Lade Inhalt...

"Der 35. Mai" von Erich Kästner als Heranführung an die Phantastische Literatur

Besonders für Jungen geeignet?

Hausarbeit (Hauptseminar) 2012 16 Seiten

Zusammenfassung

"Der 35. Mai" von Erich Kästner, einem der bedeutendsten Kinderbuchautoren Deutschlands, wurde schon vor 80 Jahren veröffentlicht. Und doch sind seine Kinderromane, wie "Emil und die Detektive" oder "Das Doppelte Lottchen", noch heute beliebt.
Die phantastische Geschichte von Konrad, der mit seinem Onkel Ringelhuth in die Südsee reitet, ist dagegen eher unbekannt. Trifft das Buch trotzdem das Interesse der Kinder, sodass es im Unterricht in der Grundschule behandelt werden kann? Was kann Kinder, besonders die eher weniger lesemotivierten Jungen, am 35. Mai begeistern?
Zur Klärung dieser Fragen werden wir uns intensiv mit dem Werk beschäftigen, es analysieren und die Ergebnisse auf die didaktischen Möglichkeiten beziehen.

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Sachanalyse
2.1 Inhalt
2.2 Werk- und Wirkungsgeschichte
2.2.1 Informationen zu Erich Kästner
2.2.2 Illustrationen
2.2.3 Mediale Adaptionen
2.3 Genreeinordnung
2.4 Sachstruktur
2.5 Sinnpotential

3 Methodisch-Didaktische Überlegungen
3.1 Alters- und geschlechtsspezifische Aspekte
3.2 Bedeutung des Textes im kindlichen Interessenspektrum
3.3 Konkrete didaktische Vorschläge

4 Fazit

5 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Der 35. Mai von Erich Kästner, einem der bedeutendsten Kinderbuchautoren Deutschlands, wurde schon vor 80 Jahren veröffentlicht. Und doch sind seine Kinderromane, wie „Emil und die Detektive“ oder „Das Doppelte Lottchen“, noch heute beliebt.

Die phantastische Geschichte von Konrad, der mit seinem Onkel Ringelhuth in die Südsee reitet, ist dagegen eher unbekannt. Trifft das Buch trotzdem das Interesse der Kinder, sodass es im Unterricht in der Grundschule behandelt werden kann? Was kann Kinder, besonders die eher weniger lesemotivierten Jungen, am 35. Mai begeistern?

Zur Klärung dieser Fragen werden wir uns intensiv mit dem Werk beschäftigen, es analysieren und die Ergebnisse auf die didaktischen Möglichkeiten beziehen.

2 Sachanalyse

2.1 Inhalt

Das Buch „Der 35. Mai oder Konrad reitet in die Südsee“ handelt von einem Donnerstagnachmittag, den Konrad wie immer bei seinem Onkel Ringelhuth verbringt. Es ist der 35. Mai, als sie auf der Straße das sprechende Pferd Negro Kaballo antreffen. Dieser ermöglicht ihnen die Reise in die Südsee, über die Konrad einen Aufsatz schreiben soll. Sein Lehrer ist der Ansicht, dass gute Rechner keine Phantasie hätten. Durch den Schrank im Korridor des Onkels gelangen sie in die phantastische Welt. Dabei durchreisen sie vier in sich geschlossene Welten, bis sie schließlich in der Südsee ankommen. Die erste Station bildet das Schlaraffenland, in dem ein ehemaliger fauler Klassenkamerad von Konrad regiert. Als nächstes folgen die Burg zur großen Vergangenheit, die Verkehrte Welt und deren Benimmschule für tyrannische Eltern, die von den Kindern geführt wird. Danach durchreisen sie die vollautomatisierte Stadt Elektropolis. Endlich am Ziel ihrer Reise, begegnen sie Petersilie und Häuptling Rabenaas, der ihnen die Rückreise ermöglicht. Das Pferd beschließt an diesem Ort zu bleiben. Schließlich schafft Konrad es noch, seinen Aufsatz über die Südsee zu schreiben, den der Onkel und der Leser zum Schluss lesen.

2.2 Werk- und Wirkungsgeschichte

Bereits im Vorwort zu seinem Roman „Emil und die Detektive“ (1929) schrieb Kästner, dass er eigentlich einen Roman über die Südsee schreiben wollte, er aber nicht wisse, auf wie viel Beinen ein Walfisch aus dem Urwald käme. Dies müsse aber der Häuptling Rabenaas wissen, um ihn mit seinem bratapfel-gespickten Taschenmesser zu treffen.[1]

Kästner hatte demzufolge schon Jahre vorher den Gedanken zum Buch „Der 35. Mai“.

2.2.1 Informationen zu Erich Kästner

Erich Kästner wurde am 23.02.1899 geboren. Sein Vater Emil war Sattlermeister, die Mutter Ida Friseuse. Erich Kästner beschrieb das Verhältnis seiner Eltern als Zweckgemeinschaft. Zu seiner Mutter hatte er eine sehr enge Beziehung, das Verhältnis zum Vater hingegen war abgekühlt.

Meist vermietete die Familie Zimmer an Lehrer, die eine enge Bindung zu ihnen aufbauten. So wollte Erich Kästner schon früh Lehrer werden.

[...]


[1] vgl. Kästner 1982 , S. 5f.

Details

Seiten
16
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656494973
ISBN (Buch)
9783656495314
DOI
10.3239/9783656494973
Dateigröße
490 KB
Sprache
Deutsch
Institution / Hochschule
Universität Erfurt
Erscheinungsdatum
2013 (September)
Note
1,0
Schlagworte
Erich Kästner Kinderliteratur Lesemotivation Jungen Phantastische Literatur Grundschule Umsetzung Didaktik

Autor

Zurück

Titel: "Der 35. Mai" von Erich Kästner als Heranführung an die Phantastische Literatur