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Planung einer psychologischen Untersuchung zur Eignung der Schülerin Frau N. für den Beruf Gesundheits- und Krankenpflegerin

Hausarbeit 2012 21 Seiten

Psychologie - Diagnostik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Vorinformation und Fragestellung
1.1. Berufsbild: Gesundheits- und Krankpflegerin
1.2. Anforderungsprofil

2 Psychologische Variablen

3 Gesprächsleitfaden
3.1 Begrüßung
3.2 Motivationale Variablen
3.3 Kognitive Variablen
3.4 Soziale Variablen
3.5 Emotionale Variablen
3.6 Organismusvariablen
3.7 Umgebungsvariablen

4 Beobachtungsplan

5 Abkürzungsverzeichnis

6 Literaturverzeichnis

1 Vorinformation und Fragestellung

Die Probandin, Frau N., ist zum Zeitpunkt der Untersuchung 16 Jahre alt. Sie ist Schülerin eines Gymnasiums und befindet sich zum Zeitpunkt der Untersuchung in der elften Klasse. Im kommenden Jahr wird Frau N. das Gymnasium mit der allgemeinen Hochschulreife abschließen und somit eine der Schülerinnen sein, die von den Auswirkungen der Schulzeitverkürzung betroffen sind. Da in 2013 zwei Jahrgänge gleichzeitig den Schulabschluss erlangen (würde ich weglassen), überlegt Frau N. schon länger, für welche Berufsausbildung oder welches Studium sie sich interessiert und wo ihre Stärken liegen könnten. Aus diesem Grund hat sie während der Schulferien vom 02.-13. April 2012 bereits ein freiwilliges Schülerpraktikum im Vinzenz Pallotti Hospital in Bensberg absolviert: Dort habe sie in der Frauenklinik in der Fachabteilung Geburtshilfe assistiere dürfen. Dieses Praktikum habe ihr einen anfänglichen Einblick in den Berufsalltag einer Gesundheits- und Krankenpflegerin ermöglicht und gleichzeitig ihr Interesse für diesen Beruf geweckt. Nun ist sie unsicher, ob sie für den Beruf der Gesundheits- und Krankenpflegerin geeignet ist.

Die Aufgabe dieses Leitfadens liegt nun in der Beantwortung der Frage, ob die Probandin für den Beruf der Gesundheits- und Krankenpflegerin geeignet ist. Hierbei gilt es zu erörtern, ob die Probandin über die für diesen Beruf benötigten Eigenschaften verfügt, den Anforderungen des Berufes gerecht werden kann und der Beruf der Gesundheits- und Krankenpflegerin eine geeignete Berufswahl für sie darstellt.

1.1. Berufsbild: Gesundheits- und Krankpflegerin

Zunächst ist anzumerken, dass das Krankenpflegegesetz in 2003 überarbeitet wurde und im Januar 2004 ein neues Gesetz in Kraft trat, das die Ablösung der alten Berufsbezeichnung „Krankenschwester“ durch die Bezeichnung „Gesundheits- und Krankenpflegerin“ beinhaltete (Danzglock, 2005). Das Berufsbild der Gesundheits- und Krankenpflegerin umfasst demzufolge die Behandlungspflege, die Grundpflege bei pflegebedürftigen Personen, das Leisten individueller psychosozialer Hilfestellung sowie die Beratung und Anleitung von Patienten und Angehörigen. Zudem sind Gesundheits- und Krankenpflegerinnen für organisatorische und verwaltungstechnische Aufgaben zuständig, arbeiten in Pflegeteams, assistieren Ärzten/innen und stehen in engem Kontakt mit medizinisch-technischem Personal. Ausgeübt werden diese Tätigkeiten überwiegend im Gesundheits- und Sozialwesen wie beispielsweise in Krankenhäusern, Facharztpraxen, Gesundheitszentren, Wohnheimen für Menschen mit Behinderung oder in Einrichtungen der Kurzzeitpflege (Bundesagentur für Arbeit, 2010).

1.2. Anforderungsprofil

Die Berufsausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin ist bundesweit einheitlich gesetzlich geregelt und setzt einen mittleren Bildungsabschluss oder eine andere gleichwertige abgeschlossene Schulbildung voraus. Es handelt sich dabei um eine schulische Ausbildung an Berufsfachschulen für Krankenpflege mit einer Dauer von drei Jahren in Vollzeit und maximal vier Jahren in Teilzeit. Eine wichtige Rolle bei der Aufnahme an einer solchen Berufsschule spielt der schulische Leistungsstand: Viele Schulen erwarten, dass der Zeugnisnotendurchschnitt nicht schlechter als befriedigend ausfällt. Zudem wird häufig Interesse an den Schulfächern Biologie und Chemie erwartet, da die Berufsausbildung die Aneignung von umfangreichen Kenntnissen in diesen Bereichen wie beispielsweise Anatomie oder „Wirkungsweise von Medikamenten“ (besser: Pharmakologie?) fordert. Die Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin umfasst theoretischen sowie praktischen Unterricht und beinhalt eine praktische Ausbildung. Der Unterricht findet dabei an Krankenpflegeschulen statt und die Schüler/innen besuchen den Unterricht parallel zur praktischen Ausbildung in mehrwöchigen Unterrichtsblöcken. Die Lerninhalte reichen hierbei „von der Gesundheits- und Krankenpflege und Pflege- und Gesundheitswissenschaften über pflegerelevante Kenntnisse der Naturwissenschaften und der Medizin sowie der Geistes- und Sozialwissenschaften“ (Zitat?). Der Unterricht orientiert sich an beruflichen Aufgabenbereichen und Situationen, mit denen sich die Schüler/innen später konfrontiert werden sehen. Die praktische Ausbildung wird in den unterschiedlichen fachmedizinischen Abteilungen der Krankenhäuser absolviert. Dort lernen sie ihren Arbeitsalltag kennen und sammeln Erfahrungen „in Bereichen wie der inneren Medizin, Chirurgie, Gynäkologie, Neurologie oder Pädiatrie“ (Zitat?). Nach etwa einem Jahr „nehmen sie auch an Einsätzen in der ambulanten Pflege“ teil (Bundesagentur für Arbeit, 2010 - Zitat?).

Der Beruf der Gesundheits- und Krankenpflegerin ist sowohl psychisch als auch physisch mit hohen Anforderungen verbunden: Einerseits müssen Gesundheits- und Krankenpflegerinnen viel gehen und stehen, körperlich fordernde Aufgaben wie das Umbetten von Patienten erledigen, technischen Geräte und Anlagen bedienen können und in der Handarbeit wie beispielsweise dem Anlegen von Schienen und Verbänden geschickt sein. Hinzu kommt die Arbeit im Schichtdienst, verbunden mit vielen Nacht- und Wochenenddiensten, die eine gute körperliche Verfassung erfordern. Andererseits sehen sich Gesundheits- und Krankenpflegerinnen häufig mit gefühlsmäßig belastenden Situationen und Tätigkeiten konfrontiert. Sie müssen mit dem engen Körperkontakt mit Menschen, einer erhöhten Infektionsgefahr und mit Körpergerüchen und Ausscheidungen umgehen können. Sie haben eine große Verantwortung für andere Menschen und die Aufgaben und Arbeitssituationen sind vielfältig und variieren häufig. „Unabdingbar“ sind laut der Bundesagentur für Arbeit (2010) außerdem Persönlichkeitseigenschaften wie Sorgfalt, Verantwortungsbewusstsein, Entscheidungsfähigkeit und Einfühlungsvermögen: Gesundheits- und Krankenpfleger/innen müssen nicht nur „genau und fehlerfrei arbeiten“, sondern auch „rasch über pflegerische Maßnahmen entscheiden“ und auf die „Ängste und Nöte der kranken Menschen sowie deren Angehörigen eingehen“ können (Bundesagentur für Arbeit, 2010 - Zitate?).

Zur Beantwortung der Fragestellung, ob die Probandin für den vorgestellten Beruf der Gesundheits- und Krankpflegerin geeignet ist, wird im Folgenden ein Leitfaden für eine psychologisch-diagnostische Untersuchung erstellt. Zu diesem Zweck werden im Folgenden Kapitel zunächst die psychologischen und nichtpsychologischen Variablen dargestellt, die für die Beantwortung der vorliegenden Fragestellung relevant sind. Weiterhin werden mögliche Erhebungsinstrumente, beispielsweise ein Gesprächsleitfaden, ein Beobachtungsbogen oder/und weitere diagnostische Verfahren respektive Tests, in Betracht gezogen. Die Strukturierung der Variablen ist an der von Westhoff und Kluck (2008) vorgeschlagenen Verhaltensgleichung angelehnt. Ein auf diesen Variablen basierender Gesprächsleitfaden wird in Kapitel 3 dargestellt. Abschließend wird in Kapitel 4 ein Beobachtungsbogen, welcher bei Durchführung der Exploration benötigt wird, behandelt.

2 Psychologische Variablen

Im Rahmen der entscheidungsorientierten Diagnostik gehen Westhof und Kluck (2008) davon aus, dass individuelles Verhalten anhand von empirisch fundierten Gruppen von Variablen erklärt und vorhergesagt werden kann. Unterschieden werden dabei kognitive, emotionale und soziale Variablen als psychologische Variablen sowie Umgebungs- und Organismusvariablen als nichtpsychologische. Die Ausarbeitung dieser Variablen ist die Grundlage für die Erarbeitung weiterer untergeordneter psychologischer Fragen, die durch Exploration oder spezielle Untersuchungsmethoden später erhoben werden sollen. Daher wird innerhalb dieser Kategorien von Variablen im Folgenden dasjenige Verhalten beschrieben, das für das Berufsbild der Gesundheits- und Krankenpflegerin relevant ist.

Tabelle 1: Kognitive Variablen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2: Motivationale Variablen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 3: Emotionale Variablen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 4: Soziale Variablen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

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Details

Seiten
21
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656408123
ISBN (Buch)
9783656408437
Dateigröße
606 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v212550
Institution / Hochschule
Universität zu Köln
Note
1,7
Schlagworte
planung untersuchung eignung schülerin frau beruf gesundheits- krankenpflegerin

Autor

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Titel: Planung einer psychologischen Untersuchung zur Eignung der Schülerin Frau N. für den Beruf Gesundheits- und Krankenpflegerin