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Gesundheitsprophylaxe - Nahrungsmittelunverträglichkeit

Wie Salat dick machen kann

Seminararbeit 2013 22 Seiten

Gesundheit - Public Health

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Vorwort:

Die Nahrungsmittelunverträglichkeit

Intoleranz, Intoxikation, Allergie und Unverträglichkeit

Antigen, Antikörper und Antigen-Antikörper-Komplex

Ablauf der Verdauung

Der Dünndarm in Zahlen

Darmwandschädigung

Ein Nahrungsmittel wird unverträglich

Beseitigung des unverträglich gewordenen Lebensmittels durch das Immunsystem

Entstehung der Entzündung an der Darmwand

Übergewicht durch Salat

Vorwort:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Seit nunmehr 12 Jahren arbeite ich in der eigenen Praxis für Alternativmedizin (BIMEDIC) als Heilpraktiker in Tauberbischofsheim.

Neben der Praxistätigkeit mit Schwerpunkt auf Magen-Darmerkrankungen referiere ich an zwei Hochschulen im Bereich Gesundheitsökonomie und Qualitätsmanagement.

Der Praxisname „BIMEDIC“ steht für die Errungenschaften aus zwei (BI=zwei) Kulturkreisen, dem östlichen und dem westlichen Kulturkreis. Die Praxis ist spezialisiert auf die Behandlung säureinduzierter und dysbiotischer Erkrankungen des Magen- Darmtraktes. Die Nahrungsmittelunverträglichkeit stellt sich in der Gesundheitspraxis als Herausforderung dar. Sie nimmt einen schleichenden Verlauf, ist praktisch nicht therapierbar und in der Diagnose schwierig. Grund genug für diese Thematik zu sensibilisieren.

Ich wünsche Ihnen nun viel Freude und neue Einblicke beim Lesen dieser kleinen Lektüre.

Für Anregungen immer dankbar.

Ihr

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Nahrungsmittelunverträglichkeit

Dumpfe Oberbauchbeschwerden, wechselnde Stühle und Unwohlsein können ebenso wie Kopfschmerzen, Übergewicht und Hautausschläge Zeichen einer Nahrungsmittelunverträglichkeit sein. Hinter dieser Erkrankung verbergen sich Nahrungsmittel, die der Köper anscheinend nicht verträgt und mit Symptomen auf deren Verzehr antwortet.

In der Praxis stellt sich als erstes die Frage nach der Abgrenzung der Nahrungsmittelunverträglichkeit von anderen Erkrankungen.

Ein häufiges Beschwerdebild in der Praxis sind Bauchschmerzen nach Milch oder Michprodukten. In den meisten Fällen lassen sich die Probleme auf den Milchzucker zurückführen. Als Säugling besitzen wir genügend Enzyme, um den Milchzucker in der Milch aufspalten zu können. Nach dem Säuglingsalter nimmt die Enzymproduktion in den meisten Fällen ab und der Milchzucker kann nur noch unzureichend aufgespaltet werden. Bakterien im Darm übernehmen diese Tätigkeit und es kommt zu Blähungen und Unwohlsein. Dabei handelt es sich um eine ganz natürliche Reaktion. Evolutionsgeschichtlich gab es nach dem Säuglingsalter gar keine Möglichkeit zum Milchverzehr mehr. Dass wir heute im Jugend- und Erwachsenenalter noch Milch verzehren haben wir der „zivilisierten“ Ernährung zu verdanken.

Milchzucker wird heute meist in Drogerien, Reformhäusern und Apotheken als sanfte Abführhilfe angeboten und man macht sich den Enzymmangel und dessen Auswirkungen zu nutzen, um die Darmpassage zu beschleunigen.

Die Milchzuckerunverträglichkeit unterscheidet sich allerdings von der Nahrungsmittelunverträglichkeit in einem ganz wesentlichen Punkt, wie sich später noch zeigen wird. Die Milchzuckerunverträglichkeit stellt einen reinen Enzymmangel dar und hat keinen Einfluss auf das Immunsystem. Die Therapie ist recht simpel – Milchzucker einfach weglassen. Das Unwohlsein ist auch unter anderem abhängig von der Menge des aufgenommenen Milchzuckers. In der Regel werden kleinere Mengen, wie sie oftmals auch in Tabletten vorkommen, toleriert. Seit einigen Jahren werden Minus-L-Produkte angeboten, bei denen der Milchzucker umgebaut wurde und die Beschwerden und Probleme ausbleiben. Neben der Allergie hat auch die Intoxikation keinerlei Einfluss auf das Immunsystem. Hierbei handelt es sich meist um Verdauungsprobleme, welche auf Spritzmittel oder andere Substanzen zurückzuführen sind. Dabei findet keine Reaktion auf das Lebensmittel statt, sondern auf das Spritzmittel oder die chemische Behandlung des Nahrungsmittels. Die aufgenommene Menge des schädlichen Stoffes spielt dabei eine maßgebliche Rolle . Intoxikationen sind also mengenabhängig.

Nehmen wir die Allergie – die Allergie ist recht einfach in ihrer Symptomatik – jeder weiß um etwaige Allergien bei sich. Das liegt an der Eigenart der sogenannten Sofortreaktion, die eine Allergie leicht diagnostizieren lässt. Hat man vor Minuten erst eine Erdbeere verzehrt und schwillt die Zunge daraufhin an, liegt der Verdacht nahe, dass die gegessene Erdbeere Schuld haben könnte. Das Immunsystem hält die Erdbeere für gefährlich und geht mittels Antikörpern massiv gegen sie vor. Der Abstand zwischen dem Verzehr und dem Erscheinen von Symptomen beträgt in der Regel nur Sekunden bis Minuten; aus diesem Grund ist fast jedem bekannt, auf welche Stoffe man „allergisch“ reagiert. Die Reaktion kann so plötzlich und heftig ausfallen, dass sie nach kurzer Zeit zum Tode führt. Im Gegensatz zur Intoleranz auf Milchzucker ist die Reaktion bei einer Allergie nicht mengenabhängig. Selbst geringe Spuren der allergieauslösenden Substanz löst eine Kaskade von Immunreaktionen aus.

Bei der Nahrungsmittelunverträglichkeit verhält es sich subjektiv vollkommen anders, als bei der Allergie. Wird im Falle einer Nahrungsmittelunverträglichkeit ein Lebensmittel verzehrt, auf welches man reagiert, wird eine langsame Immunreaktion ausgelöst. Im Gegensatz zur Allergie, bei der die Reaktionen unmittelbar einsetzten, bemerken die Betroffenen eine Verschlechterung des Allgemeinbefindens nur verzögert. Die Immunantwort auf das unverträgliche Nahrungsmittel kann Stunden oder auch Tage auf sich warten lassen. Aus diesem Grunde erscheint eine Identifizierung des Problemstoffes mehr als unwahrscheinlich. In der Zwischenzeit wurden so viele unterschiedliche Stoffe aufgenommen, dass ein Verdacht oder eine Vermutung keine Aussicht auf Erfolg hat. Gerade diese Verzögerung in der Reaktion des Immunsystems stellt die größte Schwierigkeit in der Therapie der Nahrungsmittelunverträglichkeit dar. Wie bei der Allergie spielt die Menge des Lebensmittels keine Rolle. Alleine der Kontakt reicht aus, um die Immunreaktion auszulösen; diese ist also nicht mengenabhängig.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung: Intolerantzen, Allergien, Unverträglichkeiten

Die Abbildung zeigt die zwei möglichen Richtungen, die eine Reaktion auf Nahrungsmittel einnehmen kann. Nach „oben“ findet man die nicht-immunologischen Reaktionen, wie zum Beispiel die Milchzuckerunverträglichkeit oder die Intoxikation.

„Unterhalb“ der Nahrungsmittel finden sich die durch das Immunsystem ausgelösten Reaktionen wie die Allergie mit Sofortreaktion und die Nahrungsmittelunverträglichkeit mit ihrer verlangsamten Immunreaktion.

Details

Seiten
22
Jahr
2013
Dateigröße
1.1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v233585
Institution / Hochschule
St. Elizabeth University of Health & Social Sciences
Note
Schlagworte
gesundheitsprophylaxe nahrungsmittelunverträglichkeit salat

Autor

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Titel: Gesundheitsprophylaxe - Nahrungsmittelunverträglichkeit