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Gender Mainstreaming - Die Strategie und ihre Kritiken

von Maria Steinhaus (Autor)

Seminararbeit 2013 37 Seiten

Frauenstudien / Gender-Forschung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung

2. Gender Mainstreaming
2.1 Historischer Entstehungskontext des Gender Mainstreamings
2.2 Konstitutive Elemente des Gender Mainstreamings, oder: Versuch einer Definition

3. Kritik des Gender Mainstreamings
3.1 Kritik am Gender-Begriff/ -Konzept des Gender Mainstreamings
3.2 Kritik am Konzept des Mainstreamings
3.3 Gender Mainstreaming, 'neoliberaler' Mainstream und Verwaltungsmodernisierung
3.4 Verlust des transformativen/ emanzipatorischen Potenzials?
3.5 Angst vor Schwächung der Frauenförderung/ -politik
3.6 Die Unbestimmtheit der Gender Mainstreaming-Strategie und des Gerechtigkeitsbegriffs
3.7 Die Nicht-Einbeziehung anderer Diskriminierungsfaktoren

4. Schlussbetrachtung

Literaturverzeichnis

Selbstständigkeitserklärung

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

„Eine zukunftsorientierte moderne Gesellschaftspolitik muss die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Frauen und Männer in allen Bereichen der Gesellschaft gleichberechtigt vertre­ten sind“ (Ahlers 2005: 8). Wer wollte diese Aussage heute noch verneinen?

Als hinreichend bekannt, darf die fortwährende Benachteiligung von Frauen in diversen gesellschaftlichen Bereichen und vornehmlich in der (Erwerbs-)Arbeitssphäre gelten. Ge­schlecht hat immer noch Einfluss „auf die Verteilung von Arbeit, Geld, Macht und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben“ und „das Geschlechterverhältnis [ist, M.Sch.] nach wie vor hierarchisch organisiert“ (Ehrhardt 2003: 16). „Nach wie vor sind die Chancen von Frauen und Männern in der Arbeitswelt ungleich verteilt“ (Ahlers 2005: 8).

Nimmt man diese Aussagen unumwunden an, dann offenbart sich in ihnen (zumindest) ein Demokratie- aber auch ein Modernisierungsdefizit (vgl. ebd.). Schlicht gesprochen, handelt es sich bei Ersterem um die bisherige Nicht-Verwirklichung eines gesetzlich verbürgten Grund­rechts[1] einer/eines Jeden nach rechtlicher Gleichheit, nach Gleichberechtigung und im weites­ten Sinne nach Chancengleichheit. Zweiteres macht darauf aufmerksam, dass die derzeitige Benachteiligung von Frauen eine 'Vergeudung von Ressourcen' darstellt, welcher in sozial-uti­litaristischer oder auch ökonomischer Manier mit Anerkennung, Nutzung und Weiterentwickl­ung der Potenziale von Frauen und Männern 'angemessener' begegnet werden könnte.

Davon ausgehend, dass die 'allgemeine Richtigkeit' geschlechtsbezogener Gleichstellungs­bemühungen nicht weiter diskutiert werden muss, darf sodann gleich deren Notwendigkeit bei der gesetzten Transformationsabsicht betont werden. Da „Geschlechterstereotype und Kli­schees eine große Beharrungskraft besitzen und die Entwicklung und das Verhalten nicht nur einzelner Personen und Gremien, sondern auch die Strukturen ganzer Institutionen beeinflus­sen“ (ebd.) – also eine relativ hohe Persistenz besitzen, scheint in pragmatisch-programma­tischer Hinsicht ein gleichstellungspolitischer Ansatz oder eine Strategie gefragt, welche es vermag, über weite gesellschaftliche (Teil-)Bereiche eine Bearbeitung der (sozialen) Katego­rie Geschlecht in Richtung Gleichberechtigung und Gleichstellung 'der Geschlechter' vorzu­nehmen. Gemäß der Einsicht des 'Doing Gender' ist 'Geschlecht' ein ständiger performativer Akt sozialer Subjekte, der prinzipiell alle gesellschaftlichen Teilbereiche tangiert. Da 'Geschlecht' eine die ganze Gesellschaft durchziehende soziale Kategorie darstellt, muss die gewünschte „Gleichstellung von Frauen und Männern […] deshalb ein Anliegen von Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft“ (Ahlers 2005: 8), also ein Querschnitts-Anliegen sein.

Bei der Sondierung des Sortiments populärer gleichstellungspolitischer Maßnahmen fällt zweierlei ins Auge. Zum Ersten: „So viel Gender wie heute war noch nie“ (Meuser/Neusüß 2004: 9)[2] und zum Zweiten: „Gender Mainstreaming ist derzeit in aller Munde – sowohl von Befürworterinnen und Befürwortern als auch von Gegnerinnen und Gegnern“ (Ehrhardt 2003: 13).

Der Begriff des Gender Mainstreamings bezeichnet eine 'verheißungsvolle', populäre, ge­schlechterpolitische Strategie, welche sich seit dem Ende der 1990er Jahre in geschlechter- und sozialpolitischen Sphären immer größerer 'Beliebtheit'[3] und diverser Versuche ihrer kon­zeptionellen Ausgestaltung erfreut. Inzwischen ist eine Vielzahl von Publikationen zum Gen­der Mainstreaming erschienen, in welchen sich der Thematik aus verschiedenen Perspektiven und entlang verschiedener Fragestellungen genähert wird.

Die Hoffnung, welche dem Ansatz des Gender Mainstreamings entgegengebracht wird, gründet sich auf der Annahme seines transformatorischen Potenzials in Bezug auf die Ge­schlechterverhältnisse. Grob gesagt, handelt es sich beim Gender Mainstreaming um eine mit politischer Macht ausgestattete Strategie, welche die Gleichstellung und Gleichberechtigung der 'Geschlechter' zum Ziel hat. Darüber hinaus kann das Gender Mainstreaming so etwas wie einen Kulminations- bzw. Schnittpunkt verschiedener gesellschaftlicher Sphären der Beschäf­tigung mit der 'sozialen Kategorie Geschlecht' bilden. Gender Mainstreaming vermag deutlich zu machen, dass 'Geschlecht' ein gesellschaftliches Querschnittsthema darstellt, welches – als Programm verstanden – dazu aufzurufen scheint, dialogisch-diskursiv zu 'tragfähigen' Kon­zepten einer möglichst umfänglichen Bearbeitung der (als änderungswürdig empfundenen) Geschlechterverhältnisse zu gelangen. Zwar zielt das Gender Mainstreaming vornehmlich auf – zumeist durch die Führungsebene zu initiierende – Veränderungen in organisationellen Kon­texten ab, aber dennoch könnte dieser Ansatz dazu geeignet sein, den Kreis der an diesem Prozess beteiligten Akteur_innen zu erweitern. Er könnte u.U. das Potenzial bergen, Akteur_innen verschiedenster Provenienz – deren Wissen und Kompetenz – zusammenzufüh­ren: Wissenschaftler_innen möglichst vieler Fachrichtungen, Politiker_innen aller Ebenen, so­ziale Akteur_innen aller möglichen Bereiche und organisationeller Positionen an der Aus­handlung 'geschlechtergerechter Gesellschaftsformen' teilhaben zu lassen.

Soweit – äußerst verkürzt – zum hehren Anspruch der Strategie des Gender Mainstrea­mings. Doch wie ist es um das konkrete Potenzial dieses Ansatzes, kritisch betrachtet, wirk­lich bestellt?

Nach wie vor bildet der Begriff des Gender Mainstreamings für den Großteil der Bevölkerung einen eher unbekannten Terminus, und damit nicht genug: auch in fachlich einschlägigen Kreisen vermag die hinter der Begrifflichkeit des Gender Mainstreamings stehende geschlechterpolitische Strategie – nicht zuletzt auch aufgrund ihrer relativen Offenheit – Verun­sicherungen hinsichtlich ihrer substanziellen Gehalte und Zielvorstellungen zu erzeugen – Kontroversen und Kritiken eingeschlossen.

Aus diesen Gründen – der möglichen gesamtgesellschaftlichen und geschlechterpolitischen Bedeutung der Strategie, der inzwischen schon nahezu unüberschaubaren Fülle an Material und der gleichzeitigen Unsicherheiten in Verständnis und Umgang verschiedenster Akteur_in­nen mit Gender Mainstreaming – erscheint es dem/der Autor_in sinnvoll, sich zunächst um eine möglichst faktische Darstellung des Ansatzes zu bemühen, um daran anschließend die von verschiedenen Stellen geäußerte Kritik an der Ausgestaltung des Gender Mainstreamings zusammenzuführen.

Ziel der vorliegenden Arbeit soll es also sein, herauszustellen, welche Elemente im Allgemei­nen als konstitutiv für das Gender Mainstreaming angesehen werden können, welche Kritik diesen Ansatz trifft und wie diese systematisiert werden kann. Die Systematisierung erscheint dem Autoren und der Autorin aufgrund der Diversität der an dem Diskurs um das Gender Mainstreaming beteiligten Akteur_innen und 'Fachrichtungen'[4] und aufgrund der Fülle der Kritik als erstrebenswert.

Gemäß der formulierten Ziele dieser Arbeit wird das zweite Kapitel dem/der Autor_in dazu dienen, den historischen Entstehungskontext des Gender Mainstreamings kurz nachzu­zeichnen, um daran anschließend die Strategie selbst vorzustellen. Die Darstellung der Strate­gie des Gender Mainstreamings muss in diesem zweiten Kapitel zunächst relativ faktisch und unkritisch erfolgen, um dem/der Leser_in innerhalb der gebotenen Kürze einen schnellen Ein­stieg in Thematik zu gewährleisten.

Im Hauptteil (Kapitel 3) der Arbeit wird – dem Interesse des Autors und der Autorin ent­sprechend – ein möglichst differenzierter Blick auf die an das Konzept aus diversen Bereichen herangetragenen Kritiken geworfen. Die Untergliederung des Hauptkapitels erfolgt zur besse­ren Übersichtlichkeit entlang der von dem/der Autor_in ausgemachten Hauptkritikfelder des Gender Mainstreamings, welche in der Gliederung einzusehen sind. Wenn möglich, soll zu­sätzlich der Versuch unternommen werden, mit Blick auf die jeweils Kritik äußernden Akteur_innen nachvollziehbar zu machen, aus welchem Verständnis von bspw. 'Gender' oder aus welchem ideengeschichtlichen oder handlungspraktischen Hintergrund die erhobene Kri­tik resultiert.

Den Abschluss der Arbeit wird ein resümierendes Fazit in Kapitel 4 bilden.

Im Folgenden wird nun also zunächst ein kurzer historischer Abriss sowie eine etwas ausführ­lichere Darstellung des Gender Mainstreamings (im Folgenden abgekürzt: GM) vorgenom­men[5].

2. Gender Mainstreaming

2.1 Historischer Entstehungskontext des Gender Mainstreamings

„Gender Mainstreaming entsprang einer international geführten Debatte von Frauen-NRO, Frauen- und Geschlechterforscherinnen und vor allem feministisch engagierten Mitarbeiter-innen von Entwicklungsorganisationen“ (Frey 2004: 34)[6].

Auch wenn der Begriff des GM im Abschlussbericht der dritten Weltfrauenkonferenz (Nai­robi, 1985) noch keine explizite Verwendung fand, wurde er hier doch erstmalig in einem ent­wicklungspolitischen Zusammenhang eingeführt und hinsichtlich seines Anliegens diskutiert (vgl. Tomic 2011: 27). Die zu dieser Zeit geführte geschlechterpolitische Debatte der Ent­wicklungspolitik thematisierte insbesondere die Integration von Frauen in den Mainstream (Hauptstrom) von Entwicklungsprozessen sowie weiterführend und unter Hinzunahme der Kategorie 'Gender'[7] die Forderung, gleichstellungspolitische Belange grundsätzlich und durchgehend in Projekt- und Programmabläufe von Entwicklungsinstitutionen zu implemen­tieren (vgl. Frey 2004: 25). Ziel der beteiligten Akteur_innen aus Frauenpolitik, multilateralen Organisationen und akademischen Einrichtungen war es, „Frauen- und Geschlechterpolitik zum Querschnittsthema zu machen und Gender Mainstreaming kann als Produkt dieser De­batten und Praktiken bezeichnet werden“ (Frey 2004: 24f.). Mit der Ambition, Genderper­spektiven in alle Phasen der Entwicklungszusammenarbeit[8] einbinden zu wollen, war das Fundament für die Entwicklung der neuen Gleichstellungsstrategie des GM gelegt, mit deren Hilfe Gleichstellungsaspekte systematisch in alle Politikbereiche einfließen sollten. Die 'main­streaming strategy' zielt der Idee nach „nicht nur auf den Abbau bestehender Ungleichheiten ab, sondern vor allem auch auf die Prävention von Diskriminierungen“ (Tomic 2011: 27f.).

Eine Weiterentwicklung und kritische Reflexion des GM erfolgte 1995 auf der vierten UN-Weltfrauenkonferenz in Peking, auf welcher die neue Strategie ihren Namen erhielt und auch über die entwicklungspolitische Fach-Community hinausgehend in einer breiteren politischen Öffentlichkeit bekannt wurde (vgl. von Braunmühl 2002: 20f.). 189 Staaten verabschiedeten den sog. 'Forderungskatalog der Aktionsplattform' und verpflichteten sich damit zu diversen Maßnahmen der Verbesserung der Situation von Frauen und zur Implementierung einer 'Gen­der-Perspektive' in alle Politikbereiche:

„Governments and other actors should promote an active and visible policy of mainstrea­ming a gender perspective into all policies and programms, so that, before decisions are ta­ken, an analysis is made of the effects on women and men, respectively“ (UN 1996: 27; zi­tiert nach Tomic 2011: 29).

Auch auf europäischer Ebene wurde mit dem EG-Vertrag von Amsterdam 1997, welcher die Gleichstellung von Männern und Frauen zu einer der zentralen Aufgaben der europäischen Gemeinschaft erhebt, eine Rechtsverbindlichkeit für geschlechterpolitische Maßnahmen[9] ge­schaffen. Seit der Ratifizierung des Vertrages 1999 binden z.B. die EU-Förderprogramme ihre Mittelvergabe an die Einhaltung der zum offiziellen Instrument erhobenen GM-Prinzipien und auch auf bundesdeutscher Ebene ist seit dem Jahre 2000 eine interministerielle Steuergruppe mit der Implementierung des Ansatzes in die laufende Arbeit aller Ressorts unter der Leitung des BMFSFJ beauftragt (vgl. Ehrhardt 2003: 15). GM ist schließlich eine rechtsverbindliche Aufgabe aller Mitgliedsstaaten der EU und „stellt also die institutionalisierte Verankerung des Gender-Ansatzes dar“ (Callenius 2002: 68).

2.2 Konstitutive Elemente des Gender Mainstreamings, oder: Versuch einer Definition

Die Konkretisierung der Bedeutung und Gehalte des GM vollzog sich eher prozesshaft-suk­zessiv – „in einem schrittweisen Lernprozess, im Zusammenwirken von internationaler Frau­enbewegung und Entwicklungsinstitutionen“ (Callenius 2002: 64f.). Formale Definitionen wurden erst lange nach Beginn eines Diskurses über GM entwickelt (vgl. ebd.: 68f.). Die be­griffliche Ausdeutung von GM und die Weiterentwicklung der Strategie gingen erst im Laufe der Zeit – insbesondere im politischen Diskurs und im Zusammenhang mit praktischen Erfah­rungen – vonstatten und bildeten keinesfalls den Ausgangspunkt der konzeptionellen Ent­wicklung. GM kann dann als „das vorläufige Ergebnis aus den Lernerfahrungen von drei De­kaden verschiedener Frauenförderstrategien“ (ebd.: 64f.) gelten.

Daraus erklärt sich u.a.[10] auch die Existenz einer Vielzahl von Definitionen und Begriffs­-erklärungen jeweils unterschiedlicher Schwerpunktsetzungen. Die auf politischer Ebene bedeutsamsten sind hierbei v.a. jene internationaler politischer Institutionen, namentlich des Europarates und der EU-Kommission. Diese seien im Folgenden kurz vorgestellt[11].

[...]


[1] Vgl. Artikel 3 GG.

[2] Zur Vergegenwärtigung der Popularität, welcher der Beschäftigung mit der Gender-'Problematik' heute zu­kommt, genügt zum einen ein Blick in die einschlägige wissenschaftliche Fachliteratur; zum anderen ist es sehr aufschlussreich, zu beobachten, auf welchen 'politischen Ebenen' die Gender-Thematik seit geraumer Zeit institutionelle Bearbeitung findet (UN, EU, Bund).

[3] „Es gibt kein Bundesland mehr, dessen Kabinett nicht beschlossen hätte, Gender Mainstreaming als neues Verfahren für die Verwaltung anzuwenden “ (Stiegler 2004: 5).

[4] Angesprochen sind hierbei u.a. die wissenschaftliche Frauen- und Geschlechterforschung sowie die (sozial-)politisch institutionalisierte Geschlechterpolitik.

[5] Aufgrund der gebotenen Kürze sowie der inhaltlichen Ausrichtung dieser Seminararbeit kann an dieser Stel­le keine ausführliche historische Kontextualisierung der Entstehung des Gender Mainstreamings geleistet werden. Deshalb wird im Folgenden nur ein kurzer Abriss der wichtigsten und für das Verständnis als sinn­voll erachteten Entwicklungsstationen des Konzepts vorgenommen werden. Vertiefend wird auf einschlägige Fachliteratur verwiesen.

[6] Für eine detailliertere und vertiefende Darstellung der internationalen Geschichte des GM-Konzepts vgl. Callenius 2002: 64ff. sowie Tomic 2011: 28ff.

[7] „Der Gender-Ansatz hat den Anspruch, das gesamte Tätigkeitsspektrum einer Organisation, vor allem bezo­gen auf seine Programme und Projekte, frauengerecht auszugestalten“ (Callenius 2002: 68).

[8] „Hierzulande begann das Konzept GM außerhalb der entwicklungspolitischen Institutionen – also reichlich verzögert – bekannt zu werden“ (Frey/ Kuhl 2003: 2).

[9] „Bei allen […] genannten Tätigkeiten wirkt die Gemeinschaft darauf hin, Ungleichheiten zu beseitigen und die Gleichstellung von Männern und Frauen zu fördern“ (Amsterdamer Vertrag 1997, Art. 2, Abs. 3e).

[10] Darüber hinaus ist es dem GM-Ansatz inhärent, dass die konkrete inhaltliche Ausgestaltung der Zielsetzun­gen und Maßnahmen im Verantwortungsbereich der jeweiligen Organisation bzw. Institution liegt, weshalb sich in der praktischen Umsetzung des GM vermutlich zusätzlich eine unüberschaubare Vielzahl konkret zugeschnittener Definitionen entwickelt hat.

[11] Weitere Definitionen nationaler Behörden und Ministerien (bspw. BMFSFJ) sowie auch im wissenschaftli­chen Diskurs entstandene Definitionen existieren zudem in großer Zahl und inhaltlicher Bandbreite, an die­ser Stelle erfolgt jedoch eine Fokussierung auf die in der Fachliteratur am häufigsten rezipierten Definitio­nen – welche gleichzeitig von größerer politischer Tragweite sind.

Details

Seiten
37
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783656425076
Dateigröße
680 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v214168
Institution / Hochschule
Technische Universität Dresden – Soziologie
Note
1.0
Schlagworte
gender mainstreaming strategie kritiken

Autor

  • Maria Steinhaus (Autor)

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Titel: Gender Mainstreaming - Die Strategie und ihre Kritiken