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Teamentwicklung anhand eines fiktiven Events

Studienarbeit 2012 16 Seiten

Gesundheit - Sport - Sportökonomie, Sportmanagement

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

1 Einleitung

2 Beschreibung des Projektes

3. Teammitglieder und Teamzusammensetzung
3.1 Teamrollen nach Belbin
3.2 Teamrollen im Projekt
3.3 Kompetenzen der Teammitglieder

4 Planung und Durchführung eines „Kick-Off“-Meetings

5. Entwicklung des Teams zum Hochleistungsteam
5.1 Phasemodell nach Tuckman
5.1.1 Forming
5.1.2 Storming
5.1.3 Norming
5.1.4 Performing
5.1.5 Re-Forming
5.2 Beeinflussende Faktoren
5.2.1 Behindernde Faktoren
5.2.2 Begünstigende Faktoren

Fazit

Quellenverzeichnis

1 Einleitung:

Hochleistungsteams „sind mehr als die Summe der Leistungen der Teammitglieder. Wenn sie zur Hochform auflaufen, werden Synergien sichtbar und Spaß daran spürbar“[1]

Dieses Zitat von Dietrich Buchner veranschaulicht die Bedeutung von Teams, warum sie leistungsfähiger sind als Gruppen und warum der Begriff Team heutzutage so oft verwendet wird. Doch in welchen Details liegt der Unterschied zwischen Teams und Gruppen? Um dies zu klären, werde ich zuerst die Begriffe definieren und dann die Unterschiede herausarbeiten.

„Unter einem Team soll eine kleine, funktionsgegliederte Arbeitsgruppe mit gemeinsamer Zielsetzung, relativ intensiven wechselseitigen Beziehungen, einem ausgeprägten Gemein-schaftsgeist sowie einem relativ starken Gruppenzusammenhalt unter den Mitgliedern und damit einer spezifischen Arbeitsform verstanden werden“[2] Bereits durch diese Definition von Jürg Forster wird deutlich, dass der Unterschied zwischen Gruppen und Team oft nur ungenau getroffen wird. Für etwas mehr Trennschärfe sorgte Monika Frech mit ihrer folgenden Aussage „Jedes Team ist auch eine Gruppe, aber nicht jede Gruppe ist ein Team!“[3]

Durch diese Aussage wird der Unterschied klarer: Eine Gruppe ist eine Mehrzahl interagierender Personen, die miteinander kommunizieren, ein gemeinsames Ziel verfolgen und sich an gemeinsame Normen halten. In einem Team dagegen herrschen intensivere wechselseitige Beziehungen zwischen den Personen und ein starker Zusammmenhalt.

Im Folgenden werde ich ausführlich ein Projekt beschreiben, in dem ich als Projekt-leiter eingesetzt wurde. Des Weiteren werde ich sowohl die von mir ausgewählten Teammitglieder vorstellen als auch diese den Teamrollen nach Belbin zuordnen. Außerdem werde ich ein „Kick-Off“-Meeting planen und durchführen. Die Entwicklung des Team zum Hochleistungs-team nach dem Phasenmodell von Tuckman und unter Berücksichtung beeinflussender Faktoren ist der letzte Aspekt, den ich in dieser Studienarbeit betrachten werde.

2. Beschreibung des Projekts:

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Audi AG fand am 29. und 30. Juli 2009 der Audi-Cup in der Allianz Arena in München statt.[4] Dieses reale Projekt möchte ich nutzen, um mit fiktiven Teammitgliedern die Planung, Organisation, Durchführung und Kontrolle des Audi-Cup darzustellen.

Bereits zu Beginn des Jahres 2009 hatte Peter Schwarzenbauer, Vorstandsmitglied der Audi AG zuständig für den Bereich Marketing und Vertrieb, die Idee anlässlich des Jubiläums ein Großereignis durchzuführen, für das Audi der Namenssponsor sei. Der FCB-Unterstützer brachte das Thema auf einer Vorstandssitzung der Audi AG zur Sprache und schlug den FC Bayern München als Partner für dieses Großereignis vor. Der national und international beste deutsche Fußball-Verein wäre der perfekte Partner für die Audi AG, die ebenso Produkte der Premium-Klasse anbiete.

Die anderen Vorstandsmitglieder waren von der Idee begeistert. Somit beschloss der Vorstand ein Team für das Projekt ,Audi-Cup 2009 in der Allianz Arena‘ zu gründen und hierfür einen Projektleiter einzusetzen. Dieser war der unabhängige Projektleiter Benjamin Kohtz, der sowohl Kontakte zu Audi, dem FC Bayern München als auch zu Verantwortlichen der Allianz Arena hatte. Seine Aufgabe umfasste die Zusammenstellung des Teams und die Vergabe der Kompetenzen an die Mitglieder. Außerdem sollte er ein ,Kick-Off‘-Meeting planen und durchführen sowie das Team zum Hochleistungsteam entwickeln.

Das Ziel des Projektes war durch die optimale Durchführung des Audi-Cup am 29. und 30. Juli 2009 eine Imagewirkung, Kontaktpflege und Absatzförderung für die Audi AG zu erreichen. Zwischen der Auftaktveranstaltung am 29. Januar 2009 und der Veranstaltung stand ein Zeitraum von sechs Monaten für die Planung zur Verfügung. Neben der Entwicklung zum Hochleistungsteam sollte die genaue Durchführung der Veranstaltung geplant werden. Wobei Audi unter anderem auf ein Treffen internationaler Sportjournalisten in Ingolstadt und die Wahl des Most Valuable Player (MVP) bestand.[5]

3. Teammitglieder und Teamzusammensetzung:

Nachdem der Audi Vorstand Anfang Januar 2009 den Beschluss zur Durchführung des Audi-Cup gefällt hatte, wurde einige Tage später der Projektleiter Benjamin Kohtz informiert. Dieser begann sofort sich Gedanken über die Zusammensetzung seines Teams zu machen, und beschloss analog zu den Teamrollen nach Belbin außer ihm acht weitere Personen in sein Team zu holen. Bereits zu Beginn der Planung war vereinbart worden, dass der Ideengeber des Audi-Cup, Peter Schwarzenbauer, Teil des Teams sein würde.

Zudem kontaktierte Herr Kohtz Franz Beckenbauer, der für das Team u.a. externe Kontakte knüpfen sollte, und Uli Hoeneß, der von Herrn Beckenbauer aufgrund seiner Zielstrebigkeit vorgeschlagen wurde. Die Abteilung des FC Bayern München komplettierten Karl Hopfner und Karl-Heinz Rummenigge. Der Geschäftsführer der Allianz Arena, Jürgen Muth, war aufgrund der Terminplanung in der Austragunsstätte ebenfalls Teammitglied. Mehmet Scholl, der ehemalige Spieler des FC Bayern München, sollte für Auflockerung und Kommunikation zwischen den Teilnehmern sorgen. Als letztes beschlossen Herr Kohtz und Herr Beckenbauer die Eventagentur ,isarhelden‘, die schon des öfteren mit Audi zusammenarbeitete, in Person von Daniel Kandt, dem Geschäftsführer der‘isarhelden‘, für das Projekt zu engagieren.

3.1 Teamrollen nach Belbin:

Nach Belbin gibt es neun Teamrollen. Diese sind der Perfektionist, der Umsetzer, der Beobachter, der Spezialist, der Koordinator, der Teamarbeiter, der Weichensteller, der Macher und der Erfinder.[6] Im Weiteren werde ich die einzelnen Rollen in Hinblick auf ihre Eigenschften und ihre Funktion vorstellen.

Perfektionisten besitzen die Fähigkeit jeden Aspekt einer Sache bis zum Ende und bis ins letzte Detail zu verfolgen. Meistens sind Perfektionisten introvertiert, werden von inneren Ängsten angetrieben und nehmen Aufgaben lieber in die Hand als sie zu delegieren. Sie halten Zeitpläne genau ein und achten auf Präzision und Detailgenauigkeit.

Umsetzer dagegen haben einen Sinn fürs Praktische und bevozugen es hart zu arbeiten.

Die Loyalität und das Interesse einer Person dieser Rolle gilt der Firma, Der Umsetzer ist hilfreich für eine Organisation, weil er verlässlich und arbeitsbereit ist. Ein Umsetzer macht immer das, was getan werden muss.

Beobachter sind besonnen, klar denkende Menschen. Sie bedenken ihre Entscheidungen und bilden sich eine umfassende Meinung , bevor sie eine meist richtige Entscheidung fällen.

Besonders nützlich ist diese Rolle, wenn Probleme zu analysieren und Ideen zu entwickeln sind. Sie wägen Möglichkeiten nach ihren Vor- und Nachteilen ab.

Spezialisten haben besonderes Wissen und sind stolz auf ihre technischen Fähigkeiten. Sie setzen hohe Standards und konzentieren sich meist auf ein bestimmtes Gebiet. Die Rolle des Spezialisten im Team ist hoch, da er Fähigkeiten mitbringt, auf denen das Projekt aufbaut. Er kann Entscheidungen aus tiefergehendem Wissen treffen.

Der Koordinator verteilt die Aufgaben innerhalb des Teams entsprechend der Fähigkeiten an die Teammitglieder. Diese Person ist meist der Projektverantwortliche, obwohl er oder sie meist besser mit Kollegen von gleichen oder ähnlichem Rang arbeiten als mit Untergebenen.

Teamarbeiter sind flexibel und anpassungsfähig im Bezug auf verschiedene Situationen und Menschen. Die Funktion des Teamarbeiter ist es, zwischenmenschlichen Problemen vorzubeugen. Sie steigern den Teamgeist und die Moral des Teams.

Dem Weichensteller fällt es leicht mit Leuten sowohl innerhalb als auch außerhalb der Firma zu kommunizieren. Dadurch entwicklt er meist sehr effektiv die Ideen von Anderen weiter.

Macher sind hochmotivierte Menschen mit sehr viel unruhiger Energie und dem Drang etwas zu erreichen. Sie bringen Leben in ein Team und sind wahrscheinlich die effektivsten Teammitglier in Bezug darauf, sinnvoll positives Handeln zu garantieren.

Der Erfinder sind Innovatoren und kreativ. Die Hauptfunktion des Erfinders ist es, neue Entwürfe zu machen und komplexe Probleme zu lösen.[7]

3.2 Teamrollen im Projekt:

Auch die Personen, die ich das Projekt ,Audi-Cup 2009 in der Allianz Arena‘ ausgewählt wurden, lassen sich in Teamrollen nach Belbin ordnen. Ich werde nun die Personen den Rollen zuordnen und ihre Aufgaben und Charakteristika darstellen.

Der als Projektleiter eingesetzte Benjamin Kohtz nahm die Rolle des Koordinators ein. Er stellte das Team zusammen und verteilte die Aufgaben innerhalb des Teams entsprechend der Fähigkeiten an die Teammitglieder.

Der Erfinder, Peter Schwarzenbauer, war kreativ tätig und hat die Idee für das Projekt geliefert. Franz Beckenbauer als Weichensteller entwickelte die Idee Schwarzenbauers duch seine Fähigkeit zu kommunizieren weiter. Durch diese Fähigkeit holte er unter anderem einige der anderen Persönlichkeiten ins Team und sorgte somit für das Gelingen des Events.

Uli Hoeneß, der wie Karl Hopfner und Karl-Heinz Rummenigge von Beckenbauer ins Team geholt wurde, nahm die Rolle des Machers ein. Er drängte auf die für seinen Verein lukrative Durchführung des Events und sorgt somit für das schnelle Finden von Entscheidungen.

Der Beobachter, Karl Hopfner, dagegen bildete sich lieber eine umfassende Meinung, bevor er eine Entscheidung pro oder contrao des Projektes fällte. Außerdem wägte er ebenfalls die Vor- und Nachteile der Alternativen ab, um alle Faktoren mit einzubeziehen. Karl-Heinz Rummenigge, der Perfektionist, sorgt dafür, dass das Projekt vom Anfang bis zum Ende mit der nötigen Genauigkeit und Konzentration verfolgt und der Zeitplan eingehalten wurde.

[...]


[1] Buchner, D. (1995). S. 16.

[2] Forster, J. (1987). S. 17

[3] Frech, M. (2002). S. 296.

[4] Vgl. Audi. Homepage (2009).

[5] Vgl. Audi. Homepage (2009).

[6] Belbin, M. (1996).

[7] Vgl. Outdoor Unlmited Training. Homepage.

Details

Seiten
16
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656506119
ISBN (Buch)
9783656507871
Dateigröße
399 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v233632
Institution / Hochschule
Hochschule für angewandtes Management GmbH – Sportmanagement
Note
1,3
Schlagworte
FC Bayern München Audi Cup Teamentwicklung Teamrollen Belbin Phasenmodell Tuckman Tuckman

Autor

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