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Planung einer Präventionsmaßnahme nach dem individuellen Ansatz

Hausarbeit 2012 20 Seiten

Gesundheit - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 GRUNDLEGENDE DATEN DES KURSKONZEPTS
2.1 Titel
2.2 Handlungsfeld und Präventionsprinzip
2.3 Daten zum bestehenden Gesundheitsproblem
2.4 Forschungsergebnisse zum Thema
2.4.1 Neue Ansätze in der Rückenschule? 5 Effekte einer therapeutischen Rückenschule mit integrativem propriozeptiv-koordinativen Training
2.4.2 Der Einfluss der integrierten Rückenschule auf das Schmerzerleben von Rückenschmerzpatienten
2.5 Zielgruppe
2.6 Übergeordnete Ziele
2.6.1 Veränderung des Bewegungsverhaltens
2.6.2 Ausbildung der physischen Gesundheitsressourcen zum Thema Rücken
2.6.3 Befähigen zur selbstständigen Durchführung eines Bewegungsverhaltens zur Stärkung des Rückens mit Hervorhebung und Förderung der Eigenverantwortlichkeit
2.6.4 Aufklärung zum Thema Risikofaktoren für chronische Rückenbeschwerden und Schaffung eines Problembewusstseins

3 INHALTLICH-ORGANISATORISCHE GROBPLANUNG DES KURSKONZEPTS

4 INHALTLICHE-METHODISCHE DETAILPLANUNG DES KURSKONZEPTS

5 DOKUMENTATION UND EVALUATION DES KURSKONZEPTS

6 LITERATURVERZEICHNIS

7 ABBILDUNGS-, TABELLEN- ODER ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

1 Einleitung

In der vorliegenden Arbeit ist das Thema die Planung einer Präventionsmaß-

nahme nach dem individuellen Ansatz. Dabei wird die Maßnahme in Anlehnung an die im „Leitfaden Prävention - Gemeinsame und einheitliche Handlungsfelder und Kriterien des GKV-Spitzenverbandes zur Umsetzung von §§ 20 und 20a SGB V vom 21. Juni 2000 in der Fassung vom 27. August 2010“ definierten Qualitäts- kriterien entwickelt.

2 Grundlegende Daten des Kurskonzepts

2.1 Titel

Der Titel des geplanten Kurskonzepts ist „Get your Power -Back“. Damit soll eine eher jüngere Zielgruppe angesprochen werden können. Der Titel ist doppeldeutig und kann sinngemäß mit „starker Rücken“ sowie „Kraft zurück- bekommen“ übersetzt werden

2.2 Handlungsfeld und Präventionsprinzip

Das Handlungsfeld ist „Bewegungsgewohnheiten“ nach dem Präventionsprinzip „Vorbeugung und Reduzierung spezieller gesundheitlicher Risiken durch geeignete verhaltens- und gesundheitsorientierte Bewegungsprogramme“.

2.3 Daten zum bestehenden Gesundheitsproblem

Eines der wichtigsten Mittel zur Vorbeugung und Behandlung von Rücken schmerzen ist ein Krafttraining für die wirbelsäulenstabilisierende Muskulatur. Untersuchungen belegen, dass durch ein aktives Krafttraining das Bewegungs system so trainiert werden kann, dass Rückenprobleme positiv beeinflusst werden (Hoffmann & Siegfried, 2004, S. 4). Rückenschmerzen sind eine der häufigsten Ursachen für Arbeitsunfähigkeit (Seidel, Solbach, Fehse, Donker, & Elliehausen, 2007, S. 22) deren Prävalenz mit dem Alter und mit niedrigerem Bildungsniveau signifikant zunimmt (Robert-Koch-Institut, Allgemeines zu Rückenschmerzen, 2012) und manifestieren sich bereits im Kindes oder Jugendalter (Sockoll, Kramer, & Bödeker, 2008, S. 35). Zudem stellt das Robert-Koch-Institut dar, dass Rückenschmerzen die häufigste Schmerzart sei unter der sowohl Männer als auch Frauen in den 7 Tagen vor der Befragung gelitten hätten. In einem Zeitraum von 12 Monaten geben sogar ein Viertel der Frauen und ein Sechstel der Männer chronische Rückenschmerzen an (Robert-Koch-Institut, 2006, S. 34f.). Weiter stellt das Robert-Koch-Institut fest: „ Rückenschmerzen sind generell in der All gemeinbevölkerung sehr hä ufig; sie sind sowohl bei Frauen als auch bei Männern mit etwa 25 % die häufigste Ursache für Arbeitsunfä higkeit. 70 % aller Menschen haben innerhalb eines Jahres mindestens einmal Rückenschmerzen “ (Seidel, Solbach, Fehse, Donker, & Elliehausen, 2007).

Damit ist der Rückenschmerz nicht nur ein individuelles sondern vielmehr auch ein gesellschaftliches Problem in Deutschland.

2.4 Forschungsergebnisse zum Thema

Zu der Wirksamkeit und Notwendigkeit von Rückenkursprogrammen werden 2 Studien angeführt:

2.4.1 Neue Ansätze in der Rückenschule? Effekte einer therapeutischen Rückenschule mit integrativem propriozeptiv-koordinativen Training

In der ersten Studie werden besonders die Einflüsse der koordniativen und propriozeptiven Fähigkeiten auf ein Rückenschulprogramm untersucht. Streicher möchte dabei neue Ansätze und Wege aufzeigen (Streicher, 2005).

Tab. 1: Studie 1

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.4.2 Der Einfluss der integrierten Rückenschule auf das Schmerzerleben von Rückenschmerzpatienten

Leistner und Benz haben in ihrer Studie die Einflüsse der Rückenschule auf das Schmerzverhalten untersucht und den Schmerzverlauf beobachtet (Leistner & Benz, 2000). In der folgenden Tabelle wird die Studie dargestellt.

Tab. 2: Studie 2

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.5 Zielgruppe

Die Zielgruppe umfasst ausreichend motivierte Frauen und Männer im Alter zwischen 18-35 Jahren ohne chronische und manifeste Rückenbeschwerden (Übergangsbereich 6-8 Woche Akutschmerz zu Chronifizierung). Diese Menschen haben einen BMI von unter 26 und kommen eher aus der unteren sozialen Schicht. Dabei sind sie sowohl in der Freizeit als auch im Beruf tendenziell eher inaktiv. Die Personen sind sowohl ledig als auch liiert. Außerdem haben sie einen eher niedrigen Bildungsgrad und sind daher eher An- gestellte sowie Arbeiter mit durchschnittlichem bis niedrigem Einkommen.

Kontraindikationen gegen die Teilnahme am „Get your Power-Back“-Programm stellen Stoffwechselerkrankungen und Erkrankungen des Nervensystems sowie akute Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems (z.B. Bandscheibenvorfall) dar. Die Ziele und Motive der Zielgruppe lauten:

- Rückenschmerz lindern und/ oder vorbeugen
- Hintergrundwissen und Handlungskompetenz erwerben für eigenständige Durchführung von Bewegungsprogrammen (Was? Wann? Wie? Wo? Wer?)
- Soziale Kontakte knüpfen

2.6 Übergeordnete Ziele

Im Folgenden werden 5 übergeordnete Ziele genannt und begründet, die im Rahmen des Kurskonzepts verfolgt werden sollen:

2.6.1 Veränderung des Bewegungsverhaltens

Das Bewegungsverhalten ist ein möglicher Einflussfaktor auf die Gesundheit der Menschen. Durch ein aktives und gesundes Bewegungsverhalten (Hoffmann & Siegfried, 2004, S. 4) kann das Risiko sinken an Rückenleiden zu erkranken. Aufgrund des Präventionsprinzips und Handlungsfelds ist es ein notwendiges Ziel der Maßnahme.

2.6.2 Ausbildung der physischen Gesundheitsressourcen zum Thema Rücken

Durch eine starke Physis werden die Risikofaktoren für Rückenschmerz verringert. Eine starke Muskulatur der Rumpfmuskulatur schützt die Wirbelsäule vor zu hohen Belastungen und beugt so Rückenschmerzen vor (Hoffmann & Siegfried, 2004, S. 23).

2.6.3 Befähigen zur selbstständigen Durchführung eines Bewegungsverhaltens zur Stärkung des Rückens mit Hervorhebung und Förderung der Eigenverantwortlichkeit

Die Möglichkeit zur eigenständigen Durchführung von Rückentrainings- programmen ist ein wichtiger Bestandteil im Rahmen der Selbstwirksamkeits- erwartung der Teilnehmer. Mit dem Verantwortungsbewusstsein und hoher Selbstwirksamkeitserwartung steigen die Erfolgsaussichten des Programms (Uhle & Treier, 2011, S. 45f. und 370). Das Barrieremanagement ist dabei ein Grund- baustein.

2.6.4 Aufklärung zum Thema Risikofaktoren für chronische Rückenbeschwerden und Schaffung eines Problembewusstseins

Ein vorhandenes Problembewusstsein ist Voraussetzung für ein darauf folgendes aktives Handeln. Das Wissen über Gefahren von chronischen Rückenschmerzen ist einTeil, der zur Schaffung des Problembewusstseins beiträgt (Uhle & Treier, 2011, S. 125).

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Details

Seiten
20
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656371250
ISBN (Buch)
9783656371700
Dateigröße
487 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v209213
Institution / Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Note
1,0
Schlagworte
planung präventionsmaßnahme ansatz

Autor

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Titel: Planung einer Präventionsmaßnahme nach dem individuellen Ansatz