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Die Maslowsche Bedürfnishierarchie

Im Fokus: Der Deprivationsaspekt

Facharbeit (Schule) 2012 9 Seiten

Psychologie - Allgemeine Psychologie

Leseprobe

Inhalt

1. Abraham Maslow

2. Die Bedürfnishierarchie
2.1. Physiologische Bedürfnisse
2.2. Bedürfnis nach Schutz und Sicherheit
2.3. Bedürfnis nach Liebe und Zugehörigkeit
2.4. Bedürfnis nach Wertschätzung
2.5. Die „D-Needs“
2.6. Die „B-Needs“
2.7. Die Transzendenz

3. Perspektiven der Deutung
3.1. Deprivation

4. Fazit

1. Abraham Maslow

Abraham Harold Maslow, einer der Gründervater der humanistischen Psychologie, wurde im April 1908 in dem armen Stadtteil Brooklyn, NY geboren.1 Seine Eltern, jüdisch-ukrainische Immigranten trieben den Jungen zur stetigen Leistung, da sie sich eine bessere Zukunft für diesen erhofften. Sich selbst beschreibend, sagte der Psychologe, dass er eine sehr einsame und unglückliche Kindheit durchlebte.2

Der Beginn seines Schaffens in der Psychologie wurde durch die Immatrikulation an der Universität in Wisconsin-Madison gezeichnet. Im Vorfeld hatte der junge Maslow, den Erwartungen seiner Eltern Folge leistend, Jura in New York und Cornell studiert, doch danach, gegen ihren Willen, seine eigene Cousine Bertha Goodman geheiratet. Die beiden bekamen zwei Töchter.

Sein Interesse für Psychologie brachte ihn zu Harry Harlow, ebenfalls ein Forscher jüdischer Abstammung, 40 der sich einen Namen mit mehr oder weniger ethisch fraglichen Experimenten an Primaten zum Thema: Mutter-Kind Verhältnis gemacht hatte.3 Ein Experiment, welches hierbei besonders hervorstach, war ein Versuch, in dem ein Rhesusaffen Jungtier in einen Käfig mit zwei Affenattrappen geführt wurde. Eine Puppe war mit einem Fell bespannt, während die Zweite nur aus kahlem Draht bestand, jedoch Milch geben konnte. Das Ergebnis, in dem klar wurde, dass dem Äffchen der Kontakt zur Mutterfigur meist, wenn es nicht gerade 45 hungrig war, wichtiger war, war verblüffend. Es bedeutete nämlich, dass ein Kind in jungen Jahren den Kontakt zur Mutter als essenziell verspürt, diesem aber jedoch immer noch den Erhalt von physiologischem Wohlbefinden unterordnet.4 Es ist nicht bekannt, ob Harlows Versuchsergebnisse einen direkten Einfluss auf Maslows weiteres Schaffen hatte, doch lässt sich eine subtile Lenkung in die Richtung der Verhaltens- bzw. humanistischen Psychologie nicht verleugnen.

1934, knapp 5 Jahre vor dem Tod des bedeutenden Sigmund Freud, erhielt der damals noch junge Maslow seinen Doktortitel als Doktor der Psychologie. Trotz seines Schaffens an der Wisconsin-Universität ging er zurück in seine Geburtsstadt und arbeitete dort an Theorien, die das Sexualverhalten des Menschen erklären sollten.5 6

Doch war es vermutlich dieser Transfer, der zu Maslows größten Beiträgen in der modernen Psychologie führte. Der rege Kontakt mit aus Europa eingewanderten Intellektuellen und Freudianern, wie zum Beispiel Kurt Lewin78, dem Begründer der sog. „Feldtheorie“, gab ihm die Impulse, die er in Verbindung mit seinem eigenen Wissen, unter anderem 1943, zwei Jahre vor dem Ende des 2. Weltkrieges, in seiner Bedürfnishierarchie veröffentlichte.9 1970 starb Maslow im Alter von 62 Jahren an einem Herzinfarkt in Kalifornien.

2. Die Bedürfnishierarchie

Jenes Modell, heutzutage auch als „Bedürfnispyramide“ bezeichnet gliedert sich in 5 Stufen.10 Abhängig von der jeweiligen Quelle ist jedoch auch noch die Addition einer weiteren, sechsten, Stufe zu beobachten, die Maslow selbst, kurz vor seinem Tod, im Zuge seines Interesses in die „vierte Ordnung der Psychologie“, der 65 transpersonalen Psychologie, hinzufügte. Diese ist die Stufe der Transzendenz. Zusammen mit der Stufe der Selbstverwirklichung bilden sie die Spitze dieser Pyramide. Die Analogie einer Pyramide wurde gewählt, da Maslows Modell ein lineares d.h. keine Sprünge zulassendes ist. Demnach kann ein Individuum sich auch nur nach oben bzw. in gewissen Fällen auch nach unten auf dieser Skala der menschlichen Bedürfnisse bewegen, aber keine der zu beschreibenden Stufen „überspringen“ beziehungsweise „umgehen“.

2.1. Physiologische Bedürfnisse

Die erste Stufe dieses Modells ist die der physiologischen Bedürfnisse. Sie beschreibt alle Bedürfnisse eines Individuums, die zum Leben und Überleben direkt notwendig sind. Dazu gehören offensichtliche Aspekte wie Nahrung und Wasser, aber auch weniger eindeutige wie das Verlangen nach Wärme bzw. adäquater

Umgebungstemperatur, Schlaf, Bewegung und sogar Ausscheidung. Unter all diesen Punkten besteht immer 75 noch eine gewisse Reihenfolge der Dringlichkeit, doch ist diese nicht zu vergleichen mit der eigentlichen Bedürfnishierarchie, da sie viel situationsabhängiger aufbaut ist. (So ist zum Beispiel der Mensch in einer Wüste viel mehr an Wasser, als an Schlaf interessiert.)11 12

[...]


1 http://de.wikipedia.org/wiki/Abraham_Maslow

2 PHD C. George Boeree, Personality Theories; Shippensburg University, USA. Seite 3

3 http://de.wikipedia.org/wiki/Harry_Harlow

4 http://www.youtube.com/watch?v=hsA5Sec6dAI Sequenz von 1:37 bis 2:49

5 http://de.wikipedia.org/wiki/Behaviorismus

6 http://de.wikipedia.org/wiki/Edward_Lee_Thorndike

7 Prof. Dr. Ulrich Mees, Einführung in die Motivations- und Handlungspsychologie; Universität Oldenburg, GE. Seite 42

8 http://de.wikipedia.org/wiki/Feldtheorie_(Psychologie) sowie http://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_Lewin

9 http://de.wikipedia.org/wiki/Maslowsche_Bed%C3%BCrfnispyramide

10 http://de.wikipedia.org/wiki/Maslowsche_Bed%C3%BCrfnispyramide

11 PHD C. George Boeree, Personality Theories; Shippensburg University, USA. Seite 4 Abs. 4+5

12 http://de.wikipedia.org/wiki/Maslowsche_Bed%C3%BCrfnispyramide#Beispiele_f.C3.BCr_die_5.C2.A0Stufen_der_Pyramide 3

Details

Seiten
9
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656502104
ISBN (Buch)
9783656503477
Dateigröße
577 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v233566
Note
1,0
Schlagworte
Psychologie Schule Maslow Bedürfnishierarchie Deprivation Pyramide Bedürfnis

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Titel: Die Maslowsche Bedürfnishierarchie