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Koordination und Beweglichkeit nach einem Bandscheibenvorfall und Kreuzbandriss

Ein Trainingsplan

Hausarbeit 2012 34 Seiten

Sport - Bewegungs- und Trainingslehre

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Daten zur Person
1.1 Bewertung der Daten

2 Manueller Beweglichkeitstest
2.1 Testung allgemein
2.2 Test des Klienten
2.2.1 Bewertung der Testergebnisse

3 Trainingsplanung Beweglichkeit
3.1 Belastungsgefüge
3.2 Erläuterung des Dehnprogramms

4 Trainingsplanung Gleichgewicht
4.1 Belastungsgefüge des Gleichgewichtstrainings
4.2 Erläuterung des Gleichgewichtstrainings

5 Literaturrechere
5.1 Studie 1: Einfluss unterschiedlicher Dehntechniken auf die reaktive Leistungsfähigkeit
5.1.1 Allgmeines
5.1.2 Versuchspersonen
5.1.3 Versuchsaufbau und –verlauf
5.1.4 Relevante Ergebnisse und Schlussfolgerungen
5.2 Dehnen und Leistung – primär psychologische Entspannungseffekte?
5.2.1 Allgemeines
5.2.2 Versuchspersonen
5.2.3 Versuchsaufbau und –verlauf
5.2.4 Relevante Ergebnisse und Schlussfolgerungen

6 Literaturverzeichnis

7 Abbildungsverzeichnis

1 Daten zur Person

Tab. 1: Wichtige Daten zur Person

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.1 Bewertung der Daten

Aus den Daten geht hervor, dass Sport im Leben des Klienten schon immer eine Rolle spielte. In der Schulzeit hatte der Klient Kontakt mit verschiedenen Fähigkeiten der Koordination durch die Sportarten Schwimmen (Kombinationsfähigkeit) und Judo (Reaktionsfähigkeit) (vgl. ALBERS/REIß, 2011, S.108).

Als Meister der Elektrotechnik kontrolliert und plant er die Elektrik in Gebäuden. Dadurch gerät er oft in eine gekrümmte Haltung, wodurch der Bandscheibenvorfall zwischen dem 3. und 4. Lendenwirbel und die akuten Schmerzen in dem Bereich verstärkt werden. Besonders treten die Schmerzen beim Sitzen oder Fahrrad fahren auf.

In der Trainingsplanung sollte besonders auf eine Hüftstreckung eingegangen werden, damit der Klient entstandene Muskeldysbalancen im Rumpfbereich ausgleichen kann.

Durch einen Skiunfall 2000 erlitt der Klient einen Kreuzband- und einen Meniskusriss am linken Knie. Beides wurde operativ behoben. 2012 riss bei einem Fußballspiel das Kreuzband im rechten Knie. Auch dieses wurde operativ wieder zusammengefügt. Schmerzen im Kniebereich hat der Klient nur beim Joggen und Walken. Aufgrund dieser Schmerzen brach der Klient das Jogging-Training vor 3 Jahren ab.

Ziel wird es sein, die Beweglichkeit im Kniegelenk wieder herzustellen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Übungen für die Sehnen, Muskeln und Bänder der unteren Extremitäten langsam und behutsam durchgeführt werden. Am besten wäre es, wenn ein Trainer die ersten Trainingseinheiten begleitet und dem Klienten Hilfestellungen gibt und mit dem Klienten versucht Ausweichbewegungen zu vermeiden. Gleiches gilt für Übungen um den Rücken.

Ein Belastungs-EKG vom Taucharzt hat keine weiteren Erkrankungen oder Beschwerden aufgewiesen.

Der Klient gibt an 3 Stunden in der Woche für Sport einräumen zu können. Eine Stunde verbringt er mit Schwimmtraining. Weitere 40 min werden für ein Crosstrainer-Training im Fitnessstudio genutzt. Zusätzlich fährt er wöchentlich 45 min Fahrrad. Würde der Klient diesen Plan konsequent durchziehen, wären noch 35 min für ein Beweglichkeits- und/oder Koordinationstraining übrig. Diese 35 min können als eine Trainingseinheit verpackt werden oder als Nachdehnen an die anderen Einheiten angehängt werden.

2 Manueller Beweglichkeitstest

2.1 Testung allgemein

Beim manuellen Beweglichkeitstest wird neben der Beweglichkeit auch die Kraftfähigkeit spezieller Muskelgruppen geprüft (vgl. ALBERTS/REIß, 2011, S. 35).

Eine Möglichkeit die Muskelschwächen und Beweglichkeitsdefizite zu testen, bietet der Muskelfunktionstest nach Janda. Durch den hohen Zeitaufwand und der wenig objektiven Testergebnisse, wird das manuelle Testverfahren jedoch als sehr kritisch betrachtet. Da das Verfahren sehr kompliziert ist, wird in Bezug auf den Klienten eine vereinfachte Methode in Anlehnung an Janda angewendet. Getestet wird jeweils der große Brustmuskel, die Hüftbeugemuskulatur, besonders der M. iliopsoas, die Kniestreckmuskulatur, besonders M. rectus femoris, die Kniebeugemuskularur und die Wadenmuskulatur.

Nach einer kurzen Erwärmung wird mit der Testung der Brustmuskulatur begonnen. Dazu legt sich der Klient mit dem Rücken auf die Behandlungsliege. Damit das Becken fixiert bleibt, werden die Beine angewinkelt und die Füße auf der Liege abgelegt. Die Arme stehen zu Anfang leicht gebeugt in der Horizontalen. Der Trainer führt anschließend gleichzeitig beide Arme seitlich vom Körper nach hinten bis 135-140° der Horizontalebene erreicht sind. Ziel ist es die Arme so weit, wie möglich nach hinten abzulegen. Die Handflächen zeigen die ganze Zeit nach oben. Als Messbereich dient die „Position der Arme in Verlängerung der Körperlängsachse“ (ALBERTS/REIß, 2011, S. 36). Über die gesamte Ausführung muss auf die Fixierung des Beckens und der Lendenwirbelsäule geachtet werden. Ein Abheben des Beckens und eine Hyperlordose verfälschen die Testergebnisse. (Normwerte siehe Tabelle 2)

Die Testung der Hüftbeugemuskulatur wird ebenfalls auf der Liege durchgeführt. Dazu legt sich der Klient wieder auf den Rücken. Das Gesäß endet am Rand der Liege. Ein Bein wird vom Klienten maximal zum Körper herangezogen während sich das andere Bein im Überhang befindet. Nun wird die Hüftflexion vom Trainer getestet. Die Beweglichkeit wird anhand der Position des Oberschenkels im Verhältnis zur Körperlängsachse gemessen. Auch bei dieser Testung ist speziell auf die Fixierung des Beckens und der Lendenwirbelsäule zu achten. Dazu kann der Trainer eine Hand unter die Lendenwirbelsäule schieben. Der Klient bekommt dann die Aufgabe Druck auf die Hand auszuüben. (Normwerte siehe Tabelle 2)

Um die Hüftbeugemuskulatur zu testen, legt sich der Klient wieder auf die Behandlungsliege. Das Gesäß befindet sich am Rand der Liege. Ein Bein wird vom Klienten wieder maximal zum Körper angewinkelt. Das andere Bein wird vom Trainer in den maximalen Hüftextensionswinkel gebracht und dort fixiert. Das Becken ist auf der Liege fixiert und die Lendenwirbelsäule ist in der natürlichen Lordose. Nun führt der Trainer das Bein in den „maximal möglichen Kniebeugewinkel“ (ALBERTS/REIß, 2011, S. 38). Der Kniebeugewinkel wird bestimmt durch den Winkel zwischen Ober- und Unterschenkel. Dieser Winkel gilt als Messbereich. (Normwerte siehe Tabelle 2)

Zur Testung der Kniebeugemuskulatur legt sich der Klient mit gestreckten und aufliegenden Beinen auf die Liege. Die Füße werden in gleicher Position gehalten. Dazu können sie zum Körper hingezogen oder locker gelassen werden. Wichtig ist, dass beide Füße gleich „gespannt“ sind. Der Trainer nimmt nun ein Bein und bringt es „bei gestrecktem Kniegelenk in die maximal mögliche Hüftflexion“(ALBERTS/REIß, 2011, S. 39). Das andere Bein bleibt die ganze Zeit auf der Liege fixiert. Auch das Becken bleibt in seiner Ausgangsposition. (Normwerte siehe Tabelle 2)

Für den letzten Beweglichkeitstest wird keine Behandlungsliege mehr benötigt. Die Wadenmuskulatur wird getestet, indem der Klient einen parallelen, hüftbreiten Stand einnimmt. Nun soll er aufrechtem Oberkörper so weit wie möglich in die Hocke gehen. Als Abbruchkriterium dient das Anheben der Fersen. Neigt der Klient sich während der Testung mit dem Oberkörper zu weit nach vorn, wird das Ergebnis verfälscht. (Normwerte siehe Tabelle 2)

Wichtig bei allen 5 Tests ist auf eine ruhige und gleichmäßige Atmung zu achten.

Tab. 2: Normwerte zur Beurteilung der Beweglichkeit

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(vgl. ALBERTS/REIß, 2011, S. 36-40)

2.2 Test des Klienten

Tab. 3: Testung des Klienten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

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Details

Seiten
34
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656413189
ISBN (Buch)
9783656415237
Dateigröße
907 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v212739
Institution / Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Note
0,5
Schlagworte
koordination beweglichkeit bandscheibenvorfall kreuzbandriss trainingsplan

Autor

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Titel: Koordination und Beweglichkeit nach einem Bandscheibenvorfall und Kreuzbandriss