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Kinder auf dem Weg in die Wissensgesellschaft -Jugendmedienschutz im Spannungsfeld am Beispiel der neuen Medien im Kindergarten

Diplomarbeit 2002 103 Seiten

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Teil I: Bildung und Erziehung
1.1 Pädagogischer Ansatz
1.1.1 Zusammenfassung der drei Ansätze
1.2 Bildungs- und Erziehungsinstitution Kindergarten
1.2.1 Bildung
1.2.2 Mediale Bildung und Erziehung im Kindergarten
1.2.3 Verständnis von Medienpädagogik
1.2.4 Gründe für gewaltorientierten Film- und Spielekonsum
1.2.5 Medienpädagoische Elternarbeit
1.3 Pädagogik des Hörens
1.4 Zusammenfassung Teil I

Teil II: Rechtsgrundlagen und Finanzierung
2.1 Rechtlicher Ansatz
2.1.1 Rechtliche Grundlagen von Bildung und Jugendmedienschutz im Kindergarten
2.1.2 Jugendmedienschutz im Kindergarten
2.1.3 Rechtlicher Ansatz von medienpädagogischer Elternarbeit
2.2 Finanzierungsmöglichkeiten von Projekten
2.3 Urheberrecht
2.3.1 Darstellung der Werkarten
2.3.2 Schranke zugunsten der Forschung und Wissenschaft
2.3.3 Rechtlicher Einsatz von Medien in der Pädagogik
2.4 Zusammenfassung des Teil II

3 Teil III: Praxisprojekt
3.1 Beschreibung der Einrichtung
3.2 Multiplikatoren Schulung
3.3 Das Projekt mit den Kindern
3.4 Zusammenfassung des Teil III

4 Teil IV Resümee

Literaturliste

Anhang I

Anhang II

Anhang III

Anhang IV

Der Computer ist ein Rechner, kein Denker (Werner Mitsch)

Einleitung

Das Thema dieser Diplomarbeit ist:: „Kinder auf dem Weg in die Wissensgesellschaft“ Jugendmedienschutz im Spannungsfeld - am Beispiel der neuen Medien im Kindergarten.

Die Frage, die hinter dieser Überschrift steht, ist, ob der Kindergarten eine Bildungsinstitution oder ein Aufbewahrungsort für Kinder ist und wie das Leben mit Medien im Kindergarten stattfindet. Der Schwerpunkt liegt in der Frage nach Bedürfnissen von Kindern im Kindergartenalter in Bezug auf den Jugendmedienschutz. Dabei wird der Gebrauch der neuen Medien, insbesondere die Nutzung des Computers, in der Praxis untersucht. Der Bereich „Medien“ wird im Kindergarten sehr wenig thematisiert. „Medien“ sind schädlich für Kinder, „Medien“ können zu Hause genutzt werden, Kindergarten bieten einen Schutzraum vor „Medien“. Diese und andere Argumente stehen immer wieder im Mittelpunkt der Diskussionen von Pädagogen und Eltern, wenn es um die Nutzung von „Medien“ im Kindergarten aber auch in anderen Bildungs- und Erziehungsinstitutionen.

Medien sind Kommunikationswerkzeuge.[1] Kommuniziert wird reichlich im Kindergarten. Welche Schwierigkeit gibt es also in der Nutzung vom Medium Computer im Kindergarten?

Ist es die Angst und Unwissenheit der Kollegen, der Eltern vor den Begriff Medien?

Welche Rolle spielt die Qualifizierung von Fachpersonal?

Liegt es an der Unwissenheit des pädagogischen Personals über die Entwicklung von Kindern in Bezug auf deren Medienkompetenz?

Herrscht beim Fachpersonal mangelndes Wissen über Strategien und Verfahren beim Sponsoring?

Werden Ressourcen mangelhaft genutzt?

Der Inhalt dieser Diplomarbeit wird die Wichtigkeit von konzeptionellem Denken darstellen, sowie die Unentbehrlichkeit von vernetztem Denken. Meiner Meinung nach, kann ein Kindergarten nur so eine gute und stabile Qualität aufweisen. Kindergärten werden in Zukunft durch fallende Geburtenzahlen vermehrt in Konkurrenz miteinander treten. Ein Überleben des Kindergartens ist nur dann möglich, wenn die Einrichtung über pädagogische Inhalte verfügt, die von der Elternschaft als hochwertig und sinnvoll erachtet wird.

Die Arbeit ist in vier Teile untergliedert:

Im ersten Teil sind Grundlagen zur Erziehung und Bildung aufgeführt. Die beschriebenen Theorien stellen die wissenschaftliche Basis des Praxisprojektes dar. Am Beispiel der digitalen Verarbeitung von Bildern und Tönen im Kindergarten werde ich die Wichtigkeit der dargestellten Theorien mit ihren konzeptionelle Inhalten - die für die Medienpädagogik von Wichtigkeit sind - im Kindergarten eingehen. Es gibt viele verschiedene Ansätze für die Arbeit mit Kindern. Ich habe die Ansätze von Armin Krenz, Paulo Freire und Reggio bearbeitet, da deren Ansätze im offenen Kindergarten angesiedelt sind und das Kind als Partner verstehen.

Der zweite Teil beschreibt die Wichtigkeit von rechtlichen und finanziellen Aspekten. Als wichtigster Aspekt werden die Grundlagen in Bildungs- und Erziehungsarbeit in Kindergärten erörtert. Insbesondere werden im zweiten Teil auch die rechtlichen Grundlagen zur medienpädagogischen Elternarbeit erläutert. Ein wichtiger Teil innerhalb der rechtlichen Grundlagen ist das Wissen ums Urheberrecht. Hier wird geklärt, welche Punkte bei der Verwendung von fremdem Eigentum – z.B. Musik, Texten etc. - beachtet werden müssen. Ein Schwerpunkt des zweiten Teils liegt auf dem Themengebiet Projektfinanzierung. Die Frage, die gestellt wird, ist: Wie können finanzielle Möglichkeiten ausgenutzt werden?

Im dritten Teil beschreibe ich am Beispiel einer Einrichtung in Hamburg Mümmelmannsberg, wie ein medienpädagogisches Projekt in die Praxis umgesetzt werden kann. Die Beschreibung des Praxisprojektes umfasst die Durchführung einer Multiplikatorenschulung zum einen und eines Projektes mit den Kindern zum anderen. Die Präsentation, die die Kinder erarbeitet haben, ist auf einer CD-Rom beigefügt und kann unter dem Programm Power Point von Microsoft© abgespielt werden.

Der vierte und letzte Teil beinhaltet eine abschliessende Beurteilung über die Diplomarbeit.

Die Diplomarbeit soll die Möglichkeit und Wichtigkeit von medienpädagogischer Arbeit im Arbeitsfeld der Sozialpädagogik/ Sozialarbeit verdeutlichen. Sie ist nur ein Ansatz und soll die Möglichkeit bieten sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Es ist nicht in meinem Sinn, alle aufkommenden Fragen zu klären. Die Antworten auf einige andere Fragen sollen nur allgemeingültig gehalten werden. Ich habe diese Methode gewählt, da ich glaube, dass der Leser die Möglichkeit haben sollte, auf Informationen, die er erhält, kritisch zu reagieren. Nur mit einer kritischen Auseinandersetzung kann eine Veränderung im Kindergartenalltag erfolgen.

Der isolierte Mensch vermag sich ebenso wenig zu bilden als der in seiner Freiheit gewaltsam gehemmte

1 Teil I: Bildung und Erziehung

1.1 Pädagogischer Ansatz

Um eine klare, verständliche, erzieherische Arbeit in pädagogischen Institutionen abzuleisten, ist der sogenannte „rote Faden“, der sich durch die gesamte Kindergartenarbeit zieht, von ungeheurer Wichtigkeit. Der rote Faden ist das Konzept, das jede Einrichtung haben sollte. Nach §22 SGB VIII ist das notwendig, damit den Kindern ein entsprechendes Angebot zur Förderung ihrer Entwicklung unterbreitet werden kann. Das Konzept, deren Inhalt unter anderem der pädagogische Ansatz ist, sollte der Ausgangspunkt von allen Entscheidungen sein, die innerhalb der Einrichtung getroffen werden.

Es gibt verschiedene pädagogische Ansätze, die nebeneinander stehen und nicht auf- oder abgewertet werden können.

Die Ansätze, die ich in dieser Abhandlung zugrunde legen möchte, entstammen von Armin Krenz und Paulo Freire sowie der Reggio Pädagogik. Zum Verständnis der drei Ansätze werde ich sie im Folgenden kurz erläutern:

a) Armin Krenz

Armin Krenz geht sowohl von einem „situativen Ansatz“ als auch von einem „Situationsansatz“ aus. Der „situative“ Ansatz ist für ihn durch Spontanität und Zufälligkeit der aufgegriffenen „Situationen“ gekennzeichnet[2]. Beim Situationsansatz greift er „Situationsfelder“ auf, von denen ErzieherInnen der Meinung sind, dass Kinder diesen Situationsfeldern in Zukunft begegnen werden[3]. Aus den beiden geschilderten Ansätzen hat Armin Krenz den “situationsorientierten Ansatz“ gebildet.

Beim „situationsorientierten Ansatz“ soll auf gegenwärtige Ausdrucksformen der Kinderwelten eingegangen werden. Die Ausdrucksformen sollen entschlüsselt und dann auf Ereignisse, Erlebnisse oder Erfahrungen der Kinder in der Vergangenheit aufbauend verarbeitet werden. Ziel ist, durch neue Handlungserfahrungen‚ automatisch‘ Kompetenzen für die Zukunft auf- und auszubauen[4].

Es ist Entscheidend, das Ausdrucksverhalten der Kinder verstehen zu wollen. Das ist der Schlüssel zum inneren Erleben der Kinder. Krenz legt in seinem Buch über Kinderzeichnungen eine Entwicklungstheorie vor, die sich am Bewegungserleben eines Kindes orientiert. Aus dem Inhalt und Ausdruck (wie Krenz es nennt) von Zeichnungen und Bewegungen deutet er die Lebensgeschichte eines Menschen. Der entscheidende Begriff ist der des Ausdrucks. Krenz geht davon aus, dass der Mensch ausdrückt, wer er ist und was sich ihm eindrückt. Mit „eindrücken“ sind alle von Außen auf einen Menschen einwirkende Situationen, Erfahrungen usw. gemeint. Dadurch tritt ein bestimmtes Ausdrucksverhalten auf. Dieses Ausdrucksverhalten gilt es zu entschlüsseln um das Bedürfnis des Kindes zu erkennen.

Krenz unterscheidet folgende Ausdrucksfelder, die Kinder zur Verfügung stehen:[5]

- Verhalten
- Spiel
- Bewegung
- Sprache
- Träume
- Malen/Zeichnen

Die eben genannten Ausdrucksfelder sind menschliche Ausdrucksmöglichkeiten, die sowohl Erwachsene als auch Kindern zustehen. Der Unterschied ist darin zu sehen, dass Erwachsene gelernt haben zu kontrollieren und bewusst etwas einzusetzen. Das Kind sucht unbewusst, aber auch sehr bewusst, das für sich angemessene Feld aus.

Krenz unterschiedet sieben Grundbewegungen des Menschen:[6]

- stehen
- liegen
- gehen
- hüpfen
- kriechen
- rollen
- schweben

Die eben genannten Bewegungen erfüllen folgende Merkmale:

„Es sind naturhafte Bewegungsformen, die Kinder auf der ganzen Welt zeigen, unabhängig davon, ob sie zu diesen Bewegungen angeleitet wurden oder nicht; gibt es häufige Bewegungsformen, die zum natürlichen Bewegungsverhalten aller zählen; es bedarf elementarer Bewegungsformen, die für differenzierte Bewegungen notwendig sind und zum Aufbau komplexerer Bewegungsabläufe gebraucht werden; es sind insoweit einfache Bewegungsformen, weil sie aus sogenannten Primärgefühlen, wie z.B. Angst, Freude, Entsetzen usw, entstehen und daher auch Grundbedürfnisse deutlich ausdrücken.“[7]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Das komplette Ausdrucksverhalten spiegelt Grundgefühle wieder und es kommt im Ausdrucksverhalten zu Bewegung. In den Zeichnungen von Kindern spiegeln sich diese Bewegungsbilder in Gestik und Mimik.

Es gibt einen engen, untrennbaren Zusammenhang zwischen Denken, Gefühlen und Bewegung und damit zwischen Gesundheit und Krankheit, zwischen Heil und Unheil. Was ich fühle, was ich erfahren habe, was ich denke, drücke ich aus. Und zwar immer. Auch wenn ich mich „nicht“ ausdrücke, drücke ich etwas aus. „Seelische und körperliche Vorgänge wirken zusammen und ergänzen sich, so daß der Körper zum Spiegelbild der Seele wird.“[8]

Vernetzung bedeutet Kooperation mit allen verschiedenen Lebensbereichen im Rahmen der Projekte. Diese dürfen sich nicht auf den Raum des Kindergartens beschränken, sondern müssen die jeweilige Lebenswelt einbeziehen.

Für Krenz ist die Haltung zum Menschen (das Menschenbild) ein wesentliches Merkmal um eine Methode zur Erziehung, Förderung und Bildung von Kindern zu entwickeln und umzusetzen. Eine Frage, die an dieser Stelle (und auch später bei Paulo Freire) gestellt werde muss, ist: Wie kann so ein Ansatz von der Religionspädagogik aufgenommen und verarbeitet werden.

Wir leben in einer Kultur, die von einer christlichen Weltanschauung dominiert wird und müssen somit diese Frage gut überdenken, denn mit den Normen und Werten der Kirche werden die meisten Menschen ständig konfrontiert. Es gibt sehr viele kirchlich orientierte, pädagogische Institutionen. Im ländlichen Raum ist die Dorfgemeinschaft mehr oder weniger stark religiös ausgerichtet: der Nachbar, Freund, der kirchliche Normen und Werte vertritt. Sie alle beeinflussen uns entweder direkt oder indirekt mit der kirchlichen Moralvorstellung. Es muss individuell entscheiden werden, wie damit umgegangen werden soll.

Grundsätzlich soll jeder erlernten Technik und Methode, Kinder zu fördern und zu erziehen, entsagt werden. Ziele, die aus irgendwelchen Bedürfnissen hergeleitet worden sind, spielen keine Rolle mehr. Der Blick wird allein auf die Bedürfniswelt der Kinder in ihren Situationen fokussiert. Dieser Blick wird nur mit einer veränderten Haltung zum Kind, nicht aber mit einer Methode oder Technik erreicht. Es muss gelernt werden, dass die Interessen von Kindern systematisch von denen der Erwachsenen zu unterscheiden sind.

Die Analyse der Situationen, die für Kinder bedeutsam sind, geht über das Wahrnehmen, Verstehen und Entschlüsseln des Ausdrucksverhaltens der Kinder. Damit gerät das gesamte Verhalten der Kinder ebenso ins Sichtfeld wie die vollständige Erlebniswelt der Kinder.

Die Kindergartenwelt, wie Armin Krenz sie sieht, beschränkt sich nicht auf die Welt innerhalb der vier Kindergartenwände, sondern zielt auf die gesamte Welt mit allem Organischem, also mit allen Einrichtungen, Personen usw., ab. Eine Zusammenarbeit ist nur dann möglich, wenn alles vernetzt ist.

b) Paulo Freire

Paulo Freire ist in Brasilien geboren und in Armut aufgezogen worden. Unter verschieden Regimen hat er sich durchgesetzt und eine Pädagogik für die Schwachen der Gesellschaft entwickelt. Seine Sache, der er sich angenommen hat, ist die Stärkung der Armen.[9] „Erziehung ist niemals neutral“[10]. Dies ist eine der zentralen Aussagen von Paulo Freire. Er geht davon aus, dass der Erzieher entweder dem Ansatz der Befreiung oder dem Ansatz der Unterdrückung folgt. Welche Art der Pädagogik verfolgt wird, entscheidet weniger der Erzieher. Vielmehr ist die Gesellschaft, in der das Kind erzogen wird, dafür verantwortlich. Freire beschreibt die depositäre Erziehung als einen Futtervorgang. Dem unwissenden Kind wird immer soviel Wissen zugeteilt, wie es sich „verdient“. Verdienen kann sich ein Kind Bildung durch kritikloses Aufnehmen des Wissens des Systems. Ernst Lange beschreibt in einem Satz, wie Bildung funktionieren kann:

„Je widerstandsloser ein Kind sich dieser Fütterung hingibt, je bereitwilliger er verschlingt was ihm vorgeworfen wurde, desto erfolgreicher erscheint der Bildungsvorgang.“[11]

Erfolgreichere Bildung ist nach Freire möglich (dieses trifft grundsätzlich auf alle klassischen Institutionen zu) wenn:

Lernen ist nicht das Fressen fremden Wissens, sondern die Wahrnehmung der eigenen Lebenssituation als Problem.[12]

Als Alternative zur despositären Erziehung sieht Freire nicht das Erfahren von fremdem Wissen, sondern die Wahrnehmung der Lebenssituation, in der sich ein Kind befindet. Das Kind soll in die Lage versetzt werden, seine eigenen Probleme ganzheitlich zu lösen. Die Lösungen sind das Ergebnis von Aktion und Reflexion. Lange fasst das im folgenden Lehrsatz zusammen.

„Je williger die Behälter es zulassen, dass sie gefüllt zu werden, desto bessere Schüler sind sie.“[13]

Das Wissen eines Kindes soll aus der Summe der Erfahrungen resultieren. Dazu gehören Erfahrungen im Bereich des Bewusstseins mit allen ihren Widersprüchen. Die Gefahr besteht darin, dass der Erzieher seine Bewusstseinserfahrungen auf die des Kindes überträgt. Ein typisches Beispiel aus der geschlechtsspezifischen Sozialisation:

Mädchen klettert auf einen Baum.

Erzieherin: „Klettere nicht so hoch auf den Baum. Das ist doch gefährlich!“

Mädchen: „Das macht aber Spass und mir passiert schon nichts!“

Erzieherin: „Komm sofort runter, Du bist doch kein Junge!“

Mädchen: „Na gut, dann komme ich runter bevor ich mich verletze...“

Erzieherin: „Gut, dass Du so einsichtig warst. Jetzt können wir zusammen Seilhüpfen.“

Die Erzieherin hat ihre Widersprüche nicht reflektiert und schon gar nicht verarbeitet. Wieso ist das Klettern auf Bäumen zwangsläufig für Mädchen gefährlicher als für Jungen? Die Erzieherin mag eigene Erfahrungen in ihrer Kindheit gemacht haben, unter anderem auch die Klettererfahrung. Diese darf sie aber nicht auf die zu erziehenden Kinder übertragen. Die Erzieherin gibt dem Mädchen Wissen zu fressen. Das Mädchen beugt sich der Erzieherin und bekommt dafür eine Belohnung. Sie darf mit der Erzieherin Seilhüpfen „lernen“. Die Erzieherin verhindert jede Sammlung von eigenen Erfahrungen des Kindes und unterdrückt somit die Erweiterung des Wissen durch Aktion und Reflexion.

Die Anforderung an das pädagogische Fachpersonals im Sinne von Freire wäre gewesen, dem Mädchen ein Angebot zu unterbreiten, in dem sie sich selbst hätte erfahren können. Es wäre sinnvoll gewesen, jemanden zu kontaktieren, der sich mit klettern gut auskennt, um nach Sicherungsmöglichkeiten zu fragen. Somit ist Vernetzung des eigenen Wissen eng an die Vernetzung der Institution geknüpft.

Dem pädagogischen Fachpersonal darf grundsätzlich nicht unterstellt werden, dass sie bewusst für die Unterdrückung von Kindern eintreten. Sie erziehen nach Methoden und Ansätzen, die sie in ihrem bisherigen Leben erfahren haben. Um sich umzustrukturieren ist nicht nur die Erweiterung von vermeintlichem Wissen von Nöten, sondern eine Restrukturierung der inneren Einstellung zur Gesellschaft und zu sich selbst. Das Menschenbild muss neu konzipiert werden. Als Grundlage des neuen Menschenbildes muss ein Humanist den Kindern mehr Vertrauen entgegen bringen.[14] Dieses Vertrauen bildet die Grundlage dafür, ein Kind in seinen Bedürfnissen und Wünschen wahrzunehmen und die Bedeutsamkeit der Eigenständigkeit zu realisieren. Die Erzieherin muss dem Kind zutrauen, dass es seine Bedürfnisse selber kennt. Am obigen Beispiel des kletternden Mädchens wäre es von grosser Bedeutung gewesen, diesen Baum zu erklimmen und die entsprechen Erfahrung für sich zu machen. Die Erzieherin hat das Mädchen unterdrückt, indem sie ihr wichtige Erfahrungen vorgehalten hat. Mit anderen Worten: Die Erzieherin wusste besser was das „Richtige“ für das Mädchen zu sein schien als das Mädchen selbst.

Das Kind, dessen Bedürfnisse nicht beachtet und statt dessen mit fremden Bedürfnissen (Wissen) bedrängt wurde, wird sich aus der Gruppe herausstellen wollen. Im Kindergarten bedeutet dies, alle Kinder bekommen das selbe Wissen vermittelt, ohne auf das Individuum zu schauen. Die Kinder, deren Bedürfnisse nicht befriedigt werden (ich gehe davon aus, dass in der Praxis die Mehrheit der Kinder nicht befriedigt werden), werden aggressiv. Dieses Aggressionspotential bewirkt, dass Kinder sich gegeneinander richten und ein Konkurrenzkampf (bspw. um Wissen und Liebe) ausbricht. Der Konkurrenzkampf hat zum Ziel, mehr Zuwendung zu bekommen, um das individuelle Bedürfnis zu befriedigen und die Personalität zu erkämpfen.[15]

Kinder erkennen nicht die Bedeutung ihres eigenen Wissen. Sie erkennen nicht, dass sie ihre eigenen Erfahrungen einbringen müssen/können. Die klassische Frage zur Erreichung von Wissen ist „WARUM?“. Dieses „WARUM“ stellen sie in der Regel nicht an sich sondern an die ErzieherIn. Damit ist der Erwachsene bzw. der Erzieher in einem absoluten Machtverhältnis. Die ErzieherIn steht oben und das Kind unten. Die Unterdrückung und damit die Machtverhältnisse sind klar und deutlich.

Die ErzieherIn redet in den Augen der Kinder von der Wirklichkeit, die bewegungslos, statisch, abgegrenzt und voraussagbar ist. Oder die ErzieherIn informiert über ein Thema, das zum Gegenstand eine dem Kind völlig fremde existentielle Welt zugrunde legt. Diese Form der Übermittlung von Wissen ist nicht effektiv, da die Erfahrungen der Kinder, die das Wissen füllen sollen, bereits auf Erfahrungen von Wissensvermittlung basieren. Das bedeutet, dass Wissen nicht mehr durch Erfahrungen ergänzt werden, sondern durch Wissen. Diese Verbreitung von Wissenskompetenz erschwert es dem Kind erheblich, Sozialkompetenzen zu erwerben, da diese durch Aktion und Reflexion erworben wird.

Die Autorin Astrid Lindgren hat in der Figur von Pippi Langstrumpf ein Mädchen erschaffen, das einzig und allein von Erfahrungen partizipiert. Sie geht in keine Schule, die Mutter ist Tod und der Vater lebt als König im Taka-Tuka-Land. Die Gesellschaft des Ortes, in dem sie lebt, in dem auch ihr Haus die Villa Kunterbunt steht, möchte Pippi in ihr Abhängigkeitssystem integrieren. Der Versuch, sie in die Gemeinschaft ihres Dorfes zu integrieren, indem sie ihr eine Art Sozialarbeiterin (Pippi nennt sie die Bröselliese) schicken, die ihr sagt, welches ihre Aufgaben sind, beziehungsweise welchen Beitrag sie zur Gemeinschaft beitragen muss. Pippi lernt die Geschwister Tommy und Annika kennen, mit denen sie sich schnell anfreundet. Diese Beiden sind das einzige Regulativ, das Pippi neben ihrem Pferd und Affen zulässt. Pippi lässt sich insofern regulieren, als dass sie die Notwendigkeit erkennt, dass die Tiere gepflegt und regelmäsig gefüttert werden müssen. Ausserdem erkennt sie, dass die beiden Freunde andere Bedürfnisse haben, auf die eingegangen werden müssen. Die Bedürfnisse anderer Menschen und Tiere, auf die Pippi eingeht, sind nicht unbedingt ihre Bedürfnisse. Ihre Bedürfnisse werden also regulativ eingegrenzt. Die drei müssen jede Menge Abenteuer bestehen. Pippi meistert sie alle. Aber immer nur, weil sie ihre erworbenen Erfahrungen einsetzen kann und sich daraus neue Erfahrungen für künftiges Handeln ergeben. Pippi ist dabei selten übermütig, sondern setzt ihre Kenntnisse selbstbewusst und reflektiert ein. Tommy und Annika hingegen stehen den Aktionen von Pippi eher ängstlich gegenüber. Im Laufe der Zeit lernen sie von Pippi und trauen sich mehr zu. Pippi beeinflusst die beiden jedoch nie direkt. In der Bestärkung ihrer Persönlichkeiten entwickeln Annika und Tommy ein anderes Menschenbild. Sie gehen viel selbstbewusster mit sich und der Umwelt um. Sie sind nicht mehr ein abgehobenes Individuum, sondern eher wie Pippi, die ein Teil des Ganzen ist.

Die obige, kleine Exkursion über Pippi soll verdeutlichen, dass Lernen durch eigene Erfahrungen sehr viel mehr Inhalte beim kognitiven wie auch beim sozialen Verhalten vermittelt, als andere. Selbst wenn Pipi nicht richtig multiplizieren kann und auch das Schreiben nicht ihre Stärke ist, so hat sie doch enorme soziale Kompetenzen erworben. Auch ihre kognitiven Fähigkeiten sind sehr stark ausgebildet. Freire sagt dazu, dass die besondere charakteristische Eigenschaft der derzeitig überwiegenden Vermittlungsweise von Wissen aus dem Schall der Worte besteht aber nicht in ihrer verwandelnden Kraft. Ohne verwandelnde Kraft gibt es kein ganzheitliches Lernen.[16] Es gibt Untersuchungen, die Aussagen, dass der erfolgreiche Unternehmer oder leitende Angestellte ein normales Allgemeinwissen besitzt, allerdings über überdurchschnittliche soziale Kompetenz verfügt.

„Je mehr die Unterdrücker dahingebracht werden können, sich der Situation anzupassen, um so leichter lassen sie sich beherrschen.“[17]

Um ein Umdenken der Gesellschaft erfolgen zu lassen, stellt auch Freire die Bedingung (ähnlich dem Ansatz von Armin Krenz), dass sich das Menschenbild des Erziehers ändern muss. Rein aus dem intellektuellen Verständnis heraus wird das Bewusstsein der Unterdrückten veränderbar sein jedoch nicht die Alltagssituation in der sie leben.[18]

Mit der „Pädagogik der Unterdrückten“ hat Freire eine Pädagogik geschaffen, die die Ursachen der Unterdrückung dem Unterdrückten zum Gegenstand der Reflexion machen. Freire will eine Humanisierung, indem die Herrschenden ihre Herrschaftverhältnisse aufgeben sollen. Sein Ziel ist, dass sich Menschen wieder als Menschen wahrnehmen. Dieses Ziel ist für Freire aber nur dann zu erreichen, wenn die Gesellschaft in einer Aufbruchstimmung ist:

„In Wahrheit jedoch formt nicht die Erziehung die Gesellschaft auf eine bestimmte Weise. Sondern die Gesellschaft, die sich selbst auf eine bestimmte Weise herausgebildet hat, begründet Erziehung, um die Werte zu vermitteln, an denen sich die Gesellschaft orientiert. Aus diesem Grund kann eine tiefgreifende Veränderung von Errziehung als System nur dann stattfinden (...) wenn auch die Gesellschaft selbst radikal verändert wird.[19]

Die sich hier stellende Frage ist: Wenn die Herrschenden ihre Machtverhältnisse opfern, was bleibt ihnen? Freire beschreibt ein Menschenbild, in dem der Mensch von der Welt losgelöst ist. Dieses hat zur Folge, dass der Mensch frei denken kann. Der Erzieher im Kindergarten als Unterdrücker betreibt das Unterdrücken aus einer Form der „Nächstenliebe“. Diese „Nächstenliebe“ wurde über lange Jahre im System erlernt. Wenn davon ausgegangen wird, dass für den Erzieher seine Kernpädagogik das Status quo darstellt, ist es dann nicht auch eine Unterdrückung der Unterdrücker?

Die Kritik, die an die pädagogischen Ansätze von Freire gestellt werden kann, ist die Radikalität der Forderungen und der Umsetzung. Sicherlich hat Freire recht wenn er sagt, dass seine Pädagogik am ehesten umzusetzen gilt, wenn es eine Umbruchstimmung gibt. Aber die Rufe nach Revolution entstammen seinen Wurzeln und gelten in dieser radikalen Form nicht für unsere Gesellschaftsverhältnisse. Freire´s Pädagogik ist sehr politisierend und klammert damit eine Menge Menschen aus, die ebenfalls eine Veränderung herbeiführen wollen. Den kirchlichen Vertreter im Kindergarten wird es genommen, sich dieser Pädagogik anzuschließen.

Freire traf folgende Aussage vor dem ökumenischen Rat der Kirchen in Genf:

„Sie müssen Wissen, dass ich mich entschieden habe. Meine Sache ist die Sache der Armen auf der Welt. Sie müssenden Wissen, dass ich mich für die Revolution entschieden habe.“[20]

Mit dieser Aussage schliesst Freire die Kirche aus, da diese für Frieden steht und Revolution etwas kriegerisches hat.

Freire bezieht sich auf Mao Tse – Tung:

„Bei jeder Arbeit, die für die Massen geleistet wird, muß man von den Bedürfnissen der Massen ausgehen und nicht von irgendwelchen persönlichen Wünschen, und seien sie noch so wohlmeinend.“[21]

Die sich hier aufdrängende Frage ist: Von welchen Massen redet Freire? Von den Massen seiner Umwelt? Es gibt Unterdrückte auf der ganzen Welt. Es ist an dieser Stelle Freire zu unterstellen, dass er seine persönlichen Wünsche sehr in seinen pädagogischen Ansatz hat einfliessen lassen, indem er sich explizit für die Massen Latein - Amerika‘s eingesetzt hat. Streng nach seiner Aussage erwartet er Allgemeingültigkeit. Was interessiert ein Kindergartenkind die politische Lage in Latein–Amerika? Wenn es seine Wurzeln nicht in diesen Ländern hat, hat es wahrscheinlich noch nie einen Gedanken an die Verhältnisse dort verwendet. Dem Kind sind doch die selbst erfahrenen Unterdrückungstendenzen seiner eigenen Kultur von absoluter Wichtigkeit. Diese berücksichtigt Freire jedoch nicht. Freire ist allerdings die Tatsache zu Gute zu halten, dass seine Pädagogik auf die Probleme der ganzen Welt, wenn auch in spezifizierter Form, angewandt werden kann. Es gibt wahrscheinlich auf der ganzen Welt Unterdrücker und Unterdrückte. Es besteht die Möglichkeit, dass es irgendwo auf der Welt Naturvölker gibt, in denen andere Gesellschaftsstrukturen herrschen.

c) Reggio

Mit dem Begriff Reggiopädagogik wird in der pädagogischen Fachpraxis die Konzeption und Praxis der kommunalen Kindertagesstätten in Reggio Emilia (Italien) bezeichnet. Sie zählt weltweit zu den ambitioniertesten elementarpädagogischen Konzepten. Von einer Expertengruppe wurde sie 1991 als bester Ansatz für die Arbeit in Kindertageseinrichtungen ausgezeichnet. Die Reggiopädagogik nimmt einen der vorderen Plätze ein, wenn es um die Reformbemühungen in pädagogischen Einrichtungen geht. Viele Länder der Welt orientieren sich an ihr. Die Reggiopädagogik ist nach dem 2. Weltkrieg in den kommunalen Kindertagesstätten in der norditalienischen Stadt Reggio Emilia von den dort tätigen Pädagoginnen und Pädagogen entwickelt worden. Der bekannteste Vertreter dieser Pädagogik ist Prof. Loris Malaguzzi (verstorben 1994). In seinem Gedicht „die hundert Sprachen des Kindes“ beschreibt er die Grundlage dieses pädagogischen Ansatzes:

„Das Kind hat 100 Sprachen, 100 Hände, 100 Weisen zu denken, zu sprechen und zu spielen, 100 Welten zu entdecken, 100 Welten zu träumen.“ Von diesen 100 Sprachen raubt ihm die Gesellschaft neunundneunzig, nämlich alle außer der Verbalsprache.“

Die Reggiopädagogik ist eine optimistische Pädagogik. Sie geht davon aus, dass:

- das Kind mit seiner Energie,
- seiner Wissbegierde,
- seiner Kreativität

Schöpfer seiner eigenen Entfaltung und somit auch Bildung, Konstrukteur seiner persönlichen Wirklichkeit ist. Wahrnehmungs- und Ausdruckserziehung sind deshalb ein zentrales Anliegen der reggianischen Kindertagesstätten. Eine wichtige Rolle spielt dabei die KunsterzieherIn, die zum Personal jeder Kindertagesstätte gehört. Sie betreut das Atelier wie auch die Gestaltung der Räume. Die Themen der Projekte gehen von alltäglichen Erfahrungen der Kinder aus. Der Austausch der Kinder untereinander und die Ergebnisse ihrer Forschungsreisen im Lebensumfeld mit allen organische Stoffen werden dabei nicht nur gefördert, sondern auch in Wort und Bild dokumentiert.

Wie die Kinder, so werden auch die im täglichen Leben in den Einrichtungen eingebundenen Erwachsenen als Forscher und Konstrukteure ihrer Wirklichkeit verstanden. Fortbildung ist für das Personal unumgänglich. Dieses dient zum einen als Reflexion ihrer selbst und zum anderen wird die Einstellung zum Kind überprüft. Das Kind hat nicht die alleinige Stellung des Lernenden, sondern lernt vielmehr in einer Gruppe, in der auch die Erwachsen lernen und die Kinder sie unterrichten. Bildung wird als eine gemeinsame Entwicklung miteinander angesehen. Die Erzieher entwickeln eine bestimmte pädagogische Haltung gegenüber den Bildungsprozessen der Kinder und haben die Aufgabe, diese zu übersetzen. Das bedeutet, dass die Entdeckung der richtigen Fragen wichtiger ist als das Finden richtiger Antworten. Voraussetzung für die Pädagogik ist, dass Kinder:

- Erfahrungen,
- Erkenntnisse und Empfindungen mit vielfältigen (verbalen und ästhetischen) Medien ausdrücken und mitteilen können,
- anregungsreiche Räume zum Entdecken und Experimentieren zur Verfügung haben,
- Spielhandlungen und Erkundungsaktivitäten in Projekte einbringen können.

1.1.1 Zusammenfassung der drei Ansätze

Die Bedürfnisse des Kindes werden in den drei Ansätzen immer wieder neu entdeckt und aufgegriffen. Solche Bedürfnisse können zum Beispiel sein:

- Der Drang nach Freiheit, um eigene Grenzen und Grenzen, die das Kind umgeben, zu erkennen und auch zu überschreiten.
- Der Wunsch nach Spontanität. Der Nachwuchs will nicht lange auf eine Umsetzung warten. Sie wollen ihre Lösungen möglichst schnell umsetzten.
- Bewegungen. Kinder wollen nicht still auf ein und dem selben Fleck sitzen. Sie haben das Bedürfnis, ihre Umwelt aktiv zu entdecken.
- Das Erleben der Gegenwart. Die Kinder wollen aktiv die Gegenwart erleben und nicht ausschließlich nach alten Maßstäben „erzogen“ werden.

Das Kind steht eindeutig im Mittelpunkt dieser pädagogischen Ansätze! Ausgegangen wird von den Bedürfnissen im Elementaralter, also von drei bis sechs Jahren. Für das pädagogische Fachpersonal bedeutet das, alle Impulse der Kinder aufzunehmen und umzusetzen, aber nicht die eigenen Bedürfnisse den Kindern überzustülpen. Der Kindergarten hat die Aufgabe, Kindern Möglichkeiten zum Experimentieren und Spielen anzubieten, Anstösse zur eigenen Entwicklung zu geben. Dazu gehört auch, den Kindern die Möglichkeit des Lernens zu geben. Lernen im Kindergarten ist hierbei deutlich vom Lernen in der Schule zu unterscheiden! In der Schule wird Wissen durch einen Lehrer eingetrichtert. Es sitzen ca. 25 Kinder zusammen und alle bekommen frontal die gleichen Lehrinhalte in der gleichen Form vermittelt. Kinder im Kindergarten haben zwar auch das Bedürfnis zu lernen, aber nur im Rahmen der individuellen Entwicklungszeit, Fähigkeit und Fertigkeit. Jedem Kind muss die Möglichkeit gegeben werden, seine individuellen Interessen zu entdecken, um sie dann entsprechend zu fördern. Die Aufgabe eines Erziehers darf an dieser Stelle nicht Animation oder Unterhaltung für das Kind sein. Er hat die Aufgabe, Entwicklungen zu erkennen. Er ist damit ein Entwicklungsbegleiter und insbesondere auch der Anwalt des Kindes.

Es gibt in Kindertageseinrichtungen zu Recht keine Lehrpläne. Kinder sollen individuell gefördert und nicht in vorgefertigte Muster gedrängt werden. Dieser Ansatz dient nicht dazu, dem pädagogischen Fachpersonal freie Hand zu lassen. Es müssen trotzdem Ziele definiert werden, deren Erreichung angestrebt wird. Es wird ein sehr hohes Maß an Flexibilität seitens des pädagogischen Fachpersonals erwartet. Dieser bedarf wie bereits erwähnt einem konzeptionellen Handeln. Das Konzept verhindert ein Arbeiten in einem luftleeren Raum und gibt dem Fachpersonal Möglichkeiten, die unterschiedlichen Faktoren und Einflüsse zu erkennen und umzusetzen.

Das alles Bedarf einer konkreten sowie umfangreichen Planung. Zwingend notwendig ist, dass der Kindergarten vernetzt arbeiten muss. Das bedeutet, dass ein Sozialarbeiter nicht alle Bedürfnisse der Kinder erfüllen kann. Er muss ein Netzwerk schaffen, auf das er zurückgreifen kann, wenn Kinder seine Fähigkeiten überschreiten.

Die Ansätze orientieren sich an der Lebenswelt und Lebenssituation der Kinder. Erfahrungen sollen gesammelt, erweitert und verarbeitet werden. Kinder sollen in die Lage versetzt werden, sich mit der Umwelt aktiv auseinanderzusetzen.

Daher geht es prinzipiell nicht nur um die Welt innerhalb der vier Kindergartenwände, sondern um die ganze Welt. Daraus folgt zwangsläufig eine enge Zusammenarbeit mit Einrichtungen, Personen usw. außerhalb des Kindergartens. Es geht um die Vernetzung aller Lebensbereiche.

Am Rande sei erwähnt, dass das Lernen anhand von starren Lehrplänen in Schulen oder das Durchführen von Vorlesungen an Hochschulen den Schülern nur wenig den Bedürfnissen nach eigener Entwicklung nachgibt. Das bedeutet, dass es ein politisches Interesse an Nachahmung geben muss, denn sonst würde der Lehrplan entscheidend flexibler und konstruktiver im Umgang mit den Bedürfnissen aller Beteiligten entwickelt.

1.2 Bildungs- und Erziehungsinstitution Kindergarten

Welche Konsequenzen ergeben sich aus den vorherigen Abschnitten? Wann und wo beginnt denn nun Bildung? Wie kann Bildung im Kindergarten aussehen?

Anhand der nächsten Kapitel möchte ich aufzeigen, welche Stellung Bildung im Kindergarten bezüglich Medienkompetenz hat. Um Kompetenzen zu erlangen ist eine ständige Reflexion und Verwerfung von Erlerntem aufgrund neuer Erkenntnisse notwendig. Das Erlangen von Medienkompetenz ist also Bildung. Aber was ist Bildung?! Im Folgenden möchte ich die Aussagen von Bildung nach Humboldt übernehmen.

1.2.1 Bildung

Der Begriff ,,Bildung ist eine speziell deutsche Wortprägung, für den sich in anderen Sprachen kein entsprechender Ausdruck findet. Daher ist er nur vor dem Hintergrund deutscher Geistesgeschichte verständlich. Jedoch ist seine Bedeutung umstritten.“[22]

- Der Brockhaus erklärt Bildung als „bewußte, planmäßige Entwicklung der natürlich vorhandenen geistigen und körperlichen Anlagen des Menschen. Auch der durch diese Entwicklung erreichte Zustand wird Bildung genannt.“[23] Schon dieser einfache Erklärungsversuch verdeutlicht, dass der Begriff Bildung zwei Aspekte umfasst: Zum einen ist Bildung als ein Prozess, zum anderen als das Produkt dieses Prozesses anzusehen.
- Bildung ist ein nützliches Wort für einen schwer fassbaren, identischen Vorgang.
- Bildung ist eine Leitidee zur Gestaltung pädagogischer Arbeit.
- Die Rückkehr der Bildung ist, pädagogisch geboten, ein Fortschritt (v. Hentig).
- Bildung geschieht immer. Es ist doch ein Irrtum zu glauben, dass Kinder nur von sich aus Inhalte herausfinden können.

Um 1800 wurde der Begriff Bildung von W. v. Humboldt und J.H. Pestalozzi in die pädagogische Fachsprache eingeführt, wo er bis heute den geistesgeschichtlichen Kontext dieser Zeit bewahrt. Bildung sollte, gegensätzlich zur Ausbildung, die zweckfreie Entfaltung aller Anlagen ermöglichen, besonders aber die Kräfte des Heranwachsenden fördern, die seine Humanität wie Individualität, Geistigkeit und Moral ausmachen. Bildung beruht weniger auf Umwelterfahrung als auf der Auseinandersetzung mit den Schöpfungen des menschlichen Geistes.

Wilhelm von Humboldt geht von einem idealen Menschenbild aus. Der Mensch strebt Zeit seines Lebens nach Wissen und Tatendrang. ,,Zwar existiert in der Lage des Menschen, wo die Kraft immer zur Tätigkeit gespannt ist, und die Natur um ihn her immer zur Tätigkeit reizt, Ruhe, und Besitz in diesem Verstande nur in der Idee.“[24] Er geht davon aus, dass jeder Mensch im Rahmen seiner geistigen Fähigkeiten und seiner Freiheiten seine Umwelt nutzt und aus ihr neues Wissen zieht. Allein der Staat kann diese Grenzen einschränken. Wilhelm von Humboldt hat nie eine konkrete Bildungstheorie als solche formuliert. Aus seinen Werken kann man jedoch eindeutige Thesen herauslesen, die wiedergeben, wie die Bildung des Menschen gestaltet sein sollte.

Eine zentrale Aussage in Humboldts Bildungstheorie ist die, dass Bildung ein Zusammenwirken bzw. Austausch zwischen Mensch und Welt ist. Der Mensch steht im Mittelpunkt und braucht die Welt, um seine Kräfte zu stärken und zu erhöhen, um seinem Wesen Wert und Dauer zu verschaffen[25]. Als Welt bezeichnet Humboldt all das, was nicht Mensch ist. Das heißt andere Menschen, Gegenstände, die Umwelt, andere Länder, bereits erlangtes, eigenes und fremdes Wissen und die Wechselwirkung zwischen diesen einzelnen Objekten der Welt. Wechselwirkung meint, dass der Mensch die Welt formt und die Welt den Menschen formt. Durch die Verbindung des Menschen mit der Welt verschafft der Mensch seinem Wesen Wert und Dauer. Er bezeichnet dieses als ,,die letzte Aufgabe unseres Daseins“[26]. Die Aufgabe besteht darin, sich selbst in seinem Leben so zu verwirklichen, dass man als Lebender und als Toter einen möglichst großen Inhalt hinterlässt, damit das Dasein der Menschheit nicht vergänglich ist. Aus Dingen, mit denen der einzelne Mensch die Welt prägt, also sozusagen seinen Stempel aufdrückt, können andere Menschen wieder neues Wissen schöpfen.

Man kann kein konkretes Ziel von Bildung formulieren. Bildung zielt auf die Veredelung des Einzelnen, auf die Ausbildung von Individuen ab. Hier erkennt man die starke Verbindung zum Neuhumanismus.

Bildung ist ein offener Prozess, der nie endet. Es ist unmöglich, eine vollkommene Bildung zu erlangen. Bestenfalls die Bildung von allen Menschen zusammen könnte etwas ähnliches erreichen. So beginnt Humboldt seine ,,Theorie der Bildung des Menschen“ mit dem Satz: ,,Es wäre ein grosses und treffliches Werk zu liefern, wenn jemand die eigentümlichen Fähigkeiten zu schildern unternähme, welche die verschiedenen Fächer der menschlichen Erkenntnis zu ihrer glücklichen Erweiterung voraussetzen; den ächten Geist, in dem sie einzeln bearbeitet, und die Verbindung, in die sie alle miteinander gesetzt werden müssen, um die Ausbildung der Menschheit, als ein Ganzes, zu vollenden.“[27] Denken und Handeln ist ein Versuch des Menschen, geistig unabhängig zu werden. Laut Humboldt strebt danach jeder Mensch. Er bezeichnet dies als den wahren Zweck des Menschen. ,,Der wahre Zweck des Menschen - nicht der, welchen die wechselnde Neigung, sondern welchen die ewig unveränderliche Vernunft ihm vorschreibt - ist die höchste und proportionierlichste Bildung seiner Kräfte zu einem Ganzen. Zu dieser Bildung ist Freiheit die erste und unerlässliche Bedingung.“[28] Damit der Mensch das Wissen dauerhaft halten kann braucht er etwas, an dem er sich üben kann, um seine Fähigkeiten zu stärken und beständig zu halten. Humboldt spricht von Kräften. Er sagt, dass der Mensch zur Einseitigkeit neigt und es deshalb wichtig sei, alle Fähigkeiten regelmäßig anzuwenden und zu verbinden. ,,Allein dieser Einseitigkeit entgeht er, wenn er die einzelnen, oft einzeln geübten Kräfte zu vereinen, den beinah schon verloschen wie den erst künftig hell aufflammenden Funken in jeder Periode seines Lebens zugleich mitwirken zu lassen, und statt der Gegenstände, auf die er wirkt, die Kräfte, womit er wirkt, durch Verbindung zu vervielfältigen strebt.“[29] Eine wichtige Möglichkeit der stetigen Auseinandersetzung mit seinem Wissen ist die Verbindung und Kommunikation mit anderen Menschen. Diese Art von Wissensaustausch hat vor allem bei den alten Griechen stattgefunden, spielt aber noch immer eine bedeutende Rolle. Als wichtigste, bisher aufgezeigten Thesen kann man die Folgenden zusammenfassen:

Der Mensch steht im Mittelpunkt der Welt und hat einen natürlichen Wissensdurst. Der Mensch braucht etwas, an dem er seine geistigen Kräfte stärken und erhöhen kann. Dieses kann nichts geringeres als die Welt sein. Ziel der Bildung soll es sein, geistig unabhängig zu werden und sich zu Individuen auszubilden. Damit die Menschheit nicht vergänglich ist und das Wissen immer weiter fortschreitet, ist es wichtig, seinem Wesen Wert und Dauer zu verschaffen.

Was der Kindergarten dazu beitragen kann, optimale Voraussetzungen für die Bildung zuschaffen, soll im nächsten Kapitel erläutert werden.

1.2.2 Mediale Bildung und Erziehung im Kindergarten

Die elementarste Bildungsstufe im deutschen Bildungssystem nimmt die Institution Kindergarten ein. Nach §22 SGB VIII hat der Kindergarten die Entwicklung der ihr überlassenen Kindern zu einer eigenverantwortlichen Persönlichkeit zu fördern. Der Kindergarten mit dem situationsorientierten Ansatz scheint dafür ein gute Möglichkeit zu bieten. Durch Bildungsprozesse im Kindergarten erfährt das Kind schon früh ein differenziertes Bild von sich und seiner Umwelt. Das Kind konstruiert aus seinen interaktiven und modalen Erfahrungen mit Menschen und Dingen sein Weltbild und seine Handlungskompetenzen.[30] Bildung braucht dringend das entdeckte Lernen und die Teilnahme am wirklichen Leben. Der Kindergarten kann zwar ein Schonraum sein, sollte sich aber nicht vom Rest der Welt abkapseln. Der Kindergarten ist ein Teil des Bildungssystems und sollte sich nicht in eine Sonderrolle dieses Systems drängen lassen. Bildung ist planbar! Der Verlauf und das Ergebnis ist aber nicht vorherzusehen und bleibt offen. Der Erwachsene kann von seiner grundlegenden Bildungswilligkeit ausgehen. Bei einem Kind kann er jedoch nur das Wollen anregen und mit ihm in einen Dialog eintreten, der es zu Aktivitäten anregt, durch die es Möglichkeiten für neue Erfahrungen sammeln kann und somit Bildung erhält.

Kindergärten sind keine Orte, an denen richtiges Verhalten geübt werden kann. Der Sinn und Zweck dieser Institution sollte eine Art Forschungsinstitution sein. Kinder sollten im Kindergarten die Möglichkeit erhalten, durch Versuch und Irrtum, durch Bildung und Überprüfung von Arbeitshypothesen ihr eigenes Selbstbild zu entwickeln.[31] Aber auch die Erziehung, die im Kindergarten stattzufinden hat, spielt eine entscheidende Rolle, medienkompetente Kinder heranzuziehen. Pädagogisches Fachpersonal wurde befragt, wie gross der Einfluss des Fernsehens auf die Entwicklung der Kinder im Gegensatz zu anderen Sozialisationsinstanzen hat. (Siehe Tabelle links.) Etwa die Hälfte aller Befragten traf die Aussage, dass die Instanz Fernsehen genau-soviel Einfluss auf die Sozialisation der Kindergartenkinder hat wie alle anderen Instanzen gemeinsam. 27% der Befragten glaubten, dass der Einfluss des Mediums sogar noch höher ist. 7,5% der befragten ErzieherInnen glaubten sogar, dass Fernsehen über 70% der Sozialisation wahrnimmt. Die Frage, die hier kritisch gestellt werden muss, ist, warum Menschen sich in pädagogischen Berufen überhaupt ausbilden lassen? Das Fernsehen ist ein Teil des Alltages. Wenn ErzieherInnen einen so geringen Einfluss auf Kinder haben, dann bräuchten die Kinder nur vor den Fernseher gesetzt werden und würden auf diese Weise sozialisiert werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Einen weiteren schlechten Eindruck haben die Mehrzahl der ErzieherInnen bei der Einschätzung des Fernsehkonsum von 3-5jährigen Kindern. Mehr als die Hälfte aller Kinder schauen nicht mehr als zwei Stunden am Tag Fernsehen. Mehr als 40% der ErzieherInnen schätzen den Fernsehkonsum auf mehr als drei Stunden ein. Nur 25% schätzen die tägliche Fernsehdauer auf 120 Minuten und weniger.[32].

Es vertreten noch viele ErzieherInnen die These, dass die anderen Sozialisationsinstanzen (bspw. Eltern, Freunde, Kindergarten) für die Erziehung mindestens genauso wichtig ist wie das Fernsehen und dass die Qualität der Bildung von einer objektiven Bewertung der Lebenswelt der Kinder von absoluten Nöten ist. Diese ErzieherInnen arbeiten mit Medien, um Kinder zu Medienkompetente Menschen zu erziehen. Unter dem Begriff Medien ist viel zu verstehen. Um Medien pädagogisch sinnvoll einzusetzen und damit den Menschen und nicht die Technik in den Mittelpunkt zu stellen kann folgende Definition verwandt werden:

Medien sind Werkzeuge, mit denen den Phantasien und Ideen von Menschen Ausdruck verliehen wird (visuelle-, auditive-, taktile- und sprachliche Kommunikation.)

Medien beinhalten in den Berufsfeldern der sozialen Arbeit die Vielfalt – Bewährte und Neue Medien! (Analoge und Digitale --- „vom Sinnenreich bis Cyberspace“)

Die Technik allein ist nicht der Ausgangspunkt der obengenannten Definition, sondern die Kommunikationsform mit ihren möglichen Werkzeugen.[33]

Medien stellen trotz allem durch ihre enorme Ausbreitungsgeschwindigkeit (Computerisierung der Gesellschaft, etc.) Herausforderungen an die Pädagogik, da diese in irgendeiner Weise immer Einfluß auf Normen, Werte und das tägliche Leben haben. Es ist zwar schwer, die langfristigen Konsequenzen des Medienkonsums, also Ausmaß und Richtung dieser Einflüsse, exakt festzulegen, es ist jedoch nicht abzustreiten, dass im Kreise der Erziehenden gewisse Verunsicherungen im Bezug auf Medienerziehung herrscht. Es ist ferner Fakt, dass Medien im Lebensrhythmus der Menschen und somit auch der jungen und jüngsten Leute ihren festen Platz eingenommen haben. Natürlich kann die Pädagogik hier keine sozialen Probleme lösen. Oft sind pädagogische Maßnahmen im Umgang mit Medien, wie Fernsehern, PC u.ä. auch sinnlos. Dies ist bei Viel-Fern-Sehern und exzessiven Gewaltfilmkonsumenten der Fall, deren Probleme tiefer liegen (meist individueller und sozialer Art). Medienkonsum stellt bei diesen Kindern nur das Symptom der sozialen Mängel dar. Bei Kindern und Jugendlichen in solchen Problemsituationen bedarf es einer genauen Analyse, um mit geeigneten Methoden (evtl. unter Einsatz alternativen Medien z.B. Papier und Bleistift) das Problem zu bearbeiten.

[...]


[1] Vgl. Definition von Medien Seite 72

[2] Vgl. Krenz, Armin & Raue, Roswitha; Seht doch, was ich alles kann. Kinder und ihre Welt besser verstehen, Kösel Verlag, München, 2001 Seite 42f.

[3] Vgl. Krenz, Armin & Raue, Roswitha; Seht doch, was ich alles kann. Kinder und ihre Welt besser verstehen, Kösel Verlag, München, 2001 Seite 43f.

[4] Vgl. Krenz, Armin & Rauhe, Roswitha; Seht doch, was ich alles kann. Kinder und ihre Welt besser verstehen, Kösel Verlag, München, 2001 Seite 27f.

[5] Vgl. Krenz, Armin; Was Kinderzeichnungen erzählen. Kinder in ihrer Bildersprache verstehen; 4. Aufl., Herder Verlag, Freiburg, 1998, Seite 19

[6] Vgl. Krenz, Armin; Was Kinderzeichnungen erzählen. Kinder in ihrer Bildersprache verstehen; 4. Aufl. Herder Verlag, Freiburg, 1998, Seite 31

[7] Vgl. Krenz, Armin; Was Kinderzeichnungen erzählen. Kinder in ihrer Bildersprache verstehen; 4. Aufl., Herder Verlag, Freiburg, 1998 Seite 31

[8] Vgl. Krenz, Armin; Seht doch, was ich alles kann. Kinder und ihre Welt besser verstehen, Kösel Verlag, München, 2001, Seite 85

[9] Vgl. Paulo Freire, Pädagogik der Unterdrückten, Kreuz Verlag,1998, Seite 17

[10] Vgl. Paulo Freire, Pädagogik der Unterdrückten, Kreuz Verlag,1998, Seite 13

[11] Zitat Paulo Freire, Pädagogik der Unterdrückten, Kreuz Verlag,1998, Seite 13

[12] Zitat Paulo Freire, Pädagogik der Unterdrückten, Kreuz Verlag,1998, Seite 14

[13] Zitat Paulo Freire, Pädagogik der Unterdrückten, Kreuz Verlag,1998, Seite 57

[14] Vgl. Paulo Freire, Pädagogik der Unterdrückten, Kreuz Verlag,1998, Seite 47

[15] Vgl. Paulo Freire, Pädagogik der Unterdrückten, Kreuz Verlag,1998, Seite 48

[16] Vgl. Paulo Freire, Pädagogik der Unterdrückten, Kreuz Verlag,1998, Seite 57

[17] Zitat Paulo Freire, Pädagogik der Unterdrückten, Kreuz Verlag,1998, Seite 59

[18] Vgl. Paulo Freire, Pädagogik der Unterdrückten, Kreuz Verlag,1998, Seite 59

[19] Zitat: Paulo Freire, Der Lehrer ist Politiker und Künstler, Reinbek, 1981, Seite 84

[20] Zitat: Paulo Freire, Pädagogik der Unterdrückten, Kreuz Verlag,1998, Seite 17

[21] Zitat: Paulo Freire, Pädagogik der Unterdrückten, Kreuz Verlag,1998, Seite 19

[22] Blomeyer, Günther; Novak, Felix; Michel, Christian; Vörg, Rita: Pädagogik 1 Grundwissen Probleme-Theorien-Anwendung. 2. Auflage. Hueber-Holzmann Verlag. München. 1976, Seite 85

[23] Brockhaus, Seite 91

[24] Vgl. Flitner, A. und Giel, K. (1980): Wilhelm von Humboldt Werke in fünf Bänden, Band I:Schriften zur Anthropologie, 3.Auflage, Wissenschaftliche Buchgesellschaft,Darmstadt, Seite 57

[25] Vgl. Flitner, A. und Giel, K. (1980): Wilhelm von Humboldt Werke in fünf Bänden, Band I:Schriften zur Anthropologie, 3.Auflage, Wissenschaftliche Buchgesellschaft,Darmstadt, Seite 235

[26] Vgl. Flitner, A. und Giel, K. (1980): Wilhelm von Humboldt Werke in fünf Bänden, Band I:Schriften zur Anthropologie, 3.Auflage, Wissenschaftliche Buchgesellschaft,Darmstadt, Seite 235

[27] Vgl. Flitner, A. und Giel, K. (1980): Wilhelm von Humboldt Werke in fünf Bänden, Band I:Schriften zur Anthropologie, 3.Auflage, Wissenschaftliche Buchgesellschaft,Darmstadt, Seite 235

[28] Vgl. Flitner, A. und Giel, K. (1980): Wilhelm von Humboldt Werke in fünf Bänden, Band I:Schriften zur Anthropologie, 3.Auflage, Wissenschaftliche Buchgesellschaft,Darmstadt, Seite 64

[29] Vgl. Flitner, A. und Giel, K. (1980): Wilhelm von Humboldt Werke in fünf Bänden, Band I:Schriften zur Anthropologie, 3.Auflage, Wissenschaftliche Buchgesellschaft,Darmstadt, Seite 64

[30] H. Laewen in klein & gross 6/98: Reggio ist kein Modell

[31] H. Laewen in klein & gross 6/98: Reggio ist kein Modell

[32] Ulrike Six u.a., Medienerziehung im Kindergarten, Leske + Budrich Verlag, 1998 Seite 255

[33] Vgl. Dagmar Sommerfeld, FH NON – FB Sozialw., Lüneburg, Foto/Medienpädagogik, Auditive Kommunikation/ Musik, Lernwerkstatt: Medienkompetenz

Details

Seiten
103
Jahr
2002
ISBN (eBook)
9783638278379
Dateigröße
2.3 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v25113
Institution / Hochschule
Leuphana Universität Lüneburg
Note
2
Schlagworte
Kinder Wissensgesellschaft Spannungsfeld Beispiel Medien Kindergarten

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Titel: Kinder auf dem Weg in die Wissensgesellschaft -Jugendmedienschutz im Spannungsfeld am Beispiel der neuen Medien im Kindergarten