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Operation Success. Die CIA in Guatemala 1954

Wissenschaftlicher Aufsatz 2007 20 Seiten

Geschichte - Amerika

Leseprobe

Inhalt

Einleitung

1. Guatemala vor der Revolution
1.1 Gewecktes CIA Interesse

2. Die „Operation Success“
2.1 Die „Koalition der Willigen“
2.2 Suche nach dem künftigen Präsidenten
2.3 Der Diplomat
2.4 Die Fahrt der Alfheim
2.5 Countdown
2.6 Die „Invasion“
2.7 Arbenz Ende als Präsident

Zusammenfassung

Literatur

Einleitung

In dieser Arbeit soll der von der CIA eingeleitete Militärputsch in Guatemala im Jahre 1954 dargestellt werden. Im ersten Kapitel werden dabei zunächst die politische und soziale Situation des Landes vor der „Revolution“ des Jahres 1944 erläutert. Im 2. Teil des 1. Kapitels werden die wirtschaftlichen Interessen der USA an Guatemala aufgezeigt. Im 2. Kapitel werden dann chronologisch die Ereignisse der „Operation Success“ dargestellt. Diese Darstellung beginnt mit den ersten Planungen und der personellen Auswahl des CIA-Teams und endet mit dem Sturz des Präsidenten Arbenz. Eine anschließende Bewertung soll nochmals die Gründe für die Intervention und die Gründe für das Gelingen der „Operation Success“ verdeutlichen.

1. Guatemala vor der Revolution

Vor der revolutionären Periode, die in den 40er Jahren begann, wurde Guatemala von starken und zum Teil diktatorischen Führerpersönlichkeiten regiert. Nach der Herrschaft Manuel Estradas (1898-1920), der bekannt war für seine Grausamkeit und Eitelkeit, versank das Land 11 Jahre lang in Anarchie. Erst Jorge Ubico (1931-1944) konnte diesen Zustand beenden. Das Land war auf einem primitiven Entwicklungsstand, mit nur spärlich vorhandener Infrastruktur und einer zu 50% indigenen Bevölkerung, die nicht am politischen System des Landes teilnahm. Die Indigenas lebten in ihrer eigenen teils christlichen, teils heidnischen Kultur und hatten ein eigenes Netzwerk von gesellschaftlichen Führungspersönlichkeiten. Doch konnte diese teilweise Selbständigkeit nicht die katastrophale Situation des Grundbesitzes ändern, bei der 2 % der Bevölkerung 60 % des Grundbesitzes gehörten und so die Bevölkerung ausbeuten konnte. Bevor Ubico an die Macht kam, hatten die Großgrundbesitzer die Landbevölkerung durch Kredite verschuldet und dann zur unentgeltlichen Arbeit gezwungen. Um das Land aus seiner schlechten wirtschaftlichen Lage zu befreien, ermutigte Ubico, wie auch seine Vorgänger, ausländische Farmer Gebiete in seinem Land zu bewirtschaften. Das größte Unternehmen war die nordamerikanische United Fruit Company (UFCO), die in Bananenplantagen, Kaffeeplantagen und sogar eine Eisenbahnverbindung investiert hatte.[1] Die Konsequenzen der wirtschaftlichen und politischen Reformen waren insbesondere für die indigene Bevölkerung fatal. Ubico unterdrückte abweichende politische Meinungen, legalisierte die Tötung von Indianern durch Großgrundbesitzer, vergrößerte die Armee und organisierte eine Geheimpolizei.[2] Nach dem 2. Weltkrieg forderte die Bevölkerung nach Jahren der Depression und diktatorischer Herrschaft, da sie selbst in Europa für Frieden und Demokratie gekämpft hatte, diese für sich selbst ein. Ubico wurde aus seinem Amt gedrängt und eine vorläufige Militärregierung verfügte 1944 demokratische Wahlen. Der aussichtsreichste Kandidat war der Lehrer und Exilargentinier Juan José Arévalo, der als Reformer für die „Partido de Acción Revolucionaria“ (PAR) antrat. Arévalo errichtete ein soziales Netz, stattete Schulen auf dem Land aus und rief die Bauern auf ihre Produktivität zu bündeln und gemeinsam für Absatz und Produktion zu sorgen. Im Jahre 1947 erließ die Regierung ein Arbeitsgesetz, welches gegen unbegründete Entlassungen, gegen den unfairen Wettbewerb von Firmenzusammenschlüssen und Verfolgung von Mitgliedern anderer Gruppen helfen sollte. Gewerkschaftsfunktionäre wurden bei der Ausübung ihrer Pflichten geschützt und es wurden Streiks für alle städtischen Arbeiter organisiert, außer für die im öffentlichen Dienst. Mit Unterstützung der guatemaltekischen Arbeitervereinigung (CGTG) wuchs die Mitgliederzahl der größten Arbeitervereinigung auf 104.000 Mitglieder im Jahre 1954 an. Im Jahre 1950 gründeten die Campesinos, denen es bislang nicht erlaubt war zu streiken, eine Arbeitervereinigung. 1951 erlaubte der Nachfolger Arévalos, Jacobo Arbenz Guzman, schließlich auch dieser Gruppe zu streiken.[3] Bei einer Überprüfung der Geschäftsbücher von Empresa Eléctrica fiel auf, dass das Unternehmen einen jährlichen Profit von 107 % machte. Man zwang daraufhin die Geschäftsleitung die Löhne um eine 10-prozentige Umsatzbeteiligung anzuheben. Dasselbe Schicksal ereilte die Central American Railway. Das wichtigste Reformprojekt der Regierung war hingegen das Gesetz zur Landreform von 1952. Artikel 32 verfügte, dass nicht bewirtschaftete Flächen von mehr als ca. 670 Morgen Land vom Staat konfisziert werden konnten. Es konnten auch kleinere Ländereien beschlagnahmt werden. Als Ausgleich wurden den Besitzern Steuererleichterungen über 25 Jahre gewährt. Das Unternehmen UFCO besaß über 500.000 Morgen Land, von denen nur 43.000 bewirtschaftet wurden. Schnell wurde in der heimischen und ausländischen Presse lanciert, Arbenz sei Kommunist, insbesondere, da seine Frau tatsächlich Mitglied der Kommunistischen Partei war. Auch einige Regierungsmitglieder gehörten der Kommunistischen Partei an.[4]

1.1 Gewecktes CIA Interesse

Die Gerüchte über einen entstehenden Staat kommunistischer Ausrichtung weckten das Interesse des amerikanischen Kongresses, des State Department und der CIA. Staatssekretär John F. Dulles war im Jahre 1936 Rechtsanwalt bei Sullivan und Cromwell und mit dem Vertragsentwurf zwischen UFCO und der Regierung Ubicos beauftragt. Sullivan and Cromwell waren zudem Justitiare der Schroder-Bank, die wiederum Hauptfinanzberater der International Railways of Central America war. Sein Bruder Allen war in den 20er und 30er Jahren ebenfalls für Sullivan und Cromwell tätig und unterstützte John in Angelegenheiten mit der Schroder-Bank.[5] Später wurde Allen zudem Direktor bei UFCO, eine Tatsache, die in den Vereinigten Staaten keine Beachtung fand.[6] Bereits im Jahre 1952 hatte die CIA eigenständig und ohne Wissen des Außenministeriums einen Putschversuch in Guatemala eingeleitet. Der Diktator Nicaraguas, Anastasio Somoza Garcia, hatte Beamten des US-Außenministeriums gebeten ihm Waffen für eine Militäroperation in Guatemala zur Verfügung zu stellen. Truman wies den Chef der CIA, Walter Bedell Smith an die Operation in die Wege zu leiten. Es wurden Waffen an Bord eines Schiffes gebracht, welches der UFCO gehörte, die als „landwirtschaftliches Maschinengerät“ an eine Gruppe guatemaltekischer Exilanten und Söldner in Nicaragua geliefert werden sollte. Erst kurz vor Auslaufen des Schiffes erfuhr der stellvertretende Außenminister David Bruce von der „Operation Fortune“ und es gelang Truman zu überzeugen das Unternehmen einzustellen. Auch direkt nach Eisenhowers Amtsantritt und den ersten Beschlagnahmungen von Ländereien der UFCO hatte diese am 29. März 1953 Aufständische bei einem Putschversuch in der Provinzhauptstadt Salamá unterstützt.[7]

2. Die „Operation Success“

2.1 Die „Koalition der Willigen“

Die Pressekampagne gegen Arbenz in den Vereinigten Staaten hatte zunächst das Interesse von Präsident Eisenhower nicht geweckt. Im Iran drohte dem Schah, dem Garanten für amerikanische und britische Interessen, der Sturz durch Ministerpräsident Mossadegh. Im August gab Eisenhower auf Drängen von Außenminister John Foster Dulles einem Eingreifen durch die CIA im Iran statt. Präsident Truman hatte die CIA hauptsächlich genutzt, um geheimdienstliche Nachrichten zu sammeln. Im Wahlkampf von 1952 hatte Eisenhower Trumans Politik als „zu nachsichtig gegenüber dem Kommunismus“ kritisiert. Dulles, der für das Kabinett vorgesehene Außenminister sagte, die Republikaner würden den „Eisernen Vorhang in Osteuropa zurückrollen“.[8] Dessen Bruder Allen, der bereits als designierter CIA-Chef galt, sagte vor der Wahl, dass er im Falle der Gefahr einer drohenden Übernahme eines Landes durch die Kommunisten „nicht erst auf eine gedruckte Einladung zum Eingreifen und Helfen warten werde.“ Der Kampf gegen den internationalen Kommunismus war zu einem zentralen Ziel der Eisenhower-Administration geworden. Die Richtlinie 162/2 des Nationalen Sicherheitsrates, bekannt als Politik des „New Look“, verfügte, dass Geheimoperationen zur Abwehr des Kommunismus jeder offenen militärischen Konfrontation vorzuziehen seien.[9] Da das politische Risiko des angekündigten „Zurückrollens“ des Sozialismus in den Ostblockstaaten als zu hoch empfunden wurde, verlegte Dulles seine Aktivitäten auf ungefährlicheres Terrain. Dulles trug aktiv dazu bei, dass sich die bipolare Weltanschauung McCarthys unter den Ministerialbeamten verbreitete.[10] Der guatemaltekische Botschafter in den USA, Guillermo Toriello, bemerkte die Aktivitäten des Außenministeriums und versuchte in der ersten Hälfte des Jahres 1953 der Lateinamerika-Abteilung des Ministeriums die Ziele der Landreform zu verdeutlichen. Er erklärte den Beamten, dass das Gesetz nicht explizit gegen die UFCO gerichtet war, dass die Entschädigungen sich auf den Wert des Bodens stützten und dass guatemaltekische Bauern, die in großer Armut lebten, davon profitieren sollten. Er erklärte zudem die Anzahl der Kommunisten in der Regierung sei gering und diese seien politisch diskreditiert, verwies jedoch auf deren Freiheitsrechte. Die amerikanischen Beamten erklärten, dass es keine Einigung mit Arbenz geben könne, solange dieser Kommunisten in seinem Kabinett dulde. Zudem erklärten sie, dass UFC die beschlagnahmten Ländereien benötige, um Bodenverluste durch Krankheiten der Bananenpflanzungen ausgleichen zu können.[11] Im September 1953 wurden Optionen für mögliche Operationen geprüft. Gemäß den Vorgaben des „Psychological Warfare“ prüfte man die mögliche Effizienz dieser Strategie für Guatemala. Da diese Technik entscheidend auf der Verbreitung subversiver Radioinhalte basierte aber nur jeder 50. Guatemalteke ein Radio besaß, kam man zu dem Schluss, dass diese Technik allein nicht zielführend sein könne.[12] Gegen Ende des Jahres 1953 schätzten Fachleute des Außenministeriums den Einfluss der Kommunisten als gering ein und die von der Presse oft lancierte Vermutung, Guatemala könne als Basis für einen sowjetischen Angriff auf den Panamakanal dienen, entbehrte ebenfalls jeglicher Beweise. Außer gelegentlichen Kontakten mit der Tschechoslowakei konnten der guatemaltekischen Regierung keine diplomatischen oder militärischen Beziehungen mit Russland oder einem anderen osteuropäischen Land nachgewiesen werden.[13] Mehrere Kongressabgeordnete wiesen in dieser Zeit auf Ähnlichkeiten der guatemaltekischen Landreform mit der Verstaatlichung der Ölquellen im Iran hin, obwohl beide Maßnahmen im Einklang mit den Gesetzen dieser Länder standen. Die Brüder Dulles waren sich einig, dass konkrete Maßnahmen der CIA geplant werden sollten. In einer Sitzung des 54/12-Ausschusses, dem neben Allen Dulles Vizeaußenminister Bedell Smith, C.D. Jackson, Eisenhowers Berater für psychologische Kriegsführung, und Charles Wilson, Mitarbeiter des Verteidigungsministers, angehörten, wurde eine Entscheidung zum Vorgehen gegen Arbenz geschlossen. Der CIA-Mann King umschrieb in einer Nachricht an Dulles sehr konkret die anzuwendenden Maßnahmen: Aufbau einer diplomatischen Drohkulisse, politische Agitation, Sabotage, Unruhen und feindliche Auseinandersetzungen mit Unterstützung von Castillo Armas.[14] Nachdem Allen Dulles Eisenhower mitgeteilt hatte, dass die Chancen für eine erfolgreiche Operation zwischen 40 und 50 % lägen, stimmte Letzterer dem Unternehmen zu.[15] CIA und Außenministerium begannen mit der personellen Auswahl für die Operation. Der stellvertretende Direktor der CIA, Frank Wisner sollte die Pläne vorbereiten und den Oberbefehl übernehmen. Für das Kommando vor Ort wählte Wisner Colonel Albert Haney, den CIA-Stationschef in Südkorea. Ende Oktober ließ Allen Dulles Haney nach Washington kommen, um ihn in die Pläne der „Operation Success“ einzuweihen. Dulles verfügte zudem, dass Haneys Operation von der Lateinamerika-Abteilung des CIA abgekoppelt und der direkten Weisung von Wisner unterstellt wurde.[16] Im November 1953 unterbreitete Haney Dulles und Wisner einen ersten Plan für die Operation in Guatemala. Eine erste Kampfgruppe sollte die Vorbereitungen von der Marine Air Base in Opa-Locka in Miami aus leiten. Demnach sollte der Führer der Kampfgruppe den CIA-Stationschefs in Mittelamerika Anweisungen erteilen können, während Dulles und Wisner strategische Entscheidungen vorbehalten sein sollten. Es gab jedoch zu wenige Exilanten, die einen Angriff über die Grenze hätten durchführen können und ein Aufstand aus dem Volk heraus war keine Option, da Arbenz in Guatemala zu viel Unterstützung genoss. Haney glaubte seinen Plan umsetzen zu können, wenn es ihm gelänge, die Armee zu untergraben und Landarbeiter und Stadtbevölkerung davon zu überzeugen, dass Arbenz keine Zukunft hatte. Haney wollte mit psychologischem Terror die Regierung ins Wanken bringen, um dann mit größeren Aktionen und letztlich mit einer Invasion den Umsturz initiieren. Anfangs war geplant Arbenz zu ermorden, aus Angst dieser könnte für das Volk zum Märtyrer werden wollte man versuchen ihn zu bestechen.[17] Sollte dieser Plan nicht funktionieren, wollte man die guatemaltekische Armee infiltrieren und einen möglichst unblutigen Staatsstreich durchzuführen. Haney schlug zudem vor die Bevölkerung mit Hilfe von Propagandaaktionen, z.B. mit Flugblättern, zu Ausschreitungen zu bewegen. Eine Kampftruppe sollte zudem Sabotageakte unternehmen und eine andere später die Invasion durchführen. Das alles sollte möglichst ohne Beteiligung der Armee geschehen, da Dulles in diesem Fall die Stabschefs hätte ins Vertrauen ziehen müssen und die USA Gefahr lief wegen Verstößen gegen die OAS und UN-Charta verurteilt zu werden. Gewalt sollte daher nur im notwendigen Fall angewendet werden und die, in die Operation involvierten US-Piloten sollten nur begrenzte logistische Unterstützung erfahren. Trotzdem wurden fast ein Dutzend Schiffe und U-Boote sowie ein Bataillon Luftlandetruppen der Marines in Camp Lejeune in North Carolina zusammengezogen.[18] Zudem wurden 12 Transportmaschinen, eine Flugzeugeinheit der Nationalgarde und 15 Hubschrauber in Alarmbereitschaft versetzt. Wisner hatte Bedenken, was den Umfang der Operation anbetraf, da er befürchtete diese nicht geheim halten zu können. Als Wisner Anfang Januar von einem Besuch aus Opa-Locka zurückkehrte, trug er dem Leiter der CIA für die Abteilung „Westliche Hemisphäre“, J. C. King, seine Bedenken gegen Haneys Pläne vor. Er betonte, dass Haney bei seiner Planung zur Guerillataktik mit dem Ziel des Umsturzes der Regierung übergegangen war: „Er wird in Mittelamerika einen Bürgerkrieg auslösen. Wollen wir einen zweiten Koreakrieg vor unserer Haustür?“ Wisner schlug vor die guatemaltekische Armee zu unterstützten, wenn diese sich bereit erklärte Arbenz zu stürzen. Gegenüber Dulles wagte er es aber nicht seine Zweifel zu äußern. Während Haney weiteres Personal für seine Operationsplanung rekrutierte versuchten seine Mitarbeiter in Guatemala Arbenz zu bestechen. Eine größere Geldsumme wurde auf einem Schweizer Bankkonto deponiert. Der Versuch scheiterte jedoch genauso wie der, Offiziere des Militärs zu bestechen. Um Nicaragua als Nachschub- und Ausgangsbasis nutzen zu können, versicherte man sich der Unterstützung des Diktators Anastasio Somoza Garcia.[19] Auf einer von Somozas Plantagen wurde im Februar 1954 ein Ausbildungslager für 150 Männer aufgebaut, die dort die Durchführung von Sabotageakten erlernen sollten. Weitere 150 Exilanten wurden in der Nähe des Managuasees im Waffengebrauch ausgebildet. Rund um Guatemala wurden Funkstationen, zum Teil mit Störsendern aufgebaut.[20] In Florida erarbeiteten Spezialisten sog. „Terrorsendungen“ in spanischer Sprache sowie Zeitungsartikel und Flugblätter, die zu einem spätern Zeitpunkt verbreitet werden sollten. Über einen ehemaligen CIA-Agenten wurde eine Waffenfirma mit dem Namen International Armament Corporation (InterArmco) gegründet und mit einem Startkapital von 100.000 Dollar ausgestattet. InterArmco begann sogleich mit der Bewaffnung der „Befreiungsarmee“. Die Kämpfer erhielten Gewehre, Maschinenpistolen und 5-cm-Granatwerfer. Andere CIA-Einheiten sammelten Waffen mit sowjetischer Kennzeichnung, die kurz vor der Invasion in Guatemala stationiert werden sollten, um der amerikanischen Behauptung, die Russen würden in Guatemala eine Stützpunkt errichten, Nachdruck zu verleihen.[21] Anfang 1954 hatte King einen seiner Stellvertreter nach Opa-Locka geschickt, um ihm über die Operationspläne Bericht zu erstatten. Dieser sagte zu Haney: „Was Teddy Roosevelt in Panama gemacht hat, ist nichts im Vergleich zu dem, was Sie in Guatemala vorhaben. Sie werden einen Bürgerkrieg auslösen, und das Blut von Tausenden von Menschen wird an Ihren Händen kleben.“ Haney forderte immer neue Waffen und auch Wisner wurde skeptisch. Ein Besuch in der Operationszentrale zerstreute jedoch Wisners und Dulles’ Bedenken und die Operation „Success“ erhielt die endgültige Zustimmung.[22]

[...]


[1] Anderson, S. 21

[2] Cullather, S. 11

[3] Anderson, S. 21

[4] Ebd., S. 22

[5] Schlesinger/Kinzer, S. 115

[6] Anderson, S. 23

[7] Cullather, S. 33f

[8] Schlesinger/Kinzer, S. 106

[9] Cullather, S. 33

[10] Schlesinger/Kinzer, S. 108

[11] Ebd., S. 111f

[12] Cullather, S. 40

[13] Schlesinger/Kinzer, S. 114

[14] Cullather, S. 43

[15] Schlesinger/Kinzer, S. 116

[16] Ebd., S. 116

[17] Ebd., S. 116

[18] Schlesinger/Kinzer, S. 119

[19] Cullather, S. 49

[20] Schlesinger/Kinzer, S. 122

[21] Schlesinger/Kinzer, S. 124

[22] Ebd., S. 125

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Titel: Operation Success. Die CIA in Guatemala 1954