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Ausbildungsmarketing

Examensarbeit 2008 47 Seiten

Führung und Personal - Sonstiges

Leseprobe

Inhalt

1 Unternehmen und Strategie
1.1 Leitidee für jetzt und später
1.2 Markt und Wettbewerb
1.3 Störungen im Ausbildungsalltag
1.4 Die Ausbildung
1.5 ZIEL der Weiterbildung

2 Planung der Qualifizierungsmaßnahme
2.1 Externer Lehrauftrag
2.2 Der Dozent
2.3 Arbeitsweise des Dozenten

3 Vorbereitung des Methodentrainings
3.1 Grobablaufplanung
3.2 Kosten Nutzen

4 Kurze Beschreibung der Ausgangssituation

5 Vorbereitungen des Weiterbildungscontrollings
5.1 KOMMUNIKATIONSMATRIX
5.2 MARKETINGSTRATEGIE
5.3 MARKETING-AKTIONSPLAN
5.4 Kostenplan

6 Thema Bildung in der Bildungseinrichtung
6.1 Planung und Durchführung von internen Ausbildungen

7 Methodentraining - Durchführungsevaluation

8 Zufriedenheitskontrolle
8.1 Ausblick für die Teilnehmer
8.2 Auswertung Dozent Berufspädagoge/ Controller
8.3 Return on Investment

9 Evaluation
9.1 Entwicklungsstand des Weiterbildungsangebotes
9.2 Aktivität des Managements

10 VERFAHRENSANWEISUNG
10.1 Aktionen
10.2 Verfahrensanweisung für die Ausbildungsteams Beispiel: Ausbilder/Stützlehrer/Sozi
10.3 Verfahrensanweisung für die Bereiche: Stützlehrerkollegium, Sozialpädagogenkollegium und des Ausbilderkollegiums
10.4 Verfahrensanweisung für QM – Beauftragten

11 Schlusswort

ANHÄNGE

Abbildung 1

Quellen:

1.www.bebildungseinrichtung.de

2.Wikipedia

3 Steinburger Kursportal 16.05.08

1 Unternehmen und Strategie

Wir sind eine gemeinnützige Bildungseinrichtung, die seit 1992 Erstausbildung und vorberufliche Förderung junger Menschen in den gewerblich- technischen, landwirtschaftlichen, gärtnerischen und dienstleistenden Bereichen als anerkannte Rehabilitationseinrichtung leistet. Neben der fachlichen Ausbildung fördern wir stets den Erwerb sozialer Kompetenzen sowie die Fähigkeit, tolerant und verantwortlich zu denken und zu handeln. Unter Berücksichtigung der jeweiligen Bildungsbedarfe jedes Auszubildenden vermitteln wir Kompetenzen zur Erweiterung der individuellen Handlungsfähigkeit. So wird die Grundlage geschaffen, die berufliche Praxis erfolgreich zu meistern. Die Gestaltung von Freizeitmöglichkeiten in sportlichen und kreativ- künstlerischen Bereichen unterstützt diesen Prozess.

1.1 Leitidee für jetzt und später

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Quelle www.bebuckow.de

Um diese Leitidee auch tatsächlich umzusetzen, ist es sehr wichtig, die richtigen Methoden dafür einzusetzen. Zur Qualitässicherung gehört es, regelmäßig externe Berater und Dozenten hinzuzuziehen. Diese Strategie fördert die Erweiterung des Blickwinkels.

1.2 Markt und Wettbewerb

Hauptkonkurrenten der Einrichtung sind die anderen Bildungsträger. Wir können durch unsere jahrelange Erfahrung mit der Betreuung der benachteiligten Jugend, den ständig weiterqualifizierten Mitarbeitern punkten. Für jede Maßnahme mussten in den letzten Jahren viele neue Konzepte ausgearbeitet werden, wie wir unsere Jugendlichen ausbilden werden. In Folge dessen ist es sehr wichtig die Mitarbeiter ständig weiterzubilden. Unser Erfolg misst sich an den bestandenen Prüfungen der Jugendlichen, die bei ca. 90% liegen.

1.3 Störungen im Ausbildungsalltag

Die Ausbilder sind mit ihren Jugendlichen in der Ausbildung in den täglichen Arbeitsprozess eingebunden. Dabei geht es darum, Produkte herzustellen und diese auf den Markt zu bringen. Unteranderem sind diese im Bereich Gartenbau: Gemüse anzubauen, ernten und verkaufen, im Bereich der Küche sind die: Essen für ca. 900 Personen zu kochen, portionieren und zum Käufer zu bringen, im Bereich der Maler sind dies verschiedenen Aufträge für verschiedenen Kundschaft die gern auf die Kompetenz der zukünftigen Maler in Anspruch nehmen, für den Bereich der Hauswirtschaft heißt dies die Dienstleistung in der Reinigung in verschiedenen Objekten zu erbringen, für den Servicebereich heißt dies eine Kantine ein Cafe zu leiten und verschiedene Events durchzuführen.

Die fachlichen Kenntnisse sind Grundvoraussetzung für den Erfolg ihrer Arbeit, sowie für die Herstellung der Produkte genauso wie die Tätigkeit als Ausbilder. Gespräche ergaben, dass wenige Methoden eingesetzt werden zur Vermittlung der Kenntnisse. Die meisten Ausbilder geben der fehlenden Zeit die Schuld. Nach Befragung der Methodenauswahl kamen nur zwei Methoden zur Antwort, die 4 Stufen Methode und die Projektmethode. Fachlich sind alle Ausbilder sehr kompetent und beherrschen ihr Fach. Von außen sind keine Beschwerden bekannt. Wenn man dieses Problem anspricht, stößt man auch auf etwas Widerstand, meistens bei den Männern, die Frauen sind dem etwas offener und bereiter auch andere Methoden auszuprobieren. Aus den Gesprächen ergibt sich ein Qualifizierungsbedarf, der die Methodenvielfalt näher bringen soll.

1.4 Die Ausbildung

Als Ergebnis eines Gruppengespräches mit dem Thema: „Was fällt euch beim Lernen schwer?“ „Was würdet ihr euch wünschen?“ ergaben sich aus den Antworten der Jugendlichen folgende Schwerpunkte:

- Geringe Merkfähigkeit, besonders für komplexe Stoffinhalte (z.B. „Ich kann mir das nur kurz merken, bei der nächsten Unterweisung oder in der nächsten Unterrichtsstunde in der Berufsschule ist alles wieder weg.“)
- Zielgerichtetes und strukturiertes Abarbeiten von Aufgabenstellungen und Lernen für Prüfungen / Klassenarbeiten fällt schwer (z.B. „Wenn sich so viele Aufgaben sehe, weiß ich nicht, womit ich zuerst anfangen soll.“)
- Komplexe Instruktionen selbstständig erfassen (z.B. „Ich weiß nicht immer was der Ausbilder / Lehrer mit seiner Aufgabe/ Frage meint – ich antworte dann lieber gar nicht.“)
- Metakognitive Ebene und selbstständiger Transfer – Zusammenhänge erkennen, auf Einfaches selbstständig aufbauen und in andere Zusammenhänge „einbauen“
- Zeitfaktor für Wiederholungen / Übungen ist zu gering (z.B. „Mir geht das alles zu schnell. Ehe ich es verstanden habe, geht es schon an die nächste Aufgabe.“)
- sich die Schlussfolgerung, dass es den Auszubildenden schwer fällt, Lernstoff länger zu behalten, zielstrebig zu arbeiten, Zusammenhänge von komplexen Arbeitsaufträgen zu erfassen und Lernstoff gezielt zu üben.

Die Auszubildenden wünschen sich bei der Vermittlung der Kenntnisse auch etwas mehr Abwechslung im Ausbildungsalltag. Was wünschen sie sich konkret? Gibt es da Ergebnisse von Befragungen?

Das Abschneiden der Auszubildenden bei Prüfungen ist gut. Das beruht auf guter Vorbereitung zu den Prüfungen, der Krankenstand ist in dieser Zeit gleich null. Prüfungen möchten alle gleichermaßen gut absolvieren. Deswegen lässt sich dann in der Prüfungsvorbereitungsphase so gut wie kein Auszubildender krankschreiben, im Gegensatz zur sonstigen Ausbildungszeit.

Die Ausbildungsteams haben sich bei Gesprächen geäußert, dass die Auszubildenden eine geringe Lernmotivation und mangelnde Eigeninitiative zeigen und meist unkonzentriert sind.

Nicht nur um den Wünschen der Auszubildenden nachzukommen ist diese Weiterbildung, das Methodentraining, von Bedeutung sondern auch um die Effizienz der Kenntnisvermittlung zu erhöhen.

1.5 ZIEL der Weiterbildung

Planung von Weiterbildungen in der Bildungseinrichtung Buckow e.V. hat die Zielstellung:

- Die erforderliche Fachkompetenz der Mitarbeiter zu erhalten und weiter zu entwickeln,
- einen einheitlichen Kenntnisstand in den unterschiedlichen Arbeitsbereichen zu gewährleisten,
- eine Übereinstimmung zwischen den Kompetenzen der Mitarbeiter sowie dem Aufgabenprofil ihrer Stellen zu erreichen,
- die einrichtungsspezifische Qualität sicher zu stellen und weiter zu entwickeln,
- die den Mitarbeiter zur Ausübung einer Tätigkeit erst befähigen oder ihm einen Einsatz auf anderen Arbeitsplätzen oder anderen Unternehmen ermöglichen.

Bei dieser geplanten Weiterbildung liegt das Hauptaugenmerk auf die Vermittlung der verschiedenen Methoden, dass wiederum zum Ziel führen soll, die Auszubildenden zum eigenverantwortlichen Handeln und Lernen zu befähigen. Psychologisches Ziel der Weiterbildung ist als Beispiel, die Kundenzufriedenheit, unserer Auszubildenden. Auch durch Mundpropaganda kann das Image der Bildungseinrichtung verbessert werden. Daraus ergibt sich gleichzeitig das ökonomische Ziel, dass sich unser Marktanteil an der Ausbildung erhöht. Außerdem müssen wir dem REZ Rechenschafft über die Umsetzung der Inhalte der Konzepte ablegen.

2 Planung der Qualifizierungsmaßnahme

In nachstehender Tabelle wird die zu planende Weiterbildung, das Methodentraining, übersichtlich dargestellt. Mit der Weiterbildung wird den Mitarbeitern die Methodenvielfalt näher gebracht. Insbesondere wenden sie in den zwei Tagen des Trainings selber einige Methoden praktisch an, um diese mit den Auszubildenden umsetzen zu können. Sie erkennen, welche Methoden für die Auszubildenden hilfreich sind, um Fertigkeiten und Kenntnisse besser zu vermitteln und transparent zu machen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.1 Externer Lehrauftrag

Dieses Methodentraining wird ein erfahrener Dozent aus der näheren Umgebung durchführen. Das Oberstufenzentrum hat mit diesem Dozenten in den letzten Jahren sehr gute Erfahrungen erzielt. Da unsere Auszubildenden auf diesem Oberstufenzentrum beschult werden, halten wir engen Kontakt zu den Lehrern und tauschen unsere Erfahrungen aus.

Nach Rücksprache mit dem Dozenten und unserer Leitung ist es günstig, diese Veranstaltung auf zwei Tage zu begrenzen, um intensiv an der Thematik zu arbeiten. Veranschlagt ist es, dieses Training mit ca. 30 Mitarbeitern durchzuführen.

2.2 Der Dozent

Dieser Dozent hat ca. 40 Seminare an Schulen des Landes Brandenburg und Bildungsträgern durchgeführt. Er ist seit 30 Jahren Lehrer und hat viele Übungen und Materialien selber ausprobiert. Zurzeit unterrichtet er Deutsch und Politische Bildung im Oberstufenzentrum in Schwedt, in der Studienkreisnachhilfe Deutsch und Mathematik von der Klasse 3 bis 13. Früher in der Grundschule in Schwedt hat er Englisch, Geographie und Mathematik unterrichtet.

Seine Seminare bietet er den Schulämtern an, die dann die Schulen über die Angebote in Kenntnis setzten. Der Dozent bietet außer dem Methoden- Training auch noch Kommunikations- und Teamtraining an.

Aus Gesprächen mit den Lehrern des Oberstufenzentrums ist bekannt, dass der Dozent mit den Teilnehmern arbeitet, d.h., er bindet sie in seiner Weiterbildung aktiv mit ein. Er arbeitet handlungsorientiert und ist bestrebt nach größter Kundenzufriedenheit( diese lag beim Oberstufenzentrum bei 80%).

Das Seminar zum Methodentraining basiert auf der Grundlage der Ausführungen nach Heinz Klippert und auf weiterer Literatur dieser Thematik.

Laut Wikipedia: „Methodentraining nach Klippert bedeutet im engeren Sinne die Einübung elementarer Lern- und Arbeitstechniken (Informationen beschaffen, erfassen und verarbeiten).“ Methodentraining in einem weiteren Sinn bedeutet darüber hinaus die Förderung der Kommunikation, die Teamentwicklung und letztlich die Schulentwicklung. Der Dozent arbeitet mit Übungsbausteinen, die inhaltlich und formal "durchweg so gestaltet” sind, dass sie für den eigenen Unterricht bzw. die Lehrunterweisung problemlos kopiert und vervielfältigt werden können.

2.3 Arbeitsweise des Dozenten

Sein Konzept für dieses Training ist so angelegt, dass sowohl ein theoretischer Komplex zu den verschiedenen Unterrichtsmethoden geboten wird, wie auch praxisbezogene Übungen.

Sein Ziel ist es, die Teilnehmer zu befähigen, die Übungen, die im Unterricht/ Training ausprobiert werden, ohne großen Mehraufwand in die tägliche Arbeit einzubinden. Der Schwerpunkt des Methodentrainings liegt darin, einzelne methodische Bausteine zur Anregung eigenverantwortlichen Arbeitens im Rahmen des Unterrichts/ Lehrunterweisung so zu organisieren, dass selbstständiges Lernen der Schüler möglichst effektiv gefördert wird. Grundlage bilden dafür auch die zusammengestellten Materialien des Dozenten, die aus 19 Arbeitsblättern und 15 Seiten theoretische und praktische Hilfe bei der Umsetzung des Methodentrainings bestehen. Dieses Material erhält jeder Teilnehmer.

Er arbeitet sehr abwechslungsreich und handlungsorientiert. Er bindet jeden Teilnehmer in dieses Training mit ein. Er lässt verschiedene Gruppen bilden.

Diese Gruppen arbeiten ein gestelltes Thema ab, halten ihre Ergebnisse in geeigneter Form schriftlich fest und überlegen dann, wie die einzelnen Gedanken am prägnantesten für ein Plakat zu formulieren und sinnvoll am Plakat darzustellen sind.

Aus farbigem Karton sollen hierbei Vierecke, Kreise oder andere Figuren herausgeschnitten und mit den Informationen beschriftet werden. Die Gruppe legt gemeinschaftlich die Wahl der Formen, Farben und die Anordnung auf dem Plakatuntergrund fest.

Das Plakat wird mit entsprechenden Kurzvorträgen der anderen Teilnehmer vorgestellt und möglichst an der Wand/ Tafel aufgehängt.

Für diese Abwechslung sorgen die verschiedenen Übungen sowie die eingesetzten Mittel, wie Overhead, Tafel, Beamer und Musikanlage.

Für sinnvoll erklärt er die Teilnehmerzahl von 16 bis 30 Personen. Die Termine werden direkt mit dem Dozenten vereinbart. Zur Nachbereitung verwenden der Dozent und der Berufspädagoge einen Anonymen Fragebogen(siehe Anhang S.25).

3 Vorbereitung des Methodentrainings

Durch Gespräche mit den Mitarbeitern wurde der Bedarf eines Methodentrainings ermittelt. Um einen genauen Plan zu erarbeiten, wird eine Versammlung, die Informationshintergrund für das Methodentraining beinhaltet, organisiert. Die Ausbilder, Stützlehrer und Sozialpädagogen werden eine Woche vorher (schriftlich) über diesen Termin informiert.

Bei diesem Termin wird deutlich gemacht, dass jedes Ausbildungsteam laut Konzept in der Pflicht steht, verschiedene Ausbildungsmethoden anzuwenden. Außerdem können nur so unsere Leitideen verwirklicht werden. Sinn dieser Veranstaltung ist es, die Mitarbeiter von der Wichtigkeit dieses Seminars zu überzeugen. Der größte Lernerfolg bietet sich, wenn der Teilnehmer von sich aus Interesse zeigt, sich weiterzubilden.

Die Mitarbeiter können ihre Wünsche für dieses Seminar mitteilen. Anwendung findet hier die Metaplan - Methode. Wichtig ist auch, einen passenden Termin zu finden, mit welchem alle Beteiligten zufrieden sind.

Diese Wünsche und der Termin werden dann dem Dozenten zugesandt. Nach der Terminbestätigung werden alle Ausbilder in schriftlicher Form dazu eingeladen( siehe Anhang Seite 23)

3.1 Grobablaufplanung

Als erster Schritt wird die Vorabsprache mit dem Dozenten getroffen. Wichtige Inhalte sind:

- zur Einleitung benennt er die Vorzüge des Methodentrainings für die Teams und für die Auszubildenden bzw. Schüler.
- Als zweitens geht er zu den Übungsbausteinen über z.B. Problemlösungsprozesse organisieren und Puzzles zur Projektarbeit, diese werden einzeln bearbeitet.
- In Teams werden neue Methoden und Lernspiele ausprobiert. Diese neuen Methoden dienen, insbesondere bei lernschwachen Azubis, der effizienteren Wissens- und Kompetenzvermittlung.
- Es werden folgende Methoden erlernt:

[...]

Details

Seiten
47
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783656458111
ISBN (Buch)
9783656458289
Dateigröße
803 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v230023
Note
2
Schlagworte
ausbildungsmarketing bildung heute methodentraining

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Titel: Ausbildungsmarketing