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Kreatives Schreiben im Beruf

Hausarbeit 2003 13 Seiten

Medien / Kommunikation - Journalismus, Publizistik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Vorbemerkungen

2. Kreativität
2.1 Begriffserklärung
2.2 Kreatives Schreiben
2.3 Geschichte des kreativen Schreibens

3. Bedeutung des kreativen Schreibens im Beruf
3.1 Hintergründe
3.2 Schon die Bewerbung sollte kreativ gestaltet sein

4. Methoden zum Erlernen des kreativen Schreibens
4.1 Grundschreibtechniken
4.2 Sprachspiele

5. Schlussbemerkungen

Quellenverzeichnis

Selbstständigkeitserklärung

1. Vorbemerkungen

Kreativität ist eine Eigenschaft, die in vielen Belangen des Lebens eine große Rolle spielt. Schon im Kindergarten wird kreative Arbeit durch Basteln oder Malen gefördert. In der Schule wird versucht, durch die verschiedensten schöpferischen Arbeiten und Tätigkeiten den Ideenreichtum der Schüler weiter auszubauen. Aber nicht immer bereitet es Spaß, sich etwas auszudenken. Manchmal ist es eine große Last, originell sein zu müssen. Das merkt manch einer schon in den höheren Klassen der Schule, wenn im Deutschunterricht wieder einmal ein Aufsatz ansteht oder im Kunstunterricht besondere Höchstleistungen geboten werden müssen. Viele fühlen sich dadurch überfordert. Wer schon in Schulzeiten die Lust am Schreiben verloren hat, wird auch im Beruf nicht unbedingt gern damit zu tun haben wollen. Es kann so zu Blockaden im Schreibprozess kommen.

In vielen Berufen hat das Schreiben aber eine sehr wichtige Bedeutung. Nicht nur Werbetexter oder Journalisten müssen diese Kunst beherrschen, auch in vielen anderen Arbeitsfeldern wird verlangt, sich gut ausdrücken zu können. Die gesamte Brief- und Email-Korrespondenz ist daher auch ein Aushängeschild dafür, wie ein Unternehmen mit seinen Geschäftspartnern und Kunden umgeht.

In dieser Arbeit wird dargestellt, warum der schriftlichen Kommunikation im Beruf eine so große Bedeutung zugeschrieben wird. Es werden außerdem Möglichkeiten aufgezeigt, eventuelle Hindernisse im Schreibprozess auszuräumen und wie man schöpferisch an neue texterische Aufgaben herangehen kann.

2. Kreativität

2.1 Begriffserklärung

Der Begriff stammt aus dem Lateinischen und Französischen und bedeutet so viel wie ‚das Schöpferische’ oder ‚Schöpfungskraft’.[1] Kreativ sein heißt im Allgemeinen, dass man unbekannte Wege einschlägt, um etwas Neues zu beginnen oder bereits Bestehendes auf ungewöhnliche Art und Weise zu verändern oder zu verbessern. Dabei hebt man sich mit originellen Ideen und Einfallsreichtum von anderen ab. Man verwirklicht seine Vorstellungen schöpferisch und auch ausgefallen. Kreativität ist in allen Lebenslagen, aber besonders auch später im Beruf gefragt. Jedes kreative Endprodukt erfüllt drei bestimmte Kriterien.[2] Es ist zum ersten neu und andersartig als das Gewohnte, zweitens überraschend und drittens wird das Produkt von anderen anerkannt, da es von einer bestimmten Bedeutung ist.

Eine schöpferische und originelle Arbeits- und Denkweise ist nicht auf bestimmte Bereiche des Lebens begrenzt, sondern lässt sich auf vielen Ebenen, im Alltag oder Beruf, finden. „Kreativität ist überall, und jeder Mensch kann kreativ sein.“[3]

2.2 Kreatives Schreiben

„ Das kreative Schreiben mobilisiert die brachliegende Kreativität, die Lust am Schreibprozess, die unbewussten Bilder und Ideen des Geistes, um bessere berufliche Texte zu produzieren. Kreatives Schreiben setzt Kräfte gegen Schreibstörungen und Schreibängste frei. Es leitet zum kooperativen Schreiben an. Es bietet sowohl Schreibtechniken, Methoden zur Entfaltung von Schreibideen, Schreibspiele zur Entdeckung latenter Ausdrucksmöglichkeiten, als auch Schreibprojekte und Kurse zur Schärfung von Schreibstil und Text-sicherheit an.“[4]

Das Besondere - im Unterschied zum wissenschaftlichen Schreiben oder dem Journalismus - ist die Produktivität des Schreibens. Es wird nicht einfach spontan durchgeführt, sondern mit viel Überlegung. Die Menschen sollen wieder Spaß im Umgang mit der Sprache haben, dies wird durch das Experimentieren mit der Sprache sowie Sprachspielen gewährleistet. Dadurch öffnen sie sich und können neue Ideen finden, die dann zum Beispiel in der Berufspraxis angewandt werden können oder aber einfach zu neuer Selbsterkenntnis führen. Die Folge ist dann eine Identifikation mit dem Geleisteten, was sich förderlich auf zukünftige Arbeiten auswirkt.

Somit wird verdeutlicht, dass man das Schreibenkönnen nicht mehr nur „als eine geniale Gabe sieht, eine Fähigkeit, über die man verfüge oder nicht …“,[5] sonders dass es lehrbar und dadurch auch erlernbar ist. Wenn man früher in der Schule nicht gut darin war, heißt das nicht, dass es später im Erwachsenen-alter auch noch so sein muss. Schreibblockaden können dadurch überwunden werden, das heißt also, kreatives Schreiben kann auch als eine therapeutische Maßnahme eingesetzt werden.

Die Psychologie beschäftigt sich auch mit diesem Thema. Sie sieht im kreativen Schreiben „einen Wechselprozeß zwischen bewussten und unbewussten Seiten der Psyche. Dieser Wechselprozeß erscheint dem Schriftsteller als riskante Fahrt ins Dunkle auf der Suche nach einer Idee.“[6] Dadurch werden bestimmte Inhalte ausgewählt, über die man schreiben möchte sowie spezielle Schreibmethoden angewandt, auf die später noch genauer eingegangen wird.

2.3 Geschichte des kreativen Schreibens

Man kann sagen, dass durch das Jahr 1900 die Geschichte des kreativen Schreibens in zwei Etappen geteilt wird.[7] Man unterscheidet also die Zeit vor

der Veröffentlichung von Freuds ‚Traumdeutung’ und in die Zeit danach. Vor der Erscheinung dieses Werkes waren als Techniken des Schreibens hauptsächlich die freie Assoziation sowie die Imagination bekannt. Später kam es dann durch das Bekanntwerden der Wirkung des Unterbewusstseins zur Entwicklung von neuen Produktionstechniken - hier zu nennen ist zum Beispiel das im Dadaismus entstandene zitierende Schreiben - und der Veränderung der Inhalte des Geschriebenen. Im 20. Jahrhundert keimten dann die ersten Experimente und Spiele mit der Sprache auf. Man hat erkannt, dass das Unterbewusstsein zu schöpferischen Gedanken führt. Diese sind dann allerdings nicht leicht zu analysieren oder interpretieren, da ja jeder seine eigenen Geheimnisse in sich birgt.

[...]


[1] http://www.infoquelle.de/Management/Kreativitaet/Kreativitaet.cfm, (17.11.2003).

[2] Vgl.: Ebd.

[3] http://www.infoquelle.de/Management/Kreativitaet/index/.cfm, (17.11.2003).

[4] Werder, Lutz von (1995): Berlin/Schibri-Verlag, 13.

[5] http://www.tu-chemnitz.de/phil/germanistik/sprachwissenschaft/schreibzentrum/pdf/

material_ks2.pdf, (15.11.2003).

[6] Werder, Lutz von (1993): Berlin/Schibri-Verlag, 9.

[7] Vgl.: Ebd., 6.

Details

Seiten
13
Jahr
2003
ISBN (eBook)
9783638251655
ISBN (Buch)
9783640634057
Dateigröße
481 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v21585
Institution / Hochschule
Technische Universität Chemnitz – Medienkommunikation
Note
1,7
Schlagworte
Kreatives Schreiben Beruf Kreativer Umgang Sprache Spielen Sprachspiele Kreativ Schreiben Werbetexter Journalisten

Autor

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