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Wie können Unternehmen für das BGM erreicht werden?

Seminararbeit 2013 40 Seiten

Gesundheitswissenschaften

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definition der Begrifflichkeiten G, GF, BGF, M, BGM

3 Handlungsbedarf

4 BGM: Vor- und Nachteile und der Nutzen
4.1 Nutzen aus Sicht der Mitarbeiter
4.2 Nutzen aus Sicht des Unternehmens

5 Aufbau des BGM-Systems
5.1 Einführung
5.2 Strukturen schaffen:

6 Das Gesundheitszentrum
6.1 Einleitung
6.2 Das Präventionsangebot
6.3 Die Diagnostik

7 Mögliche Kostenersparnisse

8 Hemmnisse für die Einführung eines BGM

9 Besonderheit KMUs

10 Ansprechpartner für BGM, bisherige und weitere Einsparmöglichkeiten

11 Das Gesundheitszentum als Anbieter eines BGM

12 Mögliche Maßnahmen für den Verkauf von Dienstleistungen im Rahmen des BGM

13 Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Handlungsfelder und Steuerungskreis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Vor dem Hintergrund eines schärferen globalen Wettbewerbs verändern sich die Arbeitsanforderungen mit zunehmender Geschwindigkeit. Die Beschäftigten müssen aufgrund der Einsparungen und organisatorischen Veränderungen, die der Wettbewerb mit sich bringt, bei ihrer Arbeit engagiert, innovativ, kreativ und flexibel sein. Die Technisierung und die Digitalisierung verstärken die Herausforderungen, die an die Mitarbeiter gestellt werden. Lebenslanges Lernen ist eine existenzielle Notwendigkeit, um langfristig erfolgreich und leistungsfähig zu bleiben. Zudem müssen Unternehmen angesichts des demografischen Wandels den Herausforderungen des Veränderungsprozesses der immer älter werdenden Belegschaft flexibel gegenüberstehen. Diese Entwicklungen führen zu Überforderung der Mitarbeiter und Führungskräfte, welche sich häufig in Krankheit, Frustration und/oder Demotivation äußert.[1]

Das Betriebswirtschaftliche Gesundheitsmanagement (BGM) setzt sich mit den genauen Ursachen der Überforderung, die durch die Herausforderungen der wirtschaftlichen und demografischen Veränderungsprozesse entstehen, auseinander. Es hat zum Ziel, die individuellen Belange der Mitarbeiter zu berücksichtigen, gesunde Arbeitsbedingungen zu schaffen und gleichzeitig die Gesundheitskompetenz der Mitarbeiter zu fördern. Das Erreichen dieses Ziels führt zur Leistungssteigerung und damit zum Absenken der Abwesenheitstage, denn die Mitarbeiter sind nicht mehr frustriert oder demotiviert, da sie sich zunehmend mit ihrem Unternehmen identifizieren können. Ab diesem Punkt macht Arbeit Spaß, und Lohn gilt nicht mehr als „Schmerzensgeld“ für die Überanstrengungen, die die Mitarbeiter sonst auf sich nehmen mussten.

Um dieses Ziel zu erreichen, ist es notwendig, das betriebswirtschaftliche Gesundheitsmanagement ganzheitlich und systematisch einzuführen. Näheres dazu unter Punkt 5.[2] Aus dem Handlungsbedarf, der unter Punkt 3 dargelegt wird, ergibt sich die Forderung nach einem BGM. Um ein einheitliches Verständnis von BGM zu gewährleisten, wird die Arbeit mit der Definition der Begrifflichkeiten G, GF, BGF, M und BGM eingeleitet. Im nächsten Schritt werden der Aufbau eines BGM-Systems sowie das Gesundheitszentrum mit seinem Dienstleistungsangebot dargestellt.

Ziel der Arbeit ist es, Maßnahmenvorschläge für das Gesundheitszentrum zu entwickeln. Diese Maßnahmenvorschläge sollen dem Gesundheitszentrum ermöglichen, sich als Dienstleister am Aufbau eines BGM-Systems in einem Unternehmen zu beteiligen. Inwieweit sich dies realisieren lässt, ergibt sich aus dieser Arbeit.

2 Definition der Begrifflichkeiten G, GF, BGF, M, BGM

Gesundheitsförderung, betriebliche Gesundheitsförderung, Gesundheitsmanagement, betriebliches Gesundheitsmanagement: Hinter jeder der Begrifflichkeiten steckt eine andere Bedeutung. Für das einheitliche Verständnis der Begrifflichkeiten ist eine Definition dieser Termini im Betrieb von großer Bedeutung, um Missverständnisse zwischen Mitarbeitern untereinander und gegenüber dem Vorgesetzten auszuschließen.

Nur so kann ein reibungsloser Ablauf im Unternehmen ermöglicht und die Motivation erhalten werden, etwas für die eigene Gesundheitsentwicklung zu tun. Gerade bei der Einführung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements ist dies von besonderer Bedeutung, da die Mitarbeiter mit Skepsis dem Sinn und Zweck des ihnen noch unbekannten BGM-Systems gegenüberstehen.

In der Verfassung der WHO 1946 wird die Gesundheit (G) als ein Zustand des vollständigen körperlichen geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur des Frei seins von Krankheit und Gebrechens beschrieben. Die Ottawa Charta 1986 definiert die Gesundheitsförderung (GF) wie folgt: „Gesundheitsförderung zielt auf einen Prozess, allen Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit zu ermöglichen und sie damit zur Stärkung ihrer Gesundheit zu befähigen.“[3]

In der Luxemburger Deklaration aus dem Jahr 1997 wird die betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) als moderne Unternehmensstrategie beschrieben mit dem Ziel, Krankheiten am Arbeitsplatz vorzubeugen, die Gesundheitspotenziale zu stärken und das Wohlbefinden am Arbeitsplatz zu verbessern, um die Mitarbeiter bestmöglich auf die Herausforderungen in der Arbeitswelt des 21 Jahrhunderts vorzubereiten. Dies kann durch eine Kombination folgender Ansätze erreicht werden:

- Stärkung persönlicher Gesundheitskompetenzen (Verhaltensprävention)
- Verbesserung der Arbeitsorganisation und der Arbeitsbedingungen
- Förderung der aktiven Mitarbeiterpartizipation

Die BGF beinhaltet damit verhaltens- und verhältnispräventive Maßnahmen, die im Folgenden näher erklärt werden. Die verhältnispräventiven Maßnahmen haben die Gestaltung gesundheitsförderlicher Strukturen und Rahmenbedingungen zum Ziel. Darunter fällt die Gestaltung des Arbeitsplatzes, -ablaufs und –umfeldes sowie der Arbeitsmittel, und –organisation. Verhaltensorientierte Maßnahmen zielen dagegen auf die Förderung gesundheitsgerechter Verhaltensweisen ab. Sie beinhalten sowohl Information und Aufklärung als auch die Vermittlung von Bewältigungstechniken und die Förderung von Handlungskompetenzen für den Umgang mit konkreten Anforderungen und Belastungen. Beispiele dafür sind: Beratung am Arbeitsplatz, Seminare, Gesundheitskurse, Workshops, Informationsveranstaltungen.[4]

„Management [(M)] beinhaltet das systematische und zielorientierte Führen von Organisationen, Personen und Abläufen. Es bildet den Rahmen, der es den Führungskräften ermöglicht, ihre Führungsfunktion auszufüllen.“[5]

Das betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) wird von der Unfallkasse des Bundes als systematische, zielorientierte und fortlaufende Steuerung aller betrieblichen Prozesse verstanden, mit dem Ziel der Erhaltung und Förderung von Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Erfolg der Mitarbeiter.[6]

3 Handlungsbedarf

Ausgehend vom Menschenrecht auf Arbeit, nach dem jeder Mensch ein Recht auf angemessene Arbeitsbedingungen hat, ergibt sich bereits die Forderung nach einem BGM. Der Handlungsbedarf zeigt, dass es unabdingbar ist, das Betriebswirtschaftliche Gesundheitsmanagement als selbstverständlichen Bestandteil im Unternehmen anzusehen. Zwei Wandlungsprozesse haben zum Handlungsbedarf geführt: zum einen die Folgen des demografischen Wandels und der damit verbundene steigende Krankenstand und zum anderen die wirtschaftlichen Veränderungen und der damit einhergehende Wandel der Krankheitsbilder.

Durch den demografischen Wandel kommt es zu einem deutlichen Rückgang der Anzahl der Erwerbsfähigen. Diese Lücke kann bis 2020 durch Immigration sowie Erwerbsbeteiligung von Frauen und Älteren geschlossen werden.[7] Dazu erklärt das Institut für Beschäftigung und Employability, dass die Erwerbsbevölkerung von zurzeit 42 Millionen Erwerbstätigen bis zum Jahr 2050 auf 30 Millionen sinken wird.[8]

Qualifizierte Nachwuchskräfte werden durch die veränderte Altersstruktur immer seltener. Unternehmen sind somit gezwungen, ältere Mitarbeiter im Unternehmen zu behalten.[9] Die Größe der Altersgruppe der 35- bis 49-Jährigen wird bis zum Jahr 2050 um 31 Prozent abnehmen und in Zahlen von 20 Millionen auf 14 Millionen absinken.[10] Die sich verändernde Altersstruktur im Unternehmen hat Auswirkungen auf den Krankenstand. Nach der Auswertung der AOK Rheinland erhöht sich mit steigendem Alter die Dauer des Arbeitsunfähigkeitszustands. Die Arbeitnehmer ab 60 Jahre verzeichneten im Jahr 2012, 31 Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund von Krankheit. Die Arbeitnehmer zwischen 20 und 29 waren durchschnittlich nur 14 Tage lang arbeitsunfähig.[11]

Neben dem demografischen Wandel waren wirtschaftliche Veränderungen in der Arbeitswelt durch neue Arbeitsformen und andersartige Arbeitsstrukturen zu verzeichnen. Wilke et al. erklärten, dass durch die Technisierung und Automatisierung weniger Tätigkeiten körperlich und produktorientiert sind. Es handle sich bei vielen Tätigkeiten um informationsverarbeitende Tätigkeiten.[12] Jean Gottman bezeichnete diesen neuen Tätigkeitsbereich 1961 als quartären Sektor und definierte die in diesen Bereich fallenden Tätigkeiten als Tätigkeiten aus dem Bereich des tertiären Sektors mit höheren intellektuellen Ansprüchen. Die wirtschaftlichen Veränderungen in der Arbeitswelt bewirken einen Wandel der Krankheitsbilder. Heute überwiegen chronische Krankheiten, die sich durch das wechselseitige Aufeinanderwirken von psychosozialem Stress, körperlichen Belastungen und sozioökonomischen Faktoren erklären.[13] Infektionen und akute Krankheiten haben gegenüber den chronischen Krankheiten an Bedeutung verloren. Angesichts dieser Veränderungen gilt nach Mollenkopf: „Nur wenn es gelingt, die Arbeitsbedingungen zu optimieren, die Gesundheit der Mitarbeiter zu fördern und die Mitarbeiterzufriedenheit auf ein hohes Niveau zu heben, wird die Produktivität und Produktqualität hoch und die Fehlzeitenquote und Fluktuationsrate gering sein.“[14] Da die Menschen einen großen Teil ihrer Lebenszeit auf der Arbeit verbringen, stellt der Arbeitsplatz ein wichtiges Setting zur Förderung der Gesundheit durch die Implementierung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements dar.

4 BGM: Vor- und Nachteile und der Nutzen

Durch Anwendung gezielter Maßnahmen der BGF kann psychischen Erkrankungen und Erkrankungen des Muskelapparats vorgebeugt werden. Zudem trägt die BGF laut „Iga Report 21“ zur Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustands bei. In den Report der Initiative Gesundheit (IGA) wurden 40 geprüfte wissenschaftliche Artikel einbezogen, die Ergebnisse aus ca. 1000 Studien beurteilen.[15]

4.1 Nutzen aus Sicht der Mitarbeiter

Die Mitarbeiter können vom Gesundheitsförderungsangebot des Arbeitgebers profitieren. Für sie ergibt sich ein monetärer sowie gesundheitlicher Nutzen. Zudem wird der soziale Kontakt der Mitarbeiter bei Gruppenangeboten intensiviert.

Vertiefung sozialer Kontakte

Durch Gruppenangebote werden die zwischenmenschlichen Kontakte am Arbeitsplatz gefördert. Die Stärkung dieser sozialen Ressource kann einen wichtigen Beitrag für den Erhalt der Gesundheit darstellen, da sie die elementaren sozialen Bedürfnisse nach Geborgenheit, Zugehörigkeit, Rückhalt, Rat und Information erfüllt.

Verbesserung der Gesundheit und des Wohlbefindens

Durch das integrierte Gesundheitsmanagement profitieren die Beschäftigten von einem vielfältigen Angebot, das ihren Bedürfnissen entspricht.

Erhöhung der Motivation und Leistungsbereitschaft

Die Arbeitsleistung der Mitarbeiter ergibt sich aus den Leistungsbedingungen, ihrem Leistungsvermögen und der Bereitschaft, eine Leistung zu erbringen. Sind die Leistungsbedingungen wie z. B. die Arbeitszeiten und die Arbeitsplatzausstattung für den Mitarbeiter stimmig und wird der Mitarbeiter in seiner Gesundheit und fachlichen Qualifikation zur Bewältigung der Arbeitsanforderungen entsprechend gefördert, bestimmt letztendlich die Leistungsbereitschaft über seine Arbeitsleistung. Die Leistungsbereitschaft ist tagesformabhängig.[16]

Monetärer Nutzen der Mitarbeiter

Durch das gesundheitsfördernde Angebot können die Mitarbeiter Kosten für die medizinische Versorgung sparen. Aus verschiedenen Studien ergab sich, dass gesundheitsfördernde Maßnahmen einen Rückgang an Arztbesuchen, Krankenhauseinweisungen und eine Reduzierung der Dauer von Krankenhausaufenthalten bewirken.[17]

4.2 Nutzen aus Sicht des Unternehmens

Senkung der Fluktuationsrate

Unterschiedliche Einflussfaktoren führen dazu, dass Mitarbeiter fluktuieren. Dazu zählen der Gang in den Ruhestand, persönliche Gründe, das Streben nach höherem Einkommen, ein negatives Betriebsklima oder auch eine mangelnde Identifikation mit dem Unternehmen sein. Durch das BGM werden die Identifikation mit und die Bindung der Beschäftigten an ihr Unternehmen gestärkt. Denn durch das ständige Einbeziehen der Beschäftigten im Rahmen des BGM-Prozesses können sie sich einbringen und zur Erfolgsentwicklung des Unternehmens aktiv beitragen.[18]

Verringerung der Fehlzeiten

Die Abwesenheit der Mitarbeiter kann in medizinisch notwendiges oder motivationsbedingtes Fehlen unterteilt werden. Krankheitsbedingte Fehlzeiten können aufgrund der Arbeitsplatzbedingungen ­ so z. B. durch Arbeitsunfälle oder durch hohe psychische und physische Belastungen ­ entstehen. Unabhängig vom Arbeitsplatz, können krankheitsbedingte Fehlzeiten auch aus Unfällen im Privatbereich oder der persönlichen Gesundheitsverfassung resultieren. Motivationsbedingte Fehlzeiten können arbeitsplatzabhängig aus Unter- oder Überforderung resultieren oder aber aus der Art des Führungsverhaltens sowie des Betriebsklimas. Neben den bisher aufgezählten Gründen kann die Ursache für Abwesenheit auch in der familiären Situation oder im gesellschaftlichen Umfeld des Arbeitnehmers liegen.[19]

Durch ein betriebliches Gesundheitsmanagement können arbeitsplatzbedingte Fehlzeiten reduziert werden. Die Anzahl von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten kann durch das Arbeits- und Gesundheitsschutzgesetz minimiert werden. Ergonomische optimierte Arbeitsplätze nehmen arbeitsplatzbedingten körperlichen Beeinträchtigungen die Ursache. Einseitige körperliche Belastungen können durch Maßnahmen der Gesundheitsförderung, z. B. durch Präventionskursen, reduziert werden. Psychische Belastungen können dagegen durch entsprechende Entspannungsübungen wie Yoga oder Meditation abgebaut werden.

Erhöhung der Produktivität

Gesundheitsfördernde Maßnahmen sorgen für eine höhere Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter. Diese schlägt sich in einer Produktivitätssteigerung nieder.[20]

Ein Return on Investment der sich lohnt

Die Kosten-Nutzen-Verhältnisse (Return on Investment, ROI) werden mit Werten zwischen 1:1,92 und 1:7,77 für Absentismus bzw. 1:1,77 und 1:4,45 für medizinische Kosten beziffert. Für jeden investierten Euro könnten also bei den Fehlzeiten mindestens 1,92 Euro, bei den medizinischen Kosten mindestens 1,77 Euro eingespart werden.[21]

Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit

In einem ganzheitlichen BGM stehen die Arbeitsorganisation und die Arbeitsbedingungen des einzelnen Mitarbeiters in Bezug auf sein gesundheitliches Wohlbefinden im Vordergrund. So fühlt sich der Mitarbeiter nicht nur als Arbeitskraft wahrgenommen, sondern auch als soziales Wesen, als „Mensch“ wertgeschätzt und verstanden. Dies führt zur Zufriedenheit und Motivation seitens des Mitarbeiters.

Verbesserung des Betriebsklimas

Durch das BGM werden soziale Kontakte aufgebaut und vertieft sowie das Betriebsklima verbessert. Denn soziale Beziehungen am Arbeitsplatz sind entscheidend für das Betriebsklima. In Einstellungen, Verhaltensweisen und in der Zusammenarbeit von Mitarbeitern drücken sich die sozialen Beziehungen aus.[22]

Verbesserung des Unternehmensimages

Infolge der Verbesserung der Mitarbeiterzufriedenheit sowie des Betriebsklimas kommunizieren die Mitarbeiter ein positives Bild von ihrem Unternehmen nach außen. Das sogenannte positive Unternehmensimage zieht neue Bewerber an. Durch das BGM kann sich das Unternehmen von anderen Wettbewerbern abheben.

5 Aufbau des BGM-Systems

5.1 Einführung

Was bedeutet es, das Betriebswirtschaftliche Gesundheitsmanagement ganzheitlich und systematisch einzuführen? Näheres dazu im Folgenden:

Ein BGM mit System entwickelt nachhaltige Prozesse, Strukturen und Werthaltungen zur gesundheitsfördernden Gestaltung von Arbeit, Organisation und Mitarbeiterverhalten am Arbeitsplatz. Es ist ein System der stetigen Revision, das sich durch Regelkreise (Abbildung 1) kontrolliert.

Ganzheitlich bedeutet, dass in diesem BGM-System gesundheits- und motivationsfördernde Maßnahmen koordiniert werden, die die Wertschöpfung sichern.[23]

Im Fokus stehen das gesundheitliche Wohlbefinden der Mitarbeiter und der damit einhergehende ökonomische Nutzen für das Unternehmen. Besonders wichtig ist es dabei gemäß der Ottawa-Charta zur Gesundheitsförderung, darauf zu achten, den Beschäftigten eine „Hilfe zur Selbsthilfe“ anzubieten, um sie selbst zu einem gesunden Leben und Arbeiten anzuregen. Dies gelingt z. B. durch Gesundheitskurse, die es den Beschäftigten ermöglichen, die Kursübungen in absehbarer Zeit eigenständig zu Hause und am Arbeitsplatz durchzuführen.[24]

[...]


[1] Vgl. Wegner (2009), Web.

[2] Vgl. Zbw (2013), Web.

[3] Siebert et al. (2010), Web.

[4] Vgl. Wegner (2009), Web.

[5] Ebd.

[6] Vgl. ebd.

[7] Vgl. Wilke et al. (2007), S. 25ff.

[8] Vgl. Biegel (2010), Web.

[9] Vgl. Mollenkopf (2003), S. 4.

[10] Vgl. Bertelsmann Stiftung (2005),Web.

[11] Vgl. AOK (2012),Web.

[12] Vgl. Wilke et al. (2007), S. 26.

[13] Vgl. Maaz et al. (2006), S. 18.

[14] Mollenkopf (2003), S. 4.

[15] Vgl. Iga (2008), Web.

[16] Vgl. Jung (2010), S. 203.

[17] Kreis et al. (2003), Web.

[18] Vgl. Kuhn (2004), S. 257.

[19] Vgl. Özdemir (2008), S. 8.

[20] Vgl. Kuhn (2004), S. 257.

[21] Vgl. Iga (2008), Web.

[22] Vgl. Jung (2010), S. 406ff.

[23] Vgl. Mollenkopf (2010), Web.

Details

Seiten
40
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783656471578
ISBN (Buch)
9783656471684
Dateigröße
1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v231514
Institution / Hochschule
Fachhochschule des Mittelstands – Gesundheitswirtschaft
Note
2,3
Schlagworte
unternehmen

Autor

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Titel: Wie können Unternehmen für das BGM erreicht werden?