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Entwicklung einer webbasierten Software zur Planung und Steuerung von Linkbuilding-Strategien zur Suchmaschinenoptimierung von Internetseiten

Bachelorarbeit 2012 54 Seiten

Informatik - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I KURZFASSUNG

II INHALTSVERZEICHNIS

III ABBILDUNGSVERZEICHNIS

IV TABELLENVERZEICHNIS

1 EINLEITUNG
1.1 EINFÜHRUNG
1.2 MOTIVATION
1.3 AUFGABENSTELLUNG
1.4 ZIELE DER ARBEIT
1.5 GLIEDERUNG DER ARBEIT

2 GRUNDLAGEN
2.1 SUCHMASCHINENOPTIMIERUNG
2.1.1 on-Page-Optimierung
2.1.1.1 Content
2.1.1.2 Seiten- und Linkstruktur
2.1.2 Graphenanalyse (off-Page Optimierung)
2.1.2.1 Linkbewertung
2.1.2.2 Pagerank
2.1.3 Weitere Maßnahmen
2.1.3.1 Domain-Name
2.1.4 Effektive Maßnahmen
2.2 LINKAUFBAU
2.2.1 Vorgehen
2.2.2 Arten von Linkaufbau
2.2.2.1 Linkeintragung
2.2.2.2 Linkkauf und Linkmiete
2.2.2.3 Linktausch
2.2.3 Gefahren
2.2.3.1 unnatürliche Linkentwicklung
2.2.3.2 reziprokes Verlinken
2.2.4 Risiken für das Ranking
2.2.4.1 URL-Änderungen innerhalb der Website
2.2.4.2 Domainwechsel
2.2.4.3 Bad Neighbourhood
2.2.4.4 Google Updates

3 ANFORDERUNGSANALYSE
3.1 PROBLEMATIK
3.2 WETTBEWERBSANALYSE
3.2.1 Linkbird
3.2.2 Linkbutler
3.2.3 Xovi
3.3 ZIELSETZUNG

4 STAND DER TECHNIK
4.1 VERWENDETE TECHNOLOGIEN
4.2 FUNKTIONALPLANUNG
4.2.1 Anwendungsfälle (Use Case)
4.2.2 Berechtigungssystem

5 TECHNISCHE SOFTWAREPLANUNG
5.1 KLASSENDIAGRAMME
5.2 SEQUENZDIAGRAMME
5.3 EER - DIAGRAMM
5.4 GRAPHICAL USER INTERFACE (BENUTZEROBERFLÄCHE)
5.4.1 Einfache Struktur
5.4.2 Fehlerfreie Darstellung in gängigen Browsern
5.4.3 Bildschirmaufl ö sung
5.4.4 Grafikentwurf

6 REALISIERUNG
6.1 ALLGEMEINE BESCHREIBUNG DES VORGEHENS
6.2 PROBLEME

7 TESTEN DER SOFTWARE
7.1 TESTFÄLLE DEFINIEREN
7.2 TESTDURCHFÜHRUNG
7.3 ERGEBNISSE

8 SCHLUSSBETRACHTUNG
8.1 ZUSAMMENFASSUNG
8.2 AUSBLICK

9 REFERENZEN

I Kurzfassung

Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit der Entwicklung einer webbasierten Software, mit der es dem Anwender möglich sein soll, Linkbuilding-Strategien zu planen und effektiv zu steuern. Dabei wird bei der Konzeption der Software besonders viel Wert auf den Aspekt der Suchmaschinenoptimierung gelegt, da diese in der heutigen Zeit vor allem für Unterneh- men, welche ihre Produkte und Dienstleistungen über das Internet verkaufen, von großer Be- deutung ist.

Abstract

The available bachelor thesis is concerned with the development of a Web-based software with that the user has the possibility to plan Linkbuilding strategies and to finally steer also it effectively. With the conception of the software much importance is particularly attached to the aspect of the search machine optimization, since these sell in the today's time particularly for enterprises which your product over Internet from great importance and importance is.

III Abbildungsverzeichnis

ABB. 1:VERWENDUNG DES DESCRIPTION TAGS

ABB. 2: LINKJUICE

ABB. 3: SCREENSHOT QUELLTEXT 1

ABB. 4: PAGERANK 1 [31 S.3]

ABB. 5: PAGERANK 2 [31 S.5]

ABB. 6: LOW-LEVEL-LINKAUFBAU [S. 3]

ABB. 7: QUALITATIVE-LINKAUFBAU [S. 9]

ABB. 8: USE CASE 1

ABB. 9: USE CASE 2

ABB. 10: USE CASE 3

ABB. 11: KLASSENDIAGRAMM

ABB. 12: SEQUENZDIAGRAMM

ABB. 13: EER-DIAGRAMM

ABB. 14: WEBTREKK: DESKTOP BROWSER [28]

ABB. 15: WEBTREKK: DEKSTOP-BETRIEBSSYSTEME [29]

ABB. 16: WEBTREKK: BILDSCHIRMAUFLÖSUNGEN [30]

ABB. 17: DASHBOARD

ABB. 18:LINKÜBERSICHT

ABB. 19:PROJEKTSTATISTIK

ABB. 20: ORDNERSTRUKTUR

ABB. 21: CODEAUSZUG

IV Tabellenverzeichnis

TAB. 1: TESTFALL MUSTERSCHABLONE

TAB. 2: TESTFALL 1

TAB. 3: TESTFALL 2

TAB. 4: TESTFALL 3

TAB. 5: TESTFALL 4

TAB. 6: TESTFALL 5

TAB. 7: TESTFALL 6

1 Einleitung

In dem folgenden Abschnitt wird die konkrete Aufgabenstellung dieser Bachelorarbeit beschrieben. Es wird dabei die Motivation erläutert, die hinter der Aufgabenstellung steckt und auf die konkreten Ziele der Arbeit eingegangen.

1.1 Einführung

Das Internet ist heute nicht mehr aus dem privaten und kommerziellen Umfeld wegzudenken. Laut Pingdom1, einem Unternehmen, welches sich mit Webanalyse beschäftigt, wurden bereits im Jahr 2011 weltweit 2,9 Milliarden Internetnutzer festgestellt2. Dies verdeutlicht, dass sich immer mehr Aktivitäten in das World Wide Web verlagern. Für den Internetnutzer bietet das Internet dabei eine Vielzahl an Anwendungsmöglichkeiten. In einer Onlinestudie der ARD und des ZDF wird jährlich das Verhalten der Internetnutzer analysiert. Darin zeigt sich, dass das Internet von Online-Communities bis hin zum Online-Handel verwendet wird. Den größten Anteil hat aber laut dieser Studie die Nutzung von Suchmaschinen, die fast von 83 Prozent der deutschen Gesamtbevölkerung genutzt werden3.

Als im Jahr 1998 Larry Page und Sergey Brin das Unternehmen Google Inc. gründeten, wur- de eine neue Ära in der Geschichte der Suchmaschinen eingeläutet. So hatte Google bereits im Juni 2000 einen Suchindex mit einer Milliarde URL, was diese zur weltweit größten Suchmaschine machte4. Nur vier Jahre später erreichte Googles Suchindex die 8 Milliarden Marke4. Somit hat sich das Unternehmen den ersten Platz unter den Suchmaschinen gesi- chert. Alleine in Deutschland besitzt diese einen Marktanteil von 96 Prozent5.

Aufgrund dieser Markstellung ist Google ständig bestrebt, den Benutzern ihrer Suchmaschi- nen die optimalen Webseiten zu den eingegebenen Suchbegriffen zu liefern. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sie kontinuierlich an der Verbesserung ihrer Such- und Bewertungsalgo- rithmen arbeiten. Das alleinige Ziel dieser Algorithmen ist jedoch nicht, optimale Ergebnisse zu erzielen, sondern auch vielmehr dafür zu sorgen, dass Webseiten, die SEO-Maßnahmen verwenden, welche gegen die Google Richtlinien verstoßen, nicht in den hohen Positionen der Suchergebnisse gelistet werden6. Dabei soll versucht werden einen optimalen Linkaufbau im Sinne der Google Richtlinien zu planen und zu visualisieren. Weiterführend werden durch Warnungen, Hinweise gegeben, falls man gegen diese Richtlinien verstoßen sollte.

1.2 Motivation

Durch meine zehnwöchige Praxisphase bei der FRANK+FREI Agentur für Marketing und Werbung GmbH bin ich zum ersten Mal mit der Thematik der Suchmaschinenoptimierung, kurz SEO, konfrontiert worden. In diesen Wochen ging es darum, wie man mehrere Weblogs aufbaut und vernetzt, um mit diesem Blognetzwerk die Internetseiten ausgesuchter Kunden- projekte in den Google-Suchergebnissen höher zu positionieren. Dabei machten sich aber relativ schnell einige Probleme bemerkbar. Zum Einen müssen die separat aufgebauten und voneinander unabhängigen Weblogs einzeln verwaltet und aktualisiert werden und zum An- deren sollte die Planung der Linknetzwerke strukturiert und verständlich erfolgen. Aus dieser Problematik entwickelte sich schließlich die Idee einer Software, mit deren Hilfe die Planung und Steuerung von Linkbuilding-Strategien erfolgreich umgesetzt werden kann. Eine weitere Motivation war, dass FRANK+FREI ebenfalls im Bereich der Planung und Realisierung von Online-Shop-Konzepten tätig ist und somit in der Lage wäre, Kundenprojekten gezielt eine bessere Positionierung zu ausgewählten Suchbegriffen in den Suchergebnissen zu verschaffen.

1.3 Aufgabenstellung

Die konkrete Aufgabenstellung meiner Bachelorarbeit ist es, eine webbasierte Software zur Planung und Steuerung von Linkbuilding-Strategien zur Suchmaschinenoptimierung von In- ternetseiten zu entwickeln und zu implementieren. Dabei sollen besonders aktuelle Erkennt- nisse und Verfahren der Suchmaschinenoptimierung in die Software einfließen. Da die Anbie- ter großer Suchmaschinen, insbesondere die Firma Google, ständig ihre Suchalgorithmen op- timieren, um Manipulationen an den Suchergebnislisten zu erkennen und zu verhindern, soll ein besonderer Fokus bei der Softwareentwicklung darauf gelegt werden, erkennbare Muster im Linkaufbau zu vermeiden.

1.4 Ziele der Arbeit

Das Ziel dieser Bachelorarbeit ist, dem Leser die Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung zu erläutern und einen Einblick zu verschaffen, wie Suchmaschinen arbeiten und das Ranking von Internetseiten bewerten. Es wird vor allem auf die Suchmaschine Google eingegangen, da sie zum Zeitpunkt des Verfassens der Arbeit einen Marktanteil von fast 96 Prozent in Deutschland besitzt5. Ein Weiteres Ziel dieser Arbeit ist die Konzeption und Realisierung einer Webapplikation, mit der es möglich sein soll, ein Linknetzwerk planen und verwalten zu können. Dies soll zum Einen dazu dienen, dass durch die Planung verdeutlicht wird, wie die Linkstrukturen der einzelnen Kundenprojekte sind und zum Anderen gewisse Warnungen ausgeben, falls das Netzwerk auf die Suchmaschinen unnatürlich wirkt und somit uneffektiv für die Suchmaschinenoptimierung, kurz SEO sein sollte.

1.5 Gliederung der Arbeit

Diese Arbeit besteht aus vier großen Teilen. Der erste Teil ist der theoretische Teil. Hierbei werden die Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung, sowie wichtige Ranking-Kriterien und Risiken für eine erfolgreiche Platzierung in den Suchergebnissen, erklärt. Ebenfalls wird in dem ersten Teil die Anforderungsanalyse durchgeführt, in der auf das generelle Problem, die aktuelle Wettbewerbssituation und die konkrete Zielsetzung der Bachelorarbeit eingegan- gen wird.

Als zweiter Oberpunkt ist die Konzeption zu nennen. In diesem Kapitel geht es um den aktu- ellen Stand der Technik und welche Kriterien bei der Wahl der Technologie beachtet wurden. Des Weiteren wird hier die Funktionalplanung vorgenommen und Anwendungszenarien wer- den generiert.

Nach der Planung der Funktionalität kommt es zu der konkreten Softwareplanung. Dieser Abschnitt handelt von der technischen Planung des Systems. Es werden die geplanten Klassen durch Diagramme dargestellt und mittels EER-Diagramm verdeutlicht, wie die Datenbank aufgebaut ist und die Tabellen in Beziehung zu einander stehen. Abschließend wird in diesem Abschnitt noch der Entwurf der GUI dargestellt.

Im letzten Kapitel der Bachelorarbeit geht es um die letztendliche Realisierung der geplanten Software. Es wird hierbei auf das allgemeine Vorgehen während der Implementierung, sowie die dabei entstandenen Probleme eingegangen. Das Kapitel wird von der Testphase abge- schlossen.

2 Grundlagen

Dieses Kapitel beschäftigt sich primär mit der Fragestellung, was SEO überhaupt ist und wa- rum es in der heutigen Zeit von großer Wichtigkeit ist, sich auf konstruktive SEO zu konzent- rieren. Weiterhin wird auf konkrete Ranking-Kriterien eingegangen, die von Suchmaschinen wie Google verwendet werden und inwiefern hierbei mögliche Risiken auftreten können.

2.1 Suchmaschinenoptimierung

Suchmaschinenoptimierung, kurz SEO, ist ein sehr wichtiger Teilbereich des Suchmaschi- nenmarketings. Als Suchmaschinenmarketing werden dabei alle Maßnahmen bezeichnet, die den Zweck haben, Webseiten zu bestimmten Suchbegriffen, kurz Keywords, hoch in den Su- chergebnissen von Suchmaschinen zu platzieren. Dabei gibt es verschiedene Ansatzpunkte der Optimierung. Einerseits on-Page und andererseits off-Page Maßnahmen, welche im weite- ren Verlauf dieses Kapitels näher erläutert werden. SEO ist in der heutigen Zeit unabdingbar, um als Unternehmen von Kunden im Internet gefunden zu werden und schließlich die eigenen Produkte und Dienstleistungen anbieten zu könne. Da die SEO ein breites Spektrum von mög- lichen Maßnahmen dazu abdeckt und die Suchmaschinenbetreiber bestrebt sind, ihre Bewer- tungsalgorithmen für die Suche ständig zu verbessern, ist die SEO keine einmalige Tätigkeit, sondern ein ständig fortlaufender Prozess. Daher können Maßnahmen, welche sich in der Vergangenheit bewährt haben, heute teilweise recht zwecklos sein, wodurch man im Prinzip, wie bereits erwähnt, ständig gezwungen wird, seine Webseite neu zu optimieren.

Im folgenden werden einige Faktoren, die das Ranking einer Webseite beeinflussen, exemplarisch erläutert:

2.1.1 on-Page-Optimierung

On-Page Optimierung bezeichnet sämtliche SEO-Methoden, die direkt das HTML-Dokument betreffen und nicht von außen aus zu manipulieren sind. Diese Maßnahmen können von den eigenen Seitenbetreibern selbstständig durchgeführt werden. Im folgenden Verlauf werden einige dieser Methoden erläutert.

2.1.1.1 Content

Bei dem sogenannten Content einer Seite handelt es sich um den eigentlichen Inhalt. Unter diesen Begriff fallen also alle dargestellten Objekte wie Texte, Bilder oder Audiodateien. Da der Inhalt einer Seite ausschlaggebend für die Bewertung der Themenrelevanz ist, sollte ins- besondere auf einen aktuellen und individuellen Inhalt geachtet werden. Individuelle Texte sind daher essentiell, um für die Besucher der Webseite und die Webcrawler der Suchmaschi- nen interessant zu sein. Damit die Suchmaschinen die Webseite mit einem Suchwort in Ver- bindung bringen können, sind Keywords innerhalb der Texte zu platzieren. Man sollte stets auf eine natürliche Verteilung der Keywords achten und diese nicht zu häufig auf den einzel- nen Unterseiten verwenden. Der Fokus sollte ebenfalls auf die Kombination vieler verschie- dener Keywords gerichtet werden.

Neben dem Inhalt der Webseite ist noch der Titel ein wichtiger on-Page Ranking-Faktor. Das Titel-Tag dient in den Ergebnislisten der Suchmaschinen als Beschreibung der Webseite. Daher sollte darauf geachtet werden, hier themenrelevante Keywords zu platzieren, damit die Suchmaschinen die Seite einem Suchbegriff zuordnen kann.

Ein weiterer Bereich des Contents sind die Meta-Angaben im Header-Bereich des HTML- Dokuments. In diesen Tags werden nähere Informationen zu der jeweiligen Webseite angege- ben. Laut Google werden die Metadaten jedoch nicht in das Ranking mit einbezogen, weshalb sie bei der Optimierung teilweise außer Acht gelassen werden können. Diese Tatsache hängt damit zusammen, dass dem Keyword-Meta-Tag in der Vergangenheit irrelevante Keywords zugewiesen wurden, nur um ein breites Spektrum an Suchbegriffen abzudecken. Lediglich der Description-Tag wird von Google berücksichtigt, da das Tag als Text für die Suchergebnisse verwendet werden kann.7. Weitere Meta-Angaben, wie z.B. 'nofollow', 'noindex' oder 'nos- nippet,' sind als Anweisung für Google oder seinen Crawler zu verstehen. Mit ihnen soll unter anderem verhindert werden, dass die aktuelle Seite indexiert oder ein Ausschnitt in den Su- chergebnissen angezeigt wird.8

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

ABB. 1: Verwendung des Description-Tags

2.1.1.2 Seiten- und Linkstruktur

Neben den bereits erwähnten off-Page Methoden gibt es noch eine weitere wichtige zu nen- nen, die Link- und Seitenstruktur. Die Linkstruktur ist für das Ranking einzelner Seiten not- wendig. Hierbei ist darauf zu achten, dass es sich bei den Links überwiegend um Textlinks und nicht um Bilder handelt, da Suchmaschinen diese Links ohne weitere Informationen nicht lesen können. Um an diese Informationen zu gelangen, benötigen die Suchmaschinen das Alt- und das Title- Attribut. Um ebenfalls Keywords zu platzieren, ist es gleichermaßen sinnvoll, weiterführende Links oder Artikelempfehlungen innerhalb des Contents zu platzieren. Dadurch wird gewährleistet, dass die Seite auf thematisch gleichwertige Seiten verlinkt.

Da Suchmaschinen auch Links verfolgen, welche für das Suchmaschinen-Ranking belanglos sind, ist es ratsam, einige Links mit dem 'nofollow'-Attribut zu versehen. Der Grund dafür ist recht simpel: Links wie das Impressum oder die AGB von kommerziellen Webauftritten ent- halten für die Suchmaschinen beispielsweise keine wichtigen Informationen über die Websei- te. Kaum ein Benutzer wird den Suchbegriff AGB eingeben, in der Hoffnung unter den Er- gebnissen die AGB eines bestimmten Onlineshops zu erhalten. Daher ist es in diesen Fällen sinnvoll, den Suchmaschinen das Verfolgen solcher Links zu untersagen. Bis vor ein paar Jahren war es möglich auf diese Art und Weise Pageranks Punkte, welche als Linkjuice be- zeichnet werden, für diesen Link zu sammeln und auf andere Unterseiten zu verteilen. Da Google aber ständig die Algorithmen für das Ranking von Internetseiten überarbeitet, funkti- oniert die Methode mit der zusätzlichen Übertragung des Linkjuice nicht mehr. Stattdessen bekommt der Link einen Teil des Pagerank, leitet diesen aber nicht weiter9.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

' ABB. 2: Versickern 'des Linkjuice

2.1.2 Graphenanalyse (off-Page Optimierung)

Zur off-Page Optimierung gehören im Gegensatz zu der on-Page Optimierung Maßnahmen, die nicht direkt vom Seiteninhaber beeinflusst werden können. Sie werden also von externen Faktoren beeinflusst und sind unabhängig von der Struktur und dem Inhalt der Webseite.

2.1.2.1 Linkbewertung

Linkbewertung ist für die Ergebnisse in Suchmaschinen äußerst wichtig, da Links für Google, laut Expertenmeinung, ein wichtiger Ranking-Faktor sind10. Dabei ist das Stichwort Back- link zu nennen. Dabei handelt es sich um Links, die von einer fremden Webseite auf eine an- dere bestimme Webseiten verweisen. Viele Suchmaschinen verwenden Backlinks um die Wichtigkeit der jeweiligen Seite zu bewerten. Google lässt diese Backlinks durch ihren Page- Rank-Algorithmus bewerten. Prinzipiell stellt jeder externe Link auf die eigene Seite für die Suchmaschinen eine Empfehlung für die Seite dar, weshalb diese davon aus gehen, dass eine Webseite mit vielen externen Links, eine informative und nützliche Seite ist. Daher ist das Aufbauen von vielen, möglichst guten Links eine effektive und übliche SEO-Methode, um Internetseiten zu optimieren. Jedoch werden die einzelnen Links unterschiedlich von den Suchmaschinen bewertet. Es zählt also nicht die Quantität der externen Links, sondern auch deren Qualität. Links, welche von einer Webseite stammen, die schon bei den Suchmaschinen hoch gelistet ist, weisen dabei eine höhere Qualität als andere Seiten auf11. Es ist aber zu erwähnen, dass es viele Faktoren gibt, die die Qualität eines Links festlegen und beeinflussen können. Mögliche Faktoren sind z.B. der Linktext, die Linkposition und das Linkalter. Wie bereits in Kapitel 2.1.2.2 erläutert, ist sinnvoll themenrelevante Keywords in dem Content der Webseite zu platzieren. Um den Links einer Webseite ein bestimmtes Thema oder einen Suchbegriff zuordnen zu können, ist es nötig, passende Keywords in dem jeweiligen Linktext zu verwenden12.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

ABB. 3: Link mit passenden Linktext

Aufgrund der Tatsache, dass Suchmaschinen eine Internetseite in unterschiedlich wichtige Teilbereiche einteilen, spielt auch die Position der Links eine Rolle. Dabei ist der Content der wichtigste und der Footer der unwichtigste Teilbereich. Dies wird dadurch begründet, dass der Content den informativen Bereich der Seite darstellt. Der Footer hingegen wird deshalb schwächer eingestuft, da dort Links platziert werden können, welche lediglich für LinkTausch oder Partnerseiten eingetragen wurden und dem Besucher der Webseite keinen Nährwert bieten13. Ein weiterer Faktor für die Bewertung der Links ist der Google Pagerank, welcher nachfolgend genauer erläutert wird.

2.1.2.2 Pagerank

Bei dem Pagerank handelt es sich um ein von Google entwickeltes Verfahren mit dem die Linkpopularität einer Seite wiedergeben wird. Das Prinzip des Pageranks ist dabei relativ simpel. Im Grunde besitzt jede Webeseite ein "Gewicht". Dieses Gewicht stellt den Pagerank dar, welcher nach der Anzahl, der auf die Seite zurückverlinkenden Seiten (Backlinks) und nach der Linkpopularität der verlinkenden Seite berechnet wird. Daher ist ein Link von einer Webseite mit dem PageRank 6 wertvoller als Links von einer PageRank 1 Seite.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

ABB. 4: A und B stellen Backlinks von C dar

Dabei erhält die Zielseite einen Teil des Pageranks der zu verlinkenden Seite. Der genaue Wert, den die Webseite übergeben bekommt, wird in dem Pagerank-Algorithmus festgelegt und variiert daher ständig. Umso höher der Pagerank des Backlinks, desto schneller steigt auch das Gewicht der Zielseite14.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

ABB. 5: vereinfachte Pagerank Berechnung

Aus diesem Grund haben viele SEO´s künstliche Links aufgebaut und verlinkt, um den Page- rank künstlich anzuheben15. Google erkannte schnell, dass der Pagerank leicht zu manipu- lieren war und führte das HTML-Attribut 'rel=nofollow' ein. Ist ein Link mit diesem Attribut gekennzeichnet, sind die Crawler, also Computerprogramme, welche von Suchmaschinen zur Analyse von Webseiten eingesetzt werden, nicht in der Lage den Pagerank der verlinkten Sei- te weiterzugeben.16 Dies führte dazu, dass Google kontinuierlich an seinen Algorithmen arbeitet, um diesem Vorgehen entgegen zu wirken. Meistens sind es nur wenige kleine Ände- rungen, jedoch hat das Unternehmen auch schon eine Reihe wichtiger Updates veröffentlicht, welche großen Einfluss auf die Auswertung der Webseiten und somit auf das Suchmaschinen- Ranking haben.

2.1.3 Weitere Maßnahmen

Neben den oben aufgeführten on- und off-Page Maßnahmen, gibt es weitere, welche sich nicht zuordnen lassen. Exemplarisch wird hier lediglich auf den Domain-Namen eingegangen.

2.1.3.1 Domain-Name

Der Domain-Name einer Internetseite ist einzigartig. Er setzt sich dabei aus der Top Level Domain, kurz TLD, und dem Namen zusammen. Bei der TLD handelt es sich um den letzten Teil des Domain-Namens, z.B. '.de'. Bei der Wahl des Namens sollte man, dem Thema der Webseite entsprechende, Keywords benutzen, um einen direkten Bezug herzustellen. Das Verwenden einer Standarddomain, also einer Adresse, unter der die Webseite gefunden wird, ist ebenfalls sinnvoll, da Suchmaschinen erkennen, sobald Webseiten mit 'www.' oder ohne dieses Präfix aufgerufen werden können. In einem solchen Fall wird dies als 'Duplicate Content' gewertet und ggf. abgestraft17.

2.1.4 Effektive Maßnahmen

Da die verschiedenen Maßnahmen eine unterschiedlich starke Gewichtung haben, ist es nicht verwunderlich, dass sie sich auch in deren Effektivität unterscheiden. Man kann aber nicht generell davon ausgehen, dass die on-Page Methoden sinnvoller sind als off-Page Maßnahmen. Das Zusammenspiel dieser beiden Bereiche macht eine gute SEO aus. Obwohl der Linkaufbau in der letzten Zeit an Wichtigkeit verliert, ist es trotzdem ein wichtiger Faktor, vor allem, weil es sich in der Praxis bewährt hat.

2.2 Linkaufbau

Linkaufbau beschreibt die Maßnahmen die dazu dienen, möglichst viele möglichst hochwerti- ge externe Links auf die eigene Zielseite aufzubauen. Dieser Linkaufbau sollte dabei mög- lichst natürlich bleiben. Ziel dabei ist natürlich eine möglichst hohe Listung zu einem be- stimmten Suchbegriff zu erhalten. Im folgenden Abschnitt wird daher das Vorgehen beim Linkaufbau näher erläutert. Weiterhin wird auf die verschiedenen Arten, sowie auf Gefahren eingegangen.

2.2.1 Vorgehen

Um minimalen Linkaufbau betreiben zu können, werden zunächst einmal eine Link verge- bende und eine Link erhaltende Webseite benötigt. Dabei gibt es verschiedene Ansätze wie man den Linkaufbau durchführen kann. Auf der einen Seite gibt es den "Low-Level- Linkaufbau". Bei dieser Form des Linkaufbaus können allein durch zeitlichen Aufwand Er- gebnisse erzielt werden [19 S.8]. Bei dem "Low-Level-Linkaufbau" werden die erforderlichen Links aus verschiedenen Linkquellen zusammengesucht. In öffentlichen Foren oder Blogs, in denen Diskussionen über Themen mit einer hohen Relevanz zu dem Inhalt der eigenen Webseite stattfinden, können Verweise zu dieser gesetzt werden. Weitere Möglichkeiten für das Setzen von Verweisen zur eigenen Webseite sind Artikelverzeichnisse und Bookmarks. Es besteht aber auch die Möglichkeit sich in Webkataloge, wie dmoz20 eintragen zu lassen. Innerhalb von Artikelverzeichnissen können, zu dem Thema des eigenen Internetauftritts passende, Artikel veröffentlich werden, in denen man zusätzlich zu dem Link, noch relevante Keywords mit einbringen kann [19 S.8].

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

ABB. 6: Darstellung des "Low-Level-Linkaufbaus"

Auf der anderen Seite existiert der "qualitative-Linkaufbau". Dieser unterscheidet sich im Grunde genommen dadurch, dass man nicht versucht, Verweise, auf die eigene Webpräsenz, aus Foren oder Verzeichnissen zu setzen, sondern vielmehr darauf bedacht ist, dass freiwillig auf die eigene Seite verlinkt wird. Dies kann dadurch erreicht werden, dass man den Content ständig aktuell oder für Besucher informativ oder unterhaltsam hält. Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten um Besucher auf die eigene Webseite zu locken. Man sollte dabei ständig im Hinterkopf behalten, dass es die Inhalte in erster Linie den Zweck verlogen das Interesse der Nutzer zu gewinnen und damit nicht ausschließlich auf Suchmaschinen ausgerichtet sein soll- te.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

ABB. 7: Darstellung des "qualitativen-Linkaufbaus"

2.2.2 Arten von Linkaufbau

Beim Linkaufbau gibt es verschiedene Arten, welche eine unterschiedliche Erfolgsrate aufweisen. Diese unterschiedlichen Methoden werden im Folgenden näher erläutert.

2.2.2.1 Linkeintragung

Um mit möglichst wenig Aufwand an Links zu gelangen, ist die Linkeintragung ein guter Ansatzpunkt. Das Prinzip der Linkeintragung ist es, die eigene Webseite bei einer Vielzahl von gratis Portalen, Gästebüchern oder jedweder Art von Verzeichnissen einzutragen, um von einer möglichst großen Menge von Webseiten verlinkt zu werden. Da dieses Verfahren mit keinen Kosten verbunden ist, ist es nicht verwunderlich, dass auf diesen Portalen oder Ver- zeichnissen eine enorme Anzahl von Webseiten eingetragen ist und die Suchmaschinen diese Einträge aufgrund der Erkennung von SEO-Manipulationen teilweise ignorieren oder schwach bewerten18.

[...]


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Details

Seiten
54
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656489023
ISBN (Buch)
9783656493266
Dateigröße
2.4 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v214864
Institution / Hochschule
Universität Osnabrück
Note
1,7
Schlagworte
Suchmachschinenoptimierung SEO SEM Linkbuilding Google Pagerank Linkbird Software Konzeption

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