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Kritik an Günther Anders "Die Welt als Phantom und Matrize"

Essay 2012 9 Seiten

Medien / Kommunikation - Methoden und Forschungslogik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorie im Kurzüberblick

3. Kritische Auseinandersetzung

4. Fazit

5. Literatur

1. Einleitung

Günther Anders ist einer der ersten Philosophen, welcher sich mit den Massenmedien beschäftig. Im Exil in den USA hat er über Jahre seine Erfahrungen gesammelt und in einem Buch mit dem Titel Die Antiquiertheit des Menschen zusammengefasst. In dem Abschnitt Die Welt als Phantom und Matrize untertitelt mit Philosophische Betrachtungen über Rundfunk und Fernsehen, stellt er seine Beobachtungen aus dem Alltag dar.

1956 erschien sein Buch Die Antiquiertheit des Menschen, welches den Text Die Welt als Phantom und Matrize beinhaltet, worin er die immer deutlicher auftretende Technisierung behandelte. Im Speziellen setzte er sich mit dem Fernsehen und dem Radio auseinander.

Das gesamte Buch umfasst drei Einzelstudien, die sich alle mit der Technisierung widmen. 1. Überprometheische Scham, 2. Über die Atombombe und die Wurzeln unserer Apokalypse-Blindheit und 3. die erwähnte Welt als Phantom und Matrize.

Im erst genannten Teil wird dem Menschen eine Minderwertigkeit unterstellt, die sich auf Grund der Perfektion der Maschinen automatisch einstellen würde.

Im Zweiten die Auseinandersetzung mit der neuen Technik sowie im Dritten die Thematisierung der Atombombe.

Die vorliegende Arbeit widmet sich dem Teil „Die Welt als Phantom und Matrize“, da der Autor diesen Teil von Anders als Kernaspekt seiner Theorie sieht, wenn gleich zur damaligen Zeit die thematische Abhandlung über die Atombombe durchaus mehr Aufsehen erregte.

2. Theorie im Kurzüberblick

Anders widmet sich in dem Kapitel Die Welt als Phantom und Matrize den neuen Medien Fernsehen und Radio zu. Zu beachten ist, dass zu seiner Zeit Television und Radio durchaus neu waren.

Das Fernsehen war in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts das jüngste Medium. Der Begriff „Leitmedium“ war noch nicht auf dieses Medium anzuwenden eher auf das Radio. Anfang der 50er Jahre war in den USA der Fernseher durchaus als neu zu bezeichnen dennoch schon sehr verbreitet und gebräuchlich.

Günther Anders war einer der Philosophen, welcher die kritische Seite dieser beiden Medien beleuchtete.

Laut Anders sind empfangene Bilder als Phantome zu bezeichnen. Eine Mischung aus Gegenwärtigkeit und Abwesenheit, wobei hier eine gleiche Gewichtung besteht. (vgl. Hartmann 2006: o.S.) Dem Rezipienten erscheinen die Phantom als real, da „[…] die abgebildeten Ereignisse simultan und synchron […]“ (Anders 2010: 132) auftreten. Es entsteht eine Vermischung der realen und der fiktiven Welt und die Phantome bleiben in dem Realen weitgehend unentdeckt.

Es ergibt sich, dass der Fernseher eine reale Welt senden will, es aber auf Grund des simplen Größenunterschiedes zwischen abzubildender Welt und Fernsehbildschirm nicht kann. Dieser Unterschied wird schlicht weg unterschlagen, der Mensch beginnt die gesendete Welt für Wahrhaftig zu halten.

Zusammenfassend wird die „[…] Beziehung Mensch-Welt […] unilateral, die Welt, weder gegenwärtig noch abwesend […]“ (Anders 2010: S. 129) und somit zum Phantom.

[...]

Details

Seiten
9
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656421818
ISBN (Buch)
9783656422631
Dateigröße
445 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v213929
Institution / Hochschule
Universität Salzburg – Schlüsseltexte und Theoriediskurse: Ausgewählte Theorien der Medien- und Kommunikationswissenschaft
Note
2
Schlagworte
kritik günther anders welt phantom matrize

Autor

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Titel: Kritik an Günther Anders "Die Welt als Phantom und Matrize"