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Modifikationen der athenischen Demokratie vor dem Hintergrund der oligarchischen Umstürze am Ende des 5. Jh. v. Chr.

Am Beispiel der Nomothesie

Hausarbeit (Hauptseminar) 2012 20 Seiten

Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Athen am Ende des 5. Jahrhunderts: Oligarchische Zwischenspiele und die Konsequenzen

2. Zur Quellenlage

3. Kurzer Überblick über die Forschungslage

4. Nicht angewandte Normen: Selbstaufgabe der athenischen Demokratie?
4.1 Die Herrschaft der 400
4.2 Die Herrschaft der 30

5. Die athenische Demokratie im 4. Jahrhundert: Modifikationen und Maßnahmen
5.1 Maßnahmen nach der Herrschaft der 400
5.2. Maßnahmen nach der Herrschaft der 30
5.3 Die Nomothesia
5.3.1 Begriff und Zusammensetzung
5.3.2 Verfahren der Nomothesia
5.3.3 Bedeutung der Nomothesia.

6. Der Charakter der athenischen Demokratie im 4. Jahrhundert: Geprägt von den Reaktionen einer blutigen Lektion?

7. Quellen und Literatur
7.1 Quellen
7.2 Literatur

1. Athen am Ende des 5. Jahrhunderts: Oligarchische Zwischenspiele und die Konsequenzen

Der oder die Verfasser der Athenaion Politeia1 beschreiben die athenische Demokratie als eine Staatsform, die anscheinend nicht besonders krisensicher ist2. Jedenfalls waren die Athener in der oben beschriebenen angespannten politischen

Situation angesichts militärischer und politischer Misserfolge dazu veranlasst (von wem sie dazu bewegt wurden oder ob sie sich aus freien Stücken dafür entschieden haben, überlässt die Übertragung aus der englischen Übersetzung des Originaltexts der Interpretation des Lesers)3, die Demokratie zugunsten der Herrschaft der 400 umzustürzen. 411 war es die Volksversammlung selbst, die

„[…] eine Hand voll Oligarchen mit umfangreichen Befugnissen […]“ ausstattete.4 Aus diesen entstanden dann die namensgebenden 400, die schon 410 fliehen mussten und denen die Restitution der Demokratie folgte.5 Auch im Jahr 403 stand am Ende eines zweiten oligarchischen „Intermezzos“6, der Herrschaft der 30, wiederum die Demokratie. Es stellt sich also unter anderem die Frage nach dem „Wie?“, also nach der Art und Weise, wie die Demokratie scheinbar gleich zweimal relativ schnell und problemlos oligarchischen Umstürzen weichen konnte oder musste. Wie haben sie also ihr demokratisches System in ein oligarchisches transformiert? Auf das andere Ende der hier skizzierten Skala von Fragen nach den Gründen und Umständen und Wegen verweist die Untersuchung der Konsequenzen, die die Athener aus der Abschaffung der Demokratie gezogen haben, sodass sie 403 wiederhergestellt wurde und in manchen rückblickenden

Arbeiten die oligarchischen Umstürze lediglich als Zwischenspiele7 erwähnenswert macht. Die vorliegende Arbeit befasst sich also mit der Frage, welche Modifikationen die athenische Demokratie zu Beginn des 4. Jahrhunderts erfährt, und inwieweit diese aus den Erfahrungen mit der Oligarchie zum Ende des 5. Jahrhunderts resultieren, also als Reaktionen auf diese Phase zu verstehen sind. Abschließend soll beurteilt werden, inwiefern die Modifikationen den Erfahrungen mit der Oligarchie Rechnung tragen also der Charakter der athenischen Demokratie im 4. Jahrhundert Folge dieser Ereignisse ist.8

2. Zur Quellenlage

Eine Betrachtung, die Aspekte der athenischen Demokratie ins Auge fasst, kann auf die Athenaion politeia des Aristoteles9 kaum verzichten. Auch wenn Verfasserfrage und Einheitlichkeit der einzelnen Bestandteile des Fragments nicht endgültig gesichert sind, so besteht doch Einigkeit über die Zuverlässigkeit dieser Quelle.10 Für diese Arbeit kommen mehrere Kapitel in Frage; da die Athenaion politeia die Verfassung Athens bis zum Ende der 30 behandelt, kann diese Quelle bezüglich der Umstände der Entstehung der oligarchischen Herrschaft 401 und 404 befragt werden, weiterhin aber auch im Hinblick auf einzelne Institutionen der athenischen Verfassungen; dies ist gerade für die Beurteilung, ob Modifikationen nun Reaktion auf die genannte Episode sind oder an anderer Stelle begründet sein können, wichtig.

Thukydides berichtet ebenfalls über die erste der oligarchischen Episoden. Das achte Buch seiner Darstellung des Peloponnesischen Kriegs behandelt noch die Machtergreifung der 400.11 Seine Darstellung unterscheidet sich hinsichtlich der genauen Vorgänge in vielen Fakten von der der Athenaion politeia.12 Gerade deshalb muss sie aber berücksichtigt werden, um einen möglichst akkuraten Gesamteindruck gewinnen zu können.

Xenophons Hellenika knüpft im ersten Buch an Thukydides an, und befasst sich dann mit der Revolution von 404 und der Restauration der Demokratie in Athen.13 Xenophon ist Zeitgenosse der für diese Arbeit interessanten Ereignisse. Sein Stil allerdings ist weniger auf Ursachen und systematische Einordnung der historischen Ereignisse hin orientiert, sondern zielt auf eine moralisierende und bewertende Aussagekraft über einzelne Personen zum „Nachweis menschlicher Größe“14.

3. Kurzer Überblick über die Forschungslage

Das 4. Jahrhundert stand in der Erforschung der griechischen Antike lange Zeit im Schatten des davor liegenden 5. Jahrhunderts und des nachfolgenden 3. Jahrhunderts. Ersteres überstrahlte mit der Etablierung der Demokratie und Athens außenpolitischer Stellung die Zeit danach, und im 3. Jahrhundert brach mit dem Hellenismus eine ganz neue Zeit an. Es verwundert nicht, wenn viele Autoren also dem 4. Jahrhundert entweder wenig Interesse zukommen ließen oder aber in der Beurteilung vorschnell zu beschreibenden Substantiven wie Krise,

Ende oder Niedergang griffen.15 Vor allem Hansen begann in den 80er Jahren mit der quellenorientierten und unvoreingenommenen Aufarbeitung des bis dahin nur vage bearbeiteten Felds des 4. Jahrhunderts.16 Beiträge von Bleicken und Welwei, denen in den 90er Jahren größere Monographien folgten, trugen dazu bei, das Bild nachhaltig zu veränderten. Zum Standardwerk geworden ist der Tagungsband eines Symposiums im Jahr 1992 unter dem Titel „ Die athenische Demokratie im

4. Jahrhundert v. Chr. Vollendung oder Verfall einer Verfassungsform?“. Für die in dieser Arbeit zu erörternden Fragen um Verfassungsänderungen und rechtliche Fragen sind Beiträge von Ostwald17, Sealey18 und Rhodes19 wegweisend, die sich mit Aspekten einzelner Institutionen befassen. Das Verhältnis von Oligarchie und Demokratie hat Haßkamp 2004 in einer Dissertation bearbeitet. Mit der

Entwicklung der athenischen Demokratie mit einem Schwerpunkt auf den Institutionen und Begriffen befasst sich Blackwell in einer Publikation die als Onlineprojekt und –datenbank „Demos“ innerhalb des Stoa-Projekts20 versucht, alle Phänomene der athenischen Demokratie zusammenzutragen.

4. Nicht angewandte Normen: Selbstaufgabe der athenischen Demokratie?

4.1 Die Herrschaft der 400

411 ist es, folgt man der Darstellung Thukydides‘, kein großes Problem gewesen, die Athener zu unterwerfen. Denn der Umsturz habe dem Willen der Mehrheit entsprochen.21 Der lange Krieg und das Scheitern bei Syrakus 413 hatten gravierende Auswirkungen auch auf die innere Stabilität der Polis. Die Versprechungen, die man aufgrund der zurückliegenden Erfolge mit der Demokratie verbunden hatte22, waren Verzweiflung gewichen – es war auch der fehlende Erfolg, der dazu beitrug, dass die Demokratie von der Oligarchie abgelöst wurde,23 und Zweifel an der Fähigkeit der Institutionen wuchsen. Zum genauen Verlauf der Machtergreifung der 400 gibt es unterschiedliche Angaben bei Thukydides und Aristoteles. Während ersterer den Sturz als länger vorbereitete Revolution einordnet24, stellen sich die Ereignisse bei Aristoteles als schrittweise, aber kürzere Entwicklung dar. Nach Absprachen und Vorbereitungen traft der

„führende Umstürzler“25, Peisandros aus Samos, 411 in Athen ein – zeitgleich gingen andere Abgesandte in andere Städte.26 Alkibiades, der vorgab ohne das Hindernis der demokratischen Führung ein Bündnis mit den Persern vermitteln zu können, fand eine Gruppe von wohlhabenden Athenern, die diesen Weg beschleunigen wollten.27 Die Putschisten forderten, dass nur mehr 5000 verdiente und leistungsfähige Bürger regieren sollten und außer jenen auch keine Bezahlung mehr erfolgen sollte.28 Mit fortwährender Agitation und Terror betrieb diese Gruppe den Umsturz, die Machtergreifung selbst ist „für jede Demokratie ein

Lehrstück“29. Bei Thukydides ist beschrieben, wie die Oligarchen „mit Hilfe [der] Institutionen die Demokratie zur Disposition stell[t]en“30. Die Demokraten selbst hinterfragten ihre Polisordnung31 ; die Diskussion um die von den Oligarchen vorgeschlagene Verfassungsänderung wurde offenbar auch als eine Diskussion um die Modifizierung der Demokratie geführt; es war eine Diskussion um die richtigen patrioi nomoi, 32 die 411 unter anderem zur Herrschaft der 400 führte.33 Dass gefordert wurde, nur eine Gruppe der leistungsfähigsten mit der Führungsgewalt zu versehen, stieß in Athen auf keine große Opposition. Politische Morde mögen ihren Teil dazu beigetragen haben, jedenfalls wurde ein Vorschlag von der Volksversammlung angenommen, der die Gewaltherrschaft noch beflügelte: Die Volksversammlung selbst sorgte 411 für ein Gremium dass über eine neue Verfassung beraten sollte34. Zehn eigens eingesetzte Vorberater sollten übereilte Beschlüsse der Volksversammlung verhindern35 und machten Verbesserungsvorschläge, unter anderem wurde die Klage gegen

Widergesetzlichkeit abgeschafft beziehungsweise umgedreht: Jeder Athener konnte fortan straflos einbringen, was er wollte.36 Was vor verfassungswidrigen Elementen hatte schützen sollen, diente jetzt dazu, jene mit der Todesstrafe zu belegen, die es wagten, gegen vorgeschlagenen neue Gesetze zu klagen. Die ersten Vorschläge kamen von Peisandros, der die Abschaffung der bisherigen Institutionen vorschlug. Fortan sollten fünf Vorsitzende gewählt werden, diese sollten 100 Männer wählen, von denen dann jeder drei Männer gesondert wählen konnte. Bis zu 400 sollten also mit unbeschränkter Vollmacht regieren. Nach Gutdünken sollte die Volksversammlung von 5000 Bürgern einberufen werden.37 Allein: Eine Liste dieser 5000 existierte nicht, wie Thukydides anmerkt. Die Ungewissheit über die 5000 Namen war Teil der Methode der Oligarchen, da niemand wusste, wer zu diesen „Insidern“ gehören sollte, musste jeder Terror fürchten.38 Außenpolitische Debakel durch spartanische Siege und der wachsende Widerstand in der Flotte gegen die athenischen Oligarchen beschleunigten das Ende der oligarchischen Herrschaft.39 Unter Theramenes kam es zu einer veränderten oligarchischen Herrschaft, deren einzelne Besonderheiten nicht eindeutig aus den Quellen hervorgehen.40 Nach dem Seesieg der Flotte unter Alkibiades bei Kyzikos traf ein spartanisches Friedensangebot bei den Athenern ein.41 Die Oligarchen, die ja für den Frieden angetreten waren, gerieten unter Druck, da die Athener keinen Verzichtfrieden42 wollten. In den in der gemäßigten Oligarchie wieder stattfindenden Volksversammlungen setzten sich die Gegner dieses Friedens durch. Nach einem politischen Mord und der Flucht wichtiger Führer der 400 waren diese schließlich gestürzt.43

Auch wenn die entscheidende Abstimmung in Kolonos stattfand und wohl nicht von allen berechtigten Bürgern besucht werden konnte, so waren es doch die politisch berechtigen Athener, die die „gesetzlichen Barrieren“ niederrissen44, die einen offenen Rechtsbruch begingen. Nicht ungesetzliche Anträge wollte man länger mit Strafen belegen, sondern die Klage gegen ebendiese. Damit war ein wichtiges Kontrollinstrument ausgeschaltet und machte die oligarchische Herrschaft erst vollumfänglich möglich – ohne dass diese diesen Schritt tatsächlich erzwungen hatten.45 Thukydides Aufzeichnungen sprechen dafür, dass die Boule selbst bis zu ihrer Auflösung daran mitgewirkt hat, die Abstimmungen also durchgeführt hat.46 Erst, als die Oligarchen scheinbar nicht mehr erfolgreich waren und ein Friedensangebot annehmen wollten, dass für die Athener nicht akzeptabel war, fand ein erneuter Wechselstatt – allerdings noch nicht zur Demokratie, sondern zu einer gemäßigteren Oligarchie. Erst 410 gab es wieder einen ausgelosten Rat der 500 und besetzte Gerichtshöfe. Gegen die Oligarchen wurde ein Volksbeschluss gefasst, der die straflose Tötung ermöglichte.47

4.2 Die Herrschaft der 30

Nach der Kapitulation Athens angesichts des Siegs der Spartaner 48 49 war die Zeit für einen Verfassungsumsturz günstig. Der Krieg war „auch ein Kampf der Systeme“50, und die Träger der Demokratie standen durch das Scheitern des ehemals so starken Athens in der Kritik.51 Die Friedensbedingungen, die Theramenes aushandelte, enthielten aber noch keine Bestimmungen zur Verfassung Athens. Allerdings musste Athen die Verbannten der letzten Jahre wieder aufnehmen, darunter viele Verbannte der ehemaligen 400.52 Erst als eine Gruppe von Putschisten aktiv wurde, war die Demokratie ernsthaft in Gefahr. Charismatische Wortführer und Oligarchen ergriffen die Chance. Sie ließen sich zur Restaurierung der althergebrachten Gesetze wählen, schrieben sich also gerade nicht dem Umsturz sondern die patrios politeia auf die Fahnen.53 Alte Oligarchen der 400 und Exilanten wie der Oberkommandierende Lysander gehörten zu der neuen Gruppe54, wurden aber dominiert von Kritias – einem Vertreter des Rechts des Stärkeren. Die Volksversammlung beauftragte schließlich ein 30-köpfiges Gremium damit, die Gesetze der Väter zu „eruieren“ 55 – es wurde der Eindruck erweckt, als sollte die Gesetzessammlung von 410 fortgesetzt werden. Bei diesem von der Volksversammlung unwissentlich mitgetragenen Staatsstreich wurden zehn der Mitglieder der 30 von Theramenes persönlich, zehn von den mit ihm verbündeten Ephoren und die übrige zehn von der Ekklesia bestimmt. Die Boule blieb formal das Entscheidungsorgan. Die 30 jedoch erfüllten nicht ihren Auftrag, die patrioi nomoi zu sammeln, sondern „setzten nun Rat und Amtsträger nach ihrem Geschmack ein“56. 300 bewaffnete Männer, eine

Art Leibgarde der 30, verhalfen den Wünschen der Junta zur Durchsetzung.57

Prozesse, Hinrichtungen und Verbannungen tragen nicht nur Exponenten der demokratischen Kultur, sondern trafen willkürlich Bürger.58 Kritias hartes Vorgehen setzte die Akzeptanz zunehmend aufs Spiel, Theramenes wollte erneut eine Verfassung wie die schon 411 vorgeschlagene Liste mit Fünftausend Namen verwirklicht sehen. Eine Liste mit Dreitausend Namen diente dann aber dazu, alle anderen Bürger mi Kriegerausstattung zu entwaffnen. Theramenes wurde von den anderen Oligarchen hingerichtet.59 Alle Bürger, die nicht auf der Liste der 3000 standen, durften die Stadt nicht mehr betreten. Das Ende der „Tyrannis der 30“ rückte näher, was sich auch an einem Massaker in Eleusis manifestiert, wo die 30 Zuflucht suchten.60 Denn der demokratische Widerstand hatte mit athenischer Unterstützung mit 1000 Mann den Piräus eingenommen, auch Kritias kam zu Tode. Die 3000 Bürger des oligarchischen Staates setzten daraufhin die 30 ab.

Die 30 waren auch wegen der versprochenen Wiederherstellung der patrios politeia gewählt worden61 – in Wirklichkeit aber haben sie den gesetzlichen Rahmen zerstört und die Fundamente der Demokratie zugunsten ihrer Herrschaft abgetragen.62 Kritias und seine Mitstreiter unter den 30 verzögerten auch die Ausarbeitung einer neuen Verfassung, zu der es ja schon 411 hätte kommen sollen. Statt neuer Ordnung gab es aber nur neue Willkür. Die Berufung auf die patrioi nomoi hatte die Bürger ruhig gestellt und manche auf die Seite der Oligarchen gezogen; ohne die Unterstützung der Athener hätten die Oligarchen ihre Herrschaft nicht lange aufrecht erhalten können – und konnten es auch nicht, ohne Terror auszuüben. Dass die Athener diese Oligarchische Herrschaft nicht akzeptierten, belegt auch der Verweis in Xenophons Hellenika, dass das Jahr 404 als das archontenlose galt – obwohl es einen Archonten gab.63 Aristoteles behandelt die oligarchischen Herrschaften und die demokratische Zeit dazwischen eher knapp um dann wieder mehr zur “11. Reform“ zu sagen.64

[...]


1 Haßkamp hingegen sieht den Autor nur der aristotelischen Schule zugeordnet. Vgl. Dorothee Haßkamp, Oligarchische Willkür – demokratische Ordnung. Zur athenischen Verfassung im 4. Jh. v. Chr., Darmstadt , 10. Nachfolgend zitiert als Haßkamp.

2 Aristotle, The Athenian Constitution. The Eudemian Ethics. On Virtues and Vices, Hg. Und übers.von E. Rackham, London 1952 (= Aristotle in 23 Volumes, Vol. 20), Ath. Pol. 29. Abgerufen über www.perseus.tufts.edu

3 „They were compelled to overthrow…“ lässt die Übersetzung mit ”nötigen”, ”veranlassen” oder

„gezwungen“ zu, vgl. Wörterbuch

4 Haßkamp, 10.

5 Vgl. Linda-Marie Günther, Griechische Antike,Tübingen 2008 (= Studium Geschichte), 225. Im Folgenden zitiert als Günther .

6 Karl Wilhelm Welwei, Das klassische Athen. Demokratie und Machtpolitik im 5. Und 5. Jahrhundert, Tübingen 1999, 247. Im Folgenden zitiert als Welwei 1999.

7 Vgl. entsprechende Bezeichnungen bei Günther 2008, 222, Welwei 1999, 247 oder Haßkamp, 11.

8 Haßkamp, 55.

9 Dorothea Frede schreibt die Athenaion politeia Aristoteles zu, vgl. Dorothea Frede, Aristoteles, In: DNP, Bd. 1, Stuttgart 1996, 1134-1145.

10 Haßkamp,10.

11 Simon Hornblower, Thukydides, in: DNP, Bd. 12.1, Stuttgart 2002, 506-512.

12 Vgl. Wolfgang Schuller, Griechische Geschichte, 5. Überarb. Und erw. Aufl., München 2002, 142.

13 Eckart Schütrumpf, Xenophon, in: DNP, Bd. 12.2, Stuttgart 2003, 633-642.

14 Eckart Schütrumpf, Xenophon, in: DNP, Bd. 12.2, 638.

15 Vgl. Publikationen mit entsprechenden Titeln, hier seien genannt: Mossé, Claude, La Fin de la démocratie athénienne. Aspects sociaux et politiques du déclin de la cité grecque au IVesiècle av. J.-C., Paris 1962. Differenzierter und mit diesen vorschnellen Bezeichnungen aufräumend ist: Walter Eder (Hg.), Die athenische Demokratie im 4. Jahrhundert v. Chr. Vollendung oder Verfall einer Verfassungsform?, Akten eines Symposiums, 3.–7. August 1992, Steiner, Stuttgart 1995.

16 Vgl. Haßkamp, 11.

17 Martin Ostwald, From Poplar Sovereignity of Law. Law, Society and Politics in Fifth-Century Athens, London 1986.

18 Raphael Sealey, On the Athenian Concept of Law, CJ 77 1982, 289-302.

19 Peter John Rhodes, Nomothesia in Fourth-Century Athens, The Classical Quarterly, New Series, Vol. 35, No. 1, 1985, 55-60.

20 http://www.stoa.org

21 Thukydides, Geschichte des Peloponnesischen Krieges,übers. V. Georg Peter Landmann, München 1977, hier: Thuk. 8,64,4

22 Welwei verweist darauf,dass der athenische Demos immerhin letztlich bis 404 Einsatz zeigte, und gerade die Resitution der Demokratie fast mit der Kapitulation zusammenfällt. Vgl. Welwei, S. 312.

23 Robert Sinclair, Democracy and Participation in Athens,Cambridge 1988, 42f.

24 Thukydides beschreibt, wie zunächst die Bürger der Oberschicht in einzelnen Städten wie Samos entscheiden, eine oligarchische Herrschaft zu errichten. Thukydides spricht bereits zu

diesem Punkt vom Ende der Demokratie in Athen. Vgl Thuk 8,63,3 bis 8,64,1.

25 Günther, 223.

26 Thuk. 8,64,1.

27 Welwei, S. 312.

28 Thuk. 8,65,3

29 Günther, 224.

30 Haßkamp, 30.

31 Allerdings beschreibt Thukydides, dass im Rat und in der Ekklesia schon zu diesem Zeitpunkt nur noch diskutiert wurde, was von den Verschwörern eingebracht oder abgesegnet wurde. Vgl. Thuk. 8,66,1.

32 Die Kommissionsmiglieder sollten sich mit den Reformen und Gesetzen des Drakon, Solon und Kleisthenes befassen. Vgl. Aristot. Ath. Pol. 29,3.

33 Haßkamp, 33.

34 Diese Volksversammlung fand unter ungewöhnlichen Umständen statt, außerhalb der Sradt in Kolonos. Vgl. Günther, 224.

35 Karl-Wilhelm Welwei, Griechische Geschichte, Paderborn 2011, 309f. Im Folgenden zitiert als Welwei 2011.

36 Thuk. 8,67,1.

37 Thuk 8,68,1.

38 Günther, 223.

39 Thuk 8,74-75.

40 Günther, 226.

41 Günther, 226.

42 Die Spartaner forderten die Abtretung aller derzeit nicht mehr kontrollierten Städte. Vgl. Günther, 226.

43 Welwei 2011, .313.

44 Haßkamp, 32.

45 Jochen Bleicken, Die athenische Demokratie, 2. Völlig überarbeitete und wesentlich erweitere Auflage, München 1994, 72f.

46 Haßkamp , 35.

47 Vgl. Günther, 226.

48 Aristoteles nennt die Tyrannei der 30 und der Zehn, vgl. Ath. pol. 41,2. In der

Forschungsliteratur ist überwiegend nur von den „30“ die Rede.

49 Die Hellenika berichtet, dass die Athener wussten, was zu tun war. Vgl. Xen. hell. 2,2,10.

50 Welwei 2011, 316.

51 Gemäß den Vereinbarungen mussten zu dieser Zeit die langen Mauern demontiert werden. Vgl. Xenophon, Hellenika,hrsg., übers.,erl. v. Gisela Strasburger, München 1988, hier: Xen. hell 2,2,20.

52 Günther, 230.

53 Haßkamp, 44.

54 Schuller 2002, 44.

55 Günther, 230.

56 Welwei 2011, 317

57 Günther, 230.

58 Günther, 230.

59 Günther, 230.

60 Bleicken 1994, 74f.

61 Xen. hell. 2,3,2.

62 Haßkamp, 48.

63 Xen. hell. 2,3,1.

64 Ath. Pol. 41,2.

Details

Seiten
20
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656424055
ISBN (Buch)
9783656424628
Dateigröße
435 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v213970
Institution / Hochschule
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt – Lehrstuhl für Geschichte der Antike
Note
2,3
Schlagworte
modifikationen demokratie hintergrund umstürze ende beispiel nomothesie

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Titel: Modifikationen der athenischen Demokratie vor dem Hintergrund der oligarchischen Umstürze am Ende des 5. Jh. v. Chr.