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Geschlechtsspezifische Rollenvorstellungen im Kaiserreich

Exemplarische Analyse für das weibliche Geschlecht mit Emmy von Rhodens „Der Trotzkopf“

Hausarbeit (Hauptseminar) 2013 24 Seiten

Pädagogik - Geschichte der Päd.

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. „Der Trotzkopf“ als Beispiel für Jugendliteratur aus dem Kaiserreich
2.1 Formale Analyse und Interpretation
2.2 Personencharakterisierung
2.3 Inhaltliche Analyse: Ilses Entwicklung vom Wildfang zur Dame

3. Vergleich geschlechtsspezifischer Rollenerwartungen

4. Fazit

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Die Geschichte einer Epoche oder eines Abschnittes auf dem Zeitstrahl der Entwicklung eines Landes wird stets durch die Gesellschaft geprägt und geformt. Zeitgenössische Literatur fängt dabei gewisse Tendenzen, aber auch Gesellschaftsvorstellungen auf und verarbeitet diese auf ihre ganz eigene Art. Sie zeigt quasi ein Bild der vorherrschenden Gesellschaftsstrukturen. Je nach Genre der Literatur, versucht sie damit einen bestimmten Zweck zu erfüllen. Aus diesem Grund gibt es auch speziell auf Kinder und Jugendliche zugeschnittene Bücher, denen nicht nur eine unterhaltende Funktion, sondern auch ein gewisser Erziehungs- oder Lehrcharakter zugeschrieben werden kann. Der Fokus der Betrachtung soll in dieser Hausarbeit dabei vor allem auf Literatur speziell für junge Mädchen gelegt werden. Das Mädchenbuch, als eigenes Teilgebiet der Jugendliteratur, setzt dabei ein bestimmtes Bild von Mädchen und den gesellschaftlichen Konsens darüber voraus. Dahrendorf hält dabei fest, dass mit dem Begriff des Mädchens nicht nur das Ergebnis des biologischen Wachstumsprozess gemeint sei, sondern zusätzlich die gesellschaftliche Rolle tituliert werde, an die Erwartungen geknüpft werden und für dessen Ausformung das Elternhaus als primäre Sozialisationsinstanz zuständig sei. Das Mädchenbuch diene dabei als zusätzliches Hilfsmittel zur Sozialisation.[1]

Eine spezielle Form des Mädchenbuches, die in dieser Arbeit besonders anhand eines Beispiels betrachtet werden soll, ist der sogenannte Backfischroman. Der Begriff Backfisch bezieht sich dabei auf die Mädchen, die als Protagonistinnen in den Büchern erscheinen. Sie befinden sich in einer Phase der jugendlichen Ungewissheit zwischen dem Nicht-mehr-Kind-Sein und Noch-nicht-Erwachsen-Sein. Diese spezielle Form der Mädchenliteratur entsteht um 1850 und greift dabei auf die Grundlagen der sogenannten Ratgeberliteratur zurück und richtet sich vornehmlich an bürgerliche Töchter. Sie übernimmt in gewisser Weise die Aufgabe der gesellschaftlichen und moralischen Erziehung der Mädchen.[2] Dieses Ziel wird dadurch erreicht, dass in den Werken ein Idealbild des bürgerlichen Lebens als Mädchen und später als Frau dargestellt wird und sich die Leserin mit der Hauptfigur, die in der Regel um die 14 Jahre alt ist, vergleichen kann. Sie kann entweder bereits dem Idealbild entsprechen oder erkennen, dass sie es zum Ziel der eigenen Entwicklung machen muss. Somit setzt die Mädchenliteratur den Leserinnen in dem Fall eine Art Spiegel vor, in dem sie sich selbst vergleichen können.[3] Dahrendorf hält fest, dass es das Ziel des Backfischromas war, den bürgerlichen Töchtern ein gewisses rollenangepasstes Verhalten und die gesellschaftliche Sitte zu vermitteln. Er begründet das damit, dass sich die jungen Mädchen in der Übergangsphase befinden und weder komplett unweiblich, noch bereits damenhaft gesittet auftreten können.[4] Dieser Prozess wird durch die Backfischliteratur durch gezielte Idealisierung vorgemacht und dient somit, wie bereits erwähnt, als Sozialisations- und Erziehungshilfe. Damit wird jedoch nicht auf die Identitätsfindung der Mädchen abgezielt, sondern lediglich die Verinnerlichung von gesellschaftlichen Normen und Werten forciert.[5]

Als Beispiel für einen typischen Backfischroman soll im Zuge dieser Arbeit Der Trotzkopf von Emmy von Rhoden aus dem Jahr 1885 genauer vorgestellt und analysiert werden. Das Buch handelt von der 15jährigen Ilse Macket, die, nach dem frühen Tod ihrer Mutter, mit ihrem Vater und der Stiefmutter auf einem Gutshof in Pommern lebt. Ilse entspricht nicht der typischen jungen bürgerlichen Dame und wird deswegen auf Drängen der Stiefmutter in ein Pensionat geschickt, um die damenhafte Sittlichkeit zu erlernen, die für ihren weiteren Lebensweg unerlässlich ist. Sie freundet sich zwar mit Nellie an, sträubt sich jedoch gegen die erzieherischen Maßnahmen der Pensionatsleitung. Nach dem Tod einer Mitschülerin und einer ermahnenden Beispielgeschichte Fräulein Güssows besinnt sich Ilse und passt sich nach und nach an ein damenhaftes Verhalten an. Als sie auf der Heimreise zu den Eltern ist, lernt sie ihren zukünftigen Ehemann Leo Gontrau kennen. Ihre Freundin Nellie heiratet den Deutschlehrer und entgeht somit dem vom Onkel gewählten Schicksal lediger berufstätiger Frauen, ihr Dasein als Lehrerin zu fristen. Weiterhin arrangiert Ilse ein Wiedersehen zwischen Fräulein Güssow und ihrem ehemaligen Verlobten, der sich als Ilses Onkel und als der verschreckte Verlobte aus der Beispielsgeschichte erweist. Somit kann diese Ehe auch geschlossen werden und der Roman endet für alle mit dem bestmöglichen.

Dieser kurze Abriss der Handlung verdeutlicht, dass die Hauptperson Ilse im Laufe der Geschichte eine Wandlung durchläuft. Diese Veränderung soll dabei die Basis für die genauere Analyse des Textes werden. Der Fokus bei der Untersuchung liegt dabei auf der Herausarbeitung der vorgestellten Rollen- und Geschlechterideale. Dabei soll stets betrachtet werden, wie die einzelnen Szenen dargestellt sind und wie diese Darstellung auf die Leserin wirkt. Gleichzeitig sollen die gesellschaftlichen Hintergründe der Realgeschichte aus der Zeit mit den im Roman geschilderten Bildern verglichen werden. Ebenfalls werden an markanten Stellen weitere Charakteristika des literarischen Genres aufgezeigt und somit ein ganzheitliches Bild des Romans in seiner zeitgeschichtlichen und literarischen Einordnung erzeugt. Bei all diesen Betrachtungsweisen soll stets der Frage nachgegangen werde, welche Geschlechterideale damit aufgezeigt oder vermittelt werden und ob diese damit die Gesellschaft wiederspiegeln oder Kritik an ihr ausüben. Zur Vervollständigung dieses Vorhabens soll im Anschluss an die Textinterpretation ein kurzer Vergleich zwischen den Rollenvorstellungen und Gesellschaftsidealen von Mädchen und Jungen gezogen werden.

2. Der Trotzkopf als Beispiel für Jugendliteratur aus dem Kaiserreich

In diesem Kapitel soll nun eine Interpretation des Buches Der Trotzkopf mit den oben genannten Schwerpunkten durchgeführt werden. Zunächst soll eine formale Analyse des Textes vorgenommen werden, bevor nach einer Charakterisierung der wichtigsten handelnden Personen detaillierter in die Textarbeit eingestiegen wird.

2.1 Formale Analyse und Interpretation

Die formale Analyse soll die Gesamtinterpretation einleiten, um allgemeine Merkmale des Textes genauer zu untersuchen. Somit können bereits erste Aussagen über etwaige Absichten der einzelnen Gestaltungselemente getroffen werden. Grundlegend kann festgehalten werden, dass sich das Genre des Backfischbuches als Teilgebiet der Mädchenliteratur klaren Vorgaben bedient. Der meist lineare Verlauf wird durch Personen geprägt, denen stereotype Muster auferlegt sind, die damit einen gewissen Erziehungseffekt erzielen wollen. Die Hauptfigur ist mindestens ein bürgerliches Mädchen und die Handlung beschränkt sich dabei auf die Familie oder den engeren privaten Raum.[6] Alle diese Kriterien treffen auf das Buch Der Trotzkopf zu.

Als erstes sei nun der Blick auf die Erzählperspektive gerichtet. Der Trotzkopf ist ein Buch, durch dessen Handlung ein auktorialer Erzählerin führt. Diese hat die grundlegende Eigenschaft allwissend zu sein und kann daher sehr viele Informationen an den Leser herantragen. Er kann die Gedanken aller Personen wiedergeben ohne diese aus der Sicht eines Akteurs interpretieren zu müssen und kann beiläufig auf Aktionen hinweisen, die abseits der aktuellen Handlung geschehen und zeitlich weit davor oder danach angesiedelt sind. Daher sind die Charaktere sehr klar umrissen und lassen wenig Interpretationsspielraum für die Leserin zu. Gleichzeitig steigert das umfassende Wissen zu den handelnden Personen die Identifikationsmöglichkeit. Außerdem nutzt die Autorin durch den auktorialen Erzählstil die Möglichkeit Handlungen unmissverständlich zu kategorisieren und zu werten. Die Erzählerin beurteilt die Handlungen der Personen direkt und reflektiert einzelne Situationen exemplarisch. Dadurch wird an den entsprechenden Stellen eine Begründung für die getroffenen Erziehungsmaßnahmen mitgeliefert, wie beispielsweise zu Beginn der Erzählung, als die Entscheidung getroffen wird, dass Ilse ins Pensionat muss.[7]

Sprachlich gesehen ist der Text einfach gehalten und basiert auf der zeitgenössischen Jugend- und Alltagssprache. Das ist zwar ungewöhnlich, kommt jedoch gleichzeitig der Leseridentifikation entgegen, so Diehring.[8] Daneben findet sich noch eine Form der gehobenen und vornehmen Sprache, die besonders bei Konversationen mit Erwachsenen auftritt und damit deutlich die erwarteten Verhaltensweisen von Jugendlichen gegenüber Respektspersonen darstellt. Die einzige Auffälligkeit aus sprachlicher Perspektive ist bei Nellie zu finden. Sie spricht, aufgrund ihrer englischen Herkunft, mit einem Akzent. Dies könnte ein bewusstes gewähltes Mittel der Autorin sein, um herauszustellen, dass Nellie nicht dem zu folgenden Ideal entspricht. Auf diesen Punkt wird bei der Personencharakterisierung nocheinmal genauer eingegangen. Ansonsten wird auf die Zuweisung sprachlicher Eigenheiten zu einzelnen Personen verzichtet.[9]

Die Handlung wird durch einen Wechsel aus dialogisch geführten Szenen und durch die Erzählerin, die die verschiedenen Handlungsabschnitte kommentiert, vorangetrieben. Durch Wertungen des Erzählers wird die erzieherische Absicht hinter diesen Abschnitten besonders deutlich. Die Handlung selbst folgt dabei Ilses Weg von „dem kleinen Backfische“[10] hin zu einer Dame. Diese Entwicklung ist jedoch in einer flachen Spannungskurve gehalten, in der kein Höhepunkt festzumachen ist. Damit wird verdeutlicht, dass die Entwicklung zur Dame keines einschneidenden Erlebnisses bedarf, sondern ein stetiger und mäßiger Prozess ist. Auf die spezifischeren Punkte dieses Wandels wird im Laufe der Arbeit noch genauer eingegangen. Grundlegend können aber drei Handlungsmuster am Text nachgewiesen werden: Zum einen das Muster einer Umkehr- und Wandlungsgeschichte, die mit der Entwicklung Ilses abgebildet wird. Weiterhin eine Aneinanderreihung verschiedener Entwicklungsstadien junger Mädchen. Dazu zählen neben der ersten Tanzstunde auch die Mädchenfreundschaft im Pensionat, Schwärmereien für einen Lehrer oder Streiche mit anderen Mädchen, in diesem Fall Nellie. Als drittes Handlungsmuster tritt am Ende die Liebesgeschichte hinzu, die in die Hochzeit von Nellie, Ilse und Fräulein Güssow gipfelt und somit ein klassisches Happy End darstellt.[11]

2.2 Personencharakterisierung

Nach dieser grundlegenden formalen Analyse, soll nun tiefer in die Interpretation des Textes eingestiegen werden. Hier wird zunächst eine Charakterisierung der Hauptcharaktere vorgenommen und die Beziehungen zwischen ihnen dargestellt.

„‘Papa, Diana hat Junge!‘ Mit diesen Worten trat ungestüm ein junges, schlankes Mädchen von fünfzehn Jahren in das Zimmer, in welchem sich außer dem Angeredeten, dessen Frau und dem Prediger des Ortes noch Besuch aus der Nachbarschaft, ein Herr von Schäffer mit Frau und seinem erwachsenen Sohne, befand. Alles lachte und wandte sich dem kleinen Backfische zu, der ohne jede Verlegenheit auf den Papa zueilte und ausführlich über das wichtige Ereignis berichtete. […] Herr Oberamtmann Macket hatte den Arm um die Schulter seines Lieblings gelegt und strich ihm das wirre Lockenhaar aus dem erhitzten Gesicht, dabei sah er sein Kind mit wohlgefälligen Blicken an, was eigentlich zu verwundern war, da Ilse in einem Aufzuge hereingekommen, der durchaus nicht geeignet war, Wohlgefallen zu erregen, besonders in diesem Augenblicke, wo fremde Augen denselben musterten.“[12]

In diesem Auszug aus den ersten Seiten des Buches, wird Ilse der Leserin[13] vorgestellt. Sie wird als ungestümes junges Mädchen von 15 Jahren beschrieben und anhand ihres Handelns wird bereits deutlich, dass sie sich dem Benehmen einer Dame noch nicht bewusst ist. Sie platzt ohne angemessene Kleidung und ohne anzuklopfen in einen Raum, in dem sich neben ihren Eltern auch Besuch befindet. Wie bereits angesprochen wird hier durch die Wortwahl der Autorin klar, dass Ilses Verhalten nicht den Vorstellungen des Anstandes entspricht und somit deutlich negativ kategorisiert. Ihr Wesen wird im weiteren Verlauf als knabenhaft, wild, unbändig, widerspenstig und trotzig, gleichzeitig auch als herzensgut beschrieben. Versucht die Mutter ihr Verhalten zu korrigieren oder sie zu tadeln, reagiert Ilse mit Trotz. Somit stellt sie einen Anticharakter zur typisch bürgerlichen Tochter dar. Sie widersetzt sich den Anordnungen ihrer Eltern und soll daher in ein Pensionat geschickt, um dort zu einer Dame erzogen zu werden. Sie ist die Hauptfigur des Buches und die Leserin begleitet sie auf ihrem Weg durch das Pensionat und verfolgt dabei auch ihre charakterliche Entwicklung. Diese kann auch anhand einer sprachlichen Analyse festgestellt werden. Zu Beginn des Buches antwortet Ilse auf die Bitte der Mutter sich umzukleiden in einer trotzigen und despektierlichen Art und Weise. „Nein – ich ziehe kein andres Kleid an, ich will mich nicht putzen!“[14] Hierbei wir deutlich, dass Ilses Trotz ihren Charakter bestimmt und sie nicht gewillt ist, sich den gesellschaftlichen Konventionen unterzuordnen und für den Besuch ein anderes Kleid aufzutragen. Im letzten Abschnitt des Buches antwortet Ilse auf nahezu die gleiche Bitte respektvoll und höflich. „Gleich, Mama, gleich! Ich werde mich furchtbar eilen!“[15] An diesem Beispiel wird deutlich, welche Entwicklung Ilse im Laufe des Romans durchläuft und es zeigt auch, dass sie die Entwicklung zu einer Dame abgeschlossen hat. Betont wird das durch Emmy von Rhoden, indem sie, um die reisende Gruppe von Frauen zu beschreiben der Ilse angehörte, den Terminus „ Damen “ verwendet.[16] Dadurch wird auch für die Leserin deutlich, dass Ilses nun eine Dame ist und als solche gesehen werden kann. Weiterhin wird der Erfolg der Erziehung und Ausbildung im Pensionat betont.

Im Pensionat lernt Ilse Nellie kennen, die mit bürgerlichem Namen Ellinor Grey heißt. Sie ist eine englische Waise und soll nach Abschluss des Pensionatsaufenthaltes Gouvernante werden. Sie ist ein ruhiges, freundliches und fleißiges Mädchen, das durch ihre fröhliche Art einen positiven Einfluss auf Ilse ausübt. „Ilses Trotz konnte durch keine Waffe besser geschlagen werden, als durch Nellies Sanftmut.“[17] Die beiden freunden sich an und Nellie hilft Ilse durch ihre Einfühlsamkeit sich im Pensionat einzuleben und unterstützt somit maßgebliches Ilses Entwicklung. Wie bereits angesprochen, spricht Nellie aufgrund ihrer Herkunft mit einem Akzent. Damit unterscheidet sie sich deutlich von allen anderen handelnden Personen. Gleichzeitig hat sie sich mit ihren jungen Jahren bereits damit abgefunden später einmal Gouvernante zu werden. Dieses Schicksal ereilte die Mädchen der damaligen Zeit nur, wenn sie nicht verheiratet waren. Das Lebensziel höherer Töchter war zweifelsohne die Ehe. Sie war der einzige Weg aus der unselbstständigen weiblichen Existenz zu fliehen und sich einen Platz in der Gesellschaft an der Seite des Ehemannes zu sichern.[18] Ohne einen Ehemann blieb, auch aufgrund der geringeren Schulbildung im Vergleich zu den Jungen, den Mädchen nur noch eine Erwerbstätigkeit als Lehrerin, sprich Gouvernante.[19] Obgleich Nellie sich bereits damit abgefunden hatte als Gouvernante zu enden, war sie Ilse ein Vorbild. „Die junge Engländerin hatte bei allem, was sie tat, Grazie und Anmut[…]“[20] und offenbart damit Ilses Defizite. Das besondere Verhältnis zwischen den beiden wird durch den Umstand verdeutlicht, dass Nellie Ilse häufig als „mein Kind“ bezeichnet. Am Ende der Geschichte wendet sich Nellies Zukunft jedoch noch zum Guten, als sie den Lehrer Dr. Althoff heiratet und somit ihrem Schicksal als Gouvernante entgeht. „ ‚Nellie Doktor Althoffs Braut! […] Nun wird sie keine Gouvernante, Mama!‘“ rief Ilse jubelnd aus, nachdem sie von Nellies Verlobung erfuhr. [21] Damit wird nochmals betont, welchen hohen Stellenwert die Hochzeit für die Mädchen im ausgehenden 19. Jahrhundert hatte.

[...]


[1] Vgl. Dahrendorf 1974, S. 264f.

[2] Vgl. Stocker 2005, S. 34.

[3] Vgl. Dahrendorf 1973, S. 51.

[4] Vgl. Dahrendorf 1974, S. 270.

[5] Vgl. Diehring 2012, S. 20.

[6] Vgl. Stocker 2005, S. 36f

[7] Vgl. von Rhoden 1946, S. 7ff.

[8] Vgl. Diehring 2012, S.24.

[9] Vgl. Dahrendorf 1973, S. 127.

[10] Von Rhoden 1946, S.1.

[11] Vgl. Grenz 1981, S. 219.

[12] Von Rhoden 1946, S. 1f.

[13] Aufgrund der Tatsache, dass es sich bei Der Trotzkopf um ein klassisches Mädchenbuch handelt, wird hier stets die weibliche Form verwendet.

[14] Von Rhoden 1946, S. 3.

[15] Von Rhoden 1946, S. 251.

[16] Vgl. von Rhoden 1946, S. 217.

[17] Von Rhoden 1946. S. 32.

[18] Vgl. Nipperdey 1991, S. 50f.

[19] Vgl. Diehring 2012, S. 17.

[20] Von Rhoden 1946, S. 38.

[21] Von Rhoden 1946, S. 250.

Details

Seiten
24
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783656427971
ISBN (Buch)
9783656437833
Dateigröße
637 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v215163
Institution / Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg
Note
1,3
Schlagworte
Tortzkopf Historische Bildungsforschung Bildungsforschung Emmy von Rhoden Geschlecht Rollenvorstellungen Kaiserreich Subjektwerdung Vergesellschaftung Jugendliteratur Kinderliteratur Mädchenbuch historische Perspektive

Autor

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Titel: Geschlechtsspezifische Rollenvorstellungen im Kaiserreich