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Die Sage im Fremdsprachenunterricht

Die Sage als literarische Gattung aus Sicht der Germanistikstudierenden

Forschungsarbeit 2013 12 Seiten

Didaktik - Germanistik

Leseprobe

Inhalt

Abstract

Zur Sage

Geschichte der Sage

Merkmale der Sage

Die Arten der Sage

Der Fragebogen

Literatur

Abstract

Die vorliegende Arbeit untersucht die literarische Textsorte „Sage“ im Fremdsprachenunterricht. Anliegen dieser Arbeit ist es einerseits, die Sage als literarische Gattung vorerst theoretisch näher zu beleuchten. Andererseits wird angestrebt, die Einstellung der Studenten über die Sage zu erfassen. Für diesen Zweck wurde eine schriftliche Befragung durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Befragung gaben bedeutungsvolle Anhaltspunkte zur Förderung dieser literarischen Textsorte im Fremdsprachenunterricht.

Zur Sage

Um den Begriff Sage näher zu beleuchten, empfiehlt es sich, diverse Sichtweisen für das Begriffsverständnis vorzuführen.

Rothmann, Kurt[1] (1978, 27) definiert die Sage wie folgt:

„Die Sage, die im Gegensatz zur Legende ursprünglich mündlich überliefert wurde, ist eine Erzählung, die im Gegensatz zum Märchen einen geschichtlichen Kern hat und darum Personen, Ort und Zeit genauer benennt.“

Bei Hoffmann-Krayer, E., Bächtold-Stäubli, H.[2] (1935/1936) findet sich die folgende Definition über die Sage:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

„… Sage eine Erzählung mit einem starken Einschlag von sonderbaren und über die sinnliche Wirklichkeit hinausweisenden Begebenheiten, die jedoch in der Regel ihren Geschehensboden und unmittelbaren Ansatzpunkt in der nahe liegenden Lebenswirklichkeit oder in der Geschichte haben.“

Laut Schülerlexikon[3] wird die Sage wie folgt definiert:

„Die Sage (ahd.: Saga = Kunde von Ereignissen) ist eine zunächst mündlich weitergegebene kurze Erzählung, die schon in der Frühzeit der Völker anzutreffen ist. Sie ist eine Urform sprachlichen Ausdrucks und entstand aus dem elementaren menschlichen Bedürfnis, die umgebende Welt mit ihren Naturereignissen zu erklären und historische Vorgänge festzuhalten und weiterzuvermitteln.“

Die Sage fungiert als Mittel, um historisches Wissen zu vermitteln. Damit wird die Identität von Völkern dadurch festgelegt bzw. gezeigt.

In diesem Zusammenhang findet sich bei Drügh, Heinz[4] (Hrgs.), et al (2012, 394) die Überlegung, dass die Sage an realen Verhältnissen anknüpft.

Geschichte der Sage

Laut Schülerlexikon[5] hat die Sage folgende interessante Entwicklungen durchgemacht:

Im 18. Jahrhundert gabt es die ersten wichtigen Sagensammlungen:

- Brüder Jacob und Wilhelm Grimm „Deutsche Sagen“ (1816),
- Johann Karl August Musäus („Volksmärchen der Deutschen“, mit den Legenden von Rübezahl, 1782)
- Ludwig Bechstein („Thüringische Volksmärchen“, 1823).
- K. Müllenhoff, „Sagen, Märchen und Lieder der Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg“,1845).

Seit dem 19. Jahrhundert werden die Sagen laut Schülerlexikon[6] meistens für Kinder als Lektüre gedacht. An dieser Stelle sind folgende bedeutende Autoren zu nennen:

- Gustav Schwabs „Die schönsten Sagen des klassischen Altertums“ (1838–1840)
- Musäus „Legenden vom Rübezahl“ in den „Volksmärchen der Deutschen“ (1782/86)
- Franz Fühmann Nacherzählungen der Troja-Sage: „Das hölzerne Pferd“ (1968)
- Franz Fühmann „Nibelungenliedes“ (1971)

Vogt, Jochen (2012)[7].weist darauf hin, dass in der heutigen Zeit die Sagen von verschiedenen Schriftstellern geschrieben werden und zwar sowohl für Kinder als auch für Erwachsene.

Merkmale der Sage

In diesem Zusammenhang macht Winkler, W. (2000, 65) darauf aufmerksam, dass die Sage einen realen Kern und reale Orte behandelt. Zudem wird dabei ein Held in einer Gemeinschaft eingebunden. Dieser Held ist einsam in einem Kampf und ist alleine auf sich gestellt. Auf der anderen Seite sollte der Held weiterhin eine Bewährung bestehen. Die Sage könnte in diesem Sinne auch einen tragischen Ausgang nehmen.

Die charakterisieren sich in Anlehnung an Neuhaus, Stefan[8] (2009, 292) dadurch, dass sie einen historischen Kern haben. Außerdem Sagen kennzeichnen sich laut Schülerlexikon[9] durch wunderbare und phantastische Wesen, wie z.B. Geister, Götter, Zauberer und andere überirdische Kreaturen. Als weiteres Merkmal für die Sagen ist es, dass dabei einen realen vergangenen Geschehen behandelt wird. Hierbei werden ferner Angaben zu Ort, Zeit und Personen angeführt. Kennzeichnend für eine Sage ist des Weiteren eine einfache Erzählung, die einsträngig verläuft. Dabei findet eine Fokussierung auf den Helden. Auf der anderen Seite ist auch Charakteristisch auch für die Volkssagen ist ebenfalls die Anwendung von umgangssprachlichen Redewendungen.

Die Arten der Sage

Um die Arten von Sagen genauer zu zeigen, sei hier auf die folgende Gliederung und Teilung verwiesen:

Meiche[10] (In: Hoffmann-Krayer, E. u.a. (1935/1936)) unterteilt die Sagen in zwei Hauptarten: Die mythischen und geschichtlichen Sagen: Die mythischen Sagen teilen sich wiederum in sechs Arten:

[...]


[1] Rothmann, Kurt (1978, 27) Kleine Geschichte der deutschen Literatur, Philipp Reklam. Stuttgart

[2] Hoffmann-Krayer, E., Bächtold-Stäubli, H. Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens, Berlin und Leipzig 1935/1936 In: http://www.sagen.at/infos_quellen_links/def_sagen.htm

[3] http://www.schuelerlexikon.de/SID/f8504e9283132698bf9481f77c191770/lexika/literatur/cont/cont0000/cont0050/full.htm

[4] Drügh, Heinz (Hrgs.), et al. (2012) Germanistik. Sprachwissenschaft, Literaturwissenschaft, Schlüsselkompetenzen. Metzler Verlag, Stuttgart

[5] http://www.schuelerlexikon.de/SID/f8504e9283132698bf9481f77c191770/lexika/literatur/cont/cont0000/cont0050/full.htm

[6] http://www.schuelerlexikon.de/SID/f8504e9283132698bf9481f77c191770/lexika/literatur/cont/cont0000/cont0050/full.htm

[7] Vogt, Jochen. In : www.uni-due.de/eiladung/index.php?option=com_content&view=article&id =48&Itemid=53. Zugriff am 01.06.2012 (16h15)

[8] Neuhaus, Stefan (2009, 292) Grundriss der Literaturwissenschaft. (3. Auflage) Narr Francke Attempto Verlag, Tübingen. (1. Auflage 2003)

[9] http://www.schuelerlexikon.de/SID/f8504e9283132698bf9481f77c191770/lexika/literatur/cont/cont0000/cont0050/full.htm

[10] Meiche (In: Hoffmann-Krayer, E. u.a. (1935/1936)) Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens, Berlin und Leipzig 1935/1936 In: http://www.sagen.at/infos_quellen_links/def_sagen.htm

Details

Seiten
12
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783656477884
ISBN (Buch)
9783656478805
Dateigröße
450 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v231249
Institution / Hochschule
University of Oran – Fremdsprachen
Schlagworte
sage fremdsprachenunterricht gattung sicht germanistikstudierenden

Autor

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Titel: Die Sage im Fremdsprachenunterricht