baltici
2.3.1.1 Für die Katholiken/Für Wallenstein
2.3.1.2 Für die Protestanten/Für Gustav II. Adolf und Schweden

3 Ergebnisse
3.1 Zusammenfassung
3.2 Forschungsausblick

4 Anhang

5 Quellen- und Literaturverzeichnis
5.1 Gedruckte Quellen
5.2 Literatur

1 Einleitung

1.1 Einführung in die Thematik

Im 17. Jahrhundert tobte ein Krieg in Europa, wie ihn die Welt bis dato noch nicht erlebt hatte. Die Rede ist vom Dreißigjährigen Krieg (1618-1648/54). Dieser Konflikt setzte sich aus einer Aneinanderreihung von Kriegen zusammen, welche nicht nur das Heilige Römische Reich Deutscher Nation, sondern auch andere Länder, wie Dänemark, Frankreich, Polen-Litauen und Schweden fesselten. Da sich erst im 17. Jahrhundert viele Staaten bildeten, wird der Dreißigjährige Krieg strukturgeschichtlich auch als Staatsbildungskonflikt gedeutet.[1] Im Laufe dieser Kriege, versuchte Ferdinand II. (1578-1637), ab 1619 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, seine Macht in Europa und vor allem innerhalb des Reiches durchzusetzen und zu festigen. Vorangetrieben wurde dieser Machtausbau durch die expansive, katholisch-habsburgische Politik, welche die unmittelbare konfessionelle Schwächung des Protestantismus zur Folge hatte.

Im Mittelpunkt dieser Untersuchung steht die Hansestadt Stralsund, die im Jahr 1628 von dem kaiserlich-katholischen Heer unter Albrecht von Wallenstein (1583-1634) belagert wurde. Hierbei soll geklärt werden, welche Rolle und vor allem welche Bedeutung Stralsund für die Politik Ferdinands II., Wallensteins und deren nordische Konkurrenten – Christian IV. von Dänemark (1577-1648) und Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632) – hatte.

Folgende Fragestellungen sollen hierbei berücksichtigt untersucht werden:

- Was führte Ferdinand II. dazu, eine Expansionspolitik zu entwickeln, die u.a. den Katholizismus weit in den Ostseeraum führte und die die Vorherrschaft über den Ostseeraum anstrebte?
- Warum war gerade Stralsund von so ausschlaggebender Bedeutung für die Expansionspläne Ferdinands II.?
- Warum scheiterte der Feldherr Wallenstein vor Stralsund?
- Warum unterstützten die nordischen Erzrivalen Christian IV. von Dänemark und Gustav II. Adolf von Schweden gemeinsam die Stadt Stralsund?
- Was waren die Folgen der Belagerung Stralsunds für den Ostseeraum, die Katholiken und die Protestanten?

Die vorliegende Arbeit teilt sich in drei größere Themenbereiche auf. Zunächst soll auf die politische Geschichte des Dreißigjährigen Krieges bis 1627/28 eingegangen werden. Hierbei soll ein kurzer Abriss der Geschehnisse vom Beginn des Dreißigjährigen Krieges – mit dem Prager Fenstersturz (23. Mai 1618) – bis zur Franzburger Kapitulation (10. November 1628) dargestellt werden. Das Hauptaugenmerk soll auf den Ereignissen liegen, welche der Belagerung Stralsunds 1628, unmittelbar vorausgegangen sind und vor allem das Herzogtum Pommern betrafen. Als folgender Punkt, sollen die die Parteien vorgestellt werden, die an der Belagerung Stralsunds beteiligt waren. Es handelte sich hierbei um die in konfessionelle Lager unterteilten Katholiken und Protestanten, außerdem ist auch die Rolle der Hanse erläuterungsbedürftig. Stellvertretend für die Parteien, wird auf die führenden Persönlichkeiten eingegangen, die für die Stadt Stralsund von ausschlaggebender Bedeutung wurden.

Auf Seiten der Katholiken sollen die Beweggründe des Kaisers, des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation und seines Generalissimus Wallenstein ausführlich erörtert werden. Hierbei ist eine Unterteilung erforderlich, denn es gilt die Interessen Ferdinands II. am Ostseeraum und Wallensteins anzunehmenden privaten Interessen am Herzogtum Pommern darzulegen. Auf Seiten der Protestanten, soll auf Bogislaw XIV. – den Herzog Pommerns und Landesherrn der Hansestadt Stralsund – eingegangen werden. Ihm nachfolgend wird die Rolle Christians IV. von Dänemark nebst Gustav II. Adolf von Schweden erläutert.

Ziel dieser Arbeit soll es sein, Stralsunds Bedeutung für den Ostseeraum darzustellen. Es soll gezeigt werden, ob die Hansestadt Stralsund von ausschlaggebender Bedeutung für den Ostseeraum und somit für ganz Nordeuropa war. Sowohl der wirtschaftliche Aspekt – Stralsund war eine Handelsstadt – als auch vor allem der geostrategisch-militärische Aspekt sollen eingehend erörtert werden. Die Tatsache, dass Stralsund befestigt und über einen der hervorragendsten Häfen der Ostsee verfügte, möglicherweise dazu führte, dass diese Stadt zu einer Zielscheibe der verschiedenen Parteien wurde. Anders formuliert, kollidierten die kaiserlichen Ostseepläne Ferdinands II. mit den Sicherheitsbedürfnissen der nordischen Königreiche, welche jeweils ‚ihr‘ Dominium maris Baltici[2] gefährdet sahen.

Um Missverständnissen vorzubeugen, sei der Hinweis gestattet, dass die angegebenen Datierungen in dieser Arbeit, dem Gregorianischen Kalender zu folgen pflegen. Datierungen, die dem Julianischen Kalender folgen, wurden umgerechnet und an die Zeitrechnung des Gregorianischen Kalenders angepasst.

1.2 Hinweise zum Forschungsstand

Die Belagerung Stralsunds 1628 stellt sowohl für die pommersche Regionalgeschichte als auch für die überregionale Geschichte, die des Ostseeraumes, ein wichtiges Ereignis dar. Somit ist es nicht verwunderlich, dass die Gründe für die Belagerung sowie deren Verlauf und Folgen weitgehend gut erforscht sind. Neben einer Vielzahl von deutschen Publikationen gibt es nennenswerte skandinavische Beiträge, vor allem aus Schweden.[3]

Auffällig ist, dass es verschiedene Ansichten zur Bedeutung der Belagerung gibt. Zum einen die Historiker, welche die Belagerung von 1628 in ihren Übersichtswerken vernachlässigen.[4] Sie widmen sich eher der Landung Gustavs II. Adolf auf Usedom 1630, und messen dieser eine höhere Bedeutung bei. Grund hierfür kann die Problematik sein, dass Schweden erst ab 1630 offiziell in den Krieg eintrat und somit die Geschehnisse von 1628 zur allgemeinen Verwirrung führen könnten, denn Schweden befand sich 1628 noch nicht mit dem Reich im Krieg. Zum anderen sei auf jene Autoren verwiesen, welche sich ausführlich mit der Belagerung Stralsunds 1628 beschäftigten. Diese Gruppe unterteilt sich in zwei Untergruppen. Zum einen jene, welche die Belagerung nur beschreiben[5] und zum anderen jene, welche sie auch zu deuten versuchen.[6]

Insgesamt lässt sich festhalten, dass die Forscher – mit dem Schwerpunkt Geschichte des Ostseeraumes und Nordeuropa – großes Interesse an der Belagerung hegen. Ebenso ist es auffällig, dass 200 und 300 Jahre nach der Belagerung, also in den Jahren 1828 und 1928, weitere Werke erschienen, die sich mit der Belagerung auseinandersetzen. Es handelt sich hierbei meist um „Gedenkschriften“, die die Geschehnisse von 1628 noch einmal aufgreifen und an die Taten der Vorfahren erinnern.

1.3 Quellen und Literatur

Als die Hauptquelle für die Belagerung Stralsunds 1628 gilt die dem Stralsunder Syndikus Jakob Hasert (gest. 1632)[7] zugeschriebene und bereits 1631 in Stralsund erschiene Schrift Gründlicher, warhaffter unnd kurtzer Bericht, Von der Hänse Stadt Stralsundt, Der Heubtstadt in Pommern: wie Anno 1627 Die Einquartirung daselbst begehret aber gütlich abgehandelt und gleichwol folgig Gewalt unterschiedlich wider sie verübet Auch von dero Belagerung, Stürmung und was dabey und weiter biß zum Abzuge des Feindlichen Kriegsvolcks vorgangen; nebst den nöthigsten Beylagen.[8]

Alle späteren Veröffentlichungen über die Belagerung Stralsunds 1628 nutzen diese Quelle nebst anderen Beilagen, wie Flugblättern, Druckschriften oder Briefen.[9] Besonders erwähnenswert ist die Sammlung von ungedruckten Briefen, Wallensteins und Gustavs II. Adolfs, welche von Ernst Heinrich Zobers 1830 herausgegeben wurde.[10] Für Überblickswissen, die Reformation betreffend sei auf die Arbeit Caroline Schnyders verwiesen. Hier findet sich neben der Beschreibung der Ausbreitung der Reformation im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation, auch ein Abschnitt, der sich dem Norden Europas widmet.[11] Ebenso empfehlenswert ist das Werk, den Dreißigjährigen Krieg betreffend, von Christoph Kampmann.[12] Ferner muss auf die Arbeit Ernst Uhlemanns verwiesen werden, welcher mit seiner Schrift Stralsunds Sieg über Wallenstein[13] einen guten Überblick über die Stadt, Bürgerschaft, Verbündete und die Belagerung schaffte.

Ebenso sind die Arbeiten Otto Focks (1819-1872) von ausschlaggebender Bedeutung, denn unter ihm kam es zu einer Reproduktion der wichtigsten Schriften, Pommern und Rügen betreffend, welche zwischen 1861 und 1872 herausgegeben wurden.[14] Nicht vernachlässigt werden, sollte das Werk Waldemar Carlssons, eines schwedischen Historikers, welcher sich ausführlich mit der Beziehung Gustav II. Adolfs zu Pommern und Stralsund beschäftigt hat.

2 Die Belagerung der Hansestadt Stralsund 1628

2.1 Politische Vorgeschichte des Dreißigjährigen Krieges

2.1.1 Der Dreißigjährige Krieg (1618-1628)

Wie einleitend geschildert, tobte im 17. Jahrhundert eine Reihe von Kriegen in Europa. Als Startpunkt sei hier auf zwei Daten verwiesen. Zum einen auf den Beginn der Auseinandersetzungen zwischen den Niederlanden und Spanien, welche sich seit 1568 miteinander im Krieg befanden. Bei dem anderen Datum handelt es sich um den 23. Mai 1618. An jenem Tag war es in Prag zu dem berühmt gewordenen Prager Fenstersturz gekommen, der fortan den Beginn des „Teutschen Krieges“ markierte.[15] Dieser „Teutsche Krieg“ – eine Folge von verschiedenen regionalen und konfessionellen Auseinandersetzungen – sollte insgesamt 30 Jahre, bis zum Friedensschluss von Münster und Osnabrück 1648 dauern.

Tendiert man dazu, den Dreißigjährigen Krieg als einen reinen Religionskrieg zu sehen, so muss man einen Rückbezug zur Reformation herstellen, welche im 16. Jahrhundert dazu geführt hatte, dass das Reich konfessionell geteilt wurde. Am Ende der Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Protestanten kam es 1555 zum Augsburger Religionsfrieden, indem beide Konfessionen anerkannt und gleichgestellt wurden, wodurch sie in friedlicher Koexistenz bis ins 17. Jahrhundert fortlebten.[16] Erst 1618 brachen in Böhmen die kriegerischen Auseinandersetzungen wieder aus, welche sich konfessionell aufluden und schließlich in den Dreißigjährigen Krieg führten.

Die Geschichtswissenschaft hat vier größere Auseinandersetzungen herausgearbeitet, welche jeweils nach den Gegnern des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation benannt wurden. Von 1618 bis 1623 begannen die Auseinandersetzungen mit dem böhmisch-pfälzischen Krieg. Kriegsauslöser war der neue habsburgische Kaiser Ferdinand II., welcher den böhmischen „Majestätsbrief“ von 1609 nicht anerkannte. Rudolf II. (1552-1619), Vorgänger Ferdinands II. als Kaiser, hatte den Böhmen ihre politischen und religiösen Rechte bestätigt, was zu einem sich verselbstständigenden Konfessionalisierungs- und Staatsbildungsprozess in Böhmen führte. Dies wollte Ferdinand II. um jeden Preis verhindern, denn es drohte ein kaiserlicher Machtverlust in den böhmischen Erblanden. Die bedrängten Böhmen schlossen sich 1619 zur „ confoederatio bohemica “ zusammen, welche Ferdinand II. mit Verweis auf die vorherrschende Wahlmonarchie in Böhmen, als böhmischen König, absetzen und stattdessen den protestantischen Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz zu ihrem König erwählten.[17] In den folgenden Auseinandersetzungen triumphierte Kaiser Ferdinand II. – welchen das katholische Liga-Heer Maximilians I. von Bayern unterstützte. Nachdem Friedrich V. von der Pfalz besiegt und ins dänische Exil getrieben, die Aufstände in Böhmen niedergeschlagen worden waren, wurde Maximilian als Anerkennung für die Aufstellung der Streitkräfte, die Kurfürstenwürde des pfälzischen Kurfürsten als erbliches Benefizium zugesprochen. Trotzdem die Unruhen in Böhmen eingedämmt waren, gelang es dem ins niederländische Exil geflohenen Friedrich V. von der Pfalz, England und die Niederlande, sowie Dänemark zu einem Bündnis gegen Ferdinand II. zu bewegen. 1625 kam so der Haager Allianzvertrag zustande, indem sich die Unterzeichnenden verpflichten, gegen Ferdinand II. zu kämpfen und sich gegenseitig – vor allem finanziell – zu unterstützen.[18]

Es folgte der dänisch-niedersächsische Krieg (1625-1629), indem Christian IV. von Dänemark als Herzog von Holstein und Kriegsoberster des Niedersächsischen Reichskreises in den Krieg marschierte. Das katholische Heer der Liga, unter ihrem General Tilly, besiegte noch im Jahr 1626 Christian IV. in der Schlacht bei Lutter am Barenberg (27. August 1626), was Christian IV. zu einem Rückzug auf die dänischen Inseln veranlasste. Tilly marschierte gen Norden und nahm die Herzogtümer Holstein und Schleswig sowie das dänische Festland, Jütland, ein. Bedingt durch die natürliche Lage der dänischen Inseln war es Tilly ohne eine Flotte vorerst nicht möglich Christian IV. zu stellen.

Albrecht von Wallenstein – General des Kaisers Ferdinand II. – führte ein selbst finanziertes Heer von 50.000 Soldaten in die Herzogtümer Mecklenburgs, welche er besetzte und deren Herzöge als Landesverräter ihrer Lehen enthoben und vertrieben wurden. Als Dank für die militärischen Erfolge Wallensteins, belehnte Ferdinand II. diesen mit den Herzogtümern Mecklenburgs. Dieser Akt stellte einen klaren Bruch mit der Reichsverfassung dar, denn die Herzogswürde hätte an Verwandte der Herzöge weitergereicht und keinem neuen – landesfremden – Adligen überreicht werden dürfen. Zudem waren die Herzogtümer protestantischer Ausrichtung was ebenfalls einen Konflikt mit dem nun neuen katholischen Herzog Wallenstein darstellt.[19]

Die politische Großwetterkarte Europas zeigte im Jahr 1627 ein deutliches katholisches Übergewicht in Zentraleuropa. Die deutschen Protestanten, zurückgedrängt bis an die norddeutsche Ostseeküste, waren der Willkür Ferdinands II., vor allem aber der dessen Generälen Tilly und Wallenstein ausgeliefert. Einzig an die nordischen Königreiche – Dänemark und Schweden – konnte noch als Helfer appelliert werden. Doch bis 1627 hatte sich Schweden noch nicht in die Angelegenheiten des Reiches eingemischt. Grund hierfür waren vor allem die militärischen Operationen in Estland, Livland und Polen-Litauen, die bis 1629 andauern sollten und Schweden militärisch zunächst banden. Nachdem nun fast das gesamte Reich unter der direkten (Militär-) Kontrolle Ferdinands II. stand, wandte Wallenstein seinen Blick gen Osten – auf das Herzogtum Pommern, welches noch nicht unter seinem unmittelbaren Einflussbereich stand. 1627 befahl Wallenstein seinem Heerführer Hans Georg von Arnim(-Boitzenburg), mehrere Regimenter in Pommern einzuquartieren. Hierfür wurde ein Treffen mit dem Herzog von Pommern – Bogislaw XIV. – in Franzburg organisiert. In Franzburg angekommen, sah sich Bogislaw XIV. der Willkür Ferdinands II. und Wallensteins ausgeliefert. Trotzdem Bogislaw XIV. ein kaisertreuer Herzog war, sollte die Einquartierung – notfalls gegen dessen Willen – durchgeführt werden. Grund hierfür war die habsburgische Ostseepolitik.

Die habsburgische Ostseepolitik hat ihren Ursprung in den frühen 1620er Jahren. Spanien, das sich im Krieg mit den aufständischen Niederlanden befand, erhoffte sich eine Schwächung der Niederlande, indem man deren kapitalkräftigen Nord-Ostseehandel unterband. Mit dieser Hoffnung, trat der spanische König an den habsburgischen Herrscher heran und bat um Eindämmung des niederländischen Handels, durch die Eroberung der Ostfriesischen Inseln und der Stadt Emden. Durch diese Inspiration – Hemmung des niederländischen Handels und wachsenden Einflusses in der Ostsee – gestärkt, entwickelte Ferdinand II. seine eigene Ostseepolitik, deren Ziel es war den gesamten Ostseeraum zu beherrschen und somit den nordischen Mächten das Dominium maris Baltici streitig zu machen. Um diese Pläne zu verwirklichen, beriet sich der Kaiser mit Wallenstein. Sie kamen zu dem Schluss, dass die Besetzung der gesamten Nord- und Ostseeküste notwendig sei, um einerseits die Niederlande handelspolitisch einzudämmen und andererseits eine gesicherte Basis für die Expansion nach Nordeuropa zu schaffen. Neben diesen Bedenken mag Wallenstein ebenfalls an das aufstrebende Schweden gedacht haben, das unter dem militärisch ruhmreichen König Gustav II. Adolf, eine ständige Bedrohung für das Reich darzustellen. Wenn es den kaiserlichen Truppen gelingen sollte, die – vorerst – deutsche Ostseeküste in ihre Gewalt zu bringen, so wäre einer Landung durch schwedische Truppen entgegengewirkt. Ferdinand II. sah bis dato keine Gefahr durch die Schweden ausgehen, vielmehr drängte er Wallenstein, offensiver gegen Dänemark vorzugehen. Wallenstein hingegen sah den seit 1626 unterlegenen Christian IV. als eine kleinere Gefahr, als den sich nähernden Schwedenkönig. Mit der Eroberung und Besetzung der Ostseeküste, hatte sich Wallenstein zudem einem neuen, bis dato neutralen, Gegner zu stellen, den Hansestädten.

Während die Hansestädte noch im 15. und 16. Jahrhundert eine nicht zu unterschätzende Machtstellung genossen, selbst gegen Länder wie Dänemark und Schweden Krieg führten, so war ihr Einfluss im 17. Jahrhundert fast erloschen. Zudem hatten sich nur wenige Hansestädte halten können, die während der Auseinandersetzungen des Dreißigjährigen Krieges letztendlich nur noch auf ihre Neutralität bedacht waren. Doch auch hierzu war die Hanse 1627 kaum mehr in der Lage, wie etwa die kampflose Kapitulation Wismars (1627) zeigte. Jede Stadt kämpfte somit für sich selbst und ging im äußersten Falle auch ein Bündnis mit auswärtigen Mächten ein, welche ihre Privilegien anerkannte und ihnen Handelsvorteile zusagten.[20] Doch nicht alle Hansestädte wurden belagert, erobert und besetzt. Es gab auch einige wenige, die sich den kaiserlichen Truppen verweigerten und obsiegten. Hier nun soll auf die Hansestadt Stralsund eingegangen werden, die 1628 von den kaiserlichen Truppen Wallensteins unter der Führung von Arnim belagert wurde.

2.2 Die Belagerung Stralsunds 1628

2.2.1 Involvierte Parteien der Belagerung von 1628

2.2.1.1 Katholiken/Ferdinand II. und Wallenstein

Ferdinand II. wurde am 9. Juli 1578 in Graz geboren. Nach seiner Wahl zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, 1619, zeigte er sich als ein dominanter Herrscher, dessen Politik katholisch geprägt war. Dies zeigte sich zum einen bei der Bekämpfung und Bestrafung der aufständischen Böhmen 1618-23 sowie in der katholisch geprägten Politik Ferdinands II., so etwa bei der Ernennung Maximilians I. von Bayern zum Kurfürsten. Hier ist die Übertragung der ‚protestantischen‘ Kurwürde des sich im Exil befindlichen Pfalzgrafen Friedrich V. an den katholischen Maximilian I. gemeint. Spätestens ab 1629, mit der Einführung des Restitutionsediktes, erreichte Ferdinands II. katholisch ausgerichtete Politik ihren Höhepunkt. Das Restitutionsedikt sah vor, alle zwischen 1629 und 1552 säkularisierten Kirchengüter wiederherzustellen, was einen enormen Machtverlust der weltlichen Territorialherrscher bedeutet hätte und zudem im klaren Widerspruch zum Augsburger Religionsfrieden von 1555 stand. So gesehen handelte es sich bei dem Restitutionsedikt um nichts anderes, als um die vom Kaiser geforderte Rekatholisierung des Reiches. Dieser Vorgang führte dazu, dass sich das Reich spätestens ab 1630, in einem Krieg europäischen Charakters befand, denn nun kämpfte das Königreich Schweden im Reich mit.[21]

Neben den genannten innenpolitischen und religiösen Gründen, darf man die regionalen Konfliktherde nicht vernachlässigen. Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation war ein in Zentraleuropa gelegenes Konglomerat von Territorialstaaten, das an viele verschiedene Länder grenzte. So betrachtet, gab es ‚außenpolitische‘ Konflikte, so etwa im Norden des Reiches, wo der Kampf um das Dominium maris Baltici mit den protestantischen Königreichen Dänemark und Schweden 1625 eröffnet worden war. Aber auch im Südosten gab es Konflikte mit den Türken und Ungarn. Nicht zu vergessen die Auseinandersetzungen mit dem Königreich Frankreich, welche das habsburgische Haus führte, um seine Vormachtstellung in Oberitalien zu sichern.[22]

Zurück zu Ferdinands II. Politik, muss man festhalten, dass diese sehr durch die spanische Politik beeinflusst worden war. So lässt sich nachweisen, dass der spanische Hof Anfang der 1620er Jahre an Wien herantrat und die Bitte, um Unterstützung gegen die aufständischen Niederlande, äußerte. Das Reich sollte – so sahen es die Spanier vor – die ökonomische Macht der Niederlande zerschlagen, indem sie diese aus der Ostsee verdrängen sollte. Zudem sollten strategische Orte, wie die Inseln Ostfrieslands und die Stadt Emden besetzt werden, um einen militärischen Schlag gegen die Niederlande durchzuführen.[23] Doch Ferdinand II. stimmte diesen Plänen erst zu, nachdem er Rücksprache mit seinem General Wallenstein gehalten hatte, welcher die Pläne Spaniens befürwortete. Aus den Unterredungen zwischen Ferdinand II. und Wallenstein wird deutlich, dass Ferdinand II. die spanischen Pläne nutzte, um eigene Vorstellungen zu entwickeln. So kam Ferdinand II. zu dem Schluss, die Vorherrschaft in der Ostsee, dem Dominium maris Baltici, anzustreben. Ziel sollte es sein, Dänemark militärisch auszuschalten und die Kontrolle über den Sund zu sichern. Dies, so die Berater Ferdinands II., war der sicherste Weg auch die Niederlande wirtschaftlich aus der Ostsee zu drängen.[24] Möglicherweise gingen Ferdinands II. Pläne noch weiter, denn es ist durchaus denkbar, dass er mit der Besetzung von „zwei Hafenplätzen in Ostfriesland und den Inseln vor der Elbmündung“ das Ziel verfolgte, für das Reich eine eigene Seeverbindung nach Indien herzustellen und somit den Sund(-zoll) zu umgehen.[25]

Zusammengefasst, stellten die primären Ziele Ferdinands II., die Ausschaltung des dänischen Handels in der Ostsee, die Unterwerfung Dänemarks durch eine neu zu schaffende kaiserliche Ostseeflotte und der Unterstützung Polens, welches sich mit Schweden im Krieg befand, dar. Doch um die Pläne zu verwirklichen war eine schlagkräftige Flotte in der Ostsee von Nöten, über die Ferdinand II. noch nicht verfügte. Nachdem sich die Spanier nicht bereit erklärt hatten, eine Flotte in die Ostsee zu verlegen, einigten sich Ferdinand II. und Wallenstein darauf, die Schiffe der Hansestädte für ihren Krieg gegen Dänemark nutzen zu wollen. Hierfür war allerdings die Einnahme der gesamten Ostseeküste – eingeschlossen aller Hansestädte – notwendig.[26] Diese Aufgabe übertrug Ferdinand II. seinem General-Obersten Feldhauptmann Wallenstein, welchen er bereits 1625 mit dem Titel „ General des Ozeanischen und Baltischen Meeres[27] betraut hatte.

Wallenstein, wurde am 24. September 1583 als Albrecht Wenzel Eusiebius von Waldstein, in Hermanitz (heutiges Tschechien) geboren. Wallenstein, der bereits 1595 beide Eltern verloren hatte, entdeckte relativ früh seine militärischen Begabungen. So wurde er bereits 1604 zum Fähnrich eines kaiserlich-böhmischen Regiments ernannt. Der protestantisch geboren und erzogene Wallenstein konvertierte (spätestens) 1606 zum Katholizismus, was von ausschlaggebender Bedeutung für seine spätere Karriere in den kaiserlichen Diensten werden sollte. Bereits 1609 erfolgte die Heirat mit der vermögenden Witwe Lukrezia von Witschkow, welche Wallenstein zum mährischen Großgrundbesitzer machte. Doch schon bereits 1614 starb Lukrezia und hinterließ Wallenstein ein für die damalige Zeit gigantisches Vermögen.[28] In den Jahren 1618 bis 1623 reformierte Wallenstein seine Ländereien, was diese zu den produktivsten in Europa machte und später von Bedeutung bei der Aushebung seines Heeres werden sollte.

„Dieser Mann war der Herzog von Friedland, Albrecht von Wallenstein. Kaum war sein Name als Oberfeldherr genannt, so sammelten sich von allen Seiten in Boehmen, Franken und Schwaben Tausende, welche die Noth oder der Ruf von Wallensteins Thaten und Freigebigkeit in frueheren Kriegen zu den Fahnen eines Mannes hintrieb, der die Seeles seines Heeres war, fuer jeden seiner Krieger Sorge trug, den Verdienten auszeichnete, dafuer aber von Allen auch Todesverachtung und so eine ueberaus strenge Vollziehung seiner Befehle verlangte, daß er bei dem geringsten Ungehorsam den Schuldigen mit den Worten zur Bestrafung von sich wies: ‚Laßt die Bestie haengen!‘ Sein Körper war lang und kraeftig, sein Haar schwarz und kurz abgeschnitten, sein Blick aus klaren schwarzen Augen funkelnd und fuer Viele unertraeglich, seine Miene kalt, geheimnißvoll, argwoehnisch und zurueckstoßend, sein Reiterrock von Elendsleder, sein Halskragen nach spanischer Art gekraeuselt, Mantel und Beinkleid von Scharlach, die Leibbinde roth und roth auch die Feder, welche von seinem Hute herabwehend den geaengstigen Zeitgenossen Brand und Mord prophetisch verkuendete.“ [29]

1623 wurde Wallenstein durch Ferdinand II. zum Oberkommandierenden des kaiserlichen Heeres ernannt. Schon 1625 folgte das so genannte „Ernennungsdekret“, welches Wallenstein zum Oberbefehlshaber aller kaiserlichen Truppen machte. Nachdem Ferdinand II. 1625 in Bedrängnis durch das protestantische Heer unter Christian IV. gekommen war, erklärte sich Wallenstein bereit aus eigenen Finanzen ein 50 000 Mann umfassendes Heer aufzustellen. Mit diesem Heer eroberte und besetzte Wallenstein 1626/27 u.a. die Herzogtümer Holstein, Schleswig und das dänische Jütland. Somit war Christian IV. auf die dänischen Inseln (Seeland und Fünen) zurückgedrängt und vorerst in der Defensive.

Nachdem Wallenstein das dänische Festland besetzt hatte, zog er nach Osten, wo er 1627 die Herzogtümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Güstrow besetzen ließ. Den Herzögen Mecklenburgs wurde – da sie den dänischen König Christian IV. unterstützt hatten – die Reichsacht erklärt und deren Lehen vom Kaiser eingezogen. Schließlich wurde Wallenstein 1628 mit deren Herzogtümern belehnt, als Belohnung und Bezahlung für die Aushebung des Heeres und seine militärischen Erfolge. Dies war möglich, da Ferdinand II. über unzureichende Finanzen verfügte und folglich seine erfolgreichen Feldherren zumeist mit den von ihnen eroberten Territorien belohnte.

„Das Hauptgewicht legte Wallenstein gleich von Anfang an auf die Besetzung Mecklenburgs, das als Grundlage für alle weiteren Unternehmungen geographisch am günstigsten lag und dessen Hafenstadt Wismar den geeigneten Kriegshafen abgeben sollte.“[30]

Als der Kaiser nun Wallenstein daraufhin den Auftrag erteilt hatte, Dänemark zu besiegen und die Macht der Niederlande in der Ostsee einzudämmen, ließ Wallenstein die Küsten von Schleswig bis Mecklenburg besetzen und befestigen. Auch das sich zuerst widersetzende Wismar, konnte Wallenstein schließlich im November 1627 niederringen und mit Garnison belegen lassen.[31] Einzig die Stadt Rostock blieb – vorerst – von der Einquartierung verschont, da sie sich bereit erklärt hatte finanzielle Zahlungen zu leisten.[32] Nun blieb nur noch das pommersche Herzogtum übrig, das es zu besetzen galt, um die gesamte Ostseeküste des Reiches unter die direkte Herrschaft des Kaisers zu stellen. Diese Aufgabe übertrug Wallenstein seinem vertrauten Feldherrn Hans Georg von Arnim (1583-1641). Im November 1627 kam es zu einem Treffen zwischen Arnim und dem Herzog von Pommern, Bogislaw XIV., in Franzburg. Hier nun bat Oberstleutnant Bindhoff, der Gesandte Arnims, um die Einquartierung von zehn kaiserlichen Regimentern in Pommern. Als Rechtfertigung für die geforderte Einquartierung, wurde der in Polen lagernde Schwedenkönig, Gustav II. Adolf genannt, welcher sich nahe an der Reichsgrenze befand und so durchaus eine Gefahr darstellte, denn „Wallenstein rechnete schon für den Sommer 1626 mit einem Angriff Schwedens gegen die Küste Pommerns, und zwar von Land aus – die schwedischen Truppen standen westlich von Danzig praktisch in Sichtweite der Grenze Pommerns“.[33] Auf Drängen von Arnims hin, kam es am 10. November 1627 zur Unterzeichnung der so genannten „Franzburger Kapitulation“ Herzog Bogislaws XIV. Der Herzog akzeptierte somit die Einquartierung von 20 000 kaiserlichen Soldaten und erklärte sich bereit für deren Unterhalt zu sorgen.[34] Erst nach der Unterzeichnung, folgte die Benachrichtigung an die pommersche Bevölkerung. Noch am selben Tag versuchten die Vertreter der Hansestadt Stralsund der Einquartierung durch Zahlung zu entgehen. Von Arnim fordert – wie bei Rostock – eine Zahlung von 150 000 Talern.[35]

[...]


[1] Siehe Zellhuber, Andreas: Der gotische Weg in den deutschen Krieg - Gustav Adolf und der schwedische Gotizismus. Augsburg 2002, S. 15. Vgl. Burkhardt, Johannes: Die entgipfelte Pyramide. Kriegsgrund und Friedenskompromiß der europäischen Universalmächte. In: 1648. Krieg und Frieden in Europa, Bd. 2: Politik, Religion, Recht und Gesellschaft, hrsg. von Klaus Bußmann/Heinz Schilling, Münster/Osnabrück 1998, S. 51-60.

[2] Siehe Klueting, Harm: Das Konfessionelle Zeitalter 1525-1648. Stuttgart 1989, S. 338-348.

[3] Siehe Oredsson, Sverker: Gustav Adolf, Sverige och Trettioåriga kriget: historieskrivning och kult. Lund 1992. Vgl. Carlsson, Waldemar: Gustaf II Adolf och Stralsund. 1628 - Juli 1630. Uppsala 1912.

[4] Tuchtenhagen, Ralph: Kleine Geschichte Schwedens. München 2008, S. 53-57, 150.

[5] Siehe Adler, Fritz: Die Belagerung Stralsunds 1628. Stralsund 1928.

[6] Siehe Messow, Hans Christoph: Die Hansestaedte und die Habsburgische Ostseepolitik im 30jaehrigen Kriege (1627/1628). Berlin 1935.

[7] „Hasert, Jakob“, in: Allgemeine deutsche Biographie. Bd. 10. Leipzig 1879, S. 742-743.

[8] Hasert, Jakob: Gründlicher, warhaffter vnnd kurtzer Bericht, Von der Haense Stadt Stralsundt, Der Heubtstadt in Pommern. Wie Anno 1627 Die Einquartirung daselbst begehret aber guetlich abgehandlet und gleichwol folgig Gewalt unterschiedlich wider sie veruebet Auch von dero Belagerung, Stuermung und was dabey und weiter biß zum Abzuge des Feindlichen Kriegsvolcks vorgangen; nebst den noethigsten Beylagen. Stralsundt 1631.

[9] Siehe Rietz, Carl Friedrich August: Zur Erinnerung an Stralsunds heldenmuethige Vertheidigung gegen Wallenstein im Jahre 1628. Stralsund 1828.

[10] Siehe Zober, Ernst Heinrich (Hg.): Ungedruckte Briefe Albrechts von Wallenstein und Gustav Adolfs des Großen, nebst einem Anhange enthaltend Beitraege zur Geschichte des dreißigjaehrigen Krieges. Stralsund 1830.

[11] Schnyder, Caroline: Reformation. Stuttgart 2008, S. 107f.

[12] Siehe Kampmann, Christoph: Europa und das Reich im Dreißigjährigen Krieg. Geschichte eines europäischen Konflikts. Stuttgart 2008.

[13] Erschienen 1928 in Stralsund.

[14] Siehe hierzu: Fock, Otto: Rügensch-Pommersche Geschichten. Leipzig 1861-1872. Es erschienen insgesamt 12 Bände. Von besonderem Interesse sind hierbei folgende Bände (5-8): Fock, Otto: Stralsund – diplomatische und kriegerische Vorbereitungen (=Rügensch-Pommersche Geschichte 5). Leipzig 1872. Fock, Otto: Wallenstein auf der Sonnenwende des Glücks (=Rügensch-Pommersche Geschichten 6). Leipzig 1872. Fock, Otto: Rügensch-Pommersche Zustände bis zur Vertreibung der Kaiserlichen und der Landung Gustav Adolfs (=Rügensch-Pommersche Geschichten 7). Leipzig 1872. Fock, Otto: Stralsund – die Belagerung (=Rügensch-Pommersche Geschichten 8). Leipzig 1872.

[15] Siehe Stollberg-Rilinger, Barbara: Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation. Vom Ende des Mittelalters bis 1806. München 2006, S. 73.

[16] Siehe Huf, Hans-Christian (Hg.): Mit Gottes Segen in die Hölle. Der Dreißigjährige Krieg. München 2003, S. 9. Vgl. Heckel, Martin: Die Krise der Religionsverfassung des Reiches und die Anfänge des Dreißigjährigen Krieges. In: Krieg und Politik 1618-1648, hrsg. von Konrad Repgen. München 1988, S. 107-131.

[17] Vgl. Stollberg-Rilinger, Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation, S. 75.

[18] Siehe Carlsson, Gustaf II Adolf och Stralsund, S. 7. Vgl. Paul, Johannes: Schwedens Aufstieg zur Großmachtstellung. Leipzig 1927, S. 164f.

[19] Siehe Stollberg-Rilinger, Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation, S. 76.

[20] Siehe Schildhauer, Johannes/Fritze, Konrad/Stark, Walter: Die Hanse. Berlin 1982, S. 225.

[21] Siehe Kampmann, Europa und das Reich, S 63f.

[22] Siehe Stollberg-Rilinger, Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation, S. 74. Vgl. Franzl, Johann: Ferdinand II. Kaiser im Zwiespalt der Zeit. Graz/Wien/Köln 1989, S. 236.

[23] Messow, Die Hansestaedte und die Habsburgische Ostseepolitik, S. 17. Vgl. Carlsson, Gustaf II Adolf och Stralsund, S. 11f.

[24] Kampmann, Europa und das Reich, S. 62. Vgl. Gottfried, Johannes Ludwig: Inventarii Sveciae. Das ist Beschreibung dess Koenigreichs Schweden sampt der Regierung Leben vnndt Thaten der Schwedischen vnd Gotische Koenigen bissvff vnser Zeiten. Durch Joh. Ludw. Gottfried Anno 1633. Gedruckt zu Frankfurt/a.Mi. 1632, S. 183.

[25] Diwald, Hellmut: Wallenstein. Eine Biographie. München 1969, S. 398.

[26] Carlsson, Gustaf II Adolf och Stralsund, S. 20f.

[27] Ewe, Herbert: Das alte Stralsund. Kulturgeschichte einer Ostseestadt. Weimar 1994, S. 17f. Vgl. Huf, Mit Gottes Segen in die Hölle, S. 37. Vgl. Franzl, Ferdinand II., S. 228.

[28] Huf, Mit Gottes Segen in die Hölle, S. 16ff.

[29] Rietz, Zur Erinnerung, S. 14.

[30] Messow, Die Hansestaedte und die Habsburgische Ostseepolitik, S. 23. Vgl. Diwald, Wallenstein, S. 399.

[31] Schildhauer/Fritze/Stark, Die Hanse, S. 226.

[32] Messow, Die Hansestaedte und die Habsburgische Ostseepolitik, S. 27.

[33] Rietz, Zur Erinnerung, S. 19. Vgl. Diwald, Wallenstein, S. 398.

[34] Langer, Herbert: Stralsund 1600-1630. Eine Hansestadt in der Krise und im europäischen Konflikt (=Abhandlungen zur Handels- und Sozialgeschichte 9). Weimar 1970, S. 229. Vgl. Buchholz, Werner: Deutsche Geschichte im Osten Europas: Pommern. Berlin 1999, S. 233. Vgl. Uhlemann, Ernst: Stralsunds Sieg über Wallenstein. Zur 300 Jahr-Feier am 24. Juli 1928 im Auftrage von Bürgermeister und Rat der Stadt Stralsund dargestellt von Ernst Uhlemann. Stralsund 1928, S. 28. Vgl. Adler, Fritz: Die Belagerung Stralsunds 1628. Stralsund 1928, S. 8

[35] Uhlemann, Stralsunds Sieg, S. 29. Vgl. Hasert, Gründlicher, warhaffter vnnd kurtzer Bericht, S. 23.

Details

Seiten
55
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783656356424
ISBN (Paperback)
9783656357278
DOI
10.3239/9783656356424
Dateigröße
3.1 MB
Sprache
Deutsch
Institution / Hochschule
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald – Historisches Institut
Erscheinungsdatum
2013 (Januar)
Note
1,3
Schlagworte
Ostsee Hansestädte Dreißigjähriger Krieg Wallenstein Gustav II. Adolf Christian IV.
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Titel: Die Belagerung der Hansestadt Stralsund 1628 und deren Bedeutung für den Ostseeraum, insbesondere für Schweden