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Führungsstile. Auswirkung auf die Produktivität der Mitarbeiter

Seminararbeit 2009 11 Seiten

Führung und Personal - Sonstiges

Leseprobe

Gliederung

1. Einleitung (Grundbegriff des Führens)

2. Theoretische Modelle
2.1. Kommunikationsmodell (Peter Schmitt)
2.2. Charismatisches Führungsmodell (House)

3. Führungsstile
3.1. Direktiver Führungsstil
3.2. Kooperativer Führungsstil
3.3. Laissez-faire-Führungsstil
3.4. Situativer Führungsstil

4. Bewertung der Führungsstile
4.1. Vor- und Nachteile des jeweiligen Führungsstils
4.2. Auswirkung auf die Motivation und Produktivität der Mitarbeiter
4.3. Der optimale Führungsstil

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

1.Einleitung

Die Frage „Was ist Führung?“ und „Wie führt Führung zum Erfolg?“ beschäftigen Theoretiker und Praktiker schon seit langer Zeit. Führung beschreibt einen weit gefassten Begriff, über den in der Literatur kein Konsens besteht. Hertel und Konradt z.B. definieren Führung allgemein als „alle Maßnahmen der gezielten Beeinflussung des Verhaltens und Erlebens von Personen in Organisationen“. Zentrale Aufgaben der Führung sind nach ihrer Auffassung ferner die zielorientierte Koordination arbeitsteiligen Handelns und dessen Kontrolle, die Motivierung von Mitarbeitern, die Förderung der sozialen Integration der Mitglieder in Teams, Abteilungen und Unternehmen sowie der Qualifizierung der Mitarbeiter.[1] So definiert Staehle Führung als eine auf der einen Seite stattfindende Beeinflussung von Einzelpersonen in Bezug auf deren Verhalten und Einstellungen und auf der anderen Seite die Handlung innerhalb bzw. zwischen Gruppen. Die Erreichung soll immer die Erreichung eines vorab definierten Zieles sein.[2] Kompakter fasst die Definition Baumgarten zusammen, der sie als „zielbezogene, interpersonelle Verhaltensbeeinflussung mit Hilfe von Kommunikationsprozessen“ bezeichnet. Unter der Verhaltensbeeinflussung versteht Baumgarten hierbei eine aktive Handlung (psychisch oder physisch) mit dem Ziel, eine bestimmte Person zu beeinflussen.[3] Die Frage „Was ist Führung“ kann jedoch nicht universell beantwortet werden.¹ Es existiert eine Vielzahl von unterschiedlichen Auffassungen über die Formen von Führung. Da der Mensch als Rudeltier bezeichnet werden kann, gibt es auch schon seit Menschengedanken jemanden, der ein „Rudel“, oder besser eine Gruppe anführt.[4] Mit der Weiterentwicklung der Menschheit und der steigenden Komplexität seiner Gedanken und Anforderungen entstanden auch differenzierte Vorstellungen von Führung. In der folgenden Arbeit möchte ich mich mit den verschiedenen Führungsstilen, die sich im Laufe der Zeit herausgebildet haben, beschäftigen und habe das Ziel, die Probleme der unterschiedlichen Anwendung von Führungsstilen in Unternehmen zu klären. Mit meiner wissenschaftlichen Arbeit bezwecke ich das Ziel, über die verschiedenen Stile zu informieren und den optimalen Führungsstil, in Hinsicht auf die Motivation und die Produktivität der Mitarbeiter zu finden.

Das sind die besten Führer, von denen – wenn sie ihre Aufgabe vollendet haben – alle Menschen sagen: „ Wir haben es selbst getan!“

(Laotse, chinesischer Philosoph, 4.-3. Jhd. V.Chr.)

2. Theoretische Modelle

Anhand der theoretischen Modelle von Peter Schmitt und Robert House möchte ich einen kurzen Einblick darüber geben, dass Kommunikation und ein starkes Charisma Grundvoraussetzungen für die erfolgreiche Führung von Menschen sind. Ohne Kommunikation ist das Führen von Menschen unmöglich, da jeder Mensch alleine durch seine Mimik und Gestik, weitergehend durch seine Sprache, mit anderen Menschen kommuniziert, was auf der Gegenseite stets eine Reaktion auslöst. Ein ausgeprägtes Charisma ist besonders wichtig in Hinsicht auf den Führungserfolg, da dieses entscheidend für das Führungsverhalten ist, was sich auf die Mitarbeiter auswirkt.

2.1. Kommunikationsmodell (Peter Schmitt)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten[5]

In Peter Schmitts Kommunikationsmodell wird deutlich, wie Kommuniziertes vom Sender zum Empfänger gelangt. Der Sender übermittelt seine Nachricht (Anweisung, Erwartung, ein Gefühl etc.) über seine Mimik, Gestik und über Sprache an den Empfänger. Der Empfänger interpretiert diese Nachricht so, wie er sie wahrnimmt, und gibt dementsprechend eine Rückmeldung (über Mimik, Gestik, eine Antwort, oder eine Reaktion in Form von Handeln). Die Äußerung des Gedankens des Senders kann durch den Empfänger des Senders durch falsche Wahrnehmung und falsche Interpretation missverstanden werden. Somit unterscheidet sich der gespiegelte Gedanke des Senders von dem aufgefassten des Empfängers. Dieses ist elementar wichtig für den Führungsbegriff, da die Führungsperson durch Kommunikation auf Mitarbeiter einwirkt und somit beeinflussen kann. Hier besteht aber auch die Gefahr für die Führungsperson, dass seine Gedanken falsch interpretiert werden und zum Beispiel Aufgaben nicht wie gewünscht erledigt werden, oder an der Glaubhaftigkeit der Führungsperson gezweifelt wird. Dieses Modell von Peter Schmitt zeigt somit, dass Kommunikation elementar wichtig für den Führungsbegriff ist und wie sich diese auf die Mitarbeiter auswirken kann.

[...]


[1] Selbstführung im Rahmen verteilter Führung – Panja Andreßen

[2] Management: Eine verhaltenswissenschaftliche Perspektive – Wolfgang H. Staehle

[3] Baumgarten (1977)

[4] Personalführung (Jürgen Weibler)

[5] http://www.peter-schmitt-training.de/_include/image/artikel/artikel3/kommunikationsmodell.gif

Details

Seiten
11
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783656451976
ISBN (Buch)
9783656452744
Dateigröße
428 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v229585
Institution / Hochschule
IBA Berlin: Internationale Berufsakademie der F+U Unternehmensgruppe gGmbH
Note
1,7
Schlagworte
führungsstile auswirkung produktivität mitarbeiter

Autor

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Titel: Führungsstile. Auswirkung auf die Produktivität der Mitarbeiter